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-   -   Lauftechnik umstellen von Fersenlauf auf Mittelfuß (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=47648)

sabine-g 29.01.2020 15:13

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1507894)
Es gab hier schon mal so eine Diskussion.
Das Schlagwort war umpfen oder ompfen oder xxxxxxx.
Mir fällt es nicht ein.

es hieß POSE-Methode und ist ein Rohrkrepierer

Kampfzwerg 29.01.2020 15:46

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1508006)
Patrick Lange:

Sebastian Kienle:

Bei beiden Bildern sind die Männer in der Luft und daher sind die Bilder für die Bewertung des Fußaufsatzes etwas ungeschickt gewählt.
Zudem sieht es aus als ob das Bild von Sebastian Kienle aus einem bergab Stück (wenn auch nur leicht) stammt.

Ansonsten bleibt zu dem Thema zu sagen, dass es nicht die perfekte Technik für jedermann gibt. Das ist so individuell wie die Trainingsplanung selbst. :Blumen:

MattF 29.01.2020 15:52

Zitat:

Zitat von Kampfzwerg (Beitrag 1508013)
Ansonsten bleibt zu dem Thema zu sagen, dass es nicht die perfekte Technik für jedermann gibt. Das ist so individuell wie die Trainingsplanung selbst. :Blumen:

Man muss sich bei einem Laufwettberwerb nur mal anschauen wie die Leute laufen. Von guter Technik sind da 80% entfernt und viele laufen nicht langsam :cool:

Michi1312 29.01.2020 18:13

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1508006)
Patrick Lange:


Sebastian Kienle:

perfektes beispiel dass auch bei profisportlern noch potential vorhanden ist...
was beide da machen ist nicht gut: aktives anziehen der fussspitze....
wo und wie der fuss dann allerdings aufkommt lässt sich nicht sagen...

pose ein rohrkrempierer? wieso?
jeder mensch läuft nach der pose-methode...manche allerdings mehr und viel andere weniger ;)

NBer 29.01.2020 20:09

Zitat:

Zitat von Michi1312 (Beitrag 1508039)
perfektes beispiel dass auch bei profisportlern noch potential vorhanden ist.......

eher ein beispiel dafür wie fotos verwirren können. vor allem eben leute die sich nicht so auskennen. gleich aus mehreren gründen.
erstens sieht man bei beiden nicht wie sie aufkommen, gerade bei kienle ist es noch ewig bis zum bodenkontakt. bei lange sieht es zumindest etwas nach fersenlandung aus, aber da kommen wir zu punkt zwei....der aufnahmesituation des fotos. offensichtlich stammt das foto aus dem weg in das energy lab hinein. da geht es bekanntlich bergab. was bekanntlich den laufstil eher mal richtung fersenaufsatz verschiebt, da man ansonsten zu schnell werden würde, motorisch nicht mehr hinterherkommen würde. also keine "normale" laufsituation auf dem bild. gerade lange mit einem eher kurzen schritt ist ja ein paradebeispiel für schönes mittelfußlaufen......wenn man eben mal bewegte bilder auf gerader strecke sieht.
drittens ist es unvorteilhaft, wenn die schuhspitze bei der landung nach unten zeigt, weil es dann ein "reinstauchen" in den vorfuß wird, und kein aktives ziehen über den schwerpunkt mehr werden kann.

Klugschnacker 29.01.2020 20:41

Auf der Langdistanz laufen so gut wie alle Spitzenathleten über die Ferse.

Dave Scott und Mark Allen
Patrick Lange
Sebastian Kienle
Sebastian Kienle
Jan Frodeno und Kienle
Raelert und McCormack
...

sabine-g 29.01.2020 21:15

Zitat:

Zitat von Michi1312 (Beitrag 1508039)
perfektes beispiel dass auch bei profisportlern noch potential vorhanden ist...
was beide da machen ist nicht gut: aktives anziehen der fussspitze....
wo und wie der fuss dann allerdings aufkommt lässt sich nicht sagen...

pose ein rohrkrempierer? wieso?
jeder mensch läuft nach der pose-methode...manche allerdings mehr und viel andere weniger ;)

hab gerade mal deine Zeiten gestalkt, das ist ja dann ein tolles Gehüpfe.
Also ich glaub dir nicht. Du läufst niemals auch nur 100m Vorfuß. Nicht mal Mittelfuß.
Ist mir aber total Wurscht.
Ich weiß eines (ich wiederhole mich) alle Leute die ich kenne, die versucht haben Vorfuß zu laufen haben ihre Achillessehne geschrottet.

Pippi 29.01.2020 22:34

@Sabine Es gibt auch die Variante auf dem Vorfuss landen, dann mit der Ferse den Boden Antippen. Mit dem Vorfuss dämpft man gut und mit den Antippen auf der Ferse entlastet man die Achillessehne.

Michi1312 29.01.2020 22:34

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1508067)
hab gerade mal deine Zeiten gestalkt, das ist ja dann ein tolles Gehüpfe.
Also ich glaub dir nicht. Du läufst niemals auch nur 100m Vorfuß. Nicht mal Mittelfuß.
Ist mir aber total Wurscht.
Ich weiß eines (ich wiederhole mich) alle Leute die ich kenne, die versucht haben Vorfuß zu laufen haben ihre Achillessehne geschrottet.

Na alle Achtung....nicht schlecht....
Was könntest du dann erst aus einer Stuhlprobe alles herauslesen?


In dem Fall passt ja deine User-Unterschrift sogar perfekt....

LidlRacer 30.01.2020 01:41

Zitat:

Zitat von Michi1312 (Beitrag 1508039)
pose ein rohrkrempierer? wieso?
jeder mensch läuft nach der pose-methode...manche allerdings mehr und viel andere weniger ;)

Niemand läuft nach der Pose-Methode - jedenfalls nicht nach der Theorie, die behauptet, man könne die Schwerkraft (in der Ebene oder gar bergauf!) als Vortriebsenergie nutzen.

Hatten wir aber schon sehr ausführlich anderswo:
Pose Methode

Kido 30.01.2020 02:57

Zitat:

Zitat von Michi1312 (Beitrag 1507782)
es gibt eigentlich keine diskussion ob ferse oder mittelfuß...
wer auf der ferse aufkommt macht grundsätzlich schon was falsch und hat defacto eine falsche lauftechnik. zusätzlich tut er sich und seinem körper damit nix gutes...
der fussaufsatz soll unter dem körperschwerpunkt erfolgen....wenn man das befolgt kann man praktisch nicht mehr auf der ferse landen und macht schon mal viel richtig...

Und wer entscheidet darüber was richtig ist?
Für mich ist das einfach nur deine Meinung. Es gibt aus meiner Sicht keinen Konsens darüber, dass man keine Ferse laufen sollte.
Höchstens bei Leuten die für Geld Laufseminare anbieten und das dann propagieren. Müssen sie ja auch, weil hört sich gut an und verkauft sich gut. :Cheese:

Ist son bischen wie hoher Ellenbogen beim Schwimmen. Viele sagen es sei ein muss und man müsse unbedingt so schwimmen und im Weltcup und selbst beim IM schwimmen die meißten mit gestrecktem langen Arm über Wasser :Lachanfall:


Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1507799)
ps: und die meisten die denken, dass sie vorfuß laufen, denken das auch nur.

So siehts nämlich aus!


Interessant bei gewissen Themen hier im Forum ist immer wer welche Meinung vertritt.
Mir scheint bei diesem Thema, dass die schnelleren Jungs und Mädels hier ausm Forum eher zu Ferse neigen. Komisch :Huhu:

TimoB 30.01.2020 12:01

Was ich aus Erfahrung sagen kann ist, dass beim Barfußlauf/Barfußschuhen man eigentlich gar nicht anders kann als auf dem Vorfuß zu laufen! Wenn ich da auf dem Mittelfuß oder gar der Ferse aufkomm, bekomm ich sofort eine Rückmeldung! Egal ob langsam oder schnell gelaufen wird.
Man sollte das nur am Anfang behutsam mit 2 km angehen bei mir machten nach 5km die Wade zu und ich hatte eine Woche höllischen Muskelkater! :Cheese:
Wenn es dem Laufstil nichts bringt werden zumindest mal andere Muskeln stimuliert :Lachen2:

...und solltest du am Anfang gleich 5km laufen und kein muskelkater bekommen, läufst du höchstwahrscheinlich Vorfuß

Hinterrad 30.01.2020 12:23

Was ich aus Erfahrung sagen kann ist, dass beim Barfußlauf/Barfußschuhen man eigentlich gar nicht anders kann als auf dem Vorfuß zu laufen! Wenn ich da auf dem Mittelfuß oder gar der Ferse aufkomm, bekomm ich sofort eine Rückmeldung! Egal ob langsam oder schnell gelaufen wird.
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Danke, du bist mir zuvor gekommen. Es ist unmöglich eine längere Strecke Barfuß auf der Ferse zu laufen.

Klugschnacker 30.01.2020 12:25

Zitat:

Zitat von Hinterrad (Beitrag 1508170)
Es ist unmöglich eine längere Strecke Barfuß auf der Ferse zu laufen.

Gut zu wissen, falls man mal seine Schuhe in der Wechselzone verschlampt hat! :Blumen:

premumski 30.01.2020 12:30

Zitat:

Zitat von TimoB (Beitrag 1508167)
Was ich aus Erfahrung sagen kann ist, dass beim Barfußlauf/Barfußschuhen man eigentlich gar nicht anders kann als auf dem Vorfuß zu laufen! Wenn ich da auf dem Mittelfuß oder gar der Ferse aufkomm, bekomm ich sofort eine Rückmeldung!

Also ich kann ohne Probleme in Barfußschuhen auch längere strecken auf dem Mittelfuß laufen. Die Vorfußläufer sind wie die militanten Veganern, sie müssen jedem sagen, dass sie das machen und dass es das beste ist. Vielleicht funktioniert das auch für den ein oder anderen, ist aber halt definitiv nicht für jeden was, auch wenn Pose und Co das behaupten. Die wollen halt damit auch nur Geld verdienen. Und Vibram wurde in den USA ziemlich hoch verklagt, da sie auch mal damit Werbung gemacht haben, dass ihre Fivefingers besonders gesund seien, dies konnte aber halt nicht gezeigt werden und sie haben relativ viel Schmerzengeld oder Entschädigung zahlen müssen.

Pippi 30.01.2020 22:44

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1508113)
Niemand läuft nach der Pose-Methode - jedenfalls nicht nach der Theorie, die behauptet, man könne die Schwerkraft (in der Ebene oder gar bergauf!) als Vortriebsenergie nutzen.

Hatten wir aber schon sehr ausführlich anderswo:
Pose Methode

Wenn man halt auf der Ferse läuft, kann man dies nicht merken, dies funktioniert eigentlich nur beim Vorfusslaufen. Bei leichten Anstiegen kann man dies sicher nutzen, bei steilen Anstiegen sieht es anders aus. Schwerkraft ist für mich nicht so der passende Begriff. Auch nicht Erdanziehungskraft. Sondern ich würde es fallen lassen, bezeichnen. ;)

adaniya 31.01.2020 11:19

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1508171)
Gut zu wissen, falls man mal seine Schuhe in der Wechselzone verschlampt hat! :Blumen:

Du erachtest es als sinnvoll, den uns angeborenen Bewegungsablauf zu verändern, weil die Menschheit ja was Schönes entwickelt hat, das es überhaupt erst tolerierbar macht, wenn man daran was ändert? Interessante Ansicht.

Ich bin übrigens kein Verfechter des Vorfußlaufens auf Mittel- und Langstrecken (damit meine ich, dass die Ferse während des Laufens nie Kontakt zum Boden hat). Das ist den Sprintern vorbehalten. Aber einige hier sollten sich mal anschauen, wie Kinder barfuß und in flachen Schuhen laufen und was die Elite-Athleten der Mittel- und Langstrecken machen, wenn man mal die enorme Sprengung der modernen Laufschuhe abzieht.

gaehnforscher 31.01.2020 12:18

Zitat:

Zitat von Kido (Beitrag 1508115)
Und wer entscheidet darüber was richtig ist?
Für mich ist das einfach nur deine Meinung. Es gibt aus meiner Sicht keinen Konsens darüber, dass man keine Ferse laufen sollte.
Höchstens bei Leuten die für Geld Laufseminare anbieten und das dann propagieren. Müssen sie ja auch, weil hört sich gut an und verkauft sich gut. :Cheese:

Ist son bischen wie hoher Ellenbogen beim Schwimmen. Viele sagen es sei ein muss und man müsse unbedingt so schwimmen und im Weltcup und selbst beim IM schwimmen die meißten mit gestrecktem langen Arm über Wasser :Lachanfall:



So siehts nämlich aus!


Interessant bei gewissen Themen hier im Forum ist immer wer welche Meinung vertritt.
Mir scheint bei diesem Thema, dass die schnelleren Jungs und Mädels hier ausm Forum eher zu Ferse neigen. Komisch :Huhu:


Ich glaube, du hast Michi nicht richtig verstanden. Es geht gar nicht darum zu entscheiden, ob nun Ferse oder Vorfuß oder Whatever richtig oder falsch ist. Niemand, dem man einen schönen Laufstil andichten würde, hält seinen Fuß aktiv in irgend einer Postition. Der Fuß hängt da halt unten am Bein dran und je nachdem wie meine restliche Körperposition und -spannung zu ausschaut, landet mein Bein halt woanders und entsprechend wird auch der Fuß anders aufsetzen. Bei vielen fehlt einfach komplett die Rumpfspannung beim Laufen und vor allem ist die Hüfte nach hinten rotiert, weil der Gluteus nicht mit benutzt wird und die Leute durch ihren Bürojob am Schreibtisch auch gar nicht mehr wissen wie. Sieht dann von der Seite aus, wie wenn die Leute leicht "im Sitzen" laufen. Beim einen mehr beim anderen weniger.

Im übrigen auch der Grund, warum mit zunehmender Streckenlänge und Ermüdung mehr "über die Ferse" gelaufen wird. Man ist halt zunehmend breit und es fällt schwer gegen die Schwerkraft zu arbeiten und wie Arne so schön schrieb "sich groß" zu machen. Die aktive Stabilität durch die Muskeln lässt nach und man verfällt zusehends in ein passives Stabilitätsmuster.

Am Ende ists einfach die falsche Frage und halt eben auch der Grund, warum so viele Leute Probleme haben, wenn sie "auf Vorfußlaufen" umstellen. Sie Laufen dann nämlich eigentlich mit der gleichen Technik bzw genau genommen Haltung weiter wie vorher, versuchen dabei jetzt aber noch zusätzlich aktiv den Fuß zu strecken (was halt über Wade und Achillessehne läuft). Das diese "Methode" beim ein oder anderen vllt trotzdem funktioniert, weil man mit der Zeit merkt, dass das ziemlich ungemütlich ist und sich dann ggf. der Rest mit anpasst...

Am Ende wird hier aber trotzdem Ursache und Wirkung vertauscht.

MattF 31.01.2020 12:23

Zitat:

Zitat von gaehnforscher (Beitrag 1508329)
Bei vielen fehlt einfach komplett die Rumpfspannung beim Laufen und vor allem ist die Hüfte nach hinten rotiert, weil der Gluteus nicht mit benutzt wird und die Leute durch ihren Bürojob am Schreibtisch auch gar nicht mehr wissen wie.


Das mit dem Gluteus, was könnte man denn dafür machen?

Lauf ABC?

Necon 31.01.2020 12:40

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1508330)
Das mit dem Gluteus, was könnte man denn dafür machen?

Lauf ABC?

Für den Gluteus gibt es wohl besseres als Lauf ABC zum Beispiel Hip Thrusters und einfach sinnvolles Krafttraining, bringt sicher mehr Fortschritte als nicht überwachtes Lauf ABC.

gaehnforscher 31.01.2020 12:44

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1508330)
Das mit dem Gluteus, was könnte man denn dafür machen?

Lauf ABC?

https://www.youtube.com/watch?v=0fYdeTxlKj4

Bei 4:10 zum Beispiel. Sieht etwas "speziell" aus, ist aber erfahrungsgemäß für die meisten am Anfang schon recht schwierig.

Nicht verwirren lassen von der Oberkörperposition, das bezieht sich erstmal nur aufs Becken. Ich bin auch der Meinung das "vorne/ und hinten" sonst anders herum definiert ist. Ziel wäre am Ende halt nicht in dieser Entenpo - position zu sein, sondern die Hüfte halt vorzuschieben. Was dabei auch hilft, ist bei parallelen Füßen in der Fußspitze Druck nach außen aufzubauen, bzw. gefühlt die Füße in den Boden zu schrauben.

Ne super Übung sind auch alle Kreuzhebevarianten, muss nicht schwer sein, können auch kleine Gewichte. Es geht vor allem erstmal um die neuromuskuläre Ansteuerung, bzw das das gehirn halt erst mal weiß, das da nen Muskel ist und lernt, wie man den benutzt.

Kniebeuge mit einem Theraband von hinten um die Hüfte gehen auch. Man muss dann halt drauf achten (wie beim Kreuzheben auch), dass man die Hüfte nicht vorschiebt, indem man ins Hohlkreuz geht bzw. mit den Schultern nach hinten ausweicht, sondern die Bewegung insgesamt nach oben geht (man sich groß macht) und die Arbeit gegen das Band wirklich aus dem Becken kommt und auf dem letzten Stück eigentlich den "Becken Rocks" ähnelt, wie er das in dem Video glaub ich nennt.

MattF 31.01.2020 12:48

Danke.

Werde es mal probieren. :)

gaehnforscher 31.01.2020 12:50

Aber weil das mit dem Lauf ABC kam: man kann das mit dem Theraband durchaus auch als Aktivierung ins Aufwärmprogramm beim Laufen mit integrieren. Gucken zwar alle komisch, wenn man die Becken Rocks macht (bei uns heißt das einfach " Hula" oder Hula hoop"), aber mein Gott wir sind Triathleten ;)

Necon 31.01.2020 12:52

Zitat:

Zitat von gaehnforscher (Beitrag 1508335)
https://www.youtube.com/watch?v=0fYdeTxlKj4

Bei 4:10 zum Beispiel. Sieht etwas "speziell" aus, ist aber erfahrungsgemäß für die meisten am Anfang schon recht schwierig.

Nicht verwirren lassen von der Oberkörperposition, das bezieht sich erstmal nur aufs Becken. Ich bin auch der Meinung das "vorne/ und hinten" sonst anders herum definiert ist. Ziel wäre am Ende halt nicht in dieser Entenpo - position zu sein, sondern die Hüfte halt vorzuschieben. Was dabei auch hilft, ist bei parallelen Füßen in der Fußspitze Druck nach außen aufzubauen, bzw. gefühlt die Füße in den Boden zu schrauben.

Ne super Übung sind auch alle Kreuzhebevarianten, muss nicht schwer sein, können auch kleine Gewichte. Es geht vor allem erstmal um die neuromuskuläre Ansteuerung, bzw das das gehirn halt erst mal weiß, das da nen Muskel ist und lernt, wie man den benutzt.

Kniebeuge mit einem Theraband von hinten um die Hüfte gehen auch. Man muss dann halt drauf achten (wie beim Kreuzheben auch), dass man die Hüfte nicht vorschiebt, indem man ins Hohlkreuz geht bzw. mit den Schultern nach hinten ausweicht, sondern die Bewegung insgesamt nach oben geht (man sich groß macht) und die Arbeit gegen das Band wirklich aus dem Becken kommt und auf dem letzten Stück eigentlich den "Becken Rocks" ähnelt, wie er das in dem Video glaub ich nennt.

Wenn man den Gluteus nicht vernünftig ansteuern kann wird das durch Kreuzheben und Squats nicht besser auch nicht in verschiedenen Varianten. Noch dazu wird dabei der Gluteus nie maximal kontrahiert sondern kommt immer nur in die maximale Dehnung. Darum sollte man hier Hip Thruster oder ähnliches einbauen, wo der Hauptmuskel wirklich der Gluteus ist und nicht ein unterstützender Muskel wie bei Deadlifts und Squats.

gaehnforscher 31.01.2020 13:11

Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 1508339)
Wenn man den Gluteus nicht vernünftig ansteuern kann wird das durch Kreuzheben und Squats nicht besser auch nicht in verschiedenen Varianten. Noch dazu wird dabei der Gluteus nie maximal kontrahiert sondern kommt immer nur in die maximale Dehnung. Darum sollte man hier Hip Thruster oder ähnliches einbauen, wo der Hauptmuskel wirklich der Gluteus ist und nicht ein unterstützender Muskel wie bei Deadlifts und Squats.

Ja deswegen erstmal die erste Übung im Video ;) und deswegen beim Kreuzheben der Hinweis, dass nen auch kleines Gewicht reicht, einfach weil man damit evtl. bissl mehr Gefühl hat, wenn man zumindest gegen einen kleinen Widerstand arbeitet. Und die Kniebeuge mit dem Theraband kann man halt auch direkt beim Bahntraining in der Erwärmung machen und sich ggf auf den oberen Teil der Streckung konzentrieren. Ist dann eigentlich fast das gleiche wie Hip Thrusters.

Das zielgerichtetes Krafttraining zwar durchaus hilfreich, aber dann noch mal was anderes ist ... nja damit sind wir hier denk ich bissl fehl am Platz ;)

Aber alleine die Ansteuerung zu verbessern oder überhaupt zu ermöglichen, bringt Erfahrungsgemäß schon sehr viel.

Necon 31.01.2020 13:36

Die Übung aus dem Video ist sinnvoll, hast du absolut Recht, aber Squats und Deadlifts sind nicht die idealen Übungen für den Gluteus und Abwandlungen von Hip Thruster, kann man überall machen: Glute Bridge, Frog Pumps usw usw.

Pippi 31.01.2020 20:58

Zitat:

Zitat von Necon (Beitrag 1508349)
Die Übung aus dem Video ist sinnvoll, hast du absolut Recht, aber Squats und Deadlifts sind nicht die idealen Übungen für den Gluteus und Abwandlungen von Hip Thruster, kann man überall machen: Glute Bridge, Frog Pumps usw usw.

Diese Übungen mit einem Swiss Ball zu machen, finde ich auch gut.
Entweder Schultern auf dem Ball oder die Füsse.

Klugschnacker 01.02.2020 00:16

Zitat:

Zitat von adaniya (Beitrag 1508320)
Du erachtest es als sinnvoll, den uns angeborenen Bewegungsablauf zu verändern, weil die Menschheit ja was Schönes entwickelt hat, das es überhaupt erst tolerierbar macht, wenn man daran was ändert? Interessante Ansicht.

Wo ist das Problem? Es steht Dir ja frei, den Marathon barfuß oder auf dem Vorfuß zu laufen, falls Dir das so angeboren wurde.
:Blumen:

Übrigens sage ich ja gerade nicht, man solle etwas am Laufstil verändern. Das wollen diejenigen hier im Thread, die ihren Laufstil bewusst umstellen wollen. Ich plädiere für das Gegenteil, nämlich einfach zu laufen, da der Körper diese Optimierungen der Effizienz ganz von alleine bewerkstelligt.

papa2jaja 01.02.2020 07:09

Früher sagte man, leicht nach vorne geneigt läuft es sich energiesparender (nicht schneller, sondern energiesparender). Ob's stimmt, will ich nicht beurteilen.

adaniya 01.02.2020 08:18

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1508472)
Wo ist das Problem? Es steht Dir ja frei, den Marathon barfuß oder auf dem Vorfuß zu laufen, falls Dir das so angeboren wurde.
:Blumen:

Lies wenigstens den Rest meines Beitrags auch und beschäftige dich mit der Thematik, bevor du sarkastisch und besserwisserisch wirst.

Mir wurde als Kind von Eltern und Sportlehrern beigebracht, beim Laufen über die Ferse abzurollen und die schöne Dämpfung des Schuhs unter der Ferse zu nutzen, damit es nicht schmerzt. Das dürfte recht vielen so ergangen sein. Und diejenigen, die jetzt schreien, dass die Unternehmen der Natural Running Bewegung Geld verdienen wollen: genau das haben die Unternehmen damals ebenso getan, indem sie den Läufern verkauften, dass die Schuhe immer mehr Dämpfung und Sprengung benötigten. Logischerweise mussten die Schuhe dadurch auch teurer werden.

Ich hab in meinem letzten Beitrag schon differenziert, lesen kannst du ja vielleicht. Mir, und offensichtlich auch meinen Eltern, Lehrern und Freunden, wurde es Kind und Jugendlicher ein Bewegungsablauf eingetrichtert, der sich damals komisch angefühlt hat. Aber mit den Schuhen war das für die meisten wohl tolerierbar und sie haben sich dran gewöhnt. Ich musste aufgrund von Knieproblemen mit dem Laufen aufhören. Erst Jahre später hab ich wieder angefangen und, als damals dauerknapper Student, die Laufschuhe weg gelassen. Der anerzogene Bewegungsablauf hat mir schon nach wenigen Schritten Kopfschmerzen bereitet, da jeder Schlag bis in die Schädeldecke zog. Aus meiner Sicht habe ich meinen Laufstil dann geändert - oder die erste Änderung rückgängig gemacht, wie man es sehen will.

Nochmals, ich laufe die Mehrzahl der km in normalen Laufschuhen und das hat gute Gründe. Aber manchmal ohne Schuhe auf einer Rasenfläche zu laufen kann einem die Augen öffnen. Wenn man dabei den Laufstil, den man in gedämpften Schuhen hat, aus Schmerzen nicht lange aushalten kann - ja, dann macht man was falsch.

su.pa 01.02.2020 08:29

Grunsätzlich gebe ich Dir recht. Kinder laufen auf dem Vorfuß und auch mir wurde in der Schule erklärt, dass man über die Ferse abrollen solle. Der Gipfel der Unnatürlichkeit sind für mich diese Massai-Schuhe, wo man so einen halben Ball unter der Sohle hat und so gingen angeblich die Massai. Also was ich von denen Fotos gesehen habe, haben die ganz normale Füße :Lachanfall:

Aber geh doch mal runter vom Gas. Deine Arne-Anmache wirkt auf mich schon fast aggressiv... (mag auch (hoffentlich) am geschriebenen Wort liegen)

Klugschnacker 01.02.2020 10:07

Zitat:

Zitat von adaniya (Beitrag 1508481)
Lies wenigstens den Rest meines Beitrags auch und beschäftige dich mit der Thematik, bevor du sarkastisch und besserwisserisch wirst.

:)
Ich habe mich durchaus mit der Thematik beschäftigt. Ich habe auch den Rest Deines Beitrags gelesen, in dem Du Deine Meinung darüber äußerst, wie barfüßige Kinder und wie Elite-Mittel- bzw. Langstreckler laufen würden.

Hier geht es nach meinem Verständnis jedoch nicht um barfuß laufende Kinder und nicht um Bahnläufer der Weltklasse. Würden wir hier über Trittfrequenzen beim Zeitfahren diskutieren, wäre ein Verweis auf die Trittfrequenzen von Kindern oder Weltklasse-Sixdays-Profis ebenfalls nicht ausschlaggebend.

Wenn Du der Meinung bist, dass die Lauftechnik einer ganz bestimmten Gruppe (barfüßige Kinder, Bahnläufer) ein Leitbild sei für eine ganz andere Gruppe, nämlich 80kg schwere Triathleten, die ermüdet einen 5er- oder 6er-Schnitt laufen, müsstest Du das belegen. Es gibt nämlich überzeugende Belege für das Gegenteil. Ich kann aber persönlich nichts dafür.

Zitat:

Zitat von adaniya (Beitrag 1508481)
Nochmals, ich laufe die Mehrzahl der km in normalen Laufschuhen und das hat gute Gründe. Aber manchmal ohne Schuhe auf einer Rasenfläche zu laufen kann einem die Augen öffnen. Wenn man dabei den Laufstil, den man in gedämpften Schuhen hat, aus Schmerzen nicht lange aushalten kann - ja, dann macht man was falsch.

Warum macht man dann was falsch? Warum sollte man auf Asphalt in gedämpften Laufschuhen dieselbe Lauftechnik anwenden, die man für wenige hundert Meter barfuß auf einem Rasen anwendet?

Stefan 01.02.2020 11:38

Zitat:

Zitat von adaniya (Beitrag 1508481)
Mir wurde als Kind von Eltern und Sportlehrern beigebracht, beim Laufen über die Ferse abzurollen und die schöne Dämpfung des Schuhs unter der Ferse zu nutzen, damit es nicht schmerzt.

Damit bist Du dann wohl eher ein Einzelfall. Meine Eltern z.B. haben mir nie gesagt, dass ich bewusst über die Ferse laufen soll. Wozu auch? Ich hatte Deinen Beiträg vor unserer morgendlichen Laufrunde gelesen und meine Mitläufer/innen gefragt, wie es bei ihnen so war. Die wurden auch alle nicht zum Fersenlauf erzogen.

Zitat:

Zitat von adaniya (Beitrag 1508481)
genau das haben die Unternehmen damals ebenso getan, indem sie den Läufern verkauften, dass die Schuhe immer mehr Dämpfung und Sprengung benötigten. Logischerweise mussten die Schuhe dadurch auch teurer werden.

Laut Profil bist Du 31. Ich, 45, verfolge den Laufschuhmarkt seit über 25 Jahren. In all den Jahren gab es immer auch leichte Laufschuhmodelle mit wenig Dämpfung und Sprengung.

Zitat:

Zitat von adaniya (Beitrag 1508481)
Nochmals, ich laufe die Mehrzahl der km in normalen Laufschuhen und das hat gute Gründe. Aber manchmal ohne Schuhe auf einer Rasenfläche zu laufen kann einem die Augen öffnen.

Und was kommt dabei raus, wenn es Dir die Augen öffnet? Ich hab Fotos von 96/97, auf denen wir nach dem Bahnprogramm auf dem Rasen ohne Schuhe gelaufen sind, aber erleuchtet wurde ich dadurch nicht.

-------------
Gibt es Videos von Deinem Laufstil? Die würden mich wirklich interessieren.

Cube77 01.02.2020 13:10

Mein Physiotherapeut damals in Italien hat mir erklärt, dass mangelnde Körperspannung (ergo das Fehlen ausgebildeter und ausdauernder Stützmuskulatur) ein Grund für das "Fersenlaufen" sein könnte. In meinem Fall könnte das damals durchaus gestimmt haben.

Ich hatte ihn aufgesucht wegen starker Kniebeschwerden am Ende des Laufens, je länger die Strecke je stärker die Beschwerden. Bei einer Laufanalyse hat er spaßeshalber bemerkt, ich müsse einfach nur schneller laufen :Lachen2:

Da ich als "Fersenläufer" in fast 100% der Fälle mit durchgestrecktem Bein aufgekommen bin, wurden die Stöße natürlich zuerst im Knie, im lumbalen Rückenbereich aber sogar bis in den Schulterbereich durchgereicht (laut Physiotherapeut).

Er hat mir dann spezielle Übungen verordnet, Kniebeugen mit Thera-Band um die Knie, Übungen zur Stärkung der Stütz- und Haltemuskulatur, Ausdehnen des Piriformis und zusätzlich Schuhe mit zu starker Dämpfung im Fersenbereich erstmal nicht zu nutzen (er meinte, dass der Körper "automatisch" die weiche Fersendämpfung nutzt, um die fehlende Stützmuskulatur auszugleichen, da es energetisch "einfacher" ist).

Nach circa 3 Monaten konsequenter Übungen hat sich mein Laufstil von selbst geändert, ich laufe jetzt quasi unbewusst auf dem Vor- bzw. Mittelfuß, habe keine Knie- oder Rückenbeschwerden mehr, auch nicht bei längeren Strecken.

Anfänglich ging die Umstellung mit vermehrten Krämpfen in den Waden einher, insbesondere wenn ich vormittags Laufen war und abends Schwimmtraining hatte.
Mittlerweile fühle ich mich sehr wohl mit meinem Laufstil und habe keine Beschwerden mehr.

Man hat bei mir also nicht bewusst den Laufstil geändert, sondern die nötige Stütz- und Haltemuskulatur gestärkt (oder aufgebaut, da nicht vorhanden) und eine Änderung des Laufstil stellte sich damit automatisch ein ...

Saluti
Alex

papa2jaja 01.02.2020 13:17

Ich hab mich immer für einen "Fersenläufer" gehalten. Mein Sportlehrer im Gymnasium (vor über 50 Jahren) wollte, dass wir Vorfuß laufen, aber ich fand, das sich das eher für Sprints eignet.

Vor ca. zwölf Jahren hab ich dann mal im Urlaub meine Laufschuhe vergessen und bin in Socken auf ein Laufband.

Zu meiner Überraschung lief ich mit den Socken "Vorfuß", ohne es bewusst zu wollen. Später mit meinen Laufschuhen war alles wieder beim Alten.

Vor ca. 5 Jahren hab ich mir zufällig Schuhe mit sehr kleiner Sprengung gekauft (ich wusste damals gar nicht, was Sprengung ist). Und siehe da, ich hatte plötzlich das Gefühl, mit dem ganzen Fuß aufzutreten, nicht mit der Ferse.

Wie es nun genau war, ist mir egal. Worauf ich hinaus will ist, dass man nach meiner Erfahrung unter unterschiedlichen Bedingungen eventuell ganz natürlich unterschiedliche Laufstile anwendet, wie es halt zu den Bedingungen passt. Schuh und Bodenbelag können dabei sicher eine Rolle spielen. Und keiner der Stile muss meiner Meinung nach "falsch" sein, wie die Videos der Topathleten ja zeigen (ist übrigens auch beim Schwimmen so).

sabine-g 01.02.2020 16:10

Zitat:

Zitat von Pippi (Beitrag 1508263)
Wenn man halt auf der Ferse läuft, kann man dies nicht merken, dies funktioniert eigentlich nur beim Vorfusslaufen. Bei leichten Anstiegen kann man dies sicher nutzen, bei steilen Anstiegen sieht es anders aus. Schwerkraft ist für mich nicht so der passende Begriff. Auch nicht Erdanziehungskraft. Sondern ich würde es fallen lassen, bezeichnen.


ich finde du läufst stinknormal:
https://www.instagram.com/p/BvY3FjYIDUk/

Stefan 01.02.2020 16:21

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1508582)
.....

Jetzt noch ein Videolink von adaniyas Laufstil und Du bist mein Held :)

Pippi 01.02.2020 16:26

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Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1508582)
ich finde du läufst stinknormal:
https://www.instagram.com/p/BvY3FjYIDUk/

Stimmt, sieht dort nicht gut aus. Bin dort selber erschrocken. Jetzt sieht es wieder besser aus, indem ich meine Cadenz hochgeschraubt habe. Hier ein Video von letzter Woche: https://www.youtube.com/watch?v=WkgoSpBXAyI

sabine-g 01.02.2020 16:41

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1508588)
Jetzt noch ein Videolink von adaniyas Laufstil und Du bist mein Held :)

gerne.

guckst du

Stefan 01.02.2020 17:22

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1508591)
gerne.....

Die Fotos von Podersdorf hatte ich auch nach einem Klick auf "Suche alle von adaniya erstellten Themen" innerhalb kürzester Zeit. Danke trotzdem.


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