![]() |
Zitat:
Es ist sicherlich nicht kontraproduktiv, auf der olympischen Distanz schnell zu sein. Aber es erfordert einen Transformationprozess: Olympische Distanz => Mitteldistanz => Langdistanz => Langdistanz auf Hawaii Frodo hat diese Transformation sehr schnell vollzogen, andere haben es überhaupt nicht auf die Reihe bekommen. Ich denke da beispielsweise an frühere Größen auf der olympischen Distanz wie Simon Lessing und Ralf Eggert. Ob Alistair Brownlee das zukünftig packt, bleibt abzuwarten. Er ist im Gegensatz zu Javier Gómez noch jung. |
Bei der Bewertung des Rennens von Alistair sollte man nicht vergessen, dass er den Plattfuß hatte, mit minimalem Luftdruck und erhöhten Rollwiderstand (mutmaßlich erhöhter Energieaufwand) noch eine ganze Weile weitergefahren ist und schließlich doch das Hinterrad wechseln ließ.
Das nach dem Laufradwechsel entstandene Loch hat er dann relativ schnell wieder zugefahren, was unter Kona-Bedingungen im letzten Drittel der Radstrecke erfahrungsgemäß eine ganz schlechte Idee ist. Verloren gegangene Zeit gerade in diesem Rennen und gegen die dortige Konkurrenz kann man nicht einfach wieder mit erhöhtem Energieaufwand zurückholen. Durchaus möglich, dass er auch ohne Panne und bei gleichmäßigem Pacing irgendwann hochgegangen wäre, aber es wäre auf jeden Fall spannender geworden und der Einbruch wäre später oder sogar erst hinter der Ziellinie passiert. |
Meiner unmaßgeblichen Meinung nach hat Alistair Brownlee auf dem Rad überzockt. Er hat schon zu Beginn des Marathons reichlich gequält gewirkt. Allerdings fiel es mir schwer, seinen Laufstil zu interpretieren. Eine Mischung aus Vorfuß-Tänzeln und auf dem Boden festkleben, um es mal etwas zugespitzt zu formulieren.
|
Zitat:
Aber Alistair hat ja noch Zeit seine Lauftechnik graduell umzustellen (und früher oder später wird auch sein Sponsor Adidas aufwachen und in die derzeit tobende Materialschlacht auf dem Laufschuhsektor einsteigen müssen, wenn sie von Nike nicht ganz an den Rand gedrängt werden wollen) und wenn man sich zurückerinnert, dass man Frodeno während seiner Zeit auf den 70.3-Distanzen vor seinem Langdistanzdebüt prophezeit hatte, dass er zu groß und schwer für Hawaii sei und deshalb dort nie erfolgreich werden würde, sollte man auch mit definitiven Prognosen bei Alistair Brownlee zurückhaltend sein. |
Zitat:
Bei Frodeno bin ich jedes Mal überrascht, wie er aus dem Wind kommt mit seiner Größe und mit seinem großen "Material" (Rad). Er hat ja durchaus ein breites Kreuz das er nicht zusammenfalten kann. Ich bin ehrlich - Frodenos Leistung vor 2 Tagen macht mich etwas stutzig. Das sah alles zu einfach aus - ohne große Anstrengung - dann mit dem Fokus auf Streckenrekord anstatt auf seine Verfolger, die anscheinend keine Gefahr für den Platz an der Sonne waren. Er wirkte gerade auf dem Rad, als könne er jederzeit das Tempo anziehen - kaum angestrengt und das ganze mit einer stärkeren Radzeit als die von Normann Stadler damals. Normanns 4:18 stand ja einige Jahre auf der Radbestenliste in Kona. |
Zitat:
meine damalige aussage beruhte vor allem darauf, dass er mit seinen radfähigkeiten auf der kurzstrecke auch auf der langstrecke gegen die hier als radgranaten geltenen überbiker keine probleme haben dürfte und dann "nur noch" ähnlich wie frodeno laufen müsste um in ähnliche Regionen vorzustoßen. und das, das gebe ich zu, hat er bisher noch nicht annähernd gezeigt. nicht jeder superkurzstreckler kann auch ironman, aber eine kurzstreckenkarriere schadet ganz sicher auch nicht. wie schon erwähnt stehen wahrscheinlcih als nächstes die norweger in den startlöchern. ps: mit a.raelert und aktuell mit haug kommen noch 2 weitere deustche IM-stars von der kurzstrecke...... |
Zitat:
Willst du Frodo irgendwas unterstellen? Liest sich zumindest so. Zum eigentlich Thema: Kamikaze AB hat sich einfach überzockt. Habe ich mir schon fast gedacht bzw. habe es geahnt. |
Zitat:
(P.S.: Spitzname "Kamikaze-AB" für einen zweifachen Olympiasieger (Frodo 1x Olympia), zweifachen Weltmeister Kurzdistanz (Frodo= der einzige WM-Titel, den dieser nie geschafft hat) und zweifachen 70.3 Vize-Weltmeister?:confused: Passt irgendwie nicht) |
Zitat:
|
Sein Lauf Set-up, ganz ohne Kopfbedeckung, scheint mir unter den klimatischen Voraussetzungen, für einen Nordeuropäer, auch nicht die optimale Wahl zu sein, zumal auf langen Distanzen.
Allerdings bevorzugt der Schotte McNamee auch "oben ohne" und das 2017 und 2018 nicht ganz unerfolgreich |
Zitat:
|
Zitat:
|
Zitat:
Möglicherweise hat er noch die kurzen Distanzen als Renngefühl und ist dann zumeist doch sehr schnell auf den längeren Distanzen unterwegs. Ich meine in Samorin letztes Jahr ist er auf dem Rad allen davongefahren, um dann beim Laufen auszusteigen. Auch bei den 70.3-WM´s 2018 und 2019 musste er seinem enorm schnellen Anfangstempo beim Laufen Tribut zollen (auch wenn er dann sehr gut am Ende abgeschnitten hat. Aber vielleicht wäre da noch mehr drin gewesen). |
Zitat:
Im Fußball und in der Leichtathletik ist Nike sicher mit dicken Sponsorverträgen unterwegs, Triathlon ist aber nur eine unbedeutende Nischensportart für Nike. Die meisten Triathlonprofis, die aktuell in Nike-schuhe unterwegs sind, kaufen diese tatsächlich selbst oder besorgen sie sich bei befreundeten Schuhhändlern ohne offiziellen Ausrüstervertrag. Anne Haug hat (noch) keinen Nike-Vertrag und eine Ironman-Weltmeisterin, die sich ihre Schuhe selbst kauft, hat es vermutlich noch nie gegeben. Bei Lucy Charles bin ich mir nicht sicher, aber wenn es einen Vertrag geben sollte, dann ist er von der Prämiengestaltung so marginal, dass es der Nike-Swoosh nicht auf ihren Racesuit geschafft hat, ebenso wie bei Cameron Wurf. |
Zitat:
Zitat:
Zitat:
|
Zitat:
Interessanterweise war Brownlee sowohl beim Messpunkt KM 95 als auch beim Messpunkt KM 111 in der Frodeno-Gruppe. Zwischendurch war er im Live-Stream kurz vor Amberger zu sehen, der bei KM 95 schon 44 Sek Rückstand auf die Frodeno-Gruppe hatte. Zwei Schlussfolgerungen:
|
Zitat:
Was den Kraftaufwand bis Hawi anbelangt: bis 5 bar verändert sich der Rollwiderstand bei Druckverlúst bei Tubeless nur relativ wenig, wenn es aber nur drei oder vier bar gewesen sein sollte, dann bedeutet das schon erhöhten Kraftaufwand um das Tempo der Spitze mitzugehen. Da der Hinterrad-Schleicher auch schon Frodeno optisch aufgefallen war, dürften es schon ziemlich wenig bar gewesen sein. |
Zitat:
Nachdem der Gomez letztes Jahr so dermaßen geplatzt ist (der war ja auch schon am Rad breit), hätte man meinen können, dass wäre ne Warnung gewesen. |
Zitat:
Zitat:
Frodeno hatte im Grunde 3 sehr gute Jahre auf der KD und dann noch 2 in denen er jeweils beim Saisonhöhepunkt fit war (2007 als es noch Einzel-WM Rennen gab und 2012 als er mit Last Minute Qualifikation noch mal ein gutes Olympia abgeliefert hat; in beiden Rennen 6.). Brownlee und Gomez haben beide fast 20 WTS-Siege, jeder 4 ETU-Championship Titel auf der KD, mehrere Podien bzw. Siege bei MDs. Alistair hat bei Olympia 2008 bereits das Feld beim Laufen angeführt, mit 20 und in der WTS 2009 fünf Siege geholt. |
Zitat:
|
Zitat:
Zitat:
|
Habt Ihr einen Link zu Ambergers Bericht?
|
Wo ist der Rempler zu sehen? Bei Alistair und Frodo finde ich ihn nicht :confused:
|
Zitat:
|
Zitat:
Zitat:
|
Zitat:
https://www.bild.de/sport/mehr-sport...9878.bild.html |
Zitat:
|
Das er das potential hat auf hawaii besser zu sein, denk ich, dürften hier die meisten auch annehmen.
Ich glaube er hat das nicht richtig ernst genommen. Er wollte beim 70.3 auch gewinnen und war entsprechend vorbereitet. Die umstellung auf langdistanz war dann wohl zu kurz. Dazu noch seine unerfahrenheit und das wars dann. Frodo hat die 70.3 wm ausgelassen und war 100% vokussiert. Evtl. Auch weil es auch sein letztes rennen sein könnte, viele starts hat er nicht mehr auf topniveau. Wenn brownlee sich auf hawaii fokussiert wird es auch bessere ergebnisse geben. |
Zitat:
|
Zitat:
|
Zitat:
|
Zitat:
|
Als ich hörte, dass AB einen Radwechsel vorgenommen hatte, war ich auch sehr überrascht, da man im ARD-Stream davon nichts mitbekam. Jedoch wurde erwähnt, dass man bzw. die Pros eigene Laufräder für den Bike-Support abgeben konnte. Das könnte mit Sicherheit, sofern die Info stimmt, zu einem recht zügigen Wechsel beigetragen haben.
|
Find ich sau mies, dass der die Probleme mit dem Rad hatte. Hätte gerne gesehen was er wirklich leisten kann! Ist ja jetzt wieder nur reine Spekulation. Vielleicht hat es überhaupt keinen Unterschied gemacht, vielleicht ist er 40 Watt zu viel gefahren im Schnitt.
|
Zitat:
|
Zitat:
|
Für mich ist Brownlee nach wie vor einer der Kona mal gewinnen kann und auch auf das derzeitige Frodeno Level kommen könnte. Dafür bedarf es aber den vollen Fokus auf diesen einen Wettkampf.
|
Zitat:
|
Ich war doch ziemlich enttäuscht von Brownlee.
Auch wenn er nach dem Radwechsel das Loch wieder zugefahren ist kann ihn das doch nicht so viel Kraft gekostet haben das er beim Marathon so einbricht.:confused: |
Zitat:
Brownlee ist eben noch Anfänger auf der LD und auf Hawaii. Er muß erst noch üben ... Für mich eher unverständlich, wie ihn jemand mit eigener LD-Erfahrung überhaupt ganz vorne erwarten konnte ... In ein, zwei Jahren vielleicht ... |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 14:27 Uhr. |
Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.