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Rälph 11.10.2009 23:03

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 290199)

es ist doch jedem seine ureigenste entscheidung ein rennen zu finishen oder nicht! und diese freiheit sollte man auch jedem zugestehen

Um Gottes Willen, ich verlange doch kein Ausstiegsverbot! Mir fehlt lediglich der Geist von früher. Finishen als oberstes Ziel, oder als Minimalziel. Und viele (ich würde sagen die meisten) Amateure tragen diese Haltung noch in sich. Ich kenne einen, der lag ne Stunde im Krankenwagen und ist dann wieder auf die Strecke :kruecken: und hat gefinisht.

Wasserträger 11.10.2009 23:04

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 290236)
so weit sind wir zum Glück noch nicht.

Waren wir aber schonmal. Brot und Spiele und so...

Schade dass man sich gestern nicht mal persönlich begegnet ist. Aber ich war schon so müde - Autofahrerei wäre noch später keine gute Idee mehr gewesen und mein Schulkrams wäre auch nicht gut gegangen...

neonhelm 11.10.2009 23:04

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 290236)
so weit sind wir zum Glück noch nicht.

Bohlen strickt bestimmt schon am Konzept... Es soll ja in Foren auch schon erste Superstar-Freds geben... :Lachen2:

titansvente 11.10.2009 23:07

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 290238)
Ich kenne einen, der lag ne Stunde im Krankenwagen und ist dann wieder auf die Strecke :kruecken: und hat gefinisht.

helden kennen keinen schmerz

:Huhu:

FuXX 11.10.2009 23:08

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 290238)
Um Gottes Willen, ich verlange doch kein Ausstiegsverbot! Mir fehlt lediglich der Geist von früher. Finishen als oberstes Ziel, oder als Minimalziel. Und viele (ich würde sagen die meisten) Amateure tragen diese Haltung noch in sich. Ich kenne einen, der lag ne Stunde im Krankenwagen und ist dann wieder auf die Strecke :kruecken: und hat gefinisht.

Und das ist schlau? Dieser überall hineininterpretierte Heroismus ist ein wenig albern.

Wenn ein Profi sowas macht, dann ist das in erster Linie dumm. Bei nem Fußballer, der beim Stande von 0:3 vor Krämpfen kaum noch laufen kann, sich aber nicht auswechseln lässt und noch 3 weitere Gegentore verschuldet, lachen sich alle drüber kaputt wie blöd er oder wahlweise der Trainer ist - aber bei nem Ironman Profi ist ein analoges Verhalten heroisch? Gefinisht hat der Fußballer ja auch...

FuXX

Rälph 11.10.2009 23:10

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 290244)

:Lachanfall: :Lachanfall: :Lachanfall:

Cruiser 11.10.2009 23:11

Zitat:

Zitat von Jahangir (Beitrag 290183)
Zurück zum Thema. Hätte Norman gewonnen, dann würden ihn viele, die sich jetzt über ihn lustig machen, seinen Raddruck und seine Willenskraft bewundern und wild darauf los spekulieren, bei welchem Deutschen Langdistanz Rennen er 2010 antritt.

Klar, oder?

Zitat:

Zitat von Jahangir (Beitrag 290183)
Thomas Hellriegel ist eine lebende Legende, der aus meiner Sicht um zwei Siege auf Hawaii beschissen wurde (95 u 96) und über 14 Jahre in der absoluten Weltspitze großartige Leistungen gebracht hat. Er hört auf, wenn ihm danach ist und muss niemanden um dessen Rat fragen. Im übrigen hat er immer noch seine Sponsoren und startet jedes Jahr für umme bei einem Wettkampf, der für viele der absolute Lebenstraum ist.

Klar, oder?

Weiß doch auch jeder warum. :Holzhammer:

Ich mag Hellriegel und Norman ist bei mir (persönlich) auch im Kurs gestiegen, aber was zum Henker willst du uns eigentlich damit sagen?

Male Partus 11.10.2009 23:12

Zitat von einem Pro aus 2008:

Dann schaute ich zu meiner linken, dort saß Thomas Hellriegel und sagte „ich lauf auch nimmer, ich war 8 mal unter denTop 10, was soll ich jetzt 30ster werden

Jahangir 11.10.2009 23:13

Zitat:

Zitat von Kurt D. (Beitrag 290195)
--- die Bewertung hat das eigene Management eigentlich treffend ausgedrückt. Du bastelst dir deine "Meinungswelt" nun dazu und mixt unwissend kräftig umher und
unterstellst leider dann gerne Anderen etwas. Ist halt "eure Oskar Parteischule". ;)

Uuups, kein Grund gleich so aufbrausend zu werden. Meine "Meinungswelt" ist die, dass ich es nicht besonders toll finde, wenn man einem Athleten, der, wegen dem erfolglosen Abschneiden beim wichtigsten Wettkampf des Jahres eh schon am Boden liegt, noch "eine verbal reintritt".

So wie du das allerdings hier zelebrierst, braucht man es ohnehin nicht ernst zu nehmen. Primitives Nachtreten ist das.

Das zwischen der Leistung und dem eigenen Anspruch gewaltige Lücken klaffen, liegt doch auf der Hand. Bestreitet das irgendjemand?
Wenn du nun versuchst zu suggerieren, dass die Stellungnahme des eigenen Managements irgendwas mit deiner hier verbreiteten Position zu tun hat und ich mich dazu in Widerspruch stelle, empfehle ich dir die Gebühr für das Rhetorikseminar zurückverlangen. War eine unnütze Veranstaltung - vielleicht hast du aber auch wieder nicht richtig zugehört. Soll ja öfters vorkommen bei dir;)

Rälph 11.10.2009 23:17

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 290245)
Und das ist schlau? Dieser überall hineininterpretierte Heroismus ist ein wenig albern.

Ich interpretiere überhaupt keinen Heroismus überall hinein. Aber wenn man schon bei einem Wettbewerb mitmacht, der den an sich lächerlichen Namen IRONMAN trägt, dann gehört doch wohl auch eine deutlich nach oben geschobene Schmerzgrenze dazu, oder.

Und bitte: Kein Fußball. Danke!

Triarugger 11.10.2009 23:20

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 290245)
Und das ist schlau? Dieser überall hineininterpretierte Heroismus ist ein wenig albern.

Wenn ein Profi sowas macht, dann ist das in erster Linie dumm. Bei nem Fußballer, der beim Stande von 0:3 vor Krämpfen kaum noch laufen kann, sich aber nicht auswechseln lässt und noch 3 weitere Gegentore verschuldet, lachen sich alle drüber kaputt wie blöd er oder wahlweise der Trainer ist - aber bei nem Ironman Profi ist ein analoges Verhalten heroisch? Gefinisht hat der Fußballer ja auch...

FuXX

Stimme Dir absolut zu. Wer sowas macht dem ist auch nicht mehr ganz zu helfen. Wie kann man aus dem Krankenwagen noch wieder loslaufen?

Helmut S 11.10.2009 23:22

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 290261)
dann gehört doch wohl auch eine deutlich nach oben geschobene Schmerzgrenze dazu, oder.

Ja. Schmerzgrenze ist bei nem Pro aber nicht nur physiologisch. Da spielen viele Faktoren eine Rolle die eine "Schmerzgrenze" bauen. Nicht zuletz die Eitelkeit einer schlechten Zeit in der Vita. Haste Dich schon mal gefragt warum z. B. Diskuswerfer oder so ihre schlechten Versuche ungültig machen? Ist doch eigentlich auch sinnlos.

Rälph 11.10.2009 23:33

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 290265)
Haste Dich schon mal gefragt warum z. B. Diskuswerfer oder so ihre schlechten Versuche ungültig machen? Ist doch eigentlich auch sinnlos.

Schlechtes Beispiel. Es wäre der Kugelstoßer der alle Versuche ungültig macht (falls das möglich wäre) , nur weil er keine Siegchancen mehr hat:

Nenne es sentimental oder wie auch immer. Aufgeben steht entgegen dem Gedanken des Ironman.

Helmut S 11.10.2009 23:37

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 290275)
Schlechtes Beispiel. Es wäre der Kugelstoßer der alle Versuche ungültig macht (falls das möglich wäre) , nur weil er keine Siegchancen mehr hat:

Du sagst Beispiel und meinst Vergleich. Der Vergleich wäre schlecht, ja.

Das Beispiel ist aber gut, denn es zeigt die Psychologie des Top-Sportlers in Bezug auf schlechte Ergebnisse. Es war ein Beispiel dafür, dass es außer der körperlichen Schmerzgrenze noch andere Aspekte gibt.

FuXX 11.10.2009 23:40

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 290261)
Ich interpretiere überhaupt keinen Heroismus überall hinein. Aber wenn man schon bei einem Wettbewerb mitmacht, der den an sich lächerlichen Namen IRONMAN trägt, dann gehört doch wohl auch eine deutlich nach oben geschobene Schmerzgrenze dazu, oder.

Ich glaube die Jungs über die du da gerade meckerst haben ne Schmerzschwelle die ist soweit jenseits von deiner, dass du schon lange so wie der gute Wiggum jr. am Boden rumgekullert wärest, als die noch unterwegs waren. Zudem ist der emotionale impact eben ein ganz anderer, wenn man gewinnen will, als wenn man eh nur um die goldene Ananas kämpft.

Findest du es nicht etwas sehr anmaßend Weltklasse Leuten zu erzählen wie sie ihren Beruf auszuüben haben? Klar, um Ingenieur zu sein, muss man kein T-Träger gewesen sein, daher dürfen auch nicht Profis Profis kritisieren. Aber ein Kritiker darf nicht für die untersuchte Gruppe die Maßstäbe einer anderen anlegen. Und die Profis sind eben keine Agegrouper die zuallererst zum finishen da sind.

Wenn dann solche Urteile auch noch ohne genaue Kenntnis der Umstände geällt werden, ist man über Anmaßung schon weit hinaus.

Zitat:

Und bitte: Kein Fußball. Danke!
Zu Fußball gehört halt mehr als nur Training, Training, Training ;)

Aber darum ging es ja gar nicht...

FuXX

Helmut S 11.10.2009 23:46

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 290283)
Zu Fußball gehört halt mehr als nur Training, Training, Training ;)

Haargel? :Cheese: :Lachen2:

swimslikeabike 11.10.2009 23:48

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 290067)
Ich weiß nicht wie`s euch geht. Aber mich regt diese Aufgebermentalität der Pros in Kona ziemlich auf. Um nur mal einige Namen zu nennen: Stadler, Göhner, Hellriegel, Fachbach, Vanhoenacker, Sundberg, De Boom, Beke, Bastie, ....

Was soll denn das? Wo ist denn der alte Finisher-Geist geblieben? Mir scheint, da können sich die Jungs einmal von UNS eine Scheibe abschneiden.



DNF? Nicht so lange ich noch kriechen kann!

Kannst Du mal den Betke aus deiner Aufstellung nehmen der a) gar nicht in Kona war und b) schon gezeigt hat, daß er einen Marathon in Würde nach Hause gehen kann und für seinen Finisher-Gedanken von allen Seiten grosses Lob bekommen hat.

Ausserdem finde ich es nicht verkehrt, wenn einer grosses Risiko geht (Normann, Marino auf dem Rad) und dann eben die Reissleine zieht bevor es zu gesundheitlichen Schäden kommt.

lonerunner 11.10.2009 23:51

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 290289)
Haargel? :Cheese: :Lachen2:

oder Eier :cool:

Rälph 11.10.2009 23:51

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 290283)

Findest du es nicht etwas sehr anmaßend Weltklasse Leuten zu erzählen wie sie ihren Beruf auszuüben haben?
Wenn dann solche Urteile auch noch ohne genaue Kenntnis der Umstände geällt werden, ist man über Anmaßung schon weit hinaus.


Es bleibt dabei: Mir fehlt der alte Geist, anmaßend oder nicht.

Rälph 11.10.2009 23:56

Zitat:

Zitat von swimslikeabike (Beitrag 290292)
Kannst Du mal den Betke aus deiner Aufstellung nehmen der a) gar nicht in Kona war und b) schon gezeigt hat, daß er einen Marathon in Würde nach Hause gehen kann und für seinen Finisher-Gedanken von allen Seiten grosses Lob bekommen hat.

Der ist nach dem Schwimmen raus.

maifelder 11.10.2009 23:57

Hatten wir im letzten Jahr nicht eine ähnlich gelagerte Diskussion?

Ich frage mich nur, warum man die Heroen Stadler und Hellriegel nicht kritisch hinterfragen darf. Zweifellos haben beide viel für den Sport getan.

Für beide gilt, dass sie sich nicht mehr qualifizieren muss.

Sehr viele Agegrouper würden gerne mal nach Hawaii und würden viel dafür aufgeben, entbehren und auch Geld ausgeben. Aus dieser Sicht betrachtet ist es vielleicht nachvollziebar, wenn man sich darüber aufregt, dass die beiden wiederholt ausgestiegen sind.

Ein Finnish unter allen Umständen würde sehr viele Agegrouper bewundernswert anerkennen. Wenn ich dann so einen Spruch wie oben lesen muss, ich war 8mal unter den Top 10. Glaubt der wirklich, dass er noch mal unter die Top 10 kommt. :Nee:

Mal gespannt, wen wir alles in Florida wiedersehen werden.

Jahangir 12.10.2009 00:04

Zitat:

Zitat von maifelder (Beitrag 290297)
Hatten wir im letzten Jahr nicht eine ähnlich gelagerte Diskussion?

Ich frage mich nur, warum man die Heroen Stadler und Hellriegel nicht kritisch hinterfragen darf. Zweifellos haben beide viel für den Sport getan.

Für beide gilt, dass sie sich nicht mehr qualifizieren muss.

Sehr viele Agegrouper würden gerne mal nach Hawaii und würden viel dafür aufgeben, entbehren und auch Geld ausgeben. Aus dieser Sicht betrachtet ist es vielleicht nachvollziebar, wenn man sich darüber aufregt, dass die beiden wiederholt ausgestiegen sind.

Ein Finnish unter allen Umständen würde sehr viele Agegrouper bewundernswert anerkennen. Wenn ich dann so einen Spruch wie oben lesen muss, ich war 8mal unter den Top 10. Glaubt der wirklich, dass er noch mal unter die Top 10 kommt. :Nee:

Mal gespannt, wen wir alles in Florida wiedersehen werden.

Genau, sag ich doch, jedes Jahr die gleiche Leier. Ich finde es geil, dass der Thomas jedes Jahr seinen Freistart in Anspruch nimmt. Ich glaube nicht, dass die Damen und Herren von der WTC den Platz einem Age-Grouper geben würden, wenn TH nicht startet. An seiner Stelle würde ich jedes Jahr bis in die AK 70 starten.

Wobei, wenn dann Kurt das Ruder in Hawaii übernimmt, dann müssen wohl alle ehemaligen Sieger die Startgebühr entrichten, wenn sie nicht finishen:Huhu:
Cengiz

kna 12.10.2009 00:11

Zitat:

Zitat von Falko (Beitrag 290081)
Schau dir mal Rälphs Profil an... ;)

es geht auch anders. profi-tria ain-alar juhanson aus estland qüalt sich durch. man beachte seine marathonzeit um ca. 5h30min. juhanson hat da sicherlich auch etwas für seinen kopf¨/ mentale stärke getan.
dennoch habe ich verständnis für leute die frühzeitig ausscheiden. im top-bereich gehts ums grosse geschäft. neues spiel-neues glück.

Klugschnacker 12.10.2009 00:12

Ich fände es auch nicht schlecht, wenn wieder mehr gefinisht würde. An den Wandertag von Zäck erinnere ich mich heute genauso gut wie an sein Rennen in Roth 1997. Mir gefällt’s, wenn sich einer dem Rennen stellt, mit allen Konsequenzen (außer Gesundheit).

Grüße,
Arne

nabenschalter 12.10.2009 00:19

Meine Position ist, daß der Triathlon auch vom Finishergedanken lebt! Dies gilt m.E. insbesondere für Hawaii. Aber:

Grundsätzlich muß jeder Athlet (ob Pro oder AKler) aber selbst entscheiden, ob es richtig war auszusteigen. Und ich weiß nicht, ob es nicht frustierender ist, sich 6 Monate auf Hawaii vorzubereiten und dann mit völlig leeren Händen dazustehen. Die Pros wissen alle, daß es bei einem 8plus Std. Wettkampf immer Höhen und Tiefen gibt und jeder der Pros hat auch schon erlebt, daß er kurz vorm Aufgeben war und dann doch schließlich ein für sich befriedigendes Finish/Platzierung erreicht hat.

Am Beispiel von Norman heute hatte ich den Eindruck, daß er wirklich ziemlich ratlos war, warum er jetzt das zweite Mal solche Krämpfe hatte. Ihm dürfte jetzt auch klar sein, daß er irgendeinen Fehler im Training oder im Wettkampf gemacht hat (wie ja schon ein paar oberschlaue Poster hier festgestellt haben) aber er scheint tatsächlich aktuell vor einem Rätsel zu stehen. Und diese Aussage muß ich akzeptieren.

Bei Hellriegel würde mich dann tatsächlich seine Motivation interessieren, denn wenn ich in den letzten Jahren nur einmal gefinished habe, und bei den anderen Male nach dem Rad ausgestiegen bin, frage ich mich bei einem ehemaligen Topathleten wie ihm, schon, was das soll. Aber auch da muß ich seine Antwort, die ich in diesem Falle nicht kenne, akzeptieren.

Nabenschalter

*JO* 12.10.2009 00:27

ich sehe es auch so, die Langdistanz ist Raubbau am Körper, und ger die LD Profi's haben vielleicht nur 15 Rennen die sie Gut machen können. Wieso sollten sie also eines dieser "15" in 12std finishen....

Ich denke da geht es um den Beruf und der geht vor. Beim Akler sowie beim Profi.

Rassel-Lunge 12.10.2009 00:27

... habe mit meiner Frau (die sich für Sport eigentlich nicht interessiert) die Zusammenfassung gesehen und habe ihr dann von "Finishern" erzählt -
die Pros fand sie ganz nett, aber das "Nicht-Aufgeben-Credo" hat sie tief berührt.
Um mal eine Position außerhalb der Tria-Nerd-Position zu schildern.

*JO* 12.10.2009 00:34

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 290294)
Es bleibt dabei: Mir fehlt der alte Geist, anmaßend oder nicht.

welcher Geist Profis könnten 365Tage Im Jahr einen Ironman finishen. Für sie ist die Distanz nicht im geringsten ein Problem. du könntest sie nachts aus dem Bett werfen und "zack Ironman".
Von daher ist ein reines "finish" für sie halt nahezu nichts wert..

edit:
Die aussage von Rassel-Lunge beweist ja wieder das nur für Leute die ein Problem mit der Überwindung der Distanz haben der finishergedanke mehr zählt.

nabenschalter 12.10.2009 00:42

Danke JO. Ich hab den Finishergedanken nach 9 IMs immer noch.
Nabenschalter

Megalodon 12.10.2009 00:44

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 290283)
Ich glaube die Jungs über die du da gerade meckerst haben ne Schmerzschwelle die ist soweit jenseits von deiner, dass du schon lange so wie der gute Wiggum jr. am Boden rumgekullert wärest, als die noch unterwegs waren. Zudem ist der emotionale impact eben ein ganz anderer, wenn man gewinnen will, als wenn man eh nur um die goldene Ananas kämpft.

Also das deckt sich nun mal überhaupt nicht mit meiner Erfahrung. Ich hab schon Amateure beim Dorftriathlon kotzen, heulen und der Bewusstlosigkeit nahe gesehen, ich habe schon Leute gesehen, die bei irgendeinem Dorfrennen wirklich bis zum Umfallen gekämpft haben.

PROS haben mitnichten eine höhere Schmerzgrenze, die betreiben lediglich den Sport auf einem anderen Niveau und sind nicht mehr oder weniger weich in der Birne als der Amateur der in Karlsfeld oder Schliersee startet.

Und der letzte Teilsatz stimmt schon dreinmal nicht. Leute, die zum ersten Mal einen Triathlon beenden, haben oft einen starken "emotional impact", weil sie eben nach monatelangem Training einen persönlichen Sieg errungen haben.

Megalodon 12.10.2009 00:50

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 290283)

Zu Fußball gehört halt mehr als nur Training, Training, Training ;)

Richtig. Im Vergleich zum Fußball ist Triathlon ein Depperles Sport.

Im Triathlon kannst Du noch Europameister oder Weltmeister werden, wenn Du mit 20, 25 oder noch später damit anfängst. Im Fußball wirst Du es als Beginner in dem Alter in keinem Dorfverein in die erste Mannschaft der Kreiliga C schaffen !! Das gilt auch für Handball, Volleyball, Tischtennis, Basketball, Schwimmen. In den Sportarten wirst du immer ein Loser bleiben, wenn Du z.B. mit 25 damit anfängst.

RibaldCorello 12.10.2009 01:06

Zitat:

Zitat von Megalodon (Beitrag 290315)
Richtig. Im Vergleich zum Fußball ist Triathlon ein Depperles Sport.

Im Triathlon kannst Du noch Europameister oder Weltmeister werden, wenn Du mit 20, 25 oder noch später damit anfängst. Im Fußball wirst Du es als Beginner in dem Alter in keinem Dorfverein in die erste Mannschaft der Kreiliga C schaffen !! Das gilt auch für Handball, Volleyball, Tischtennis, Basketball, Schwimmen. In den Sportarten wirst du immer ein Loser bleiben, wenn Du z.B. mit 25 damit anfängst.

Das liegt aber daran , das die genannten Sportarten Koordinationssportarten sind und Triathlon eine Ausdauersportart ist, ergo gilt das gleiche für Marathon usw.

Megalodon 12.10.2009 01:09

Zitat:

Zitat von nabenschalter (Beitrag 290303)

Am Beispiel von Norman heute hatte ich den Eindruck, daß er wirklich ziemlich ratlos war, warum er jetzt das zweite Mal solche Krämpfe hatte. Ihm dürfte jetzt auch klar sein, daß er irgendeinen Fehler im Training oder im Wettkampf gemacht hat (wie ja schon ein paar oberschlaue Poster hier festgestellt haben) aber er scheint tatsächlich aktuell vor einem Rätsel zu stehen. Und diese Aussage muß ich akzeptieren.

Das ist aber auch das faszinierende an dem Sport.

Da kannst aufs Gramm genau "berechnen", wieviel Kohlehydrate du pro Stunde brauchst und wieviel ml Flüssigkeit.

Du kannst dich wiegen, um deinen Flüssigkeitsverlust pro Stunde abzuschätzen.

Du kannst deine Salztabletten nach der Zeituhr einwerfen.

Du kannst dich akribisch mit professionellen Trainingsplänen moatelang vorbereiten und Erfahrungen einfließen lassen und richtig tapern.

ABER: Du kannst trotz all dem auch einfach platzen, weil der Körper eben doch kein deterministisches System ist. Und diese Unwägbarkeit macht den LD-Sport doch einfach total interessant und faszinierend.

Rassel-Lunge 12.10.2009 01:30

Zitat:

Zitat von *JO* (Beitrag 290308)
Die aussage von Rassel-Lunge beweist ja wieder das nur für Leute die ein Problem mit der Überwindung der Distanz haben der finishergedanke mehr zählt.

Aber die Pros sollten sich überlegen wer sie bezahlt. Die Commerzbank sponsort das Team sicher nicht weil sie alle Triathleten als Kunden wollen. Triathlon passt vom Image, und zwar für Normalsterbliche Und wenn wir Triathlon auf ARD und ZDF wollen (damit lukrativere Sponsorenverträge für die Pros) dann sollten sie versuchen meine Frau auch vor den Fernseher zu bekommen, nicht nur Hobby-Triathleten.
Eine Frau wie Julie Moss holt sie vor den Fernseher (und das zahlt später ihre Miete).

aussunda 12.10.2009 06:13

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 290136)
Zumal er sich als Profi qualifiziert hat...

Das heißt nichts, wäre ich 2004 als Profi gemeldet gewesen, hätte ich in Frankfurt mit 10:37 noch einen Qualiplatz geholt.

Rälph 12.10.2009 06:51

Zitat:

Zitat von *JO* (Beitrag 290308)
welcher Geist Profis könnten 365Tage Im Jahr einen Ironman finishen. Für sie ist die Distanz nicht im geringsten ein Problem. du könntest sie nachts aus dem Bett werfen und "zack Ironman".
Von daher ist ein reines "finish" für sie halt nahezu nichts wert..

edit:
Die aussage von Rassel-Lunge beweist ja wieder das nur für Leute die ein Problem mit der Überwindung der Distanz haben der finishergedanke mehr zählt.

Für mich und viele andere Amateure ist die reine Distanz auch nicht im wirklich ein Problem. Nur das Tempo in dem das geschieht ist eben ein ganz anderes. Aber darum gehts ja nicht.


Es ist körperlich übgrigens weitaus schonender den Marathon ab km 20 zu gehen, als ihn durchzulaufen. Das ist es, was dich richtig fertig macht! Und jetzt ab aufs Rad....

Raimund 12.10.2009 08:10

Zitat:

Zitat von Megalodon (Beitrag 290319)
Das ist aber auch das faszinierende an dem Sport.

Da kannst aufs Gramm genau "berechnen", wieviel Kohlehydrate du pro Stunde brauchst und wieviel ml Flüssigkeit.

Du kannst dich wiegen, um deinen Flüssigkeitsverlust pro Stunde abzuschätzen.

Du kannst deine Salztabletten nach der Zeituhr einwerfen.

Du kannst dich akribisch mit professionellen Trainingsplänen moatelang vorbereiten und Erfahrungen einfließen lassen und richtig tapern.

ABER: Du kannst trotz all dem auch einfach platzen, weil der Körper eben doch kein deterministisches System ist. Und diese Unwägbarkeit macht den LD-Sport doch einfach total interessant und faszinierend.

Sehr Gut!:Blumen:

swimslikeabike 12.10.2009 08:28

Zitat:

Zitat von Rälph (Beitrag 290296)
Der ist nach dem Schwimmen raus.

falsch, der war nicht da. Die Daten im Tracker stimmen nicht, wie bei vielen anderen (Longree, MvA,...)

Superpimpf 12.10.2009 09:09

Zitat:

Zitat von nabenschalter (Beitrag 290303)
Am Beispiel von Norman heute hatte ich den Eindruck, daß er wirklich ziemlich ratlos war, warum er jetzt das zweite Mal solche Krämpfe hatte. Ihm dürfte jetzt auch klar sein, daß er irgendeinen Fehler im Training oder im Wettkampf gemacht hat (wie ja schon ein paar oberschlaue Poster hier festgestellt haben) aber er scheint tatsächlich aktuell vor einem Rätsel zu stehen. Und diese Aussage muß ich akzeptieren.

Bei dem Interview in der Zusammenfassung sah ich das auch so. Er wußte er ist fit und die Krämpfe vom letzten Jahr wollte er mit mehr Salz in den Griff bekommen. Wußte jetzt absolut nicht, warum das wieder so schlimm ist und stieg halt aus, Schade aber teilweise nachvollziehbar.

Was ich hier immer anstrengend finde: Normann hat FFM 2006 mit 2 Radstürzen gefinished, Kona letztes Jahr mit Krämpfen auch als 12.?! Warum bitte soll er das jedes mal machen um uns was zu beweisen? er startet zeitnah beim Frankfurt Mara - da will er vielleicht auch eine für ihn gute Zeit laufen, was mit einem verkrampften Mara auf Hawaii wohl nicht leichter geworden wäre.

Meine Meinung

comi6967 12.10.2009 09:38

Zitat:

Zitat von Jahangir (Beitrag 290183)
Zurück zum Thema. Hätte Norman gewonnen, dann würden ihn viele, die sich jetzt über ihn lustig machen, seinen Raddruck und seine Willenskraft bewundern und wild darauf los spekulieren, bei welchem Deutschen Langdistanz Rennen er 2010 antritt.

Ich glaube ja auch, dass hier gerade ein Generationswechsel stattfand. Aber Athleten wie Norman Stadtler und Thomas Hellriegel haben über Jahre wirklich großes geleistet und es ist echt schändlich, sich über sie lustig zu machen. Dann noch die Komponete Geld mitreinzubringen ist ja wirklich ein ganz niedriges Niveau. Die Ecke, aus der das jetzt kommt, passt aber schon;)

Thomas Hellriegel ist eine lebende Legende, der aus meiner Sicht um zwei Siege auf Hawaii beschissen wurde (95 u 96) und über 14 Jahre in der absoluten Weltspitze großartige Leistungen gebracht hat. Er hört auf, wenn ihm danach ist und muss niemanden um dessen Rat fragen. Im übrigen hat er immer noch seine Sponsoren und startet jedes Jahr für umme bei einem Wettkampf, der für viele der absolute Lebenstraum ist.


Genau richtig!


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