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"Drüben" wurde gerade eine Frage gestellt.Ich stell sie mal hier rein:
Mal eine doofe Frage: Wenn ein Triathlonveranstaler überlegen würde, ihn einzuladen als Zugpferd für einen größeren Wettkampf, wie würdet Ihr das finden ? Ich meine, schwimmen kann der noch nicht, das müßte man ihm beibringen. Beim Laufen sehe ich ihn schon nicht soo schlecht. Und radeln sollte er können. Jalabert hat es ja auch gepackt. Wie würdet Ihr reagieren, wenn er starten würde ? Würd gern Eure Meinung hören.Es geht übrigens um Ulle:Lachen2: |
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P.S.: Ich hab mal neben Ulle an der Ampel gestanden. Und stell dir vor, er war nicht schneller drüben als ich, und er war auch nicht überrascht, dass ich ihm keine "reingezogen habe" Was ich damit sagen will: Ulle ist nicht schlimmer oder besser als alle anderen Menschen. Und er verhält sich (hat sich verhalten) nicht anders als alle anderen, wenn es um Geld geht. Egal aus welchem Lebensbereich. Ulle kann man wegen seines Aussehens, Characters usw. mögen oder auch nicht. Jedem wie er will. Ihn aber wegen Dopings nicht zu mögen ist das höchste Maß der Naivität und der Scheinheiligkeit. |
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Du sagst allen geht es nur um Geld und sonst nichts. Wer dopt ist ein ganz normaler Mensch, behauptest Du weiterhin.:confused: Dies trifft scheinbar für Dich zu.:Nee: Ich widerspreche dem ganz entschieden. |
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Vielleicht kannst Du "alle" durch "95%" ersetzen, das war's dann aber auch schon. |
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Er steht als Profi-Sportler im Lichte der Öffentlichkeit und hat damit eine Menge Geld verdient, da darf man ihn durchaus auch für sein Fehlverhalten als Sportler kritisieren. Wie er als Mensch, als Vater oder Ehemann agiert, darüber erlaube ich mir kein Urteil, das hat auch nichts zu tun mit seiner Rolle in der Öffentlichkeit. Wie würdest du denn Jacksche oder Sinkewitz beurteilen? Die haben sich das gleiche Fehlverhalten wie Ullrich zu Schulde kommen lassen, aber haben alles zugegeben, haben die Namen von Hintermännern genannt und sich zumindest bei der Öffentlichkeit entschuldigt. Von "Ulle" kam bisher nichts. Ein geständiger Sünder hat aus moralischer Sicht eine andere, höhere Qualität als ein hartnäckig leugnender, ständig Nebelkerzen werfender. Selbst wenn man akzeptiert, dass es im Profi-Radsport sowas wie einen Systemzwang zu Doping gibt, ist doch jeder Mensch in seiner Berufswahl frei. In dem Augenblick, in dem man sich entschließt, diesen "Systemzwang" zu akzeptieren und fortan die Öffentlichkeit zu betrügen übernimmt man automatisch auch die Verantwortung für sein Tun. Ich habe Ullrich früher, in den 90ern, als Sportler respektiert und ich respektiere ihn jetzt nicht mehr, v. a. wegen seiner Feigheit sich seiner Dopingvergangenheit zu stellen- und ich fühle mich dabei nicht scheinheilig. |
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Nur glaube ich ist bei vielen Pros der Weg "ins System" schon sehr früh vordeterminiert. Siehe den Lebensweg von Ulle..wer schon als Kind/Jugendlicher ins System reinrutscht lebt irgendwann in einer Paralellwelt. Ich vergleiche das im Ansatz mit dem Leben von Bundeswehrangehörigen. Nichts desto trotz sind Profisportler erwachsene Menschen und müssen sich (als Personen des öffentlichen Intresses) an gängigen Wertvorstellungen und moralischen Kodi messen lassen... Das ist der Punkt wo viele dieser bedauernswerten Gestalten versagen..aber woher solls kommen? |
Hi Harald!
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[quote=Hafu;143488] Selbst wenn man akzeptiert, dass es im Profi-Radsport sowas wie einen Systemzwang zu Doping gibt, ist doch jeder Mensch in seiner Berufswahl frei. In dem Augenblick, in dem man sich entschließt, diesen "Systemzwang" zu akzeptieren und fortan die Öffentlichkeit zu betrügen übernimmt man automatisch auch die Verantwortung für sein Tun. [quote] Das ist richtig, gilt aber auch ohne alle diese Prämissen. Kurz: Aus dem freien Willen resultiert Verantwortung für das eigene Tun. Die große Frage ist aber: Wem gegenüber eigentlich? Und in welcher Form? Und: Muss diese Form konform zu irgendeiner Moral sein und wenn ja zu welcher? Mit welchem (moralischen) Recht erwarten wir von Ullrich, dass er sich hinstellt und seine Verfehlungen (aus unserer Sicht !!) zugibt? Wer sagt denn überhaupt, dass seine Moral auch unsere ist und wer sagt, dass wir überhaupt moralisch handeln müssen? Also ehrlich: Mir ist das alles zu kompliziert. :cool: Ich plädiere dafür Aufklärungsarbeit bei Kindern und Jugensportlern zu betreiben und bei deren Erziehungsberechtigten, bei Trainern in deren Umfeld und bei Betreuern usw. Undzwar Aufklärungsarbeit über Werte unserer Gesellschaft und über die bedeutung von Sport als kulturellen Aspekt, als soziale Komponente. Das ist konkret. Das können wir vorleben. Ulle und Co. sind so weit weg. Moralische Scheinriesen. Von weitem sehen sie noch aus wie Vorbilder. Je näher man kommt um so kleiner werden sie. Was wir brauchen ist ein Bewußtseinswandel. Und wenn der Ulle solange wieder fahren will, dann lasst ihn wieder fahren. Unter seines Gleichen. Unerheblich ob er gedopt hat oder nicht oder ob er wieder dopen wird oder nicht. Wer seines Gleichen sind, soll er selbst entscheiden. peace Helmut |
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Wer einen Profiradsportler dafür verurteilt, dass er dopt, ist scheinheilig insbesondere zu sich selbst. Man darf bei den ganzen Diskussion eines nicht vergessen: Wir (das Forum hier) leben in einer Welt, die rein gar nichts mit Profisport zu tun hat. Wir leben in einer Welt, in der wir zur Arbeit fahren, abends nach Hause kommen, usw. Ich behaupte sogar weiter, dass in unserem "Dunstkreis" so gut wir keiner dopt oder sonst wie sportlich unfair agiert. Und da an unseren Sport keine Ansprüche gestellt werden, fällt es uns leicht, gar nicht in Versuchung geführt zu werden. Da ist es für uns nat. einfach mit erhobenen Zeigefinger dazustehen und zu sagen: Du unfaire Sau, wie konntest du nur so was falsches machen, du hast doch immer ne Wahl usw. usw. Aus Ulles Horizont und in Ulles Umwelt ist es aber so, dass es alle machen, dopen ist ganz legitim, normal und es wird sogar medizinisch empfohlen. Sozusagen dopen als Kavaliersdelikt. Und wenn man erwischt wird, zahlt man die Strafe und weiter gehts. Bei Ulle kann es gar kein Unrechtsbewußtsein bezüglich des dopens geben, weil es in seiner Welt nicht oder nur ein ganz klein bißchen unrecht ist. So zum Thema: scheinheilig zu sich selbst sind nur die nicht, die in Ihrer Umwelt bewußt das Recht achten, auch wenn alle anderen in der gleichen Umwelt unrechtes tun, wie zu schnell fahren, falsch parken, keine zusätzlichen kleinen Pausen in der Arbeitszeit machen, bei der Steuer schummeln usw. Und in dem Punkt muß ich dir recht geben, auch ich versuche mich durchs Leben zu mogeln, auch wenn ich dafür ab und zu ein Kalvaliersdelikt begehe. Denn mehr war es für Ulle und seiner Umwelt nicht. Das du völlig frei von "Betrug bist" ehrt dich aber auf jeden Fall, von daher laß ich mir Kritik von dir gefallen. |
@ tobi_nb
du beschreibst Ulles Weltsicht sicher nicht unzutreffend. Der hatte (und hat) aufgrund seines Umfeldes, Herkunft und v. a. auch mangelnden Bildung/ moralischen Reife wohl wirklich wenig Unrechtsbewusstsein. Aber: "Unwissen schuetzt vor Strafe nicht" Andererseit gibt's zur Zeit weitaus wichtigere aktuelle Probleme im Zusammenhang mit Doping und Sport, bei denen Hirnschmalz und Engagement besser investiert werden sollte. Ullrich ist 'ne arme Wurst von gestern, die sich halt gerade mal wieder versucht ins Gespräch zu bringen. Erinnert mich ein bischen an Kristin Otto )auch so eine ohne Unrechtsbewusstsein, die ihre Vergangenheit leugnet). Wenn diese als kritische Journalistin vor der Kamera darüber sinniert, warum Michael Phelps wohl so schnell ist, steigt auch automatisch mein Puls. By the way: bitte, tobi, scher Profi-Radsportler und Profi-Triathleten nicht über denselben Kamm. Im Triathlon gibt es ganz sicher keinen Doping-Systemzwang und es gibt ganz sicher auch saubere Athleten in der Spitze. Hier im Forum gibt's durchaus einige, die nahe genug dran sind, um das zu beurteilen. Corki z. B. hat letzte Woche etliche Profis alt aussehen lassen... |
[quote=Hafu;143675
By the way: bitte, tobi, scher Profi-Radsportler und Profi-Triathleten nicht über denselben Kamm. Im Triathlon gibt es ganz sicher keinen Doping-Systemzwang und es gibt ganz sicher auch saubere Athleten in der Spitze. Hier im Forum gibt's durchaus einige, die nahe genug dran sind, um das zu beurteilen. Corki z. B. hat letzte Woche etliche Profis alt aussehen lassen...[/QUOTE] Ich schere Profiradsportler und Proftriathleten (und alle anderen Menschen) nicht über einen Kamm bezüglich Doping, sondern bezüglich des Unrechtsbewußtseins und des Erlangens eines persönlichen Vorteils auf jeden Fall. Beim Triathlon ist das Unrechtsbewußtsein zu Doping vielleicht noch ausgeprägt, dafür fehlt es beim Lutschen. |
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Ullrich wird mit ll geschrieben, tschuldigung, das musste raus
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Sport ist für Profis auch Beruf. Und dann guck mal im Umfeld wieviel Leute bei ihren Stundenzetteln mogeln, bei der Steuererklärung pfuschen, private Dinge während der Arbeitszeit erledigen und Co.. Das ist in deren Umfeld doch das gleiche, sich mit unehrlichen Aktionen einen persönlichen Vorteil zu verschaffen. Vom Grundgedanken nichts anderes als Doping bei Profisportlern. Von der Seite her sind Sportler doch nichts anderes als ein Querschnitt durch die Bevölkerung wie in anderen Bereichen auch. Gruß Meik |
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Nee, mit 1,47 Millionen € hat er ein Comeback nicht mehr nötig...
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Wird trotzdem noch einen Batzen bekommen. |
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Welche 1,47 Millionen ? |
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FuXX |
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himmel !! ist das nur ne falsche Belichtung oder ist der Mann um zehn Jahre gealtert :confused: |
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Wenn man Realist ist, gibt's kein Positiv oder Negativ. Die Menschen sind so wie sie sind. Einige finden's gut andere schlecht. Ich bewerte das Verhalten nicht, ich stelle nur fest. Ich hab halt erkannt: "Everybody lies". Viel erstaunlicher finde ich die Naivität, die man braucht, um zu glauben, dass der Mensch so handeln würde, wie er in der Öffentlichkeit vorgibt. P.S.: Traurig bin ich auch nicht, weil ich nicht vom "schlimmsten" ausgehe. Für mich ist es nicht schlimm wie der Mensch handelt. Schlimm finde ich Menschen, die einigen mehr vertrauen oder "verzeihen", weil sie sie mögen oder weil sie sympatisch rüberkommen. (z.B. der Unterschiedliche Umgang mit der Dopinghistory von Zäck und Armstrong) |
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Will ich die bei irgendwelchen Rennen sehen? Nein, danke. Liebe Fernsehschaffenden streicht RADsport - sendet TRIATHLON. Ich behaupte mal, eine knackige MD ist spannender als so manche Etappe der TdF. |
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Ne Bergankunft ist allerdings schwer zu toppen ;) |
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Sorry...das "Wer nicht lesen kann ist klar im Vorteil" hat sich auf mich selbst bezogen. Gruß SuperBee |
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Die Dopingproblematik trübt den Radsport, aber blenden wir das mal aus, gibt es IMO kaum was spannenderes als Bergetappen bei den drei großen Rundfahrten. |
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Sorry dafür! Stefan |
ein gweisses, sagen wir, talent hat er schon:
O-Ton nach der urteilsverkuendung auf die Frage was er sich erwartet: "Ja das die Wahrheit ans Lich kommt, mhhj ... oder was auch immer" :Lachanfall: :Huhu: |
Ich geh mal davon aus, daß ihm sein Anwalt gesagt hat, daß auf Meineid bis zu 1 Jahr Freiheitsstrafe steht ... na ja, bei guter Führung vielleicht weniger ...
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Könnte es vielleicht sein, dass er da wirklich grad nix genommen hat? |
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Und wenn: insofern in diesem Zeitraum keine Probe genommen wurde, wer will ihm was beweisen? LG Holger |
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... obwohl .... Schumacher und Kohl waren bestimmt auch 100% sicher, dass man ihnen nichts nachweisen kann.... irgendwann kommt halt immer die Wahrheit ans Licht. Lassen wir uns doch mal überraschen... |
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Nee, zu der Zeit war er schon wieder am abtrainieren. :)
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