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dasgehtschneller 12.09.2018 15:52

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1405693)
Und so ein Steak geht auch noch, wenns die Frau brät und ich auf dem Sofa liegen kann. :liebe053:

Eiweiss in Form von leckeren Steaks hilft auf jeden Fall bei allem was im Zusammenhang mit Muskeln steht :Huhu:
Diesbezüglich halte ich sehr wenig von alternativen Heilmethoden wie Tofu :Lachen2:

Trillerpfeife 12.09.2018 15:53

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1405697)
Welcher Wissenschaftler würde auch behaupten, dass bei starker Erkältung Antibiotika halfen?

https://www.apotheken-umschau.de/Erk...ner-Erkaeltung

manche Ärzte geben Antibiotika bei starker Erkältung. Sicher gibt es dafür auch eine gute Erklärung.

Meine Tochter hat Antibiotika bei Erkältung bekommen. So und was machst du dann als Nichtmediziner und Nichtwissenschaftler und Elternteil?

Vermute mal jetzt kommt was mit mündiger Patieint und so weiter. ...

MattF 12.09.2018 15:58

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1405696)
du willst es nicht verstehen.

Nein ich kann es nicht verstehen


Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1405696)
Aber würdest du jedem Arzt vertrauen. Ab welcher Diagnose und Behandlungsplan würdest du dir eine zweite Meinung einholen?

So wie ich dich verstehe ist die Schulmedizin doch das Gute.


Auch Ärzte sind nur Menschen, sie machen Fehler.
Dass man sich 2 Meinungen aufgrund schulmedizinischer Erkenntnisse einholt, bedeutet ja nun nicht, dass man der Schulmedizin misstraut, sondern dass natürlich auch Menschen Diagnosen stellen und dabei was übersehen können.
Trotzdem erstellen sie Diagnosen aufgrund rationaler Erkenntnisse und das ist mir lieber als ne Diagnose aufgrund Woodoo.

Mir ist im übrigen klar, dass schulmedizinische Medikamente auch nicht zu 100% helfen. Bei lebensbedrohlichen Krankheiten z.b. gibt es immer Heilungsraten. Die mögen 95% sein oder 20%. D.h. dass ich zu 100% wieder gesund werde bei lebensbedrohlichen Krankheiten kann mir der Arzt auch nicht garantieren. Oder ein Operation zu 100% gut geht.

Nur weiß ich, dass unser Gesundheitssystem uns das aus wissenschaftlicher Sicht Optimalste anbietet. Es ist die höchste Wahrscheinlichkeit zu überleben.

Beim Hoöopathen weiß ich nichts, weil es keinerlei Wirksamkeitsnachweis gibt.

MattF 12.09.2018 15:59

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1405701)
manche Ärzte geben Antibiotika bei starker Erkältung. Sicher gibt es dafür auch eine gute Erklärung.

Meine Tochter hat Antibiotika bei Erkältung bekommen. So und was machst du dann als Nichtmediziner und Nichtwissenschaftler und Elternteil?

Vermute mal jetzt kommt was mit mündiger Patieint und so weiter. ...

1. Würde ich den Arzt fragen wieso er das verschreibt. Ohne Abstrich und Nachweis von Bakterien.

2. Würde ich zu dem wohl nicht mehr hin gehen, wenn er mit 1. nicht erklären kann.

bentus 12.09.2018 16:10

Ich glaube bei vielen Pro Globuli Leuten hier ist das Weltbild einfach so einfach gestrickt:

"Natürlich = gesund"
"Chemie= schlecht"

Dazu Obrigkeit Pharmaindustrie etc ="böse", Heilpraktiker= "gut"

Alleine schon Ärzte und zugelassene Medikamente auf eine Stufe mit Heilpraktiker und Homöpathie zu stellen, sagt schon alles. Und hier sehe ich auch die bereits angesprochene große Gefahr. Wenn jemand ein gesundheitliches Problem hat, wird von vielen Leuten geraten zum Heilpraktiker zu gehen anstatt sich eine seriöse ärztliche Meinung zu holen.

An meiner Uni gibt es ein Institut für die wissenschaftliche Evaluation Naturheilverfahren. Diese habe Schauspielpatienten mit einer therapierbaren (mit hoher Aussicht auf Erfolg) Krebsdiagnose (Ich glaub es war ein Lymphom) zusammen mit Arte in einer Dokumentation zu über dreißig verschiedenen Naturheilern, Heilpraktikern und Kliniken etc geschickt. Alle bis auf einen lehnten eine lebensrettende schulmedizinische Behandlung ab und machten abstruse Vorschläge.
In der öffentlichen Wahrnehmung haben Heilpraktiker einen viel zu guten Ruf und meiner Meinung nach sollte der gesamte Berufsstand abgeschafft werden. Die Zulassungsvorraussetzungen sind ein Witz, es gibt keine ausreichende Qualifikation für die Aufgaben die sich angenommen werden. Da wird sich mit der Angst teils schwerkranker Menschen bereichert. Und im Endeffekt bringt es nicht nur nix, es kann auch wie im oben beschriebenen Fall definitiv Schaden anrichten.
Das einzige Argument, was meiner Meinung nach für die Paramedizin spricht, ist, dass sich dort, da alles privat bezahlt wird, mehr Zeit genommen werden kann und der Patient Aufmerksamkeit bekommt. Das könnte aber mit dem verschwendeten Geld auch besser erreicht werden.

Wer heilt, hat Recht gilt eben nicht!
Die grundlegende Errungenschaft der modernen Medizin ist es mittels wissenschaftlicher Methoden ein Zusammenhang zwischen z.b. einer Heilung und einen Medikament herzustellen. Und nicht es dem Zufall überlassen oder dem Glauben daran. Wäre dieser Zusammenhang bei Pseudowissenschaftlichem Homöpathie etc außer von Ankedoten herstellbar, wäre es keine Pseudowissenschaft sondern ein seriöses Medikament.
Genau das fehlt hier aber.

beckenrandschwimmer 12.09.2018 16:18

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1405687)
du hast keine Kinder oder? :)

das wäre ja genial einfach. Ein bischen Nahrung auf die Zunge und Ruhe ist. ....

muss schmunzeln.


Auch deine Flugzeugfrage ist als Vergleich nicht geeignet. Richtig wäre. Würdest du über eine Brücke fahren die von den Inka in Genua gebaut wurde?

1. Ich habe 2 Kinder (und bald noch ein drittes). Zucker hilft immer, wenn auch nicht sehr lange.

2. Ich fahre ungern über Brücken die nicht unterhalten werden. Tendenziell sind mir dann aber Massive Brücken mit grossen Tragsicherheitsreserven lieber.

beckenrandschwimmer 12.09.2018 16:30

Zitat:

Zitat von bentus (Beitrag 1405710)
Die grundlegende Errungenschaft der modernen Medizin ist es mittels wissenschaftlicher Methoden ein Zusammenhang zwischen z.b. einer Heilung und einen Medikament herzustellen. Und nicht es dem Zufall überlassen oder dem Glauben daran. Wäre dieser Zusammenhang bei Pseudowissenschaftlichem Homöpathie etc außer von Ankedoten herstellbar, wäre es keine Pseudowissenschaft sondern ein seriöses Medikament.
Genau das fehlt hier aber.

unterschätze nicht den Placebo-Effekt

https://www.youtube.com/watch?v=w0wmNATbJAI

qbz 12.09.2018 16:32

Zitat:

Zitat von bentus (Beitrag 1405710)
..........
An meiner Uni gibt es ein Institut für die wissenschaftliche Evaluation Naturheilverfahren. Diese habe Schauspielpatienten mit einer therapierbaren (mit hoher Aussicht auf Erfolg) Krebsdiagnose (Ich glaub es war ein Lymphom) zusammen mit Arte in einer Dokumentation zu über dreißig verschiedenen Naturheilern, Heilpraktikern und Kliniken etc geschickt. Alle bis auf einen lehnten eine lebensrettende schulmedizinische Behandlung ab und machten abstruse Vorschläge.
In der öffentlichen Wahrnehmung haben Heilpraktiker einen viel zu guten Ruf und meiner Meinung nach sollte der gesamte Berufsstand abgeschafft werden. Die Zulassungsvorraussetzungen sind ein Witz, es gibt keine ausreichende Qualifikation für die Aufgaben die sich angenommen werden. Da wird sich mit der Angst teils schwerkranker Menschen bereichert. Und im Endeffekt bringt es nicht nur nix, es kann auch wie im oben beschriebenen Fall definitiv Schaden anrichten.
Das einzige Argument, was meiner Meinung nach für die Paramedizin spricht, ist, dass sich dort, da alles privat bezahlt wird, mehr Zeit genommen werden kann und der Patient Aufmerksamkeit bekommt. Das könnte aber mit dem verschwendeten Geld auch besser erreicht werden.
...........

Das entspricht leider auch meinen Erfahrungen im Bekanntenkreis und ich kann Deinem Beitrag zu 100 % zustimmen. Sehr schön beschrieben.

Trillerpfeife 12.09.2018 16:42

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1405704)
Nein ich kann es nicht verstehen





Auch Ärzte sind nur Menschen, sie machen Fehler.
Dass man sich 2 Meinungen aufgrund schulmedizinischer Erkenntnisse einholt, bedeutet ja nun nicht, dass man der Schulmedizin misstraut, sondern dass natürlich auch Menschen Diagnosen stellen und dabei was übersehen können.
Trotzdem erstellen sie Diagnosen aufgrund rationaler Erkenntnisse und das ist mir lieber als ne Diagnose aufgrund Woodoo.

Mir ist im übrigen klar, dass schulmedizinische Medikamente auch nicht zu 100% helfen. Bei lebensbedrohlichen Krankheiten z.b. gibt es immer Heilungsraten. Die mögen 95% sein oder 20%. D.h. dass ich zu 100% wieder gesund werde bei lebensbedrohlichen Krankheiten kann mir der Arzt auch nicht garantieren. Oder ein Operation zu 100% gut geht.

Nur weiß ich, dass unser Gesundheitssystem uns das aus wissenschaftlicher Sicht Optimalste anbietet. Es ist die höchste Wahrscheinlichkeit zu überleben.

Beim Hoöopathen weiß ich nichts, weil es keinerlei Wirksamkeitsnachweis gibt.


ach eigentlich sind wir ja nicht so weit aussenander. Klingt halt bei dir so, als ob jeder der Globoli nimmt oder an was glaubt was die Wissenschaft nicht belegen kann, gleich ein esoterischer Spinner ist der sein und das Leben seiner Lieben leichtfertig aufs Spiel setzt.

Das ist halt hier nicht so. Wir fahren auch alle keine Räder die aus Spinnweben im Mondtau gewoben wurden.

:Cheese:


@Beckenrandschwimmer: ja ok, dennoch lese ich Tridinksis Beschreibung und schiebe die "Heilung" den Globoli (oder was auch immer da noch mitschwang" zu.

Hab selbst eine Tochter und da hat manchmal gar nix geholfen. Kennst du ja sicher auch.

@Bentus: nein ich glaube eher dein Weltbild ist so einfach gestrickt.

Hier hat keiner etwas geschrieben das auf deine Interpretation schliessen lässt.

Es wird halt nur nicht gleich alles geglaubt was die liebe gute am Hungertuch nagende Pharmaindustrie uns erzählt.

LidlRacer 12.09.2018 16:46

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1405597)
da geht auch was dazwischen. Man muss nicht, nur weil man auch an die Wirkung von z.B. Globuli glaubt, gleich ein esotherischer Spinner sein.

Warum auch?

Viel menschlicher finde ich es auch mal an etwas zu glauben was nicht von unseren ach so tollen Wissenschaftlern der Pharmaindustrie erfunden wurde. Und es gibt sicher mehr Wirkungsgründe als die, die wir mit unseren bescheidenen Sinnen und unserer Wissenschaft erfassen und verstehen könnnen.

Es gibt nicht mal den Ansatz einer halbwegs plausiblen Theorie, warum und wie Homöopathie wirken könnte (abgesehen natürlich vom Placebo-Effekt). Man kann es nicht anders sagen: Das ist von vorn bis hinten Scharlatanerie und Humbug. Da fehlt nicht nur die Logik dahinter, es ist komplett anti-logisch.

Wer das anders sieht, lese doch bitte den aktuellen Stand der Erkenntnisse dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3...m%C3%B6opathie

Die Grundlage der Homöopathie ist nichts anderes als magisches Denken.

qbz 12.09.2018 18:14

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1405731)
......
Es wird halt nur nicht gleich alles geglaubt was die liebe gute am Hungertuch nagende Pharmaindustrie uns erzählt.

Meinst Du die Hersteller der homöopathischen Präparate machen weniger Profit wie die Pharmaindustrie und haben keine Lobby für ihre Produkte? Ich sah darüber mal eine interessante Recherche im TV.

Trillerpfeife 12.09.2018 18:20

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1405768)
Meinst Du die Hersteller der homöopathischen Präparate machen weniger Profit wie die Pharmaindustrie und haben keine Lobby für ihre Produkte? Ich sah darüber mal eine interessante Recherche im TV.

ist es deswegen besser was die Pharmaindustrie macht, nur weil es die Hömeo Leute auch machen?

tridinski 12.09.2018 18:24

Zitat:

Zitat von bentus (Beitrag 1405710)
Ich glaube bei vielen Pro Globuli Leuten hier ist das Weltbild einfach so einfach gestrickt:
"Natürlich = gesund"
"Chemie= schlecht"
Dazu Obrigkeit Pharmaindustrie etc ="böse", Heilpraktiker= "gut"

Ich bin weder pauschal Pro Globuli noch pauschal Contra Schulmedizin. Ich bin allerdings gegen die Auffassung "Schulmedizin habe für alles eine tolle Lösung und alternative Methode seien immer Hokuspokus". Die Wahrheit liegt zwischen den Extremen, wie in so vielen Bereichen des Lebens.

Ich hatte schon sehr oft Erfolg mit alternativen Methoden, nachdem die Schulmedizin kläglich versagt hat. Die schulmedizinischen Methoden haben wahrscheinlich im Prinzip eine höhere Wirksamkeit als sie in der Praxis wirklich an den Tag legen, aber wenn der Arzt nur 2min pro Patient hat und dann eine schludrige Blitz-Diagnose stellt, dann ist auch das ein Teil des Systems Schulmedizin, auch wenn die Methode vom Ansatz her eigentlich besser wäre.

Zitat:

Zitat von bentus (Beitrag 1405710)
Wer heilt, hat Recht gilt eben nicht!

Warum um Himmels willen das denn nicht?

Triasven 12.09.2018 18:26

Grundsätzlich stellt sich mir die Frage:

Warum nimmt man überhaupt Globuli?

Nachdem die naturwissenschaftliche Medizin nicht wirkte, als letzte Möglichkeit sozusagen, oder anstelle der naturwissenschaftlichen Medizin, weil man etwas ‚natürliches‘ dem Körper geben will?

Variante 1 kann ich irgendwie noch verstehen, in der Not nimmt man jeden Strohhalm.

Aber Variante 2 ist für mich absolut unverständlich. In Bezug auf den Threadersteller und dem Elternteil mit dem zahnschmerzenden Kind:

Warum es nicht erstmal mit ordentlich Cortison oder Ibuprofen Schmerzsaft probieren, (deren Wirkung nachgewiesen ist) anstelle ein paar Globuli (deren Wirkung höchstumstritten ist)

Trillerpfeife 12.09.2018 18:26

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1405734)
Es gibt nicht mal den Ansatz einer halbwegs plausiblen Theorie, warum und wie Homöopathie wirken könnte (abgesehen natürlich vom Placebo-Effekt). Man kann es nicht anders sagen: Das ist von vorn bis hinten Scharlatanerie und Humbug. Da fehlt nicht nur die Logik dahinter, es ist komplett anti-logisch.

Wer das anders sieht, lese doch bitte den aktuellen Stand der Erkenntnisse dazu:
https://de.wikipedia.org/wiki/Hom%C3...m%C3%B6opathie

Die Grundlage der Homöopathie ist nichts anderes als magisches Denken.

ei jo dann ist das halt so.


Es gibt auch physikalische Phänomäne die nur ein dutzend Leute auf dieser Welt einigermassen verstehen und trotzdem sind sie vorhanden.

Sollte ich jetzt schreiben die 12 sind Scharlatane? Ok vor 300 Jahren wären sie vermutlich auf dem Scheiterhaufen geendet.

Ist es eigentlich die Angst vor dem Unerklärlichen (soll es ja geben das Unerklärliche) die manchen der Schulmedizin und Wissenschafts Lover so sehr gegen sowas wie Globoli und Homöopathie schreiben lässst.

Oder ist es die grundlegende Tatsache, dass Triathleten jeden Mist glauben sobald es Wunder verspricht und teuer ist?

MatthiasR 12.09.2018 18:33

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1405577)
Man kann chemisch, biologisch, medzinisch und was weiß ich nachweisen, dass ein Schmerzmittel wirkt, in dem es sich an best. Rezeptoren um Körper andockt und die Schmerzleitung damit unterdrückt (oder so ähnlich, bin kein Arzt, nur als Beispiel).

Arnika zu konsumieren bringt dagegen keinerlei Wirkmechanismus im Körper in Gang.

Sorry, das ist falsch. Selbstverständlich enthält Arnika (wie viele andere Pflanzen) nachweislich pharmazeutisch wirksame Substanzen, die z.B. entzündungshemmend und antiseptisch wirken.

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1405577)
Und ein Homöopathisches Mittel mit 2 Molekülen Arnikawirkstoff auf 1 g Zucker bringt auch nichts in Gang im Körper. Zumindest nichts anderes als dasselbe Zuckerkügelchen mit 0 Molekülen Arnikawirkstoff, das auch nie Arnika gesehen hat.

Das ist natürlich richtig, liegt aber nicht an der Arnika, sondern an diesem Homöopathie-Verdünnungs-Quatsch.

Gruß Matthias

tridinski 12.09.2018 18:33

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1405771)
Warum es nicht erstmal mit ordentlich Cortison oder Ibuprofen Schmerzsaft probieren, (deren Wirkung nachgewiesen ist) anstelle ein paar Globuli (deren Wirkung höchstumstritten ist)

Cortison und Ibuprofen sind meiner Meinung nach richtige Klopper, die würde ich bei mir selber nur im echten Notfall nehmen und bei meinen Kindern unbedingt vermeiden wollen. Google mal nach den Nebenwirkungen. Ibu bewirkt fast nichts, was man nicht alternativ und ohne Nebenwirkungen auch hinbekommen könnte. Cortison bei Zahnungsschmerzen? Vollkommen indiskutabel, grenzt an Körperverletzung.

Bei Homöopathie hilft es entweder oder wenn nicht hat man wenigstens keinen Collateralschaden angerichtet und kann sich nach weiteren Möglichkeiten umschauen.

EDIT: Anderes Thema, aber auch die ganzen Antibiotika-Resistenzen kommen von einem unverantwortlichen Umgang mit den schulmedizinischen Möglichkeiten (die grundsätzlich toll sind dass es sie gibt), hier ist meiner Meinung nach ein radikales Umdenken erforderlich weg von chemischen Lösungen als erste Wahl bei der erst besten Kleinigkeit. Cortison und Ibu bei Zahnungsschmerzen, zumal bei Kindern, fällt auch genau in die Kategorie.

qbz 12.09.2018 18:34

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1405769)
ist es deswegen besser was die Pharmaindustrie macht, nur weil es die Hömeo Leute auch machen?

Erstere betreiben intensiv Forschung und finden Medis bei neuen Erkrankungen (wie Aids z.B.), was letztere nicht tun, weil die schon alles zu wissen glauben bzw. aus abstrakten Dogmen die Präparate ableiten statt empirisch zu erforschen.

Aber es ging doch in Deinem Beitrag um die Gewinne der Pharmaindustrie im Unterschied zu einem "alternativen Image" ( wie "alternative Medizin") und die halt sind bei der Herstellung homöopathischer Produkte nunmal eher höher anzusetzen.

NBer 12.09.2018 18:40

es wird ja immer wieder der fall beschrieben, dass man alle schulmediziner durch hatte, alles probiert hat.......und dann den homöopathen gefragt hat, der dann helfen konnte.
mal eine überlegung dazu....könnte es in solchen fällen nicht einfach sein, dass dann nach längerer Zeit irgendwann die selbstheilkräfte des körpers zur wirkung kamen, und der zeitpunkt der heilung nur statistisch zufällig mit dem homöopathenbesuch zusammenhing?

Triasven 12.09.2018 18:47

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1405774)
Cortison und Ibuprofen sind meiner Meinung nach richtige Klopper, die würde ich bei mir selber nur im echten Notfall nehmen und bei meinen Kindern unbedingt vermeiden wollen. Google mal nach den Nebenwirkungen.

Bei Homöopathie hilft es entweder oder wenn nicht hat man wenigstens keinen Collateralschaden angerichtet und kann sich nach weiteren Möglichkeiten umschauen.


Mir ist die Wirkung von Cortison und Ibu bewusst.

Jedoch sehe ich die Nebenwirkungen von Clobuli viel heftiger:

Nämlich: ohne Medizin werd ich nicht (oder nicht schnell genug)gesund.

Entweder ich werde ohne Medizin gesund und vertrau mir und meinem Körper, oder ich will anders gesundwerden und nehme wirksame Medizin (mit den entsprechenden Risiken)

Diese vermeintlich optimale Zwischenlösung der Globuli, ‚wenn wirkt, ist es natürliche Medizin, wenn nicht ein schadloses Zuckerkügelchen‘ ist reine (Selbst)heuchelei.

Für den Kopf und Geist ists beides Medizin, also in jedem Fall schädlich, weils die mentale Selbstheilung zerstört.
Und dann doch lieber eine Medizin, dessen Wirkung unumstritten ist.

tridinski 12.09.2018 19:02

Hippokrates empfahl schon vor langer Zeit: "Lasst Nahrung eure Medizin sein".
Der Übergang von Alltagsdingen zu Medizin ist demnach fließend. Und Prävention schlägt Behandlung von Problemen.

Wie hätte der TE seiner Zerrung Vorbeugen können? Dehen? Kräftigung der Antagonisten, Beseitigung von Dysbalancen? Wenn das mal dem ein oder anderen nicht zu esoterisch daher kommt :Cheese:

Die mentale Komponente die Triasven anspricht ist interessant. Wenn eine Heilung darüber bewirkt werden kann ist mir das grundsätzlich sehr sympatisch. Also nicht als Störung der Selbstheilung, sondern Aktivierung derselben.

Wenns ohne Medizin geht wäre das mein bevorzugter Weg. Wenn nicht ist Medizin auch ok.
Unumstritten ist das aber nur selten, Nebenwirkungen, Resistenzen, Mindset "Schluck ich halt was und brauch mir keine Gedanken um Prävention zu machen", ...

tridinski 12.09.2018 19:19

Nicht 100% On-Topic aber auch nicht total off: Nochmal zu den mentalen Kräften (nicht allzu schwer zu erraten von wem das hier ist):

"Zwei Wochen vor Peking hat es geknallt. Ich bereitete mich im Trainingslager auf der südkoreanischen Insel Jeju auf die Olympischen Spiele vor. Feinschliff. Ich lag im Halbschlaf, es war gegen halb zwei Uhr morgens. Wie jede Nacht hatte ich meine Kopfhörer aufgesetzt und hörte dieses Psycho-Tape, zum aberhundertsten Mal.

Meine Kopfbilder dazu waren in den letzten Monaten immer dieselben gewesen: Ich lag beim abschließenden 10-km-Lauf in Führung. Doch kurz vor dem Ziel war ein Konkurrent an mir vorbeigeschossen. Ich war nicht in der Lage dranzubleiben. Zweiter.

Immer und immer wieder. Für viele mag Silber eine ehrenvolle Platzierung sein. Für mich bedeutet ein zweiter Platz Niederlage, Demütigung, Versagen.

Plötzlich schreckte ich aus dem Bett hoch. Ich sprang auf, zappelte und begann wie ein Irrer durch die kleine Bude zu tanzen. Ich warf die Arme in die Luft, johlte und hüpfte. Endlich! EndlichEndlichEndlich! Zum allerersten Mal hatte ich mich in meinem Kopffilm nicht überholen lassen.

Ich wusste nicht, warum, aber zum ersten Mal war ich nicht der Loser, sondern der souveräne Sieger. Ich habe das Ding gewonnen, nicht locker, aber klar. Offenbar war mir gelungen, woran ich fast schon nicht mehr geglaubt hatte: Ich hatte mich umprogrammiert, von Zweiter auf Erster
."

Diese unbändigen mentalen Kräfte kannst du auch in anderen Bereichen entfesseln, zB Gesundheit, nenn es homöopatischer Placeboeffekt oder wie auch immer. Warum willst du darauf verzichten?

LidlRacer 12.09.2018 20:16

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1405786)
Diese unbändigen mentalen Kräfte kannst du auch in anderen Bereichen entfesseln, zB Gesundheit, nenn es homöopatischer Placeboeffekt oder wie auch immer. Warum willst du darauf verzichten?

Mit dem Folgenden wollte ich eigentlich gesagt haben, dass man nicht auf den Placeboeffekt verzichten muss, wenn man auf Homöopatie verzichtet. Man glaubt einfach an die Wirkung von was auch immer. Um sich dabei keinen unnötigen Hokuspokus ausdenken zu müssen, scheint es mir am einfachsten, an das zu glauben, was ohnehin das einzige ist, was hier wirklich wirkt: Meine Selbstheilungskräfte.

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1405411)
Ich glaube daran, dass etwas von selbst heilt. Funktioniert auch fast immer.


Triasven 12.09.2018 20:34

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1405796)
Mit dem Folgenden wollte ich eigentlich gesagt haben, dass man nicht auf den Placeboeffekt verzichten muss, wenn man auf Homöopatie verzichtet. Man glaubt einfach an die Wirkung von was auch immer. Um sich dabei keinen unnötigen Hokuspokus ausdenken zu müssen, scheint es mir am einfachsten, an das zu glauben, was ohnehin das einzige ist, was hier wirklich wirkt: Meine Selbstheilungskräfte.

Der Punkt ist doch, wer Globulis nimmt glaubt nicht an Placebo oder sonstwas. Er glaubt, ich brauche Medizin um einen Effekt zu bekommen, und dann belügt er sich, indem er ‚Medizin’ nimmt, die keine Nebenwirkungen hat. Hätte Cortison keine Nebenwirkungen, aber ne erwiesene Wirkung, würde man in jedem Fall Cortison nehmen.

Aber es Muss Medizin sein. Also nüscht mit Placebo.

tridinski 12.09.2018 21:19

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1405776)
es wird ja immer wieder der fall beschrieben, dass man alle schulmediziner durch hatte, alles probiert hat.......und dann den homöopathen gefragt hat, der dann helfen konnte.
mal eine überlegung dazu....könnte es in solchen fällen nicht einfach sein, dass dann nach längerer Zeit irgendwann die selbstheilkräfte des körpers zur wirkung kamen, und der zeitpunkt der heilung nur statistisch zufällig mit dem homöopathenbesuch zusammenhing?

Klar kann das sein. Umgekehrt genauso.

LidlRacer 12.09.2018 21:56

Zitat:

Zitat von Trillerpfeife (Beitrag 1405772)
Es gibt auch physikalische Phänomäne die nur ein dutzend Leute auf dieser Welt einigermassen verstehen und trotzdem sind sie vorhanden.

Sollte ich jetzt schreiben die 12 sind Scharlatane? Ok vor 300 Jahren wären sie vermutlich auf dem Scheiterhaufen geendet.

Ist es eigentlich die Angst vor dem Unerklärlichen (soll es ja geben das Unerklärliche) die manchen der Schulmedizin und Wissenschafts Lover so sehr gegen sowas wie Globoli und Homöopathie schreiben lässst.

Willst Du damit sagen, Hahnemann hat vor gut 200 Jahren zufällig etwas Geniales entdeckt? Und wir sind bis heute zu blöd, das zu verstehen?

Es ist ja nicht so, dass uns überlegene außerirdische Intelligenzen uns ihre Supermedizin gebracht hätten. Dann wäre es vielleicht plausibel, dass wir die nicht so schnell verstehen.
Hahnemann aber hatte keine Ahnung und seine Versuchsergebnisse sind nicht reproduzierbar. Dabei kann nichts Geniales herausgekommen sein. Auf falschen Grundannahmen hat er ein ebenso falsches System aufgebaut.

bergflohtri 12.09.2018 22:06

Wenn es so ist, wie Du schreibst, dann fände ich es kurios, dass hierorts von der Ärztekammer ein Zertifikat über eine 350stündige Weiterbildung der Homöopathie als Fachgebiet ausgestellt wird
https://www.arztakademie.at/fileadmi...omoepathie.pdf

Helmut S 12.09.2018 22:15

Das eine hat doch mit dem anderen nix zu tun. Das is Business Enabling für die Mitglieder der Ärztekammer. Man kann Rechnungen an neue Kunden schreiben, wenn man offiziell was am Türschild stehen hat. Der eine pendelt, der andere leitet aus und wieder ein anderer macht was mit Homöopathie. Esoterik ist ein riesen Markt.

tridinski 12.09.2018 22:24

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1405799)
Der Punkt ist doch, wer Globulis nimmt glaubt nicht an Placebo oder sonstwas. Er glaubt, ich brauche Medizin um einen Effekt zu bekommen, und dann belügt er sich, indem er ‚Medizin’ nimmt, die keine Nebenwirkungen hat. Hätte Cortison keine Nebenwirkungen, aber ne erwiesene Wirkung, würde man in jedem Fall Cortison nehmen.

Aber es Muss Medizin sein. Also nüscht mit Placebo.

Weiss nicht. Homöopathie ist für mich ziemlich sanft. "Nahrung als Medizin", zB Eiweissreiches Essen bei aufziehendem Infekt oder hoher körperlicher Belastung. Ingwer, Knoblauch, Zwiebeln zur Bekämpfung von Bazillen. Eine Ebene weiter wäre Supplementierung mit NEMs wie Zink, Selen, Glutamin zB bei Infekt.
Dann käme schließlich Medizin aus der Apotheke, die man vermutlich auch noch unterteilen sollte in freiverkäuflich, rezeptpflichtig sowie richtig harte Medizin wie Antibiotika, Cortison und Co. Homöopathie zwischen NEMund freiverkäuflich?

Die Übergänge sind da aber eher fliessend. Und Nr.1 in jedem Fall Prävention durch abwechslungsreiche Ernährung und körperliche Aktivität.

Die mentalen Kräfte passen in die Sortierung irgendwie nicht rein, die liegen irgendwie orthogonal dazu quer drüber. Dass man sich belügt würde ich weniger sagen, um einen Placeboeffekt zu erreichen muss man ja irgendwas machen was dann letztlich nicht selbst wirkt sondern die Selbstheilungskräfte aktiviert. Kann ja auch ein Antibiotikum sein was bei Viren genommen wird weil da irgendjemand keine Ahnung hat.

bergflohtri 12.09.2018 22:24

Dieser Aspekt einer Geschäftemacherei liegt auf der Hand. Doch kann es sich eine Interessensvertretung erlauben eine Therapieform zu zertifizieren, die nachgewiesener Maßen Unsinn ist? Das wäre so, als würde die Rechtsanwaltskammer ein Zertifikat fürs Daumendrehen ausstellen.

tridinski 12.09.2018 22:29

Zitat:

Zitat von bergflohtri (Beitrag 1405833)
Dieser Aspekt einer Geschäftemacherei liegt auf der Hand. Doch kann es sich eine Interessensvertretung erlauben eine Therapieform zu zertifizieren, die nachgewiesener Maßen Unsinn ist? Das wäre so, als würde die Rechtsanwaltskammer ein Zertifikat fürs Daumendrehen ausstellen.

Oder ein Automobilhersteller der für seine Dreckschleudern die Einhaltung der Norm bestätigt bekommt

anlot 13.09.2018 01:28

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1405771)
Grundsätzlich stellt sich mir die Frage:

Warum nimmt man überhaupt Globuli?

Nachdem die naturwissenschaftliche Medizin nicht wirkte, als letzte Möglichkeit sozusagen, oder anstelle der naturwissenschaftlichen Medizin, weil man etwas ‚natürliches‘ dem Körper geben will?

Variante 1 kann ich irgendwie noch verstehen, in der Not nimmt man jeden Strohhalm.

Aber Variante 2 ist für mich absolut unverständlich. In Bezug auf den Threadersteller und dem Elternteil mit dem zahnschmerzenden Kind:

Warum es nicht erstmal mit ordentlich Cortison oder Ibuprofen Schmerzsaft probieren, (deren Wirkung nachgewiesen ist) anstelle ein paar Globuli (deren Wirkung höchstumstritten ist)


Ich glaube da hast Du mich missverstanden. Natürlich habe ich zunächst die üblichen Verfahren wie Eisbehandlungen und Präparate wie Voltaren Forte, Ibuprofen, etc verwenden. Da sich jedoch dennoch keine wesentliche Besserung einstellte, dachte ich nun an die Möglichkeit der Globulis

Körbel 13.09.2018 05:34

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1405799)
Aber es Muss Medizin sein.

Warum?

Bei einer Muskelzerrung braucht man keine Medizin.
Bei einer Erkältung auch nicht.:Huhu:

tridinski 13.09.2018 09:57

Ich würde gerne noch*mal auf die hier sch*on öfter wiederholte Aussage zurückkomme*n, es sei wissenscha*ftlich bewiesen, dass Homöopathie gar ni*cht wirken könne, da keine Wirkstoffe vo*rhanden seien.

Der menschliche Geru*chssinn kann schon ab 10 ppm einen Stoff am Geruch erkennen und zuordnen (vgl. https://de.wikipedia*.org/wiki/Olfak...he_Wahrnehmung ). Eine reine Wahrn*ehmung („hier riechts doch nach irgendwa*s?“) ist schon niedr*iger möglich (5 pp*m?), unbewußt nochmal niedriger (1ppm? - Das wird sogar im Supermarkt eingesetzt um die Kundschaft unbewußt zur 'richtig*en' Kaufentscheidung zu bewegen). Alle Werte beim Menschen.

Die Nase eines Hundes ist ca. um den Fak*tor 1000 empfindlich*er als die des Mensc*hen: 0,001 ppm = 0,0*01 zu 1.000.000 bzw. 1:1.000.000.000 = 1 zu 1Milliarde. Soll heißen da passiert also biochemisch ber*eits was, obwohl fast kein „Wirkstoff“ vorhanden ist.

Bei der Homöopathie sind die „Potenzen“, also Verdünnungen, definiert wie folgt:

D1= 1:10^1 =1:10
D2=1:10^2=1:100
D3=1:10^3=1:1.000
über
D9=1:10^9=1:1.000.00*0.000
bis zu
D24 = 1:10^24, was im Bereich der Avogad*rokonstanten liegt, hier ist dann bei den handelsüblichen Gl*obuli-Gläschen von 10gr ggf. Nur noch ein einziges Wi*rkstoffmolekül enthalten.

Wenn nun der Geruchs*sinn des Hundes bere*its ab 1:1Mrd, entsp*rechend D9 funktioni*ert, wieso sollte da*nn kategorisch ausge*schlossen sein dass andere biologische Mechanismen bei Verdü*nnungen in ähnlichem Bereich nicht ebenf*alls bereits ausgelö*st werden?

Vor dem Hintergrund würde ich die hier mehrfach wiederholte Behauptung, es sei bewi*esen (sic!) dass Hom*öopathie gar nicht wirken könne wegen der geringen Wirkstoff*konzentration doch sehr in Frage stellen*.

Klugschnacker 13.09.2018 10:05

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1405894)
Vor dem Hintergrund würde ich die hier mehrfach wiederholte Behauptung, es sei bewi*esen (sic!) dass Hom*öopathie gar nicht wirken könne wegen der geringen Wirkstoff*konzentration doch sehr in Frage stellen*.

Wie siehts Du das dann bei einem Medikament, dessen Wirksamkeit eindeutig nachgewiesen ist? Nehmen wir Aspirin bei Schmerzen. Würdest Du einem einzelnen Molekül dieses Wirkstoffs eine schmerzlindernde Wirkung zusprechen?

Nur zur Einordnung, wie klein ein Molekül ist: Ein Gramm Wasser enthält 33.455.000.000.000.000.000.000 Moleküle.

Verteilt man diese Moleküle gleichmäßig auf 7 Milliarden Menschen, so bekäme jeder Mensch der Erde fast fünf Milliarden Moleküle ab. Und wir reden hier von einzelnen Molekülen Kamille oder Arnika!

NBer 13.09.2018 10:06

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1405894)
......Vor dem Hintergrund würde ich die hier mehrfach wiederholte Behauptung, es sei bewi*esen (sic!) dass Hom*öopathie gar nicht wirken könne wegen der geringen Wirkstoff*konzentration doch sehr in Frage stellen*.

nehmen wir mal an, du möchtest deine wand rot streichen. würdest du eine farbe nehmen die 1:1 rot ist, oder eine 10^24 verdünnte farbe benutzen und so lange aufeinandertragen bis sie rot ist?

craven 13.09.2018 10:11

Zitat:

Zitat von anlot (Beitrag 1405857)
Natürlich habe ich zunächst die üblichen Verfahren wie Eisbehandlungen und Präparate wie Voltaren Forte, Ibuprofen, etc verwenden. Da sich jedoch dennoch keine wesentliche Besserung einstellte, [...]

Ich habe es im Juni hingebracht, mir bei einem (Bestzeitengeeigneten und daher zu schnell angegangenen ;) ) 10k Lauf gleich nach 3km eine saumässige Wadenzerrung zu holen. Die nächsten Tage gingen nur humpelnd, selbst nach 2,5 Wochen konnte ich noch keine 2km (langsam) aufm Laufband joggen ohne wieder ein Stechen zu provozieren. Nach einer weiteren Woche war ich beim Helveticman und hatte innerlich den abschließenden Lauf natürlich schon abgeschrieben. Durch den bin ich dann aber komplett durchgekommen, ohne dasss die Wade Probleme gemacht hätte.

Soll heißen:
- Es kann auch deutlich länger als 2 Wochen dauern
- Ich hab ganz freundlich meine Wade zur schnelleren Heilung überreden wollen (kühlen, Voltaren, später massieren, Blackroll, schonen, sanfte Belastungen, TEMS...), hat alles gefühlt NIX gebracht
- und relativ überraschend konnte ich dann wieder laufen (natürlich erstmal keine Sprints, die mir das ganze eingebrockt haben).

-> Geduld, schonen und fertig. Und vorsichtig wieder anfangen.

Hätte ich verzweifelt kurz vorm Helveticman mit Globuli angefangen, dann würde den Kügelchen jetzt eine wunderbare Wirkung zugeschrieben werden können - die ohne Globuli aber ebenso wunderbar war :Cheese: :Blumen:

tridinski 13.09.2018 10:13

Nehmen wir mal an du möchtest ein Bild aufhängen. Würdest du einen Nagel in die Wand kloppen oder 10.000?

Die Beispiele helfen hier offensichtlich nicht weiter.

(sorry für die Sternchen, keine Ahnung wo die herkommen)

tridinski 13.09.2018 10:19

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1405896)
Wie siehts Du das dann bei einem Medikament, dessen Wirksamkeit eindeutig nachgewiesen ist? Nehmen wir Aspirin bei Schmerzen. Würdest Du einem einzelnen Molekül dieses Wirkstoffs eine schmerzlindernde Wirkung zusprechen?

Nur zur Einordnung, wie klein ein Molekül ist: Ein Gramm Wasser enthält 33.455.000.000.000.000.000.000 Moleküle.

Verteilt man diese Moleküle gleichmäßig auf 7 Milliarden Menschen, so bekäme jeder Mensch der Erde fast fünf Milliarden Moleküle ab. Und wir reden hier von einzelnen Molekülen Kamille oder Arnika!

Um einen Kuchen süss zu bekommen brauche ich 200gr Zucker.
Wenn ich Thio-Superaspartam nehmen würde, reichten 0,004 gr aufgrund der 50.000 Fach höheren Süsskraft

Flow 13.09.2018 10:26

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1405901)
Nehmen wir mal an du möchtest ein Bild aufhängen. Würdest du einen Nagel in die Wand kloppen oder 10.000?

Wenn die Nägel von der Krankenkasse gezahlt werden, und Arne sie einschlägt, dann würde ich es mal mit den 33.455.000.000.000.000.000.000 probieren ... :)


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