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Superpimpf 21.07.2014 16:27

Zitat:

Zitat von sevenm (Beitrag 1062238)
Ich sehe jetzt an Infusionen auch nix schlimmes ehrlich gesagt... Da gibt es auch nichts zu verniedlichen... Weil alles in allem sind die meisten Infusionen nix anderes als trinken, nur dass die Flüssigkeit halt schneller dort ankommt wo sie hin soll ;)

....

Ungeachtet dessen sollten bei der ärztlichen Betreuung von Sportlern Nadeln nur in Ausnahmefällen nötig sein, wesewegen das Verbot mMn auch in Ordnung geht!

:confused:

Was denn nun? Es ist eine unnatürliche, körperfremde Maßnahme zur Verbesserung der Regeneration und damit ohne dringende medizinische Indikation Doping!

captain hook 21.07.2014 16:43

ich würde mal folgen Text an die Nada schicken. Änderungsvorschläge?


Sehr geehrte Damen und Herren,

von einigen großen Veranstaltungen hört man in letzter Zeit immer mal wieder, dass vor Ort erhebliche Mengen an Infusionen vorgehalten und verabreicht werden. Von erheblichen Zahlen an Krankenhauseinweisungen ist in diesem Zusammenhang nichts zu vernehmen.

Vielmehr hört man in diesem Zusammenhang (auch von sehr bekannten Athleten): "Ich hab mir dann schnell mal ne Infusion abgeholt...." Von einigen Teilnehmer erfährt man, dass vor Ort auch ohne Notfallcharakter oder eine eingehende medizinische Untersuchung Infusionen verabreicht oder angeboten werden.

In wie weit decken sich diese Zustände mit den Bestimmungen zum WADA-Code, der die Gabe von Infusionen nur in einem sehr engen Rahmen zulässt und in Notfällen, die einen Krankenhausaufenthalt bedingen. So wie ich Ihre Unterlagen verstehe, besteht mindestens eine Attestpflicht, bei höherrangigen Kadermitgliedern gibt es sogar noch weitreichendere Vorgaben.

Ich würde mich freuen, wenn Sie mir Ihren Standpunkt zu diesem Thema mitteilen würden.

Mit freundlichen Grüßen

maotzedong 21.07.2014 16:44

Zitat:

Zitat von holger (Beitrag 1062244)
Wenn das mit den "incl. Zuschauer" seit diesem Jahr so stimmt - wäre das schöön!

Im Rother Messepark hat man immerhin seit ein paar Jahren - aus gegebenen Anlass - einige Wegweiser "Erste Hillfe" Richtung großes Sani-Zelt im Zuschauerbereich installiert und wohl auch die Security-Mitarbeiter-Anweisungen diesbezüglich geändert.
"Getestet" habe ich das seitdem noch nicht. Wenngleich es gestern fast nötig gewesen wäre.

Aber von einem Wettkampfleiter, habe ich noch letztes Jahr erfahren, dass die Organisation anderswo so "strukturiert" ist, dass sich die Zuschauer dort an 112 wenden sollen.
Was ich schon damals für ziemlich bedenklich hielt.
Aber vll. haben Felix & Co. ihr Erste-Hilfe Konzept ja inzwischen durchgängig überarbeitet/korrigiert.

OT: Ist Gang und Gebe, dass man die 112 anrufen soll, da die Leitstelle den Überblick hat, wo was los ist...heißt die dortigen Sanis werden dann informiert, und ggf. der örtl. Rettungsdienst informiert / oder erst abgewartet ;)

drullse 21.07.2014 16:52

Zitat:

Zitat von holger (Beitrag 1062244)
Aber von einem Wettkampfleiter, habe ich noch letztes Jahr erfahren, dass die Organisation anderswo so "strukturiert" ist, dass sich die Zuschauer dort an 112 wenden sollen.
Was ich schon damals für ziemlich bedenklich hielt.

Ich nicht. Der Zuschauer ruft die 112 an, wenn er an der Strecke neben sich jemanden hat, der umfällt.

Und was passiert dann? Es kommt der Sani. Wo ist das Problem?

Angesichts der schwierigen Anfahrtssituation rund um die Veranstaltung ist es nur logisch, das anders zu organisieren und nicht noch der Wettkampforga aufzudrücken.

tandem65 22.07.2014 10:22

Hi Captain,

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1061695)
Die rechnen also pauschal damit, dass die Hälfte der Teilnehmer in einem krankenhausreifen Zustand ins Ziel kommen?! :Lachanfall:

ich habe gerade mal im Fratzenbuch bei triathletin007 reingesehen.
sie ist auf der Laufstrecke ausgestiegen und hat alleine 4 infusionen bekommen.
Ich war auf der Wettkampfbesprechung und als Felix das mit den Infusionen erzählt hat war ich, und nicht nur ich, auch sehr irritiert.
Für mich wird mittlerweile ein Schuh daraus.
Felix hat das im Kontext mit den Wetterverhältnissen gesagt und die Athleten gebeten sich gut versorgen. Daß sie eben auch noch mal die Wasservorräte, die dann wohl doch nicht gereicht haben auf der Radstrecke, aufgestockt haben.
Ich habe mittlerweile das Gefühl daß Felix den Athleten vermitteln wollte daß sie gut auf sich aufpassen sollen und von seiner & der Seite der Notfallhelfer die Vorbereitung dem Wetter angepasst wurde.
Ganz sicher wäre es sinnvoller gewesen dabei auch darauf hinzuweisen daß die Infusionen nicht zum Spaß verabreicht werden sollen sondern ausschliesslich gemäss dem WADA-Code Konform.
Wenn wir jetzt mal davon ausgehen, daß die Infusionen tatsächlich am Ende verbraucht gewesen wären, dann schätze ich daß auch gar nicht so viele davon an Athleten im Ziel verabreicht wurden.
Ich weiß Spekulation, aber offensichtlich haben ja viele das Rennen nicht beendet. Ich habe an der Lände immerhin 4 Athleten mitbekommen die das Rennen abgebrochen haben.

JENS-KLEVE 23.07.2014 12:40

Es war absolut richtig die Vorräte aufzustocken, wären zu wenig da und es wäre was passiert, dann wäre das Geschrei groß (zurecht).

An meinem eigenen Beispiel kann ich auch gerne nochmal meine Sicht der Dinge äußern. wäre ich unterwegs zusammengeklappt, wäre ich für eine Infusion sehr dankbar gewsen.
Bin ich aber nicht. Ich kam völlig im Eimer ins Ziel. Stehen ging nicht mehr, sitzen auch nicht, also legte ich mich auf eine freie Massagebank. Als eine Masseuse kam, verzichtete ich auf die Behandlung und sie holte vorsichtshalber einen Arzt. Der hat Puls, Blutdruck und Sauerstoffsättigung gemessen und entschied, dass ich da liegen bleiben könne und die Masseusen mich im Auge behalten sollen. Irgendwann verging der Schwindel, ich war wieder bereit Nahrung aufzunehmen, erzählte ein paar doofe Witze und ging dann zur Dusche. Habe dann in den nächsten 24 Stunden soviel getrunken wie noch in meinem Leben und denke richtig gehandelt zu haben.

drullse 23.07.2014 13:39

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1063203)
... Masseuse ... die Masseusen ....

Mist, ich war im falschen Zelt... :Cheese:

holger 23.07.2014 16:15

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 1062262)
Ich nicht. Der Zuschauer ruft die 112 an, wenn er an der Strecke neben sich jemanden hat, der umfällt.

Und was passiert dann? Es kommt der Sani. Wo ist das Problem?

Angesichts der schwierigen Anfahrtssituation rund um die Veranstaltung ist es nur logisch, das anders zu organisieren und nicht noch der Wettkampforga aufzudrücken.

Vielleicht haben wir uns ja missverstanden.

Aber ich halte es gerade wegen der schwierigen Anfahrtsituation für (auch strafrechtlich) bedenklich, einen Zuschauer der sich z.B. nahe der WZ1 aufhält, an 112 zu verweisen.
Während auf der anderen Seite des Zaunes ein BRK-Erste-Hilfe Zelt in Sichtweite steht.
Dessen Personal aber - zumindest bis 2013 - einzig für Notfälle innerhalb der Wechselbereich-Grenzen zuständig ist.

Wie schon in meinem vorherigen Beitrag geschrieben, galt dieses früher analog auch im Finisherbereich.
(Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du dringend Erste Hilfe brauchst; an mehreren Eingängen zum großen Zelt um Zutritt zu den Sani´s bittest - aber nicht zu ihnen gelassen wirst? ... Aber inzwischen ist das ja da zumindest wohl nicht mehr möglich)

Hafu 23.07.2014 16:42

Zitat:

Zitat von holger (Beitrag 1063323)
Vielleicht haben wir uns ja missverstanden.

Aber ich halte es gerade wegen der schwierigen Anfahrtsituation für (auch strafrechtlich) bedenklich, einen Zuschauer der sich z.B. nahe der WZ1 aufhält, an 112 zu verweisen.
Während auf der anderen Seite des Zaunes ein BRK-Erste-Hilfe Zelt in Sichtweite steht.
Dessen Personal aber - zumindest bis 2013 - einzig für Notfälle innerhalb der Wechselbereich-Grenzen zuständig ist.

Wie schon in meinem vorherigen Beitrag geschrieben, galt dieses früher analog auch im Finisherbereich.
(Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du dringend Erste Hilfe brauchst; an mehreren Eingängen zum großen Zelt um Zutritt zu den Sani´s bittest - aber nicht zu ihnen gelassen wirst? ... Aber inzwischen ist das ja da zumindest wohl nicht mehr möglich)

Bei echten, erkennbaren Notfällen ist jeder zur Hilfe verpflichtet, soweit es seinen Fähigkeiten entspricht. Sanis, Ärzte und auch medizinische Laien. Alles andere ist unterlassene Hilfeleistung und kann in der Tat bestraft werden.

Es gibt aber auch relative Notfälle, bei denen es dem Patienten zumutbar ist, an die dafür zuständigen Einrichtungen verwiesen zu werden.

Ich arbeite in einem Fachkrankenhaus ohne offizielle Notaufnahme. Trotzdem stehen desöfteren verunglückte Radfahrer bei uns an der Rezeption, da direkt an der Klinik der im Sommer hochfrequentierte und hochgefährliche Chiemseeradweg vorbei geht.
Keiner von diesen Radfahrern wird einfach weggeschickt, aber je nachdem, wie es ihm geht wird nach Erstversorgung von offenen Wunden oder Ruhigstellung frakturverdächtiger Knochen/ Gelenke mal ein Angehöriger des Verunfallten herbeitelefoniert, mal ein Taxi, um ihn nach Traunstein oder Prien in eine offizielle Notaufnahme bringen zu lassen, manchmal v.a. bei Schädelverletzungen auch direkt ein Notarzt über die Leitstelle mit RTW gerufen.

drullse 23.07.2014 16:54

Zitat:

Zitat von holger (Beitrag 1063323)
Wie würdest Du Dich fühlen, wenn Du dringend Erste Hilfe brauchst; an mehreren Eingängen zum großen Zelt um Zutritt zu den Sani´s bittest - aber nicht zu ihnen gelassen wirst? ...

Hast Du so eine Situation persönlich erlebt?

Und das bei einem "echten" Notfall - nicht nur Fuß umgeknickt?

Falls ja => das darf in der Tat nicht sein, es fällt mir jedoch schwer, das zu glauben, siehe auch den Post von Harald.

Matthias75 23.07.2014 17:24

Zitat:

Zitat von holger (Beitrag 1062244)
Aber von einem Wettkampfleiter, habe ich noch letztes Jahr erfahren, dass die Organisation anderswo so "strukturiert" ist, dass sich die Zuschauer dort an 112 wenden sollen.
Was ich schon damals für ziemlich bedenklich hielt.
Aber vll. haben Felix & Co. ihr Erste-Hilfe Konzept ja inzwischen durchgängig überarbeitet/korrigiert.

Ich finde es richtig und auch wichtig, dass Notfälle über die 112 laufen. Nur dort sitzen die Spezialisten, die entscheiden können, ob wirklich ein Notfall vorliegt und welche Maßnahmen zu treffen sind. Ich gehe davon aus, dass die Leitstelle, bei der du aufläufst, mit der Einsatzleitung vor Ort kommunizieren kann und geg. auf die Einsatzkräfte vor Ort, also auch aus den Sanizelten, zurückgegriffen wird.

Der Veranstalter wird selten das nötige Fachwissen (und die nötige Zeit) haben, um medizinische Entscheidung zu treffen. Die Einrichtung von Sanizelten in den Zentren/Wechselzonen ist sicher auch für Zuschauer (und natürlich Teilnehmer) sinnvoll. Sobald aber außerhalb dieser Zentren ein Notfall vorliegt, sollte das IMHO über die offizielle Notrufnummer gehen. Diese werden dann entscheiden, was vor Ort zu tun ist. Im Zweifelsfall ist der Notarzt aus dem nächsten Sanizelt schneller am Unfallort als der Verunfallte beim Zelt, weil der Notarzt geg. mit Sonderrechten zum Unfallarzt fahren kann.

Matthias

holger 23.07.2014 18:52

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 1063342)
Hast Du so eine Situation persönlich erlebt?

Und das bei einem "echten" Notfall - nicht nur Fuß umgeknickt?

Falls ja => das darf in der Tat nicht sein, es fällt mir jedoch schwer, das zu glauben, siehe auch den Post von Harald.

Ja Drullse, ich habe da etwas beschrieben, was ich selber 2009 erlebt habe.
Felix kennt den Fall und hat wie schon angedeutet auch darauf sofort "reagiert".

Zum Glück bin ich damals noch rechtzeitig einem Sanitäter, der gerade vom Parkplatz an der Stadthalle kam, in die Arme gelaufen.
Der hat die Security am Zaun einfach "beiseite geschoben" und ist mit mir durchmarschiert.
Und im Gegensatz zu so manchem Rettungssanitäter im Zelt, hat die herbeigerufene Notärztin den Ernst der Lage sofort erkannt, wahrlich sehr schnell reagiert :Blumen: und nach einer Erstversorgung mit reichlich Cortison für den umgehenden Transport ins Rother KKH gesorgt.

drullse 23.07.2014 19:03

Zitat:

Zitat von holger (Beitrag 1063374)
Ja Drullse, ich habe da etwas beschrieben, was ich selber 2009 erlebt habe.
Felix kennt den Fall und hat wie schon angedeutet auch darauf sofort "reagiert".

Es war 2009 und Felix hat reagiert.

Damit hast Du doch Deine Frage eigentlich schon beantwortet...

Sollte also nicht mehr passieren.

holger 23.07.2014 19:29

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 1063378)
Es war 2009 und Felix hat reagiert.

Damit hast Du doch Deine Frage eigentlich schon beantwortet...ichkeit
Sollte also nicht mehr passieren.

Die Frage ist für mich bislang nur teilweise - auf den Zielbereich bezogen - beantwortet.

Wie bereits geschrieben, bin ich mir jedoch nicht sicher, ob das inzwischen auch bzgl. der andere Orte - mit viielen Zuschauern - gilt.
Bzw. ob Security,... dort - nach 2013 - andere Anweisungen erhalten haben.
Und Security-Mitarbeiter "halten" sich gerne mal strikt an Anweisungen.

holger 23.07.2014 19:40

B.t.w.:
Mit hoher Wahrscheinlichkeit werde ich selber nächstes Jahr diesbezüglich "unabhängiger" von der Organisation sein.
Begleitet mich dann doch meine Freundin, was dieses Jahr noch nicht klappte.
Und die ist eine ziemlich gute Krankenschwester. :) :) :)

Trotzdem interessiert mich dieses Thema.
Nicht nur aber insb. auch weil ich 2009 das beschriebene Erlebnis hatte.

drullse 23.07.2014 23:41

Zitat:

Zitat von holger (Beitrag 1063382)
Die Frage ist für mich bislang nur teilweise - auf den Zielbereich bezogen - beantwortet.

Wie bereits geschrieben, bin ich mir jedoch nicht sicher, ob das inzwischen auch bzgl. der andere Orte - mit viielen Zuschauern - gilt.
Bzw. ob Security,... dort - nach 2013 - andere Anweisungen erhalten haben.
Und Security-Mitarbeiter "halten" sich gerne mal strikt an Anweisungen.

Ist notiert. ;)

captain hook 24.07.2014 18:16

Interessant was der Rennveranstalter auf FB in seinem eigenen Rennbericht zum Thema Infusion schreibt, die er offenbar ebenfalls bekam. Zwischen Interviews, Duschen, umziehen und zur Siegerehrung gehen. Hört sich für mich schwer nach einem akuten Notfall an, für den man eigentlich ins Krankenhaus gehört oder etwa doch nicht?!

Ich habe mit diesem Thema fertig. Das ist so lächerlich, dass man nurnoch den Kopf schütteln kann.

KalleMalle 24.07.2014 18:29

Wobei man in diesem ganz konkreten Fall aber schon auch die Frage stellen muß, worin genau der Vorteil besteht, den sich dieser Athlet gegenüber seinen Mitbewerbern jetzt verschafft hat.
Weitere Starts sind - soweit bekannt - nicht geplant. Und wenn, dann sicherlich nicht mehr in dieser Saison.

sbechtel 24.07.2014 18:56

Zitat:

Zitat von KalleMalle (Beitrag 1063781)
Wobei man in diesem ganz konkreten Fall aber schon auch die Frage stellen muß, worin genau der Vorteil besteht, den sich dieser Athlet gegenüber seinen Mitbewerbern jetzt verschafft hat.
Weitere Starts sind - soweit bekannt - nicht geplant. Und wenn, dann sicherlich nicht mehr in dieser Saison.

Ist doch Latte!

tandem65 24.07.2014 19:11

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 1063790)
Ist doch Latte!

Stimmt :(

totog 25.07.2014 10:11

Zitat:

Zitat von KalleMalle (Beitrag 1063781)
Wobei man in diesem ganz konkreten Fall aber schon auch die Frage stellen muß, worin genau der Vorteil besteht, den sich dieser Athlet gegenüber seinen Mitbewerbern jetzt verschafft hat.
Weitere Starts sind - soweit bekannt - nicht geplant. Und wenn, dann sicherlich nicht mehr in dieser Saison.

Vorteil hin, Vorteil her. Ist völlig egal.

Mich stört einfach der lässige Umgang mit dem Thema. Wer eien Infussion braucht (medizinisch) soll sie haben und gut. Aber einfach mal so eine Abholen (z.B. um im Interview, auf der Siegerehrung oder sonstwo besser auszusehen) ist scheiße - und wohl auch Verboten!

Sorry aber damit sind wir schlicht und einfach, zumindest in der öffentlichen Warnehmung, auf einer Stufe mit dem Radsport vor ein paar Jahren. Der Unterschied im Inhalt macht für die meisten da keinen Unterschied. Und wenn sich unsere Pro's, Veranstallter und auch wir AGler im Nachhinein hinstellen und etwas vonwegen "dann noch ne Infussion und gut ists" erzählen dürfen wir uns auch nicht beschweren wenn wir in einen Topf mit dem Radsport geworfen werden.

Und damit ist es für mich auch gut.


MfG Toto

KalleMalle 25.07.2014 10:47

Zitat:

Zitat von totog (Beitrag 1064009)
Sorry aber damit sind wir schlicht und einfach, zumindest in der öffentlichen Warnehmung, auf einer Stufe mit dem Radsport vor ein paar Jahren.

Damit hast Du natürlich vollkommen recht. Ich wollte einen eindeutigen Regelverstoß auch nicht mit einem 'wieso, stört doch keinen' abtun.
Aber die Frage, ob die betreffende Regel bei Platz #2089 wirklich noch mit gleicher Konsequenz einzuhalten ist wie bei einem Radprofi stellt sich schon.
Zumal die allermeisten hier - wenn sie auf dem Rennrad sitzen - beispielsweise durchaus großzügig in der Auslegung der StVO und speziell der Radwegbenutzungspflicht sind.

sbechtel 25.07.2014 11:10

Zitat:

Zitat von KalleMalle (Beitrag 1064033)
Aber die Frage, ob die betreffende Regel bei Platz #2089 wirklich noch mit gleicher Konsequenz einzuhalten ist wie bei einem Radprofi stellt sich schon.
Zumal die allermeisten hier - wenn sie auf dem Rennrad sitzen - beispielsweise durchaus großzügig in der Auslegung der StVO und speziell der Radwegbenutzungspflicht sind.

Wieso sollten Regeln bei jemandem, der weiter hinten platziert ist, weniger Geltung haben? Darf man auch immer mehr lutschen, je weiter man hinten ist? Und sei dir sicher, nur weil manche die StVO nicht so konsequent beherzigen (ich kann mich da ausschließen, finde es fürchterlich, wenn Radler sich einfach über rote Ampeln schleichen etc.), heißt das nicht, dass die Polizei denen nicht trotzdem eine Ordnungswidrigkeit aufbrummt.

KalleMalle 25.07.2014 11:18

Die Regeln sind für alle gleich - vollkommen richtig. Und daß ein Regelverstoß vorliegt wird ja auch nicht bestritten.

Worin besteht denn - im Allgemeinen - der Sinn dieser Regelung ?
Und ist dieser Sinn in konkreten Fall noch gegeben ?

P.S. Hast Du am Rennrad auch die vorschriftsmäßige Klingel montiert und führst bei jeder Ausfahrt - unabhängig von Wetter und Tageszeit - auch immer die vorgeschriebene Beleuchtung mit ???

captain hook 25.07.2014 11:51

Zitat:

Zitat von KalleMalle (Beitrag 1064061)
Die Regeln sind für alle gleich - vollkommen richtig. Und daß ein Regelverstoß vorliegt wird ja auch nicht bestritten.

Worin besteht denn - im Allgemeinen - der Sinn dieser Regelung ?
Und ist dieser Sinn in konkreten Fall noch gegeben ?

P.S. Hast Du am Rennrad auch die vorschriftsmäßige Klingel montiert und führst bei jeder Ausfahrt - unabhängig von Wetter und Tageszeit - auch immer die vorgeschriebene Beleuchtung mit ???

So schreien die einen nach Dopingtests für den JedermannSport und die anderen argumentieren, dass es da hinten im Feld doch eigentlich egal ist. Diese Schleife haben wir ja schon ein paarmal gedreht.

Ich persönlich versteh ihn sogar. Wenn Du als Organisator abends wieder auf der Bühne zu stehen hast nach so einem Hitzrennen, ist das ggf ne ziemlich blöde Sache nach so einem langen Hitzerennen. Und in diesem Zusammenhang ist es vielleicht sogar schräg festzustellen, dass er sich ja auch hätte auf die Couch legen und normal essen und trinken können. Da hätten die Leute Augen gemacht wenn er deshalb nicht dagewesen wäre. Trotzdem gelten die Regeln für alle.

Doping gleichzusetzen mit "hast Du ne Klingel am Rad?"... sowas lohnt es in meinen Augen noch nichtmal zu kommentieren.

totog 25.07.2014 12:35

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1064076)
Doping gleichzusetzen mit "hast Du ne Klingel am Rad?"... sowas lohnt es in meinen Augen noch nichtmal zu kommentieren.

Will ich auch nicht gleichsetzen. Aber der Vergleich hat durchaus was.

Würde die Polizei alle RR Fahrer wegen unzureichnder Ausstattung belangen gäbe es keine Grauzone. Somit; würde die WADA streng nach Vorschrift die Notwendigkeit prüfen (Attetst) gäbe es entweder sehr viele Atteste in kurzer Zeit und unserer Diskussion ginge in die Richtung Asthma Spray während einem Radrennen, oder es gäb deutlich weniger Infussionen.

Regeln, wenn vorhanden gelten für alle, sollten alle kennen (beim WADA-Code als AGler nicht einfach) und sollten einghalten werden.

tandem65 25.07.2014 13:26

Zitat:

Zitat von totog (Beitrag 1064089)
Würde die Polizei alle RR Fahrer wegen unzureichnder Ausstattung belangen gäbe es keine Grauzone.

Das macht die Polizei auch so. Wenn sie denn kontrolliert werden da alle gleich behandelt. Es gibt ein Ticket zur Vorführung des Rades mit Nachbesserung. Wenn Du pampig wirst darfst Du auch vor Ort gleich eine Spende an Herrn Schäuble machen.
Dein Vorschlag läuft ja darauf hinaus tatsächlich alle Athleten bei jedem Wettkampf zu testen.:Huhu:

holger 25.07.2014 18:25

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 1063462)
Ist notiert. ;)


:Blumen:

hanse987 26.07.2014 01:48

Also ich hab am Sonntag in Roth die BRK "Wellnessoase" genießen dürfen. Nach KM 6 auf der Laufstrecke war der Ofen aus.

Ob jetzt alle wirklich eine Infusion nötig hatten kann ich nicht sagen, aber die wenigsten haben danach ausgesehen als ob sie dort freiwillig hin wollten. Viele sahen aus als ob sie gleich kollabieren! Man wurde dort auch nicht einfach schnell an eine Infusion gehängt und dann gleich wieder raus geschickt. Ich war knapp über 2 Std. in BRK Obhut. Es wurden verschiedene Test gemacht wie Blutdruck, Puls, Temperatur, Sauerstoffsättigung und ein spezieller Nährstoffschnelltest um zu sehen ob was gravierendes im Argen ist. Ich hab in der Zeit 3 Flaschen bekommen. Das Personal hat sich auch viel mit den Patienten unterhalten, vor allem um subjektiv den Zustand beurteilen zu können.

Meiner Meinung nach hängen die Ärzte einen lieber etwas schneller an eine Flasche, als dass sie das Risiko eingehen, dass einer komplett kollabiert. Wenn dieses passiert, dann ist das Geschrei nach unterlassener Hilfe auch groß.

Danke noch mal an den BRK, denn ein lustiger Job war dass am Sonntag sicher nicht!

drullse 26.07.2014 02:40

Zitat:

Zitat von hanse987 (Beitrag 1064419)
Ich hab in der Zeit 3 Flaschen bekommen.

Das macht zusammen mit einer Athletin, die 4 bekommen hat also 7 Flaschen für 2.

Vielleicht holt das ja langsam die 2.800 vorgehaltenen Beutel aus der Ecke der Lächerlichkeit...

JENS-KLEVE 26.07.2014 13:35

Mir ist lieber, die haben vorsichtshalber 1000 zuviel als, 10 zuwenig.

Stefan 21.11.2017 19:30

https://www.nada.de/de/nada/aktuelle...ste-fuer-2018/

"Intravenöse Infusionen sind ab 2018 in einem Volumen von 100 mL und einem zeitlichen Abstand von mindestens 12 Stunden erlaubt, wenn die enthaltenen Substanzen erlaubt sind. Bis Ende 2017 beträgt das maximal zulässige Volumen 50 mL und dieses darf frühestens nach 6 Stunden erneut verabreicht werden."

2018er Liste und Liste der Änderungen:
https://www.nada.de/de/service-infos...r%5D=Downloads

Hafu 21.11.2017 20:43

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1344199)
https://www.nada.de/de/nada/aktuelle...ste-fuer-2018/

"Intravenöse Infusionen sind ab 2018 in einem Volumen von 100 mL und einem zeitlichen Abstand von mindestens 12 Stunden erlaubt, wenn die enthaltenen Substanzen erlaubt sind. Bis Ende 2017 beträgt das maximal zulässige Volumen 50 mL und dieses darf frühestens nach 6 Stunden erneut verabreicht werden."

2018er Liste und Liste der Änderungen:
https://www.nada.de/de/service-infos...r%5D=Downloads

100ml sind nahezu nichts, ist also keine gravierende Änderung zur früheren Praxis.. Zumindest ist damit die vermeintlich regenerationsfördernde Praxis, die nach manchen Langdistanzwettkämpfen an der Tagesordnung ist, nicht legalisiert, denn dabei werden mindestens 500ml NaCl, Ringer-, oder Glucoseinfusionen verabreicht.

Stefan 21.11.2017 21:09

Danke Harald für den Hinweis.

Ich war nur zufällig auf der NADA-Seite und hatte mich bei der Nachricht an den Thread im Forum erinnert.

Grüsse
Stefan


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