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Eins vorweg: Dein Leben gehört dir! Tu was du willst, niemand hat über dich zu bestimmen. Du kannst auch zu den Eskimos ziehen oder in die Sahara. Du hast nur ein Leben und könntest jederzeit sterben.
Ob oder wieviel Triathlon du machst, ist deine Sache. Ob du anfängst den Arbeitsweg mit dem Rad erledigst, die Freistunde zum Joggen nutzt oder statt daheim im Schwimmbad duschst musst du wissen. Manche finden das zu stressig, andere freuen sich über synergieeffekte. Ich persönlich beschäftige mich mehr mit meinen Kindern als mein Vater es mit uns tat. Bei ihm war es gesellschaftlich anerkannt, weil er 1,5 h Arbeitsweg hatte und viele Überstunden machte. Ich tu halt was für meine körperliche und seelische Gesundheit. Das kommt gesellschaftlich nicht so gut an, juckt mich aber nicht. Was meine Frau anbelangt: Sie wurde beim ersten Date informiert über Sportumfang und Fahrrad im Wohnzimmer, sie konnte selbst entscheiden worauf sie sich einlässt. Das tat sie und hat mich sogar irgendwann geheiratet. Sei ehrlich zu allen und dir selbst.:Huhu: |
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Man sollte dann auch nicht vergessen, dass der WK am Ende der österreichischen Sommerferien liegt. Du hast davor also 8 Wochen frei. Das ist mehr als genug um dir für eine MD, die du nur finishen willst den letzten Schliff zu geben. Dann gibt es bei Euch auch ein paar Tage Pfingsten frei und es gibt auch Osterferien. Und: Du hast jetzt schon den Freiraum für 4-6h. Wie viel willst du trainieren für ein MD finish? 20h? :Lachen2: Du hast enorm wenig Erfahrung (sportlich) so dass Monsterumfänge eh nicht drin sind. Be careful! Du musst für eine MD am 1.9. nicht jetzt Vollgas trainieren nur um die zu finishen. Chill mal! Das ist einfacher als man denkt. Solche Sachen macht man nur über ambitionierte Zeitziele schwer. :Lachen2: Wenn du jetzt ein fit-for-fun Programm mit deinen 4+ Stunden (was halt gerade so rein passt) machst, dass entspannt ist, etwas Schwimmen, Radeln, Laufen - Baybyjogger etc wurde ja schon gesagt. Dann sieht in 6 Monaten (im März) die Welt ganz anders aus. Die Kinder (vor allem bei den Zwillinge wirst du das merken) sind 6 Monate älter, die Großeltern können viel mehr damit anfangen, du weißt wie sich etwas Training mit deinem Alltagsload anfühlt und dann kannst du im März immer noch entscheiden, gleich mal in den Osterferien etwas(!!) mehr (vor allem regelmäßiger) zu machen. Oder es einfach sein zu lassen und weiter einfach fit-for-fun. Die Tage werden übrigens dann auch länger, dass macht es einfacher. Was du brauchst ist ne vernünftige Ausgangsbasis für die Sommerferien. Du musst nicht jetzt entscheiden. Du musst nur den Plan mit deiner Frau und deinen Eltern/Schweigereltern besprechen. Vielleicht kennst du jemanden, der schon einige Jahre Triathlon macht und etwas gechillt ist. Der kann dir Hilfestellung geben. Vielleicht kannst du auch nen gemeinsamen Urlaub mit den Kindern und den Eltern/Schwiegereltern in Italien planen und den 70.3 in Cervia machen. Das ist dann vielleicht für alle ein erstrebenswertes Ziel, vor allem für deine Frau: Endlich mal raus! Großeltern machen sowas schon auch mal gerne ;) Triathlontraining bedeutet eben auch, sich das Umfeld dafür zu schaffen. Das wiederum bedeutet: Vergiss vor allem deine Frau nicht. Die wird Auszeiten benötigen. Happy wife, happy life. Lieber mal ne Stunde weniger trainieren, wenn deine Frau dafür 1h alleine Zeit für sich hat - und sei es nur sich ungestört in die Wanne zu legen. Dein größtes Problem ist m.E.: Du hast wenig Erfahrung und grad im Moment ist dir alles zu viel. So groß ist die Hürde MD aber nicht. Das ist eher vergleichbar mit ner OD als mit ner LD. Du wirst halt deine Zeit durchtakten müssen und auf "Zeitdiebe" (Insta, Strava und Co.) verzichten müssen. Tratsch und Käffchen ... well ... du wirst schon ein Commitment machen müssen. Schaden tut das eh nicht. :Lachen2: Das ganze ist m.E. n Versuch wert. Ob es klappt hängt auch von Charaktereigenschaften ab. Die einen packen mehr Stress, die andern weniger. Das musst halt selber wissen. Das wichtigste m.E.: In dem gesamten Plan MUSS deine Frau vorkommen und eine wichtige Rolle spielen. Viel Erfolg jedenfalls. :Blumen: |
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meine erste LD konnte ich damals mit im Schnitt 6,5h Trainingszeit pro Woche ins Ziel bringen und ich hatte einen tollen Tag dabei. Da sollte deine MD auch drin sein, dein Zeitbudget klingt jetzt nicht schlecht.
Die Kinder waren damals bei mir 2 und 5, das Training war wie folgt in den Tagesablauf integriert: Schwimmen - Montag abend ab 21:30 (frühere Zeiten hatten wir nicht im örtlichen Hallenbad weil unsere Triathlonabteilung ganz neu war uns sich hinten anstellen musste - Mittagspause Rad - Rolle abends nachdem die Kinder im Bett waren - Sonntags morgens Start bei Sonnenaufgang, im Sommer also durchaus auch mal um 4:30 los, um 9 / 9:30 mit Brötchen zum Familienfrühstück zurück Lauf - Abends wenn Kinder im Bett langer Lauf bis 2,5h - Samstag nachmittags 1h, ggf mit Babyjogger Training auf dem Arbeitsweg hatte ich damals noch nicht im Repertoire, das war dann Jahre später ein echter Gamechanger. Natürlich gab's auch mal Krisen, Sonntags zu spät heimgekommen und zwei brüllende Kinder und ne wütende Frau angetroffen ... aber auch ohne Sport gibt's sowas mal. Ich halte dein Vorhaben für realistisch und machbar. |
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Finde den Zugang trial and error ganz super. Somit könnte ich dann - wenn ich gut durchkomme und im Sommer wirlich voll im Saft stehe - noch immer eine MD machen. Das aber ganz ohne Druck und Plan, der die Family weiter belastet.
PS: die Kids sitzen gerne im Buggy und im Fahrradsitz - zumindest für ne Stunde mal. Überstrapazieren möchte ich das aber auch nicht. |
Glück Auf,
Lesen hier manche auch was sie schreiben:Gruebeln: Es ist dein Leben, mach was du willst oder mach auf was du Lust hast, du hast nur ein Leben usw. Typischer geht es nicht mehr für einen Triathleten, alle müssen zurück stecken, Hauptsache Ich habe einen Triathlon als drölvenzwölfter beendet. :Kotz: @deadbold86, du wirst das schon Rocken:Blumen: , Vorschläge und Tipps gab es hier viele die Du bestimmt nutzen kannst. Mit Mitte 55, kann ich dir nur raten Nutze die Zeit mit deiner Familie so gut wie es geht und räumt euch gegenseitig Freiräume ein. Ich bereue es heute manchmal das ich manchmal 31 Tage im Monat arbeiten war weil es halt so war und das Geld ja auch ganz Nett ist. Im Arsch würde ich mich beißen wenn ich diese Gedanken hätte weil ich irgendwie mein Ego befriedigen musste und deshalb Frau, Kinder, Freunde usw. vernachlässig hätte. Ich drück dir die Daumen auf deinem Weg:Huhu: Das schreibt ein Familien-Mensch. Ps: ich habe einige Vorbereitungen fast nur im Dunkelen durchgeführt (4:00-6:00 Uhr morgens und 21:00-24:00 Uhr am Abend um Zeit für die Familie zu haben. Das tut zwar weh, es macht aber auch hart im Kopf aber natürlich auch ganz schön Müde:Lachanfall: Gruß Rolli |
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Klar, eigene Bedürfnisse, Wünsche, Lebensideen sollten man in der Beziehung besprechen, aber entscheiden über mein Leben kann ich schon noch selbst. Denn es gilt: Zitat:
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Die 50er Jahre haben angerufen und wollen ihr Bild von Familie zurück. |
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Äh, nur mal so, weil das Thema hier nicht abebbt:
Es geht hier um ne MD, 70.3 :Huhu: Das kann man auch als talentfreier, gesetzter, älterer Herr der einer hedonistischen Lebensweise zugeneigt ist (ich :) ) mit einem Zeitbudget schaffen, das immer noch unterhalb dessen liegt was die meisten Leute die ich kenne vor dem Fernseher oder Bildschirm verbringt. Is man halt nicht so schnell. Und am Sonntag ne Radrunde statt Frühschoppen schadet der Familie auch nicht :liebe053: ich sach ja nix, ich mein ja nur Thomas |
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Die Frau von einem Freund hatte das große Ziel Marathon. Dafür hat er ihr mit einem Kind quasi 1 Jahr den kompletten Rücken freigehalten und sich hinten angestellt. Dafür darf er dann nächstes Jahr sich nochmal den Traum vom LD Finish erfüllen. Es geht alles, wenn man gut kommuniziert und Lösungen findet, mit denen sich alle Parteien anfreunden können. |
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Das sollte auch mit Kleinkindern u Frau zu schaffen sein. Rolli |
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Ich habe auch nicht gesagt, dass ich das gut finden würde. Ich sehe auf der Arbeit genug Kinder, die wirklich vernachlässigt wurden. Schön ist das nicht. Vielleicht gibt es hier Leute, die das andere Extrem kennen und Eltern im Burnout kennen. Vermutlich ist das auch nicht schön. |
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wenn ich aber machen will was ich will und wann ich will , dann sollte diese Person m.M nach keine Beziehung oder Verpflichtung eingehen. Eine Partnerschaft besteht aus Kompromissen die der Ersteller hier auch sicherlich hinbekommt. Wenn ich zwischen den Zeilen nicht gelesen habe dann werde ich das noch mal versuchen. Aber Sprüche wie ,, Eier an der Tür abgeben, mach einfach was du willst usw." sind nicht Zielführend. Aber wie geschrieben, er wird sicherlich seinen Weg zusammen mit der Familie finden. |
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Finde die Beiträge zu dem Thema interessant. Verfolge diesen Austausch seit gestern und bin erfreut, Erfahrungen aus dem Alltag von Menschen zu erleben, die da ein wenig "älter" sind als ich.
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Die Kids verändern wirklich mehr als man sich denkt. Hatten das Glück unsere drei mehr oder minder während Corona zu bekommen. IChw ar fast ausschlielich daheim - auch meines Berufes wegen. Kind 1 hat uns/mich sehr wenig eingeschränkt aber 2+3 dann halt doch von 80 auf 0.
Ich habe mir nicht erwartet, dass so viele verschieden Meinungen hier kommen und bin deswegen sehr dankbar, weil man sich eben von Menschen mit mehr Erfahrung sehr viel abschauen kann. Ich selber habe in meinem Familien- oder Freundeskreis niemanden, der sportlich aktiv ist und irgendwelche Ziele dahingehend anstrebt. Ein paar ehemalige Amateur-Kicker eben, die das halt 4x in der Woche beinhart durchgezogen haben - wie vorher schon mal von jemandem angesprochen. |
Liebe ist die Fähigkeit, den menschen, die uns wichtig sind, die freiheit zu lassen, die sie benötigen um so zu sein zu können, wie sie sein wollen. Unabhängig davon, ob wir uns damit identifizieren können oder nicht.
george bernard shaw Ich finde das passt ganz gut. Wenn wir uns für den Sport Freiheiten nehmen, müssen wir natürlich Freiheiten zurück geben. Gibt es vom Partner immer nur Gemecker…hmm :( |
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Den Mittelweg auch noch zu effektiver Vorbereitung und Training finden klappt nur im dauernden Gespräch mit deiner Familie, vor allem deiner Frau. NmpM :Blumen: T. |
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Ich kann mein intensiveren Trainingsumfang dank ausgedehnten Einsatz vom Homeoffice oft in der Mittagspause einstreuen und habe 2 fixe Termine vom Verein in der Woche. So komme ich auf ca. 7h/Woche. Das reicht bei mir momentan für Olys (gute Ergebnisse) und MD (nur finishen). Ich aber kann zum Glück auch immer noch von einer sehr guten Basis aus der Zeit vor den Kids leben, da ich nie eine Couch-Potatoe war. I.d.R. waren es 10h+/Woche Sport in den Jahrzehnten davor. Jetzt ist es an der Zeit die Begeisterung an die nächste Generation weiterzugeben - Du wirst dich dabei ertappen innerlich ganz stolz zu sein, wenn die kleinen selbst Laufrad/Fahrrad fahren oder dich aus eigenen Antrieb fragen, wann wir mal wieder ins Schimmbad gehen :) Stell dich darauf ein, dass ein fester Plan so gut wie nie gar nicht einzuhalten ist. Es ist immer jmd. kank, es fallen Züge aus/gibt Stau beim pendeln, Schichten müssen übernommen werden oder es geht doch spontan auf Dienstreise. Mit Zwillingen ist die Zeiteinteilung bestimmt nicht einfacher - Findet Euren Weg und seid Euren Kindern glückliche Eltern ;) |
Hallo!
Möchte euch gerne von der ersten Trainingswoche berichten. Ich habe fast alles bis auf eine Einheit geschafft. War relativ easy unterzubringen, da sich die Einheiten auf maximal 45min beschränkt haben. Ich habe mir größtenteils am Abend Zeit genommen und zwei mal haben wir uns abgesprochen und ich habe das Training dann einfach schnell durchgezogen. Die eine EH hätte ich machen können - hab sie dann aber wegen family values gestrichen weil mir die Bierchen mit dem Schwiegerpapa nach den Holzarbeiten vernünftiger schienen als der Sport xD Alles gut soweit. Bin gespannt wie es weiter geht. |
Kurz wieder ein kleines Update und vermutlich auch etwas meditatives Von-der-Seele-schreiben.
Das Training funktionierte in den letzten Wochen zu 50%. Meistens waren es Krankheiten, die mir einen Strich durch die Rechnung machten. Zwei Wochen flach wegen Covid hat einen deutlich roten Block im Kalender hinterlassen. Jetzt sind alle drei Kids krank - Keuchhusten und Kehlkopfentzündung haben Einzug gehalten. Bis gestern war ich noch aktiv aber heute spüre ich schon das Kratzen und die Nase läuft. Davon abgesehen geht's gut dahin, wenn mal alle fit sind. Ich merke trotzdem, dass die Tage ordentlich mehr fordern als früher und muss gut aufpassen, dass alles im Lot bleibt. Das Thema Mitteldistanz ist auf jeden Fall mal in den Hintergrund gerückt und ich versuche für 2-3 ODs in Form zu kommen. Gewicht ist auf jeden Fall schon mal um 5kg runter. Und auch der Kilometer geht schon wieder um eine Minute schneller als noch vor ein paar Wochen. Fazit: es läuft aber es läuft nicht rund :) |
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