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-   -   Energie Drinks erst ab 18 Jahren (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=52624)

NiklasD 11.01.2024 11:05

Zitat:

Zitat von Siebenschwein (Beitrag 1734667)
Klar, Bier und Wein ab 16, aber Flying Horsepiss oder wie auch immer das Zeug heisst erst ab 18... Macht total Sinn. Kiffen (iin der Schweiz) ab 16... aber Koffein und Taurin beschränken.
Absoluter Verhältnisblödsinn. Klar ist das Zeug scheisse, schon der Zuckergehalt sollte jedes denkende Wesen davon abhalten, das zu trinken- aber der Staat kann nicht alle Erziehungsaufgaben übernehmen

Würde sagen, dass der Staat nicht alle Erziehungsaufgaben übernehmen kann, aber gewisse Leitlinien setzen sollte. Aber da würde ich nicht mit Energydrinks anfangen.

Wenn es um Zuckergehalt bspw. geht, finde ich den Ansatz von Özdemir, dass man Werbung für Kinder einschränkt, eigentlich ne gute Sache, aber der wird nie kommen, weil die Lobbyorganisationen zu groß sind. Wenn man alleine überlegt, wie viel Geld die Lebensmittelindustrie investiert hat, um gegen die flächendeckende Lebensmittelampel zu arbeiten.

noam 11.01.2024 14:12

Einfach mal über den Tellerrand schauen. In Norwegen ist das Gesundheitswesen nicht profitorientierten Unternehmen überlassen, sondern in Staatshand. Man hat festgestellt, dass ungesunde Verhaltensweisen in Ernährung und Konsum von Getränken dazu führt, dass die Leute krank werden und das Gesundheitssystem belasten und damit dem Staat Geld kosten. Nun hat man zB Suchtmittel wie Nikotin, Alkohol oder auch Süßstoffe und Zucker als Kostenverursacher ausgemacht und hier eben einen Kompensationssteuer erlassen, so dass Produkte, die "krank machen" einfach unglaublich teuer sind und damit deutlich weniger konsumiert werden.

Und wenn man einfach mal mit offenen Augen durch Norwegen geht, sieht man, dass das nicht ganz falsch sein kann.



Wenn man hier Teile adaptieren und regulierend eingreifen würde, wäre sicher vielen geholfen.

DocTom 11.01.2024 20:35

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1734741)
Einfach mal über den Tellerrand schauen. In Norwegen ist das Gesundheitswesen nicht profitorientierten Unternehmen überlassen, sondern in Staatshand.
...
Und wenn man einfach mal mit offenen Augen durch Norwegen geht, sieht man, dass das nicht ganz falsch sein kann.
Wenn man hier Teile adaptieren und regulierend eingreifen würde, wäre sicher vielen geholfen.

:Danke: das finde ich gut, DK macht es ja ähnlich...

Wenn ich mir die Kinder gerade an Schulen mit echt vielen Dummbratzeltern anschaue, die selber schon 100kg zu viel mit sich rumschleppen, glaube ich nicht an die Selbstregelung in diesem Bereich.

Preis ist aber ein gutes Regulativ.

Jegliche Alkoholgetränke sollten mMn auch erst ab 18 zu kaufen sein, wie alle anderen Suchtmittel auch, gerne auch abhängig und unter Berücksichtigung vom Zuckergehalt.
Aber davon hält uns die Lobby und der Grundsatz 'Gewinne privatisieren und Gesundheitskosten sozialisieren' ab.
NmpM
T.

triathlonnovice 11.01.2024 21:53

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1734741)
Einfach mal über den Tellerrand schauen. In Norwegen ist das Gesundheitswesen nicht profitorientierten Unternehmen überlassen, sondern in Staatshand. Man hat festgestellt, dass ungesunde Verhaltensweisen in Ernährung und Konsum von Getränken dazu führt, dass die Leute krank werden und das Gesundheitssystem belasten und damit dem Staat Geld kosten. Nun hat man zB Suchtmittel wie Nikotin, Alkohol oder auch Süßstoffe und Zucker als Kostenverursacher ausgemacht und hier eben einen Kompensationssteuer erlassen, so dass Produkte, die "krank machen" einfach unglaublich teuer sind und damit deutlich weniger konsumiert werden.

Und wenn man einfach mal mit offenen Augen durch Norwegen geht, sieht man, dass das nicht ganz falsch sein kann.



Wenn man hier Teile adaptieren und regulierend eingreifen würde, wäre sicher vielen geholfen.


Das ist imho noch akzeptabel, wobei aufklären der vielleicht noch bessere Weg ist. Von Verboten halt ich nichts. Als mündiger Bürger muss ich selbst entscheiden können was ich mir antue.

Bei Verboten für Minderjährige kommt es drauf an.. Bei Energydrinks ist ein Verbot imho unsinniig. Beispiele die dies konterkarieren wurden hier schon aufgeführt.

365d 12.01.2024 08:55

Zitat:

Zitat von triathlonnovice (Beitrag 1734820)
Als mündiger Bürger muss ich selbst entscheiden können was ich mir antue.

Der Mensch ist je länger je weniger fähig eigenständig zu handeln.
Sieht man ja auch hier im Forum. Für jeden Handschuh, jeden Schal, jeden Helm und jeden Radschuh den man braucht, muss man das Volk um Entscheidungshilfe bitten.

DocTom 12.01.2024 08:58

Zitat:

Zitat von triathlonnovice (Beitrag 1734820)
... Als mündiger Bürger muss ich selbst entscheiden können was ich mir antue.
...

Du tust es nicht nur dir an, du belastest die Gesellschaft mMn unnötig. Adipositas ist halt von den Kosten nicht so eine Kleinigkeit wie ein paar verunglückte Sportler, die sonst aber eher gesundheitsbewusste Lebensführung betreiben.
https://www.ndr.de/ratgeber/gesundhe...nerung126.html

Und es betrifft mit steigender Zahl schon ca. 20% der Bevölkerung.
Zuckersteuer wäre auch eine Möglichkeit, und zwar bei der Produktion. In UK haben Getränke der Softdrinkindustrie einen deutlich reduzierten Zuckergehalt, seit den Produzenten eine Zuckermengen abhängige Steuer auferlegt wurde...
https://www.tagesschau.de/wirtschaft...hrung-101.html
Das einfach auf alle zuckerhaltigen Lebensmittel anwenden.,. :Blumen:

Wir müssen dann nach deiner Einstellung aber auch §216 abschaffen.
https://dejure.org/gesetze/StGB/216.html
Gleiches Recht für alle.:Blumen: :Huhu: :Cheese:

Klugschnacker 12.01.2024 09:42

Wir haben hier ein grundsätzliches Merkmal unserer Wirtschaft vor Augen, auf die wir uns viel einbilden: Unternehmen sind ausschließlich dem Eigenwohl verpflichtet, nicht dem Gemeinwohl.

Das betrifft nicht nur Energy-Drinks, sondern die gesamte Nahrungsmittelindustrie. Beispielsweise ist ein Müsli ein gesundes Nahrungsmittel; speziell für Kinder werden die Haferflocken aber so abgewandelt, dass es sich um echten Dreck handelt. Smacks, Tigerpops und wie die alle heißen sind Süßigkeiten und kein Müsli.

Wohlgemerkt: Die Hersteller wissen sehr wohl wie man ein hochwertiges, gesundes Müsli herstellt. Sie bieten auch welches an. Aber an Kindern verdienen sie mit süßem Dreck mehr, und alles weitere regelt der Markt.

Ich bin der Meinung, wir sollten solche Sachen besteuern wie Zigaretten. Im Gegenzug sollte die Umsatzsteuer für gesunde Grundnahrungsmittel wie Obst und Gemüse entfallen.

El Stupido 12.01.2024 09:58

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1734850)
(...)
Ich bin der Meinung, wir sollten solche Sachen besteuern wie Zigaretten. Im Gegenzug sollte die Umsatzsteuer für gesunde Grundnahrungsmittel wie Obst und Gemüse entfallen.

Würde der BMEL Cem Özdemir eine solche "Zuckersteuer" anstoßen gäbe es einen Aufschrei in gewissen Kreisen. Erstens weil es ja von einem Grünen kommt und zweitens weil dann als Automatismus "als wenn wir sonst keine Probleme hätten" kommt.

Und wenn dann gewisse Triathlet*innen hier im Forum paar Cent mehr für Riegel, Gels etc. zahlen oder für den Traubensaft etc. mit dem sie selbst flüssige Carbs anrühren während sie für gewisse Aerogains hunderte Euro zahlen ohne mit der Wimper zu zucken...


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