triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   triathlon-szene Trainingspläne / Coaching (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=97)
-   -   GA1 beim Laufen / TS-Laufrechner (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=50575)

mamoarmin 25.02.2022 09:48

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1647632)
So kann man das natürlich sehen.
Ich finde allerdings mit knapp 54 Jahren geht die Pace in Ordnung. Zudem ich gehandicapt war, durch Quallenkontakt und dadurch 10 Schläge höheren Puls hatte.
Der Puls ist die einzige Stellgröße für mich.

Davon abgesehen bin ich nicht überzeugt dass ich durch niedrigere Trainingspace im Wettkampf schneller wäre.
Du schreibst ja im Threadtitel was von GA1 beim Laufen.
Ich bin gestern 4:27er Pace gelaufen mit einem AVG Puls von 130.
Wie bereits geschrieben lag/liegt mein Max Puls bei knapp 190.
Was bitte ist dann Ga1 oder Ga2 bei mir?
Kannst du es mir sagen?
130 scheint mir deutlich im GA1 zu liegen, vielleicht sogar im unteren GA1 Bereich.

Beeindruckende Zahlen, wann hast Du denn und vor allem wie, den Maxpuls bestimmt.
Ich merke im Alter fällt mir das zunehmend schwerer und aufm Rad komme ich kaum noch in meinem Maxpulsbereich, sondern bin vorher gar.

tridinski 25.02.2022 09:53

Thread-Titel ist ja GA1, da hilft der Maxpuls nur bedingt. Viel interessanter dafür ist vermutlich der Puls an der IAS, das wäre nämlich das obere Ende von GA1. Hier ist ein Test beschrieben wie man den selber ermitteln kann:
https://uphillathlete.com/heart-rate-drift/

sabine-g 25.02.2022 09:55

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1647962)
Beeindruckende Zahlen, wann hast Du denn und vor allem wie, den Maxpuls bestimmt.

Bei 10km Läufen beim Sprint auf der Zielgeraden.....vor einigen Jahren.

sabine-g 25.02.2022 10:00

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1647967)
Thread-Titel ist ja GA1, da hilft der Maxpuls nur bedingt. Viel interessanter dafür ist vermutlich der Puls an der IAS

Habe mir deinen Artikel nicht durchgelesen, weil er auf englisch ist brauche ich dafür überproportional lange und ich hab keine Zeit.

Meine Meinung:
Der Goldstandard ist wohl ein Laktat Stufentest.
Wer kann sich den ständig leisten?
Macht man ihn 1 oder 2x im Jahr hat er null Aussagekraft.
Bei mir stelle ich beim Loslaufen fest: heute ist ein super Tag es läuft wie von alleine oder es geht nichts und ich kann genauso gut zu Hause bleiben.
So wird es anderen auch gehen.
Genauso ist es bei solchen Tests.
Ich habe 5x eine Leistungsdiagnostik gemacht, 3x im selben Institut mit demselben Coach und 2x woanders. Ich hatte 3 oder 4 unterschiedliche Analyseergebnisse.

tridinski 25.02.2022 10:16

das ist auch bei mir so
aber daraus abzuleiten ich renn einfach drauf los wäre ja auch ein bisschen dünn

der beschriebene Test ist eine Stunde sehr lockeres Laufen. Könnte man also im Prinzip 5x jede Woche wiederholen. Eigene Durchführung, keine Kosten.

Sinn: Ich finde raus wie langsam GA1 wirklich ist. Und da ich da 80/90% meiner Trainingszeit verbringen sollte falls ich die Trainingslehre ernst nehme wäre das eine extrem wichtige Größe.

Nochmal Zitat Scott Johnston" You can only nudge the aerobic capacity from below, not drag it up from above, from above you push it down"

TakeItEasy 25.02.2022 10:28

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1647980)
Nochmal Zitat Scott Johnston" You can only nudge the aerobic capacity from below, not drag it up from above, from above you push it down"

Interessant. Verstehe ich das richtig, dass das bedeutet: Die aerobe Ausdauer kann man nur mit nierig intensivem Training verbessern? Ein Training im Schwellen-/VO2-/Anaeroben Bereich verbessert es hingegen nicht. Korrekt?

Meine Erfahrung ist da anders - aber das ist ja gerade nicht das Thema ;)

Klugschnacker 25.02.2022 10:44

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1647935)
Du hast jetzt drei Elemente in eine Topf geworfen und direkt miteinander verknüpft wo sich das vielleicht nicht unbedingt zwingend ergibt. Wenn man etwas vorsichtiger formuliert kommt aber was sinnvolles raus:
- um die aerobe Grundlage zu trainieren kann er sein Tempo zB mittels Nasenatmung einbremsen
- ebenfalls hilfreich ist es, einen Anstieg des Pulses über die Dauer einer Grundlageneinheit möglichst zu vermeiden
:liebe053:

Wenn du schon den "54jährigen Freizeitathleten" betonst: der andere diskutierte Ansatz alles schneller als Wettkampftempo zu laufen wäre vermutlich sehr weit weg von dem, was ihm hilft

Das Grundlagentraining richtet sich überwiegend nach physiologischen Schwellen, nicht nach dem Wettkampftempo. Beispielsweise ist das Grundlagentempo für einen Kurzstreckler, einen Mittelstreckler und einen Langstreckler gleich (nämlich GA1), während ihr Wettkampftempo sehr unterschiedlich ist. Ich verstehe daher nicht, warum Du das Grundlagentempo vom Wettkampftempo her beurteilst.

Wenn ich einem mir unbekannten Athleten einen Tipp geben sollte, dann würde ich ihm raten, innerhalb des bewährten Trainings-Mainstreams zu bleiben. Also unseren Lauftest über 5 oder 10 Kilometer zu machen und sich an die klassischen Trainingsbereiche zu halten, die sich an physiologischen Schwellen orientieren.

Von Extremen wie das langsame Traben tief im Rekom-Bereich mit Nasenatmungskontrolle oder das Laufen am obersten Rand des GA1-Bereichs würde ich ihnen zunächst abraten. Was nicht heißt, dass man damit nicht erfolgreich sein kann. Das ist eben individuell unterschiedlich.

---

Heute ist es modern, das Training vom Stoffwechsel her zu beurteilen und zu steuern. Trainer haben mobile Laktatmessgeräte in ihren Köfferchen und überprüfen, ob der Athlet die richtigen Substrate verbrennt.

In der Epoche davor hat man sich eher für Herz und Kreislauf interessiert. Jeder von uns hatte plötzlich Pulsmesser am Handgelenk; Trainier beugten sich über Karvonen-Formeln und Herzfrequenzkurven.

Eine weitere Epoche zurück betrachtete man vor allem die Muskulatur: Was passiert im Muskel? Lydiard ließ seine Athleten über zahllose Hügel laufen und setzte auf hohe Umfänge und lange Läufe. Wichtigstes Hilfsmittel war die Stoppuhr.

Jede dieser Epochen hatte recht und blieb dennoch auf ihre Weise unvollständig. Training ist wohl eine Mischung aus vielen Zutaten. Der eine orientiert sein Training an Stoffwechselparametern und hat damit Erfolg. Ein anderer betont stärker den muskulären Aspekt und hat viele zügige Läufe in den Beinen. Auch das kann erfolgreich sein.

Ich sehe keinen wirklichen Grund für den leichten Dogmatismus, den ich mitunter bei meist jüngeren Sportlern oder Trainern zu spüren meine. Insbesondere würde ich zögern, alten Hasen, die mit ihrer persönlichen Trainingsmethode seit Jahrzehnten an der Spitze ihrer Altersklasse stehen, groß reinzureden. Die wissen in der Regel sehr gut, was sie tun und was bei ihnen funktioniert. Man kann sie, auch wenn man selbst über die Trainingslehre gut Bescheid weiß, auch mal reden lassen und ihnen aufmerksam zuhören.

tridinski 25.02.2022 11:16

Zitat:

Zitat von TakeItEasy (Beitrag 1647983)
Interessant. Verstehe ich das richtig, dass das bedeutet: Die aerobe Ausdauer kann man nur mit nierig intensivem Training verbessern? Ein Training im Schwellen-/VO2-/Anaeroben Bereich verbessert es hingegen nicht. Korrekt?

Meine Erfahrung ist da anders - aber das ist ja gerade nicht das Thema ;)

Ja, so die Aussage.

Hier der zitierte Scott Johnston im Interview https://scientifictriathlon.com/tts326/
von dort auch mein Zitat

Gemäß deines Nicks müsstest du dich doch da voll wiederfinden ... ;)

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1647987)

Wenn ich einem mir unbekannten Athleten einen Tipp geben sollte, dann würde ich ihm raten, innerhalb des bewährten Trainings-Mainstreams zu bleiben. Also unseren Lauftest über 5 oder 10 Kilometer zu machen und sich an die klassischen Trainingsbereiche zu halten, die sich an physiologischen Schwellen orientieren.

Von Extremen wie das langsame Traben tief im Rekom-Bereich mit Nasenatmungskontrolle oder das Laufen am obersten Rand des GA1-Bereichs würde ich ihnen zunächst abraten. Was nicht heißt, dass man damit nicht erfolgreich sein kann. Das ist eben individuell unterschiedlich.

Mit Nasenatmung kommt man durchaus bis zum oberen GA1 wenn man das regelmässig macht. Man kommt aber nicht ins GA2, deshalb empfinde ich das als eine wertvolle Hilfe.

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1647987)

... Insbesondere würde ich zögern, alten Hasen, die mit ihrer persönlichen Trainingsmethode seit Jahrzehnten an der Spitze ihrer Altersklasse stehen, groß reinzureden. Die wissen in der Regel sehr gut, was sie tun und was bei ihnen funktioniert. Man kann sie, auch wenn man selbst über die Trainingslehre gut Bescheid weiß, auch mal reden lassen und ihnen aufmerksam zuhören.

ja, passt so auch für mich mit dem Zuhören.

Was für mich aber nicht passt (und was für die meisten Athleten kein nachhaltiger Weg sein dürfte) ist das mit dem Training überwiegend schneller als Wettkampf, das passt wohl nur in Sondersituationen.

Bulldog 25.02.2022 11:20

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1647902)
Für Dich würde ich annehmen, dass Du zwischen 5:10 und 5:50 min/km die meisten Deiner Laufkilometer abspulen kannst, eine flache Strecke vorausgesetzt. Ich vermute, Du landest damit bei Geschwindigkeiten, die Dir seit langem vertraut sind. Bleibe am besten dabei, wenn das bisher gut funktioniert hat.
:Blumen:

Klugschnacker: Ich habe gerade nachgesehen: 2021 bin ich 2000km gelaufen (bin noch nie so viel gelaufen) mit im Schnitt 5:38/km und 140 Puls (max. ca. 185). Wirklich beeindruckend wie gut du das abschätzen konntest mit nur ein paar Angaben von mir. Hut ab.

Helmut S 25.02.2022 11:24

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1647980)
Sinn: Ich finde raus wie langsam GA1 wirklich ist. Und da ich da 80/90% meiner Trainingszeit verbringen solltefalls ich die Trainingslehre ernst nehme wäre das eine extrem wichtige Größe.

Würde ich ehrlich gesagt eh nur sehr begrenzt tun. Abgesehen davon, was Arne schon schrieb, dass es ganz krass auf die Definition der Bereiche ankommt und es da signifikante Unterschiede gibt. Also abgesehen davon, ist es auch äußerst fraglich, wie du die 80/20 überhaupt beurteilen willst? Auch da gibt es doch mehrere Ansätze.

Unlängst gab es doch gerade zu diesem 80/20 zwei Studien, die genau auf das Problem abzielten (zumindest eine davon) ... warte ... ich google .... found:

Polarized Training is Optimal for Endurance Athletes

Polarized Training is Not Optimal for Endurance Athletes

:Cheese: :Cheese:

Es geht im Prinzip genau darum, dass man halt einfach die mathematischen Grundlagen der Grenzsetzung verändert und plötzlich wird aus Zone 3 ein Zone 2 oder so. DU musst halt schauen, was für dich funktioniert. Weißt was ich meine? :Blumen:

Klugschnacker 25.02.2022 11:26

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1647967)
Thread-Titel ist ja GA1, da hilft der Maxpuls nur bedingt. Viel interessanter dafür ist vermutlich der Puls an der IAS, das wäre nämlich das obere Ende von GA1. Hier ist ein Test beschrieben wie man den selber ermitteln kann:
https://uphillathlete.com/heart-rate-drift/

Hier werden zwei Geschwindigkeiten genannt und behauptet, sie seien identisch:
  • Die aerobe Schwelle. Eine andere Bezeichnung dafür sind GA1/GA2-Übergangsbereich oder VT1. Bei sehr gut trainierten Leuten liegt hier das Ironman-Wettkampftempo, die maximale Fettverbrennung.

  • Lauftempo, bei dem die Pulsdrift während eines einstündigen Laufs bei 3.5-5% liegt. Oder bei dem man komplett durch die Nase atmen kann. Bei Dir wäre das ein Lauftempo im Bereich von 5:40 - 6:10 min/km. Auf der Langdistanz läufst Du hingegen in der Nähe eines 5er Schnitts.

Hältst Du es für möglich, dass Du den GA1/GA2-Übergangsbereich für Dich eventuell falsch ermittelst und in der Folge zu diesen langsamen Trainingsvorgaben kommst? Denn das obere GA1 ist bei den meisten fitten Langstrecklern in der Nähe des Langdistanz-Wettkampftempos. Bei Dir soll der GA1-Bereich aber eine Minute pro Kilometer langsamer sein als das LD-Wettkampftempo.

Eine Bestimmung dieses Tempos über die Pulsdrift erscheint mir als möglicherweise fehleranfällig. Wie Antracis bereits sagte, unterliegt diese Pulsdrift vielen Einflussfaktoren, wie Dehydrierung, Erwärmung, Substratverknappung oder der Topographie der Laufstrecke, Gegenwind und so weiter.

Insbesondere scheint mir die Tatsache verdächtig zu sein, dass Du im LD-Wettkampf erwiesenermaßen sehr viel schneller läufst als dieser per Pulsdrift ermittelte GA1-Bereich. Wäre bei Dir der Übergangsbereich zwischen GA1 und GA2 tatsächlich bei 5:40min/km, dann würdest Du auf der Langdistanz im Bereich klassischer Tempodauerläufe rennen, also im Entwicklungsbereich dicht unter der anaeroben Schwelle. Ob das so stimmen kann? Zumindest wäre das sehr ungewöhnlich.
:Blumen:

Necon 25.02.2022 11:27

Zitat:

Zitat von Bulldog (Beitrag 1648001)
Klugschnacker: Ich habe gerade nachgesehen: 2021 bin ich 2000km gelaufen (bin noch nie so viel gelaufen) mit im Schnitt 5:38/km und 140 Puls (max. ca. 185). Wirklich beeindruckend wie gut du das abschätzen konntest mit nur ein paar Angaben von mir. Hut ab.

Also nichts gegen Klugschnacker, aber beeindruckend ist das nicht.
Nimmt man den Jack Daniels Rechner spuckt der bei einer 10 km PB von 43 min eine Easy Pace von 5:19-5:51 aus, Marathon wäre Richtung 4:42 bei richtigem Training, Threshold Intervalle rund um 4:25, schnelle 1000er Rund um 4:05 und ganz schnelle Reps mit 3:49 min/km eher nur 400-800 min doppelte Pausenlänge im Vergleich zum Intervall.

Für diese Sachen gibt es halt zig Ansätze und Modelle die diese Bereiche sehr schnell ausspucken.

sabine-g 25.02.2022 11:29

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1647999)
Was für mich aber nicht passt (und was für die meisten Athleten kein nachhaltiger Weg sein dürfte) ist das mit dem Training überwiegend schneller als Wettkampf, das passt wohl nur in Sondersituationen.

Wir reden hier aber über Laufen im Triathlon Wettkampf und nicht über Laufen im Laufwettkampf, oder?

Weil wenn ich das für mich analysiere laufe ich im Training deutlich langsamer als im Laufwettkampf.

NBer 25.02.2022 11:29

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1647987)
Das Grundlagentraining richtet sich....

Ein sehr reflektiertes Posting. Man muss auch Bedenken, dass die älteren Trainer teilweise jahrzehntelange Praxiserfahrung haben. Natürlich sind sie manchmal trainingswissenschaftlich nicht jederzeit up to date. Oft werden up to date Erkenntnisse aber bei ihren konkreten Athleten auch absichtlich nicht benutzt, weil es vll in der Praxis nicht anwendbar ist. Vielleicht passen physiologische Erkenntnisse aber psychologisch bei den Athleten nicht, oder organisatorisch. Oder materialmäßig.
Diese Trainer haben jahrzehntelange Erfahrung in Trial and Error und passen ihr Training sicherlich immer wieder den aktuellen Erfordernissen an.

tridinski 25.02.2022 12:12

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1648003)
Würde ich ehrlich gesagt eh nur sehr begrenzt tun. Abgesehen davon, was Arne schon schrieb, dass es ganz krass auf die Definition der Bereiche ankommt und es da signifikante Unterschiede gibt. Also abgesehen davon, ist es auch äußerst fraglich, wie du die 80/20 überhaupt beurteilen willst? Auch da gibt es doch mehrere Ansätze.

Unlängst gab es doch gerade zu diesem 80/20 zwei Studien, die genau auf das Problem abzielten (zumindest eine davon) ... warte ... ich google .... found:

Polarized Training is Optimal for Endurance Athletes

Polarized Training is Not Optimal for Endurance Athletes

:Cheese: :Cheese:

Es geht im Prinzip genau darum, dass man halt einfach die mathematischen Grundlagen der Grenzsetzung verändert und plötzlich wird aus Zone 3 ein Zone 2 oder so. DU musst halt schauen, was für dich funktioniert. Weißt was ich meine? :Blumen:

Ja, die Diskussion dreht sich darum ob Polarisiert besser ist oder Pyramidal. Die verstricken sich aber mehr in der Frage, ob man jede Einheit zählt oder Zeit im Pulsbereich. Find ich eher akademisch als praxistauglich die Diskussion.

Ich mach fast gar nix im Spitzenbereich, meine Pyramide ist also sehr flach.

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1648004)

Insbesondere scheint mir die Tatsache verdächtig zu sein, dass Du im LD-Wettkampf erwiesenermaßen sehr viel schneller läufst als dieser per Pulsdrift ermittelte GA1-Bereich. Wäre bei Dir der Übergangsbereich zwischen GA1 und GA2 tatsächlich bei 5:40min/km, dann würdest Du auf der Langdistanz im Bereich klassischer Tempodauerläufe rennen, also im Entwicklungsbereich dicht unter der anaeroben Schwelle. Ob das so stimmen kann? Zumindest wäre das sehr ungewöhnlich.
:Blumen:

Mein Übergansbereich ist sicher nicht bei 5:40 sondern mMn nach eher bei 5:20 am Anfang der Vorbereitung und 4:50-5:00 wenn die Vorbereitung tendenziell abgeschlossen ist.
Ich trainiere große Teile im unteren GA1, dass der GA1-Bereich sehr breit sein kann hatten wir ja schon festgestellt. Meine Erfahrung beim Grundlagentraining ist "shooting a little lower is better than higher".
Im Laufe der Monate von Beginn Base bis Ende Build wird der Laufspeed bei gleichem Puls um ca 30sec/km schneller, gefühlte Intensität und Puls bleibt gleich.

Kann es zudem sein dass die IAS etwas unterhalb des Übergangsbereichs GA1/GA2 liegt?
Zudem halte ich im Training gern Sicherheitsabstand dazu.
Ich walke ggf. auch Hügel hoch damit der Puls nicht hochgeht.

Im Wettkampf habe ich mich bis km24 sehr zurückgenommen, mein Puls ist sogar runtergegangen von ca 135 auf 132. Gefühlt habe ich ab dann Gas gegeben, bin bewusst etwas schneller geworden, zweite Hälfte insgesamt war 1min schneller als erste Hälfte, Puls ging dann auf den letzten 5k hoch bis 150, Schnitt gesamt war 137. Den Löwenanteil meines Lauf-Trainings absolviere ich bei 125-129, meist ohne Vorbelastung.

Helmut S 25.02.2022 14:12

:cool:


Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1648016)
Ja, die Diskussion dreht sich darum ob Polarisiert besser ist oder Pyramidal. Die verstricken sich aber mehr in der Frage, ob man jede Einheit zählt oder Zeit im Pulsbereich. Find ich eher akademisch als praxistauglich die Diskussion.

Naja ... wie man es sieht. :Lachen2: Die zweite Studie ist eine Gegenargumentation zur Ersten. Gegenargumente vor allem auf der Basis, dass es darauf ankommt, wie man Bereich definiert und (ja, da hast du recht) IST Werte erfasst.

Du machst ja nix anderes. Du gibst was in Arnes Rechner ein und findest dich nicht wieder bei dem, dabei raus kommt:

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1647550)
Wo ich mich gar nicht wiederfinde ist der angegebene GA1-Bereich. Konkret: Bei Eingabe 10er=40:00 bekomme ich GA1 5:43 - 4:32.

Und weil es so schön ist, lieferst du gleich noch deine ganz eigene Definition der Grundlagenausdauer mit und aufgrund deiner Definition sogar noch eine Abschätzung der Lage der anaeroben Schwelle in Relation zu dem Tempo bei dem eine Cardiac Drift eintritt:

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1647550)
Grundlagenausdauer heisst für mich: kein Cardiac Drift, also Puls nach dem Einlaufen steigt bei gleichbleibendem Tempo nicht weiter an über die Gesamtdauer der Einheit. Falls doch bist du zu schnell. Also über der aeroben Schwelle.

Im Endeffekt sind das alles doch nur Modell, die generalisiert sind. Ob das konkret auf deinen Körper passt? Das ist doch nicht zwingend ... wie wir z.B. auch von den 4mmol etc Schwellenmodellen wissen. Wieviele gibt es davon? 20?

No offense ehrlich - alles gut. Ich will damit nur sagen: Es kommt halt darauf an, und wenn für dich dein Ansatz funktioniert, musst du dich nicht in Arnes Rechner wiederfinden. D.h. aber auch nicht, dass ich nicht der Meinung bin, dass man sich nicht einfach mal auf ein neues "System" einlassen soll. Mach doch mal ne Saison das Tempo von Arnes Rechner, dann weißt du evtl. mehr.

Im Endeffekt sind das alles doch nur Modell, die generalisiert sind. Ob das konkret auf deinen Körper passt? Das ist doch nicht zwingend ... wie wir z.B. auch von den 4mmol etc Schwellenmodellen wissen. Wie viele gibt es davon? 20?

:Blumen:

tridinski 25.02.2022 15:40

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1648074)
No offense ehrlich - alles gut. Ich will damit nur sagen: Es kommt halt darauf an, und wenn für dich dein Ansatz funktioniert, musst du dich nicht in Arnes Rechner wiederfinden. D.h. aber auch nicht, dass ich nicht der Meinung bin, dass man sich nicht einfach mal auf ein neues "System" einlassen soll. Mach doch mal ne Saison das Tempo von Arnes Rechner, dann weißt du evtl. mehr.

Da komm ich ja her, 2018 bin ich viel um das erhoffte Renntempo herum gelaufen, also 5:00 +/- 10sec Ergebnis war der Marathon in 3:45.
Jetzt Trainingstempo deutlich reduziert, Renntempo deutlich erhöht :)

Gegenbeispiel (Seite 2 Post#9 in diesem Thread hier)
Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1647592)
Athlet aus meinem Verein, Plan von Klugschnacker, Training viel im Bereich 4:25 bis 4:50, Race 5:07. Sabine-Syndrom.

Der Kollege hat so trainiert wie es Arnes Rechner angibt:

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1647565)
Ich habe die Einteilungen für GA1, GA2 usw. aus TrainingPeaks entnommen. Dort werden also dieselben Trainingsbereiche ausgespuckt wie bei unserem Laufrechner. Für Kenner: Berechnung nach Threshold Speed, CTS for Running.

Ich verwende diese Trainingsbereiche bei meinen Athletinnen und Athleten im Coaching. Weil unser Laufrechner dieselben Trainingsbereiche verwendet, kann ich besonders effizient damit arbeiten. Zum Beispiel, wenn ich einen bestimmten Lauf beurteilen will.

Neben der Einteilung der Trainingsbereiche nach CTS, die ich für Triathleten verwende, gibt noch etliche andere. Sie sind aber ähnlich. Nachfolgend der GA1-Bereich in verschiedenen gängigen Modellen, ausgehend von einem Athleten oder einer Athletin, die 40:00 min auf 10km läuft:

PACE / BERECHNUNGSMODELL
04:31 - 05:43 min/km CTS
04:42 - 05:19 min/km Joe Friel
04:44 - 05:25 min/km 80/20
04:34 - 05:09min/km MyProCoach

Weitere Sportler aus meinem Umfeld haben auch in diesen Bereichen trainiert, waren im Race teils deutlich langsamer als ich, obwohl sie mich im Training jeden Tag versägen und auch auf kurzen Strecken 5/10k meistens schneller sind.

Ich habe keinerlei Interesse mein Grundlagentempo wieder deutlich höher anzusetzen.

Bulldog 25.02.2022 16:02

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1647550)
Wo ich mich gar nicht wiederfinde ist der angegebene GA1-Bereich. Konkret: Bei Eingabe 10er=40:00 bekomme ich GA1 5:43 - 4:32. Ich trainiere aber GA1 bei 5:40-6:10.

tridinski läuft den IM Marathon in etwa 3:30, ich in etwa 4:00. tridinski's GA1 geht von 5:40-6:10. Übertragen auf mich wären dass rund 5:55 bis 6:25 - was ein ziemliches rumgeschlappe ist, und mir auch keinen Spaß macht. Gibt es eurer Erfahrung nach Alternativen zu 1,5 bis 2h Läufen im Kriechgang? So was wie run-bike-run?

sabine-g 25.02.2022 16:20

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1648087)
Ich habe keinerlei Interesse mein Grundlagentempo wieder deutlich höher anzusetzen.

Vielleicht hattest du einfach mal einen guten Tag. Oder einen besonders guten.
Ich hab es oben schon mal geschrieben: "Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer".

Leg doch mal deine bisherigen Ergebnisse auf den Tisch, ggf. garniert mit dem jeweiligen Trainingsumfang.

tridinski 25.02.2022 17:00

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1648095)
Leg doch mal deine bisherigen Ergebnisse auf den Tisch, ggf. garniert mit dem jeweiligen Trainingsumfang.

Ergebnisse/Umfänge such ich raus

Ansonsten zäume ich das Pferd nochmal von der anderen Seite auf:

Nach meinem Kenntnisstand laufen die NOR-boys, nachdem sie ihre IANS von 4mmol auf 2,5-3mmol korrigiert haben, ihre Grundlagenläufe im Bereich 4:30 min/km. Im IM ergibt das dann einen 3:40er Schnitt bzw. 2:35 Stunden

Die hier vertretene Meinung geht mehrheitlich davon aus dass für Hobbyathleten mit 10k=40min ein 4:30er Tempo noch im GA1-Bereich liegt (CTS, myPRoCoach, Joe Friel 4:40) und somit lockeres Grundlagentraining darstellt.

:8/

Antracis 25.02.2022 17:30

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 2)
Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1648112)
Die hier vertretene Meinung geht mehrheitlich davon aus dass für Hobbyathleten mit 10k=40min ein 4:30er Tempo noch im GA1-Bereich liegt (CTS, myPRoCoach, Joe Friel 4:40) und somit lockeres Grundlagentraining darstellt.

Das finde ich unnötig überspitzt und nicht hilfreich. Die Pace markiert sicher die obere Grenze des GA1-Bereiches, da wird man aber mit den entsprechenden WK-Zeiten sicher trotzdem noch zu einem deutlichen Anteil rein aerob umsetzen und einen guten Reiz für die Fettverbrennung setzen. "Lockeres" Grundlagentraining ist das aber keinesfalls.

Als Beispiel mal eine Leistungsdiagnostik von mir kurz nach der Saisonpause im letzten Jahr, also November 2021. Da war ich nicht in wirklich guter Laufform. Anaerobe Schwelle wurde so um 4:02/min ermittelt, entspricht also wahrscheinlich einer knappen Sub40-Form.

Man sieht gut, dass der relative Anteil der Fettverbrennung natürlich von 5:00-4:30 abnimmt, absolut bleibt er aber relativ stabil, absolut setze ich sogar bei 4:36 am meisten Fett/h um. Abgesehen davon, dass man als triathlet seinen Fettstoffwechsel sicher vor allem auf dem Rad trainiert, zeigt das aber, dass man auch in diesen Bereichen immer noch deutliche aerobe Stoffwechselreize setzt.

Für den IM wäre die Pace natürlich aufgrund des angestiegenen KH-Verbrauchs viel zu hoch, fürs Training kann es aber durchaus Reize setzen, die im WK hilfreich sind.

Ich würde dennoch nicht so schnell laufen bzw. nur sehr selten, weil bei mir einfach der Regenerationsbedarf exponentiell ansteigt in diesem Bereich, ich bleibe da lieber bei 5:10-4:50 aktuell, bei deutlich besserer Laufform.

Aber vielleicht ein Hinweis, warum auch flotteres Laufen funktionieren kann.

Klugschnacker 25.02.2022 18:02

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1648112)
Die hier vertretene Meinung geht mehrheitlich davon aus dass für Hobbyathleten mit 10k=40min ein 4:30er Tempo noch im GA1-Bereich liegt (CTS, myPRoCoach, Joe Friel 4:40) und somit lockeres Grundlagentraining darstellt.

Nein, ich halte das nicht für lockeres Grundlagentraining, schon gar nicht für jeden. Vielleicht gibt es hier ein Missverständnis.

Für sehr gut ausdauertrainierte Leute geht der GA1-Bereich eben sehr weit rauf. Das heißt aber nicht, dass es locker wäre oder dass es für jeden gilt. Es wird von meiner Seite auch nicht behauptet, jeder solle seine langen Läufe im obersten GA1-Bereich laufen.

Wenn mein Laufrechner hier zu Missverständnissen führt, kann ich ihn gerne bei Gelegenheit um klarere Empfehlungen für die langen Läufe erweitern.

---

Die Wettkampf-Laufzeiten im Triathlon auf der Langdistanz miteinander zu vergleichen, ist aus meiner Sicht schwierig. Leicht ist ein Rennen auf dem Rad oder auch beim Laufen etwas überzockt, sodass die Laufzeit dann unter den Möglichkeiten ausfällt. Teilweise sind die Laufstrecken auch unterschiedlich lang oder es wurde gelutscht ohne Ende (was ich Dir keinesfalls unterstellen möchte, ich meine das allgemein).

Es ist einfach eine komplexe Sache, was unseren Sport ja auch so interessant macht.
:Blumen:

tridinski 25.02.2022 19:24

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Hier meine 4 Frankfurtteilnahmen im Überblick

Laufschnitt 2018=5:12, 2021=5:29

Vergleichsgröße ist immer Januar bis Juni weil Frankfurt "immer" Ende Juni/Anfang Juli stattfindet. 2021 gabs noch sechs Wochen Verlängerung

sabine-g 25.02.2022 19:38

Ich bin gerade 15km gelaufen.
Ich habe versucht einen 5er Schnitt zu schaffen.
Ich habe es hingekriegt. :Cheese:
15km in 1:15:00h mit einem AVG Puls von 115 und einem Max Puls von 124 (Steigung)
Es waren 3°C und mir ist jetzt arschkalt, trotz langer Hose, Handschuhe, Mütze, Unterhemd, langes Trikot und Weste. Ich musste nicht Nachschwitzen, sondern war nach Ablage der Laufsachen trocken.
Ich habe jetzt größte Zweifel ob ich mir das als Training aufschreiben soll.....:Lachen2:

Bulldog 25.02.2022 20:34

Ich war gerade laufen und dabei ist mir gedämmert, dass Sabine's Konzept vielleicht gar nicht so abwegig ist (auch für mich): Er läuft im Training 30sek/km schneller als den Marathon im Rahmen einer Langdistanz. Weil er halt generell flott unterwegs ist kam mir das im ersten Moment komisch vor. Aber für viele Normalos wie mich passt das ja vielleicht doch: LD Marathon z.B. im 6er Schnitt = Training im 5:30er Schnitt.
Dann fühlt sich ein Trainings-Halbmarathon vielleicht ähnlich an wie die ersten 21km bei einer Langdistanz.
Gilt ähnliches auch für das Radeln, d.h. auch hier mehr Power im Training als bei der LD? Oder eher nicht weil noch kaum Vorermüdung?

sabine-g 25.02.2022 20:38

Mir ist immer noch kalt.

svmechow 25.02.2022 20:42

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1648136)
Ich bin gerade 15km gelaufen.
Ich habe versucht einen 5er Schnitt zu schaffen.
Ich habe es hingekriegt. :Cheese:
15km in 1:15:00h mit einem AVG Puls von 115 und einem Max Puls von 124 (Steigung)
Es waren 3°C und mir ist jetzt arschkalt, trotz langer Hose, Handschuhe, Mütze, Unterhemd, langes Trikot und Weste. Ich musste nicht Nachschwitzen, sondern war nach Ablage der Laufsachen trocken.
Ich habe jetzt größte Zweifel ob ich mir das als Training aufschreiben soll.....:Lachen2:

Geht mir ganz ähnlich. Wenn keine 4 davor steht, war es meistens ein Spaziergang.

Nole#01 25.02.2022 20:47

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1648156)
….

Ich finde deine Daten beeindruckend! :Blumen:

Wenn ich bedenke, dass ich im Ironman 4:47min/km gelaufen bin und im Training 4:20min/km im Schnitt laufen hätte sollen. Unfassbar, dass ist beinahe 1min auf den Kilometer schneller als ich es praktiziert habe. Ich könnte das vermutlich keine 2 Wochen durchhalten. Wirklich krass. :dresche

yankee 25.02.2022 21:09

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1648126)
Nein, ich halte das nicht für lockeres Grundlagentraining, schon gar nicht für jeden. Vielleicht gibt es hier ein Missverständnis.

Für sehr gut ausdauertrainierte Leute geht der GA1-Bereich eben sehr weit rauf. Das heißt aber nicht, dass es locker wäre oder dass es für jeden gilt. Es wird von meiner Seite auch nicht behauptet, jeder solle seine langen Läufe im obersten GA1-Bereich laufen.

Da scheint es wirklich ein Missverständnis zu geben in der Diskussion.
Ich finde aber schon, dass Lauftraining im oberen GA1 Bereich mit sehr viel Vorsicht zu genießen ist bzgl muskulärer Belastung.

Zum Vergleich paar Zahlen von mir:
LT1 ungefähr bei 4:00min/km
den "normalen" Grundlagenlauf laufe ich bei 4:50 - 5:10 je nach Vorbelastung

Würde die These aufstellen, dass man was falsch gemacht hat wenn so viel Differenz zwischen oberen Grundlagenbereich und IM Tempo liegt.

Necon 25.02.2022 21:26

Zitat:

Zitat von Bulldog (Beitrag 1648092)
tridinski läuft den IM Marathon in etwa 3:30, ich in etwa 4:00. tridinski's GA1 geht von 5:40-6:10. Übertragen auf mich wären dass rund 5:55 bis 6:25 - was ein ziemliches rumgeschlappe ist, und mir auch keinen Spaß macht. Gibt es eurer Erfahrung nach Alternativen zu 1,5 bis 2h Läufen im Kriechgang? So was wie run-bike-run?

Dann Schlap nicht herum. Das oberste Gebot für mich als Hobbysportler ist, es soll Spaß machen, was bringt mir ein langer Lauf der mir keinen Spaß macht und den ich unregelmäßig mache, gegenüber einen langen Lauf der vielleicht nicht unter IAS ist, aber den ich dafür regelmäßig Laufe weil er Bock macht und mich motiviert.
Tridinski wählt hier einen sehr extremen Ansatz den man, wie man sieht auch sehr kontrovers diskutieren kann.
Ich selber Laufe den langen Lauf auch eher zu schnell, dafür betrachte ich den in meiner Wochenplanung wenn man eine 80-20 Verteilung bei den Intensitäten hernimmt auch nicht zwingend zu 100% als im 80er Bereich. Der lange Lauf ist dann definitiv eine Keysession und ich könnte, wenn ich den am Sonntag Laufe auch Dienstag keine Intervalle Bolzen, sondern erst Mittwoch.
Passt aber gut in mein Konzept

sabine-g 25.02.2022 21:30

Zitat:

Zitat von yankee (Beitrag 1648162)
LT1

Was zum Teufel ist das?

Necon 25.02.2022 21:31

Zitat:

Zitat von Bulldog (Beitrag 1648155)
Ich war gerade laufen und dabei ist mir gedämmert, dass Sabine's Konzept vielleicht gar nicht so abwegig ist (auch für mich): Er läuft im Training 30sek/km schneller als den Marathon im Rahmen einer Langdistanz. Weil er halt generell flott unterwegs ist kam mir das im ersten Moment komisch vor. Aber für viele Normalos wie mich passt das ja vielleicht doch: LD Marathon z.B. im 6er Schnitt = Training im 5:30er Schnitt.
Dann fühlt sich ein Trainings-Halbmarathon vielleicht ähnlich an wie die ersten 21km bei einer Langdistanz.
Gilt ähnliches auch für das Radeln, d.h. auch hier mehr Power im Training als bei der LD? Oder eher nicht weil noch kaum Vorermüdung?

Ich hoffe du ziehst in deine Überlegungen ein das Sabine früher mal einen 10er in 33 min Laufen konnte, eine starke Laufvergangenheit hat und Jahrzehnte an Trainingserfahrung damit eine solide Grundlage und ein Fundament auf dem er das Training abruft.

Ich traue mich wetten, das wenn du das Training ähnlich durchziehst bist du in wenigen Wochen hier im Lazaret oder trainierst dich komplett ins Abseits

Bulldog 25.02.2022 21:46

Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 1648166)
Ich traue mich wetten, das wenn du das Training ähnlich durchziehst bist du in wenigen Wochen hier im Lazaret oder trainierst dich komplett ins Abseits

Letztes Jahre hatte ich im Schnitt aller Läufe 5:38. Die LD war dann mit gut 6:00 (hatte mir hier etwas Zeit gelassen um sicher und einigermaßen locker durchzukommen).
Ich will damit sagen: Vielleicht trainieren eine ganze Menge Hobbysportler ähnlich wie Sabine - bloß halt nicht mit 4:27 im Training und 4:57 bei der Langdistanz sondern angepasst an das jeweilige Leistungsvermögen z.B. 5:30 / 6:00.

yankee 25.02.2022 21:49

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1648165)
Was zum Teufel ist das?

Lactate Threshold 1
Die Intensität wo man üblicherweise ungefähr die obere Grenze der Grundlage festlegt.

dr_big 25.02.2022 22:31

Man könnte ja auch einfach sagen Sabine trainiert nach Maffetone :cool:

shoki 26.02.2022 11:10

Zitat:

Zitat von Bulldog (Beitrag 1648171)
Letztes Jahre hatte ich im Schnitt aller Läufe 5:38. Die LD war dann mit gut 6:00 (hatte mir hier etwas Zeit gelassen um sicher und einigermaßen locker durchzukommen).
Ich will damit sagen: Vielleicht trainieren eine ganze Menge Hobbysportler ähnlich wie Sabine - bloß halt nicht mit 4:27 im Training und 4:57 bei der Langdistanz sondern angepasst an das jeweilige Leistungsvermögen z.B. 5:30 / 6:00.

Hatte mich (ohne Ahnung) für den Lauf in der Ersten LD natürlich auch an meinen 5:40/km der langen Läufe (bis 2,5 std) orientiert.
Natürlich festgestellt daß der Puls ca 10 Schläge höher war aber gekonnt ignoriert.
Nach 15 km konnte ich mir dann erstmal ein wenig mehr Zeit nehmen die Strecke kennenzulernen.
N halbes Jahr später bei der nächsten LD ging es mit 6:00/km glatt durch.:Huhu:

sabine-g 26.02.2022 11:16

Zitat:

Zitat von shoki (Beitrag 1648209)
Hatte mich (ohne Ahnung) für den Lauf in der Ersten LD natürlich auch an meinen 5:40/km der langen Läufe (bis 2,5 std) orientiert.
Natürlich festgestellt daß der Puls ca 10 Schläge höher war aber gekonnt ignoriert.
Nach 15 km konnte ich mir dann erstmal ein wenig mehr Zeit nehmen die Strecke kennenzulernen.
N halbes Jahr später bei der nächsten LD ging es mit 6:00/km glatt durch.:Huhu:

Was möchtest du damit sagen?
Dass du bei einer Trainingspace von 5:20 die 5:40 bei der ersten LD durchgehalten hättest?

sabine-g 26.02.2022 11:20

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1648188)
Man könnte ja auch einfach sagen Sabine trainiert nach Maffetone :cool:

Das musste ich jetzt erst mal googeln.
Spontan dachte ich an Blaubeer- Muffins.
Ist aber doch was anderes - und: Totaler Blödsinn.

Triphil 26.02.2022 12:09

Bei mir stimmt die Prognose überhaupt nicht... Sogar wenn ich sehr optimistische Laufentwicklung eintrage passt das für LD gar nicht.
Test 5km: 23:20min
Vorgeschlagener GA1 Bereich ca 5:25-6:xx min/km
Das passt bei mir einwandfrei.

Mögliche LD Laufzeit über 4h.

Ich brauche aber eher, obwohl ich es mir hart auf dem Rad gebe,an der Kante zum Abschluss, immer zwischen 3:37 und 3:40h auf dem Marathon hinten raus.

Lange Läufe sind bei mir eher so mit Pace 5:45 und 5:20( dann kurz vor der LD). Wettkampf dann ca 5:15 wenn's gut läuft.

NBer 26.02.2022 12:26

Zitat:

Zitat von Triphil (Beitrag 1648214)
.....
Test 5km: 23:20min
.
.
.
Wettkampf dann ca 5:15 wenn's gut läuft.

Wenn du bei einem maximalen 5km Lauf einen 4:40er Schnitt läufst, und bei einem LD Marathon 5:15min/km schaffst, läufst du die 5km nicht voll. Sprich dein Körper ist physiologisch in der Lage 5km schneller zu laufen, es steht dann also dein Kopf im Weg, sprich die Quälbereitschaft. Kann ich nachvollziehen, ich habe auch immer lieber gegen den Schmerz in den Beinen bei einer LD angekämpft, als den Schmerz in der Lunge bei kurzen harten Sachen. Anscheinend hast du eine kaum trainierte anaerobe Leistungsfähigkeit.
Aber wenn dein Beispiel repräsentativ oder der Durchschnitt wäre, würden wir im Spitzenbereich regelmäßig LD Marathons deutlich unter 2:30 sehen.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 08:55 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.