triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   Politik, Religion & Gesellschaft (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=30)
-   -   China (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=50895)

mamoarmin 07.06.2022 10:23

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1664554)
Das ist zwar spannend und verbraucherfreundlich, allerdings wer zahlt Steuern und Leitungskosten?

verstehe die frage nicht....
wir haben als Bürger mit unserer Steuern doch immer alle Netzte bezahlt?

wie macht Niederlande das?

Stefan 07.06.2022 10:31

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1664567)
verstehe die frage nicht....
wir haben als Bürger mit unserer Steuern doch immer alle Netzte bezahlt?

wie macht Niederlande das?

Die Rechnung unseres Stromversorgers ist in
- Energie
- Netznutzung
- Abgaben & Leistungen
aufgesplittet.

Bei der Netznutzung gibt es einen Grundbetrag als Sockel. Dazu kommen noch Beträge die abhängig von den kWh sind. Das wäre ja problemlos auch so für Strom möglich, den wir umgekehrt in das Netz einspeisen (wir wohnen meistens in einer Mietwohnung und haben deswegen in der Schweiz keine PV-Anlage).

MattF 07.06.2022 12:08

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1664567)
verstehe die frage nicht....
wir haben als Bürger mit unserer Steuern doch immer alle Netzte bezahlt?

wie macht Niederlande das?

Das war die Frage, wie die Niederlande das macht. Würde mich interessieren.

keko# 07.06.2022 17:01

Zitat:

Zitat von Bleierpel (Beitrag 1664564)
....

was ist dein Schluß daraus? Weiter wie bisher??

...

Technolgieoffenheit bzgl. neuer Antriebe. Aktuell scheint man sich auf Elektroantriebe zu fokussieren.

Grundsätzlich hat Deutschland immer noch sehr gute Möglichkeiten. Es gilt diese zu nutzen.
Inflation, gebrochene Lieferketten, Corona, der Ukraine-Krieg... das sind Dinge, trotz denen man nicht den Fokus auf die Zukunft verlieren darf.

HerrMan 07.06.2022 17:03

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1664339)

Können wir hier in Europa oder speziell Deutschland bestimmte Produkte nur deswegen nicht herstellen, weil wir zu dämlich dazu sind und nur die Chinesen das Knowhow haben?
Oder ists vielleicht vielmehr so, dass betreffende Produkte nicht mehr bezahlbar wären, wenn wir sie bauten, obwohl der Transport um die halbe Welt eingespart würde?


Ob wir es können ist nicht die Frage. Selbst wenn die Bamberger auch Wein anbauen könnten und die Bozenener Bier brauen, täten sie gut daran es zu lassen und über Handel den Wohlstand zu erhöhen.

Arbeitsteilung und freier Handel lohnt sich immer, im kleinen auf dem Dorfen wie international. Werden wir das stark runter fahren, sind viele Produkte für weite Teile der Gesellschaft so unbezahlbar wie es in den 60'ern und 70'ern mal war. Und die Beschäftigung wird weltweit sinken, weil weniger produziert wird. Und das mit deutlich gesteigerter Produktivität durch Industrie 4.0, was noch weniger Arbeitsplätze bedeutet...

Gut fürs Klima. Gut für Menschen mit Geld. Schlecht für arme Menschen, insbesondere für die, die unter extremer Armut leiden.

keko# 07.06.2022 17:08

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1664339)
....
Können wir hier in Europa oder speziell Deutschland bestimmte Produkte nur deswegen nicht herstellen, weil wir zu dämlich dazu sind und nur die Chinesen das Knowhow haben?
Oder ists vielleicht vielmehr so, dass betreffende Produkte nicht mehr bezahlbar wären, wenn wir sie bauten, obwohl der Transport um die halbe Welt eingespart würde?

Folgendes kann passieren: zukünftige Autos fahren datengetrieben. Je mehr Daten sie haben, desto besser sind diese Autos. In China kommt man leichter an Daten. Entsprechend kann es sein, dass man irgendwann chinesische Autos fahren möchte und weniger deutsche, weil sie ganz einfach besser (sicherer?) geworden sind. Sie haben dann einen echten technologischen Vorsprung.

tandem65 07.06.2022 17:18

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1664635)
Folgendes kann passieren: zukünftige Autos fahren datengetrieben.

Ich glaube nur sehr beschränkt daß Du ein Fahrzeug mit Daten antreiben kannst.
:Blumen: :Huhu:

Bleierpel 07.06.2022 18:57

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1664633)

Inflation, gebrochene Lieferketten, Corona, der Ukraine-Krieg... das sind Dinge, trotz denen man nicht den Fokus auf die Zukunft verlieren darf.

Ein Stratege würde sagen: das tiefe Tal nutzen, Strategien entwickeln, investieren und stark aus der Krise kommen.

Der Michel sagt: mmmmmmh, äääääääh, mmmmmh, ……. Mal sehen…..

Hafu 07.06.2022 19:22

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1664634)
Ob wir es können ist nicht die Frage. Selbst wenn die Bamberger auch Wein anbauen könnten und die Bozenener Bier brauen, täten sie gut daran es zu lassen und über Handel den Wohlstand zu erhöhen.

Arbeitsteilung und freier Handel lohnt sich immer, im kleinen auf dem Dorfen wie international. ...

Grundsätzlich hast du natürlich recht. Arbeitsteilung macht Sinn. Nur wird es halt problematisch, wenn - um in deinem Beispiel zu bleiben- das gesamte weltweit benötigte Bier ausschießlich in Deutschland und der gesamte Wein in Italien gebraut resp. gekelter werden würde.

Was nicht Sinn macht, sind Quasi-Monopole für bestimmte Produkte, denn diese führen langfristig zu schlechterer Produktqualität auffgrund mangelnder Konkurrenz und auch zu höheren Preisen. China ist da ein aufgrund seiner Planwirtschaft und autokratischen, wettbewerbsbehindernden Strukturen ein in vielen Situationen problematischer Handelspartner, von dem man sich auf keinen Fall zu sehr abhängig machen darf.

Eindrucksvolle Beispiele in der jüngsten Vergangenheit waren die Probleme bei der Maskenbeschaffung zu Beginn der Pandemie, ebenso aber auch die gestörten Lieferketten bei Computerchips.

Natürlich macht es keinen Sinn, wenn jeder Staat eigene Chipfabriken hochzieht (und ist angesichts der technischen Komplexität auch gar nicht möglich) aber wenn ganze Industrien ihre Chips nur noch aus einer einzigen Region erhalten, birgt diese fehlende Diversifizierung von Lieferanten erhebliche Produktionsrisiken, die man angehen muss.

HerrMan 07.06.2022 20:11

Mein Reden. Nur sollten die Klimafreunde und die Globalisierungsgegner von der rechten und der linken Ecke der Gesellschaft nicht zu laut jubeln. Das kann dann schnell zynisch wirken.

Holiday from History is over heisst auf jeden Fall auch, die fetten Jahre sind vorbei. Und für Länder mit hoher Armut sind die Folgen der mit Sicherheit kommenden Ent-Globalisierung nicht abzusehen.

qbz 07.06.2022 20:40

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1664647)
........
Was nicht Sinn macht, sind Quasi-Monopole für bestimmte Produkte, denn diese führen langfristig zu schlechterer Produktqualität auffgrund mangelnder Konkurrenz und auch zu höheren Preisen. China ist da ein aufgrund seiner Planwirtschaft und autokratischen, wettbewerbsbehindernden Strukturen ein in vielen Situationen problematischer Handelspartner, von dem man sich auf keinen Fall zu sehr abhängig machen darf.
......

Die USA haben Gesetze zum Schutz der einheimischen Monopole erlassen, auch bei Solartechnik und in zahlreichen anderen Bereichen, und z.B. Huawei als erfolgreichen Wettbewerber mit dem Ausschluss vom Google Playstore vom Markt geworfen, was die USA-Monopole schützt. Die Huawei 5G Technologie ist als Konkurrent in der EU und den USA ebenfalls unter ein Verbot gestellt worden. Auf der anderen Seite lässt der Monopolist Apple das Iphone in China zusammensetzen und vorher bei der Musik den Ipod.

Ich schreibe das deswegen: Was mich stört, ist in der Wirtschaft eine Unterscheidung zwischen "guten"(=westlichen) und "bösen"(=chinesischen) Monopolen. Das verringert doch gerade den Wettbewerb wie im Falle von Huawei oder den amerikanischen Schutzimportgesetzen. Letztlich wird eine staatlich "geschützte" Wirtschaft weniger innovativ und weniger produktiv und fertigt am Ende die teureren und schlechteren Produkte. D.h. auf lange Sicht schaden sich die USA und die EU mit solchen Verboten selbst und handeln sich Nachteile ein.

Das Handy von Angela Merkel, also das der deutschen Bundeskanzlerin, ist von der USA abgehört worden. Meinst Du, Router Software von den USA wäre sicherer wie die aus China? IBM hat vor Jahren wiederum ihre gesamte Hardware Sparte an eine chinesische Firma verkauft (Lenovo, heute bei uns eine recht verbreitete Laptop Marke), aus wirtschaftlichen Gründen.

HerrMan 07.06.2022 20:59

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1664665)
Das Handy von Angela Merkel, als das der deutschen Bundeskanzlerin, ist von der USA abgehört worden. Meinst Du, Router Software von den USA wäre sicherer wie die aus China?

Wenn du wüsstest, einer von beiden hört mit wenn Scholz mit Putin telefoniert und du hättest die Wahl: würdest du die Amis oder die Chinesen nehmen ?

qbz 07.06.2022 21:20

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1664672)
Wenn du wüsstest, einer von beiden hört mit wenn Scholz mit Putin telefoniert und du hättest die Wahl: würdest du die Amis oder die Chinesen nehmen ?

Die Frage ist nun komplett unerwartet? :) , aber als Alternative falsch gestellt.

Haben Geräte oder Software nachweislich Backdoors für Spionage, müssen sie verboten werden, egal aus welchem Land diese kommen, also auch amerikanische. Haben sie keine, ist ein Verbot ein Vorwand für einheimischen Monopolschutz, und nachteilig für die Konsumenten und die Wirtschaft.

Hafu 07.06.2022 21:24

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1664665)
Die USA haben Gesetze zum Schutz der einheimischen Monopole erlassen, auch bei Solartechnik und in zahlreichen anderen Bereichen, und z.B. Huawei mit dem Ausschluss vom Google Playstore vom Markt geworfen, was die USA-Monopole schützt. Die Huawei 5G Technologie ist als Konkurrent in der EU und den USA ebenfalls unter ein Verbot gestellt worden. Auf der anderen Seite lässt der Monopolist Apple das Iphone in China zusammensetzen und vorher bei der Musik den Ipod.
...

Monopole sind immer schlecht, egal ob aus China oder in den Händen anderer Firmen.

Ich habe aber keine Ahnung, welche "Us-amerikanischen Monopole" die USA im Huawei-Streit schützen wollten. Meines Wissens ging (und geht) es im Kern darum, dass Huawei eine vom chinesischen Staat kontrollierte Firma ist, der man nicht Zugriff auf kritische Infrastruktur z.B. im Rahmen des Aufbaus des 5-G-Netzes erlauben wollte.

Hier in dem Thread sollte es halt schwerpunktmäßig um China gehen.

qbz 07.06.2022 21:35

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1664682)
Monopole sind immer schlecht, egal ob aus China oder in den Händen anderer Firmen.

Ich habe aber keine Ahnung, welche "Us-amerikanischen Monopole" die USA im Huawei-Streit schützen wollten. Meines Wissens ging (und geht) es im Kern darum, dass Huawei eine vom chinesischen Staat kontrollierte Firma ist, der man nicht Zugriff auf kritische Infrastruktur z.B. im Rahmen des Aufbaus des 5-G-Netzes erlauben wollte.

Hier in dem Thread sollte es halt schwerpunktmäßig um China gehen.

Bei einem Handelsembargo chinesischer Produkte geht es ausschliesslich um China.

Zur Info über die Wettbewerbsverzerrung und den Ausschluss der Huawei-Handy (das hat mit 5G Null zu tun, sondern nur mit den USA-Schutzgesetzen und dem staatlichen Verbot für Google, den Android-Appstore für Huawei-Kunden anzubieten.) hier mal ein Link auf die Schnelle:

Huawei war mit seinen Smartphones lange sehr erfolgreich. Doch seit dem US-Handelsembargo müssen die Handys ohne Google-Dienste auskommen - und verkaufen sich in Europa kaum noch. Das neue Nova 9 soll das nun ändern.

Der Ausschluss beim 5G-Netz ist natürlich noch ein weiteres Thema über Wettbewerbsverzerrungen.

mamoarmin 07.06.2022 21:37

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1664593)
Das war die Frage, wie die Niederlande das macht. Würde mich interessieren.

bis 2023 noch net meetering..
alles sehr einfach..
ab 2024 wird es wohl Subventionsänderungen geben, aber eher geringe..die im Bereich von Subventionsabbau gehen, die einfach installation und abrechnung ohne jeglichen Netzbebühren bleibt..

Trimichi 08.06.2022 08:47

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1664659)
Mein Reden. Nur sollten die Klimafreunde und die Globalisierungsgegner von der rechten und der linken Ecke der Gesellschaft nicht zu laut jubeln. Das kann dann schnell zynisch wirken.

Holiday from History is over heisst auf jeden Fall auch, die fetten Jahre sind vorbei. Und für Länder mit hoher Armut sind die Folgen der mit Sicherheit kommenden Ent-Globalisierung nicht abzusehen.

Danke für die Vorwarnung und deine beiden Beiträge. :Blumen:

Nochmalig tippe ich gerne ein kein Globalisierungsgegner zu sein, da ich mich auf meinen Radsportextremreisen (mit Hindernissen) oder auch Abenteuerurlauben gerne mit den Einheimischen auf eine Ebene stelle. Nicht um irgendetwas zu beweisen, sondern aus Überlebensinstinkt, Forscherinteresse (Anthropologie), weil es Spaß macht und auch um Kulturen, Land und Leute kennenzulernen. Wie angedeutet, nun explizit, das Dorf ist global inzwischen und es gibt kulturelle Unterschiede, was nicht dazu verleiteten sollte auch mich nicht Gruppen gegeneinander auszuspielen.

Gestern kam im bayrischen Radio die Meldung, dass 13,6 Millionen Menschen unter 1000 EUR im Monat bekommen und daher in Armut leben in Deutschland. In der Türkei leben nach 160% Inflation sehr viele Menschen mit 250 EUR im Monat. Oder schau nach Russland, was da ein pensionierter Oberstudienrat oder eine pensionierte Schuldirektorin bekommen, dass ist circa die Hälfte von 250 EUR monatlich. China weis ich nicht. Philippinen? Verdienen 380 PHP als staatliche Vollzeitbüroarbeiterin in der Verwaltung (7,50 EUR) am Tag. Wir reden noch nicht von absoluter Armut?

Was hat das mit China zu tun? Der dein Hinweis auf absolute Armut? Ich glaube schon, dass regional die Menschen gut klarkommen und diese ganzen Mikrochips usw. vielleicht gar nicht brauchen und sich womöglich sehr gut selbst helfen können. Beispielsweise würden Gummistiefel auf den Philippinen helfen, die Mortalität unter Bauern und Landarbeitern zu reduzieren, da es dort einen Parasiten gibt, der über kleine Wunden (z.B. Kratzer) an Füßen und Beinen in den Blutkreislauf eindringt, und sich in der Leber festsetzt und diese zersetzt. Dafür gibt es kein Heilmittel außer Gummistiefel.

Ansonsten sind arme Menschen sehr glücklich. In Namibia 17 Mal glücklicher als in Deutschland. Und in China? Die Chinesen sollen machen was sie wollen, allerdings sehe ich den Wirtschaftskrieg zwischen den USA und China als die größten CO2-Emittenten als einen Schaden für uns alle an. Lieber Gummistiefel für Arme als Computerchips für Schwerbehinderte, die selbständig nicht Autofahren können? Vllt braucht es bald auch computergesteuertes Besteck, also noch mehr Computer und Chips, so dass dann der Menschheitstraum vom Bananenstücke in den Mund legen für jeden Wirklichkeit wird. ;) Selbst nicht mehr Autofahren können, dass halte ich für absolute Armut (oben, in der Birne). Wie gesagt, ich finde, wir sollen das Computerthema in dem extra von mir eröffneten Faden diskutieren und mich nervt keko#, dass er nun schon wieder hier anfängt damit und du nun mitmachst? No offence. :Blumen:

China ist Klimasünder Nummer 1, und mit mehr Handel wird das nicht besser, sondern schlimmer. Ebenso was die Ausbeutung an Mensch und Boden anbelangt, Menschenrechtsverletzungen und Umweltverschmutzung usw.. Also Zustimmung, denn hier wäre Entglobalisierung, ein Internet vor Ort machte Sinn wegen dem Anschluss zur und damit als Teil der Weltgemeinschaft zu sein, in ländlichen Regionen und regionale Förderungen, die zielgenau greifen, angemessen imho und damit viel besser als auf große große Infrastrukturmaßnahmen zu hoffen (Globalisierung).

Erst einmal den Bedarf ermitteln, und nicht unsere Maßstäbe für Armut, d.h. was wir dafür halten, im Ausland anlegen.

Einem philippinischen Bauern ist mit einem computergesteuerten Auto nicht geholfen. Wohl aber mit einem Paar Gummistiefel.

qbz 02.08.2022 11:28

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1673941)
Das Know-how und die Expertise sind ja vorhanden in Europa; die Forschung für etliches hat ja sogar hier stattgefunden. Insofern wäre es sicher möglich, diese und andere Schlüsselindustrien wieder hier anzusiedeln. Wir müssten dann eben auch bereit sein, den Preis dafür zu bezahlen.

Deutschland exportiert auch ca. 2/3 soviel an Waren wie es aus China importiert, ca. 90 Milliarden Export, 140 Milliarden Import. Riesiger Absatzmarkt.

svmechow 02.08.2022 11:43

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1673947)
Deutschland exportiert auch ca. 2/3 soviel an Waren wie es aus China importiert, ca. 90 Milliarden Export, 140 Milliarden Import. Riesiger Markt für deutsche Firmen.

Ja. Das macht es nur noch brisanter. Und lässt eine mehr als nur windelweiche Positionierung Deutschlands gegen China im Angesicht einer Annexion Taiwans nur noch unwahrscheinlicher werden.

Hätte mir jemand in den späten 80ern und den frühen 90ern, (als man insbrünstig gegen den US-amerikanischen Imperialismus auf der Straße rumgebrüllt und mit Steinen geworfen hat und die Sowjetunion liebevoll SU nannte) gesagt, wie die Weltpolitik heute organisiert ist, ich hätte ihm nen Vogel gezeigt.
Aber gut: es ist sicher auch Ausdruck der jugendlichen Rebellion, die Dinge nicht in ihrer Komplexität betrachten zu müssen.
P.S.: ich will keinesfalls das US-Treiben im Lateinamerikanischen Hinterhof vergessen wissen angesichts der aktuellen Geschehnisse. Das eine wiegt niemals das andere auf, aber wem sag ich das.
P.P.S.: ich bin ja auch nicht konsequent, geschweigedenn besser: ich gehe jetzt mit meinen in China hergestellten Laufschuhen auf die Strecke -

keko# 02.08.2022 11:52

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1673949)
....
Hätte mir jemand in den späten 80ern und den frühen 90ern, (als man insbrünstig gegen den US-amerikanischen Imperialismus auf der Straße rumgebrüllt und mit Steinen geworfen hat und die Sowjetunion liebevoll SU nannte) gesagt, wie die Weltpolitik heute organisiert ist, ich hätte ihm nen Vogel gezeigt.

Noch heute werden Entscheidungen getroffen. Ich war ein paar Jahre lang in einem schwäbischen Unternehmen, wo wir Bildverarbeitung entwickelten (automatisches Erkennung von Werkzeugen in Maschinen). Es kam eine Beteiligung aus China. Mittlerweile ist das Unternehmen in China. Ähnliches passierte vorher mit einem Unternehmen, das jetzt in Indien ist. Es geht nicht um die Arbeitsplätze! Ich glaube nicht, dass einer meiner Ex-Kollegen arbeitslos geworden ist. Es geht um das KnowHow, das wegwandert. Hier wären ganz unsere Politiker gefragt.

qbz 02.08.2022 11:52

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1673949)
Ja. Das macht es nur noch brisanter. Und lässt eine mehr als nur windelweiche Positionierung Deutschlands gegen China im Angesicht einer Annexion Taiwans nur noch unwahrscheinlicher werden.

China ist übrigens der zweitgrösste Gläubiger der USA nach Japan. Die USA-Schulden an China betragen ca. 90 Flugzeugträger. ;) . Noch hofft China, dass die USA die Schulden zurückzahlen, reduziert aber schon deutlich die USA-Anleihen.

TriVet 02.08.2022 11:54

Pendel kommt doch schon wieder zurück, google mal reshoring (statt offshoring) und nearshoring...

DocTom 02.08.2022 15:20

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1673949)
...: ich gehe jetzt mit meinen in China hergestellten Laufschuhen auf die Strecke -

Fahrradrahmen nicht vergessen! Carbonbau beherrschen hier in Europa auch viele, nur ist offensichtlich der letzte Euro Marge wichtiger, als gute Arbeitsbedingungen und lokale Produktion mit vernünftigen europäischen Umweltstandards.
Ron & Citec bauen ja auch Carbonlaufräder in Europa, afair...:Blumen:

T.

TobiBi 02.08.2022 16:31

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1673947)
Deutschland exportiert auch ca. 2/3 soviel an Waren wie es aus China importiert, ca. 90 Milliarden Export, 140 Milliarden Import. Riesiger Absatzmarkt.

Wobei es die immer schärfer werdenden Maßnahmen der chinesischen Regierung immer schwieriger machen, Fertigprodukte nach China zu exportieren.
Da ist halt die Frage, in wie weit die EU hier entsprechende Gegenmaßnahmen für den Import aus China einführen sollte...

svmechow 02.08.2022 17:06

Ob die Gerüchte, Nancy Pelosi würde gegen 22:30 Ortszeit (16:30 MESZ) in Teipeh eintrifft, sich bewahrheiten oder nicht: dass erstmalig seit 1997 (!) wieder ein ranghoher US-Politiker taiwanesischen Boden betritt, ist ein zugleich mutiger und noch vielmehr notwendiger Schritt. China würde auch ohne diesen Besuch einen Grund für weitere Eskalationen finden. Wenn schon ein keine diplomatischen Beziehungen zu Taiwan gepflegt werden als Bekenntnis zu dessen funktionierender Demokratie, dann darf man sich doch nicht auch noch vorschreiben lassen, wen man besucht und wen nicht.

svmechow 02.08.2022 18:15

https://www.tagesschau.de/ausland/wa...t-ist-101.html

Gelandet.

Klugschnacker 03.08.2022 10:16

Moderation: Ich habe auf den letzten Seiten einige Beiträge entfernt.

Triphil 04.08.2022 00:15

Mir geht das Geschrubbel von dir Trimichi langsam hart auf die Nerven. Schreib doch einfach normal oder nix. Wie lange soll das so weitergehen Arne? Bis keiner mehr Bock hat?

MattF 04.08.2022 10:08

Es gibt die Ingnore Liste, da ist der Typ bei mir schon lange drauf.

TRIPI 04.08.2022 19:07

China hat diverse ballistische Raketen vom Typ Dongfeng in vorher angekündigte Zonen rund um Taiwan gefeuert, 4 davon haben Taiwan dabei überflogen. Manche sind laut Japan auch in japanisch beanspruchten Gewässern gelandet.
Klingt zum Glück aktuell nur nach Säbelrasseln, hoffentlich geht es nicht in eine Spirale über, glaube ich aber nicht da China gerade innenpolitisch genug an der Backe hat. Das mag auch der Grund sein warum die USA es gerade jetzt bringen mit Pelosis Besuch.

TRIPI 04.08.2022 19:08

Hier noch die aktuelle Livemap zu der Situation

Feanor 04.08.2022 20:16

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1674276)
China hat diverse ballistische Raketen vom Typ Dongfeng in vorher angekündigte Zonen rund um Taiwan gefeuert, 4 davon haben Taiwan dabei überflogen. Manche sind laut Japan auch in japanisch beanspruchten Gewässern gelandet.
Klingt zum Glück aktuell nur nach Säbelrasseln, hoffentlich geht es nicht in eine Spirale über, glaube ich aber nicht da China gerade innenpolitisch genug an der Backe hat. Das mag auch der Grund sein warum die USA es gerade jetzt bringen mit Pelosis Besuch.

Leider neigen gerade Autokraten bei innenpolitischen Probleme dazu, durch außenpolitische Aktionen davon abzulenken.
Aber Taiwan wäre schon eine Größenordnung, bei der auch Xi 2 Mal nachdenkt.

Koschier_Marco 04.08.2022 21:53

Zitat:

Zitat von Feanor (Beitrag 1674286)
Leider neigen gerade Autokraten bei innenpolitischen Probleme dazu, durch außenpolitische Aktionen davon abzulenken.
Aber Taiwan wäre schon eine Größenordnung, bei der auch Xi 2 Mal nachdenkt.

Militärisch mit das schwierigste was es gibt amphibische Landung, dh Luft und Seehoheit, und vollkommenes Zusammenspiel der verbundenen Waffen

Der letzte Krieg der Chinesen war 1979 gegen Vietnam schon ein Zeit her völliges Desaster

Wie Befehlstaktik schiefgeht kann man gerade bei beiden Seiten in der Ukraine beobachten

TRIPI 04.08.2022 23:14

Zitat:

Zitat von Koschier_Marco (Beitrag 1674297)
Militärisch mit das schwierigste was es gibt amphibische Landung, dh Luft und Seehoheit, und vollkommenes Zusammenspiel der verbundenen Waffen

Der letzte Krieg der Chinesen war 1979 gegen Vietnam schon ein Zeit her völliges Desaster

Wie Befehlstaktik schiefgeht kann man gerade bei beiden Seiten in der Ukraine beobachten

Hab mich gerade wieder bisschen eingelesen, also ich muss schon sagen: Vietnam war ordentlich im Stress letztes Jahrhundert, meine Fresse:(

HerrMan 04.08.2022 23:37

Keine Ahnung was da kommt. Irgendwie ist man aber schon etwas besser auf was weiss ich vorbereitet, als noch im Februar. Mit der Ungewissheit/Unsicherheit grosser Konflikte wieder leben lernen, sollte auf jeden Fall das Ziel sein.

Ich hab mir heute eine neue Kühl-Gefriekombination geordert. Hat ganz nebenbei eine deutlich bessere Energieeffizienz und statt 205 nur 185 cm.

Alles andere an Haushaltsgeräten und Unterhaltungselektronik ist auf gutem Stand.

qbz 05.08.2022 00:36

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1674304)
Keine Ahnung was da kommt.......

Wie die Kontakte Deutschlands zu China sind, entscheiden künftig vor allem die USA. Die deutsche Aussenministerin erklärte dazu bei ihrem USA-Besuch, als sie die Instruktionen abholte:

"Es kann nicht in unserem Interesse liegen, wenn China in seiner Region übermäßige wirtschaftliche Abhängigkeiten schafft.
Wir sehen uns das derzeit an und wir erarbeiten zum ersten Mal in meinem Ministerium eine eigene Chinastrategie, die nächstes Jahr veröffentlicht wird und die strategischen Überlegungen hier in den Vereinigten Staaten umfassend berücksichtigt."

HerrMan 05.08.2022 08:15

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1674307)
Wie die Kontakte Deutschlands zu China sind, entscheiden künftig vor allem die USA.

Ja, es gibt nix umsonst im Leben (außer Mutterliebe!).

Wichtig ist mir aber vor allem, nicht irgendwann wie Russen, Chinesen, Venezuelaner oder gar Iraner leben zu müssen. Derzeit garantiert das nur der große Bruder USA.

Gut so!

qbz 05.08.2022 08:32

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1674312)
Ja, es gibt nix umsonst im Leben (außer Mutterliebe!).

Wichtig ist mir aber vor allem, nicht irgendwann wie Russen, Chinesen, Venezuelaner oder gar Iraner leben zu müssen. Derzeit garantiert das nur der große Bruder USA.

Gut so!

Es lässt sich bestimmt schnell anhand von Publikationen aus China belegen, dass die dortige Regierung ihr gesellschaftliches System europäischen oder den anderen Staaten auf der Welt aufzwingen will. Wo hast Du die Information her bzw. wer hat das gesagt oder geschrieben?

TriVet 05.08.2022 09:52

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1674304)
Ich hab mir heute eine neue Kühl-Gefriekombination geordert. Hat ganz nebenbei eine deutlich bessere Energieeffizienz und statt 205 nur 185 cm.

OT, aber hättest Du da einen link? Bin auch am überlegen. danke.

TriVet 05.08.2022 09:54

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1674307)
Wir sehen uns das derzeit an und wir erarbeiten zum ersten Mal in meinem Ministerium eine eigene Chinastrategie, die nächstes Jahr veröffentlicht wird und die strategischen Überlegungen hier in den Vereinigten Staaten umfassend berücksichtigt."

Man könnte das auch so hervorheben.:Huhu:


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 11:50 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.