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Hauptgrund für Beine ist das Erreichen einer guten Wasserlage. Der Vortrieb ist für Triathleten nicht so wichtig. Auf die Wasserlage kann sich Beintraining aber deutlich positiv auswirken, falls sie schlecht ist. Ich würde kürzere Einheiten trainieren: 6x50 Kraulbeine mit Brett, oder auch Rücken oder Brust. Bist du geübter, kannst du auch Arme anliegend Beine schwimmen und solche Scherze. Ebenso Beine einbeinig mit Brett. Wie gesagt: es sollte Spaß machen, denn entscheidend ist es nicht. :liebe053: Kurzflossen trainieren die Muskeln und zwingen deine Füsse und Gelenke in die richtige Position. Kleine Anekdote: ein langjähriger Freund von mir, immerhin 2x Deutscher Vizemeister im Triathlon, schaffte es bis zum Ende seiner Karriere nicht, Brettbeine vorwärts zu schwimmen. Er bewegte sich immer leicht rückwärts. Dafür hatte er von Grund auf eine sehr gute Wasserlage (wir schwammen hunderte KM zusammen) und lag flach im Wasser: er zog seine schlanken Beine lediglich hinterher. ;) :Blumen: Glückauf und viel Spaß im Wasser :liebe053: |
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Das kostet dich im Wesentlichen keine Energie/ kein erhöhter Puls. Wenn du hingegen die Wasserlage aus den Beinen machst ist dein Puls gleich mal einige Schläge höher und du kannst weniger Energie in den Vortrieb stecken. Insgesamt gibt es vermutlich mehrere hundert Trainingsformen für unsere drei Disziplinen, dazu Kraft,Stabi, Beweglichkeit, Athletik, .... von denen kann ich sowieso nur einen Bruchteil machen. Kraulbeine gehört für mich ganz klar zu dem Teil den ich komplett weglasse. Ohne jedes schlechtes Gewissen. Aktives Strecken der Füsse wäre so ziemlich das einzige was ich aktiv mache da hinten ;) EDIT: Wenn bei jemandem die Beine hinten runterhängen wie Blei, bevor man das so lässt ist es immer noch besser, die Beine per Beinschlag hochzubekommen. Aber der bessere Weg ist über Kopf/Schulter tief, zB dieser Drill: - Seitenlage, unterer Arm nach vorne gestreckt oberer Arm Ellenbogen hoch Hand an Hüfte - GESICHT SENKRECHT NACH UNTEN! - untere Schulter und Gesicht aktiv ins Wasser drücken, dabei spüren wie die Hüfte aus dem Wasser kommt - leichter Beinschlag, ggf. mit Flossen um ein bisschen Vortrieb zu haben - das ganze soll aber kein aktives Beinschlagtraining sein. - Fortgeschritten: Armzug mit dem oberen Arm - Fortgeschritten2: Rotation auf die andere Seite - Wichtigster Punkt: Hohe Hüfte! Schwimmtempo ist egal. |
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Ich denke da sind wir uns einig: Niemand bekommt von 100km Kacheln einen besseren Armzug. Warum soll das ausgerechnet beim Beinschlag funktionieren ? |
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99,5% derer die Technik Übungen in ihr Training integrieren führen diese falsch aus und schwimmen danach schlechter als vorher.
Wenn Technik dann Konzentration auf 2 oder 3 und am besten mit Trainer |
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Aaaaaaaber es reicht ja auch so für ne 1:10 auf 3,8km und geweint wird nur wenn man keinen Neo anhaben darf. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir hier im Triathlon über Geschwindigkeiten reden, über die sich Schwimmer amüsieren. |
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Ich habe eine Schwimmerin in der Familie und kenne die Schwimmer, habe 8 Jahre lang an Wochenende die Hallenbäder der Republik bereist. Der Spruch mit Konzentration auf 2-3 Übungen kommt nicht von mir. |
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:Blumen: |
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Alleine geschwommen nur die sicheren und bewährten Übungen. |
Meine Trainerin meinte es sei normal, dass es mit der Beinarbeit eine Weile dauert. Besonders die Füsse müssen dafür flexibel werden.
Langsam glaube ich, dass ich mir selbst im Weg stehe. Ich will wohl alles von heute auf morgen haben. Bäh, gestern wieder 4x50m nur Beine (ohne Brett). Frustrierend kommt dazu was die anderen in allen Lagen ein Tempo vorlegen. OK, ich bin noch nicht lange dabei und schon in der schnellen Gruppe. Auffällig ist wie gut Frauen bei der Beinarbeit sind. Dafür klappt bei mir Kraul mit Fussfessel oder Pullboy richtig gut. Das kommt wohl daher dass ich in der Zeit ohne Trainer sehr inefficient gekrault bin und viel mit Kraft kompensiert habe. So sieht mein Rücken auch aus. |
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Und das erlernen neuer Bewegungsabläufe vor allem in einem dem Menschen eher fremden Medium Wasser erfordert immer Zeit und Geduld. Beim Schwimmen kommt eigentlich alles nur über die Technik, die man nur sehr sehr begrenzt durch Kraft und Ausdauer ersetzen kann. |
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Mit Fussfesseln kannst du deine Wasserlage testen: wenn du mit Fesseln und ohne sonstige Hilfsmittel ein paar Bahnen schwimmen kannst, ohne dass es dich von hinten runterzieht, ist das schon mal ganz ordentlich :liebe053: Viel Spaß :Blumen: |
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Hallo!
Ich habe mit 2 Trainern gesprochen mit der gleichen Meinung. Die Beinarbeit muss viel mehr aus der Hüfte kommen. Die Beim Übungen soll ich im jedem Training einbauen. Na gut, da muss ich nun durch. Immerhin werden die Zeiten besser. Vor einem Jahr war ich happy eine Bahn kraulen zu können. Heute 3 mal 100m bei rund 1:40. Ich weiss, hier im Forum Nicht Schwimmer. Aber ich bleibe dran. Ab nächster Woche ein Training mehr auf der 50et lane. |
Also. Ich schreibe ja hier seit knapp 100 Beiträgen zu 99% nicht ernstgemeinten Unsinn. Daher jetzt ein mit Trommelwirbel und Fanfaren angekündigter durchaus ernstgemeinter Beitrag.
Egal, wieviel ich schwimme oder es auch sein lasse, ich bleibe.immer.gleich.schlecht. Und bevor mir jetzt jemand Technik-Tips für das Training im Nichtschwimmerbecken serviert, sei angemerkt, dass das Problem noch viel tiefer liegt als Schulterhöhe: Ich HASSE schwimmen. Und bevor nun jemand sagt, dann sei Triathlon eben der falsche Sport: nein, ist es nicht, da ich durchaus auch in der Lage bin, Dinge zu tun, ich ich nicht mag. Die Heldentaten meiner letzten Saison zeigen, dass ich das ganz gut kompensieren kann; ich komme als letzte aus dem Wasser und dann wie der Teufel von hinten aufs Treppchen. Wie vor Jahrzehnten in der Schule: Mathe und Physik setzen sechs, aber exzellent kompensiert mit allem anderen. Es ist eine Frage der Einstellung. Ich muss mich jedes einzelne Mal zwingen, auch nur einen Fuß ins Wasser zu stecken, geschweigedenn den gesamten knochigen Leib. Bis dieser dann wieder eine für Säugetiere adäquate Temperatur angenommen hat, ist ein Großteil meiner Mitschwimmer*innen fertig mit ihrem Training, sauniert, geduscht, bekleidet und zum Teil sicher verstorben und beerdigt. Was gäbe es für Goodies, um mir mehr Motivation für diese widernatürliche Bewegung in feindlichem Element zu bescheren? Was ich bereits probiert habe: 1. ein Sortiment rattenscharfer Einteiler. Das führt dazu, dass ich es überhaupt immer wieder versuche. 2. eine Trainerin aus dem Bereich Kinderschwimmen. Hat mich ständig gelobt, obwohl sie wusste, dass ich weiß, dass sie weiß, dass es schlecht war. Sie ist jetzt meine beste Freundin und Lauf-und Radbuddy, schwimmen kann ich trotzdem nicht. Hat sich trotzdem gelohnt. Sie läuft jetzt deutlich schneller als früher. 3. eine Trainerin aus dem Esoterik-Milieu. Zumindest wirkt sie so. Anscheinend hat sie noch JEDEM das Kraulen beigebracht. Als sie mir erklärte, dass ich das Wasser lieben und mir von meiner Symphyse den Weg weisen lassen soll, war es ich raus. 4. Sergeant Susanne, eine Trainerin aus dem Sado-Maso-Milieu, wobei sie der Dom ist und alle anderen die Subs. Also alle außer mir. Ich lasse mich doch nicht beleidigen und bezahle noch dafür. Sowas habe ich noch nie erlebt; 10 erwachsene Menschen, die es lustig finden, öffentlich gedemütigt zu werden. Ihr Kurs floriert, das Problem bin sicher ich selbst. Außer den genannten Dingen habe ich natürlich allerhand anderen Kleinkram probiert zum Streicheln des Belohnungssystems, alles ohne langfristigen Erfolg. Daher die Frage an all die gescheiten Menschen da draußen: was kann getan oder gelassen werden, um den inneren Widerstand gegen das Wasser und dadurch den Widerstand des Wassers gegen mich zu reduzieren??? |
Köstlicher Beitrag, danke :Lachanfall:
Ich fand mich in vielem wieder (außer bei dem Treppchen). Physik und Mathe habe ich aufgegeben und etwas anderes studiert. Schwimmen hat mich so lange genervt bis ich es eines Tages konnte. Grottenlangsam (ich finde mein Rad problemlos, es ist das letzte), aber mit ganz viel Spaß. Geholfen hat mir, mich zweimal die Woche im Schwimmverein unter den mitleidigen Augen der anderen quälen zu lassen und einmal die Woche selbst einen Trainingsplan für mich zu schreiben. Ich fürchte allerdings, dass du nicht mit viel Spaß als letzte aus dem Wasser kommen willst.:Lachen2: Aber so rein beruflich würde es mich schon interessieren wie ich jemanden dazu bringe etwas gerne zu machen, was er nicht gerne machen WILL, also her mit den Tipps. |
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Es gibt allerdings andere Dinge, die vielleicht nützlich für mich wären, gegen die ich eine tiefe Abneigung habe. Und diese Dinge lasse ich dann überwiegend bleiben bzw. betreibe sie nur im absolut notwendigen Maß. Meine ernstgemeinte Frage ist also: Warum belässt Du es nicht beim aktuellen Zustand und tust beim Schwimmen nur das Nötigste, um nicht zu ertrinken, korrigierst mit Willenskraft eventuell gravierende Technikfehler, und räumst dann wie gewohnt von hinten ab? Was stört Dich an dieser Option? Wenn Du tatsächlich den Hass gegen das Schwimmen ablegen willst, solltest Du aus meiner Sicht zuerst aufhören, das Mantra "ich HASSE Schwimmen" aufzusagen. Practice makes permanent. ;) Und dann hilft aus meiner Sicht die Vertrautheit. Das, was man kennt, was man oft tut, das mag man in vielen Fällen auch. Menschen mögen Gewohnheit. Wenn Du es zur Gewohnheit machst, oft und regelmäßig zu schwimmen, wirst Du vielleicht ganz überraschend nach einigen Monaten feststellen, dass Dir das Schwimmen gar nicht mehr so ätzend vorkommt. Mach es Dir dazu halt nicht zu schwer: Wenn das Wasser Dir zu kalt ist, dann sorge dafür, dass Du durchs Aufwärmen oder von einer langen heißen Dusche so erhitzt bist, dass Du Dich nach Abkühlung sehnst. Schwimm zur Not auch im Schwimmbad mit Neo. Ridicule is nothing to be scared of. :) Frage andere, die unglaublich gerne schwimmen, was sie am Schwimmen so lieben und versuche, Dich in sie hineinzuversetzen, am eigenen Körper zu erfahren, was das sein könnte. Male Dir aus, wie es sein wird, wenn Du Spaß am Schwimmen hast. Wie fantastisch wäre es, schneller schwimmen zu können, im vorderen Drittel aus dem Wasser zu kommen? Alternativ könnte ein Schocktherapie helfen: Melde Dich zu einem einwöchigen Schwimmcamp irgendwo im Süden an, wo Du nicht fliehen kannst. Mit etwas Glück nimmt Dich die Gruppendynamik so mit, dass Du plötzlich Freude am Schwimmen hast. Ich erwähne das, weil ich kürzlich auf Teneriffa bei einem Schwimmcamp war, wo für meinen Geschmack sehr viel geballert wurde. Eigentlich so gar nicht mein Ding, schon gar nicht nach kompletter Sportpause in Pandemie-Länge. Und dennoch bin ich am letzten Tag mit Flossen an den Füßen (Thema: "Hyperspeed") von der Woche ausgelaugt und mit letzter Energie in 14,7 Sekunden durchs 25-Meter-Becken gezappelt, innerlich brüllend wie ein Gestörter, und fand es (hinterher) geil und voll befriedigend. Viel Glück, viel Spaß und berichte gelegentlich mal, ob sich irgendwas geändert hat und warum es sich geändert hat – oder auch nicht. :Blumen: |
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Die Bereitschaft, auch Dinge zu tun, die aversive Gefühle in mir hervorrufen, ist am Ehesten meiner strengen schwäbischen Erziehung zuzuschreiben und somit nicht zwingend zur Nachahmung geeignet :dresche |
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[quote=schnodo;1646740]Ich bin vermutlich ein denkbar schlechter Ratgeber, weil ich es liebe, im Wasser zu sein. Das Schwimmen vor knapp 15 Jahren für mich entdeckt zu haben, war eine der schönsten und nachhaltigsten Erfahrungen. Und ich bin von Haus aus ein richtig beschissener und langsamer Schwimmer. Fortschritte, die andere in Wochen oder Monaten gemacht haben, dauerten bei mir Jahre. Aber das plagt mich nicht, weil der Weg so schön ist. Mein Herz öffnet sich, Sorgen und Ärger verblassen, schon wenn ich nur auf dem Weg ins Schwimmbad bin.
Es gibt allerdings andere Dinge, die vielleicht nützlich für mich wären, gegen die ich eine tiefe Abneigung habe. Und diese Dinge lasse ich dann überwiegend bleiben bzw. betreibe sie nur im absolut notwendigen Maß. Meine ernstgemeinte Frage ist also: Warum belässt Du es nicht beim aktuellen Zustand und tust beim Schwimmen nur das Nötigste, um nicht zu ertrinken, korrigierst mit Willenskraft eventuell gravierende Technikfehler, und räumst dann wie gewohnt von hinten ab? Was stört Dich an dieser Option? Wenn Du tatsächlich den Hass gegen das Schwimmen ablegen willst, solltest Du aus meiner Sicht zuerst aufhören, das Mantra "ich HASSE Schwimmen" aufzusagen. Practice makes permanent. ;) Und dann hilft aus meiner Sicht die Vertrautheit. Das, was man kennt, was man oft tut, das mag man in vielen Fällen auch. Menschen mögen Gewohnheit. Wenn Du es zur Gewohnheit machst, oft und regelmäßig zu schwimmen, wirst Du vielleicht ganz überraschend nach einigen Monaten feststellen, dass Dir das Schwimmen gar nicht mehr so ätzend vorkommt. Mach es Dir dazu halt nicht zu schwer: Wenn das Wasser Dir zu kalt ist, dann sorge dafür, dass Du durchs Aufwärmen oder von einer langen heißen Dusche so erhitzt bist, dass Du Dich nach Abkühlung sehnst. Schwimm zur Not auch im Schwimmbad mit Neo. Ridicule is nothing to be scared of. :) Frage andere, die unglaublich gerne schwimmen, was sie am Schwimmen so lieben und versuche, Dich in sie hineinzuversetzen, am eigenen Körper zu erfahren, was das sein könnte. Male Dir aus, wie es sein wird, wenn Du Spaß am Schwimmen hast. Wie fantastisch wäre es, schneller schwimmen zu können, im vorderen Drittel aus dem Wasser zu kommen? Alternativ könnte ein Schocktherapie helfen: Melde Dich zu einem einwöchigen Schwimmcamp irgendwo im Süden an, wo Du nicht fliehen kannst. Mit etwas Glück nimmt Dich die Gruppendynamik so mit, dass Du plötzlich Freude am Schwimmen hast. Ich erwähne das, weil ich kürzlich auf Teneriffa bei einem Schwimmcamp war, wo für meinen Geschmack sehr viel geballert wurde. Eigentlich so gar nicht mein Ding, schon gar nicht nach kompletter Sportpause in Pandemie-Länge. Und dennoch bin ich am letzten Tag mit Flossen an den Füßen (Thema: "Hyperspeed") von der Woche ausgelaugt und mit letzter Energie in 14,7 Sekunden durchs 25-Meter-Becken gezappelt, innerlich brüllend wie ein Gestörter, und fand es (hinterher) geil und voll befriedigend. Viel Glück, viel Spaß und berichte gelegentlich mal, ob sich irgendwas geändert hat und warum es sich geändert hat – oder auch nicht. :Blumen:[/QUOTE Ach Schnodo. Danke für Deine Worte. Ich höre sie förmlich, höre den diskret Badischen Unterton vor meinem geistigen Ohr und danke Dir für Deine Mühe. Tatsächlich ist das auch seit meiner ersten LD 2017 mein Credo. Da bin ich 01:32 geschwommen ohne jedes Training davor und habe nach initialen Schwimmversuchen im Rahmen meiner inneren Triage dieses Thema zu den Akten gelegt. 2018 war dann Duathlon wegen Blaualgen in der Alster. Das hätte mich eigentlich freuen müssen, aber ohne Schwimmen ist ein Langdistanztriathlon halt auch mehr Eunuch als IronMan. Aus der Zeit danach stammen dann die Erlebnisse mit Esoterik-Heike und Sergeant Susanne. 2019 - oh Wunder - bin ich dann 1:29 geschwommen, wow, AK 6. Das weckt Begehrlichkeiten. Da fehlten dann so 10 Minuten. DIE 10 Minuten. Dann kam 2020 die Zombie-Apokalypse und das Thema Schwimmtraining war erstmal vom Tisch. Mit dem Tag der Wiedereröffnung des Sportstüdio war ich bereit und habe fleißig Kacheln gezählt, einmal, zweimal oder sogar dreimal die Woche, in stoischer Beharrlichkeit ohne nennenswerten Fortschritt. Dann das Fanal im September 2021. Nach 01:34 werde ich wie das Strandgut der Triathlongemeinde ans Ufer des Main-Donau-Kanals gespült. Der normale Fährbetrieb hatte bereits wieder begonnen und ich werde aus der Bugwelle eines Schleppers von helfenden Händen ans Ufer gezogen, freundliche Menschen ziehen mir die Schwimmsachen aus, tauschen die Schwimmbrille gegen den Fahrradhelm und setzen mich auf mein Bike. Im letzten Teil verschwimmt die Grenze zwischen Fiktion und Realität möglicherweise ein kleines Bisschen, wer weiss das schon so genau. Auf jeden Fall bin ich nach 10:45 min ins Ziel (ich weiss, das zählt nicht, weil die Radstrecke kürzer warO:-) Dieses Trauma brachte mich auf die Idee, mir für sehr viel Geld einen neuen Neoprenanzug zu kaufen, weil ja, wie alle wissen, die Badehose schuld ist, wenn der Bauer nicht schwimmen kann. Das Ergebnis hiervon war eine unfassbare Schwimmzeit von 34 Minuten nur eine Woche später beim olympischen Triathlon. Euphorisiert von diesem Erfolg war ich dann bis 21.12. gar nicht mehr schwimmen, gefolgt von einer unfallbedingten Schwimmpause bis vor drei Wochen. Long story short: eigentlich arrangiere ich mich ganz gut damit, schlecht zu schwimmen. Andererseits gibt es eine Sache, die ich noch weniger mag als kaltes Wasser, und das ist aufgeben. Du ahnst es vielleicht: mein Verhältnis zum Schwimmen ist gezeichnet durch mindestens knöcheltiefe Ambivalenz: ich kann es nicht richtig, bin auch immer wieder auch nicht bereit, es ganz zu lassen. Daher werde ich mir Deine Tips auf der Zunge zergehen lassen und den einen oder anderen davon vielleicht auch umsetzen. |
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Punkt 2: stimme ich voll zu:cool: . Auf der einen Seite hatte ich hier schon extrem viel Spaß bei diversen Aktionen wie dem virtuellen Flussschwimmen oder den Glaurungschen-SUB-18-Potenzialen:Lachen2: Gerade durch die SIFI-Events durfte ich hier im Forum viele tolle Bekanntschaften schließen:liebe053: Andererseits sind meine Schwimmmöglichkeiten vor Ort leider arg eingeschränkt, solange ich mich nicht altersgerecht den Aqua-Walkerinnen anschließen möchte. Folglich gilt für mich weiterhin: Das Leben ist zu kurz für Beinschlag-, aber auch Techniktraining. Sollte ich die rund 9 Jahre bis zur Rente allerdings heil und gesund überstehen, könnte ich meine Meinung ändern.O:-) Punkt 3: Offtopic: Dein Schreibstil gefällt mir ausgesprochen gut. Solltest Du auf die geniale Idee kommen, hier im Forum einen Blog zu schreiben, wäre ich der erste Abonnent:bussi: . |
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Wir bräuchten mehr schwäbische Erziehung. |
Liebe svmechow :Lachen2:
Du schreibst viel und begeistert vom Triathlon. Das finde ich schön :) Ich finde aber auch, du kokettierst mit dem Thema auch etwas arg. Ob der Ernsthaftigkeit deiner Bemühungen bin ich mir deshalb auch nicht ganz sicher. Wahrscheinlich täusche ich mich ja auch. :Blumen: Frage: Wie lange war der längste Zeitraum, in dem du ununterbrochen 3x die Woche geschwommen bist oder wenigstens inkl. schwimmspezifischem Krafttraining (Zugseil zum Beispiel) 3x die Woche für das Schwimmen was gemacht hast? Die Frage nach „Wie kann ich schwimmen mehr lieben?“ kannst nur du dir ehrlich beantworten. Bei einigen die ich kenne, hat es was mit „gut können“ zu tun oder mit „unbedingt vernünftig lernen wollen“ … all sowas. Motive und Motivation sind ja verschieden bei den Menschen. Aber niemand weiß, wie es sich für dich anfühlt du zu sein und deine Motivation zum Schwimmen. Die Frage nach „wie kann ich besser schwimmen lernen“ hat m.E. zunächst was mit Umfang und Konsistenz zu tun. Viele die ich kenne, gehen einfach zu unstetig oder zu selten schwimmen. Es ist dann immer wieder ein Kampf und Krampf und der Spaß kommt und geht in Wellen. Zugseil oder Krafttraining machen sie gar nicht. Btw: Wieviel Klimmzüge schaffst du? Also die Einfachen: Untergriff und nur schulterbreit, aber voll ausgehängt in der Schulter. Sportstudenten müssen für die Aufnahmeprüfung in Köln 5 Stk. schaffen. Rumpfstabi was is damit? Mobilität in Schultern und Hüfte? Koordination? Bist du motorisch begabt? All das sind Bereiche, in denen man sich verbessern kann und die ggf. Auswirkung auf das Schwimmen haben. Wenn du es Ernst meinst mit besser schwimmen lernen wollen, dann ist mein Tipp aus der Ferne: Weniger denken. Mehr machen. In allen Bereichen. :Blumen: |
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Du hast doch einen kopfklempner als trainingsbuddy, lass dir von dem mal paar Tipps geben.;) Also ich glaube ja, dass du nicht ungern schwimmst. Sondern Dich ranzt es halt an, dass dein ausgeprägter Trainingsfleiss und Ehrgeiz nicht genauso belohnt wird wie beim radeln oder gar laufen. :Blumen: Und vom Erscheinungsbild einer russischen anabolikageschwängerten Schwimmerin mit einem Kreuz wie ein preisboxer bist du halt auch soweit entfernt wie die Sonne vom Mond, woher soll da übermäßiger vortrieb kommen?! Just my 2c.:bussi: |
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Doch, ich sage es trotzdem, auch wenn du wortreich und wortgewandt-unterhaltsam argumentierst: Ich finde schon, dass Triathlon der falsche Sport ist, wenn man Schwimmen hasst. Hassen ist ein starkes Wort, keine Ahnung, ob es wirklich das treffende Wort für deine Abneigung ist. Aber mir erschließt sich nicht, warum man eine Sportart wählt, bei der man einen (wenn auch für die meisten Hobby-Sportler nicht soo relevanten) Teil hasst. Natürlich haben die viele Triathleten eine stark ausgeprägte Vorliebe für eine Disziplin oder sie mögen eine davon deutlich am wenigsten. Aber hassen? Dann könntest du du einfach Duathlon machen oder Laufwettkämpfe machen und Radrennen. Was motiviert dich, Triathlon zu machen, wenn du einen Teil davon so schlimm findest? Wenn du aber Triathlon machen willst und das Schwimmen trotz deines Hasses so gut hinbekommst, dass du offenbar Heldentaten vollbringen kannst, dann ist es ja auch OK und du kannst es dabei belassen. Habe ich zum Beispiel mit dem Radfahren so gemacht, als ich vor 30 Jahren mit dem Triathlon begann. Irgendwann störte es mich, dass ich trotz damals ordentlichem Schwimmens und guten Laufens im Triathlon auf keinen grünen Zweig kam, weil ich keine Lust hatte, Rad zufahren und habe mit Radtraining begonnen, das diesen Namen verdiente. Die Lust und Freude kam übers Tun. Heute fahre ich ganz gerne Rad, auch wenn es von den drei Disziplinen wohl nie meine Lieblingsdisziplin wird. VG J. |
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Schwimmen klappt allerdings zum Glück trotzdem ganz gut. Und ich mache ja jetzt wegen meines Rückens einigermaßen regelmäßig Krafttraining (2x/Woche), vielleicht sollte ich mich auch noch mal an Liegestützen versuchen. Das ärgert mich total, dass ich keine einzige kann. Sorry für OT. |
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Vielleicht macht es dir etwas Hoffnung wenn ich dir sage, dass ich selbst das Schwimmen erst vor einem Jahr gelernt habe und aufgrund von Corona sich die Schwimmvorbereitung für Roth auf genau 5 Monate mit ca. 10-15km/Monat beschränkt hat. Ich bin dabei einfach nur geschwommen so gut wie es ging und habe versucht mich immer wieder auf den Armzug zu konzentrieren. Beine sind bei mir hoffnungslos, die gehorchen meinen Anweisungen nicht und machen gerade was sie wollen. In Roth bin ich völlig entspannt 10min schneller aus dem Wasser gekommen als du, das lag aber sicher nicht an übermäßig kräftiger Muskulatur die mangelhafte Technik kompensieren könnte. Meine Oberarme haben den Umfang von Streichhölzern und den Latissimus suche ich bis heute vergeblich. Dazu habe ich mir in der Wechselzone weitere 2min gespart. Letzteres lag wahrscheinlich daran, dass mein Wechselbeutel der letzte verbliebene in der gesamten Reihe war. Meine Empfehlung als absoluter Schwimmlaie: einfach schwimmen, 3mal pro Woche, dabei immer schön auf den Armzug konzentrieren und zwar immer auf einzelne Bereiche, also einmal Catch-Phase, einmal Druck-Phase, ... Achte beim Armzug auch einmal ganz bewusst auf die Hüfte, geht sie seitlich weg wenn du durchziehst? Was passiert wenn du die Hand weiter aussen oder weiter unter dem Körper nach hinten ziehst, bleibt die Hüfte ruhiger? Einfach ausprobieren und versuchen durch Beobachtung zu lernen. Nichts verrücktes machen, erst recht keine Pirouetten wie sie Schnodo in Perfektion beherrscht. Statt ganzjährig 1x wöchentlich widerwillig ins Wasser zu hüpfen lieber ein paar Monate konzentriert schwimmen. |
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Vielleicht wird es bei Dir und dem Schwimmen dann tatsächlich so sein, dass Du es irgendwann deutlich besser kannst und Dich daran erfreust, dass Du Dir dies selbst hart erarbeitet hast. Man schätzt oft die Dinge am meisten, für die man richtig ackern musste: "Il faut imaginer Sisyphe heureux." ;) Zitat:
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Aber es ist mir bisher nicht ernst genug gewesen, um das Zugseil zu seinem eigentlichen Zweck zu benutzen. Oder vielleicht auch zu ernst: wann immer ich das Zugseil in die Finger bekomme, kostet es mich einen nicht unerheblichen Kraftaufwand, mich nicht direkt damit zu erhängen. Aber ja, Du hast recht, ein wenig kokettiere ich sicher auch mit diesem Thema. Solange ich trotz übelster Schwimmperformance noch deutlich vor der closing time über die Ziellinie laufe, halte ich es ein wenig wie mit den Themenblöcken Augenheilkunde und Biophysik im Medizinstudium: habe ich beides nicht kapiert, hat mir keine Freude gemacht, habe ich runtergerockt und bestanden und mich danach nie wieder damit beschäftigt. Aber nun wollte ich eben noch mal einen Versuch unternehmen, mich dieses Themas anzunehmen, einen weiteren letzten Versuch. Der von Dir sehr richtig erkannte mangelnde Ernst ist möglicherweise ein Grund für das Mißlingen des Projektes. Andererseits erleichtert es mir diese Einstellung, das potentielle oder sogar wahrscheinliche Scheitern meines Vorhabens auszuhalten. Du kennst die Fabel vom Fuchs und den Trauben, wobei ich hier ein tragischer Fuchs bin, der den Mechanismus wohl erkennt, ihn aber dennoch nicht ändern kann. Du siehst: hinter dem ganzen zu Teilen koketten Unsinn steckt, wie so oft, eine nicht unerhebliche Portion Unsicherheit. Ich habe das große Privileg, dass mir bislang die Dinge, die mir wichtig waren, vergleichsweise leicht von der Hand gingen. Mit Fleiss und Disziplin natürlich, aber eben immer aus einer tiefen intrinsichen Motivation. Ich muss nie grossartig innere Widerstände überwinden, bevor ich aufs Rad steige oder die Laufschuhe anziehe. Das ging alles immer wie von selbst und wurde mit strukturiertem Training in den folgenden Jahren immer besser. Nur das Schwimmen eben nicht. Und das frustriert mich eben doch. Das kann doch nicht sein, dass ich das nicht hinbekomme. Und ich denke eben, dass das im Kopf anfängt; mehr machen und weniger denken erscheint mir da ein durchaus sinnvoller Rat zu sein. Ich werd mal drüber nachdenken. |
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Was gibt es größeres als das Wasser überlebt zu haben und auf dem Rad nach wenigen Metern zu merken 'hey - heute geht was'? |
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"Mathe hab ich nie kapiert." |
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Dass mir das Schwimmthema durchaus am Herzen liegt, ergibt sich schon aus der beklagenswerten Tatsache, dass ich bisher im Triathlon immer nur Brustschwimmen praktiziert habe, unterbrochen vielleicht durch den einen oder anderen Meter Hundeschwimmen. Aber nun Spaß beiseite-aber nicht ganz. Ich werde weiterhin zum Lachen nicht in den Keller gehen und auch nicht auf den Grund des Schwimmbeckens. Ich werde versuchen, Eure wohlwollenden Ideen umzusetzen und auch weiterhin würdevoll Wasser schluckend meine Bahnen ziehen. |
Servus,
anstatt schneller wirst Du langsamer und das bei mehr Schufterei :Lachen2: - joohh kenn ich, schwimmen iss fieess. Bei 2:30min/100m bist vermutlich zu langsam um eine ordentliche Bugwelle hinzubekommen, davon brauchst Du das folgende Tal, also die Delle im Wasser, um Luft zu bekommen, deshalb wirst vermutlich den Kopf heben und schon geht das Dilemma mit der sinkenden Hüfte und Beinen los - mehr Beinschlag ist nicht die Lösung. Erst Ausatmen, dann vom Rand flach abstoßen (volle Kanne) - rotieren - Köpfchen unten lasse, aber seitlich drehen und zur Schulter schauen und dann Luft saugen - andere Idee, wie Du mit Kopf unten an Luft kommst (außer Schnorchel) hab ich nicht. Hier noch ein bissel Brain-Stoff https://www.teamusa.org/USA-Triathlo...uction-to-Drag es gibt noch einen 2. Teil mit Propulsion. und p.p.s mit 2:30/100m gehörst eindeutig zu den 1% Buchten-Champions in Griechenland |
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Schwimmen geht aber in der Tat soweit auch ganz gut bei mir (aus Triathlonsicht). Wie man Spaß an etwas findet, dass man nicht mag? Keine Ahnung. Ich fände Fußball z.B. immer noch doof, wenn ich es könnte. Ist einfach nicht mein Sport.... Also ich würde sagen: Spaß findest du vermutlich keinen. Und wenn du unregelmäßig und kaum trainierst, wird es auch zu keiner Akzeptanz kommen. Letzteres könnte ein Ziel sein. |
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Schwimmen ist kein Selbstläufer, denn es die motorisch einzig komplizierte Sportart im Triathlon. Ich kenne Leute, die schwimmen seit 20 Jahren einfach gleich schlecht. Das kann doch nicht sein, wenn es einem wichtig ist. Die Abläufe muss man aber zuerst einmal verstehen und dann muss man eben viel üben und besonders immer wieder nachkorrigieren. So ähnlich wie es manche bei einem Aerotest machen. Ich war auch nie der super begeisterte Schwimmer, meist habe ich es nach der Saison über viele Monate komplett sein lassen; mir war es einfach zu langweilig. Aber den Ehrgeiz und den Fleiß vorne aus dem Wasser zu kommen, hatte ich dann letztendlich doch. Ist am Ende auch keine Zauberei. |
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Ich wiederhole das nochmal: Beinarbeit ist nicht der Heilsbringer für das Triathleten-Schwimmen. Anders bei den Schwimmern. Meine Tochter ist 50er Beinarbeit geschwommen, Abgangszeit alle 60sek, da wird also echter Vortrieb erzeugt. Wenn ein Triathlet das macht, braucht der 120sek mehr. Die Beinarbeit kann die Lage stabilisieren, muss sie aber nicht. In der Regel hat man einen leichten Pendelbeinschlag, der sich zum Rhythmus der Arme hinzugesellt. Es ist vergebene Liebesmüh Beinschlag zu trainieren, vor allem wenn man vorher noch Laufen war oder Radfahren, oder das im Anschluss machen will. Die Wasserlage ergibt sich nicht aus dem Beinschlag sondern aus einer Kombination von Körperspannung, Rumpfstabi und noch irgendwas...... Wer trotzdem Beinschlag trainieren will - bitte schön. Spaß macht es keinen, Sinn hat es auch keinen aber Bewegung schadet nie. |
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