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be fast 23.07.2015 19:14

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1150369)
Wenn jemand schonmal den Führerschein abgeben musste wegen einer Trunkenheitsfahrt und dann erneut mit Alkohol am Steuer erwischt wird (und dabei auch noch einen schweren Unfall verursacht hat, bei dem es alleine aufgrund der gefahrenen Geschwindigkeiten reiner Zufall war, dass es keine schwerverletzten gab) , dann hat er nunmal ein schwerwiegendes Alkoholproblem.


1,3 Promille entspricht beim Körpergewicht von Ullrich mindestens einer Flasche Wein oder analog vier halben Bier. Das ist (unabhängig von dem noch viel bedenklicheren Valium) eine ganze Menge.

Eine Flasche Wein bzw. 1,3 Promille in Verbindung mit „schwerwiegendem Alkoholproblem“ zu nennen ist für mich weit von der Realität entfernt. Dann haben ca. 15.000 bis 30.000 Zuschauer bei einem Bundesligaspiel oder im Schnitt 8 Leute in einer Bezirksliga-Fußballmannschaft ein schwerwiegendes Alkoholproblem.

Natürlich führst du du zuvor auch den Medikamentenmissbrauch und die Alkoholfahrten auf. Hier kann es aber durchaus sein, dass er „lediglich“ nachlässig und naiv ist. Dem im Bereich von Suchtkrankheiten ausgebildeten bzw. erfahrenen ist bekannt, dass die meisten Personen mit einem schwerwiegenden Alkoholproblem mit Methode vorgehen. Sie verlassen oftmals gar nicht mehr ihre Wohnung zum Trinken, bzw. lassen ihr Auto, wenn noch vorhanden, stehen. Wer mit dem Auto von Kneipe zu Party fährt, kann demnach „einfach „ nur ein „Scheißegaltyp“ sein. Die Aussage „dann hat er nunmal ein schwerwiegendes Alkoholproblem“ ist ähnlich zu bewerten wie „nen 50er Schnitt kann man nicht sauber fahren“.

Meiner Meinung nach ist das Wort schwerwiegend hier nichts zu suchen. Welche Art von Alkoholproblem haben denn dann die Persönchen, die sich ab 9:00 Uhr morgens, mit Vollbart dafür aber ohne Zähne, ihren Nachbrand mit warmem Exportdosenbier löschen und ab dem späten Vormittag mit Mariacron weitermachen...?!

be fast 23.07.2015 19:20

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1150399)
Also um auf über 1 Promille zu kommen reicht keine Flasche Wein! Wir testen das regelmäßig auf dienstlichen Besäufnissen und ich habe für mich festgestellt, dass ich zu 99% wenn ich trinke noch deutlich unter 0,5 Promille liege und fließen mehr als 2l Bier in mich rein. Trotzdem gehts mir dann schon dreckig am nächsten Tag :(


Ich behaupte, dass wer mit 1,8 Promille noch halbwegs klar bei Verstand ist, hat ein erhebliches Alkoholproblem!

Das kann nicht stimmen.

Wie schwer bist du und wie testet ihr?

noam 23.07.2015 20:07

Ich wiege zw 76 u. 78 kg. Getestet wird mit nem Dräger Mobilem Alkomaten. Der hat sehr geringe Abweichungen zum gerichtsverwertbaren Evidential 7110.


Und ich bin da kein Einzelfall. Um über 1 Promille zu kommen muss man schon gehörig was trinken und ich als seltentrinker wäre dann nicht mehr gehfähig. Ab 0,3 würde ich mich nicht mehr ans Steuer setzen und da habe ich deutlich mehr als 4 Bier auf.

Normaler Tagesablauf natürlich vorausgesetzt. Dass Alkohol nach dem Training oder ohne andere Nahrungsaufnahme mehr knallt ist ja hinlänglich bekannt

Franki1a 23.07.2015 20:07

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1150399)
Also um auf über 1 Promille zu kommen reicht keine Flasche Wein! Wir testen das regelmäßig auf dienstlichen Besäufnissen und ich habe für mich festgestellt, dass ich zu 99% wenn ich trinke noch deutlich unter 0,5 Promille liege und fließen mehr als 2l Bier in mich rein. Trotzdem gehts mir dann schon dreckig am nächsten Tag :(


Ich behaupte, dass wer mit 1,8 Promille noch halbwegs klar bei Verstand ist, hat ein erhebliches Alkoholproblem!

Vorsicht Vorsicht. Ich weiß ja nicht wie schwer du bist. Wenn du aber in 1-2h 2l Bier trinkst und ca 70kg wiegst, bist du deutlich über 0,5 Promille, eher deutlich über 1 Promille. Bitte nach 2l Bier nicht Auto oder Fahrrad fahren:Huhu:

Franki1a 23.07.2015 20:22

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1150408)
Ich wiege zw 76 u. 78 kg. Getestet wird mit nem Dräger Mobilem Alkomaten. Der hat sehr geringe Abweichungen zum gerichtsverwertbaren Evidential 7110.


Und ich bin da kein Einzelfall. Um über 1 Promille zu kommen muss man schon gehörig was trinken und ich als seltentrinker wäre dann nicht mehr gehfähig. Ab 0,3 würde ich mich nicht mehr ans Steuer setzen und da habe ich deutlich mehr als 4 Bier auf.

Normaler Tagesablauf natürlich vorausgesetzt. Dass Alkohol nach dem Training oder ohne andere Nahrungsaufnahme mehr knallt ist ja hinlänglich bekannt

Puh, entweder sitzt ihr stundenlang, trinkt alkoholfrei, der Dräger ist ungenau oder was weiß ich. Über 2 Liter Bier und nur 0,3 Promille, da kann was nicht stimmen. Aber egal, hier geht es ja eigentlich um Jan Ullrich. Sorry für:offtopic: .

Edith sagt noch: Alkohol knallt nach dem Training vielleicht gefühlt mehr. Das hat aber keine Auswirkung auf den Promillewert. Der zeigt ja nur an, um wieviel das Blut mit Alk verdünnt ist. Was ich oben nicht reinschütte, kann auch nicht im Blut sein. Ähnliches gilt bei der Nahrungsaufnahme. Wenn man gut gegessen hat, führt das zu einer etwas geringeren Blutalkohokonzentration. Nicht essen führt aber nicht zu einer höheren, da auch hier gilt, was oben nicht rein, kann nicht ins Blut.

spidervmax 23.07.2015 20:30

Da kann ich mich Flow nur anschliessen. Was waren das früher für Duelle zwischen Ulle und Lance...
Klar, heute sind wir alle schlauer! Irgendwie sind doch die meisten der damaligen Generation untergetaucht. Bei Ulle bekommt man das nur in unseren Medien serviert weil er Deutscher ist.
Allein schon sein Statement im Radio zu dem Fall zeigt doch, wie wenig Ahnung er hat. Traurig..

Trimichi 23.07.2015 21:49

Traurig, leider mit dem Potenzial zum Drama.

Mir solls recht sein! Allerdings einen fetten Gruß an die Schweizer Präzisionsfabrikanten bla bla bla & Co KG, die zu doof sind eine Radarmessung durchzuführen. Aus 139 km/h werden nun 143 km/h (Quelle: Radio, ANTENNE Bayern). Absolut lächerlich. Ihr schießt euch mit der Nummer just ins eigene eidgenössische Bein.:cool:

Frieder 23.07.2015 22:00

Zitat:

Zitat von Franki1a (Beitrag 1150410)
Bitte nach 2l Bier nicht Auto oder Fahrrad fahren:Huhu:

Beim Fahrrad gilt ein Grenzwert von 1,6 Promille - und der Jan würde besser nach dem Feiern auch mal Fahrrad fahren.

Ich fand's schon damals Scheiße als er mit dem Porsche in Freiburg die Fahrräder über den Haufen gefahren hat und noch Fahrerflucht begangen hat.

Wenn er besoffen mit dem Rad fährt gefährdet er nur sich selbst und ist keine Gefahr für andere.

Just my 2 cent.

sybenwurz 23.07.2015 22:18

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1150434)
Allerdings einen fetten Gruß an die Schweizer Präzisionsfabrikanten bla bla bla & Co KG, die zu doof sind eine Radarmessung durchzuführen. Aus 139 km/h werden nun 143 km/h (Quelle: Radio, ANTENNE Bayern).

Hä?
Wo gab es wann ne Radarmessung?

JumpungJackFlash 23.07.2015 23:43

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1150105)
Ich würde gerne auf Deine Meinung eingehen. Sie ist jedoch so pauschal oder allgemein, dass ich nicht genau weiß, was Du konkret damit meinst. Ich versuche durchaus, Ullrichs persönliches Verschulden fundiert und differenziert zu bewerten. Hier noch ein Versuch einer Einordnung.

Margot Kässmann fuhr im Suff über eine rote Ampel. Aus reinem Glück kam niemand zu schaden. Sie legte ihr Amt nieder und gilt seither als Musterbeispiel an Lauterkeit und Wahrhaftigkeit.

Michael Ballack grätschte im Kampf um den Einzug ins WM-Finale einen bereits enteilten Gegner um. Da er bereits Gelb für ein anderes schweres Foul hatte, fehlte er deshalb im Finale. Man feierte ihn als jemanden, der sich für das Team und damit für Deutschland geopfert hatte. Moralisch wurde er dadurch entschuldigt, dass er das tat, was im Fußball üblich war. Ich habe nicht gehört, dass die Deutschen deshalb die Teilnahme ihrer Mannschaft am Finale unmoralisch fanden.

Jan Ullrich tat ebenfalls das, was in seinem Sport üblich war. Es war falsch, denn es verstieß gegen die Regeln. Aber kein Mensch in Jans Umfeld scherte sich um die Regeln, solange sich der Selbstbetrug aufrechterhalten ließ. Weder Scharping, noch Poschmann, noch die Bild-Zeitung nahmen Stellung zu dem, was längst offensichtlich war. Heute benutzen wir Ullrich als Sündenbock für ein gemeinsam zu verantwortendes System und als Symbol für sportlichen Betrug, und delektieren uns an seinem persönlichen Niedergang. Mit ihm sind wir erst fertig, wenn er ganz unten ist. Bereits seine mitleiderregenden Starts bei Jedermannrennen motivieren uns zu moralisch-entrüsteten Statements.

In allen drei Beispielen erlaubt sich unsere Gesellschaft moralische Bewertungen, zu denen sie in Wahrheit gar nicht in der Lage ist. Kässmann war geschickter und klüger als Ullrich, Ballack hatte den richtigen Sport, Ullrich war tölpelhaft und ungeschickt. Entsprechend fallen unsere Urteile aus. Sie richten sich nach dem Umgang mit der eigentlichen Tat, aber finden in der Tat selbst kaum eine Rechtfertigung.

Letztlich ist es der Voyeurismus und Ullrichs atemberaubende Fallhöhe, nach denen die Schlagzeilen und ihre Leser süchtig sind.

Grüße,
Arne

:Blumen: :Blumen: sehr gut.

vielen anderen sage ich: Freut Euch doch und bedankt Euch bei " Eurem Leben" , dass ihr nicht in so einem System großgezogen wurdet. Anstatt über andere herzuziehen. Und damit meine ich nicht die Autofahrt im Pillen Suff.
:Liebe:

Loretta 24.07.2015 00:40

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1150393)
Du argumentierst, als wären Ullrich und die Medien (oder die Gesellschaft) zwei voneinander unabhängige Dinge. Ullrich wäre demnach der Akteur, und wir in einer reinen Beobachterrolle, die keinen Einfluss auf Ullrich ausübt.

Ich denke nicht, dass es sich so verhält. Die Art und Weise, wie ein Mensch von seiner Umwelt wahrgenommen wird, verändert ihn. Subjekt und Objekt der Berichterstattung sind rückgekoppelt. Wir sind keine reinen Beobachter, sondern gemeinsam mit Ullrich Akteure auf einem gemeinsamen Spielfeld.

Dass Ullrich möglicherweise Alkoholkrank wurde und eventuell von Valium abhängig ist, hat aus meiner Sicht auch etwas damit zu tun, wie mit ihm umgegangen wurde und wird. Vorsorglich füge ich hinzu, dass er natürlich selbst Verantwortung dafür trägt, aber eben nicht allein. Wir sitzen da mit im Boot.

Grüße,
Arne


Wowowow, jetzt mal halblang! Jetzt sind wir also als Radsportschauende mitschuld an seiner Sauferei??? Geht es noch???
Wir sind auch ganz sicher Schuld an der Steuerhinterziehung von Uli H., nur hat das noch niemand so blitzgescheit erkannt wie Du. Mann oh Mann Arne, ich zweifel echt an Deinem Verstand. Und wenn JU demnächst jemanden im Suff tot fährt sind auch wir alle mitschuld weil wir gerne die Tour geschaut haben?
Dass seine Drogenprobleme nun auch noch davon kommen, dass er von den Medien nach ertappter Doperei, unendlichem Leugnen und Prozessieren gegen Menschen, die ihm diese Lügen nachweisen konnten "schlecht behandelt" wurde liegt einzig und alleine an ihm selbs und niemandem sonst.
Und ich betone nochmal, er nutzt noch immer sehr gerne ebendiese Medien um Geld zu verdienen, dafür sind sie willkommen.
Sitz Du mal schön gemeinsam mit ihm im Boot, ich verzichte da gerne drauf und bin auch keineswegs der Meinung, dass "wir" da alle mit drin sitzen, alle 80 Millionen wie Du so gerne schreibst.
Und wenn er jetzt auch noch wieder Lügengeschichten bezüglich seiner Drogenfahrt erfindet und dann vor Selbstmitleid vor der Kamera zerfließt dann hat sich absolut nichts an seiner Persönlichkeit geändert. Verantwortung und wirkliche Reue sind da nicht zu sehen.
Und dass, obwohl er jahrelang Zeit hatte sich zurückgezogen und mit Hilfe von Spezialisten auf ein normales Leben vorzubereiten.
Es gibt ganz sicher eine Rückkoppelung, aber das muss nicht zwangsläufig zu einem solchen Verhalten führen. Diese Argumentation von Dir nimmt ihm die Schuld zu 50% ab und ist bei solchen Typen der schlechteste Weg zur Besserung. Es gibt den Punkt, wo man einsehen muss, dass man letztendlich zu 99% selber für sein Tun verantwortlich ist. DU schaffst ihm genau die Ausreden, die er anscheinden viel zu oft aus seinem Umfeld gehört hat.

schnodo 24.07.2015 01:08

Ich konnte mich für Ullrich nie begeistern und stehe deswegen seinen Problemen zugegebenermaßen recht gleichgültig gegenüber. Gleichwohl finde ich, dass teilweise hier über ihn menschlich schon enorm hart geurteilt wird.

Ich sehe es nicht als Widerspruch an, dass man volle Verantwortung für eigene Entscheidungen übernimmt und sich gleichzeitig bewußt ist, dass in vielen Fällen diese Entscheidungen auch stark extern beeinflusst sind.

Nehmen wir an, ein junger Mensch lässt sich von Freunden überreden, sie mit dem Auto zu einer Party zu fahren obwohl er schon alkoholisiert ist. Natürlich trägt der Bursche als Fahrer die Verantwortung.

Das ändert aber doch nichts daran, dass die Mitfahrer Idioten sind. Das Mindeste was ihnen der Anstand gebieten sollte, wäre, sich nicht auch noch aufs hohe Ross zu setzen.

Klugschnacker 24.07.2015 02:29

Loretta, ich gehe nach Deinen bisherigen Postings davon aus, dass Du Ullrich ausschließlich aus den Medien kennst. Deine Urteile über ihn fußen auf Berichten aus dem Fernsehen, der Zeitung und den sozialen (sic!) Medien. Du urteilst demnach über ein Bild eines Menschen, das andere gezeichnet haben. Ist das soweit richtig?

Dem fügst Du zusätzlich eigene Mutmaßungen bei. Etwa, wie und wann ihm die Medien willkommen seien oder nicht, dass er vor Selbstmitleid zerflösse, dass Verantwortung und "wirkliche Reue" nicht vorhanden seien, und dass meine Sichtweise für "solche Typen der schlechteste Weg zur Besserung" sei und so weiter. Das sind alles Dinge, die Du nicht weißt und nicht wissen kannst.

Ich finde die Anmaßung beachtlich, mit der Du im Bezug auf Jan Ullrich für Fairplay und Wahrhaftigkeit streitest. Die Messlatte, die Du an ihn oder genauer: an das Bild, dass Du über die Medien von ihm als Menschen hast, anlegst, sollte doch auch für Dich gelten. Sonst misst Du mit zweierlei Maß.

Urteile aus der Ferne sind leicht zu fällen. Man sollte sich ihrer aber nicht zu sicher sein.

Grüße,
Arne

Trimichi 24.07.2015 06:56

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1150447)
Hä?
Wo gab es wann ne Radarmessung?

Weis leider nichts Genaueres.

ANTENNE Bayern hat verlauten lassen, dass dort wo er gefahren ist 80km/h Höchstgeschwindigkeit gelten. Bisher ist man davon ausgegangen, dass Herr Jan U. mit 139 km/h unterwegs war. Das wäre nun falsch. Tatsächlich ist er mit 143 km/h unterwegs gewesen. 60 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit werden in CH als Rasen definiert. Rasen wird in der Schweiz hart bestraft. Mit Gefängnis eben.

sybenwurz 24.07.2015 09:29

Zitat:

Zitat von Trimichi (Beitrag 1150501)
ANTENNE Bayern hat verlauten lassen, dass dort wo er gefahren ist 80km/h Höchstgeschwindigkeit gelten. Bisher ist man davon ausgegangen, dass Herr Jan U. mit 139 km/h unterwegs war. Das wäre nun falsch. Tatsächlich ist er mit 143 km/h unterwegs gewesen. 60 km/h über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit werden in CH als Rasen definiert. Rasen wird in der Schweiz hart bestraft. Mit Gefängnis eben.

Das ist ein alter Hut, hat aber nix mit ner Radarmessung zu tun sondern mit dem Unfallgutachten, in dem die Ausgangsgeschwindigkeit berechnet wurde.

be fast 24.07.2015 09:40

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1150530)
Das ist ein alter Hut, hat aber nix mit ner Radarmessung zu tun sondern mit dem Unfallgutachten, in dem die Ausgangsgeschwindigkeit berechnet wurde.

Yes, but ich glaube, dass da eine größere Ungenauigkeit zu erwarten ist als bei den hier geposteten Aerotests....

qbz 24.07.2015 10:52

Nun, Jan Ullrich lebt als Deutscher in der Schweiz und verschuldet im Suff einen Unfall. Das kommt in der CH nie besonders gut an, während man ihm hingegen die Dopingvergangenheit nachsah und ihm für seine sportlichen Leistungen trotz Dopings Respekt zollte.

Mit ca. 140 km/h ausserorts zu fahren, wo generell 80 km/h Höchstgeschwindigkeit gilt (nicht 100 km/h wie in DE), dazu noch betrunken, und 1 Unfall zu verursachen, dafür hat niemand Verständnis.

In der CH gilt nur schon bei Geschwindigkeitsübertretung (ohne Unfall und Alkohol):

"Geschwindigkeitsüberschreitungen ab 25 km/h innerorts, 30 km/h ausserorts und 35 km/h auf der Autobahn werden im Strafregister eingetragen und sind im Strafregisterauszug für eine gewisse Zeitspanne ersichtlich.

Im Wiederholungsfall muss mit einer deutlich längeren Entzugsdauer gerechnet werden. Bei exzessiven Geschwindigkeitsüberschreitungen wird der Führerausweis in der Regel bis zur Abklärung von allfälligen Ausschlussgründen vorsorglich auf unbestimmte Zeit entzogen. Ausserdem wird die Fahreignung der betroffenen Person verkehrspsychologisch überprüft."

Und im Falle von Alkohol:

"0,8 Promille: Wer in angetrunkenem Zustand mit 0,8 Promille und mehr ein Motorfahrzeug oder ein Sport- oder Freizeitschiff lenkt, wird der Führerausweis für mindestens drei Monaten entzogen. Zusätzlich wird eine Geld- oder Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren ausgesprochen. Die Höhe der Busse / Geldstrafe richtet sich nach den finanziellen Verhältnissen der verurteilten Person. Des weiteren wird der Verstoss im Strafregister eingetragen und ist im Strafregisterauszug für eine gewisse Zeitspanne ersichtlich."

Dass der Richter dem Deal zwischen Staatsanwalt und Verteidigung, 18monatige Haftstrafe auf Bewährung, nicht "automatisch" folgte, erscheint auf diesem Hintergrund nachvollziehbar. Alles andere wäre unter dem Stichwort "Prominentenbonus" kommentiert worden.

Genaue Infos zum Unfall und Verfahren hier:
vgl.: http://www.tagesanzeiger.ch/panorama...story/29209967

Loretta 24.07.2015 18:31

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1150497)
Loretta, ich gehe nach Deinen bisherigen Postings davon aus, dass Du Ullrich ausschließlich aus den Medien kennst. Deine Urteile über ihn fußen auf Berichten aus dem Fernsehen, der Zeitung und den sozialen (sic!) Medien. Du urteilst demnach über ein Bild eines Menschen, das andere gezeichnet haben. Ist das soweit richtig?

Dem fügst Du zusätzlich eigene Mutmaßungen bei. Etwa, wie und wann ihm die Medien willkommen seien oder nicht, dass er vor Selbstmitleid zerflösse, dass Verantwortung und "wirkliche Reue" nicht vorhanden seien, und dass meine Sichtweise für "solche Typen der schlechteste Weg zur Besserung" sei und so weiter. Das sind alles Dinge, die Du nicht weißt und nicht wissen kannst.

Ich finde die Anmaßung beachtlich, mit der Du im Bezug auf Jan Ullrich für Fairplay und Wahrhaftigkeit streitest. Die Messlatte, die Du an ihn oder genauer: an das Bild, dass Du über die Medien von ihm als Menschen hast, anlegst, sollte doch auch für Dich gelten. Sonst misst Du mit zweierlei Maß.

Urteile aus der Ferne sind leicht zu fällen. Man sollte sich ihrer aber nicht zu sicher sein.

Grüße,
Arne

Die Mutmaßung über seine Reue und sein Selbstmitleid habe ich gesehen, da gibt es von ihm ein Interview, wo er statt sich schuldbewusst und vor allem GESTÄNDIG zu seinem Alkoholmissbrauch und Valiumkonsum und den dadurch entstandenen Konsequenzen zeigt stattdessen enttäuscht zeigt, dass der Prozess nicht zu Ende ist! Wo ist da wirkliche Reue, wo siehst Du diese?
Wem die Medien nicht willkommen sind lässt sich dann auch nicht wieder in den Trubel einer Werbeveranstaltung heinziehen und posiert dann wieder massenhaft bei Großveranstaltungen, oder wie siehst Du das?
Meine Meinung dazu, dass man irgendwann für seine Handlungen größtenteils selber verantwortlich ist und man mit Schuldzuweisungen zu anderen letztendlich nicht weiter kommt ziehe ich aus dem täglichen Umgang mit Menschen, die ich in Maßnahmen betreue. Denen ist manchmal übel mitgespielt worden, etc. aber es kommt dann doch irgendwann der Punkt, wo man selber Verantwortung übernehmen muss und nicht mehr - nach Jahren und Jahrzehnten- andere als Ursache herhalten müssen.
Kennst Du JU wirklich privat, langjährig, dass Du UNS 80 Millionen als Mittäter bezeichnen kannst? Woher nimmst denn DU denn Deine Infos? Und welch eine Anmaßung ist es Menschen, die am Fernseher die TDF sehen als Mitschuldige von den Eskapaden eines JU zu bezeichen? Das ist schon dreist.
Und beantworte mir mal bitte meine Fragen, ob dann auch WIR 80 Millionen an dem Steuerbetrug von Uli H. schuld sind und ob man in den Medien dann die Vergehen von "Stars" unter den Tisch kehren soll.
Deinen Schlusssatz kannst Du gleich mit Deinem eigenen Post zu Herzen nehmen, allerdings haben wir uns auch nie persönlich kennen gelernt...
Sei Dir im übrigen sicher, dass die Meßlatte für mich genauso hoch liegt, auch wenn das sehr theoretisch ist, denn ich würde nie so Auto fahren und dann auch noch hoffen möglichst gut vor Gericht davon zu kommen und die Wahrheit verschweigen.

Gruß,
Loretta

Kingbaschniki 24.07.2015 18:39

Zitat:

Zitat von JumpungJackFlash (Beitrag 1150469)
:Blumen: :Blumen: sehr gut.

vielen anderen sage ich: Freut Euch doch und bedankt Euch bei " Eurem Leben" , dass ihr nicht in so einem System großgezogen wurdet. Anstatt über andere herzuziehen. Und damit meine ich nicht die Autofahrt im Pillen Suff.
:Liebe:

Sorry, aber alle die Fahrer in diesem Zeitraum wurden in diesem System gross...

...das ist kein Grund sich dahinter zu verstecken, weder für Ulle noch für einen der anderen.

LA wurde auch "gesteinigt" -zurecht- obwohl er in der selben Glaskugel gross wurde, da gab es auch kein: "Er hat es ja so schwierig mit seiner Krankheit gehabt und einen Papa hatte er auch nicht wirklich...schwere Kindheit, der musste so werden."

Als prominetestes Beispiel könnte man auch sagen, LA hat nicht anders gekonnt, als zu erpressen und zu drohen. Ansonsten wäre ja alles aufgeflogen.

Solche Ereignisse aus der Vergangenheit dürfen doch nicht als Relativierung für Taten X-Jahre danach gelten. Speziell Ulle hätte genügend Zeit gehabt sich zu rehabilitieren und auf einen anderen Weg zu kommen.

Und ja ich war ein riesen Fan von den Radfahrern aus dieser Zeit!

Grüsse,
Baschniki

be fast 24.07.2015 19:34

Ich finde es erschreckend wie hart und von oben herab hier teilweise über jemanden geurteilt wird, der offensichtlich psychische Probleme hat. Dies wird und wurde sicherlich durch den Druck der medialen Berichterstattung sowohl zu aktiver Zeit aber vor allem danach verstärkt. Zudem ist J.U. wohl eher als sensibel zu bezeichnen..

Nicht jeder ist so stark wie einige hier vorgeben zu sein. Wenn eine Person seelische Probleme hat und zu Medikamenten, Alkohol oder Drogen greift, ist sie in einer Situation der Hilflosigkeit und kann Aktionen nicht immer kontrolliert steuern.
Das J.U. dennoch für seine Taten büßen muss ist selbstverständlich. in welcher Form hier einige aber über unsern Ulle ;) schreiben finde ich daneben...

Klugschnacker 24.07.2015 21:04

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1150754)
Und welch eine Anmaßung ist es Menschen, die am Fernseher die TDF sehen als Mitschuldige von den Eskapaden eines JU zu bezeichen? Das ist schon dreist.

Muss ich das wirklich erklären? Es liegt doch auf der Hand, wie die Öffentlichkeit Einfluss nimmt auf das Leben eines Menschen, der in der Öffentlichkeit steht. Beispiele gibt es wie Sand am Meer.

tandem65 24.07.2015 21:22

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1150786)
Muss ich das wirklich erklären?

Ja bitte erkläre das. Bitte erkläre auch weshalb es so viele gibt aus dieser Zeit und aktuell die nicht in entsprechenden Zuständen Unfälle bauen? So klar sind auch mir die Kausalzusammenhänge wirklich nicht.

Klugschnacker 24.07.2015 21:44

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1150791)
Ja bitte erkläre das.

Mache ich gerne...

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1150791)
Bitte erkläre auch weshalb es so viele gibt aus dieser Zeit und aktuell die nicht in entsprechenden Zuständen Unfälle bauen? So klar sind auch mir die Kausalzusammenhänge wirklich nicht.

In der Form ist mir das jedoch zu doof.

Grüße,
Arne
(Erfinder des Blödstell-Reflexes während seiner Zivildienstzeit. Leider entwickelte er später eine Allergie dagegen. Sämtliche Patente liegen jedoch noch bis 2065 beim Erfinder.)

tandem65 24.07.2015 22:23

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1150796)
Mache ich gerne...

...

In der Form ist mir das jedoch zu doof.

Dann fang doch einfach schon mal mit dem ersten Teil an.

sbechtel 24.07.2015 22:51

Zitat:

Zitat von Kingbaschniki (Beitrag 1150755)
LA wurde auch "gesteinigt" -zurecht- obwohl er in der selben Glaskugel gross wurde

LA wurde vor allem "gesteinigt", weil er menschlich ein gewaltiges Arschloch war, dazu hat ihn das System nicht gezwungen.

lonerunner 25.07.2015 00:09

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 1150810)
LA wurde vor allem "gesteinigt", weil er menschlich ein gewaltiges Arschloch war, dazu hat ihn das System nicht gezwungen.

Woher weißt du, dass nicht das System ihn zu dem gemacht hat was er geworden ist?

Mal ehrlich. Ulle hat Scheisse gebaut. Und wird jetzt dafür zur Rechenschaft gezogen. Ein ganz normaler Vorgang. Ich verstehe nicht ganz warum das so emotional diskutiert wird:confused:

Loretta 25.07.2015 00:14

Zitat:

Zitat von be fast (Beitrag 1150765)
Ich finde es erschreckend wie hart und von oben herab hier teilweise über jemanden geurteilt wird, der offensichtlich psychische Probleme hat. Dies wird und wurde sicherlich durch den Druck der medialen Berichterstattung sowohl zu aktiver Zeit aber vor allem danach verstärkt. Zudem ist J.U. wohl eher als sensibel zu bezeichnen..

Nicht jeder ist so stark wie einige hier vorgeben zu sein. Wenn eine Person seelische Probleme hat und zu Medikamenten, Alkohol oder Drogen greift, ist sie in einer Situation der Hilflosigkeit und kann Aktionen nicht immer kontrolliert steuern.
Das J.U. dennoch für seine Taten büßen muss ist selbstverständlich. in welcher Form hier einige aber über unsern Ulle ;) schreiben finde ich daneben...

Der "Druck der medialen Berichterstattung"...dieser kann man sich auch entziehen wenn man nicht bei sportlichen Großereignissen sich grinsend vor die Kamera stellt. Dazu wird er nicht gezwungen, das macht er von sich aus. Und auch wenn es hier gerne anders dargestellt wird ist die Berichterstattung mittlerweile sehr positiv gestimmt.
Wenn er aber dann zum wiederholten Mal Mitmenschen gefährdet, und dann wie zu seinen besten Dopingzeiten nur eben das zugibt, was ans Tageslicht gefördert wird und er selber Lippenbenkenntnisse formuliert, dass er dafür gerade stehen wird, dann wird er von den Medien auch dementsprechend kritisiert. Und von den Blöd- Zeitung auch mit reißerischen Zeilen, das betrifft aber jeden Prominenten.

Loretta 25.07.2015 00:17

Zitat:

Zitat von lonerunner (Beitrag 1150822)
Woher weißt du, dass nicht das System ihn zu dem gemacht hat was er geworden ist?

Mal ehrlich. Ulle hat Scheisse gebaut. Und wird jetzt dafür zur Rechenschaft gezogen. Ein ganz normaler Vorgang. Ich verstehe nicht ganz warum das so emotional diskutiert wird:confused:

Hier geht es Arne immer darum uns 80 Millionen als Mitschuldige/Mittäter und Jan Ullrich nur als Teilschuldigen darzustellen...und das kann ich so nicht unterschreiben.

Gruß,
Loretta

Loretta 25.07.2015 00:24

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1150786)
Muss ich das wirklich erklären? Es liegt doch auf der Hand, wie die Öffentlichkeit Einfluss nimmt auf das Leben eines Menschen, der in der Öffentlichkeit steht. Beispiele gibt es wie Sand am Meer.

Und es gibt ebenso genügend Gegenbeispiele wo diese Art der Sozialisation nicht zu solchen Dingen führt.
Und wenn Du gerne mir etwas erklären kannst, dann bitte beantworte doch meine Fragen zu einer eventuell einseitigen Berichterstattung und den anderen Fragen, die ich formuliert habe, etwa der, wie Du ein Urteil ihn fällen kannst was richtig ist und unser Urteil falsch ist. Wie kommst Du zu den Inneneinsichten von JU?
Eine Nation in die Verantwortung für das Handeln eines einzelnen- Jahre nach seiner aktiven Karriere- mitverantwortlich zu machen ist einfach nicht korrekt, auch wenn das nicht in Dein Weltbild/Ullebild passt...

lonerunner 25.07.2015 00:31

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1150824)
Hier geht es Arne immer darum uns 80 Millionen als Mitschuldige/Mittäter und Jan Ullrich nur als Teilschuldigen darzustellen...und das kann ich so nicht unterschreiben.

Gruß,
Loretta

In den Zeiten als Armstrong, Ulle & co. ihre Erfolge feierten, war ich noch kein richtiger Radsport-Fan. Stolz auf Jan Ullrich war ich nie. Als ich mich für Radsport zu interessieren begann, fing es gerade an, dass das flächendeckende Doping aufgedeckt wurde. Trotzdem wurde ich ein Radsport Fan, der die Chance sieht, daß alles ein wenig ehrlicher wird.

Jan Ullrich muss natürlich bestraft werden, für die Regeln, die er übertreten hat.

Für die Leistungen, die er erbracht hat, gehört ihm mein Respekt. Auch ohne Doping, wäre er sicher ein Großer gewesen. Eigentlich tragisch....

Loretta 25.07.2015 00:32

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1150796)
Mache ich gerne...



In der Form ist mir das jedoch zu doof.

Grüße,
Arne
(Erfinder des Blödstell-Reflexes während seiner Zivildienstzeit. Leider entwickelte er später eine Allergie dagegen. Sämtliche Patente liegen jedoch noch bis 2065 beim Erfinder.)

Oh Arne, das gereicht Dir nicht zur Ehre und ich bin versucht zu sagen, dass es weniger ein Blödstell- Reflex ist als einfach nur blöd und Du kritische Fragen einfach nicht beantwortest, weil Du keine wirkliche Antwort hast.
Dass Jan Ullrich augenscheinlich auch gelogen hat um eine geringere Strafe als angemessen zu erhalten unterstreicht meine These, dass er keine wirkliche Reue empfindet und nur versucht sich durch Lippenbekenntnisse aus der Verantwortung zu winden.

LidlRacer 25.07.2015 00:45

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1150829)
Dass Jan Ullrich augenscheinlich auch gelogen hat um eine geringere Strafe als angemessen zu erhalten ...

Du hältst es für offensichtlich, also sicher, dass er gelogen hat?
Worauf gründet diese Erkenntnis?
Oder meintest Du "anscheinend"?

Loretta 25.07.2015 00:52

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1150832)
Du hältst es für offensichtlich, also sicher, dass er gelogen hat?
Worauf gründet diese Erkenntnis?
Oder meintest Du "anscheinend"?

Darauf, dass er zuerst angegeben hatte, dass er nur Unachtsam war- dann wurde ihm aber der Promillewert präsentiert. Das Valium hat er auch nicht erwähnt, also bezüglich der Unfallursache gelogen. Und dann hat er erst Wochen später noch angegeben, dass ihm der Fuß vom Bremspedal abgerutscht ist, was zuerst zu einem niedrigeren Tempo bei der rUnfallrekonstruktion geführt hat. Siehe Artikel hier:
http://www.tagesanzeiger.ch/panorama...story/29209967

Diese Unwahrheiten, bzw. das Verschweigen von der Wahrheit passt nicht wirklich zu einem reuigen Täter.

LidlRacer 25.07.2015 01:01

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1150833)
Siehe Artikel hier:
http://www.tagesanzeiger.ch/panorama...story/29209967

Diese Unwahrheiten, bzw. das Verschweigen von der Wahrheit passt nicht wirklich zu einem reuigen Täter.

Den Artikel hatte ich heute auch schon gelesen, und darin sehe ich nichts, was eine Lüge klar belegt.

Loretta 25.07.2015 01:43

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1150835)
Den Artikel hatte ich heute auch schon gelesen, und darin sehe ich nichts, was eine Lüge klar belegt.

Aber wir sind uns doch darin einig, dass er zumindest die ganze Wahrheit verschwiegen hat, oder? Und dass er am Anfang nicht angegeben hat, dass er Alkohol und Medikamente zu sich genommen hatte und den Vorgang als Unachtsamkeit abtun wollte...
D hast natürlich Recht, dass man ihm die Lüge nicht nachweisen kann, aber zumindest die bekannte Salami- Taktik hat er noch voll drauf...und das macht das Ganze nicht besser und erhöht auch nicht seine Glaubwürdigkeit.
Und wenn ich dann noch seine nachgewiesenen Lügen bezüglich seines Dopings dazu nimmt habe ich das Bild eines Lügners vor mir.

be fast 25.07.2015 01:52

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1150840)
Aber wir sind uns doch darin einig, dass er zumindest die ganze Wahrheit verschwiegen hat, oder? Und dass er am Anfang nicht angegeben hat, dass er Alkohol und Medikamente zu sich genommen hatte und den Vorgang als Unachtsamkeit abtun wollte...
D hast natürlich Recht, dass man ihm die Lüge nicht nachweisen kann, aber zumindest die bekannte Salami- Taktik hat er noch voll drauf...und das macht das Ganze nicht besser und erhöht auch nicht seine Glaubwürdigkeit.
Und wenn ich dann noch seine nachgewiesenen Lügen bezüglich seines Dopings dazu nimmt habe ich das Bild eines Lügners vor mir.

Dies erfolgte garantiert nach anwaltlichem Rat. Ich bin mir sicher, dass fast jeder hier ähnlich gehandelt hätte. Die Ullrich vertretenden Juristen werden den Ernst der Lage wohl schon früh erkannt haben. (Fast) jeder, der behauptet, er hätte bei drohender Gefängnisstrafe die Hosen freiwillig runtergelassen lügt wahrscheinlich mehr als Ulle...:-O

LidlRacer 25.07.2015 01:58

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1150840)
Aber wir sind uns doch darin einig, dass er zumindest die ganze Wahrheit verschwiegen hat, oder? Und dass er am Anfang nicht angegeben hat, dass er Alkohol und Medikamente zu sich genommen hatte und den Vorgang als Unachtsamkeit abtun wollte...

Ich habe bisher keine klaren Angaben gefunden, ob / wann / wie er sich zu Alkohol- und Valiumkonsum geäußert hat.
Ich lese lediglich, dass das Valium nicht in der Anklageschrift auftauchte, obwohl es längst erwiesen war.

Klugschnacker 25.07.2015 03:18

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1150826)
Wie kommst Du zu den Inneneinsichten von JU?

Ich habe keine, genauso wenig wie Du. Ich maße mir jedoch keine an, das ist der Unterschied.

(Zur Dopingaffaire habe ich als Freiburger Sportinsider vielleicht einen kleinen Wissensvorsprung, aber das tut nichts zur Sache.)

Loretta 25.07.2015 12:42

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1150844)
Ich habe keine, genauso wenig wie Du. Ich maße mir jedoch keine an, das ist der Unterschied.

(Zur Dopingaffaire habe ich als Freiburger Sportinsider vielleicht einen kleinen Wissensvorsprung, aber das tut nichts zur Sache.)

Natürlich tust Du das, sogar andauernd: indem Du schreibst, dass er durch die Medien, 80 Millionen jubelnde und/oder meckernde Fans, etc. so geworden ist wie er ist und alle eine Mitschuld tragen. Weil er darunter zu leiden hatte...sofern er darunter litt, aber das weißt Du ebensowenig wie ich. Du bist also keineswegs "besser" oder anders in Deiner Meinungsäußerung, nur eben stehst Du auf der anderen Seite der Argumentation, also "für" ihn. Was mit diesem Fall die Freiburger Dopingaffaire zu tun hat weiß ich nicht und tut somit in der Tat nichts zur Sache.
@be fast: ja, das hat ihm sicher ein Anwalt geraten...aber erst, nachdem ihn JU gefragt hat wie er möglichst schadlos aus der Sache raus kommt ohne dafür gerade zu stehen, was er verursacht hat. Und es gibt auch Menschen, die für ihre Handlungen gerade stehen, auch wenn die Konsequenzen hart sind, aber dazu muss man Eier in der Hose haben oder einfach wirklich seine Schuld und die damit verbundene Strafe einsehen. Tut man das nicht, versucht man sich eben raus zu winden.
Und der Spruch, dass man ja mal einen Fehler machen kann trifft da auch nicht mehr zu beim 3ten Unfall mit diesen Begleitumständen.
Wenn es der 3te Dopingfall wäre würde auch keiner mehr daran denken, dass der Mensch sich geändert hat und bereut und dann es gutheißen, dass er sich mit gewieften Anwälten versucht aus der feststehenden Schuld frei zu prozessieren.
Da ich meine Meinung zu der Sache aber mehrfach deutlich dargestellt habe werde ich meine Zeit nun lieber dazu nutzen sinnvolle Dinge zu tun, anstatt die ewig gleiche Diskussion mit Arne über Ulle zu führen:Cheese:

Gruß,
Loretta

Klugschnacker 25.07.2015 13:13

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1150902)
Natürlich tust Du das, sogar andauernd: indem Du schreibst, dass er durch die Medien, 80 Millionen jubelnde und/oder meckernde Fans, etc. so geworden ist wie er ist und alle eine Mitschuld tragen.

Ich weiß das nicht mit Gewissheit – auch wenn ich durch Kontakte mit Menschen, die Jan Ullrich nahe gestanden haben oder stehen, vielleicht mehr Einblick habe als Leute wie Du, die sich ausschließlich über die Medien informieren, und das auch noch lückenhaft, wie mir scheint.

Trotzdem kann ich es nicht mit Sicherheit behaupten. Ich möchte meinen Standpunkt als Möglichkeit verstanden wissen, die man bedenken sollte. Früher hätte ich entschiedener argumentiert, etwa so wie Du es derzeit tust. Doch ich habe gelernt, dass man meistens daneben liegt, wenn einem eine Sache ausschließlich als schwarz oder weiß erscheint.

Grüße,
Arne


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