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keko# 14.02.2022 16:57

Zitat:

Zitat von Misko (Beitrag 1645694)
Vielen Dank für eure Antworten!

Mir wurde bewusst, dass ich eigentlich 2 Ziele habe. Am Schwimmen habe ich extrem viel Spass und ich möchte alle Lagen lernen. Im Verein trainieren wir nun auch 1 mal pro Woche Delfin Technik.

Meine Frage zielt also mehr darauf hinaus gut zu kraulen und weniger als den Schwimmteil beim Triathlon zu überleben. Dass dieser Fokus für Triathlon nicht ideal ist, das ist mir bewusst. Schwimmen ist meine Lieblingssportart, dann Radfahren und dann lange nichts. Irgendwann Laufen...

Ich würde auf die Trainerin hören und weiterhin Beine mitmachen. Wenn du nach ein paar Monaten keinen Fortschritt erkennst, kannst du es bleiben lassen. Die Erkenntnis, dass das Schwimmen für middle-of-the-pack Athleten vernachlässigbar ist, ist so alt wie der Triathlon selbst. Und für Champions stellt sich die Frage nicht, die müssen schwimmen können.

Hauptgrund für Beine ist das Erreichen einer guten Wasserlage. Der Vortrieb ist für Triathleten nicht so wichtig. Auf die Wasserlage kann sich Beintraining aber deutlich positiv auswirken, falls sie schlecht ist.

Ich würde kürzere Einheiten trainieren: 6x50 Kraulbeine mit Brett, oder auch Rücken oder Brust. Bist du geübter, kannst du auch Arme anliegend Beine schwimmen und solche Scherze. Ebenso Beine einbeinig mit Brett. Wie gesagt: es sollte Spaß machen, denn entscheidend ist es nicht. :liebe053:
Kurzflossen trainieren die Muskeln und zwingen deine Füsse und Gelenke in die richtige Position.

Kleine Anekdote: ein langjähriger Freund von mir, immerhin 2x Deutscher Vizemeister im Triathlon, schaffte es bis zum Ende seiner Karriere nicht, Brettbeine vorwärts zu schwimmen. Er bewegte sich immer leicht rückwärts. Dafür hatte er von Grund auf eine sehr gute Wasserlage (wir schwammen hunderte KM zusammen) und lag flach im Wasser: er zog seine schlanken Beine lediglich hinterher. ;)
:Blumen:

Glückauf und viel Spaß im Wasser :liebe053:

tridinski 14.02.2022 18:26

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1645965)

Hauptgrund für Beine ist das Erreichen einer guten Wasserlage. Der Vortrieb ist für Triathleten nicht so wichtig. Auf die Wasserlage kann sich Beintraining aber deutlich positiv auswirken, falls sie schlecht ist.

Wasserlage über Beinarbeit - da geh ich nicht mit. Idealerweise kommt die Wasserlage aus einem tief geführten Kopf/Schulterbereich. Über die Stabilität im Rumpf schwimmt dadurch der hintere Teil des Körpers auf und liegt hoch im Wasser = gute Wasserlage.
Das kostet dich im Wesentlichen keine Energie/ kein erhöhter Puls.

Wenn du hingegen die Wasserlage aus den Beinen machst ist dein Puls gleich mal einige Schläge höher und du kannst weniger Energie in den Vortrieb stecken.

Insgesamt gibt es vermutlich mehrere hundert Trainingsformen für unsere drei Disziplinen, dazu Kraft,Stabi, Beweglichkeit, Athletik, .... von denen kann ich sowieso nur einen Bruchteil machen. Kraulbeine gehört für mich ganz klar zu dem Teil den ich komplett weglasse. Ohne jedes schlechtes Gewissen. Aktives Strecken der Füsse wäre so ziemlich das einzige was ich aktiv mache da hinten ;)

EDIT: Wenn bei jemandem die Beine hinten runterhängen wie Blei, bevor man das so lässt ist es immer noch besser, die Beine per Beinschlag hochzubekommen. Aber der bessere Weg ist über Kopf/Schulter tief, zB dieser Drill:
- Seitenlage, unterer Arm nach vorne gestreckt oberer Arm Ellenbogen hoch Hand an Hüfte
- GESICHT SENKRECHT NACH UNTEN!
- untere Schulter und Gesicht aktiv ins Wasser drücken, dabei spüren wie die Hüfte aus dem Wasser kommt
- leichter Beinschlag, ggf. mit Flossen um ein bisschen Vortrieb zu haben
- das ganze soll aber kein aktives Beinschlagtraining sein.
- Fortgeschritten: Armzug mit dem oberen Arm
- Fortgeschritten2: Rotation auf die andere Seite
- Wichtigster Punkt: Hohe Hüfte! Schwimmtempo ist egal.

Plasma 14.02.2022 19:11

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1645965)
Ich würde auf die Trainerin hören und weiterhin Beine mitmachen. Wenn du nach ein paar Monaten keinen Fortschritt erkennst, kannst du es bleiben.

Was soll eigentlich die ständige Wiederholung des immer gleichen und falschen Bewegungsablaufs bringen, außer dass dieser eingeschliffen und immer schwerer wieder loszuwerden ist ??

Ich denke da sind wir uns einig: Niemand bekommt von 100km Kacheln einen besseren Armzug. Warum soll das ausgerechnet beim Beinschlag funktionieren ?

noam 14.02.2022 21:16

Zitat:

Zitat von Plasma (Beitrag 1645987)
Was soll eigentlich die ständige Wiederholung des immer gleichen und falschen Bewegungsablaufs bringen, außer dass dieser eingeschliffen und immer schwerer wieder loszuwerden ist ??

Ich denke da sind wir uns einig: Niemand bekommt von 100km Kacheln einen besseren Armzug. Warum soll das ausgerechnet beim Beinschlag funktionieren ?

Du sollst ja nicht dumm über Wochen falsche Bewegungsabläufe etablieren, sondern diese zu richtigen entwickeln.

sabine-g 14.02.2022 21:22

99,5% derer die Technik Übungen in ihr Training integrieren führen diese falsch aus und schwimmen danach schlechter als vorher.
Wenn Technik dann Konzentration auf 2 oder 3 und am besten mit Trainer

noam 14.02.2022 21:33

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1645998)
99,5% derer die Technik Übungen in ihr Training integrieren führen diese falsch aus und schwimmen danach schlechter als vorher.
Wenn Technik dann Konzentration auf 2 oder 3 und am besten mit Trainer

99,5% aller Triathleten sollten im Training ausschließlich Techniktraining mit objektiver externer Analyse machen anstatt wie man eher sieht im Neo oder mit Auftriebshilfe Kacheln zählen.

Aaaaaaaber es reicht ja auch so für ne 1:10 auf 3,8km und geweint wird nur wenn man keinen Neo anhaben darf.


Wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier im Triathlon über Geschwindigkeiten reden, über die sich Schwimmer amüsieren.

sabine-g 14.02.2022 21:36

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1646000)


Wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier im Triathlon über Geschwindigkeiten reden, über die sich Schwimmer amüsieren.

Logisch.
Ich habe eine Schwimmerin in der Familie und kenne die Schwimmer, habe 8 Jahre lang an Wochenende die Hallenbäder der Republik bereist.

Der Spruch mit Konzentration auf 2-3 Übungen kommt nicht von mir.

keko# 14.02.2022 22:22

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1645980)
...

EDIT: Wenn bei jemandem die Beine hinten runterhängen wie Blei, bevor man das so lässt ist es immer noch besser, die Beine per Beinschlag hochzubekommen. Aber der bessere Weg ist über Kopf/Schulter tief, zB dieser Drill:
- Seitenlage, unterer Arm nach vorne gestreckt oberer Arm Ellenbogen hoch Hand an Hüfte
- GESICHT SENKRECHT NACH UNTEN!
- untere Schulter und Gesicht aktiv ins Wasser drücken, dabei spüren wie die Hüfte aus dem Wasser kommt
- leichter Beinschlag, ggf. mit Flossen um ein bisschen Vortrieb zu haben
- das ganze soll aber kein aktives Beinschlagtraining sein.
- Fortgeschritten: Armzug mit dem oberen Arm
- Fortgeschritten2: Rotation auf die andere Seite
- Wichtigster Punkt: Hohe Hüfte! Schwimmtempo ist egal.

Also wenn jemandem "die Beine hinten runterhängen wie Blei", dann wird ihn diese Übung auch nicht weiterbringen. Da hat er nämlich grundsätzliche Schwierigkeiten und ist mit der Übung (das sind ja gleich mehrere) völlig überfordert. Bestenfalls hält er sie eine Bahn oder auch zwei, dann ist es vorbei. Es gibt diese eine Übung oder eine Trainingsenheit halt nicht. Wenn, dann wäre sie von Generationen von Schwimmern schon entdeckt worden. Es ist ein mühsames Zusammenspiel, ein Suchen und Probieren und da kann (kann!!!) Beintraining ein Baustein sein. Letztendlich muss das individuell vor Ort entschieden werden. Eine Betreuerin hat der Threadersteller. ja.

:Blumen:

keko# 14.02.2022 22:26

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1645998)
99,5% derer die Technik Übungen in ihr Training integrieren führen diese falsch aus und schwimmen danach schlechter als vorher.
Wenn Technik dann Konzentration auf 2 oder 3 und am besten mit Trainer

Ja, das stimmt. Der Threadersteller hat aber eine Trainerin. Da kann man schon mal probieren, da jemand draufschaut.
Alleine geschwommen nur die sicheren und bewährten Übungen.

Misko 15.02.2022 07:00

Meine Trainerin meinte es sei normal, dass es mit der Beinarbeit eine Weile dauert. Besonders die Füsse müssen dafür flexibel werden.
Langsam glaube ich, dass ich mir selbst im Weg stehe. Ich will wohl alles von heute auf morgen haben.

Bäh, gestern wieder 4x50m nur Beine (ohne Brett). Frustrierend kommt dazu was die anderen in allen Lagen ein Tempo vorlegen. OK, ich bin noch nicht lange dabei und schon in der schnellen Gruppe. Auffällig ist wie gut Frauen bei der Beinarbeit sind. Dafür klappt bei mir Kraul mit Fussfessel oder Pullboy richtig gut. Das kommt wohl daher dass ich in der Zeit ohne Trainer sehr inefficient gekrault bin und viel mit Kraft kompensiert habe. So sieht mein Rücken auch aus.

noam 15.02.2022 07:51

Zitat:

Zitat von Misko (Beitrag 1646028)
Meine Trainerin meinte es sei normal, dass es mit der Beinarbeit eine Weile dauert. Besonders die Füsse müssen dafür flexibel werden.
Langsam glaube ich, dass ich mir selbst im Weg stehe. Ich will wohl alles von heute auf morgen haben.

Bäh, gestern wieder 4x50m nur Beine (ohne Brett). Frustrierend kommt dazu was die anderen in allen Lagen ein Tempo vorlegen. OK, ich bin noch nicht lange dabei und schon in der schnellen Gruppe. Auffällig ist wie gut Frauen bei der Beinarbeit sind. Dafür klappt bei mir Kraul mit Fussfessel oder Pullboy richtig gut. Das kommt wohl daher dass ich in der Zeit ohne Trainer sehr inefficient gekrault bin und viel mit Kraft kompensiert habe. So sieht mein Rücken auch aus.

Wenn dein Kraulen mit Auftriebshilfe zwischen den Beinen erheblich besser wird anstatt einfach nur einer kleine Entlastung zu sein, solltest du immer ein Augenmerk auf die Wasserlage haben. Das spricht nämlich dafür dass deine Hüfte beim schwimmen ohne Hilfe wahrscheinlich zu tief liegt.


Und das erlernen neuer Bewegungsabläufe vor allem in einem dem Menschen eher fremden Medium Wasser erfordert immer Zeit und Geduld. Beim Schwimmen kommt eigentlich alles nur über die Technik, die man nur sehr sehr begrenzt durch Kraft und Ausdauer ersetzen kann.

keko# 15.02.2022 09:33

Zitat:

Zitat von Misko (Beitrag 1646028)
... Auffällig ist wie gut Frauen bei der Beinarbeit sind. Dafür klappt bei mir Kraul mit Fussfessel oder Pullboy richtig gut. ...

Lass dich nicht verrückt machen: Frauen liegen i.d.R. besser im Wasser als Männer und machen Beinarbeit besser. Das ist normal.

Mit Fussfesseln kannst du deine Wasserlage testen: wenn du mit Fesseln und ohne sonstige Hilfsmittel ein paar Bahnen schwimmen kannst, ohne dass es dich von hinten runterzieht, ist das schon mal ganz ordentlich :liebe053:

Viel Spaß :Blumen:

spanky2.0 15.02.2022 11:25

Zitat:

Zitat von Misko (Beitrag 1645694)
Schwimmen ist meine Lieblingssportart, dann Radfahren und dann lange nichts. Irgendwann Laufen...

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1645711)
Ich finde es normal, dass man eine „Lieblingsreihenfolge“ der drei Sportarten hat.

Ohja, das hat sich bei mir im Laufe der Zeit auch komplett verändert. Am Anfang war Laufen meine liebste Disziplin, dann Rad und Schwimmen erst ganz zum Schluss. Im Moment ist die Reihenfolge genau umgekehrt und ich gehe grad echt gerne schwimmen. D.h. aber nicht, dass sich die Reihenfolge nicht auch wieder ändern kann. :liebe053:

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1646030)
Beim Schwimmen kommt eigentlich alles nur über die Technik, die man nur sehr sehr begrenzt durch Kraft und Ausdauer ersetzen kann.

Och nöö.....und ich hatte gehofft, dass ich mit Kraft meine schlechte Technik gut vertuschen kann. :Cheese:

tridinski 15.02.2022 12:46

Zitat:

Zitat von spanky2.0 (Beitrag 1646056)
Och nöö.....und ich hatte gehofft, dass ich mit Kraft meine schlechte Technik gut vertuschen kann. :Cheese:

"Kraft spart Technik" ist doch eine alte Sport-Weisheit :Lachen2:

welfe 15.02.2022 20:17

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1646035)
Lass dich nicht verrückt machen: Frauen liegen i.d.R. besser im Wasser als Männer und machen Beinarbeit besser. Das ist normal.
:

Und wie bei jeder Regel gibt es Ausnahmen :Huhu:

Misko 17.02.2022 22:55

Hallo!
Ich habe mit 2 Trainern gesprochen mit der gleichen Meinung.

Die Beinarbeit muss viel mehr aus der Hüfte kommen. Die Beim Übungen soll ich im jedem Training einbauen.

Na gut, da muss ich nun durch. Immerhin werden die Zeiten besser. Vor einem Jahr war ich happy eine Bahn kraulen zu können. Heute 3 mal 100m bei rund 1:40. Ich weiss, hier im Forum Nicht Schwimmer. Aber ich bleibe dran. Ab nächster Woche ein Training mehr auf der 50et lane.

svmechow 18.02.2022 19:49

Also. Ich schreibe ja hier seit knapp 100 Beiträgen zu 99% nicht ernstgemeinten Unsinn. Daher jetzt ein mit Trommelwirbel und Fanfaren angekündigter durchaus ernstgemeinter Beitrag.
Egal, wieviel ich schwimme oder es auch sein lasse, ich bleibe.immer.gleich.schlecht.
Und bevor mir jetzt jemand Technik-Tips für das Training im Nichtschwimmerbecken serviert, sei angemerkt, dass das Problem noch viel tiefer liegt als Schulterhöhe:
Ich HASSE schwimmen. Und bevor nun jemand sagt, dann sei Triathlon eben der falsche Sport: nein, ist es nicht, da ich durchaus auch in der Lage bin, Dinge zu tun, ich ich nicht mag. Die Heldentaten meiner letzten Saison zeigen, dass ich das ganz gut kompensieren kann; ich komme als letzte aus dem Wasser und dann wie der Teufel von hinten aufs Treppchen. Wie vor Jahrzehnten in der Schule: Mathe und Physik setzen sechs, aber exzellent kompensiert mit allem anderen.
Es ist eine Frage der Einstellung. Ich muss mich jedes einzelne Mal zwingen, auch nur einen Fuß ins Wasser zu stecken, geschweigedenn den gesamten knochigen Leib. Bis dieser dann wieder eine für Säugetiere adäquate Temperatur angenommen hat, ist ein Großteil meiner Mitschwimmer*innen fertig mit ihrem Training, sauniert, geduscht, bekleidet und zum Teil sicher verstorben und beerdigt.

Was gäbe es für Goodies, um mir mehr Motivation für diese widernatürliche Bewegung in feindlichem Element zu bescheren?

Was ich bereits probiert habe:
1. ein Sortiment rattenscharfer Einteiler. Das führt dazu, dass ich es überhaupt immer wieder versuche.
2. eine Trainerin aus dem Bereich Kinderschwimmen. Hat mich ständig gelobt, obwohl sie wusste, dass ich weiß, dass sie weiß, dass es schlecht war. Sie ist jetzt meine beste Freundin und Lauf-und Radbuddy, schwimmen kann ich trotzdem nicht. Hat sich trotzdem gelohnt. Sie läuft jetzt deutlich schneller als früher.
3. eine Trainerin aus dem Esoterik-Milieu. Zumindest wirkt sie so. Anscheinend hat sie noch JEDEM das Kraulen beigebracht. Als sie mir erklärte, dass ich das Wasser lieben und mir von meiner Symphyse den Weg weisen lassen soll, war es ich raus.
4. Sergeant Susanne, eine Trainerin aus dem Sado-Maso-Milieu, wobei sie der Dom ist und alle anderen die Subs. Also alle außer mir. Ich lasse mich doch nicht beleidigen und bezahle noch dafür. Sowas habe ich noch nie erlebt; 10 erwachsene Menschen, die es lustig finden, öffentlich gedemütigt zu werden. Ihr Kurs floriert, das Problem bin sicher ich selbst.

Außer den genannten Dingen habe ich natürlich allerhand anderen Kleinkram probiert zum Streicheln des Belohnungssystems, alles ohne langfristigen Erfolg.

Daher die Frage an all die gescheiten Menschen da draußen: was kann getan oder gelassen werden, um den inneren Widerstand gegen das Wasser und dadurch den Widerstand des Wassers gegen mich zu reduzieren???

welfe 18.02.2022 20:32

Köstlicher Beitrag, danke :Lachanfall:

Ich fand mich in vielem wieder (außer bei dem Treppchen). Physik und Mathe habe ich aufgegeben und etwas anderes studiert. Schwimmen hat mich so lange genervt bis ich es eines Tages konnte. Grottenlangsam (ich finde mein Rad problemlos, es ist das letzte), aber mit ganz viel Spaß. Geholfen hat mir, mich zweimal die Woche im Schwimmverein unter den mitleidigen Augen der anderen quälen zu lassen und einmal die Woche selbst einen Trainingsplan für mich zu schreiben.
Ich fürchte allerdings, dass du nicht mit viel Spaß als letzte aus dem Wasser kommen willst.:Lachen2:

Aber so rein beruflich würde es mich schon interessieren wie ich jemanden dazu bringe etwas gerne zu machen, was er nicht gerne machen WILL, also her mit den Tipps.

schnodo 18.02.2022 20:49

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1646726)
Daher die Frage an all die gescheiten Menschen da draußen: was kann getan oder gelassen werden, um den inneren Widerstand gegen das Wasser und dadurch den Widerstand des Wassers gegen mich zu reduzieren???

Ich bin vermutlich ein denkbar schlechter Ratgeber, weil ich es liebe, im Wasser zu sein. Das Schwimmen vor knapp 15 Jahren für mich entdeckt zu haben, war eine der schönsten und nachhaltigsten Erfahrungen. Und ich bin von Haus aus ein richtig beschissener und langsamer Schwimmer. Fortschritte, die andere in Wochen oder Monaten gemacht haben, dauerten bei mir Jahre. Aber das plagt mich nicht, weil der Weg so schön ist. Mein Herz öffnet sich, Sorgen und Ärger verblassen, schon wenn ich nur auf dem Weg ins Schwimmbad bin.

Es gibt allerdings andere Dinge, die vielleicht nützlich für mich wären, gegen die ich eine tiefe Abneigung habe. Und diese Dinge lasse ich dann überwiegend bleiben bzw. betreibe sie nur im absolut notwendigen Maß. Meine ernstgemeinte Frage ist also: Warum belässt Du es nicht beim aktuellen Zustand und tust beim Schwimmen nur das Nötigste, um nicht zu ertrinken, korrigierst mit Willenskraft eventuell gravierende Technikfehler, und räumst dann wie gewohnt von hinten ab? Was stört Dich an dieser Option?

Wenn Du tatsächlich den Hass gegen das Schwimmen ablegen willst, solltest Du aus meiner Sicht zuerst aufhören, das Mantra "ich HASSE Schwimmen" aufzusagen. Practice makes permanent. ;)

Und dann hilft aus meiner Sicht die Vertrautheit. Das, was man kennt, was man oft tut, das mag man in vielen Fällen auch. Menschen mögen Gewohnheit. Wenn Du es zur Gewohnheit machst, oft und regelmäßig zu schwimmen, wirst Du vielleicht ganz überraschend nach einigen Monaten feststellen, dass Dir das Schwimmen gar nicht mehr so ätzend vorkommt. Mach es Dir dazu halt nicht zu schwer: Wenn das Wasser Dir zu kalt ist, dann sorge dafür, dass Du durchs Aufwärmen oder von einer langen heißen Dusche so erhitzt bist, dass Du Dich nach Abkühlung sehnst. Schwimm zur Not auch im Schwimmbad mit Neo. Ridicule is nothing to be scared of. :)

Frage andere, die unglaublich gerne schwimmen, was sie am Schwimmen so lieben und versuche, Dich in sie hineinzuversetzen, am eigenen Körper zu erfahren, was das sein könnte. Male Dir aus, wie es sein wird, wenn Du Spaß am Schwimmen hast. Wie fantastisch wäre es, schneller schwimmen zu können, im vorderen Drittel aus dem Wasser zu kommen?

Alternativ könnte ein Schocktherapie helfen: Melde Dich zu einem einwöchigen Schwimmcamp irgendwo im Süden an, wo Du nicht fliehen kannst. Mit etwas Glück nimmt Dich die Gruppendynamik so mit, dass Du plötzlich Freude am Schwimmen hast. Ich erwähne das, weil ich kürzlich auf Teneriffa bei einem Schwimmcamp war, wo für meinen Geschmack sehr viel geballert wurde. Eigentlich so gar nicht mein Ding, schon gar nicht nach kompletter Sportpause in Pandemie-Länge. Und dennoch bin ich am letzten Tag mit Flossen an den Füßen (Thema: "Hyperspeed") von der Woche ausgelaugt und mit letzter Energie in 14,7 Sekunden durchs 25-Meter-Becken gezappelt, innerlich brüllend wie ein Gestörter, und fand es (hinterher) geil und voll befriedigend.

Viel Glück, viel Spaß und berichte gelegentlich mal, ob sich irgendwas geändert hat und warum es sich geändert hat – oder auch nicht. :Blumen:

svmechow 18.02.2022 22:49

Zitat:

Zitat von welfe (Beitrag 1646736)
Köstlicher Beitrag, danke :Lachanfall:

Ich fand mich in vielem wieder (außer bei dem Treppchen). Physik und Mathe habe ich aufgegeben und etwas anderes studiert. Schwimmen hat mich so lange genervt bis ich es eines Tages konnte. Grottenlangsam (ich finde mein Rad problemlos, es ist das letzte), aber mit ganz viel Spaß. Geholfen hat mir, mich zweimal die Woche im Schwimmverein unter den mitleidigen Augen der anderen quälen zu lassen und einmal die Woche selbst einen Trainingsplan für mich zu schreiben.
Ich fürchte allerdings, dass du nicht mit viel Spaß als letzte aus dem Wasser kommen willst.:Lachen2:

Aber so rein beruflich würde es mich schon interessieren wie ich jemanden dazu bringe etwas gerne zu machen, was er nicht gerne machen WILL, also her mit den Tipps.

Klingt fast so, als seist Du Französischlehrerin und müsstest einer achten Klasse Gesamtschule den accord du participe passé beibringen und Dich beim Elternabend gegenüber den nervigen Helikoptereltern gegenüber noch dafür rechtfertigen, dass ihre blöden Bratzen das nicht raffen.
Die Bereitschaft, auch Dinge zu tun, die aversive Gefühle in mir hervorrufen, ist am Ehesten meiner strengen schwäbischen Erziehung zuzuschreiben und somit nicht zwingend zur Nachahmung geeignet :dresche

qbz 18.02.2022 23:32

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1646726)
......
Bis dieser dann wieder eine für Säugetiere adäquate Temperatur angenommen hat, ist ein Großteil meiner Mitschwimmer*innen fertig mit ihrem Training, sauniert, geduscht, bekleidet und zum Teil sicher verstorben und beerdigt.
.....

Ich würde im Regelfall im Hallenbad bei Wassertemperatur > 26 Grad versuchen, so schnell zu schwimmen, dass einem durch das Schwimmen warm wird, z.B. durch reines Intervalltraining mit den Intervallpausen ausserhalb des Wassers und Handtuch. Wenn man immer noch anfängt zu frieren, zwischen den Intervallblöcken unter die heisse Dusche stellen. So haben wir es jeweils im Verein im unbeheizten Freibad gemacht, wenn das Wasser gerade frisch eingelassen und kalt war.

svmechow 18.02.2022 23:46

[quote=schnodo;1646740]Ich bin vermutlich ein denkbar schlechter Ratgeber, weil ich es liebe, im Wasser zu sein. Das Schwimmen vor knapp 15 Jahren für mich entdeckt zu haben, war eine der schönsten und nachhaltigsten Erfahrungen. Und ich bin von Haus aus ein richtig beschissener und langsamer Schwimmer. Fortschritte, die andere in Wochen oder Monaten gemacht haben, dauerten bei mir Jahre. Aber das plagt mich nicht, weil der Weg so schön ist. Mein Herz öffnet sich, Sorgen und Ärger verblassen, schon wenn ich nur auf dem Weg ins Schwimmbad bin.

Es gibt allerdings andere Dinge, die vielleicht nützlich für mich wären, gegen die ich eine tiefe Abneigung habe. Und diese Dinge lasse ich dann überwiegend bleiben bzw. betreibe sie nur im absolut notwendigen Maß. Meine ernstgemeinte Frage ist also: Warum belässt Du es nicht beim aktuellen Zustand und tust beim Schwimmen nur das Nötigste, um nicht zu ertrinken, korrigierst mit Willenskraft eventuell gravierende Technikfehler, und räumst dann wie gewohnt von hinten ab? Was stört Dich an dieser Option?

Wenn Du tatsächlich den Hass gegen das Schwimmen ablegen willst, solltest Du aus meiner Sicht zuerst aufhören, das Mantra "ich HASSE Schwimmen" aufzusagen. Practice makes permanent. ;)

Und dann hilft aus meiner Sicht die Vertrautheit. Das, was man kennt, was man oft tut, das mag man in vielen Fällen auch. Menschen mögen Gewohnheit. Wenn Du es zur Gewohnheit machst, oft und regelmäßig zu schwimmen, wirst Du vielleicht ganz überraschend nach einigen Monaten feststellen, dass Dir das Schwimmen gar nicht mehr so ätzend vorkommt. Mach es Dir dazu halt nicht zu schwer: Wenn das Wasser Dir zu kalt ist, dann sorge dafür, dass Du durchs Aufwärmen oder von einer langen heißen Dusche so erhitzt bist, dass Du Dich nach Abkühlung sehnst. Schwimm zur Not auch im Schwimmbad mit Neo. Ridicule is nothing to be scared of. :)

Frage andere, die unglaublich gerne schwimmen, was sie am Schwimmen so lieben und versuche, Dich in sie hineinzuversetzen, am eigenen Körper zu erfahren, was das sein könnte. Male Dir aus, wie es sein wird, wenn Du Spaß am Schwimmen hast. Wie fantastisch wäre es, schneller schwimmen zu können, im vorderen Drittel aus dem Wasser zu kommen?

Alternativ könnte ein Schocktherapie helfen: Melde Dich zu einem einwöchigen Schwimmcamp irgendwo im Süden an, wo Du nicht fliehen kannst. Mit etwas Glück nimmt Dich die Gruppendynamik so mit, dass Du plötzlich Freude am Schwimmen hast. Ich erwähne das, weil ich kürzlich auf Teneriffa bei einem Schwimmcamp war, wo für meinen Geschmack sehr viel geballert wurde. Eigentlich so gar nicht mein Ding, schon gar nicht nach kompletter Sportpause in Pandemie-Länge. Und dennoch bin ich am letzten Tag mit Flossen an den Füßen (Thema: "Hyperspeed") von der Woche ausgelaugt und mit letzter Energie in 14,7 Sekunden durchs 25-Meter-Becken gezappelt, innerlich brüllend wie ein Gestörter, und fand es (hinterher) geil und voll befriedigend.

Viel Glück, viel Spaß und berichte gelegentlich mal, ob sich irgendwas geändert hat und warum es sich geändert hat – oder auch nicht. :Blumen:[/QUOTE

Ach Schnodo. Danke für Deine Worte. Ich höre sie förmlich, höre den diskret Badischen Unterton vor meinem geistigen Ohr und danke Dir für Deine Mühe.

Tatsächlich ist das auch seit meiner ersten LD 2017 mein Credo. Da bin ich 01:32 geschwommen ohne jedes Training davor und habe nach initialen Schwimmversuchen im Rahmen meiner inneren Triage dieses Thema zu den Akten gelegt. 2018 war dann Duathlon wegen Blaualgen in der Alster. Das hätte mich eigentlich freuen müssen, aber ohne Schwimmen ist ein Langdistanztriathlon halt auch mehr Eunuch als IronMan. Aus der Zeit danach stammen dann die Erlebnisse mit Esoterik-Heike und Sergeant Susanne. 2019 - oh Wunder - bin ich dann 1:29 geschwommen, wow, AK 6. Das weckt Begehrlichkeiten. Da fehlten dann so 10 Minuten. DIE 10 Minuten.
Dann kam 2020 die Zombie-Apokalypse und das Thema Schwimmtraining war erstmal vom Tisch.
Mit dem Tag der Wiedereröffnung des Sportstüdio war ich bereit und habe fleißig Kacheln gezählt, einmal, zweimal oder sogar dreimal die Woche, in stoischer Beharrlichkeit ohne nennenswerten Fortschritt.
Dann das Fanal im September 2021. Nach 01:34 werde ich wie das Strandgut der Triathlongemeinde ans Ufer des Main-Donau-Kanals gespült. Der normale Fährbetrieb hatte bereits wieder begonnen und ich werde aus der Bugwelle eines Schleppers von helfenden Händen ans Ufer gezogen, freundliche Menschen ziehen mir die Schwimmsachen aus, tauschen die Schwimmbrille gegen den Fahrradhelm und setzen mich auf mein Bike.
Im letzten Teil verschwimmt die Grenze zwischen Fiktion und Realität möglicherweise ein kleines Bisschen, wer weiss das schon so genau. Auf jeden Fall bin ich nach 10:45 min ins Ziel (ich weiss, das zählt nicht, weil die Radstrecke kürzer warO:-)
Dieses Trauma brachte mich auf die Idee, mir für sehr viel Geld einen neuen Neoprenanzug zu kaufen, weil ja, wie alle wissen, die Badehose schuld ist, wenn der Bauer nicht schwimmen kann.
Das Ergebnis hiervon war eine unfassbare Schwimmzeit von 34 Minuten nur eine Woche später beim olympischen Triathlon.
Euphorisiert von diesem Erfolg war ich dann bis 21.12. gar nicht mehr schwimmen, gefolgt von einer unfallbedingten Schwimmpause bis vor drei Wochen.
Long story short: eigentlich arrangiere ich mich ganz gut damit, schlecht zu schwimmen. Andererseits gibt es eine Sache, die ich noch weniger mag als kaltes Wasser, und das ist aufgeben.
Du ahnst es vielleicht: mein Verhältnis zum Schwimmen ist gezeichnet durch mindestens knöcheltiefe Ambivalenz: ich kann es nicht richtig, bin auch immer wieder auch nicht bereit, es ganz zu lassen.
Daher werde ich mir Deine Tips auf der Zunge zergehen lassen und den einen oder anderen davon vielleicht auch umsetzen.

FMMT 19.02.2022 06:17

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1646756)
Andererseits gibt es eine Sache, die ich noch weniger mag als kaltes Wasser, und das ist aufgeben.
Du ahnst es vielleicht: mein Verhältnis zum Schwimmen ist gezeichnet durch mindestens knöcheltiefe Ambivalenz: ich kann es nicht richtig, bin auch immer wieder auch nicht bereit, es ganz zu lassen.
Daher werde ich mir Deine Tips auf der Zunge zergehen lassen und den einen oder anderen davon vielleicht auch umsetzen.

Punkt 1: ist schon einmal eine klasse Voraussetzung:Blumen: .
Punkt 2: stimme ich voll zu:cool: . Auf der einen Seite hatte ich hier schon extrem viel Spaß bei diversen Aktionen wie dem virtuellen Flussschwimmen oder den Glaurungschen-SUB-18-Potenzialen:Lachen2: Gerade durch die SIFI-Events durfte ich hier im Forum viele tolle Bekanntschaften schließen:liebe053:
Andererseits sind meine Schwimmmöglichkeiten vor Ort leider arg eingeschränkt, solange ich mich nicht altersgerecht den Aqua-Walkerinnen anschließen möchte.
Folglich gilt für mich weiterhin: Das Leben ist zu kurz für Beinschlag-, aber auch Techniktraining. Sollte ich die rund 9 Jahre bis zur Rente allerdings heil und gesund überstehen, könnte ich meine Meinung ändern.O:-)

Punkt 3: Offtopic: Dein Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut. Solltest Du auf die geniale Idee kommen, hier im Forum einen Blog zu schreiben, wäre ich der erste Abonnent:bussi: .

welfe 19.02.2022 09:19

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1646751)
Klingt fast so, als seist Du Französischlehrerin und müsstest einer achten Klasse Gesamtschule den accord du participe passé beibringen und Dich beim Elternabend gegenüber den nervigen Helikoptereltern gegenüber noch dafür rechtfertigen, dass ihre blöden Bratzen das nicht raffen.
Die Bereitschaft, auch Dinge zu tun, die aversive Gefühle in mir hervorrufen, ist am Ehesten meiner strengen schwäbischen Erziehung zuzuschreiben und somit nicht zwingend zur Nachahmung geeignet :dresche

Fast, Latein, Geschichte und Religion an einem saarländischen Sportgymnasium („mein Kind spielt in der Auswahl vom 1. FC Saarbrücken und Sie zerstören seine Zukunft!“):Maso:

Wir bräuchten mehr schwäbische Erziehung.

Helmut S 19.02.2022 09:46

Liebe svmechow :Lachen2:

Du schreibst viel und begeistert vom Triathlon. Das finde ich schön :) Ich finde aber auch, du kokettierst mit dem Thema auch etwas arg. Ob der Ernsthaftigkeit deiner Bemühungen bin ich mir deshalb auch nicht ganz sicher. Wahrscheinlich täusche ich mich ja auch. :Blumen:

Frage: Wie lange war der längste Zeitraum, in dem du ununterbrochen 3x die Woche geschwommen bist oder wenigstens inkl. schwimmspezifischem Krafttraining (Zugseil zum Beispiel) 3x die Woche für das Schwimmen was gemacht hast?

Die Frage nach „Wie kann ich schwimmen mehr lieben?“ kannst nur du dir ehrlich beantworten. Bei einigen die ich kenne, hat es was mit „gut können“ zu tun oder mit „unbedingt vernünftig lernen wollen“ … all sowas. Motive und Motivation sind ja verschieden bei den Menschen. Aber niemand weiß, wie es sich für dich anfühlt du zu sein und deine Motivation zum Schwimmen.

Die Frage nach „wie kann ich besser schwimmen lernen“ hat m.E. zunächst was mit Umfang und Konsistenz zu tun. Viele die ich kenne, gehen einfach zu unstetig oder zu selten schwimmen. Es ist dann immer wieder ein Kampf und Krampf und der Spaß kommt und geht in Wellen. Zugseil oder Krafttraining machen sie gar nicht. Btw: Wieviel Klimmzüge schaffst du? Also die Einfachen: Untergriff und nur schulterbreit, aber voll ausgehängt in der Schulter. Sportstudenten müssen für die Aufnahmeprüfung in Köln 5 Stk. schaffen. Rumpfstabi was is damit? Mobilität in Schultern und Hüfte? Koordination? Bist du motorisch begabt? All das sind Bereiche, in denen man sich verbessern kann und die ggf. Auswirkung auf das Schwimmen haben.

Wenn du es Ernst meinst mit besser schwimmen lernen wollen, dann ist mein Tipp aus der Ferne: Weniger denken. Mehr machen. In allen Bereichen. :Blumen:

TriVet 19.02.2022 10:00

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1646726)
.... ?

Aloha nach Berlin :Huhu: .
Du hast doch einen kopfklempner als trainingsbuddy, lass dir von dem mal paar Tipps geben.;)
Also ich glaube ja, dass du nicht ungern schwimmst.
Sondern Dich ranzt es halt an, dass dein ausgeprägter Trainingsfleiss und Ehrgeiz nicht genauso belohnt wird wie beim radeln oder gar laufen. :Blumen:
Und vom Erscheinungsbild einer russischen anabolikageschwängerten Schwimmerin mit einem Kreuz wie ein preisboxer bist du halt auch soweit entfernt wie die Sonne vom Mond, woher soll da übermäßiger vortrieb kommen?!
Just my 2c.:bussi:

qbz 19.02.2022 10:18

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1646775)
Aloha nach Berlin :Huhu: .
Du hast doch einen kopfklempner als trainingsbuddy, lass dir von dem mal paar Tipps geben.;)
Also ich glaube ja, dass du nicht ungern schwimmst.
Sondern Dich ranzt es halt an, dass dein ausgeprägter Trainingsfleiss und Ehrgeiz nicht genauso belohnt wird wie beim radeln oder gar laufen. :Blumen:
Und vom Erscheinungsbild einer russischen anabolikageschwängerten Schwimmerin mit einem Kreuz wie ein preisboxer bist du halt auch soweit entfernt wie die Sonne vom Mond, woher soll da übermäßiger vortrieb kommen?!
Just my 2c.:bussi:

Letzteres hat meiner Ansicht nach Einfluss auf die Köpertemperatur im Wasser, aber bei den Geschwindigkeiten, um die es hier geht, für die Zeiten IMHO komplett verlachlässigbar. ich erinnere mich an Frauen und Mädchen aus dem Schwimmverein mit sicheren Endlaufplätzen, die auch eher einen Läuferinkörperbau hatten.

bellamartha 19.02.2022 10:35

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1646726)
Und bevor nun jemand sagt, dann sei Triathlon eben der falsche Sport: nein, ist es nicht, da ich durchaus auch in der Lage bin, Dinge zu tun, ich ich nicht mag. Die Heldentaten meiner letzten Saison zeigen, dass ich das ganz gut kompensieren kann; ich komme als letzte aus dem Wasser und dann wie der Teufel von hinten aufs Treppchen. Wie vor Jahrzehnten in der Schule: Mathe und Physik setzen sechs, aber exzellent kompensiert mit allem anderen.

Moin.

Doch, ich sage es trotzdem, auch wenn du wortreich und wortgewandt-unterhaltsam argumentierst: Ich finde schon, dass Triathlon der falsche Sport ist, wenn man Schwimmen hasst. Hassen ist ein starkes Wort, keine Ahnung, ob es wirklich das treffende Wort für deine Abneigung ist.
Aber mir erschließt sich nicht, warum man eine Sportart wählt, bei der man einen (wenn auch für die meisten Hobby-Sportler nicht soo relevanten) Teil hasst. Natürlich haben die viele Triathleten eine stark ausgeprägte Vorliebe für eine Disziplin oder sie mögen eine davon deutlich am wenigsten. Aber hassen? Dann könntest du du einfach Duathlon machen oder Laufwettkämpfe machen und Radrennen. Was motiviert dich, Triathlon zu machen, wenn du einen Teil davon so schlimm findest?
Wenn du aber Triathlon machen willst und das Schwimmen trotz deines Hasses so gut hinbekommst, dass du offenbar Heldentaten vollbringen kannst, dann ist es ja auch OK und du kannst es dabei belassen. Habe ich zum Beispiel mit dem Radfahren so gemacht, als ich vor 30 Jahren mit dem Triathlon begann. Irgendwann störte es mich, dass ich trotz damals ordentlichem Schwimmens und guten Laufens im Triathlon auf keinen grünen Zweig kam, weil ich keine Lust hatte, Rad zufahren und habe mit Radtraining begonnen, das diesen Namen verdiente. Die Lust und Freude kam übers Tun. Heute fahre ich ganz gerne Rad, auch wenn es von den drei Disziplinen wohl nie meine Lieblingsdisziplin wird.

VG
J.

bellamartha 19.02.2022 10:38

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1646774)
Btw: Wieviel Klimmzüge schaffst du? Also die Einfachen: Untergriff und nur schulterbreit, aber voll ausgehängt in der Schulter. Sportstudenten müssen für die Aufnahmeprüfung in Köln 5 Stk. schaffen.

Ups, erwischt: Ich kann nicht einen! Ich kann auch nicht eine einzige, vernünftige Liegestütze. :o
Schwimmen klappt allerdings zum Glück trotzdem ganz gut.
Und ich mache ja jetzt wegen meines Rückens einigermaßen regelmäßig Krafttraining (2x/Woche), vielleicht sollte ich mich auch noch mal an Liegestützen versuchen. Das ärgert mich total, dass ich keine einzige kann.
Sorry für OT.

dr_big 19.02.2022 10:43

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1646756)
Dann das Fanal im September 2021. Nach 01:34 werde ich wie das Strandgut der Triathlongemeinde ans Ufer des Main-Donau-Kanals gespült. Der normale Fährbetrieb hatte bereits wieder begonnen und ich werde aus der Bugwelle eines Schleppers von helfenden Händen ans Ufer gezogen, freundliche Menschen ziehen mir die Schwimmsachen aus, tauschen die Schwimmbrille gegen den Fahrradhelm und setzen mich auf mein Bike.

svmechov: Wirklich köstlich geschrieben. Ich will jetzt deine Heldentat nicht noch heldenhafter erscheinen lassen, aber in der Ergebnisliste stehen sogar 1:37, dazu noch fast 8min in T1 :Gruebeln:

Vielleicht macht es dir etwas Hoffnung wenn ich dir sage, dass ich selbst das Schwimmen erst vor einem Jahr gelernt habe und aufgrund von Corona sich die Schwimmvorbereitung für Roth auf genau 5 Monate mit ca. 10-15km/Monat beschränkt hat. Ich bin dabei einfach nur geschwommen so gut wie es ging und habe versucht mich immer wieder auf den Armzug zu konzentrieren. Beine sind bei mir hoffnungslos, die gehorchen meinen Anweisungen nicht und machen gerade was sie wollen. In Roth bin ich völlig entspannt 10min schneller aus dem Wasser gekommen als du, das lag aber sicher nicht an übermäßig kräftiger Muskulatur die mangelhafte Technik kompensieren könnte. Meine Oberarme haben den Umfang von Streichhölzern und den Latissimus suche ich bis heute vergeblich. Dazu habe ich mir in der Wechselzone weitere 2min gespart. Letzteres lag wahrscheinlich daran, dass mein Wechselbeutel der letzte verbliebene in der gesamten Reihe war.

Meine Empfehlung als absoluter Schwimmlaie: einfach schwimmen, 3mal pro Woche, dabei immer schön auf den Armzug konzentrieren und zwar immer auf einzelne Bereiche, also einmal Catch-Phase, einmal Druck-Phase, ... Achte beim Armzug auch einmal ganz bewusst auf die Hüfte, geht sie seitlich weg wenn du durchziehst? Was passiert wenn du die Hand weiter aussen oder weiter unter dem Körper nach hinten ziehst, bleibt die Hüfte ruhiger? Einfach ausprobieren und versuchen durch Beobachtung zu lernen. Nichts verrücktes machen, erst recht keine Pirouetten wie sie Schnodo in Perfektion beherrscht. Statt ganzjährig 1x wöchentlich widerwillig ins Wasser zu hüpfen lieber ein paar Monate konzentriert schwimmen.

schnodo 19.02.2022 10:49

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1646756)
Du ahnst es vielleicht: mein Verhältnis zum Schwimmen ist gezeichnet durch mindestens knöcheltiefe Ambivalenz: ich kann es nicht richtig, bin auch immer wieder auch nicht bereit, es ganz zu lassen.

Bei mir war und ist es oft so, dass nur großer Leidensdruck oder ein ganz dringlicher Wunsch mich dazu verleitet haben, eine Sache mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und dem teilweise erforderlichen Biss anzugehen. Dann habe ich das Ding auch auf Biegen und Brechen durchgezogen und oft sogar Freude daran gefunden.

Vielleicht wird es bei Dir und dem Schwimmen dann tatsächlich so sein, dass Du es irgendwann deutlich besser kannst und Dich daran erfreust, dass Du Dir dies selbst hart erarbeitet hast. Man schätzt oft die Dinge am meisten, für die man richtig ackern musste: "Il faut imaginer Sisyphe heureux." ;)

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1646756)
Daher werde ich mir Deine Tips auf der Zunge zergehen lassen und den einen oder anderen davon vielleicht auch umsetzen.

Berichte auf jeden Fall von Deinen Erfahrungen. Ich bin sehr daran interessiert, was funktioniert und was nicht. Ein Freund behauptet, dass er in einem seiner Spezialgebiete "einem Affen das Klavierspielen beibringen kann". Ähnliche Skills würde ich mir aus gegebenem Anlass gerne als Schwimmratgeber für ganz Junge oder mäßig talentierte Alte aneignen. :Cheese:

svmechow 19.02.2022 11:06

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1646774)
Liebe svmechow :Lachen2:

Du schreibst viel und begeistert vom Triathlon. Das finde ich schön :) Ich finde aber auch, du kokettierst mit dem Thema auch etwas arg. Ob der Ernsthaftigkeit deiner Bemühungen bin ich mir deshalb auch nicht ganz sicher. Wahrscheinlich täusche ich mich ja auch. :Blumen:

Frage: Wie lange war der längste Zeitraum, in dem du ununterbrochen 3x die Woche geschwommen bist oder wenigstens inkl. schwimmspezifischem Krafttraining (Zugseil zum Beispiel) 3x die Woche für das Schwimmen was gemacht hast?

Die Frage nach „Wie kann ich schwimmen mehr lieben?“ kannst nur du dir ehrlich beantworten. Bei einigen die ich kenne, hat es was mit „gut können“ zu tun oder mit „unbedingt vernünftig lernen wollen“ … all sowas. Motive und Motivation sind ja verschieden bei den Menschen. Aber niemand weiß, wie es sich für dich anfühlt du zu sein und deine Motivation zum Schwimmen.

Die Frage nach „wie kann ich besser schwimmen lernen“ hat m.E. zunächst was mit Umfang und Konsistenz zu tun. Viele die ich kenne, gehen einfach zu unstetig oder zu selten schwimmen. Es ist dann immer wieder ein Kampf und Krampf und der Spaß kommt und geht in Wellen. Zugseil oder Krafttraining machen sie gar nicht. Btw: Wieviel Klimmzüge schaffst du? Also die Einfachen: Untergriff und nur schulterbreit, aber voll ausgehängt in der Schulter. Sportstudenten müssen für die Aufnahmeprüfung in Köln 5 Stk. schaffen. Rumpfstabi was is damit? Mobilität in Schultern und Hüfte? Koordination? Bist du motorisch begabt? All das sind Bereiche, in denen man sich verbessern kann und die ggf. Auswirkung auf das Schwimmen haben.

Wenn du es Ernst meinst mit besser schwimmen lernen wollen, dann ist mein Tipp aus der Ferne: Weniger denken. Mehr machen. In allen Bereichen. :Blumen:

Lieber Helmut, danke für Deine Tips. Wie soll ich sagen: das Thema schwimmen ist mir ernst genug, um mich hier zu outen, auch ernst genug, um ab und zu ein paar Bahnen Abschlagschwimmen zu machen.
Aber es ist mir bisher nicht ernst genug gewesen, um das Zugseil zu seinem eigentlichen Zweck zu benutzen. Oder vielleicht auch zu ernst: wann immer ich das Zugseil in die Finger bekomme, kostet es mich einen nicht unerheblichen Kraftaufwand, mich nicht direkt damit zu erhängen. Aber ja, Du hast recht, ein wenig kokettiere ich sicher auch mit diesem Thema. Solange ich trotz übelster Schwimmperformance noch deutlich vor der closing time über die Ziellinie laufe, halte ich es ein wenig wie mit den Themenblöcken Augenheilkunde und Biophysik im Medizinstudium: habe ich beides nicht kapiert, hat mir keine Freude gemacht, habe ich runtergerockt und bestanden und mich danach nie wieder damit beschäftigt.
Aber nun wollte ich eben noch mal einen Versuch unternehmen, mich dieses Themas anzunehmen, einen weiteren letzten Versuch.
Der von Dir sehr richtig erkannte mangelnde Ernst ist möglicherweise ein Grund für das Mißlingen des Projektes. Andererseits erleichtert es mir diese Einstellung, das potentielle oder sogar wahrscheinliche Scheitern meines Vorhabens auszuhalten. Du kennst die Fabel vom Fuchs und den Trauben, wobei ich hier ein tragischer Fuchs bin, der den Mechanismus wohl erkennt, ihn aber dennoch nicht ändern kann.

Du siehst: hinter dem ganzen zu Teilen koketten Unsinn steckt, wie so oft, eine nicht unerhebliche Portion Unsicherheit. Ich habe das große Privileg, dass mir bislang die Dinge, die mir wichtig waren, vergleichsweise leicht von der Hand gingen. Mit Fleiss und Disziplin natürlich, aber eben immer aus einer tiefen intrinsichen Motivation. Ich muss nie grossartig innere Widerstände überwinden, bevor ich aufs Rad steige oder die Laufschuhe anziehe. Das ging alles immer wie von selbst und wurde mit strukturiertem Training in den folgenden Jahren immer besser. Nur das Schwimmen eben nicht. Und das frustriert mich eben doch. Das kann doch nicht sein, dass ich das nicht hinbekomme.
Und ich denke eben, dass das im Kopf anfängt; mehr machen und weniger denken erscheint mir da ein durchaus sinnvoller Rat zu sein.
Ich werd mal drüber nachdenken.

HerrMan 19.02.2022 11:29

Zitat:

Zitat von bellamartha (Beitrag 1646782)
Aber mir erschließt sich nicht, warum man eine Sportart wählt, bei der man einen (wenn auch für die meisten Hobby-Sportler nicht soo relevanten) Teil hasst

Yin und Yang, schwarz und weiß, Anspannung - Entspannung. Ich fand das Schwimmen auch immer fürchterlich, hassen ist natürlich Polemik von ihr. Noch blöder als Schwimmen ist allerdings Duathlon!

Was gibt es größeres als das Wasser überlebt zu haben und auf dem Rad nach wenigen Metern zu merken 'hey - heute geht was'?

lyra82 19.02.2022 12:54

Zitat:

Zitat von Helmut S (Beitrag 1646774)
Du schreibst viel und begeistert vom Triathlon. Das finde ich schön :) Ich finde aber auch, du kokettierst mit dem Thema auch etwas arg.

Genau das habe ich auch gedacht. :)

"Mathe hab ich nie kapiert."

svmechow 19.02.2022 13:13

Zitat:

Zitat von lyra82 (Beitrag 1646797)
Genau das habe ich auch gedacht. :)

"Mathe hab ich nie kapiert."

Isso. Mathe-Abi nur bestanden, weil es in den neunzigern auf dem Dorf noch okay war, in Hotpants zur mündlichen Prüfung zu erscheinen. Okay, es war natürlich nicht okay. Aber es hat mir den A*** gerettet und die eins vorm Komma.
Dass mir das Schwimmthema durchaus am Herzen liegt, ergibt sich schon aus der beklagenswerten Tatsache, dass ich bisher im Triathlon immer nur Brustschwimmen praktiziert habe, unterbrochen vielleicht durch den einen oder anderen Meter Hundeschwimmen.
Aber nun Spaß beiseite-aber nicht ganz. Ich werde weiterhin zum Lachen nicht in den Keller gehen und auch nicht auf den Grund des Schwimmbeckens. Ich werde versuchen, Eure wohlwollenden Ideen umzusetzen und auch weiterhin würdevoll Wasser schluckend meine Bahnen ziehen.

Helios 19.02.2022 14:40

Servus,

anstatt schneller wirst Du langsamer und das bei mehr Schufterei :Lachen2: - joohh kenn ich, schwimmen iss fieess.

Bei 2:30min/100m bist vermutlich zu langsam um eine ordentliche Bugwelle hinzubekommen, davon brauchst Du das folgende Tal, also die Delle im Wasser, um Luft zu bekommen, deshalb wirst vermutlich den Kopf heben und schon geht das Dilemma mit der sinkenden Hüfte und Beinen los - mehr Beinschlag ist nicht die Lösung.

Erst Ausatmen, dann vom Rand flach abstoßen (volle Kanne) - rotieren - Köpfchen unten lasse, aber seitlich drehen und zur Schulter schauen und dann Luft saugen - andere Idee, wie Du mit Kopf unten an Luft kommst (außer Schnorchel) hab ich nicht.

Hier noch ein bissel Brain-Stoff
https://www.teamusa.org/USA-Triathlo...uction-to-Drag

es gibt noch einen 2. Teil mit Propulsion.

und p.p.s mit 2:30/100m gehörst eindeutig zu den 1% Buchten-Champions in Griechenland

Miss Mika 19.02.2022 16:08

Zitat:

Zitat von bellamartha (Beitrag 1646783)
Ups, erwischt: Ich kann nicht einen! Ich kann auch nicht eine einzige, vernünftige Liegestütze. :o
Schwimmen klappt allerdings zum Glück trotzdem ganz gut.

Same here. Bei Liegestütze bleibe ich nach der ersten Absenkung einfach auf dem Bauch liegen und an der Stange bleibe ich wackelnd hängen 😃

Schwimmen geht aber in der Tat soweit auch ganz gut bei mir (aus Triathlonsicht).

Wie man Spaß an etwas findet, dass man nicht mag? Keine Ahnung. Ich fände Fußball z.B. immer noch doof, wenn ich es könnte. Ist einfach nicht mein Sport....

Also ich würde sagen: Spaß findest du vermutlich keinen. Und wenn du unregelmäßig und kaum trainierst, wird es auch zu keiner Akzeptanz kommen. Letzteres könnte ein Ziel sein.

Rälph 19.02.2022 16:21

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1646788)
Das kann doch nicht sein, dass ich das nicht hinbekomme.
Und ich denke eben, dass das im Kopf anfängt; mehr machen und weniger denken erscheint mir da ein durchaus sinnvoller Rat zu sein.

Falsch. Mehr machen UND mehr denken. :Huhu:
Schwimmen ist kein Selbstläufer, denn es die motorisch einzig komplizierte Sportart im Triathlon. Ich kenne Leute, die schwimmen seit 20 Jahren einfach gleich schlecht. Das kann doch nicht sein, wenn es einem wichtig ist.
Die Abläufe muss man aber zuerst einmal verstehen und dann muss man eben viel üben und besonders immer wieder nachkorrigieren. So ähnlich wie es manche bei einem Aerotest machen.

Ich war auch nie der super begeisterte Schwimmer, meist habe ich es nach der Saison über viele Monate komplett sein lassen; mir war es einfach zu langweilig. Aber den Ehrgeiz und den Fleiß vorne aus dem Wasser zu kommen, hatte ich dann letztendlich doch. Ist am Ende auch keine Zauberei.

sabine-g 19.02.2022 16:28

Zitat:

Zitat von svmechow (Beitrag 1646788)
Und ich denke eben, dass das im Kopf anfängt;

Auf jeden Fall. Und auf keinen Fall bei der Beinarbeit.
Ich wiederhole das nochmal: Beinarbeit ist nicht der Heilsbringer für das Triathleten-Schwimmen.
Anders bei den Schwimmern.
Meine Tochter ist 50er Beinarbeit geschwommen, Abgangszeit alle 60sek, da wird also echter Vortrieb erzeugt.
Wenn ein Triathlet das macht, braucht der 120sek mehr.

Die Beinarbeit kann die Lage stabilisieren, muss sie aber nicht.
In der Regel hat man einen leichten Pendelbeinschlag, der sich zum Rhythmus der Arme hinzugesellt.
Es ist vergebene Liebesmüh Beinschlag zu trainieren, vor allem wenn man vorher noch Laufen war oder Radfahren, oder das im Anschluss machen will.
Die Wasserlage ergibt sich nicht aus dem Beinschlag sondern aus einer Kombination von Körperspannung, Rumpfstabi und noch irgendwas......

Wer trotzdem Beinschlag trainieren will - bitte schön. Spaß macht es keinen, Sinn hat es auch keinen aber Bewegung schadet nie.

bellamartha 19.02.2022 16:55

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1646813)
Meine Tochter ist 50er Beinarbeit geschwommen, Abgangszeit alle 60sek, da wird also echter Vortrieb erzeugt.

Ich glaube, ich hasse deine Tochter.😡Ich könnte Beinarbeit, Abgang alle 60 Sekunden auch, aber nur mit 25 Metern Beinen.

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1646813)
Wer trotzdem Beinschlag trainieren will - bitte schön. Spaß macht es keinen, Sinn hat es auch keinen aber Bewegung schadet nie.

Ich mache es und finde es persönlich nicht so sinnlos wie die meisten hier. Dass ich es mache liegt aber auch daran, dass ich es nicht so übel finde, sondern es mir durchaus Spaß macht, wenn es nicht zuu viel wird.


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