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silbermond 22.09.2013 22:58

Satire!
 
Gerade komme ich zurück aus Hamburg.

Zurück von meine sonntäglichen Runde um die Alster.

Wie immer legte ich Höhe Schwanenwik eine Pause ein.

Auf dem dortigen Rasen pflege ich meine Stabi zu machen.

Nach ein paar Minuten hörte ich es, ein leises Schnippen, ganz so, als wenn ein altes Zippo geöffnet würde.

Im Halbdunkel richtetet ich mich auf und suchte nach der Quelle des so sehr bekannten Geräusches.

Meine Augen trafen ihn, ich sah gerade noch den Abschnitt einer Cohiba leise in das Gras fallen.

Ein alter Mann sass dort auf einer Bank. Allein. Dunkler Wollmantel, passend zur Übergangszeit. Schal. Mütze, der Schirm schimmerte schwarz, wie gefrorenes Öl. Die Haare licht und grau.

Er riss ein Streichholz an, kein Weltholz, an der Flamme erkannte ich sofort: es war ein Swan.

Die Zigarre drehte er langsam in der Flamme. Er sog mit Genuss an ihr. Die Glut leuchtete in der Dunkelheit.

Er blies aus.

Der Rauch legte sich schwer, dennoch frühlingshaft, über die Alsterauen.

Schwanger vom Geruch nach Menthol.

Ich richtete mich auf, lief an ihm vorbei. Meine Worte an ihn gerichtet waren fast geflüstert:

11.314 Tage!

Er zwinkerte mir zu.

Angekommen an meinem Auto konnte ich nur noch eine undeutliche Silhouette im Licht der Laternen erkennen...

Heinrich

Raimund 22.09.2013 23:48

ab 2:00 minuten

http://www.youtube.com/watch?v=jz2dk...&feature=share

:Huhu:

lonerunner 22.09.2013 23:56

:Blumen:
Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 958022)


tomerswayler 23.09.2013 00:09

Zwischenergebnis bei bundeswahlleiter.de (aktuell 218 von 299 Wahlkreisen ausgezählt)

alessandro_gato 23.09.2013 00:45

So ist es halt mit der Demokratie.

Nur wenn die Mehrheit das Gefühl hat das sich Ihre persönliche Situation gebessert hat, dann wird die Regierung auch wieder gewählt.

Wenn nicht, dann zeigt das, dass die Regierung einige Wähler auf der Wegstrecke zurückgelassen hat.

Ist ja letztlich auch das gute an der Demokratie. Insofern bin ich zufrieden, auch wenn ich keine Große Koalition haben wollte und ich eben zufrieden war mit CDU/CSU & FDP.

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat dann eben keine so positiven Erfahrungen gemacht wie ich und will deswegen die große Koalition.

So soll es dann eben sein für die nächsten 4 Jahre.

Erschreckend finde ich das Ergebnis der AfD. Aber auch da zeigt sich, das die Leute Angst haben und den Untergangszenarien glauben geschenkt haben und nicht verstehen das die EU sehr wichtig ist für uns Europäer. Aber ist ja dann letztlich auch in Ordnung, wenn diese Wähler der FDP den Rücken gekehrt haben und stattdessen AfD gewählt haben: Zeigt das sie mit Ihren Sorgen & Ängsten ernst genommen werden wollen und das Gefühl haben bei der liberalen Partei FDP diesbezüglich eben kein Gehör mehr zu finden.
Zwar Schade, aber so ist das eben mit Demokratie.

Ich persönlich wollte die Große Koalition verhindern, da ich denke das wir dann die Negativen Punkte der SPD und die Negativen Punkte der CDU bekommen: Eben Steuererhöhungen ! Deswegen bin ich mit meiner Wahlentscheidung Pro Europa & Pro Liberalität zufrieden und denke ich werde auch Recht behalten mit meiner Befürchtung.

Ich hatte gleich das Gefühl das Merkel zwar gesagt hat das sie die Koalition mit der FDP fortsetzen will, aber leider insgeheim schon immer die Große Koalition mit der SPD wollte: Eben eine eher Linke CDU Politikerin.

Aber so ist das eben mit Demokratie !

Lui 23.09.2013 04:04

Hier nochmal die schönsten Momente der Wahl in Bildern:












Lui 23.09.2013 04:16




alessandro_gato 23.09.2013 07:34

Schade im Bund hat die FDP nur 4,7 % erreicht.
In Hessen hat es gereicht: Punktlandung mit 5,0 %.

So hätte ich mir das im Bund gewünscht.
Aber gut die Kanzlerin Merkel (eben eher eine linke CDU Politikerin) wollte die Große Koalition. Nun hat Sie diese Konstellation: Keine schwarz-gelbe Koalition mehr in Hessen & auch kein schwarz-gelbe Koalition mehr im Bund sowie auch keine Absolute Mehrheit der CDU/CSU im Bund.

Für Deutschland m.E. eher nicht so gut. Wäre schön gewesen wenn die erfolgreiche CDU/CSU & FDP Regierung im Bund hätte fortgesetzt werden können.

Große Koalitionen bedeuten meist Stillstand und die Kombination der negativen Punkte aus CDU/SPD: Eben Steuererhöhungen, keine Haushaltskonsolidierung, kein Schuldenabbau und die Probleme bleiben liegen, auch die Probleme auf EU Ebene. Mit der Folge das es dann eben auch zu Steuererhöhungen und Sozialabgabenerhöhungen kommen wird. Das Thema Sozialversicherungen wird man sicher auch wieder nicht durch Systemreformen angehen, sondern man wird wie gehabt nur rumdoktor'n in Form von Leistungskürzungen. Auf EU Ebene wird das dann leider auch vermehrt zu Nichteinhaltung der EU-Stabilitätskritierien führen, da die Kontrolle und Haushaltsdisziplin einer Bürgerlich-Liberalen Partei nun fehlt.

Schon dumm das sich die Bürger/Wähler durch linke Untergangsszenarien verunsichern und in die Irre leiten lassen, statt objektiv die Leistung der bisherigen Regierung aus CDU/CSU & FDP zu beurteilen. Die Welt geht nicht unter sondern entwickelt sich nur und ändert sich letztlich positiv wenn ich mir bspwse. die EU ansehe (Stichwort "Politische Union"). Mit dieser Positiven Entwicklung hätte man der Bevölkerung Mut machen sollen im Wahlkampf statt Ihnen Angst vor der Zukunft zu machen und sie zu verunsichern.

Aber so haben die Sozis das ja schon 1929-1932 während der damaligen Weltwirtschaftskrise getan. Mit den Folgen die wir Alle kennen: Ein Erstarken des national-egoistischen / national konservativen anti-europäischen Flügels ! Schade das die SPD so destruktiv ist. Deswegen auch für mich unwählbar.

Hier sehe ich auch den Fehler der FDP: Statt den Bürgern die neuen Möglichkeiten in einer globalisierten Welt zu eröffnen und anzubieten und Ihnen Konzepte in Richtung eines Föderalen Europäischen Bundesstaates (Europäische Politische Union) zu offerieren nur Aussagen wie "reine Märkte", "Werksverträge", "befristete Arbeitsverträge", "Private Rentenversicherung", "Private Krankenversicherung". Klar das solche Aussichten die Menschen eher verunsichern ohne das sie Erkennen das die Europäische Union (EU) eines der wichtigsten Poltischen, Wirtschaftlichen und auch Sozialen Projekte unsere Kontinents ist und das genau da die Zukunft des zukünftigen politischen Handels liegt: Stärkere Politische Zusammenarbeit mit unsere Europäischen Freunden und unseren Europäischen Nachbarn ! Hier hat die FDP als liberale Partei klar versagt bzw. sie konnte der SPD/Grüne Untergangs- und Notstands-Diskussion nichts entgegensetzen.

Aber ich sehe das auch positiv: Nun kommt endlich der lang erwartete Führungswechsel innerhalb der FDP, der schon 2009 hätte eingeleitet werden müssen.

Wobei ich bin ehrlich : Ich hätte gerne Neuwahlen und eine Wiederholung des Wahlgangs bis es zu eindeutigen Mehrheiten kommt

Sehe keinen Sinn darin wenn Gegner nach der Wahl koalieren, aber leider ist die Politische Kultur in Deutschland so homogen dass wir nun eine Große Koalition bekommen werden, so wie es sich bereits, trotz Dementis der Großen Parteien, in den letzten 2 Wochen abgezeichnet hatte. Man must ja nur zwischen den Zeilen lesen/hören und genau hinhören was im TV Duell und der sog. "Berliner Runde" gesagt worden ist bzw. wie man mit dem kleineren Koalitionspartner in den letzten 4 Jahren verfahren ist: Statt Kompromisse aus schwarz-gelber Politik gab es meist das Seehofer/Merkel Machtwort ohne Entfaltungsspielraum für die FDP. So etwas rächt sich dann natürlich trotz guter Politiker innerhalb der FDP: Liberalität, Freiheit und Bürgerlichkeit ist wichtig !

Genau deswegen wird es auch wieder eine FDP im Bundestag geben, die leider vom jetzigen Vorsitzenden & Spitzenkandidat Rössler/Brüderele verspielt worden ist. Eine Fehlbesetzung meines Erachtens. Ich hätte Westerwelle am Ruder gelassen oder einen neuen eher bürgerlich-liberalen Spitzenkandidat//Parteivorsitzenden eingesetzt. Deutsche hatten schon immer Angst vor "Freien Märkten und reiner Marktwirtschaft". Das weiss man wenn man die Politische Kultur hier im Land kennt. Deswegen braucht man einen Kandidaten/Vorsitzenden der den Bürgern Mut macht und Ihnen Sicherheit vermittelt. Zudem sind Doppelspitzen immer schlecht.

alessandro_gato 23.09.2013 10:23

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
By the way: Ich finde die Linke Spitzenkandidatin hier in Hesen süß.
kleine Maus...Echt niedlich.


http://die-linke-hessen.de/wahlen201...html#downloads

TheRunningNerd 23.09.2013 10:59

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958076)
By the way: Ich finde die Linke Spitzenkandidatin hier in Hesen süß.
kleine Maus...Echt niedlich.

Mit dem Chauvi-Scheiss hast Du es endgültig auf meine Ignore-Liste geschafft.

<*-¦-¦-¦-¦-¦-><

alessandro_gato 23.09.2013 11:31

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Also die ist süß, definitiv.

So rein privat kann man sicher anregende Gespräche mit dem Mäuschen führen.

carolinchen 23.09.2013 11:36

Naja, ob sie allerdings mit dir reden will bezweifle ich .
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie auf so einen schlechtaussehenden Langweilertypen wie dich steht.

sbechtel 23.09.2013 13:09

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958034)
Nur wenn die Mehrheit das Gefühl hat das sich Ihre persönliche Situation gebessert hat, dann wird die Regierung auch wieder gewählt.

(...)

Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung hat dann eben keine so positiven Erfahrungen gemacht wie ich und will deswegen die große Koalition.

(...)

Ich hatte gleich das Gefühl das Merkel zwar gesagt hat das sie die Koalition mit der FDP fortsetzen will, aber leider insgeheim schon immer die Große Koalition mit der SPD wollte: Eben eine eher Linke CDU Politikerin.

Naja, ich würde nicht sagen, dass die Mehrheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, sonst hätte die Union nicht so einen riesigen Zuspruch erhalten. Aber die FDP hat sich a) nicht richtig entfalten können, b) dass was sie gemacht hat nicht richtig verkauft und c) die falschen Positionen in der Spitze gehabt. Westerwelle war schon gar nicht schlecht, wie ich finde, mit Lindner wäre die Wahl ein Erfolg geworden, da bin ich überzeugt.

Zum Thema Koalition: Vergiss mal schwarz-grün nicht! Auch interessant die eine (geheime) Rückfrage in Hessen vom Bouffier an den Moderator: "Wie stehen denn die Grünen?"

In meinen Augen ist schwarz-grün deutlich wünschenswerter und einfacher als eine große Koalition. Dazu muss sich aber die Grüne einen Ruck geben und sich auf das zurück besinnen, was immer ihr Thema war: Die Energiewende! Sie haben immer wieder betont, dass die Energiewende der Union/FDP halbherzig sei und sie es besser machen würden. Sollen sie von der Union also den Posten des Umweltministers einfordern, dort vollen Spielraum verlangen und dafür die Union sonst walten lassen und das ihrer Basis auch so kommunizieren. Für mich der sinnvollste und einfachste weg. Wie sagte gestern ein Vereinskollege von mir, der diese Idee ebenfalls begrüßt: "Mit 8% müssen die Grünen halt mal kleinere (Bio-)Brötchen backen" :Lachanfall:

alessandro_gato 23.09.2013 13:53

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958147)
Naja, ich würde nicht sagen, dass die Mehrheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, sonst hätte die Union nicht so einen riesigen Zuspruch erhalten. Aber die FDP hat sich a) nicht richtig entfalten können, b) dass was sie gemacht hat nicht richtig verkauft und c) die falschen Positionen in der Spitze gehabt. Westerwelle war schon gar nicht schlecht, wie ich finde, mit Lindner wäre die Wahl ein Erfolg geworden, da bin ich überzeugt. :Lachanfall:

Das stimmt. Mit Lindner hätten sie Erfolg gehabt.
Aber genau die Zustände wie jetzt wollte ich verhindern, deswegen bin ich den Liberalen treu geblieben. So eine Patt-Situation wie jetzt finde ich nicht gut für Deutschland.

Und von CDU/Grüne Koalitionen halte ich nicht viel. Denn ich habe sie hier in Frankfurt unter OB Roth miterlebt. Da werden schizophrene Entscheidungen getroffen wie bswse. "Landes CDU" ist für den Flughafenausbau aber die "CDU Stadt Frankfurt + OB Roth" pro Forma aus Koalitionszwängen heraus dagegen.

CDU/CSU & FDP passen besser zusammen.
Aber gut: Wir sind eine Demokratie. Die Mehrheit entscheidet. Insofern ist das halt nun so und die CDU/CSU muss sehen wie sie sich eine Mehrheit beschaffen.

Freiheit, Liberalität, Bürgerlichkeit sind wichtige Elemente in unserer Republik und ich hätte 5,0% besser gefunden. Sozusagen ein "kleiner Strafzettel" mit dem Auftrag sich in den nächsten 4 Jahren mehr zu profilieren. Aber raus aus der Regierungsverantwortung und raus aus dem Bundestag..wow...Die FDP hat 53 Jahre Regierungszeit in der Bundesrepublik mitgestaltet und ist auch im 19.Jahrhundert als liberale Freiheitsbewegung Mitbegründer der Deutschen Demokratie & liberal-bürgerlichen Demokratiebewegung.

Liberale Politik ist mehr als Investmentbanking, Freie Märkte und Kapitalismus.

Das sollte man niemals vergessen.

MatthiasR 23.09.2013 15:04

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958040)
Schade im Bund hat die FDP nur 4,7 % erreicht..

Das tut mir jetzt aber leid. :Lachanfall:

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958040)
Schon dumm das sich die Bürger/Wähler durch linke Untergangsszenarien verunsichern und in die Irre leiten lassen, statt objektiv die Leistung der bisherigen Regierung aus CDU/CSU & FDP zu beurteilen.

Wählerbeschimpfung kommt immer gut. :(

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958040)
Aber so haben die Sozis das ja schon 1929-1932 während der damaligen Weltwirtschaftskrise getan. Mit den Folgen die wir Alle kennen: Ein Erstarken des national-egoistischen / national konservativen anti-europäischen Flügels !

Ja nee, is klar, die SPD ist schuld am Erstarken der Nazis. Merkst du noch was? :Kotz:

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958040)
Wobei ich bin ehrlich : Ich hätte gerne Neuwahlen und eine Wiederholung des Wahlgangs bis es zu eindeutigen Mehrheiten kommt

Klar, wir wählen so lange, bis dir das Ergebnis passt. :Nee:

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958076)
By the way: Ich finde die Linke Spitzenkandidatin hier in Hesen süß.

Das ist ja mal ein tolles politisches Argument :Nee:

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958169)
Liberale Politik ist mehr als Investmentbanking, Freie Märkte und Kapitalismus.

FDP-Politik ist auch noch krasser Lobbyismus und Steuergeschenke an die Klientel.
Was liberale Politik ist, könnte man diskutieren. Und auch welche Parteien dafür stehen. Die FDP steht dafür ja schon lange nicht mehr.

Gruß Matthias

MattF 23.09.2013 15:15

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958147)
Naja, ich würde nicht sagen, dass die Mehrheit schlechte Erfahrungen gemacht hat, sonst hätte die Union nicht so einen riesigen Zuspruch erhalten. Aber die FDP hat sich a) nicht richtig entfalten können, b) dass was sie gemacht hat nicht richtig verkauft und c) die falschen Positionen in der Spitze gehabt.

Du bist noch jung also seis dir verziehen, allen Wahlverlierern geht es wie du das beschreibst.
Immer wurden die "Erfolge" nur nicht richtig kommuniziert oder der pöse pöse Wähler wollte es einfach nicht verstehen, dass es Erfolge waren.

:liebe053:

MattF 23.09.2013 15:23

Zitat:

Zitat von MatthiasR (Beitrag 958210)

FDP-Politik ist auch noch krasser Lobbyismus und Steuergeschenke an die Klientel.
Was liberale Politik ist, könnte man diskutieren. Und auch welche Parteien dafür stehen. Die FDP steht dafür ja schon lange nicht mehr.

Gruß Matthias


Gibt es in Europa eigentlich irgendwo noch liberale Parteien im Wort Sinne*?

England fällt mir als ehestem noch ein.

Viele Liberale in der EU sind in eine rechts nationales Ecke abgewandert wie z.b. in AT oder auch in den Niederlanden.

Von daher muss man der FDP ja noch einigermassen dankbar sein, dass sie den Drift in die rechte Ecke nicht mitgemacht hat.

* also wirschaftsliberal aber auch liberal gegenüber Flüchtlingen, Zuwanderen und für starke Bürgerrechte wie Datenschutz usw..

alpenfex 23.09.2013 15:47

Und um mal das Ergebnis der TS Umfrage hier zu kommentieren: TS scheint, auf Bundesebene, nicht repräsentativ bzw. ein Querschnitt aus "Extrawürsten". :dresche

...gut, dass es Extrawürste sind!

Lui 23.09.2013 15:53

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958040)
Schade im Bund hat die FDP nur 4,7 % erreicht.

Ach, doch soviel. Ich dachte es war sogar noch weniger:



Zitat:

Zitat von carolinchen (Beitrag 958106)
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie auf so einen schlechtaussehenden Langweilertypen wie dich steht.

Autsch! Gibt's irgendwo Fotos?

sbechtel 23.09.2013 15:58

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958169)
Und von CDU/Grüne Koalitionen halte ich nicht viel. (...) CDU/CSU & FDP passen besser zusammen.

Stimmt, aber die Sitzeverteilung ist wie sie ist und da muss man sich halt das kleinste Übel aus dem möglichen Angebot raussuchen. Und das ist meiner Meinung nach eher schwarz-grün als schwarz-rot.

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958169)
Liberale Politik ist mehr als Investmentbanking, Freie Märkte und Kapitalismus.

Stimmt! Aber, und das sieht die FDP auch selbst ein, wurde sie diesem Anspruch in letzter Zeit nicht immer gerecht. Meiner Meinung nach nicht so krass, wie der Wähler es beurteilt hat, aber eben doch merklich. Deshalb glaube ich auch, dass Lindner ein guter Mann für die Spitze ist. Er ist deutlich liberaler als seine Kollegen und vielleicht auch ein wenig linker, was einer Partei, die als Vertreter der Konzerne in Verruf gekommen ist, sicher nicht schaden kann.

Er hat übrigens heute auf Facebook bekannt gegeben, um den Parteivorsitz zu kandidieren.

sbechtel 23.09.2013 16:08

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 958215)
Immer wurden die "Erfolge" nur nicht richtig kommuniziert oder der pöse pöse Wähler wollte es einfach nicht verstehen, dass es Erfolge waren.

Wenn eine Partei wie die FDP für ein starkes Europa und mehr Europa steht, Deutschland aus der Eurozone imens profitiert und dann eine Partei, die Euro- und Europa-feindlich ist, sich in der selben Preisklasse positioniert, dann hat die Partei etwas falsch gemacht.

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 958218)
Gibt es in Europa eigentlich irgendwo noch liberale Parteien im Wort Sinne*?

England fällt mir als ehestem noch ein.

GB macht auf Europa- und internationaler Ebene doch gerne mal einen Alleingang. Das ist nicht sonderlich liberales Verhalten.

silbermond 23.09.2013 16:14

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958040)
Aber so haben die Sozis das ja schon 1929-1932 während der damaligen Weltwirtschaftskrise getan. Mit den Folgen die wir Alle kennen: Ein Erstarken des national-egoistischen / national konservativen anti-europäischen Flügels ! Schade das die SPD so destruktiv ist. Deswegen auch für mich unwählbar.

Kurze Nachhilfe in Geschichte von mir, nur für Dich.

Was taten Deine so sehr geschätzten Liberalen am 24.03.1933?

Was Du hier in worthülsenreich, dafür aber inhaltslos, abstrus von Dir gibst - argumentieren kann ich es beim besten Willen nicht nennen, das wäre eine schwere Beleidigung für ein Argument - verdient in meinen Augen nur eine Bezeichnung:

Demagogie

Heinrich

alpenfex 23.09.2013 16:27

Zitat:

Zitat von silbermond (Beitrag 958236)
Kurze Nachhilfe in Geschichte von mir, nur für Dich.

Was taten Deine so sehr geschätzten Liberalen am 24.03.1933?

Was Du hier in worthülsenreich, dafür aber inhaltslos, abstrus von Dir gibst - argumentieren kann ich es beim besten Willen nicht nennen, das wäre eine schwere Beleidigung für ein Argument - verdient in meinen Augen nur eine Bezeichnung:

Demagogie

Heinrich

Ich würde dem Geschreibsel gar nicht so viel Aufmerksamkeit zubilligen.

sbechtel 23.09.2013 17:20

Zitat:

Zitat von silbermond (Beitrag 958236)
Was taten Deine so sehr geschätzten Liberalen am 24.03.1933?

Zu dieser Zeit waren Liberale doch eine vom aussterben bedrohte Spezies. NSDAP, DNVP & Zentrum hatten zusammen schon fast die 2/3-Mehrheit. Die einzige selbsternannte liberale Kraft war doch die DVP, aber liberal heißt ja auch nicht gleich demokratisch.

Das die SPD gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hat, ist ihr trotzdem hoch anzurechnen!

Was die FDP angeht, die wurde erst in der BRD gegründet und hat historisch gesehen mit Entscheidungen in der Nazizeit überhaupt nichts zu tun.

MattF 23.09.2013 17:24

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958234)
GB macht auf Europa- und internationaler Ebene doch gerne mal einen Alleingang. Das ist nicht sonderlich liberales Verhalten.


Ich fragte ob es liberale Parteien gibt, nicht ob sich ein Land liberal verhält.

Hm die Liberal Democrats müsste man sich wirklich mal anschauen

http://de.wikipedia.org/wiki/Liberal_Democrats

Lui 23.09.2013 18:06

Hat eigentlich außer mir sonst noch einer Die Partei gewählt?:Blumen:

Spanky 23.09.2013 18:17

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 958287)
Hat eigentlich außer mir sonst noch einer Die Partei gewählt?:Blumen:

..ich dachte es wird die Tierschutzpartei?? :Lachen2:

silbermond 23.09.2013 18:17

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958264)
Zu dieser Zeit waren Liberale doch eine vom aussterben bedrohte Spezies. NSDAP, DNVP & Zentrum hatten zusammen schon fast die 2/3-Mehrheit. Die einzige selbsternannte liberale Kraft war doch die DVP, aber liberal heißt ja auch nicht gleich demokratisch.

Das die SPD gegen das Ermächtigungsgesetz gestimmt hat, ist ihr trotzdem hoch anzurechnen!

Was die FDP angeht, die wurde erst in der BRD gegründet und hat historisch gesehen mit Entscheidungen in der Nazizeit überhaupt nichts zu tun.

Du weisst dann ja mit Sicherheit was aus diesen "Liberalen" nach 1945 wurde und wo sie ihre politisch aktive Zeit verbrachten.

Ich wollte es auch nur anführen, da der Herr Gato ja so stolz auf die "liberale" Vergangeheit der FDP bis tief ins 19. Jahrhundert verwies.

Wer Demokraten und demokratische Parteien dafür verantwortlich macht einer Diktatur Vorschub geleistet zu haben hat in meinen Augen echt ein an der Marmel, befindet sich in bester Gesellschaft mit Heiner Geissler, der einen ähnlichen Vergleich vor Jahren kund tat.

Heinrich

pioto 23.09.2013 18:19

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 958287)
Hat eigentlich außer mir sonst noch einer Die Partei gewählt?:Blumen:

Wollte ich, aber in Bayern waren die nicht auf der Liste. Mich haben da so manche Programmpunkte überzeugt. Der Vorsitzende hat sich außerdem dafür ausgesprochen, alle Krisen zu beenden, da "Die Partei" Krisen gleich welcher Art nicht mag.

alessandro_gato 23.09.2013 18:23

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958231)
Stimmt, aber die Sitzeverteilung ist wie sie ist und da muss man sich halt das kleinste Übel aus dem möglichen Angebot raussuchen. Und das ist meiner Meinung nach eher schwarz-grün als schwarz-rot.



Stimmt! Aber, und das sieht die FDP auch selbst ein, wurde sie diesem Anspruch in letzter Zeit nicht immer gerecht. Meiner Meinung nach nicht so krass, wie der Wähler es beurteilt hat, aber eben doch merklich. Deshalb glaube ich auch, dass Lindner ein guter Mann für die Spitze ist. Er ist deutlich liberaler als seine Kollegen und vielleicht auch ein wenig linker, was einer Partei, die als Vertreter der Konzerne in Verruf gekommen ist, sicher nicht schaden kann.

Er hat übrigens heute auf Facebook bekannt gegeben, um den Parteivorsitz zu kandidieren.

Ja Demokratie ist Demokratie und die Regierung hat es versäumt die Menschen "mitzunehmen" die Angst haben. Die Leute haben Angst vor der EU, vor dem EURO und auch vor Globalisierung. Sind de facto nicht fit für die Zukunft ! Und dann kommt es leider zu solchen Zuständen. Wobei die Kanzlerin nicht ganz unschuldig ist. Sie hätte den Ex CDU'ler und nun AfD Chef besser in der Union gehalten durch Mehr-Konsolidierung, Mehr Sparen, Mehr Druck auf die Krisenländer.
Aber gut: Allen kann sie es auch nicht Recht machen. Und ich unterstelle der AfD auch dass es reiche Professoren/Wirtschaftsprofessoren sind, die Angst haben das Ihnen Ihre Felle davon schwimmen, sprich ihre Pensionen, usw.

Sind ja Beamte Höherer Laufbahn mit einem 1A Einkommen. Da kann einem die EU Politik natürlich Angst machen. Die Angst hätte man Ihnen nehmen müssen. Das wurde definitiv versäumt auch durch die FDP, der diese Wähler anscheinend nun fehlen. Denke die meisten Ex FDP'ler haben wohl da Ihr Kreuzchen gemacht. Man hätte diesen Leuten mehr Hoffnung machen sollen, meiner Ansicht durch Zukunftsperspektiven wie einem Föderalen Demokratischen Europäischen Bundesstaat (POLITISCHE UNION).

=> Denke wenn man solchen "Angsthasen" geordnete staatliche Strukturen auf Europa Ebene angeboten hätte als Perspektive, dann wären sie der Regierung als Wähler erhalten geblieben. Aber so, ohne Perspektive & gepaart durch Angst & angereichert durch Untergangsszenarien der Linken, flüchteten sie nun in die erst beste Hand AfD die ihnen Nationalstaatliche Ordnung versprochen hat.

Wie auch immer: Ist halt jetzt so ! Kann man nicht mehr ändern

Merkel hat den Regierungsauftrag erhalten. Wird man halt nun reden und diskutieren und verhandeln: Am Ende wird es eine Regierung unter Ihrer Führung geben mit der Partei die Kompromisse machen kann und mit der CDU/CSU zusammen konstruktiv arbeiten will.

Warten wir es halt jetzt einfach ab.
Denke in 1 Woche wissen wir mehr und in 20-30 Tagen steht die neue Koalition der Vernunft

captain hook 23.09.2013 18:26

Zitat:

Zitat von silbermond (Beitrag 958296)
Wer Demokraten und demokratische Parteien dafür verantwortlich macht einer Diktatur Vorschub geleistet zu haben hat in meinen Augen echt ein an der Marmel, befindet sich in bester Gesellschaft mit Heiner Geissler, der einen ähnlichen Vergleich vor Jahren kund tat.

Heinrich

Und ich hab mich die ganze Zeit gefragt, wo er das abgeschrieben hat. :Lachanfall:

Lui 23.09.2013 18:36

Zitat:

Zitat von Spanky (Beitrag 958295)
..ich dachte es wird die Tierschutzpartei?? :Lachen2:

Ja, wollte ich erst aber die Wahlspots der Partei haben mich überzeugt.

Zitat:

Zitat von pioto (Beitrag 958297)
Wollte ich, aber in Bayern waren die nicht auf der Liste.

Ich konnte sie anscheinend nur mit der Zweitstimme wählen(oder ich habs übersehen) weshalb ich mit Erststimme die drittgrößte Partei gewählt habe.

Zitat:

Zitat von pioto (Beitrag 958297)
Der Vorsitzende hat sich außerdem dafür ausgesprochen, alle Krisen zu beenden, da "Die Partei" Krisen gleich welcher Art nicht mag.

Ja, das fand ich auch sehr überzeugend.


tandem65 23.09.2013 18:45

Zitat:

Zitat von alessandro_gato (Beitrag 958299)
Ja Demokratie ist Demokratie und die Regierung hat es versäumt die Menschen "mitzunehmen" die Angst haben.

Der einzige der hier immer wieder Angst äussert bist Du und Dich haben sie doch mitgenommen. das sieht mir eher so als hätte Frau Merkel sehr viele mitgenommen hat die Angst haben? :Gruebeln:

HobbyStudent 23.09.2013 18:56

Zitat:

Zitat von pioto (Beitrag 958297)
Wollte ich, aber in Bayern waren die nicht auf der Liste. Mich haben da so manche Programmpunkte überzeugt. Der Vorsitzende hat sich außerdem dafür ausgesprochen, alle Krisen zu beenden, da "Die Partei" Krisen gleich welcher Art nicht mag.

ein Skandal ist das, hätte die auch gewählt. In anderen Bundesländern hat die wohl wirklich kandidiert?

Lui 23.09.2013 18:58

Das Partei-Programm ist auch schön übersichtlich: http://www.die-partei.de/regierungsprogramm/

sbechtel 23.09.2013 19:21

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 958305)
Ich konnte sie anscheinend nur mit der Zweitstimme wählen(oder ich habs übersehen)

Für die Erststimme müssten sie für alle 299 Wahlkreise einen Kandidaten haben, die muss man erstmal zusammen kriegen als Fun-Partei ;)

Lui 23.09.2013 19:43

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958328)
Für die Erststimme müssten sie für alle 299 Wahlkreise einen Kandidaten haben, die muss man erstmal zusammen kriegen als Fun-Partei ;)

Das hat die FDP doch auch geschafft:Lachen2:

pioto 23.09.2013 19:49

Zitat:

Zitat von sbechtel (Beitrag 958328)
Für die Erststimme müssten sie für alle 299 Wahlkreise einen Kandidaten haben, die muss man erstmal zusammen kriegen als Fun-Partei ;)

Die andere (und wirkliche) Spaßpartei ist doch die FDP, übrigens die einzige Partei, mit der "Die Partei" nicht koalieren würde! Zusammen kommen diese beiden Parteien auf 5%, was bedeutet, dass "Die Partei" die FDP aus dem Bundestag gekegelt hat, denn die 0,2% von "Die Partei" fehlen der FDP schmerzlich.

Ich sehe für "Die Partei" jetzt gut Chancen bei der Europawahl, denn 1% reicht, um einen Kandidaten ins Europaparlament zu entsenden (5% Grenze gibt's nicht).

silbermond 23.09.2013 20:23

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 958300)
Und ich hab mich die ganze Zeit gefragt, wo er das abgeschrieben hat. :Lachanfall:

"Die Massenvernichtung in Auschwitz gedanklich in Verbindung zu bringen mit der Verteidigung der atomaren Abschreckung eines freiheitlich-demokratischen Rechtsstaats, dies gehört ebenfalls in das Kapitel der Verwirrung der Begriffe und der Geister, die wir jetzt bestehen müssen. Herr Fischer, ich mache Sie als Antwort auf das, was Sie dort gesagt haben, auf folgendes aufmerksam: Der Pazifismus der dreißiger Jahre, der sich in seiner gesinnungsethischen Begründung nur wenig von dem heutigen unterscheidet, was wir in der Begründung des heutigen Pazifismus zur Kenntnis zu nehmen haben, dieser Pazifismus der dreißiger Jahre hat Auschwitz erst möglich gemacht." H. Geißler, Anfang der 80er

Heinrich

sbechtel 23.09.2013 20:37

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 958339)
Das hat die FDP doch auch geschafft:Lachen2:

Zitat:

Zitat von pioto (Beitrag 958343)
Die andere (und wirkliche) Spaßpartei ist doch die FDP

Kommt ihr euch bei solchen Aussagen nicht selbst lächerlich vor? Wir reden hier von einer Partei mit 68 Jahren bestehen, 45 Jahren Regierungsarbeit und 2 Bundespräsidenten (3 Amtszeiten).


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