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Genussläufer 11.11.2025 12:07

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1793771)
Ja, das war schon lange abzusehen. Das ist eher einem normalen technologischen Wandel begründet. Ist halt blöd, wenn es einen selbst erwischt.

Dass alles auf einmal kommt, liegt an uns selbst. Das Ding ist aber gegessen. Da sind jetzt so viele Pflöcke eingeschlagen, dass wir da nur mit bösen Wunden wieder rauskommen.

Genussläufer 11.11.2025 12:13

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 1793770)
Vllt liegt es bei den Autobauern auch (nicht nur!) an den falschen Produkten?

Ich muss die da ein wenig in Schutz nehmen. Durch die E-Mobilität hast Du eine reale Disruption. Das ist keine evolutionäre Entwicklung. Wenn Du jetzt auf der grünen Wiese anfangen könntest, wäre das deutlich einfacher. Wenn Du mehrere 100Tsd Mitarbeiter unter Vertrag hast, kannst Du die nicht von heute auf morgen rausschmeissen. Aber Du musst das auch finanzieren. Mit den neuen Produkten schreibst Du aber über viele Jahre rote Zahlen. Also melkst Du Deine Cashcow und versuchst diese so lange wie möglich am Leben zu halten. Ich wundere mich immer ein wenig, wenn das in der Diskussion völlig unter den Tisch fällt.

Dazu kommt, dass wir hier keinen Vorsprung mehr in der Technik und vor allem bei den Produktionsprozessen haben. Damit gewinnen Kapital- und Arbeitskosten immens an Bedeutung. Energie wird hier ein untergeordnete Rolle spielen.

Genussläufer 11.11.2025 12:18

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1793768)
Wenn das Niveau der Debatte ist: Die Anderen sind noch schlimmer als wir. Alla gut.

Es ging mir ums Prinzip.

Ansonsten: Man findet immer ein Land, in dem irgendwas besser/anders ist als hier.

Worauf beziehst Du Dich?

keko# 11.11.2025 14:32

Zitat:

Zitat von Genussläufer (Beitrag 1793772)
Dass alles auf einmal kommt, liegt an uns selbst. Das Ding ist aber gegessen. Da sind jetzt so viele Pflöcke eingeschlagen, dass wir da nur mit bösen Wunden wieder rauskommen.

Der Wandel in der Automobilindustrie kommt genauso überraschend wie der Klimawandel. Letzteres ist seit Jahrzehnten bekannt, ersteres seit etlichen Jahren. Hier wie dort wird bis zum Schluss vom fetten Braten gegessen, bis nichts mehr da ist.

Genussläufer 11.11.2025 14:41

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1793777)
Der Wandel in der Automobilindustrie kommt genauso überraschend wie der Klimawandel. Letzteres ist seit Jahrzehnten bekannt, ersteres seit etlichen Jahren. Hier wie dort wird bis zum Schluss vom fetten Braten gegessen, bis nichts mehr da ist.

Wir haben durch die forcierten Anforderungen auf EU Ebene den Wandel im Automotive Sektor deutlich forciert. Hinzu kommt die Verarsche, dass wir beim E-Auto den CO2 Anteil im Strommix einfach ignoriert haben. So kann man sich auch selbst ins Knie schießen. Beim Klimawandel bin ich bei Dir. Wir wissen aber auch genauso lang, dass unilaterale Alleingänge nicht funktionieren. Auch das haben wir uns selbst eingebrockt.

Klugschnacker 11.11.2025 14:50

Zitat:

Zitat von Genussläufer (Beitrag 1793779)
Hinzu kommt die Verarsche, dass wir beim E-Auto den CO2 Anteil im Strommix einfach ignoriert haben.

Nicht zu vergessen: Die Verarsche der Automobilindustrie, die Millionen Fahrzeuge manipuliert hat, um die Kunden und die Gesellschaft über die tatsächliche Umweltbelastung zu täuschen.

:Huhu:

keko# 11.11.2025 14:58

Zitat:

Zitat von Genussläufer (Beitrag 1793779)
Wir haben durch die forcierten Anforderungen auf EU Ebene den Wandel im Automotive Sektor deutlich forciert. Hinzu kommt die Verarsche, dass wir beim E-Auto den CO2 Anteil im Strommix einfach ignoriert haben. So kann man sich auch selbst ins Knie schießen. Beim Klimawandel bin ich bei Dir. Wir wissen aber auch genauso lang, dass unilaterale Alleingänge nicht funktionieren. Auch das haben wir uns selbst eingebrockt.

Gerade gestern fuhr ich in Stuttgart auf dem Moped hinter einem Mercedes-Benz W115 200D. Das Teil stank wie irre und der Diesel lief fast hinten aus dem Auspuffrohr. Moderne Motoren laufen mit unter 5 Liter, sind leistungsfähig und man riecht kaum was. Da fand also in den 50 Jahren seit dem W115 viel statt.
Zudem ist seit vielen Jahren bekannt, dass die Chinesen ihre Stromer auch aus politischen Gründen forcieren.
An der Stelle sind wir einfach nicht egoistisch genug. Aber vielleicht ändert sich das noch.

deralexxx 11.11.2025 15:05

Zitat:

Zitat von Genussläufer (Beitrag 1793773)
Ich muss die da ein wenig in Schutz nehmen. Durch die E-Mobilität hast Du eine reale Disruption. Das ist keine evolutionäre Entwicklung. Wenn Du jetzt auf der grünen Wiese anfangen könntest, wäre das deutlich einfacher. Wenn Du mehrere 100Tsd Mitarbeiter unter Vertrag hast, kannst Du die nicht von heute auf morgen rausschmeissen. Aber Du musst das auch finanzieren. Mit den neuen Produkten schreibst Du aber über viele Jahre rote Zahlen. Also melkst Du Deine Cashcow und versuchst diese so lange wie möglich am Leben zu halten. Ich wundere mich immer ein wenig, wenn das in der Diskussion völlig unter den Tisch fällt.

Dazu kommt, dass wir hier keinen Vorsprung mehr in der Technik und vor allem bei den Produktionsprozessen haben. Damit gewinnen Kapital- und Arbeitskosten immens an Bedeutung. Energie wird hier ein untergeordnete Rolle spielen.

Auf der grünen Wiese musst du aber auch erstmal an das entsprechende Kapital kommen, du brauchst Fachleute usw. Klar Tesla ist ein Beispiel, bei dem es geklappt hat, aber viele Auto Start ups sind in den letzten 10 Jahren auch bei dem Versuch gescheitert. Dagegen haben die großen Deutschen jedes Jahr mächtig Dividende ausgeschüttet und Boni an die Mitarbeiter, das Kapital hätte zu einem größeren Teil auch in die Disruption gesteckt werden können, wurde aus (aus damaligem Gesichtspunkt vllt richtigen) Gründen nicht getan. Bei der Umschulung und Umwälzung der Mitarbeiter gebe ich dir total recht, das ist super komplex, insbesondere in einem Umfeld wie Deutschland, bei dem im Vergleich zu USA kein employment at will besteht.


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