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lonerunner 17.01.2020 23:14

Zitat:

Zitat von repoman (Beitrag 1505764)
Ich hatte es in einem anderen Thread auch schon mal geschrieben, meine Bestzeit im HM bin ich letztes Jahr mit 58 J. gelaufen (waren lt. Uhr aber nur 20,8 km) Zeit war 1:20:29, jetzt beim Silvesterlauf konnte ich auch die 10km in 3:51 min/km laufen. Ich wiege ca. 72-73 kg bei 180cm. Bin selbst erstaunt, dass es bei mir immer noch so gut läuft.:cool:

Ich laufe pro Woche ca. 40 - 65 km (Winter weniger, Sommer etwas mehr) und mache keine GA1 Läufe mehr, das sind für mich Junk-Miles, dafür habe ich keine Zeit. Ich laufe auch selten weniger als 14 km und baue fast immer Intervalle, Fahrtspiel, Hügelsprints ein. Wie Sabine schon mal irgendwo gesagt hat: Keep ist simple, immer volle Pulle:Lachanfall: Training kann so einfach sein.:Cheese:

Krafttraining und Lauf-ABC mache ich übrigens nicht, habe ich mir aber jetzt auch wieder vorgenommen.

Mit 40-65km pro Woche immer volle Pulle würde ich mich ziemlich sicher abschießen...

lonerunner 17.01.2020 23:16

Zitat:

Zitat von Tilly (Beitrag 1505761)
Lonerunner,
ist es der Puls, der zu hoch ist, oder kannst Du schnelleres Tempo muskulär nicht laufen?

Tilly

Der Puls bleibt im Rahmen, steuere aber auch eher nach Gefühl. Ich würde sagen eher muskulär.

triduma 17.01.2020 23:34

Bei dem Thema kann ich mich leider auch einreihen.:(
Ich werde bald 58 und an Bestzeiten denke ich natürlich schon lange nicht mehr.
Was mir sehr zu schaffen macht ist das auch das GA Tempo mit jedem zusätzlichen Jahr langsamer wird.
Vor 10 Jahren war ein lockerer Ga Lauf für mich immer in 4:20 bis 4:30 Tempo.
Jetzt muss ich mich schon anstrengen wenn ich einen Lauf unter 5min/km mache.
Meistens pendelt das Tempo zwischen 5:05 und 5:15
Mein Gewicht ist das selbe wie vor 10 Jahren und die Kilometerumfänge auch.
Manchmal geht mir das schon sehr auf die Psyche. :(
Andererseits weis ich das das Jammern auf hohem Niveau ist und ich bin dankbar das ich in dem Alter noch so laufen kann. :)

Thorsten 17.01.2020 23:43

Da kann ich ja fast schon froh sein, dass mir die Knie mit 48 ein (beinahe-)Lauf-Ende beschert haben und ich durch diese Form der zweiten Midlife-Crisis nicht mehr durch muss ;). Da ich jetzt nur noch ab und zu und nur bis zu 5 km weit laufe, stellt sich die Frage nach Vergleichen mit früher einfach nicht.

lonerunner 18.01.2020 00:15

Zitat:

Zitat von triduma (Beitrag 1505789)
Bei dem Thema kann ich mich leider auch einreihen.:(
Ich werde bald 58 und an Bestzeiten denke ich natürlich schon lange nicht mehr.
Was mir sehr zu schaffen macht ist das auch das GA Tempo mit jedem zusätzlichen Jahr langsamer wird.
Vor 10 Jahren war ein lockerer Ga Lauf für mich immer in 4:20 bis 4:30 Tempo.
Jetzt muss ich mich schon anstrengen wenn ich einen Lauf unter 5min/km mache.
Meistens pendelt das Tempo zwischen 5:05 und 5:15
Mein Gewicht ist das selbe wie vor 10 Jahren und die Kilometerumfänge auch.
Manchmal geht mir das schon sehr auf die Psyche. :(
Andererseits weis ich das das Jammern auf hohem Niveau ist und ich bin dankbar das ich in dem Alter noch so laufen kann. :)

Dass es sogar Dir so geht hätte ich nicht gedacht. Jammern auf hohem, sehr hohem Niveau kam mir aber auch gleich in den Sinn:Lachen2: , ich empfinde schon positiven Neid, wenn ich Deine Wettkampf Ergebnisse so verfolge:Blumen:

Nette1 18.01.2020 01:05

Kraft und Schnelligkeit im Alter -es geht auch etwas anders - Jens Peters hat im Dezember 19 dazu einen lesenswerten Erfahrungsbericht geschrieben. (Greif Online) Am Thema Kraft kommt keiner mehr vorbei.

NBer 18.01.2020 01:19

Zitat:

Zitat von Nette1 (Beitrag 1505800)
Kraft und Schnelligkeit im Alter ........Am Thema Kraft kommt keiner mehr vorbei.

jeder der mit sagen wir mal ü40 (natürlich individuell etwas unterschiedlich) mal mit jugendlichen auf dem rad einen berg hochgefahren ist weiss, dass die kraft nachlässt......mal einen berg hinuntergelaufen ist weiss, dass motorik/schnelligkeit nachlässt.
irgendwann kommt bei jedem der "fuck, wieso radeln/laufen die mir auf einmal alle weg"-moment.

FlyLive 18.01.2020 09:17

Sehr schönes Thema mit sehr interessanten persönlichen Erfahrungen :Blumen:

Ich stelle bei mir fest, das ich in den vergangenen 4-5 Jahren viel öfter mal mit Zipperlein hier und da zu tun habe. So ist gerade beim laufen, ein zielgerichtetes Training über Wochen und Monate kaum möglich.

Mit Stretching und den Ausweichmöglichkeiten ins Wasser, aufs Rad oder inzwischen ins Studio, schaffe ich es trotzdem fit zu bleiben.
Aber ohne echte Reize im Laufbereich, geht es selbstverständlich rückwärts.

Ich habe mich damit abgefunden und sortiere meine Leistung inzwischen mittels Zeitvergleich in der AK ein. So schwamm ich im letzten LD-Triathlon eine ,für mich, sehr schwache Zeit - 10 Minuten hinter meiner Erwartung ! - und war dennoch der schnellste von 16 AK Kollegen. Das änderte sich bis ins Ziel natürlich deutlich.


Für das laufen gilt inzwischen - es fühlt sich schnell an, weil es anstrengend ist -> ist aber deutlich langsamer als man dachte.

Lebemann 18.01.2020 10:05

Bin selbst noch grün hinter den Ohren. Habe aber in einem Laufbuch von Jack Daniels mal gelesen, dass man im fortgeschrittenen Alter nicht mehr so viel Intervalle Bolzen soll, sondern mehr im Bereich der Schwelle. Statt also einmal auf der Bahn sich die Beine zu zerstören, mehr sowas wie Cruise Intervalle und ein Tempodauerlauf. Den Rest des Trainings wäre dann locker.
Zusätzlich macht es sicher Sinn, zwei Krafteinheiten einzubauen. Auch hier nicht übertreiben. Training muss nicht zwangsweise weh tun.

Wie handhabt ihr das mit der Ernährung ? Verbraucht ihr merklich weniger wie früher bei gleichem Hunger ?

NBer 18.01.2020 11:07

Zitat:

Zitat von Lebemann (Beitrag 1505813)
......Wie handhabt ihr das mit der Ernährung ? Verbraucht ihr merklich weniger wie früher bei gleichem Hunger ?

was bei mir ab so mitte/ende 30 deutlich zu merken war....ich habe nicht mehr so gut verstoffwechselt und die verdauung dauert deutlich länger. früher war die letzte mahlzeit immer so 2h vor dem rennen, jetzt brauche ich da mindestens 3-4h. früher konnte ich essen was ich wollte und war immer ein hungerhaken, jetzt mit beginnender wohlstandsplauze (wobei ich natürlich auch nicht mehr so viel trainiere wie früher).

bubueye 18.01.2020 12:14

Ich muss schon sehr aufpassen was und wieviel ich esse. Wo ich früher ne riesen Portion hatte ohne das mein Gewicht sich änderte, so geht das heute nicht mehr. Es wird anstrengender, grade da ich gern esse. ;)
Thema Kraft: Das würd ich mal gerne angehen. Hab das bisher immer vernachlässigt, 3 x die Woche Freelethics, das wars. Gibt es dazu bestimmte Übungen, bzw haben wir hier im Forum denn schon Tipps für die "alten Säcke"?:dresche

Pippi 18.01.2020 13:23

Zitat:

Zitat von Lebemann (Beitrag 1505813)
Bin selbst noch grün hinter den Ohren. Habe aber in einem Laufbuch von Jack Daniels mal gelesen, dass man im fortgeschrittenen Alter nicht mehr so viel Intervalle Bolzen soll, sondern mehr im Bereich der Schwelle. Statt also einmal auf der Bahn sich die Beine zu zerstören, mehr sowas wie Cruise Intervalle und ein Tempodauerlauf. Den Rest des Trainings wäre dann locker.
Zusätzlich macht es sicher Sinn, zwei Krafteinheiten einzubauen. Auch hier nicht übertreiben. Training muss nicht zwangsweise weh tun.

Interessant. Besten Dank

Lebemann 18.01.2020 14:31

Beim Thema Krafttraining gibt es wie auch beim Ausdauertraining sooooo dermaßen viele Varianten. Es sollte auf dich angepasst sein. Freeletics ist ne super Sache, wenn Kraftausdauer und Gewichtsreduzierung das Ziel sind. Durch das Lauftraining sollten die Beinchen und das HKS eigentlich ausreichend belastet sein.
Mein Krafttraining, mit dem ich gute Erfahrung gemacht habe, sieht wie folgt aus (ca. 60min):

Warm-Up (20min):
10min Blackroll, Mobility Routine (such dir was auf YouTube ;-) )
10min HKS (beliebig, ein Mix aus Bodyweight - Liegestütze, Klimmzüge, Burpees, etc. und Cardio - Seilspringen, joggen, radeln, rudern, Schattenboxen etc.) -> Nicht Vollgas, bring den Körper in Schwung.
Hauptteil (20min)
2 schwere komplexe Übungen (aus den unten genannten vier) ausführen
3-4 Sätze 4-6mal
- Kniebeuge
- Kreuzheben
- Bankdrücken
- Schulterdrücken
Gewicht so wählen, dass die Übung sauber ausgeführt werden kann und noch eine Wiederholung gehen würde. Pause zwischen den Sätzen 2-3min.
Cooldown (20min)
10-15min Core/Bodyweight Training, auch gerne im Zirkel
5min statisches Dehnen, mit Recoveryshake

phonofreund 18.01.2020 20:38

Zitat:

Zitat von lonerunner (Beitrag 1505784)
:confused:

IRONIE!!!!!

rennmaus4444 19.01.2020 19:23

So, dann berichte ch (W55, aktuell, noch 56) auch noch über meine Erfahrungen in Sachen Lauftempo, Leistungszenit....

Angefangen habe ich in 2000 mit dem regelmäßigen Laufen. Bestzeiten entwickelten sich zwar nicht kontinuierlich, aber es ging tatsächlich erstaunlich lange bergauf mit den Bestzeiten!!
Alle fielen in die Periode nach den 3 Ironman (der letzte war 2010).
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass der Zenit der Leistung nach 10 Jahren erreicht wird, bei mir kam er zum Teil deutlich später :
Folgende Bestzeiten kamen heraus:
10 km: 0:46:16 (2011)
HM: 1:43 (2013)
Marathon: 3:35 (2016)

Vergleichen kann ich mich eigentlich nur mit den Mädels aus der gleichen AK, da versuche ich mich je nach Distanz halbwegs dort zu halten, wo ich immer schon war:Cheese:

Inzwischen geht es mir wie fast allen in dieser Altersklasse, da bin ich als Frau leider nicht ausgenommen.
Eigentlich zwickt immer irgendwo irgendetwas, und das ehemalige Wohlfühltempo ist heute deutlich fordernder als vor 5 Jahren.
Klar, immer mal Tempoeinheiten einbauen, um die Spritzigkeit zu fördern....netter Wunschtraum, meist kommt dann noch ein weiteres "Gebrechen" hinzu.
Immerhin halte ich mich gewichtstechnisch recht gut, aber auch bei mir hat eine Umverteilung stattgefunden, das Bäuchlein werde ich wohl nicht mehr los, die Oberschenkel sind "dicker" und auch "obenrum" wird "es" mehr.... Wohl alles zu Lasten der zurück gehenden Muskulatur.

Aber: Es könnte schlimmer sein :Blumen:

Mehr Gelassenheit statt Tempo, daran kann ich arbeiten :Lachanfall:

CiaoCiao rennmaus4444

mum 20.01.2020 16:56

Bin jetzt 52 und mit 20 den HM in 1.14 gelaufen.
Zwischen zeitlich "würde" ich wohl irgendwie bei 1.30 sein.

Schwimmen tue ich seit knapp 10 Jahren. Dort habe ich mich aber über die Zeit gesteigert. IM-Zeiten im 2007 um 1.14 - Jetzt traue ich mir eine 66 (oder so..) zu.
Bestzeit Swim im 2017 um 69.....
Als "Nichtschwimmer" im 2006 (Beginn Swim-Training auf IM...) regelmässig gesteigert.

Bike denke ich, dass ich nur "Müh" langsamer bin wie vor 10 Jahren.

Somit denke ich, dass ich über LD rund 15 Minuten langsamer sein werde (Best-Case) wie zu meinen besten Zeiten vor rund 10 Jahren. Dort war aber die PB auch "nur" ein tiefere 10 (Kurs IM Switzerland..).Trainingsumfänge sind ca. etwa ähnlich wie damals (jetzt ca. 7 bis 8 Stunden - wenns "wärmer" ist draussen max. um 12 bis 13 Stunden).

Vergleichszeiten ex Powerman Zofingen (10mal schon gefinished) ergeben etwa ähnliche Zeiten (auf der "Original-Strecke" rund 15 bis 30 Minuten langsamer wie "Bestzeiten...", wobei ich vor allem bei Laufen im Vergleich Zeit liegen lasse).

Nach 2 Jahren keine Wettkämpfe starte ich 2020 wieder an einem IM (Italy). Schaumemal was dort zeitmässig noch geht...


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 09:12 Uhr.

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