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Der Hauptunterschied ist aber vor allem der, dass Vingegaard noch stärker war als im Vorjahr und Pogacar sich aufgrund seiner Handverletzung vom Sturz bei LBL nicht ganz optimal vorbereiten konnte. Die schwere Niederlage im Zeitfahren dürfte ihn mental gebrochen haben. |
Er hat scheinbar auch einen Lippenherpes was darauf hindeutet, dass sein Immunsystem zumindest angeknockt ist.
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Mal abgesehen davon das Vingegard dieses Jahr Werte gefahren ist die es weder im TT noch an den Anstiegen bisher so gab war Pogacar wohl auch die letzten Tage angeschlagen. Persönlich kann ich Lippenherpes auch immer mit einem schlechten Allgemeinzustand verbinden. Da geht bei mir dann meist nicht mehr viel.
Aber selbst topfit hätte er dieses Jahr glaube ich keine Chance gehabt. Ich möchte es gar nicht sagen weil ich es so gerne anschaue aber ich hoffe bei den Skandinavischen Athleten der letzten Jahre läuft wirklich alles sauber. Ich hoffe es tatsächlich |
Beide topfit wäre es bis zur Vogesenetappe offen gewesen.
Nur mit einem geschwächten Immunsystem zum Einzelzeitfahren konnte er das Ruder nicht mehr rum reißen. |
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Bei seinem Tour-Sieg 2020 lag er im abschließenden entscheidenden ZF auf einem ähnlichem Kurs mit Bergankunft allerdings längerer Strecke 1:31 vor van Aert. Die Leistung damals wurde von Vielen als herausragend bezeichnet. Dieses mal lag er 1:13 vor van Aert. Wäre Vingegaard nicht mitgefahren, hätten alle von einem überragenden Pogacar gesprochen. Es sieht also vielmehr so aus, als ob der beste Overall-Radsportler der Gegenwart bei der Tour seinen Meister gefunden hätte. |
Pogi muss auch immer viel mehr arbeiten.
Was Jumbo für Jonas reißt ist ja schon brutal. Finde UAE zwar besser als in den vergangenen Jahren, aber an Jumbo kommen die nicht ran. |
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Wenn Jumbo vorne nimmt, kann Pogacar (und alle anderen) den Windschatten gleichermaßen nützen. |
Sehe ich ähnlich. Soviel schwächer war UAE dieses Jahr nicht. Yates ist schon ein absoluter Edelhelfer.
Könnte mir vorstellen das am Dänen die nächsten Jahre kein Weg vorbei geht wenn er gesund bleibt. Tut mir irgendwie leid da ich Pogacar viel sympathischer finde |
vingegaard konzentriert sich auch auf die Tour, was hat poga vorher schon alles an Rennen gemacht und gewonnen?
Natürlich ist auch die Gefahr grösser in einem Sturz verwickelt zu sein. |
Vingegaard betreibt einen konstanten Formaufbau bis zur Tour, Pogacar möchte bereits im Frühjahr jeden Klassiker gewinnen, bei dem er am Start steht und das mit großem Erfolg.
Vingegaard war heuer aber ebenso ausgesprochen erfolgreich und musste nur eine Saisonniederlage hinnehmen und zwar gegen Pogacar bei Paris-Nizza im März. Alle anderen vier Rundfahrten, die er bestritten hat, hat er auch gewonnen, darunter die Baskenlandrundfahrt und die prestigeträchtige Dauphine, letztere mit dem größten Vorsprung seit vielen Jahren. Pogacar wird seinen Saisonaufbau höchstwahrscheinlich nicht ändern, es sei denn der Sponsor interveniert, denn letztlich überstrahlt die Tour alles andere haushoch. Ob eine gezielte Tour-Vorbereitung ein anderes Ergebnis bringt, ist allerdings fraglich. |
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Ingebrigtsen ist Mittelstreckenläufer, der selten die kürzeste Langstrecke läuft. Die Langstrecke wird von Afrikanern dominiert. |
Selbst wenn’s nur 13 min sind (das nur bitte in Anführungsstrichen sehen) ist das trotzdem eine absurde Leistung. Die 13min Leistung ist ja meist nicht allzuweit weg von FTP (natürlich schon höher aber nicht um Welten).
Das alles nur mit dem VO2Max-Wert zu erklären ist eine Option aber mir kommt dann immer der Redbull Athlet Anton Palzer in den Sinn der ja ne vermessene VO2Max von 92 hat und bei den Radfahrern keinen Stich macht. Klar Quereinsteiger. Man muss hier sicherlich differenzieren. Aber trotzdem ist es nicht alles so einfach das zu erklären was Vingegard da aktuell macht. Vor 2 Jahren hieß es Pogacar sei ein Jahrhundertalent das die perfekten Vorraussetzungen hat. Es gibt niemanden der bei hoher Belastung weniger Laktat bildet. Und was nicht noch alles geschrieben wurde… Seine Raten und physiologischen Eigenschaften sind in diversen Sportwissenschaftlichen Papers diskutiert worden weil sie so einzigartig sind (Und weil er einen Arzt/Trainer hat der tatsächlich viele Paper veröffentlicht in denen man Zahlen von ihm sieht - finde ich persönlich sehr sympathisch) . Und jetzt gibts nen Dänen der das Ganze nochmal toppt. Es ist schon heftig. Auch Pogacar (wenn auch in dieser Tour durch den Kammbeinbruch beeinträchtigt) wirkte nachdem von ihm nicht schlechten Zeitfahren ziemlich desillusioniert. Er war über ne Minute schneller als der (laut Armstrong) beste Pound for Watt Fahrer der Welt WvA. Achtung Ironie: und Vingegard war mit dem schweren Cervelo Zeitfahrrad unterwegs ;) Bei den Läufern aus Norwegen stimme ich dir zu. Ist eine andere Art der Belastung. Aber ein bisschen gehts für mich auch in die Richtung. Mich erinnert das alles an die Spanier so vor 15-20 Jahre . Die waren plötzlich gefühlt in allen Sportarten gut. Irgendwie kommt das immer alles in Wellen. |
Generalisierend in diesem (Doping-)Zusammenhang von "den Skandinaviern" zu sprechen hilft eh nicht weiter. Da dürfte es gegebenenfalls null Zusammenhang geben.
In Dänemark wird allerdings eine völlig andere Jugendarbeit betrieben, als das z.B. in Deutschland der Fall ist. Von daher ist es nicht so überraschend, dass jemand mit den körperlichen Voraussetzungen wie Vingegaard entdeck wird. Im Vergleich zu Pogacar sollte man sich dann auch mal vor Augen führen, dass Vingegaard, sehr zum Bedauern seiner Landsleute, sich AUSCHLIESSLICH auf die Tour vorbereitet. Nix im Frühjahr, keine WM, keine nationalen Meisterschaften, keine "Kirmesrennen". Von daher ist er weitaus weniger ausgelaugt, als das bei anderen Fahrern der Fall ist. Was noch dazukommt, ist Vingegaards Psyche. Trotz allem ist Dänemark im Bereich des Radsports ein Dorf. Persönlich kenne ich Vingegaard nicht, andere, auch ehemalige Fahrer, die mit ihm zusammen fahren oder das haben, dem hingegen schon. Dasselbe gilt für seine Eltern und die Gegend, aus der er kommt. Da gibt es absolut niemanden, der mit Andeutungen in diese Richtung kommt. So wie ich ihn sehe, würde er das psychisch überhaupt nicht geregelt bekommen, gedopt zu sein. Das ist in keiner Weise ein Beweis, aber allein das ist für mich ein so stark ins Gewicht fallender Faktor, dass ich die Anwendung verbotene Substanzen für nahezu ausgeschlossen halte. Das würde er mental und mit dem sozialen Umfeld nicht auf die Reihe bekommen. Und genau das macht ihn für mich so sympathisch. Bis denne, Michael PS: Vielleicht kommt da übrigens bald wieder ein kleiner Bergfahrer aus Dänemark: Simon Dalby. Der wohnt hier bei uns im Dorf, und unsere Kinder haben mit ihm zusammen im selben Fahrradclub trainiert. Er wird z.Z. langsam bei Uno-X aufgebaut. |
Dass es den Dänen erst jetzt gibt, kann man so nicht sagen. Vingegaard hat bereits vor zwei Jahren bei seinem Tour-Debut am Mount Ventoux das erste Mal dafür gesorgt, dass man Pogacar am langen Berg entscheidend hat abreißen gesehen.
Pogacar verfügt über den besseren Antritt und die höheren anaeroben Fähigkeiten, was ihm auf kurzen Anstiegen bis 20min einen Vorteil verschafft, sofern er ohne große Vorbelastung diesen Zeitbereich entfalten kann. Vingegaard hat aufgrund seiner angeblich (und sicher diskutierbaren) höheren VO2max Vorteile im aeroben Bereich, was sich bei langer Renndauer und langen und hohen Anstiegen bezahlt macht. Eine hohe VO2max ist kein Garant für Bestleistungen vor allem im Rundfahrtsradsport, aber dennoch die Voraussetzung. Und Vingegaard hat Vorteile in der Aerodynamik. Tatsächlich könnte man das flache Zeitfahren als kleine Schwäche von Pogacar bezeichnen, vor allem in Anbetracht seiner anderen überragenden Fähigkeiten. Er bringt die Schultern nicht so zusammen wie etwa ein Evenepoel oder Vingegaard. Die Zeitfahrer sprechen davon, dass man sich die Ohren mit den Schultern zuhalten solle. Dieser Unterschied in der Position ist auch sehr schön bei van Aert (sehr schmal) und van der Poel (sehr breit) zu beobachten. Van der Poel kann deshalb auch bei den Hochgeschwindigkeitssprints nicht ganz mithalten, obwohl er wattmäßig ganz vorne ist. Was alles nichts daran ändert, dass Doping im absoluten Spitzenausdauersport alles andere als unwahrscheinlich ist. |
2021 hat Pogacar Vingegard auf einem flachen Zeitfahren über 27km noch 30 Sekunden abgenommen (nach Laval). Also so schlecht scheint die Aerodynamik nicht zu sein (auch damals war JV am Berg schon schneller/ebenbürtig). Man kann sich das alles immer ein bisschen in eine Richtung aussuchen. Wobei ich ehrlicherweise in dieser Tour die Zeitfahrposition von JV optisch auch ansprechender fand. Auch wenn er immer wieder die Lionel Sanders gedächtniscowboyknie hatte :D
Ich unterstelle dem Dänen auch nix. Das sollte nicht so wirken. Ich unterstreiche (oder versuche es vielmehr) die außergewöhnlichen Leistungen von Vingegard. Trotz allem finde ich deine Begründung warum er sauber sein sollte zumindestens diskutabel. Ich bleibe aber dabei. Skandinavische Athleten sind zur Zeit in vielen vielen Bereichen gut. Das ist nichts verwerfliches wenn ich das so für mich beobachte. |
Das von mir Geschriebene ist in keiner Weise eine Begründung, sondern nur ein äusserst subjektiver Eindruck seiner Persönlichkeit. Und es ist klar, dass das so weich und schlabberig ist, dass sich Vermutungen damit nicht wegbegründet lassen. Für mich gehört es aber zum Gesamtbild der Person Vingegaard - mir werden da immer zu viele einzelne Dinge rausgerückt, das grosse Bild dabei aber vergessen.
Bis denne, Michael |
Da du etwas mehr in die Richtung über ihn persönlich zu erfahren scheinst ist deine Schilderung ja total ok. Ich bin mal gespannt ob Pogacar evtl. durch die Konkurrenz von JV nochmal etwas zulegen kann und seine Jahresplanung entsprechend ändert.
Aber wie jetzt bereits mehrfach geschrieben, ich vermute: Einen JV mit den Werten aus diesem Jahr hätte Pogacar nicht geschlagen, egal mit welcher Vorbereitung. Es wäre evtl. Knapp geworden. Das ist jetzt natürlich nur meine Meinung. Persönlich habe ich seit 2003 nicht mehr eine Tour de France derart fasziniert verfolgt. Und damals war ich noch ein Kind :D |
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Im ersten Zeitfahren war sich Vingegaard seiner Stärke noch gar nicht bewusst, hatte er doch bis zu diesem Zeitpunkt keinen großen Erfolg erzielt. Natürlich könnte man sagen, dass Pogacar im zweiten ZF seines Gesamtsieges bereits gewiss war und nicht mehr alles gegeben hat, aber wer Pogacar kennt, weiß, dass er immer gewinnen möchte. Pogacars Aerodynamik ist sicher auch nicht schlecht, aber nicht auf dem Niveau der Besten. Man sieht das auch bei seinen Ergebnissen bei Zeitfahrweltmeisterschaften, wo er nicht mit den Allerbesten mithalten konnte. |
Heute beginnt übrigens die Tour de France Femmes:
https://www.procyclingstats.com/race...3/stage-1/live Mit dabei: Liane Lippert (Movistar) Ricarda Bauernfeind (Canyon) Clara Koppenburg (Cofidis) Romy Kapser (AG Insurance) Kathrin Hammes (EF Education) und Hannah Ludwig (Uno-X) aus Deutschland. Nicht dabei Antonia Niedermaier. |
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Geiler Sprint in Paris! :liebe053:
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Wie auch immer, eine Chance für die Dänen ihren neuen Helden noch ein bisschen öfter zu sehen! |
Hier gibt's einen Artikel dazu, wie JV sich auf's Zeitfahren vorbereitet hat.
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Bei der Tour de France Femmes hat heute Liane Lippert gewonnen! :liebe053:
Endlich mal keine von SD Worx. :Cheese: |
Klasse Leistung!
Im Sprint gegen Kopecky! siehe: https://youtu.be/nES0OW7wtZU?t=820 https://youtu.be/atG6h-TSFpQ?t=212 |
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Heute wurden die Klassenunterschiede zwischen SD Worx und den anderen Mannschaften gut sichtbar.
Während die anderen Teams in den letzten 15km den Abstand zur Aussreisserin nicht verringern konnten und dieser in den letzten 3km noch 40s bestand, hat Reusser in einem km schon 20s zugefahren, dann Kopecky den verbleibenden Abstand in den letzten 500m geschlossen und Wiebes ohne Probleme den Sprint gewann. Beste Voraussetzungen für eine völlig langweilige Tour Femmes. Helau! :liebe053: |
Die Spannung bleibt immerhin bis zur vorletzten Etappe auf den Tourmalet aufrecht. Erst dann wird sich heraussstellen, ob van Vleuten noch immer die Stärkste ist oder Vollering das Loch hat schließen können.
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Heute könnte es mal interessant werden.
Im Moment hat sich eine 14-köpfige Gruppe abgesetzt und hat über 9 min Vorsprung! Und Berge voraus! https://www.procyclingstats.com/race...3/stage-4/live |
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Super Leistung von Yara Kastelijn!
150 km in der Frontgruppe, t.w. Bergsprints gewonnen und Vorsprung (1 min) bis zum Ziel gehalten! Stand zur Zeit: 1 KOPECKY Lotte 2 VOLLERING Demi 3 MOOLMAN Ashleigh 4 NIEWIADOMA Katarzyna 5 LONGO BORGHINI Elisa 6 VAN VLEUTEN Annemiek 7 KASTELIJN Yara 8 LIPPERT Liane 9 LABOUS Juliette 10 LUDWIG Cecilie Uttrup https://www.procyclingstats.com/race...023/stage-4-gc |
Ja, was sehr cool, dass und wie sie gewonnen hat. Trotz SD Worx Dominanz.
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van Vleuten feels good:
https://www.youtube.com/watch?v=IF50mxmglhQ Vollering disappointed/exhausted: https://www.youtube.com/watch?v=WHEybpZuQ2Q + weitere Interviews auf dem Kanal ... |
Yara Kastelijn gewinnt schon 2 Bergsprints und macht schon wieder Druck!
Wow! Ich hätte gedacht, die hat heute müde Beine ... |
GERADE DEUTSCHE AUSREISSERIN!! :)
Tune in! |
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