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Beim norwegischen Erfolg darf man auf keinen Fall vergessen, dass man zur Interpretation der Werte aus diversen Messungen und Diagnostiken der Triathleten auf die über inzwischen jahrzehnte lang gesammelten Daten aus dem Wintersport verfügen kann. Aus meiner Sicht ein riesen "Asset" über das der norwegische Sport im allgemeinen verfügt und deshalb vielleicht auch die aktuellen Erfolge in Leichtathletik oder Radsport erklärt. |
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Die arbeiten meines Wissens auch nicht mit denselben leistungsdiagnostischen Instituten zusammen wie die Wintersportler, sondern basteln sich ziemlich autark ihr eigenes Trainingsprogramm (was natürlich nicht ausschließt, dass auf informeller Basis die Trainer unterschiedlicher Sportarten miteinander reden und inwieweit es da Datenbanken mit Sportlerdaten gibt, weiß ich nicht). Tveiten ist durchaus kommunikativ, redet aber auch über nationale Grenzen hinweg (gibt z.B. auch einen sehr interessanten und langen Podcast mit Fillol). Besonders profitieren dürfte Tveiten davon, dass er selbst eine längere Leistungssportvergangenheit im Triathlon hat (er war schon einige male auf Hawaii). Ein guter Trainer muss nicht zwangsläufig ein guter Sportler gewesen sein, aber ein direkter Nachteil ist es nicht, wenn man über ein paar eigene Erfahrungen verfügt. |
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:Blumen: |
Das Training der "Norweger" wird häufig mit polarisiertem Training gleichgesetzt.
Tveiten macht es aber etwas anders als die Skilangläufer. Hier ein Auszug aus dem vorher verlinkten Podcast: In one way our training is polarised: we have a lot of volume at low intensity. "However, it's not the way Stephen described polarised training - we're not going as high on the intervals but we are low on volume. In a way, it's a polarised training principle. The polarised training principles in Norway are often based on cross country skiers, who have races that are shorter than triathlon and very high intensity. The principles make sense but they need to be adapted to triathlon." ... "We have a lot of focus on intensity control in training. We started with heart rate monitors, but we now also use power meters on the bike and lactate testing on the run. We also use oximeters when at altitude. We do what I think we need to do. Often we have to hold back a little in training - particularly on long bike and runs. We need to be below 1.0 lactate. When we do intervals, lots of people do them too hard, so we focus on intensity control. For Kristian, when he is running his lactate is 2.5-2.6, so he will never do intervals significantly higher than this level. Since we know threshold, pace and lactate, we can be strict and remain controlled in training. In intervals, we want the athletes at or below their lactate threshold. " Was haltet ihr davon? |
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Vo2-max-Training passiert selbstverständlich über der lactat threshold, aber es sollte trotzdem eine definierte Anstrengung und keine maximale Anstrengung sein. Solche Trainingsreize setzen die Norweger aber eher nicht im Höhentraining oder in der Wettkampfvorbereitung ein, sondern im langfristigen Basetraining. |
Danke Hafu!
Wenn ich das richtig verstanden habe, machen die richtig viel Volumen (so wie alle). Setzen bei den Qualitätseinheiten aber viel auf längere Treshold Intervalle bei einem Lactat Level von etwa 2.5. Von diesen Treshold Intervallen machen sie aber ziemlich viele. Dafür ist HIIT gar kein Thema. Entspricht 2.5 etwa Renntempo eines Solomarathons? |
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Wenn Du nun schreibst, daß die Norweger die VO2max Einheiten eher in der Base absolvieren. Was verstehst Du genau darunter? Und machen Sie das immer noch? Zumindest kann ich mir schwer vorstellen, daß dies bei den Laktatleveln umsetzbar wäre. Vielleicht täusche ich mich auch. Und machen die immer noch solche schnelleren Einheiten oder war das eher in einem früheren Teil der Karriere? Sorry für die vielen Fragen. Ist aber spannend :Blumen: |
Der Thread wird wirklich immer spannender.
Ich würde vermuten, dass in der Base das allgemeine Vo2-Level nach oben geschraubt wird. Dann verlagert sich der Schwerpunkt auf das beschriebene Training. Da vermute ich, abhängig vom Zielwettkampf wird das Racetempo eingeschliffen. Oder bei gegebenem Laktatlevel immer schneller gelaufen? Liegt denn das Renntempo für Blummenfelt auf der 70.3 Distanz bei 2.5mmol Laktat? Würde er für den IM dann mit entsprechend weniger Laktat trainieren? |
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