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Was denn nun? Es ist eine unnatürliche, körperfremde Maßnahme zur Verbesserung der Regeneration und damit ohne dringende medizinische Indikation Doping! |
ich würde mal folgen Text an die Nada schicken. Änderungsvorschläge?
Sehr geehrte Damen und Herren, von einigen großen Veranstaltungen hört man in letzter Zeit immer mal wieder, dass vor Ort erhebliche Mengen an Infusionen vorgehalten und verabreicht werden. Von erheblichen Zahlen an Krankenhauseinweisungen ist in diesem Zusammenhang nichts zu vernehmen. Vielmehr hört man in diesem Zusammenhang (auch von sehr bekannten Athleten): "Ich hab mir dann schnell mal ne Infusion abgeholt...." Von einigen Teilnehmer erfährt man, dass vor Ort auch ohne Notfallcharakter oder eine eingehende medizinische Untersuchung Infusionen verabreicht oder angeboten werden. In wie weit decken sich diese Zustände mit den Bestimmungen zum WADA-Code, der die Gabe von Infusionen nur in einem sehr engen Rahmen zulässt und in Notfällen, die einen Krankenhausaufenthalt bedingen. So wie ich Ihre Unterlagen verstehe, besteht mindestens eine Attestpflicht, bei höherrangigen Kadermitgliedern gibt es sogar noch weitreichendere Vorgaben. Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihren Standpunkt zu diesem Thema mitteilen würden. Mit freundlichen Grüßen |
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Und was passiert dann? Es kommt der Sani. Wo ist das Problem? Angesichts der schwierigen Anfahrtssituation rund um die Veranstaltung ist es nur logisch, das anders zu organisieren und nicht noch der Wettkampforga aufzudrücken. |
Hi Captain,
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sie ist auf der Laufstrecke ausgestiegen und hat alleine 4 infusionen bekommen. Ich war auf der Wettkampfbesprechung und als Felix das mit den Infusionen erzählt hat war ich, und nicht nur ich, auch sehr irritiert. Für mich wird mittlerweile ein Schuh daraus. Felix hat das im Kontext mit den Wetterverhältnissen gesagt und die Athleten gebeten sich gut versorgen. Daß sie eben auch noch mal die Wasservorräte, die dann wohl doch nicht gereicht haben auf der Radstrecke, aufgestockt haben. Ich habe mittlerweile das Gefühl daß Felix den Athleten vermitteln wollte daß sie gut auf sich aufpassen sollen und von seiner & der Seite der Notfallhelfer die Vorbereitung dem Wetter angepasst wurde. Ganz sicher wäre es sinnvoller gewesen dabei auch darauf hinzuweisen daß die Infusionen nicht zum Spaß verabreicht werden sollen sondern ausschliesslich gemäss dem WADA-Code Konform. Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, daß die Infusionen tatsächlich am Ende verbraucht gewesen wären, dann schätze ich daß auch gar nicht so viele davon an Athleten im Ziel verabreicht wurden. Ich weiß Spekulation, aber offensichtlich haben ja viele das Rennen nicht beendet. Ich habe an der Lände immerhin 4 Athleten mitbekommen die das Rennen abgebrochen haben. |
Es war absolut richtig die Vorräte aufzustocken, wären zu wenig da und es wäre was passiert, dann wäre das Geschrei groß (zurecht).
An meinem eigenen Beispiel kann ich auch gerne nochmal meine Sicht der Dinge äußern. wäre ich unterwegs zusammengeklappt, wäre ich für eine Infusion sehr dankbar gewsen. Bin ich aber nicht. Ich kam völlig im Eimer ins Ziel. Stehen ging nicht mehr, sitzen auch nicht, also legte ich mich auf eine freie Massagebank. Als eine Masseuse kam, verzichtete ich auf die Behandlung und sie holte vorsichtshalber einen Arzt. Der hat Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung gemessen und entschied, dass ich da liegen bleiben könne und die Masseusen mich im Auge behalten sollen. Irgendwann verging der Schwindel, ich war wieder bereit Nahrung aufzunehmen, erzählte ein paar doofe Witze und ging dann zur Dusche. Habe dann in den nächsten 24 Stunden soviel getrunken wie noch in meinem Leben und denke richtig gehandelt zu haben. |
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Aber ich halte es gerade wegen der schwierigen Anfahrtsituation für (auch strafrechtlich) bedenklich, einen Zuschauer der sich z.B. nahe der WZ1 aufhält, an 112 zu verweisen. Während auf der anderen Seite des Zaunes ein BRK-Erste-Hilfe Zelt in Sichtweite steht. Dessen Personal aber - zumindest bis 2013 - einzig für Notfälle innerhalb der Wechselbereich-Grenzen zuständig ist. Wie schon in meinem vorherigen Beitrag geschrieben, galt dieses früher analog auch im Finisherbereich. (Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du dringend Erste Hilfe brauchst; an mehreren Eingängen zum großen Zelt um Zutritt zu den Sani´s bittest - aber nicht zu ihnen gelassen wirst? ... Aber inzwischen ist das ja da zumindest wohl nicht mehr möglich) |
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Es gibt aber auch relative Notfälle, bei denen es dem Patienten zumutbar ist, an die dafür zuständigen Einrichtungen verwiesen zu werden. Ich arbeite in einem Fachkrankenhaus ohne offizielle Notaufnahme. Trotzdem stehen desöfteren verunglückte Radfahrer bei uns an der Rezeption, da direkt an der Klinik der im Sommer hochfrequentierte und hochgefährliche Chiemseeradweg vorbei geht. Keiner von diesen Radfahrern wird einfach weggeschickt, aber je nachdem, wie es ihm geht wird nach Erstversorgung von offenen Wunden oder Ruhigstellung frakturverdächtiger Knochen/ Gelenke mal ein Angehöriger des Verunfallten herbeitelefoniert, mal ein Taxi, um ihn nach Traunstein oder Prien in eine offizielle Notaufnahme bringen zu lassen, manchmal v.a. bei Schädelverletzungen auch direkt ein Notarzt über die Leitstelle mit RTW gerufen. |
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Und das bei einem "echten" Notfall - nicht nur Fuß umgeknickt? Falls ja => das darf in der Tat nicht sein, es fällt mir jedoch schwer, das zu glauben, siehe auch den Post von Harald. |
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Der Veranstalter wird selten das nötige Fachwissen (und die nötige Zeit) haben, um medizinische Entscheidung zu treffen. Die Einrichtung von Sanizelten in den Zentren/Wechselzonen ist sicher auch für Zuschauer (und natürlich Teilnehmer) sinnvoll. Sobald aber außerhalb dieser Zentren ein Notfall vorliegt, sollte das IMHO über die offizielle Notrufnummer gehen. Diese werden dann entscheiden, was vor Ort zu tun ist. Im Zweifelsfall ist der Notarzt aus dem nächsten Sanizelt schneller am Unfallort als der Verunfallte beim Zelt, weil der Notarzt geg. mit Sonderrechten zum Unfallarzt fahren kann. Matthias |
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Felix kennt den Fall und hat wie schon angedeutet auch darauf sofort "reagiert". Zum Glück bin ich damals noch rechtzeitig einem Sanitäter, der gerade vom Parkplatz an der Stadthalle kam, in die Arme gelaufen. Der hat die Security am Zaun einfach "beiseite geschoben" und ist mit mir durchmarschiert. Und im Gegensatz zu so manchem Rettungssanitäter im Zelt, hat die herbeigerufene Notärztin den Ernst der Lage sofort erkannt, wahrlich sehr schnell reagiert :Blumen: und nach einer Erstversorgung mit reichlich Cortison für den umgehenden Transport ins Rother KKH gesorgt. |
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Damit hast Du doch Deine Frage eigentlich schon beantwortet... Sollte also nicht mehr passieren. |
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Wie bereits geschrieben, bin ich mir jedoch nicht sicher, ob das inzwischen auch bzgl. der andere Orte - mit viielen Zuschauern - gilt. Bzw. ob Security,... dort - nach 2013 - andere Anweisungen erhalten haben. Und Security-Mitarbeiter "halten" sich gerne mal strikt an Anweisungen. |
B.t.w.:
Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde ich selber nächstes Jahr diesbezüglich "unabhängiger" von der Organisation sein. Begleitet mich dann doch meine Freundin, was dieses Jahr noch nicht klappte. Und die ist eine ziemlich gute Krankenschwester. :) :) :) Trotzdem interessiert mich dieses Thema. Nicht nur aber insb. auch weil ich 2009 das beschriebene Erlebnis hatte. |
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Interessant was der Rennveranstalter auf FB in seinem eigenen Rennbericht zum Thema Infusion schreibt, die er offenbar ebenfalls bekam. Zwischen Interviews, Duschen, umziehen und zur Siegerehrung gehen. Hört sich für mich schwer nach einem akuten Notfall an, für den man eigentlich ins Krankenhaus gehört oder etwa doch nicht?!
Ich habe mit diesem Thema fertig. Das ist so lächerlich, dass man nurnoch den Kopf schütteln kann. |
Wobei man in diesem ganz konkreten Fall aber schon auch die Frage stellen muß, worin genau der Vorteil besteht, den sich dieser Athlet gegenüber seinen Mitbewerbern jetzt verschafft hat.
Weitere Starts sind - soweit bekannt - nicht geplant. Und wenn, dann sicherlich nicht mehr in dieser Saison. |
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Mich stört einfach der lässige Umgang mit dem Thema. Wer eien Infussion braucht (medizinisch) soll sie haben und gut. Aber einfach mal so eine Abholen (z.B. um im Interview, auf der Siegerehrung oder sonstwo besser auszusehen) ist scheiße - und wohl auch Verboten! Sorry aber damit sind wir schlicht und einfach, zumindest in der öffentlichen Warnehmung, auf einer Stufe mit dem Radsport vor ein paar Jahren. Der Unterschied im Inhalt macht für die meisten da keinen Unterschied. Und wenn sich unsere Pro's, Veranstallter und auch wir AGler im Nachhinein hinstellen und etwas vonwegen "dann noch ne Infussion und gut ists" erzählen dürfen wir uns auch nicht beschweren wenn wir in einen Topf mit dem Radsport geworfen werden. Und damit ist es für mich auch gut. MfG Toto |
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Aber die Frage, ob die betreffende Regel bei Platz #2089 wirklich noch mit gleicher Konsequenz einzuhalten ist wie bei einem Radprofi stellt sich schon. Zumal die allermeisten hier - wenn sie auf dem Rennrad sitzen - beispielsweise durchaus großzügig in der Auslegung der StVO und speziell der Radwegbenutzungspflicht sind. |
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Die Regeln sind für alle gleich - vollkommen richtig. Und daß ein Regelverstoß vorliegt wird ja auch nicht bestritten.
Worin besteht denn - im Allgemeinen - der Sinn dieser Regelung ? Und ist dieser Sinn in konkreten Fall noch gegeben ? P.S. Hast Du am Rennrad auch die vorschriftsmäßige Klingel montiert und führst bei jeder Ausfahrt - unabhängig von Wetter und Tageszeit - auch immer die vorgeschriebene Beleuchtung mit ??? |
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Ich persönlich versteh ihn sogar. Wenn Du als Organisator abends wieder auf der Bühne zu stehen hast nach so einem Hitzrennen, ist das ggf ne ziemlich blöde Sache nach so einem langen Hitzerennen. Und in diesem Zusammenhang ist es vielleicht sogar schräg festzustellen, dass er sich ja auch hätte auf die Couch legen und normal essen und trinken können. Da hätten die Leute Augen gemacht wenn er deshalb nicht dagewesen wäre. Trotzdem gelten die Regeln für alle. Doping gleichzusetzen mit "hast Du ne Klingel am Rad?"... sowas lohnt es in meinen Augen noch nichtmal zu kommentieren. |
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Würde die Polizei alle RR Fahrer wegen unzureichnder Ausstattung belangen gäbe es keine Grauzone. Somit; würde die WADA streng nach Vorschrift die Notwendigkeit prüfen (Attetst) gäbe es entweder sehr viele Atteste in kurzer Zeit und unserer Diskussion ginge in die Richtung Asthma Spray während einem Radrennen, oder es gäb deutlich weniger Infussionen. Regeln, wenn vorhanden gelten für alle, sollten alle kennen (beim WADA-Code als AGler nicht einfach) und sollten einghalten werden. |
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Dein Vorschlag läuft ja darauf hinaus tatsächlich alle Athleten bei jedem Wettkampf zu testen.:Huhu: |
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:Blumen: |
Also ich hab am Sonntag in Roth die BRK "Wellnessoase" genießen dürfen. Nach KM 6 auf der Laufstrecke war der Ofen aus.
Ob jetzt alle wirklich eine Infusion nötig hatten kann ich nicht sagen, aber die wenigsten haben danach ausgesehen als ob sie dort freiwillig hin wollten. Viele sahen aus als ob sie gleich kollabieren! Man wurde dort auch nicht einfach schnell an eine Infusion gehängt und dann gleich wieder raus geschickt. Ich war knapp über 2 Std. in BRK Obhut. Es wurden verschiedene Test gemacht wie Blutdruck, Puls, Temperatur, Sauerstoffsättigung und ein spezieller Nährstoffschnelltest um zu sehen ob was gravierendes im Argen ist. Ich hab in der Zeit 3 Flaschen bekommen. Das Personal hat sich auch viel mit den Patienten unterhalten, vor allem um subjektiv den Zustand beurteilen zu können. Meiner Meinung nach hängen die Ärzte einen lieber etwas schneller an eine Flasche, als dass sie das Risiko eingehen, dass einer komplett kollabiert. Wenn dieses passiert, dann ist das Geschrei nach unterlassener Hilfe auch groß. Danke noch mal an den BRK, denn ein lustiger Job war dass am Sonntag sicher nicht! |
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Vielleicht holt das ja langsam die 2.800 vorgehaltenen Beutel aus der Ecke der Lächerlichkeit... |
Mir ist lieber, die haben vorsichtshalber 1000 zuviel als, 10 zuwenig.
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https://www.nada.de/de/nada/aktuelle...ste-fuer-2018/
"Intravenöse Infusionen sind ab 2018 in einem Volumen von 100 mL und einem zeitlichen Abstand von mindestens 12 Stunden erlaubt, wenn die enthaltenen Substanzen erlaubt sind. Bis Ende 2017 beträgt das maximal zulässige Volumen 50 mL und dieses darf frühestens nach 6 Stunden erneut verabreicht werden." 2018er Liste und Liste der Änderungen: https://www.nada.de/de/service-infos...r%5D=Downloads |
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Danke Harald für den Hinweis.
Ich war nur zufällig auf der NADA-Seite und hatte mich bei der Nachricht an den Thread im Forum erinnert. Grüsse Stefan |
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