triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   Politik, Religion & Gesellschaft (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=30)
-   -   Selbstmordattentat in Ansbach (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=39825)

tandem65 26.07.2016 11:39

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1241248)
Bevor man jetzt einen riesigen Überwachungsapparat aufbaut, sollte man sich vielleicht auch fragen, ob der z.B. an den Vorfällen der letzten Tage was geändert hätte.

Willst Du etwa andeuten, daß unsere Sicherheitsorgane die Sicherheit nicht durch Personal skalieren können?:dresche

keko# 26.07.2016 11:51

Zitat:

Zitat von schoppenhauer (Beitrag 1241199)
Ich meinte die Tage zu meiner Tochter, das unsere Generation in einer unglaublich friedlichen und fetten Phase von Europa gelebt hat. Sie nur: "Tja, leider weiß man das immer nur rückblickend."

Die 80er Jahre mitten im kalten Krieg waren auch nicht so ohne.
Ich erinnere mich noch an Schlagzeilen wie "Ist der 3. Weltkrieg noch vermeidbar?", nicht zuletzt wegen dem sowjetischen Einmarsch in Afghanistan. In der Schule war das Dauerthema, ich habe in Deutsch sogar ein Referat darüber gehalten. Dazu donnerten nachts US-Panzer durch die Straßen auf dem Weg zu ihren Übungsplätzen irgendwo im Wald. Es ist zwar hier nichts passiert, es waren aber höchst beunruhigende Zeiten. Teilweise bereitete man sich tatäschlich auf einen neuen Weltkrieg vor.
Entspannter waren die 90er bis 9/11.

Schwarzfahrer 26.07.2016 12:47

V
Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1241260)
Die 80er Jahre mitten im kalten Krieg waren auch nicht so ohne.
... Teilweise bereitete man sich tatäschlich auf einen neuen Weltkrieg vor.
Entspannter waren die 90er bis 9/11.

Interessante Wahrnehmung. Ich habe die Zeit auf der "anderen Seite" erlebt, bis 1980, dann hier. Ich hielt die Angst vorm 3. Weltkrieg damals für vollkommen irreal, in Kenntnis der Verhältnisse "dort drüben". Die Anzahl der harten Ideologen war vernachlässigbar, die Strukturen waren zu marode, um einen effektiven Krieg anzuzetteln - und das wußte dort jeder. Und die wirtschaftlichen Interessen aus (z.T. versteckter) Zusammenarbeit mit dem Westen haben die Pragmatiker gestärkt. Das alles galt für die Osteuropäischen kommunistischen Länder, wie auch für die Sovjetunion. Nordkorea, Albanien tickten damals schon anders, aber die allein zählten für mich nicht wirklich.

Aktuell bin ich deutlich pessimistischer, weil es die islamische Ideologie im Gegensatz zum Kommunismus, immer noch schaft, viele Menschen zu Gewalt zu inspiereren, dessen einziges Ziel das Zerstören des "Anderen" ist. Dagegen kommen keine Pragmatiker an. Vielleicht liegt mein Pessimismus auch daran, daß ich aus einem Land komme, das bereits einmal über 300 Jahre Dauerkrieg gegen islamische Eroberung führen mußte (und 150 Jahre unter islamischer Herrschaft erdulden mußte).

Gelbbremser 26.07.2016 13:19

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1241286)
V

Interessante Wahrnehmung. Ich habe die Zeit auf der "anderen Seite" erlebt, bis 1980, dann hier. Ich hielt die Angst vorm 3. Weltkrieg damals für vollkommen irreal, in Kenntnis der Verhältnisse "dort drüben". Die Anzahl der harten Ideologen war vernachlässigbar, die Strukturen waren zu marode, um einen effektiven Krieg anzuzetteln - und das wußte dort jeder. Und die wirtschaftlichen Interessen aus (z.T. versteckter) Zusammenarbeit mit dem Westen haben die Pragmatiker gestärkt. Das alles galt für die Osteuropäischen kommunistischen Länder, wie auch für die Sovjetunion. Nordkorea, Albanien tickten damals schon anders, aber die allein zählten für mich nicht wirklich.

Aktuell bin ich deutlich pessimistischer, weil es die islamische Ideologie im Gegensatz zum Kommunismus, immer noch schaft, viele Menschen zu Gewalt zu inspiereren, dessen einziges Ziel das Zerstören des "Anderen" ist. Dagegen kommen keine Pragmatiker an. Vielleicht liegt mein Pessimismus auch daran, daß ich aus einem Land komme, das bereits einmal über 300 Jahre Dauerkrieg gegen islamische Eroberung führen mußte (und 150 Jahre unter islamischer Herrschaft erdulden mußte).

Das widerum find ich ´ne interessante Reflektion. Aus meiner Sicht war´s anders.
Für mich war es in den 70/80ern eigentlich klar, dass es irgendwann knallt und alles rum ist. Ende 70iger war ich bei der Bundeswehr und hab diese gigantischen Herbstmanöver mitgemacht. Da war halb Süddeutschland davon betroffen...
Das Resultat, aus der Erfahrung raus, war für mich, dass ich in den Achtzigern nur soviel gearbeitet habe, um ein für mich interessantes Leben zu führen... studiert hab ich dann erst mit Anfang 30 gegen Ende der Achtziger.
Aktuell finde ich so durchgeknallten "Demokraten" wie Putin, Erdogan oder vielleicht noch Trump auch recht gefährlich.

Angst vor dem Islam hab ich nicht, dazu kenne ich zuviel Moslems, die zum Teil Kollegen auch gute Freunde sind. Ist auch ´n Syrer dabei, den kenn ich schon über 20 Jahre.

So bekloppt es klingt, ich halte die aktuell gehäuften Gewaltaten, Amokläufe, Anschläge für ein "Mode", auf die jeder Depp, der sich und andere umbringen will, aufspringt. Irgendwann in ein paar Jahren, oder wenn wir Pech haben, in ein paar Jahrzehnten hörts wieder auf. Gabs schon mal im zu Ende/Anfang 19./20. Jahrhundert. Da auch gab`s ständig Attentate/Bombenanschläge von sogenannten Anarchisten. Das bekannteste war das zu Beginn des 1. Weltkriegs.

drullse 26.07.2016 13:25

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1241286)
Interessante Wahrnehmung. Ich habe die Zeit auf der "anderen Seite" erlebt, bis 1980, dann hier. Ich hielt die Angst vorm 3. Weltkrieg damals für vollkommen irreal, in Kenntnis der Verhältnisse "dort drüben". Die Anzahl der harten Ideologen war vernachlässigbar, die Strukturen waren zu marode, um einen effektiven Krieg anzuzetteln - und das wußte dort jeder. Und die wirtschaftlichen Interessen aus (z.T. versteckter) Zusammenarbeit mit dem Westen haben die Pragmatiker gestärkt. Das alles galt für die Osteuropäischen kommunistischen Länder, wie auch für die Sovjetunion. Nordkorea, Albanien tickten damals schon anders, aber die allein zählten für mich nicht wirklich.

Als Westberliner war mir (und sehr vielen, mit denen ich später darüber gesprochen habe) gar nicht klar, WIE knapp die Geschichte zeitweise war. Es gibt eine sehr ausführliche Doku dazu, nach der ich irgendwie ganz froh war, dass nicht sämtliche politischen Verwicklungen in der Presse breitgetreten wurden.

Heute erscheint es mir eher wie das Gegenteil - Weltuntergangsstimmung auch wenn es längst nicht so kritisch ist. Aber wer weiß, vielleicht unterschätze ich die Gefahr auch einfach.

schoppenhauer 26.07.2016 13:56

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1241260)
Die 80er Jahre mitten im kalten Krieg waren auch nicht so ohne.

Grund sich Sorgen zu machen gab es genug. NATO-Doppelbeschluss fällt mir da beispielsweise ein. Wie gesagt - im Nachhinein: Friedlich, fett und privelegiert gelebt, wie wir es unseren Kindern nur Wünschen können. Und meine Eltern hatten es mit Sicherheit schwerer.

keko# 26.07.2016 14:22

Zitat:

Zitat von Gelbbremser (Beitrag 1241298)
Aktuell finde ich so durchgeknallten "Demokraten" wie Putin, Erdogan oder vielleicht noch Trump auch recht gefährlich.

Nicht zu vergessen Le Pen im Westen und die üblichen Verdächtigen direkt östlich von uns.
Das könnte ein echtes Ding werden, wenn sie gleichzeitig die Macht haben. Dagegen sind ein paar durchgeknallte Islamisten harmlos.

flaix 26.07.2016 14:28

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1241327)
Nicht zu vergessen Le Pen im Westen und die üblichen Verdächtigen direkt östlich von uns.
Das könnte ein echtes Ding werden, wenn sie gleichzeitig die Macht haben. Dagegen sind ein paar durchgeknallte Islamisten harmlos.

Die östlichen Nachbarn mögen bissl arg rechtslastig sein, aber die als schlimmer als die Islamisten zu bezeichnen.....dein Most stand wohl zu lange in der Sonne :Lachanfall:

keko# 26.07.2016 14:33

Zitat:

Zitat von flaix (Beitrag 1241329)
Die östlichen Nachbarn mögen bissl arg rechtslastig sein, aber die als schlimmer als die Islamisten zu bezeichnen.....dein Most stand wohl zu lange in der Sonne :Lachanfall:

:Lachen2:

Schon klar! Ich meinte einfach, dass ich Nationalisten langfristig für die größere Gefahr für den Weltfrieden halte.
P.S. Das war ein franz. Weisswein :dresche

Duafüxin 26.07.2016 14:51

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 1241301)
Als Westberliner war mir (und sehr vielen, mit denen ich später darüber gesprochen habe) gar nicht klar, WIE knapp die Geschichte zeitweise war. Es gibt eine sehr ausführliche Doku dazu, nach der ich irgendwie ganz froh war, dass nicht sämtliche politischen Verwicklungen in der Presse breitgetreten wurden.

Heute erscheint es mir eher wie das Gegenteil - Weltuntergangsstimmung auch wenn es längst nicht so kritisch ist. Aber wer weiß, vielleicht unterschätze ich die Gefahr auch einfach.

Das stimmt wohl.
Wenn ich ab und zu Zeitungen aus den 70ern aufschlage und die Überschriften lese, könnten die tw auch von heute stammen.

FlyLive 26.07.2016 15:20

Der weltweite Handel, die viel besseren Verkehrswege und vor allem das weltweite Internet schmelzen den Planeten doch zu einem Dörfchen zusammen, so dass man die heutige Zeit nicht mehr mit den 60-70-80er Jahren vergleichen kann.

Kriminelle Energien haben meines Erachtens einen viel größeren Einzugskreis und somit viel mehr Wirkung. Die besten Beispiele sind doch im IS zu finden, wo sich "Gotteskrieger" aus aller Herren Länder innerhalb kürzester Zeit im nahen Osten versammeln und ausbilden lassen.
Auch National erkennt man das alle Bündnisse sich viel schneller vereinigen. Beispiel hier ist Pegida, die AfD und der Veganismuss :Lachen2: .

Der Afrikaner hat es inzwischen viel einfacher, sich die Ernten seines Landes in den USA und Europa wieder zurück zu holen - legal oder illegal.

Ich sehe die sorgenfreien Jahre vorüber ziehen.

Sorry für das Off topic

Pfeffer und Salz 26.07.2016 16:20

taz Artikel 'mit Anschlägen umgehen lernen'

TRIPI 26.07.2016 16:50

Nur mal so:

http://www.datagraver.com/case/peopl...rope-1970-2015

glaurung 26.07.2016 17:45

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 1241301)
Als Westberliner war mir (und sehr vielen, mit denen ich später darüber gesprochen habe) gar nicht klar, WIE knapp die Geschichte zeitweise war. Es gibt eine sehr ausführliche Doku dazu, nach der ich irgendwie ganz froh war, dass nicht sämtliche politischen Verwicklungen in der Presse breitgetreten wurden.

Heute erscheint es mir eher wie das Gegenteil - Weltuntergangsstimmung auch wenn es längst nicht so kritisch ist. Aber wer weiß, vielleicht unterschätze ich die Gefahr auch einfach.

Nein, ich denke, das siehst du schon richtig. Die Tatsache, dass wir die ganzen Attentate jetzt viel stärker wahrnehmen als damals liegt wahrscheinlich einfach daran, dass in den sozialen Medien alles viel stärker breitgetreten wird. Schau allein hier rein. Es passiert ein Attentat und 5min nachdem es in den Medien bekannt wurde, gibt es hier (in einem Triathlon-Forum !!) den passenden Thread dazu.

Attentate gab's früher auch zuhauf. Damals gab's halt "nur" den Fernseher.
Ich glaube, wir haben mittlerweile ein etwas verzerrtes Bild des Ganzen.
Ich selbst hab langsam auch gar keine Lust mehr, hier oder bei Facebook oder sonstwo reinzuschauen. Es geht "nur noch" um Attentate und Terror.

schnodo 26.07.2016 17:58

Henryk M. Broder: Das sind die Kollateralschäden der Integration

"Keine Panik, wird uns jetzt zugerufen. Die Chance, bei einem Verkehrsunfall umzukommen, sei viel höher. Hat man das auch den Opfern des NSU-Terrors gesagt? Oder denen der Duisburger Loveparade?"

Ich finde, er hat insgesamt Recht.

zappa 26.07.2016 18:05

[quote=TRIPI;1241385]Nur mal so:

[url]

Das wollte ich auch schon posten ... Danke!

Ebenso wie bei anderen Gewaltverbrechen ist die Faktenlage oft anders, als die subjektive Wahrnehmung darauf. Das kommt durch die deutliche intensivere und, v.a. in den sozialen Medien, sich selbst verstärkende Berichterstattung / Kommentierung dazu.

Das relativiert die Gesamtsituation, nicht jedoch die Schrecklichkeit jedes einzelnen Ereignisses.

Pfeffer und Salz 26.07.2016 19:10

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1241395)
Henryk M. Broder: Das sind die Kollateralschäden der Integration

"Keine Panik, wird uns jetzt zugerufen. Die Chance, bei einem Verkehrsunfall umzukommen, sei viel höher. Hat man das auch den Opfern des NSU-Terrors gesagt? Oder denen der Duisburger Loveparade?"

Ich finde, er hat insgesamt Recht.

Das finde ich insgesamt überhaupt nicht.

Ich war Ersthelfer bei Verkehrsunfällen mit verzweifelt Sterbenden, ich kenne, nein kannte, langsam dahinsiechende Krebstote. Und ich kenne Einzige Überlebende komplett ausgelöschter Familien. Und, fast vergessen, dem Tod entronnene Menschen, Familien, Kinder aus Syrien.

Ziemlich abgehoben und daneben.


Onkel Edi T. meint dazu: Die Sara ist nun definitiv untendurch.

sybenwurz 26.07.2016 19:13

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1241248)
Bevor man jetzt einen riesigen Überwachungsapparat aufbaut, sollte man sich vielleicht auch fragen, ob der z.B. an den Vorfällen der letzten Tage was geändert hätte.

Aller Wahrscheinlichkeit nach hätte das nix geändert, aber man kann die Ereignisse natürlich dennoch hervorragend nutzen, unter dem Deckmäntelchen eines angeblichen Sicherheitsgewinns die Freiheit wieder etwas mehr einzuschränken.

Das Stimmvieh lässt sich davon ja gerne einlullen und nicht zustimmend.
Ich werfe jetzt aber in diesem Zusammenhang und mit dem Beispiel des aktuellen Umbruchs in der Türkei gleich das Thema Internetsicherheit und -privatsphäre in den Raum.
Natürlich denken wir uns hier (noch), solche Vorgänge könne es bei uns nicht geben, aber da wär ich mir, wenn man mal ein paar Jahre oder Jahrzehnte voraussdenkt, nicht so sicher.
Irgendwoher müssen ja die Kandidaten auf Erdogans Abschussliste gekommen sein und ich würde absolut nix drauf wetten, dass sich nicht auch in Deutschland die Geschichte wiederholen könnte, wie wir dies gerade in der Türkei miterleben (und die komplette Welt tatenlos zuschaut, obwohl sich fast 1:1 die Machtergreifung Hitlers neu abspielt).
Hoffentlich gibts nicht irgendwann ein böses Erwachen (im wahrsten Sinne des Wortes) wenn sich herausstellt, dass ich die falschen Leute auf der Freundesliste bei Facebook oder die falschen Kontakte bei WhatsApp hab...:(

kullerich 26.07.2016 19:18

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1241351)
Der weltweite Handel, die viel besseren Verkehrswege und vor allem das weltweite Internet schmelzen den Planeten doch zu einem Dörfchen zusammen, so dass man die heutige Zeit nicht mehr mit den 60-70-80er Jahren vergleichen kann.

Kriminelle Energien haben meines Erachtens einen viel größeren Einzugskreis und somit viel mehr Wirkung. Die besten Beispiele sind doch im IS zu finden, wo sich "Gotteskrieger" aus aller Herren Länder innerhalb kürzester Zeit im nahen Osten versammeln und ausbilden lassen.
Auch National erkennt man das alle Bündnisse sich viel schneller vereinigen. Beispiel hier ist Pegida, die AfD und der Veganismuss :Lachen2: .

Nur mal zu deiner von mir fett markierten Aussage - das ist vollkommen analog zur Baader-Meinhof-Bande Anfang der 70er (ich möchte nicht wissen, ob es nicht sogar die gleichen Lager sind...) -> nix Neues unter der Sonne, mehr Aufregung vielleicht.

schnodo 26.07.2016 19:29

Zitat:

Zitat von Pfeffer und Salz (Beitrag 1241409)
Ich war Ersthelfer bei Verkehrsunfällen mit verzweifelt Sterbenden, ich kenne, nein kannte, langsam dahinsiechende Krebstote. Und ich kenne Einzige Überlebende komplett ausgelöschter Familien. Und, fast vergessen, dem Tod entronnene Menschen, Familien, Kinder aus Syrien.

Gerade dann müsstest Du doch den Hinweis auf die statistische Komponente, mit der man nun hausieren geht, zynisch finden. Wem ist denn damit geholfen, dass man den Leuten sagt, sie sollen sich nicht so anstellen, weil es wahrscheinlicher ist, dass sie im Straßenverkehr sterben?

Pfeffer und Salz 26.07.2016 19:36

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1241412)
Gerade dann müsstest Du doch den Hinweis auf die statistische Komponente, mit der man nun hausieren geht, zynisch finden. Wem ist denn damit geholfen, dass man den Leuten sagt, sie sollen sich nicht so anstellen, weil es wahrscheinlicher ist, dass sie im Straßenverkehr sterben?

Ich weiß nicht was daran zynisch sein soll. Es ist wahrscheinlicher im Straßenverkehr zu sterben. Alles andere ist zynisch. Billig Hausieren wie der Broker und die Wagenknecht ebenfalls.

Mit jeder rasanten Radabfahrt riskiert hier jeder Triathlet weit mehr, als durch die aktuelle Terrorlage, wegen der hier sich mancher vor Schreck gleich an's Bein pinkelt.

schnodo 26.07.2016 19:44

Zitat:

Zitat von Pfeffer und Salz (Beitrag 1241413)
Mit jeder rasanten Radabfahrt riskiert hier jeder Triathlet weit mehr, als durch die aktuelle Terrorlage, wegen der hier sich mancher vor Schreck gleich an's Bein pinkelt.

Sollen wir jetzt also noch Beifall klatschen wenn die Vögel sich in die Luft sprengen weil sie uns den qualvollen Tod bei der Abfahrt erspart haben?

Schwarzfahrer 26.07.2016 19:52

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1241385)

[quote=zappa;1241396]
Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1241385)
...
Ebenso wie bei anderen Gewaltverbrechen ist die Faktenlage oft anders, als die subjektive Wahrnehmung darauf. Das kommt durch die deutliche intensivere und, v.a. in den sozialen Medien, sich selbst verstärkende Berichterstattung / Kommentierung dazu.

Das relativiert die Gesamtsituation, nicht jedoch die Schrecklichkeit jedes einzelnen Ereignisses.

Ich glaube, aus jeder Statistik kann man die sener eigenen Sicht passenden Schlüsse ziehen :)

Mir zeigen die Grafiken erschreckend deutlich, daß nach erfolgreichen Überwindung der ETA/IRA Terrors in Europa (RAF waren im Vergleich Waisenkinder) der Islam das "Terrorgeschäft" dominant übernommen hat, und dies mit steigender Tendenz. Ich sehe allerdings keine vergleichbar anwendbaren Ansätze zur Entschärfung, wie z.B. bei der IRA, was nicht gerade eine entspannte Grundsituation für mich darstellt.

Schwarzfahrer 26.07.2016 20:07

Zitat:

Zitat von Pfeffer und Salz (Beitrag 1241413)
Ich weiß nicht was daran zynisch sein soll. Es ist wahrscheinlicher im Straßenverkehr zu sterben. Alles andere ist zynisch. Billig Hausieren wie der Broker und die Wagenknecht ebenfalls.

Mit jeder rasanten Radabfahrt riskiert hier jeder Triathlet weit mehr, als durch die aktuelle Terrorlage, wegen der hier sich mancher vor Schreck gleich an's Bein pinkelt.

Statistisch ist es richtig - aber würdest Du dies auch selbst einem Angehörigen eines Love-parade-Toten ins Gesicht sagen?

Und merkst Du keinen Unterschied, ob man an einem Unfall oder Krankheit stirbt, also durch zufällige Unglücke, oder durch einen Fanatiker, der es gezielt auf die Vernichtung unserer Lebensweise und aller Menschen, die anders sind, abgesehen hat?

Für mich ist diese Haltung eine offenbar effektive Methode, sich selbst zu täuschen; soll beim Vogel Strauß auch gut funktkonieren - fragt sich nur, wie lange?

Übrigens, ich fand bisher die Wagenknecht voll daneben, in einer Traumwelt linker Phantasien - ihre Äußerung zu Ansbach mag zwar nicht in die Linke Parade passen, zeugt aber davon, daß sie doch ihre grauen Zellen benutzt. Vielleicht ist etwas dran, daß sie recht intelligent sein soll. Broder gehört schon länger zu den Menschen, die ich achte, da er zwar provokativ, aber sehr pointiert auf das Wesentliche hinweisen kann.

So unterschiedlich können die Sichten auf die Welt sein. :Blumen:

aequitas 26.07.2016 20:33

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1241424)
Statistisch ist es richtig - aber würdest Du dies auch selbst einem Angehörigen eines Love-parade-Toten ins Gesicht sagen?

Und merkst Du keinen Unterschied, ob man an einem Unfall oder Krankheit stirbt, also durch zufällige Unglücke, oder durch einen Fanatiker, der es gezielt auf die Vernichtung unserer Lebensweise und aller Menschen, die anders sind, abgesehen hat?

Für mich ist diese Haltung eine offenbar effektive Methode, sich selbst zu täuschen; soll beim Vogel Strauß auch gut funktkonieren - fragt sich nur, wie lange?

Übrigens, ich fand bisher die Wagenknecht voll daneben, in einer Traumwelt linker Phantasien - ihre Äußerung zu Ansbach mag zwar nicht in die Linke Parade passen, zeugt aber davon, daß sie doch ihre grauen Zellen benutzt. Vielleicht ist etwas dran, daß sie recht intelligent sein soll. Broder gehört schon länger zu den Menschen, die ich achte, da er zwar provokativ, aber sehr pointiert auf das Wesentliche hinweisen kann.

So unterschiedlich können die Sichten auf die Welt sein. :Blumen:

Es geht doch nicht darum, solche Aussagen Opfern und Trauernenden ins Gesicht zu sagen, sondern darum, die allgemeine (!) Gefahr einzuschätzen.

Natürlich ist es äußerst unwahrscheinlich, dass mich ein Neonazi oder Islamist umbringt, nichts destotrotz engagiere ich mich dagegen/für Menschenrechte.

Nun wird allerdings wieder ein Generalverdacht gegenüber Flüchtlinge salonfähig gemacht, statt sich (in Deutschland) um Demokratisierung von Jugendlichen (Ethik und "Demokratie" kommt im Schulunterricht viel zu kurz hinter Relgion und Mahematik) und die Prävention solcher Taten zu kümmern. Natürlich lösen wir das Problem auf diese Weise nicht global, jetzt allerdings zu sagen, dass die Integration/die Ausländer/die Flüchtlinge daran Schuld tragen greift zu kurz.

Btw. mir ist schon klar, dass man einen gefestigten Islamist nicht einfach so überzeugen kann, hier muss auch der Staat handeln, nur noch mehr Überwachung bringt uns damit auch nicht weiter.

Tante Edit sagt noch, dass ein Tempolimit von 120 auf unseren Autobahnen auch die Zahl/das Risiko von Verkehrstoten erheblich senken würde.

schnodo 26.07.2016 20:44

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1241429)
Tante Edit sagt noch, dass ein Tempolimit von 120 auf unseren Autobahnen auch die Zahl/das Risiko von Verkehrstoten erheblich senken würde.

Ein komplettes Verbot von Automobilen würde das Risiko sogar vollständig eliminieren...

Einerseits wirbst Du für weniger Überwachung (Bravo!), andererseits denkst Du den totalitären Staat fast zu Ende. Ja, was denn nun?

aequitas 26.07.2016 20:47

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1241434)
Einerseits wirbst Du für weniger Überwachung (Bravo!), andererseits denkst Du den totalitären Staat fast zu Ende. Ja, was denn nun?

Den totalitären Staat? Man möge sich erklären

Pfeffer und Salz 26.07.2016 20:51

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1241415)
Sollen wir jetzt also noch Beifall klatschen wenn die Vögel sich in die Luft sprengen weil sie uns den qualvollen Tod bei der Abfahrt erspart haben?

Wie kommst Du denn auf diese vollkommen abstruse Schlußfolgerung??
Ich hab' doch ausdrücklich gesagt, Du sollst Dir nicht vor Schreck an's Bein pinkeln.

Pfeffer und Salz 26.07.2016 21:05

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1241424)
Statistisch ist es richtig - aber würdest Du dies auch selbst einem Angehörigen eines Love-parade-Toten ins Gesicht sagen?

Auch zu Dir: Wie kommst Du auf diese bescheuerte Idee und sogar Unterstellung??

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1241424)
Und merkst Du keinen Unterschied, ob man an einem Unfall oder Krankheit stirbt, also durch zufällige Unglücke, oder durch einen Fanatiker, der es gezielt auf die Vernichtung unserer Lebensweise und aller Menschen, die anders sind, abgesehen hat?

Für die Opfer und Angehörigen wenig. Tot ist tot für Angehörige, Leid ist Leid. In jedem Einzelfall.
Für die Täter gilt natürlich richtig zu handeln.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1241424)
Für mich ist diese Haltung eine offenbar effektive Methode, sich selbst zu täuschen; soll beim Vogel Strauß auch gut funktkonieren - fragt sich nur, wie lange?

Vogel Strauß und die effektive Methode, sich selbst zu täuschen, ist doch offensichtlich wegen der Terrorgefahr panisch zu werden. Ich kann Dir da nicht wirklich folgen.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1241424)
Übrigens, ich fand bisher die Wagenknecht voll daneben, in einer Traumwelt linker Phantasien - ihre Äußerung zu Ansbach mag zwar nicht in die Linke Parade passen, zeugt aber davon, daß sie doch ihre grauen Zellen benutzt. Vielleicht ist etwas dran, daß sie recht intelligent sein soll. Broder gehört schon länger zu den Menschen, die ich achte, da er zwar provokativ, aber sehr pointiert auf das Wesentliche hinweisen kann.

Nunja, da haben wir halt grundsätzlich verschiedene politische Positionen das ist im Rahmen und OK und das drückt sich hier halt aus. Nichtsdestotrotz Wagenknecht und Broder spielen mMn da ein ganz gefährliches Spiel mit dem scharfen Messer. Aber lassen wir das :Blumen:

schnodo 26.07.2016 21:08

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1241436)
Den totalitären Staat? Man möge sich erklären

Ich habe Deine Gedanken nur zu Ende gebracht. Wenn es für jeden Schritt, den wir tun, irgendeine Regel gibt, die immer weiter verengt wird, dann sind wir genau da.

Zitat:

Zitat von Pfeffer und Salz (Beitrag 1241437)
Wie kommst Du denn auf diese vollkommen abstruse Schlußfolgerung??
Ich hab' doch gesagt, Du sollst Dir nicht vor Schreck an's Bein pinkeln.

Ich bin eher nicht schreckhaft und ein großer Verfechter der Ansicht, dass wir unser tägliches Leben möglichst nicht ändern sollen. Trotzdem ist es in meinen Augen absurd, so zu tun als seien Unfälle und Morde gleich zu behandeln. Es hat schon seinen Grund, dass jemand, der fahrlässig jemanden zu Tode bringt, nicht genauso lange im Gefängnis sitzt wie jemand, der es mit Absicht getan hat.

Ans Bein pinkeln sich doch ernsthaft nur diejenigen, die Angst haben, dass ein Generalverdacht gegen die "Religion des Friedens" entstehen könnte.

Pfeffer und Salz 26.07.2016 21:10

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1241434)
Ein komplettes Verbot von Automobilen würde das Risiko sogar vollständig eliminieren...

Einerseits wirbst Du für weniger Überwachung (Bravo!), andererseits denkst Du den totalitären Staat fast zu Ende. Ja, was denn nun?

aeq hat weder von einem kompletten Verbot gesprochen noch für mehr Überwachung.
Alleine die Festsetzung und die Tempoüberwachung im bisherigen Maßstab würde die Zahl der Toten erheblich senken. Alles andere ist jetzt Deine Paranoia.

schnodo 26.07.2016 21:18

Zitat:

Zitat von Pfeffer und Salz (Beitrag 1241447)
Alleine die Festsetzung und die Tempoüberwachung im bisherigen Maßstab würde die Zahl der Toten erheblich senken. Alles andere ist jetzt Deine Paranoia.

So ganz kann ich Deiner Argumentation nicht folgen. Du propagierst, dass man sich nicht - ích paraphrasiere - wegen jedes Lebenrisikos "ans Bein pinkeln soll", im gleichen Atemzug findest Du aber Argumente dafür, bestehende Regeln zu ändern, um eine Reduktion dieses Risikos zu bewirken. Sonderlich leicht scheint es Dir nicht zu fallen, Dich für eine Position zu entscheiden.

Schwarzfahrer 26.07.2016 21:28

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1241429)
Es geht doch nicht darum, solche Aussagen Opfern und Trauernenden ins Gesicht zu sagen, sondern darum, die allgemeine (!) Gefahr einzuschätzen.

Doch, wenn ein führender Politiker öffentlich sowas losläßt, ist es ein Schlag ins Gesicht der Angehörigen.

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1241429)
Natürlich ist es äußerst unwahrscheinlich, dass mich ein Neonazi oder Islamist umbringt, nichts destotrotz engagiere ich mich dagegen/für Menschenrechte.

Dein Engagement kann ein Grund sein, daß Dich Neonazis angreifen. Islamisten greifen Dich an, einfach weil Du anders bist, als sie. Letzteres Risiko ist aktuell deutlich höher.

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1241429)
Nun wird allerdings wieder ein Generalverdacht gegenüber Flüchtlinge salonfähig gemacht, statt sich (in Deutschland) um Demokratisierung von Jugendlichen (Ethik und "Demokratie" kommt im Schulunterricht viel zu kurz hinter Religion und Mathematik) und die Prävention solcher Taten zu kümmern.

Im letzteren hast Du Recht, aber der Generalverdacht gegen Flüchtlinge ist extrem kurzsichtig; es geht insgesamt um alle Moslems, von denen ein großer Teil seit mehreren Generationen in Europa als wachsende Parallelgesellschaft lebt (s. Frankreich, Belgien - das waren keine Flüchtlinge). Es geht um den Islam, und dessen ideologisches Gewaltpotential, nicht um Flüchtlinge (wobei eh nur ein relativ kleiner Teil der Zuwanderer tatsächlich Flüchtlinge sind, dafür ein sehr großer Teil Muslime).

Zitat:

Tante Edit sagt noch, dass ein Tempolimit von 120 auf unseren Autobahnen auch die Zahl/das Risiko von Verkehrstoten erheblich senken würde.
Tante Edit sollte mal die Statistiken genauer studieren: auf den Autobahnen ist m.W. der Anteil der tödlichen Unfälle relativ gering, auf Bundesstraßen passiert viel mehr. Tempolimit ist eins der typischen Politiker-Aktionismen (besonders beliebt bei den Grünen): viel TamTam, wenig Effekt. Schwere Unfälle werden besser durch eng kontrollierte, durchgesetzte Tempolimits an expliziten Gefahrenstellen vermieden, nicht durch pauschale Maßnahmen.

TRIPI 26.07.2016 21:29

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1241412)
Gerade dann müsstest Du doch den Hinweis auf die statistische Komponente, mit der man nun hausieren geht, zynisch finden. Wem ist denn damit geholfen, dass man den Leuten sagt, sie sollen sich nicht so anstellen, weil es wahrscheinlicher ist, dass sie im Straßenverkehr sterben?

Also ich antworte nun mal, da ich nicht sicher bin, ob die Unterschiede wirklich für manche nicht so offensichtlich sind.

Niemand relativiert die Anschläge mit Statistiken, sondern es wird versucht den Medienhype in das richtige Licht zu rücken, also deren Konsequenzen.
Selbstverständlich sagt niemand einem Angehörigen der Opfer: Tja, Pech, aber es sterben jährlich mehr auf der Autobahn.
Es geht folglich um eine verzerrte Darstellung des Risikos, was, um deine Worte aufzugreifen, zynisch ist und ebenfalls Hausieren, da es von unterschiedlichsten Stellen schamlos ausgenutzt wird. Medien kämpfen um Quoten, Politiker um Stimmen, gewisse Lobbies dahinter um Umsatz.

Wer in sein Auto steigt und schnell fährt kann das Risiko einschätzen, oder glaubt dies zumindest. Und vor allem: Es war die eigene Entscheidung.
Dieses "neue" Risiko kann nun niemand quantitativ einschätzen, man fühlt sich machtlos, es könnte überall passieren. Und genau hier würde ich mir mehr Verantwortungsgefühl von den Medien wünschen, wenigstens von denen für die man GEZ zahlen darf. Es ist wie so oft die Angst vor dem Unbekannten, und wie das endet hat Meister Yoda vor ein paar Seiten erklärt.

Triasven 26.07.2016 21:42

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1241455)
Es ist wie so oft die Angst vor dem Unbekannten, und wie das endet hat Meister Yoda vor ein paar Seiten erklärt.

Nunja, zumindest in meinem Bekanntenkreis ist es gerade nicht die Angst vor dem Unbekannten, sondern genau das Gegenteil, die Furcht davor, dass viele Sorgen, die seit Sept. 2015 geäussert wurden, teilweise genauso eingetreten sind. Also genaugenommen die Furcht vor der (bekannten) Zukunft. Vieviel von der Entwicklung von Köln bis München medial übertrieben wurde steht m.E. im gleichen Maße dem entgegen wie (hier) und anderswo beschwichtigt wird.

Im Grunde genommen spielts gar keine Rolle, was alles passiert, Argumente zum relativieren sind (fast schneller) hervorgebracht, als diejenigen Argumente, die der Übertreibung dienen.

Es wird interessant zu sehen sein, wessen persönliche Grenze immer weiter verschoben werden muss, bis sie schlussendlich überschritten wird.

Schwarzfahrer 26.07.2016 21:46

Zitat:

Zitat von Pfeffer und Salz (Beitrag 1241437)
Ich hab' doch ausdrücklich gesagt, Du sollst Dir nicht vor Schreck an's Bein pinkeln.

Ich halte mich eher an ein ungarisches Sprichwort: lieber Angst haben, als erschrecken müssen.
Sprich: vernünftige Angst und daraus abgeleitete Maßnahmen hilft es zu vermeiden daß man von höchst Unangenehmem (mit dem Kopf im Sand) kalt erwischt wird.

Zitat:

Zitat von Pfeffer und Salz (Beitrag 1241442)
Tot ist tot für Angehörige, Leid ist Leid. In jedem Einzelfall.

Gott sei Dank fehlt mir die persönliche Erfahrung zum Vergleich. Aber ein Parallelbeispiel aus einer harmloseren Sphäre: Meine Schwester hat durch einen Garagenbrand (Installationsfehler) einiges an Hab und Gut verloren. Schlimm, macht auch Angst, wenn man sich vorstellt, daß auch das Haus hätte brennen können.
Bei meinen Eltern wurde eingebrochen: wildfremde Menschen haben im Haus alles durchwühlt, besonders im Schlafzimmer. Zwar war der Materielle Verlust eher geringer, als bei meiner Schwester, das Trauma war eindeutig deutlich schlimmer: die Vorstellung, jemand mit Bereitschaft für Gewalt stand mal nachts im Schlafzimmer , ist vielfach belastender, als die Angst vor einem Unfall. Das in einen Topf zu werfen ignoriert die menschliche Psyche. Leid ist nicht gleich Leid, der Auslöser macht einen wesentlichen Unterschied.

Zitat:

Vogel Strauß und die effektive Methode, sich selbst zu täuschen, ist doch offensichtlich wegen der Terrorgefahr panisch zu werden. Ich kann Dir da nicht wirklich folgen.
Ich Dir offenbar auch nicht :confused: Ich meinte, die Gründe und Hintergründe zu ignorieren heißt, die Gefahr und mögliche Abwehr zu ignorieren. Zum Unterschied Angst und Panik siehe oben.

Zitat:

Nichtsdestotrotz Wagenknecht und Broder spielen mMn da ein ganz gefährliches Spiel mit dem scharfen Messer.
Das merkelsche Sozialexperiment der grenzenlosen Zuwanderung ist das wahrlich gefährliche Spiel mit dem scharfen Messer. Die Wirkung der beiden überschätzt Du m. M. n. sehr: Broder kennt und liest eh nur ein kleiner elitärer Kreis, und Wagenknecht nimmt wohl höchstens die hardcore-Linke ernst, und jetzt offenbar auch nicht mehr.

TRIPI 26.07.2016 21:47

Zitat:

Zitat von Triasven (Beitrag 1241457)
Nunja, zumindest in meinem Bekanntenkreis ist es gerade nicht die Angst vor dem Unbekannten, sondern genau das Gegenteil, die Furcht davor, dass viele Sorgen, die seit Sept. 2015 geäussert wurden, teilweise genauso eingetreten sind.

Darf ich fragen ob sie in deinem Bekanntenkreis eingetreten sind? Also ist jemand persönlich betroffen?

aequitas 26.07.2016 22:04

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1241444)
Ich habe Deine Gedanken nur zu Ende gebracht. Wenn es für jeden Schritt, den wir tun, irgendeine Regel gibt, die immer weiter verengt wird, dann sind wir genau da.

Du hast meinen Gedanken nicht zu Ende gebracht, sondern mir hochgradigen Bullshit (sorry) unterstellt.

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1241450)
So ganz kann ich Deiner Argumentation nicht folgen. Du propagierst, dass man sich nicht - ích paraphrasiere - wegen jedes Lebenrisikos "ans Bein pinkeln soll", im gleichen Atemzug findest Du aber Argumente dafür, bestehende Regeln zu ändern, um eine Reduktion dieses Risikos zu bewirken. Sonderlich leicht scheint es Dir nicht zu fallen, Dich für eine Position zu entscheiden.

Ich würde dich darum bitten deinen Diskussionsstil anzupassen und nicht mit solch hanebüchenen Totschlagargumenten daher zu kommen.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1241454)
Im letzteren hast Du Recht, aber der Generalverdacht gegen Flüchtlinge ist extrem kurzsichtig; es geht insgesamt um alle Moslems, von denen ein großer Teil seit mehreren Generationen in Europa als wachsende Parallelgesellschaft lebt (s. Frankreich, Belgien - das waren keine Flüchtlinge). Es geht um den Islam, und dessen ideologisches Gewaltpotential, nicht um Flüchtlinge (wobei eh nur ein relativ kleiner Teil der Zuwanderer tatsächlich Flüchtlinge sind, dafür ein sehr großer Teil Muslime).

Ich bin der letzte der sagt, man solle den Islam nicht kritisieren. Das passiert derzeit mit Sicherheit zu wenig und falls jemand meint den Islam zu "kritiseren", dann auf einem dummen und plumpen Niveau. Diese Diskussion sollte auf einem wissenschaftlichen Niveau geführt werden und nicht mit Stammtischparolen.

Die Probleme in Frankreich und Belgien sind nur nicht in erster Linie in der Religion zu suchen, sondern eher bei anderen demographischen Daten. Gerade in Frankreich hat der Staat in seiner Stadtpolitik vollkommen versagt.

Triasven 26.07.2016 22:10

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1241460)
Darf ich fragen ob sie in deinem Bekanntenkreis eingetreten sind? Also ist jemand persönlich betroffen?


Ich verstehe (ganz ehrlich) den Sinn bzw Zusammenhang dieser Frage zu meinem Post nicht.

tandem65 26.07.2016 22:18

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1241459)
Ich halte mich eher an ein ungarisches Sprichwort: lieber Angst haben, als erschrecken müssen.
Sprich: vernünftige Angst und daraus abgeleitete Maßnahmen hilft es zu vermeiden daß man von höchst Unangenehmem (mit dem Kopf im Sand) kalt erwischt wird.

Wie Süss, also Frau tandem65 hat Angst genug für sich & mich zusammen. Blöd ist nur daß sie ständig erschrickt und ich eher nicht. :Lachen2:


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 12:23 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.