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Mirko 03.04.2018 13:08

Zitat:

Zitat von Acula (Beitrag 1370416)
Wer viele Fertigprodukte und ähnliches isst, dürfte in der tat gut versorgt werden.

Endlich mal jemand, der was positives an meiner Ernährung findet! :Cheese:

MattF 03.04.2018 13:57

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1370386)
Hallo Matthias,
Ich habe einen Hund, um es gleich vorwegzunehmen. Ich teile aber deine Ansicht und würde das Haustier auch nicht gefangen halten, in einem Haus (wie hier) oder noch schlimmer, in einer Wohnung.
Mein Hund ist hier ungefähr so gefangen, wie anderer Leute minderjährige Kinder. Er genießt hier, ähnlich wie bei Kindern, eine Art rundum Betreuung.

Viele Grüße

Wie immer sind Anwesende ja ausgenommen. :Huhu:

Es gibt aber genug Leute die z.b. ihren Hund 10h am Tag allein in der Wohnung lassen, weil sie ja arbeiten müssen und gar nicht daheim sind.

Das ist in meinen Augen Tierquälerei und bei uns wäre das z.b. auch so, deswegen haben wir keine Haustiere.

su.pa 03.04.2018 15:11

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1370455)
Wie immer sind Anwesende ja ausgenommen. :Huhu:

Es gibt aber genug Leute die z.b. ihren Hund 10h am Tag allein in der Wohnung lassen, weil sie ja arbeiten müssen und gar nicht daheim sind.

Das ist in meinen Augen Tierquälerei und bei uns wäre das z.b. auch so, deswegen haben wir keine Haustiere.

Anscheinend kommt es jetzt auch bei uns in Mode, dass man sich einen Hund zulegt und dann einen Gassi-Geher beschäftigt. Hab schon von einem Fall gehört, in dem Frauli dann genau vorschreibt, was mit dem geliebten Hundi denn gemacht werden soll... :Nee:

tria ghost 03.04.2018 15:15

Ich persönlich finde dass man das Essen sollte, worauf man Hunger hat und nicht irgendein Trend, ein Aggresiver "Hunnen" Koch, Hobbyblogger oder sonstwer gerade sagt, dass es toll oder gesund ist.
Ich bin auf dem Land groß geworden, kenne glückliche Tiere, Schlachtung und Verwertung von Klein auf.
Wäre ich einer der Personen gewesen, denen der Hunnenkoch ein Messer in die Hand gedrückt hat und aufgefordert hat vor Ort ein Tier zu schlachten - er hätte wohl seine Wettschulden einlösen und ein Steak essen müssen (feige Reporter).

Der Mensch, wie auch seine gentisch nahen Verwandte im Tierreich ist ein Allesfresser vom Bedarf an Nährstoffen etc.
Das wir es dank der Industrie halt übertreiben und viele fast täglich billiges, fragwürdiges Fleisch futtern - das ist das Problem. (wie auch bei Zucker, Fett und Co.)
Wenn man dann immer wieder hört/liest das Veganer/Vegetarier NEM zu sich nehmen....

Beim Fleisch, Milch und Eier versuche ich mich zumindest größtenteils damit, dass ich quasi "das Tier beim Namen kannte" - also Produktion in kleinen Betrieben und lokal.
Und Fleisch gibt es auch nicht jeden Tag - eben dann wenn ich Hunger drauf habe.

Ich habe ja ein paar Fragen an die Veganer & Vegetarier: Warum muss es Fleischförmige Ersatzprodukte geben, warum sollen eure Produkte wie Fleisch schmecken?
Warum wird mir von einem überzeugtem Veganer eine Veggiebratwurst gereicht mit dem Hinweis: Aber nehm viel Senf sonst schmeckt es nicht?
Warum werden gerne Austernpilze gegessen (die übrigens dem Fleischgeschmack sehr ähnlich sind)?
Ich habe auch festgestellt, das Veggies in meiner Umgebung gerne mal etwas Launiger sind, Zufall?

Wenn mir mal wieder langweilig ist schreib ich unter vegane Rezepte bei Chefkoch:
"Ich hab noch Hackfleisch dran gemacht, dann wars ganz lecker...":Lachanfall:

*bewusst etwas provokant geschrieben*
Veganer sind für mich die neuen "Nicht(Ex-)raucher", die mit "Gewalt" Ihren Lebensstil verbreiten wollen.

Dem könnte man noch auch noch als Grundsatzfrage hinzufügen: Warum ernährt sich jemand Laktose oder Glutenfrei, obwohl er gar nicht allergisch darauf reagiert (ich kenne solche Leute)?

dherrman 03.04.2018 15:33

Zitat:

Zitat von tria ghost (Beitrag 1370469)

Ich habe ja ein paar Fragen an die Veganer & Vegetarier: Warum muss es Fleischförmige Ersatzprodukte geben, warum sollen eure Produkte wie Fleisch schmecken?
Warum wird mir von einem überzeugtem Veganer eine Veggiebratwurst gereicht mit dem Hinweis: Aber nehm viel Senf sonst schmeckt es nicht?
Warum werden gerne Austernpilze gegessen (die übrigens dem Fleischgeschmack sehr ähnlich sind)?
Ich habe auch festgestellt, das Veggies in meiner Umgebung gerne mal etwas Launiger sind, Zufall?

Wenn mir mal wieder langweilig ist schreib ich unter vegane Rezepte bei Chefkoch:
"Ich hab noch Hackfleisch dran gemacht, dann wars ganz lecker...":Lachanfall:

*bewusst etwas provokant geschrieben*
Veganer sind für mich die neuen "Nicht(Ex-)raucher", die mit "Gewalt" Ihren Lebensstil verbreiten wollen.

Dem könnte man noch auch noch als Grundsatzfrage hinzufügen: Warum ernährt sich jemand Laktose oder Glutenfrei, obwohl er gar nicht allergisch darauf reagiert (ich kenne solche Leute)?

**
Warum sollte man Soja & Eiweiß nicht in Steak oder Wurst Form anbieten?
Sollen dafür neue Formen entwickelt werden, nur das der Fleischesser sich nicht gestört fühlt??

Ist halt einfacher, die vorhandenen Apaprate zu verwenden.

Keine Ahnung warum die Fleischis diese Frage immer wieder stellen.

Ich beantrage hiermit eine Änderung der Fleischform in Würsten & Steaks...Kackhaufen, z.B.

VG

Nachtrag: Dein Veganer-Freund hat die besseren Geschmacksnerven, deine sind durch Worscht-Schmodder Gewürze versaut.

**ALLES etwas Provokant geschreiben...

Mauna Kea 03.04.2018 15:34

Zitat:

Zitat von tria ghost (Beitrag 1370469)
Ich habe ja ein paar Fragen an die Veganer & Vegetarier: Warum muss es Fleischförmige Ersatzprodukte geben, warum sollen eure Produkte wie Fleisch schmecken?
Warum wird mir von einem überzeugtem Veganer eine Veggiebratwurst gereicht mit dem Hinweis: Aber nehm viel Senf sonst schmeckt es nicht?
Warum werden gerne Austernpilze gegessen (die übrigens dem Fleischgeschmack sehr ähnlich sind)?
Ich habe auch festgestellt, das Veggies in meiner Umgebung gerne mal etwas Launiger sind, Zufall?

Wenn mir mal wieder langweilig ist schreib ich unter vegane Rezepte bei Chefkoch:
"Ich hab noch Hackfleisch dran gemacht, dann wars ganz lecker...":Lachanfall:

*bewusst etwas provokant geschrieben*
Veganer sind für mich die neuen "Nicht(Ex-)raucher", die mit "Gewalt" Ihren Lebensstil verbreiten wollen.

Dem könnte man noch auch noch als Grundsatzfrage hinzufügen: Warum ernährt sich jemand Laktose oder Glutenfrei, obwohl er gar nicht allergisch darauf reagiert (ich kenne solche Leute)?

Hier die Antworten auf all deine Fragen:

https://www.youtube.com/channel/UC1L...4f7XrkLQvkdRug

spanky2.0 03.04.2018 15:41

Zitat:

Zitat von dherrman (Beitrag 1370472)
**
Warum sollte man Soja & Eiweiß nicht in Steak oder Wurst Form anbieten?
Sollen dafür neue Formen entwickelt werden, nur das der Fleischesser sich nicht gestört fühlt??

Ist halt einfacher, die vorhandenen Apaprate zu verwenden.

Keine Ahnung warum die Fleischis diese Frage immer wieder stellen.

Ich beantrage hiermit eine Änderung der Fleischform in Würsten & Steaks...Kackhaufen, z.B.

VG

Nachtrag: Dein Veganer-Freund hat die besseren Geschmacksnerven, deine sind durch Worscht-Schmodder Gewürze versaut.

**ALLES etwas Provokant geschrieben...

...die meisten Ernährungsfreds beginnen zwar etwas anders, aber laufen irgendwie immer auf's Gleiche hinaus...:Nee:

Klugschnacker 03.04.2018 15:41

Zitat:

Zitat von tria ghost (Beitrag 1370469)
Beim Fleisch, Milch und Eier versuche ich mich zumindest größtenteils damit, dass ich quasi "das Tier beim Namen kannte" - also Produktion in kleinen Betrieben und lokal.

Das ist eine der erstaunlichsten Erfahrungen, seit ich mich der veganen Küche zugewandt habe – dass alle Fleischesser, mit denen man spricht, "selbstverständlich" nur megabio und enorm glückliche Tiere von regionalen Kleinbauern verzehren.
:Cheese:

Zitat:

Zitat von tria ghost (Beitrag 1370469)
Warum muss es Fleischförmige Ersatzprodukte geben, warum sollen eure Produkte wie Fleisch schmecken? Warum wird mir von einem überzeugtem Veganer eine Veggiebratwurst gereicht mit dem Hinweis: Aber nehm viel Senf sonst schmeckt es nicht? Warum werden gerne Austernpilze gegessen (die übrigens dem Fleischgeschmack sehr ähnlich sind)?

Das "muss" es nicht geben, sondern gibt es halt. Ich kenne persönlich jedoch keinen einzigen Veganer, der ständig bemüht wäre, dass sein Essen nach Fleisch schmeckt.

Zitat:

Zitat von tria ghost (Beitrag 1370469)
Ich habe auch festgestellt, das Veggies in meiner Umgebung gerne mal etwas Launiger sind, Zufall?

Vermutlich.

Zitat:

Zitat von tria ghost (Beitrag 1370469)
Veganer sind für mich die neuen "Nicht(Ex-)raucher", die mit "Gewalt" Ihren Lebensstil verbreiten wollen.

Ich habe die gegenteilige Erfahrung gemacht. Und zwar sowohl in meinem Umfeld, als auch an mir selbst. Man macht anfangs eine Phase durch, in der man begeistert ist und das auch teilen möchte. Danach gehen einem die ständigen Diskussionen eher auf den Wecker und man meidet sie. Es reicht, dass ich beim Italiener meine Pizza ohne Käse bestelle, und schon bin ich in ein Streitgespräch verwickelt. Das nervt.

Mirko 03.04.2018 15:41

Zitat:

Zitat von tria ghost (Beitrag 1370469)
Ich habe ja ein paar Fragen an die Veganer & Vegetarier: Warum muss es Fleischförmige Ersatzprodukte geben, warum sollen eure Produkte wie Fleisch schmecken?
Warum wird mir von einem überzeugtem Veganer eine Veggiebratwurst gereicht mit dem Hinweis: Aber nehm viel Senf sonst schmeckt es nicht?
Warum werden gerne Austernpilze gegessen (die übrigens dem Fleischgeschmack sehr ähnlich sind)?
Ich habe auch festgestellt, das Veggies in meiner Umgebung gerne mal etwas Launiger sind, Zufall?

Die Fragen sind so schlecht durchdacht das ist unglaublich. Vielleicht mögen die Veganer den Geschmack von Fleisch einfach den sie jahrelang genossen haben bis sie gemerkt haben welches Elend sie damit verursachen? Vielleicht genießen sie nun einfach Essen, das ähnlich schmeckt, wofür man aber kein Tier einsperren und umbringen muss??

Das Veggies in deiner Umgebung die gute Laune verlieren wundert mich bei den Fragen nicht wirklich. Vor allem weil sie die wahrscheinlich alle 2 Wochen gestellt bekommen.

(Ich bin kein "veggi" und beantworte das mal damit kein "Veggie" so wirken muss als hätte er schlechte Laune :Cheese: )

Dr. Koothrappali 03.04.2018 15:48

Zitat:

Zitat von glaurung (Beitrag 1370373)
Es gibt für alles ein richtiges Maß. Nur weil man nach drei Flaschen Rotwein auf Ex tot umfällt, ist ein Gläschen am Abend noch lange nicht ungesund.

Triathleten sind ein lustiges Volk und neigen in manchen Dingen sehr gern zu irrationalen Übertreibungen. Die schönsten Auswüchse gibt es regelmäßig in Ernährungsthreads zu bewundern. :)

Es muss nicht mal Wein sein, auch mit Wasser kann man sich vergiften, nennt sich dann Hyponatriämie:
http://www.zeit.de/sport/2015-07/tri...hyponatriaemie

Ansonsten kann ich nur vollkommen zustimmen. Und über Veganer die einen Hund oder Katze oder sonstigen Fleischfresser halten nur den Kopf schütteln...
Da spare ich mir lieber das Haustier und esse das Fleisch (aus vernünftiger Quelle) selbst.

-MJ- 03.04.2018 16:36

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1370475)
Das ist eine der erstaunlichsten Erfahrungen, seit ich mich der veganen Küche zugewandt habe – dass alle Fleischesser, mit denen man spricht, "selbstverständlich" nur megabio und enorm glückliche Tiere von regionalen Kleinbauern verzehren.
:Cheese:

Das ist die Angst vor den aggressiven Veganern, die einem durch den Computer direkt an die Gurgel springen. Ich esse konventionelles Fleisch zum größten Teil Rindfleisch. Biofleisch ist mir zu teuer. Gesunde Ernährung sollte für alle möglich sein, auch eine Fleischlastige. Nicht nur für die reichen Bonzen. Solange wir Kapitalismus haben wird die konventionelle Landwirtschaft nicht verschwinden. Will man das Tierwohl verbessern, muß man bei der Konventionellen Fleischproduktion ansetzen und das macht am besten der Staat mit Regelungen, die für alle gelten und nicht die aufgehetzten Verbraucher.

Vielleicht mal hier reinschnuppern:

http://meatheals.com

Für alle Essgestörten - die gesunden Normalesser natürlich ausgenommen.

dherrman 03.04.2018 16:43

Bio Fleisch zu teuer.

Da lang ich mir an Kopp.

Ich schreib nix mehr hier dazu...

dherrman 03.04.2018 16:49

Bio Fleisch zu teuer.

Da lang ich mir an Kopp.

Ich schreib nix mehr hier dazu...

qbz 03.04.2018 17:09

Ich habe bei bestimmten Anlässen immer gerne Freunde zu einem längeren Essen mit mehreren Gängen eingeladen. Ich mag es, wie man in Italien speist. In den letzten Jahren verging mir daran zunehmend die Lust, weil es ständig komplizierter wurde, die divergierenden Bedürfnisse der Gäste zu befriedigen. Der eine isst kein Geflügel, der andere kein Fisch oder Wild, der nächste keine Milchprodukte, der xte nichts mit tierischen Fetten wegen des Cholesterins usf.
Das gemeinsame Speisen ist in der Zwischenzeit Buffets gewichen, was aber für den Gastgeber, der lieber gemeinsam tafeln möche, unbefriedigend ist bzw. die Tafelrunden haben sich alternativ entsprechend verkleinert.

-MJ- 03.04.2018 17:10

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
und so sieht das dann z.B. aus:

American Rib Eye aus dem Versandhandel mit Eiern vom regionalem Produzenten (nicht-bio). Eigentlich nichts besonderes, gibt es bei tausenden Leuten jeden Tag in Deutschland. Leider aber dann mit vielen zusätzlichen Kohlenhydraten und damit zu viel Treibstoff in der Summe. Aber mache scheinen echt in einem Bio-Traum-Land zu leben, wo sowas nicht mehr normal ist. Dann würde ich auch den Kopf schütteln.

BananeToWin 03.04.2018 17:57

Zitat:

Zitat von Dr. Koothrappali (Beitrag 1370478)
Ansonsten kann ich nur vollkommen zustimmen. Und über Veganer die einen Hund oder Katze oder sonstigen Fleischfresser halten nur den Kopf schütteln...

Da muss ich (als "Veggie") dir leider recht geben. Deswegen werd ich mir nach unserer Katze wohl auch keinen neuen Fleischfresser mehr anschaffen.

Nobodyknows 03.04.2018 18:06

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1370475)
Das ist eine der erstaunlichsten Erfahrungen, seit ich mich der veganen Küche zugewandt habe – dass alle Fleischesser, mit denen man spricht, "selbstverständlich" nur megabio und enorm glückliche Tiere von regionalen Kleinbauern verzehren.
:Cheese:

Wenn man davon ausgeht, dass die Leute mit denen Du sprichst eine ähnliche Bildung und wirtschaftliche Situation haben wie Du, dann kann das doch sein.

Irgendwo müssen die Zuwachsraten bei Bio doch herkommen...
"Fast 10 Milliarden Euro gaben Deutsche im vergangenen Jahr [2016] für ungespritztes Obst und Biofleisch aus....": https://www.aerztezeitung.de/panoram...gebrochen.html

"25 Jahre Bäuerliche Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall – eine Erfolgsgeschichte"
https://www.oekolandbau.nrw.de/fachi...lgsgeschichte/

Gruß
N. :Huhu:

Klugschnacker 03.04.2018 18:18

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1370490)
Ich habe bei bestimmten Anlässen immer gerne Freunde zu einem längeren Essen mit mehreren Gängen eingeladen. Ich mag es, wie man in Italien speist. In den letzten Jahren verging mir daran zunehmend die Lust, weil es ständig komplizierter wurde, die divergierenden Bedürfnisse der Gäste zu befriedigen. Der eine isst kein Geflügel, der andere kein Fisch oder Wild, der nächste keine Milchprodukte, der xte nichts mit tierischen Fetten wegen des Cholesterins usf.
Das gemeinsame Speisen ist in der Zwischenzeit Buffets gewichen, was aber für den Gastgeber, der lieber gemeinsam tafeln möche, unbefriedigend ist bzw. die Tafelrunden haben sich alternativ entsprechend verkleinert.

Das kann ich nachvollziehen. Wenn ich irgendwo zu Gast bin, passe ich mich an deren Küche an. Ich würde dann dort auch Fleisch essen. Außer vielleicht beim Grillen, aber da kümmert sich ja eh jeder um sein eigenes Zeugs.
:Blumen:

ThomasG 03.04.2018 18:30

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1370490)
Ich habe bei bestimmten Anlässen immer gerne Freunde zu einem längeren Essen mit mehreren Gängen eingeladen. Ich mag es, wie man in Italien speist. In den letzten Jahren verging mir daran zunehmend die Lust, weil es ständig komplizierter wurde, die divergierenden Bedürfnisse der Gäste zu befriedigen. Der eine isst kein Geflügel, der andere kein Fisch oder Wild, der nächste keine Milchprodukte, der xte nichts mit tierischen Fetten wegen des Cholesterins usf.
Das gemeinsame Speisen ist in der Zwischenzeit Buffets gewichen, was aber für den Gastgeber, der lieber gemeinsam tafeln möche, unbefriedigend ist bzw. die Tafelrunden haben sich alternativ entsprechend verkleinert.

Wenn Du das Deinen Freunden so ähnlich erklärst und sie trotzem einlädst mit der Bitte jeder möge etwas mitbringen, was er selber gerne isst, dann sind doch die Chancen für eine schöne gemeinsame Zeit gar nicht so schlecht.
Zusätzlich kann man vielleicht noch etwas Brot besorgen, damit auf jeden Fall jeder satt werden kann.
Also im Sommer, wenn man irgendwo draußen zusammen sitzen kann und diejenigen, die es wollen, gegrilltes Fleisch essen können und die anderen sich halt das nehmen, was sie stattdessen möchten, ist das doch eine schöne Sache.
Es entlastet ja auch den Gastgeber:
Er kümmert sich in erster Linie um die Getränke und die Location :cool:, wie man so unschön auf neudeutsch sagt.

Körbel 03.04.2018 18:42

Zitat:

Zitat von -MJ- (Beitrag 1370491)
..........American Rib Eye aus dem Versandhandel.............

Muss man sich sowas schicken lassen?
Bist du zu faul mal zum Metzger zu gehen?

Mauna Kea 03.04.2018 18:49

Wo ist das problem bei treffen?
Wenn ich irgendwo hingehe, nehm ich zur not mein essen mit oder wurschtel mich durch.
Bei mir zu hause gibts keine toten tiere, wer das nicht akzeptiert, muss nicht kommen.

Aber, wenn ich so nachdenke, treffe ich mich eh nicht mehr mit fleischessern, irgendwie sind die aus meinem bekanntenkreis in den letzten jahren rausdiffundiert. Man hat halt kaum gemeinsamkeiten, da sich die grundeinstellungen zu vielen lebensthemen radikal unterscheiden.

Was mich nervt, sind arbeitskollegen. Denen kann ich leider nur bedingt aus dem weg gehen. Gerade heute durfte ich mir wieder ausgiebig anhören wie lecker und zart das lamm war. :(
Naja, Empathie ist halt glückssache.

Körbel 03.04.2018 18:56

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1370513)
Bei mir zu hause gibts keine toten tiere, wer das nicht akzeptiert, muss nicht kommen.

Besuch ist eh immer Scheisse, machen den Teppich dreckig, verschrecken unsere Katzen, saufen einem das Bier oder den Wein weg und bringen Scheiss sinnlose Geschenke mit.:Cheese:

qbz 03.04.2018 18:58

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1370510)
Wenn Du das Deinen Freunden so ähnlich erklärst und sie trotzem einlädst mit der Bitte jeder möge etwas mitbringen, was er selber gerne isst, dann sind doch die Chancen für eine schöne gemeinsame Zeit gar nicht so schlecht.
Zusätzlich kann man vielleicht noch etwas Brot besorgen, damit auf jeden Fall jeder satt werden kann.
Also im Sommer, wenn man irgendwo draußen zusammen sitzen kann und diejenigen, die es wollen, gegrilltes Fleisch essen können und die anderen sich halt das nehmen, was sie stattdessen möchten, ist das doch eine schöne Sache.
Es entlastet ja auch den Gastgeber:
Er kümmert sich in erster Linie um die Getränke und die Location :cool:, wie man so unschön auf neudeutsch sagt.

Ich mag das, ehrlich gesagt, nicht besonders, wenn man als Gast das Essen mitbringen soll oder von Freunden erwartet, dass sie welches mitbringen. Ich würde das als Gastgeber nie tun, ausser ich bin schwerkrank. Für ein Picknick im Freien okay, aber nicht für ein gemeinsames Speisen unter Freunden zuhause. Manche warme Speisen schmecken nur gut, wenn sie frisch zubereitet sind. Aufgewärmtes gibt es schon in den Lokalen genug. Und es geht mir halt beim Speisen in dem Fall auch um den Genuss, eben wie in Italien oder Frankreich halt. Natürlich war ich auch öfter auf Geburtstagen, wo rein vegetarische und Vollkorn-Gerichte angeboten werden, von Bekannten, die das seit Jahrzehnten praktizieren.

Greyhound 03.04.2018 19:03

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1370513)
Wo ist das problem bei treffen?
Was mich nervt, sind arbeitskollegen. Denen kann ich leider nur bedingt aus dem weg gehen. Gerade heute durfte ich mir wieder ausgiebig anhören wie lecker und zart das lamm war. :(
Naja, Empathie ist halt glückssache.

Ich esse ja auch kein Fleisch, was in der tiefsten bayrischen Provinz noch nicht so akzeptiert ist. Aber sowas sollte dich doch nicht stören, freue dich doch für deine Kollegen, dass sie ein schönes Mittag hatten. Das für dich ein schönes Essen etwas anderes bedeutet ist doch vollkommen egal.

-MJ- 03.04.2018 19:06

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1370512)
Muss man sich sowas schicken lassen?
Bist du zu faul mal zum Metzger zu gehen?

Nein - gar nicht. Ich fahre sogar meisten vorbildlich mit Fahrrad und Rucksack zum Einkaufen. Aber die Qualität ist einfach besser. Im Edeka gibts dann auch mal Fleisch das schon nach Verwesung schmeckt und das ist ziemlich ekelhaft. Aber vielleicht wird man auch wählerischer wenn man viel Fleisch ist.

ThomasG 03.04.2018 19:09

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1370515)
Ich mag das, ehrlich gesagt, nicht besonders, wenn man als Gast das Essen mitbringen soll oder von Freunden erwartet, dass sie welches mitbringen. Ich würde das als Gastgeber nie tun, ausser ich bin schwerkrank. Für ein Picknick im Freien okay, aber nicht für ein gemeinsames Speisen unter Freunden zuhause. Manche warme Speisen schmecken nur gut, wenn sie frisch zubereitet sind. Aufgewärmtes gibt es schon in den Lokalen genug. Und es geht mir halt beim Speisen in dem Fall auch um den Genuss, eben wie in Italien oder Frankreich halt. Natürlich war ich auch öfter auf Geburtstagen, wo rein vegetarische und Vollkorn-Gerichte angeboten werden, von Bekannten, die das seit Jahrzehnten praktizieren.

Ich verstehe Deine Bedenken schon, aber wenn man beispielsweise im Garten gemeinsam grillt und dazu eben Salate, Brot, verschiedene Soßen oder vielleicht auch Maiskolben zum Grillen anbietet, kann das schon ein sehr schöne Zeit werden.
Wir machen das bei Familienfesten im Sommer manchmal so.
Freunden gegenüber wäre ich da auch zurückhaltender.

Mauna Kea 03.04.2018 19:23

Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1370517)
Ich esse ja auch kein Fleisch, was in der tiefsten bayrischen Provinz noch nicht so akzeptiert ist. Aber sowas sollte dich doch nicht stören, freue dich doch für deine Kollegen, dass sie ein schönes Mittag hatten. Das für dich ein schönes Essen etwas anderes bedeutet ist doch vollkommen egal.

ehrlichgesagt interessieren mich die wochenenden der sogenannten kollegen eher gegen null. vor allem wenn ein schöner tag darin besteht ein lamm umzubringen.
aber das geht hier jetzt zu weit, ich sag ja: komplett andere lebensansichten.

Körbel 03.04.2018 19:25

Zitat:

Zitat von -MJ- (Beitrag 1370519)
Im Edeka gibts dann auch mal Fleisch das schon nach Verwesung schmeckt und das ist ziemlich ekelhaft. Aber vielleicht wird man auch wählerischer wenn man viel Fleisch ist.

Das nennt man "dry aged".
Im Discounter kauft man sowieso kein Fleisch.
Da kannst du dann sowas essen wie man im video sehen kann.

Schön anschauen.
https://www.youtube.com/watch?v=MfUAgglgYBY

Musst ja schliesslich was abkönnen, Fleischesser sind ganze Kerle.

Greyhound 03.04.2018 19:28

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1370524)
ehrlichgesagt interessieren mich die wochenenden der sogenannten kollegen eher gegen null. vor allem wenn ein schöner tag darin besteht ein lamm umzubringen.
aber das geht hier jetzt zu weit, ich sag ja: komplett andere lebensansichten.

Toleranz gegenüber anderen Einstellungen ist keine Einbahnstraße. Wundert mich nicht, dass du mit deiner Einstellung aneckst.

Mauna Kea 03.04.2018 19:35

Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1370529)
Toleranz gegenüber anderen Einstellungen ist keine Einbahnstraße. Wundert mich nicht, dass du mit deiner Einstellung aneckst.

ich denke ich hab sehr viel toleranz, denn die geschichten höre ich mir seit jahren an. sind auch 2 jäger darunter, die erzählen noch schlimmeres zeug.
sagen darf ich ja nichts, denn dann wäre ich ja direkt radikal.

-MJ- 03.04.2018 19:40

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1370525)
Das nennt man "dry aged".
Im Discounter kauft man sowieso kein Fleisch.
Da kannst du dann sowas essen wie man im video sehen kann.

Schön anschauen.
https://www.youtube.com/watch?v=MfUAgglgYBY

Musst ja schliesslich was abkönnen, Fleischesser sind ganze Kerle.

Ein Video von Peta - sind das nicht die, die in Usa verwilderte Hunde aus tierschutzgründen vergasen? Müsste ich nochmal genau bei Twitter raussuchen.
Zum Fleischessen gehört das töten dazu - so war das schon immer. Aber wir haben ja sowieso den Tod komplett aus unserem Leben gestrichen.

Stefan 03.04.2018 21:51

Zitat:

Zitat von -MJ- (Beitrag 1370486)
Das ist die Angst vor den aggressiven Veganern, die einem durch den Computer direkt an die Gurgel springen............................Für alle Essgestörten - die gesunden Normalesser natürlich ausgenommen.

Warum kein Smiley hinter "aggressiven Veganern"?

Welche Anforderungen muss man denn erfüllen, um Deiner Meinung nach zu den "alle Essgestörten" zu gehören?

Gozzy 03.04.2018 21:57

Zitat:

Zitat von Greyhound (Beitrag 1370517)
Ich esse ja auch kein Fleisch, was in der tiefsten bayrischen Provinz noch nicht so akzeptiert ist. Aber sowas sollte dich doch nicht stören, freue dich doch für deine Kollegen, dass sie ein schönes Mittag hatten. Das für dich ein schönes Essen etwas anderes bedeutet ist doch vollkommen egal.

Empathie ist halt Glückssache...

BananeToWin 03.04.2018 22:08

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1370508)
Das kann ich nachvollziehen. Wenn ich irgendwo zu Gast bin, passe ich mich an deren Küche an. Ich würde dann dort auch Fleisch essen. Außer vielleicht beim Grillen, aber da kümmert sich ja eh jeder um sein eigenes Zeugs.
:Blumen:

Ich passe mich ebenfalls an. Und ich hänge es schon gar nicht an die große Glocke. Wenn man in einem Restaurant ist, dann merken es die anderen teilweise ja gar nicht.
Trotzdem finde ich, man muss nicht immer alles essen was einem vorgesetzt wird und man kann auch aufgrund eigener Prinzipien ablehnen. Beim Fleisch handhabe ich das so. Ich finde das auch nur bedingt unhöflich. Aber ganz klar, das ist eine sehr persönliche Sache wie man damit umgeht.

tridinski 03.04.2018 23:26

Ich freue mich dass es hier mal wieder einen Ernährungsthread gibt, in dem angeregt und mit Tiefgang auf der Sachebene diskutiert wird. Ich habe hier gerne mitgelesen und würde nun meinen Senf auch mal dazugeben. Ich habe in meinem Leben von Junkfood über Vegetarisch, Paleo und ZeroCarb schon vieles ausprobiert, pendele jetzt seit Jahren nach meinem Empfinden irgendwo in der Mitte rum, mit leichter Tendenz zu „weniger Carb“. Mein persönliches Idealbild liegt tendenziell ungefähr bei 60% Gemüse, 20 Obst, 10 Fisch/Fleisch, 10 Nüsse/Milchprodukte/Getreide/sonstiges.

Für das Ernährungsthema habe ich mich erstmals begonnen zu interessieren als ich mich 2005 für meine erste Langdistanz vorbereitet habe. Während es damals allein darum ging die nötigen Kalorien aufnehmen zu können, hat sich das bis heute sehr vertieft und verbreitert. Ich habe mittlerweile verstanden dass es DIE EINE Ernährungsform, mit der alle Menschen gesund und nachhaltig leben können, nicht geben kann. Ebenfalls ist es meiner Meinung nach sinnlos, Getreide oder Soja anzubauen um es dann z.B. an Rinder zu verfüttern, insbesondere auch weil das gar keine geeigneten Nahrungsmittel für diese Tiere sind. Gegen Rinder, die z.B. in Argentinien im natürlichen Grasland der Pampas leben oder die im Allgäu, wo der Boden zum Ackerbau nicht geeignet ist, grasen, und dann deren Milch und Fleisch zu verzehren, habe ich wenig einzuwenden.

Die "anecdotal evidence" von der von MJ verlinkten Seite meatheals.com halte ich grundsätzlich schon für authentisch, allerdings kann man daraus auch nicht mehr (oder weniger) ableiten als von gleichartigen Schilderungen von Veganern wie z.B. Mauna Kea (von dem ich übrigens zahlreiche Beiträge hier im Forum sehr schätze). Formulierungen wie „wenn ein schöner tag darin besteht ein lamm umzubringen“ finde ich, neben orthographischen Aspekten, allerdings wenig hilfreich, um Verständnis für irgendwas zu wecken. Post 56 / Seite 7 allerdings und da insb. „Nicht alles, was ich zu mir nehme kommt auch wirklich an.“ trifft den Nagel auf den Kopf. Wenn ich mir einmal wöchentlich 150gr frische Rinder- oder Lammleber vom örtlichen Demeterhof hole ist das erstens voller Nährstoffe, zweitens extrem günstig und, so bin ich überzeugt, kommt zu sehr großen Teilen im Körper da an, wo es hingehört.

Leid und Tod möglichst weitgehend aus dem Leben gestrichen zu haben ist für viele Vegetarier/Veganer sicher ein wichtiger Punkt, auch wenn das meiner Meinung nach rein vordergründige Augenwischerei ist. Es gibt kein Leben ohne Tod, er ist das Ende des einen Lebens und der Anfang von neuem. Kein neues Leben ohne vorherigen Tod von etwas anderem, Tier oder Pflanze. Abgesehen davon, dass auch Pflanzen leben und sterben, können auch diese ein soziales Verhalten an den Tag legen, die populären Bücher von Peter Wohlleben geben hier einen Vorgeschmack. Das ganze tierischerweise auf vier Beine und zwei Augen einzugrenzen, wie es manchmal geschieht, hilft ethisch auch nicht weiter.

Dass Massentierhaltung und Hähnchenschenkel oder „Wurst“ für 29 Cent beim Discounter weder nachhaltig noch für den Esser gesund sein können, dazu dürfte es hier im Thread breiten Konsens geben. Die entstehenden Güllemengen sind ebenfalls ein echtes Problem, auch wenn natürlicherweise der Stickstoff nur über tierische Exkremente oder tote Tierkörper den Pflanzen in ausreichender Menge zur Verfügung stehen können. Mineralischer Kunstdünger ist jedenfalls aufgrund seiner unglaublich energieintensiven Erzeugung keine Alternative und rein pflanzliche Maßnahmen sind stickstoffseitig viel schwächer.

Bei Nahrung pflanzlichen Ursprungs sieht es, insbesondere sofern sie industriell erzeugt wird, aus Tierschutzsicht auch nicht besser aus. Ein hypothetischer Veganer, der nur glyphosatgedüngtes Zeug zu sich nimmt, hat wohl auch wenig gewonnen. Aber auch beim Pflügen sterben Bodenbewohner, bei der Behandlung mit Pflanzenschutzmitteln Insekten, beim Transport werden Lebewesen überfahren, Lagerung, Verpackung und Zubereitung verbrauchen Energie bei deren Erzeugung Schadstoffe entstehen die auf Umweltschäden und sogar Todesfälle (tierisch und menschlich) umgerechnet werden können. Wenn du essen willst muss irgendwo anders gestorben werden, ob direkt (Fleisch liegt auf dem Teller) oder indirekt (pflanzliche Kost). Es geht natürlicherweise nicht anders, Bio hin oder her. Diese Erkenntnis ist meiner Meinung nach ein wichtiger Knackpunkt in der ganzen Ernährungsgeschichte. Auf der anderen Seite der Skala steht die unsägliche Massentierhaltung, dazwischen können wir uns bewegen, aber es bleibt ein Dilemma.

schnodo 03.04.2018 23:36

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1370602)
Auf der anderen Seite der Skala steht die unsägliche Massentierhaltung, dazwischen können wir uns bewegen, aber es bleibt ein Dilemma.

Inhaltlich kann ich leider nichts beitragen aber ich wollte doch zumindest schreiben, dass ich Deinen Beitrag gelesen habe und beobachten konnte, wie ich zustimmend nicke. Danke sehr für Deine Mühe! :Blumen:

FlyLive 03.04.2018 23:39

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1370536)
ich denke ich hab sehr viel toleranz, denn die geschichten höre ich mir seit jahren an. sind auch 2 jäger darunter, die erzählen noch schlimmeres zeug.
sagen darf ich ja nichts, denn dann wäre ich ja direkt radikal.

Das ist ja nicht nur tolerant. Das ist dazu noch Respektvoll und Verständnisvoll gegenüber dem Lebewesen, das zum Beispiel viel lieber mit den Geschwistern über eine Wiese rennen würde, anstatt auf dem Drehspieß das Spanferkel zu sein.

Man kann Mauna Kea also genau das nicht vorwerfen.
Eher dem Besucher, der es möglicherweise nicht schafft zu akzeptieren und Ausnahmen zu machen. Es ist schließlich ein Besuch und kein Einzug.

Klugschnacker 04.04.2018 05:26

Für mich war der tierethische Aspekt ausschlaggebend.

Heute, nach anderthalb Jahren, schätze ich die vegane Küche vor allem wegen ihrer leckeren Rezepte. Es ist für mich einfach eine leckere, ästhetische Sache. Die vegane Küche ist für mich persönlich saulecker. Zu einem panierten Schweineschnitzel mit Pommes drängt es mich heute nullkommanull. Vor einigen Jahren war das noch anders.

Ab und zu hole ich mir einen Fisch oder 12 Eier für zwei Wochen, um wichtige Nährstoffe aufzunehmen. Mir schmeckt das durchaus gut, aber mein Herz hängt nicht mehr daran. Es ist nicht viel mehr als ein Nahrungsergänzungsmittel.

Wenn ich mir etwas Leckeres koche, um mich zu verwöhnen oder zu trösten, ist das mittlerweile ein veganes Gericht. Saisongemüse auf dem Backblech, ein Thaicurry mit Kokosmilch und Wildreis, oder vegane Spaghetti Bolognese oder, oder.

Als Nachtisch gibt es ein zweites Glas Rotwein, oder etwas frisch aufgeschnittenes Obst mit ein paar Nüssen. Hey! Frisches Obst! Was für ein elender Dreck ist im Vergleich ein Mousse au Chocolat vom Penny Markt!

Diese Erfahrung würde ich gerne teilen: Dass man vegan sehr, sehr lecker kochen kann, sofern man bereit ist, etwas zu suchen und zu experimentieren. Dass man aber nicht in Extreme verfallen muss, in dem Sinne, dass man jeden Tag 100% vegan leben müsse.

Die vegane Idee wird von vielen als "Alles oder nichts"-Konzept wahrgenommen. Das ist ein Irrtum. Die vegane Idee ist auch dann wertvoll und attraktiv, wenn jeder für sich selbst bestimmt, wie weit er ihr folgt. Jeder vegane Tag ist ein Gewinn für Mensch, Tier und Umwelt. Wer unbedingt sein Schnitzel zum Grillen braucht oder den Braten am Sonntag, soll das halt machen. Es ist jedoch gut, im Rahmen des persönlich Möglichen mal Alternativen auszuprobieren:

1. Frische zutaten statt Fertigware
2. Pflanzliche statt tierische Produkte

Ich habe hier ein veganes Nutella, für das ich einen Mord begehen würde. Mir schmeckt Hafermilch im Müsli mittlerweile besser als Kuhmilch. Ich habe selbstgemachte Alternativen zum Käse, die auf Vollkorntoast hervorragend schmecken.

Aber jeder soll selbst seinen Weg finden dürfen. :Blumen:

Nobodyknows 04.04.2018 08:01

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1370607)
Das ist ja nicht nur tolerant. Das ist dazu noch Respektvoll und Verständnisvoll gegenüber dem Lebewesen, das zum Beispiel viel lieber mit den Geschwistern über eine Wiese rennen würde, anstatt auf dem Drehspieß das Spanferkel zu sein.

Ohh....schnief...da ist sie: Die Bambimentalität. :Weinen:
Der Haushund, der als Welpe aus dem Wurf genommen wird um danach überwiegend zur puren Freude und als Zeitvertreib seiner neuen Besitzer zu dienen würde auch viel lieber mit seinen putzigen und quietschfidelen Geschwistern über eine Wiese rennen und bei seiner lieben Mammi bleiben. Und was würden Hauskatzen ohne Freigang -ebenfalls meist nur Zeitvertreib / Lebenspartnerersatz ihrer Besitzer- dafür geben mal ne Nacht um die Häuser zu ziehen?

Das Ferkel wurde dazu geboren um am Spieß zu enden.
Man nennt diese Tiere auch Nutztiere.

Gruß
N. :Huhu:

Jimmi 04.04.2018 08:29

Bin ich gestern per Zufall mal wieder drüber gestolpert.

Scott Jurek, Veganer seit 1999 und Ultramarathonlegende


Nur mal so

LG


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