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Heute schwimme ich viel mehr als zu meinen IM-Trainingsvorbereitungen seinerzeit. |
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Heute hab ich wieder einen kleinen Fortschritt gemacht. Meine gestrenge Gattin, die zwar alles nur vom Zuschauen beim Lehrer und aus Youtube kennt, aber das dafür perfekt und mit viel Selbstbewusstsein, hat mich heute mal in die Mangel genommen. Die Beine hängen zu sehr, aber deutlich weniger als zu Anfang. Meine Lage ist aber ungleichmäßig - mal gut ausbalanciert, mal weniger gut. Aber das hab ich auch selber bemerkt, besonders beim rechts Atmen kam ich immer wieder aus dem Beinrythmus und dem Gleichgewicht. Genau daran habe ich heute gearbeitet, und auch einen kleinen Fortschritt gemacht. Wie gesagt, die gestrengen Augen der Gattin... (die auch unseren Jungs eine unbequeme Lehrerin ist). Im Verlauf der heutigen Enheit habe ich meine Atemtechnik rechts ungefähr auf den Stand der Atemtechnik links gebracht. Gleichzeitig habe ich (in Erinnerung an einige Beiträge in diesem Thread) mal besonders auf die Streckung geachtet. Das heißt, ich habe bei jedem Armzug den Arm richtig weit nach vorne gestreckt. Das hat tatsächlich was geholfen. Ich bin etwas schneller geworden (naja, für meine Verhältnisse) und auch das Atmen rechts hat besser geklappt. Auch an der Beibehaltung des Beinrythmus habe ich gearbeitet - wie gesagt, die gestrengen Augen der Gattin... Und sie hat mich für ihre Verhältnisse fast schon etwas gelobt. Zu Anfang der Einheit hat sie gesagt, ich könne zwar Kraulschwimmen, und es sähe auch nicht doof aus, aber es passe nicht so richtig. Am Ende der Einheit meinte sie, manchmal sähe es schon ganz gut aus (natürlich konnte sie sich nicht verkneifen, ausdrücklich darauf hinzuweisen, dass es manchmal auch nicht gut aussähe - hmmm). Aber immerhin, ich arbeite dran. In 25 Jahren, da bin ich dann so Ende Achtzig. Mal schauen, wie gut ich dann kraulen kann ;) |
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Auch hier gilt: Miles make a champion! |
Nicht gemeckert ist genug Lob :)
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Körbel, ich hoffe, du hast Recht :)
gaehnforscher, stimmt, sie war für ihre Verhältnisse sehr rücksichtsvoll in ihren Kommentaren. Ich freu mich schon auf meine heutige Einheit, laufen hab ich für heute schon hinter mir. |
Ich folge mal schnodo's freundlicher Einladung und berichte ein bisschen von meinen Fortschritten.
Mit der Beinarbeit habe ich inzwischen keine Probleme mehr. Ich schwimme einen 6er-Takt und bin damit zufrieden, weil die Beine in Momenten, wo die Arme mal nicht voll ziehen, den Vortrieb aufrecht erhalten. Langsamer kann ich nicht, das fühlt sich irgendwie unnatürlich an. Ich denke allerdings, dass ich nicht immer die richtige Scherenweite habe. Was die Arme angeht, versuche ich mich immer noch, mich gut zu strecken, das fühlt sich schneller an. Ich atme meistens jeden dritten Zug (links geht immer noch marginal besser als rechts). Wenn ich schnell sein will atme ich jeden vierten Schlag links, aber dabei geht mir nach einer Weile die Luft aus. Wenn ich richtig am Schnaufen bin und wieder zu Atem kommen will, atme ich ein paar mal bei jedem rechten Armzug (also links). Die Beine liegen inzwischen näher der Wasseroberfläche. Ich merke es daran, dass sie manchmal an der Wasseroberfläche für Geräusche sorgen. Das liegt hauptsächlich an der Atemtechnik, die mir hier beigebracht wurde. Ein bisschen kommt es wohl auch daher, dass ich den Kopf weiter runter nehme, als zu Anfang und dass ich, wenn die Beine mal aus irgendeinem Grund anfangen zu hängen, das Becken sehr kurz hochziehe, und dann den Körper wieder strecke. Danach sind die Beine dann wieder in der richtigen Lage (also für meine Verhältnisse). Interessant finde ich es, andere Schwimmer zu beobachten. Bei manchen schlackern die Beine ohne erkennbar zielgerichtete Bewegung eben so hinterher. Die sind aber trotzdem schnell. Einer atmet bei jedem linken Armzug obwohl er eigentlich nicht viel schneller ist als ich. Ein anderer schwimmt immer nur zwei Bahnen und verschnauft dann. Der sieht aber stilistisch sehr gut aus. Es gibt jede Menge verschiedene Spielarten und Stile, die teilweise wirklich weit auseinander liegen. Aber das ist ja beim Brustschwimmen auch so, da gibt es viele Möglichkeiten. Beim Laufen oder Radeln scheint mir das anders zu sein. Ich schwimme jetzt immer eine Bahn Brust, eine Kraul, eine Rücken, eine Kraul usw., damit der Körper unterschiedlich trainiert wird. Ich war ja als Kind ein begeisterter Wassersportler (kennt hier noch jemand den Fahrten- oder Jugendschwimmer? :) ). In der Lebensmitte ging das dann ein bisschen unter, aber im Moment bin ich wieder richtig begeistert und freue mich jeden Tag auf das Schwimmen. Ich hoffe, ich kann das noch lange so weitermachen. |
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Deine Baustellen (fett markiert) lassen sich doch sehr gut ins Trainingsprogramm aufnehmen. Mit Trainingshilfen wie Kickboard/Schwimmbrett lässt sich der Beinschlag sehr gut isolieren und einschleifen. Ich persönlich paddel den Beinschlag im Techniktraining auf der Seite liegend. So habe ich unentwegt Druck auf dem Spann und der Sohle und fühle besser, was ich da gerade tue. Zur Tempounterstützung schwimme ich einarmig. Das Du 3er Atmung schwimmst und beim Tempo machen auf 4er umstellst, empfinde ich als wenig hilfreich. Ich würde Dir hier zur 2er Atmung raten. Und immer daran denken - ein Brillenglas bleibt unter Wasser beim atmen. Ansonsten die Kopfdrehung gegen Ende der Unterwasserdruckphase einleiten und in der Überwasserphase des Arms, wieder mit nach vorne ins Wasser nehmen. :) Viel Spaß weiterhin |
Vielen Dank für die Tipps, die sind sehr willkommen!
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Hast Du denn für Dich herausgefunden, welche Übungen Dir bei bestimmten Aspekten besonders helfen? Hat sich Deine Wahrnehmung geändert, so dass Du das Wasser anders fühlst als vorher oder Du bei den Übungen neue Dinge wahrnimmst? Und hast Du die Bauchatmung bewusst so eingeübt oder versuchst Du einfach beim Schwimmen nebenbei darauf zu achten? Findest Du diese Form der Atmung anstrengend? Mich interessiert immer, was gut funktioniert und was nicht so toll klappt. :Ertrinken: Zitat:
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Macht es Sinn, daran zu arbeiten bzw. nützt mir das, um die Wasserlage beim Kraulen zu verbessern? |
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Ich denke schon, das Du damit auch ein gutes Gefühl für die Wasserlage bekommen kannst und diese sich verbessert, sofern du den Beinschlag dann richtig machst. |
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Der Vorteil dabei ist, dass man von Anfang an Spaß hat und gleichzeitig trainiert. Der Nachteil ist, dass man Stilistisches nicht so fein herausarbeitet und sich eher mal schlechte Stilelemente antrainiert als bei gezieltem Einzeltraining. Aber ich denke, wenn es sich gut anfühlt und funktioniert, ist es meistens nicht verkehrt. Man sieht ja in den Videos, wie viele Spielarten möglich und gleichermaßen erfolgversprechend sind. Wobei eine objektive Stimme von außen hilfreich ist. FlyLive hat das beeindruckend gezeigt - dem sind an meinem Bericht sofort Elemente aufgefallen, die mehr Aufmerksamkeit benötigen, und da höre ich dann sehr dankbar zu. Beim Kraulen brauchte ich zunächst mal erste Anhaltspunkte. Ich konnte überhaupt nicht spüren, was ich besser machen muss. Mit der freundlichen Starthilfe hier aus dem Forum hatte ich dann einen ersten Rahmen, worauf ich mich konzentrieren muss. Das hat nach meinem Eindruck funktioniert, ich hab jetzt richtig Spaß am Kraulen. Meine Wahrnehmung das Wassers bzw. Situationsübersicht speziell beim Kraulen, also das Spüren, was gut läuft und was nicht, wie ich im Wasser liege, wie ich vorankomme und was einzelne Bewegungen oder Änderungen an Bewegungen bewirken, oder was ich überhaupt so mache (z. B. Körperdrehung) hat sich deutlich weiterentwickelt. Ich spüre, wenn es gut läuft oder nicht, und wo ich mich verbessern möchte. Arme, Beine, Kopfhaltung, Zeitpunkte, Körperspannung, was mir mehr Schub gibt, manchmal kleine Ergänzungs-Moves (Hintern hochnehmen ;) ), dafür hatte ich vor vier Wochen kaum Gespür beim Kraulen. Dass ich jetzt nach Lust und Laune rechts und links, nach einem, zwei, drei oder vier Zügen atmen kann hat sicher auch was mit Wassergefühl zu tun - es klappt und bringt mich nicht mehr so aus dem Rythmus, wie noch zu Anfang. Die Bauchatmung übe ich immer noch bei jeder Kraulbahn, die ganze Bahn lang ;) aber gezielt außerhalb des Wassers übe ich sie nicht. Sie klappt aber automatischer, als zu Beginn. Ich atme jetzt etwas tiefer ein und aus als anfänglich, und strecke den Bauch nicht mehr so angestrengt raus wie zu Anfang, aber es funktioniert, also bin ich im Moment zufrieden. Da ich es "natürlicher" laufen lasse, ist es nicht mehr so anstrengend wie am Anfang, und das ist angenehm. Am Ende lernt man wohl nie aus. Jedesmal beim Schwimmen beobachtet man sich, arbeitet an sich, und macht neue Fehler, die man ausmerzen muss. Aber solange man dabei Spaß hat, ist es ok, oder ;) |
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Davon abgesehen finde ich mich in Deiner Beschreibung wieder. Es scheint mir allerdings schon so zu sein, dass Du sehr talentiert darin bist, Deine eigene Bewegung zu erfassen und sie dem Wasser anzupassen, während Du gleichzeitig Feedback von außen sinnvoll integrieren kannst. Beneidenswert! Viel Vergnügen weiterhin! :) |
Ich bin auch kognitiv überlastet, kann aber den inneren Schweinehund nicht überwinden und gezielt Einzelaspekte trainieren ;) und das ist nicht nur beim Sport so. Wann immer möglich, lerne ich, indem ich mich durch den Wust durchwühle und dabei so langsam mehr und mehr mitnehme. Und manchmal klappts auch nicht.
Was mein „Talent“ angeht, über das kann ich mich immer genau so lange freuen, bis meine Gattin mich auf den Boden der Tatsachen zurückholt ;) Aber im Ernst, ich fühl mich zwar im Wasser sehr wohl, aber das kommt einfach daher, dass ich in Kindheit und Jugend sehr viel im Wasser war. Aber ich bin bestimmt auch mit viel weniger Perfektion zufrieden als viele andere hier. Bei mir geht's beim Sport ja hauptsächlich um Spaß, auch wenn natürlich so ein Unsympath auf der Nachbarbahn schon den Turbo in mir rauskitzeln kann :Cheese: :Cheese: |
Es kommt zwar ein bisschen spät, aber ich möchte mich abschließend gerne bedanken bei den Kollegen für ihre ausführlichen und für mich sehr hilfreichen Beiträge und Vorschläge.
Ohne diese Hilfestellung hätte ich es nicht geschafft, so schnell so viel Spaß beim Kraulen zu haben. Vielen Dank! |
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Es braucht diejenigen, die Anregungen geben, aber genauso braucht es jemanden, der ausreichend Neugierde und Offenheit mitbringt, sich auf verschiedene Dinge einzulassen. Das was Dich am meisten voranbringt und Dir so Freude verschafft, ist meiner Meinung nach Deine Aufgeschlossenheit. :) |
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:Danke: :Danke: :Danke: |
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Heute sagte nämlich unser heimischer Driil-Sergeant (meine Frau, und ich traute echt meinen Ohren nicht, ich bin Lob von ihr wirklich nicht gewohnt) am Beckenrand zu unserem jüngeren Sohn: der Papa kann jetzt richtig gut kraulen. Worauf mein jüngerer Sohn antwortete: ich habs ihm ja beigebracht 😁 |
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Es freut mich, dass Deine Verbesserung so evident ist, dass sogar kritische Geister nur noch loben können! :Lachen2: Zitat:
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Ich war übrigens die letzten Tage ein paar Mal im Meer kraulen, das hier besonders salzhaltig ist. Schmeckt einfach nur sch... aber man dümpelt wie ein Korken oben auf. Ist mir beim Brustschwimmen nie so aufgefallen.
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Why We Don't Change A Cross Over Kick |
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