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LidlRacer 19.11.2019 16:42

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1494065)
Nun, ich habe ihn immer wieder überholt, während noch Leute Schlange standen zum Einsteigen, und er hat mich wiederum immer erst kurz vor der nächsten Haltestelle (weniger als 150 m), ca. 1 - 1,5 km weiter, wieder eingeholt. Und die Straße ist breit genug zum überholen, mit wenig Verkehr. Wenn der Bus eh gleich losfährt, warte ich ja normalerweise, aber nicht minutenlang.

Ok, dann hätte ich's genauso gemacht wie Du, und der Busfahrer hat wohl wirklich einen an der Waffel.

PabT 19.11.2019 18:49

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Zitat:

Zitat von Lebemann (Beitrag 1494027)
@Schwarzfahrer
In solchen Fällen darfst du gerne bei meinen Kollegen von der Polizei anrufen. Mit einer solchen Bedrohung sind wir im Strafrecht angekommen und der Busfahrer kann für solche Äußerungen neben einer Geldstrafe auch gerne mal seinen Job/seinen Führerschein verlieren. Nun könnte man meinen, ohh das will ich aber nicht. Irgendwann fährt so ein A*** einen um und man fragt sich nur...hätte man nicht früher intervenieren können.

Immerhin waren ja Zeugen dabei, da kann sich dann auch ein überlasteter Staatsanwalt nicht ganz so einfach drücken, wie er es bei mir gerne tut.

rennrob 19.11.2019 23:58

Zitat:

Zitat von Lebemann (Beitrag 1491659)
... Ja mit entsprechenden Instrumenten wäre das natürlich möglich. Nur wie soll das in der Praxis funktionieren? .....

Z.B. so: https://salzburg.orf.at/v2/news/stories/2873544/ :cool:

sybenwurz 20.11.2019 00:31

Zitat:

Zitat von rennrob (Beitrag 1494163)

Glaubst du, das will tatsächlich jemand in ner Form überprüfen, die dem Dosenlenker nahelegt, sich an die Regeln zu halten?
Ich lach mir nen Ast.
Das iss ja einer der Punkte in Germanien, dass die Gefahr, kielgeholt zu werden erstens lächerlich gering ist und zweitens wenn tatsächlich im Ausnahmefall, die Strafen genauso lächerlich gering sind.
Kumpels haben neulich in der Schweiz 400 Franken überreicht, weilse nach Meinung der Kontrollinstanz das Seil der Abreissbremse vom Anhänger nicht richtig eingehängt hatten.
Diskussionsgrundlage: nicht vorhanden.
Sofort Löhnen oder Auto inkl. Anhänger an Ort und Stelle abgeben.

Nicht, dass ich das jetzt im Falle so ner Lapalie (imho) aussergewöhnlich gutheissen würde, aber so funktionierts.
An nem sonnigen Sommersonntag kannste dir hier vor meiner (noch-) Haustür ne goldene Nase verdienen, wenn die Krawallbrüder mit ihren ausgeräumten Auspuffen und mit Glück nur doppelt so schnell wie erlaubt durchknallen;- interessiert keine Sau.
Nullo.
Alle Schaltjahr blitzense mal, immer an der gleichen Stelle und wenn man nicht komplett pennt, schon nen Kilometer vorher zu sehen, wenn man in den Ort fährt.
Lachplatte.
Mitm Fahrrad willste da nedd auf die Gasse, 'Freiwild' sag ich nur...

LidlRacer 20.11.2019 01:05



Radfahrer erzwingen mit Poolnudel Abstand

Lebemann 20.11.2019 01:38

Zitat:

Zitat von rennrob (Beitrag 1494163)

Wenn ich den Artikel richtig verstehe, wird die Messung mit einem
Fahrrad (vermutlich Polizeifahrrad ?!?) gemacht. Also kann ich den Verstoß nur gegenüber diesem einem Kollegen feststellen? Was soll das bringen ? Ich sehe keinen Mehrwert mit dem Fahrrad eine Verkehrsengstelle zu passieren, den Verkehr zu behindern und dann noch Geld für Fehlverhalten zu kassieren. Das ist abzocke...

@ Schwarzfahrer: tut mir leid für dich. Hast wohl nen scheiss Kollegen erwischt. Ne Vu Flucht liegt ja nichtmal vor. Kam ja nicht zum Unfall... man könnte höchstens eine Nötigung draus konstruieren, deren Erfolgsaussichten allerdings sehr sehr gering wären.

Bzgl des Busfahrers. Jo mir ist dein Gedankengang schon klar. Ich will dich nur dafür sensibilisieren was du tun könntest und welche Konsequenzen das mit sich bringen könnte (vorausgesetzt der Kollege macht sein Job richtig 😒)

jannjazz 20.11.2019 08:22

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1494173)

Als genehmigte Demo oder meinetwegen auch als ziviler Ungehorsam a la critical mass kann man das mal machen, ansonsten gilt auch für Radler $1 StVO. Sorry, habe am iPad keinen Paragraph gefunden. Money Talks.

sybenwurz 20.11.2019 09:16

Zitat:

Zitat von jannjazz (Beitrag 1494185)
...ansonsten gilt auch für Radler $1 StVO.

Sorry, erschliesst sich mir nicht.
Die visualisieren nur die 1,5m, die beim Überholen eh einzuhalten wären.
Damit wird keiner behindert oder genötigt imho...
Ist halt optisch ein bissl eindrucksvoller als diese früheren, zierlichen und 30cm langen 'Winkerkellen' zum Ausklappen am Gepäckträger, wie unsereiner sie noch von früher kennt.

Thorsten 20.11.2019 09:55

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1494170)
Kumpels haben neulich in der Schweiz 400 Franken überreicht, weilse nach Meinung der Kontrollinstanz das Seil der Abreissbremse vom Anhänger nicht richtig eingehängt hatten.
Diskussionsgrundlage: nicht vorhanden.
Sofort Löhnen oder Auto inkl. Anhänger an Ort und Stelle abgeben.

Oh ja, von dieser seit 1998 bestehenden Vorschrift mit der geschlossenen Öse und den zugehörigen Preisen habe ich im Sommer auch zufällig Kenntnis erlangt, als ich eigentlich im Netz auf der Suche nach einer 100er-Erlaubnis für Gespanne war. Habe mir dann gleich eine entsprechende Öse montiert.

Selbst 365d als Schweizer wusste davon nichts und hat seine nachträglich angebaute Kupplung vor einigen Jahren noch ohne jegliche Öse eingetragen bekommen (die damit aber nur für ungebremste Anhänger ausreichend wäre).

tandem65 20.11.2019 10:31

Zitat:

Zitat von Lebemann (Beitrag 1491659)
@Hafu: Ja mit entsprechenden Instrumenten wäre das natürlich möglich. Nur wie soll das in der Praxis funktionieren? Ich kann mir nicht vorstellen, dass wir eine Straße entlang filmen dürfen.

Wieso eigentlich nicht?
Bei Geschwindigkeit, Abstandsverstössen auf der Autobahn geht es doch auch oder gibt es das nur bei Alarm bei Natter 763.
Das ist wohl ehe so wie der Herr Sybenwurz schreibt. Da ist kein Wille um das durchzusetzen.
Lachen musste ich auch gerade als ich den Artikel über das Messgerät deiner Kollegen in Ö gelesen habe. knappes überholen ist kein Kavaliersdelikt. es ist mit Strafen ab 20,-€ zu rechnen.:Lachanfall: :Lachanfall:

jannjazz 20.11.2019 10:41

Zitat:

Zitat von sybenwurz (Beitrag 1494190)
Sorry, erschliesst sich mir nicht.

Es ist arrogant und belehrend und so das Gegenteil von "Vorsicht" und "Rücksicht" aus §1. Dazu kommt noch, dass sie von anderen Radlern gar nicht mehr überholt werden können. Ausserdem können sie nicht mehr abbiegen, schon gar nicht nach links.

MattF 20.11.2019 10:43

Zitat:

Zitat von jannjazz (Beitrag 1494210)
Dazu kommt noch, dass sie von anderen Radlern gar nicht mehr überholt werden können.



Ich würde ja mal behaupten, dass auch ein Radler beim Überholen eines Radlers 1.5m Abstand halten muss.

Lebemann 20.11.2019 10:53

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1494207)
Wieso eigentlich nicht?
Bei Geschwindigkeit, Abstandsverstössen auf der Autobahn geht es doch auch oder gibt es das nur bei Alarm bei Natter 763.
Das ist wohl ehe so wie der Herr Sybenwurz schreibt. Da ist kein Wille um das durchzusetzen.
Lachen musste ich auch gerade als ich den Artikel über das Messgerät deiner Kollegen in Ö gelesen habe. knappes überholen ist kein Kavaliersdelikt. es ist mit Strafen ab 20,-€ zu rechnen.:Lachanfall: :Lachanfall:

Filmen ist was anderes wie Fotografieren. Überfährst du eine Linie und bist zu schnell, wird der Blitzer ausgelöst. Im Längsverkehr findet eine indirekte Messung anhand von Zeitabständen zwischen zwei Fahrzeugen statt. Keine direkte Abstandsmessung.
Überholen ist ein etwas komplexerer Vorgang, bei dem das Ausscheren nach links, dem Überholmanöver selbst und das Einscheren nach rechts durchgeführt wird.

PS: Die Strafen sind allgemein recht lächerlich.

jannjazz 20.11.2019 11:01

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1494212)
Ich würde ja mal behaupten, dass auch ein Radler beim Überholen eines Radlers 1.5m Abstand halten muss.

Das ist auf keinem Radweg möglich, also herrscht dort Überholverbot.

felixb 20.11.2019 11:07

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1494212)
Ich würde ja mal behaupten, dass auch ein Radler beim Überholen eines Radlers 1.5m Abstand halten muss.

Nein der Überholabstand zwischen Radfahrern betrifft die Regelung nicht. Auch wenn es natürlich sinnvoll ist auch etwas Abstand zu halten. Aber die 1,5-2 m gehen ja auch vom Gefährdungspotential des Autos/LKW aus. Daher gibts dann auch kein Überholverbot auf Radwegen. Komischerweise ist das noch nicht reglementiert im Staate Deutschland.

https://www.adfc-nrw.de/kreisverbaen...adfahrern.html

Zitat:

Radfahrer, die sich gegenseitig überholen, müssen nicht die oben genannten großen seitlichen Abstände einhalten. Aufgrund ihrer geringeren Masse und meist auch Geschwindigkeit geht die Rechtssprechung hier von einer kleineren Gefahr aus. Eine Gefährdung des Überholten ist aber genauso auszuschließen. Notfalls ist das Überholen durch Klingeln anzuzeigen, ansonsten gilt auch hier: im Zweifel warten.

MattF 20.11.2019 11:11

Zitat:

Zitat von Lebemann (Beitrag 1494217)
Überholen ist ein etwas komplexerer Vorgang, bei dem das Ausscheren nach links, dem Überholmanöver selbst und das Einscheren nach rechts durchgeführt wird.

PS: Die Strafen sind allgemein recht lächerlich.



Problem vieler Autofahrer ist auch, dass sie viel zu spät ausscheren. Die haben vielleicht irgendwann man wirklich 1.5 m Abstand zu deiner Fahrspur aber erst 50 m vor dir :-)

Die ziehen an deinem Hinterrad raus und machen einen Bogen.

Lebemann 20.11.2019 11:24

Wenn wir gescheite Kontrollmechanismen (gescheite Technik, geschultes und ausreichendes Personal) und schmerzhafte Strafandrohungen hätten, könnte man langfristig eine Entwicklung erwarten. Mit den derzeitigen mir bekannten Mitteln und Strafen, bleibt das Ganze einfach lächerlich.

Fang ich auf einer normalen Schicht an, Handyverstöße zu kontrollieren, bin ich den Rest des Tages nicht weiter Einsatzbereit für "sorry - richtige Einsätze"

Hafu 20.11.2019 11:39

Ich glaube, das wird sich ändern.

Im Augenblick mag Deutschland (auch in den Augen der Politik, die ja für Gesetzgebung und Kontrolle der Exekutive zuständig ist) noch ein Autofahrernation sein, aber die Autofahrernation hat ein absehbares Verfallsdatum.

Das Alter des durchschnittlichen Neuwagenkäufers steigt seit vielen Jahren und liegt mittlerweile über 60, wie ich neulich gelesen habe!
Autofahrer sterben vielleicht nicht direkt aus, aber die emotionale Bedeutung die ein PKW als "ein Stück Freiheit" jahrelang hatte, nimmt stark ab.

Für jüngere Leute ist ein PKW einfach ein Transportmittel und kein Statussymbol mehr und wer in der Stadt wohnt verzichtet immer häufiger komplett auf ein eigenes Auto. Und je mehr Wähler ein derartig entspanntes Verhältnis zu Autos entwickeln, desto mehr wird auch die unsinnige Bevorzugung des Autos in der Verkehrspolitik abnehmen.

Ob der nächste deutsche Kanzler Baerbock oder Habeck heißt: ein allgemeines Tempolimit auf Autobahnen wird auf alle Fälle kommen und wenn es allgemeiner gesellschaftlicher Konsens werden sollte, dass Radfahrer im Verkehr rücksichtsvoller behandelt werden sollten, dann wird auch die Polizei entsprechende Vorschriften/ Gesetze früher oder später mit welchen technischen Hilfsmitteln auch immer umsetzen.

felixb 20.11.2019 11:51

Da gebe ich dir zwar Recht Hafu, aber das bezieht sich wahrscheinlich eher auf den städtischen Bereich.

Wohne eher ländlich - je nach Perspektive extrem ländlich. Natürlich haben einige jüngere nicht mehr SO den Bezug zum Auto. Aber das Auto ist hier absolut notwendig für die aller, allermeisten. Die Notwendigkeit macht aus den meisten "Gegnern" dann doch ziemlich schnell "Benutzer". Denn auf dem Land kommt hinzu: die Pendelstrecken sind oft viel größer, weil es auch nicht so viele Arbeitgeber gibt und die - wenn denn dann - zentralisiert angesiedelt sind.

Das Statussymbol mag nicht mehr ganz so ausgeprägt sein. Das Statussymbol bei ziemlich vielen Vertretern & Dienstwagenfahrern hier in der Gegend ist aber nach wie vor ungebrochen. Aber auch jeder andere "Normalo" fährt hier nicht Rad & Co, eben weil es noch einige hässliche Hügel gibt und keinerlei, wirklich keinerlei nennenswerte Infrastruktur abseits vom Verkehrschaos im Berufsverkehr.

Bin daher ganz bei Lebemann, denn das ist das Problem Nr #1 vor allem hier. Es gibt nicht nur extrem viel gestressten Pendelverkehr, es gibt auch keine Polizei mehr. Gegenüber vor 5-7 Jahre gibt es nicht mal mehr an "den üblichen" Stellen Blitzer, geschweige denn Kontrollen. Der Verkehrsraum ist vermutlich mangels Personal völlig unkontrolliert. Die Auswüchse sehe ich ständig bei meiner eigenen Pendelei, die ich (30 km one way) gerne mit dem Rad erledigen würde, was aber ohne große Umwege = Extrakilometer halbwegs unüberfahren werdend nicht möglich ist.
Gerade auf dem Land wird das noch dauern, sofern die Landflucht nicht noch größer wird. Die Verkehrsdichte steigt jedenfalls ziemlich - auch natürlich die Unfälle und die Staus, die auf benachbarten Autobahnen entstehen. Die Umfahrungen durch Navi & Co kann man dann immer wieder bewundern.

Ich glaube ohne entsprechende Kontrollen, Konsequenzen (Geld, Autoeinzug in krassen Fällen) und auch Aufklärung wird das nix. Auch wenn man mittlerweile über den 7. Sinn im TV der alten Tage lacht: aber so blöd war das vom Grundsatz gar nicht. Jedenfalls solange man das Frauenbild der alten Tage komplett ausklammert.

be fast 20.11.2019 20:59

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1494240)
...

Für jüngere Leute ist ein PKW einfach ein Transportmittel und kein Statussymbol mehr und wer in der Stadt wohnt verzichtet immer häufiger komplett auf ein eigenes Auto. Und je mehr Wähler ein derartig entspanntes Verhältnis zu Autos entwickeln, desto mehr wird auch die unsinnige Bevorzugung des Autos in der Verkehrspolitik abnehmen.

...

Ernsthaft? Du meinst doch aber nicht, dass das für größere Städte gilt. Da ist nämlich genau das Gegenteil der Fall. Da sind Autos mit mehr als 500 PS keine Seltenheit mehr. Einfach mal mit dem Stichwort "Autoposer" oder "Mercedes AMG" mal googeln...:) :Huhu:

mamoarmin 21.11.2019 10:22

Zitat:

Zitat von be fast (Beitrag 1494363)
Ernsthaft? Du meinst doch aber nicht, dass das für größere Städte gilt. Da ist nämlich genau das Gegenteil der Fall. Da sind Autos mit mehr als 500 PS keine Seltenheit mehr. Einfach mal mit dem Stichwort "Autoposer" oder "Mercedes AMG" mal googeln...:) :Huhu:

Die jüngeren aus meiner Nachbarschaft brauchen alle kein Auto, weil die Eltern überall den Fahrservice zur Verfügung stellen...:-) aufm Land wird man sicherlich noch weiter selbst ein KFZ besitzen müssen...

Ich werde, da meine Frau drauf besteht, mir auf jedenfall zwei Videokameras installieren, einfach um im Falle des Falles wenigsten ne Aufzeichnung zu haben.

mamoarmin 21.11.2019 10:23

Zitat:

Zitat von be fast (Beitrag 1494363)
Ernsthaft? Du meinst doch aber nicht, dass das für größere Städte gilt. Da ist nämlich genau das Gegenteil der Fall. Da sind Autos mit mehr als 500 PS keine Seltenheit mehr. Einfach mal mit dem Stichwort "Autoposer" oder "Mercedes AMG" mal googeln...:) :Huhu:

Diese Klientel ist sicherlich nicht in der Mehrheit. Ich stimme insofern HAFU zu.

mamoarmin 21.11.2019 10:31

Zitat:

Zitat von Lebemann (Beitrag 1494027)
@Schwarzfahrer
In solchen Fällen darfst du gerne bei meinen Kollegen von der Polizei anrufen. Mit einer solchen Bedrohung sind wir im Strafrecht angekommen und der Busfahrer kann für solche Äußerungen neben einer Geldstrafe auch gerne mal seinen Job/seinen Führerschein verlieren. Nun könnte man meinen, ohh das will ich aber nicht. Irgendwann fährt so ein A*** einen um und man fragt sich nur...hätte man nicht früher intervenieren können.

HM, schon gemacht, Antwort Deiner Kollegen"ja und was sollen wir machen" Verläuft eh im Sande, sind Sie zu schaden gekommen, nein...na dann...ist doch alles gut...ich sage, er steht hier und droht mir mich umzubringen..." Vorbeikommen können wir eh nicht.....es ging um einen Fahrer der mich an rechts vor links in 30er zone, fast umgeballert hat, ich hatte dann die Hand gehoben, da kam er zurück und drohte mir mich tot zu machen...
Bekannten ging es ähnlich.....was dann wieder an der grauseligen Personalsituation liegt...

Lebemann 21.11.2019 13:16

Das tut mir sehr leid, dass ihr solche Erfahrungen gemacht habt. Das Androhen eines Verbrechens ist eine Straftat (§241StGB). Töten (Mord/Totschlag) ist definitiv ein Verbrechenstatbestand. Daher MUSS die Polizei dies ermitteln. Merk dir den Namen und beschwer dich über die faulen Kollegen. Auf die hab ich auch kein Bock...

PabT 21.11.2019 15:02

Zitat:

Zitat von Lebemann (Beitrag 1494494)
Das tut mir sehr leid, dass ihr solche Erfahrungen gemacht habt. Das Androhen eines Verbrechens ist eine Straftat (§241StGB). Töten (Mord/Totschlag) ist definitiv ein Verbrechenstatbestand. Daher MUSS die Polizei dies ermitteln. Merk dir den Namen und beschwer dich über die faulen Kollegen. Auf die hab ich auch kein Bock...

Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus lassen sich mehrere Punkte, sofern kein Notfall vorliegt, ohne Notruf einfacher regeln:
-Beschuldigten fotografieren (bei "Recht am eigenen Bild!-Blabla" müde lächeln), das spart den Stress bei der Personenbeschreibung, außerdem sind Geo-Daten und Datum/Uhrzeit auch gleich gespeichert
-Zeugen ansprechen, Telefonnummern/Mail-Adressen austauschen
-Das Ganze dann über die Onlinewache einreichen - steht kein Beamter am Tresen, der das dann "eigentlich nicht so schlimm" findet, sondern es wird automatisch eine Akte angelegt.

Alternativ: die 110 hat immer sofort jemanden geschickt, wenn ich erklärte, gerade eine vorläufige Festnahme gem. 127 (1) StPO vorgenommen zu haben. Da der Busfahrer sicher kein persönlicher Bekannter war, wäre das wohl durchaus angemessen gewesen. Und die Zeugen sind dann auch kein Thema.

Hafu 21.11.2019 15:14

Zitat:

Zitat von PabT (Beitrag 1494528)
Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus lassen sich mehrere Punkte, sofern kein Notfall vorliegt, ohne Notruf einfacher regeln:
-Beschuldigten fotografieren (bei "Recht am eigenen Bild!-Blabla" müde lächeln), das spart den Stress bei der Personenbeschreibung, außerdem sind Geo-Daten und Datum/Uhrzeit auch gleich gespeichert
-Zeugen ansprechen, Telefonnummern/Mail-Adressen austauschen
-Das Ganze dann über die Onlinewache einreichen - steht kein Beamter am Tresen, der das dann "eigentlich nicht so schlimm" findet, sondern es wird automatisch eine Akte angelegt.
...

Danke für den Tip:Blumen:

Lebemann 21.11.2019 17:12

Zitat:

Zitat von PabT (Beitrag 1494528)
Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus lassen sich mehrere Punkte, sofern kein Notfall vorliegt, ohne Notruf einfacher regeln:
-Beschuldigten fotografieren (bei "Recht am eigenen Bild!-Blabla" müde lächeln), das spart den Stress bei der Personenbeschreibung, außerdem sind Geo-Daten und Datum/Uhrzeit auch gleich gespeichert
-Zeugen ansprechen, Telefonnummern/Mail-Adressen austauschen
-Das Ganze dann über die Onlinewache einreichen - steht kein Beamter am Tresen, der das dann "eigentlich nicht so schlimm" findet, sondern es wird automatisch eine Akte angelegt.

Alternativ: die 110 hat immer sofort jemanden geschickt, wenn ich erklärte, gerade eine vorläufige Festnahme gem. 127 (1) StPO vorgenommen zu haben. Da der Busfahrer sicher kein persönlicher Bekannter war, wäre das wohl durchaus angemessen gewesen. Und die Zeugen sind dann auch kein Thema.

Sehr gerne auch auf diese Weise. Ich bin nur gerade nicht im Bilde, ob jedes Bundesland bereits sowas eingerichtet hat. Bei uns (SL) gibts das seit knappen 1,5 Jahren. Daher wird's das wohl überall geben ?!? :Lachanfall:
Vorläufige Festnahme ist so ein heikles Thema. Je nachdem, wer da im Bus hockt, kann das auch nicht gerade ungefährlich für dich selbst werden. Wenn du dir das zutraust, ok :Blumen:

Achja bevor ich es vergesse. Wir reden hier von der Bedrohung oder sonstigen Straftaten. Bei einem zu engem Überholen den Busfahrer anzuhalten und dir vorläufige Festnahme zu erklären... Nope... das wäre dann eher eine Freiheitsentziehung, da eine Ordnungswidrigkeit (nicht genügend Seitenabstand) KEIN Festnahmegrund ist

PabT 21.11.2019 17:21

Zitat:

Zitat von Lebemann (Beitrag 1494569)
Achja bevor ich es vergesse. Wir reden hier von der Bedrohung oder sonstigen Straftaten. Bei einem zu engem Überholen den Busfahrer anzuhalten und dir vorläufige Festnahme zu erklären... Nope... das wäre dann eher eine Freiheitsentziehung, da eine Ordnungswidrigkeit (nicht genügend Seitenabstand) KEIN Festnahmegrund ist

Ja, der Hinweis ist nicht ganz unwichtig. Allerdings genügt es in 90% der Fälle ja, auf den zu geringen Abstand hinzuweisen, damit die OWi mindestens um eine immerhin auf Antrag strafbare Beleidigung ergänzt wird. :Cheese:

Lebemann 21.11.2019 17:54

Ich merk schon, du lässt es im Zweifel drauf ankommen.

Charmant :Blumen:

be fast 21.11.2019 22:55

Zitat:

Zitat von mamoarmin (Beitrag 1494446)
Diese Klientel ist sicherlich nicht in der Mehrheit. Ich stimme insofern HAFU zu.

Kommt mal in die Stadt ihr Landburschen. Der Arzt vom Chiemsee hat leicht reden! :Huhu: :Lachen2:

Hafu 22.11.2019 07:39

Zitat:

Zitat von be fast (Beitrag 1494363)
...Du meinst doch aber nicht, dass das für größere Städte gilt. Da ist nämlich genau das Gegenteil der Fall. Da sind Autos mit mehr als 500 PS keine Seltenheit mehr. Einfach mal mit dem Stichwort "Autoposer" oder "Mercedes AMG" mal googeln...:) :Huhu:

Zitat:

Zitat von be fast (Beitrag 1494612)
Kommt mal in die Stadt ihr Landburschen. Der Arzt vom Chiemsee hat leicht reden! :Huhu: :Lachen2:

Glaubst du, ich hab 'mir den obigen von dir angezweifelten Beitrag ausgedacht , dass für junge Leute das Auto nicht mehr ansatzweise den Stellenwert hat, wie vor 30 oder 40 Jahren und dass die Neuwagenkäufer immer älter werden?:Huhu:

Hier ist z.B. eine Quelle dafür

Ich hab zwei Kinder mit 22 und 19, die in der Großstadt wohnen und beide kein Auto haben. Auch in deren Freundes- und Bekanntenkreis ist es eher unüblich, ein Auto zu haben.

Natürlich gibt es den einen oder anderen jungen Deutschtürken, der einen "AMG-Mercedes" fährt, aber das sind Ausnahmen. Googeln ersetzt keine Statistik.

PabT 22.11.2019 08:09

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1494632)
Glaubst du, ich hab 'mir den obigen von dir angezweifelten Beitrag ausgedacht , dass für junge Leute das Auto nicht mehr ansatzweise den Stellenwert hat, wie vor 30 oder 40 Jahren und dass die Neuwagenkäufer immer älter werden? [...]

Natürlich gibt es den einen oder anderen jungen Deutschtürken, der einen "AMG-Mercedes" fährt, aber das sind Ausnahmen. Googeln ersetzt keine Statistik.

Wie so vieles hängt das sicher auch mit persönlichem Umfeld und der eigenen Bildung zusammen. Selbst die Ruheständler aus unserer Siedlung fahren mittlerweile nur noch sehr kleine Kfz, wenn nicht gar Liegerad oder Pedelec, nur die osteuropäische Witwe bleibt beim Benz. Auch wir mit unseren vier Kindern sind jahrelang ohne Auto ausgekommen und fahren jetzt für die wenigen fahrraduntauglichen Strecken einen alten Golf.

Mein pendelnder Bandkollege gleicht mit Fahrrad und Bahncard 100 den hohen Verbrauch seines Wohnmobils aus, viele meiner jüngeren Arbeitskolleg*innen nutzen Carsharing-Angebote.
Fußball ist als Pausengesprächsthema geblieben, Autos sind aber schon lange kein Ausdauerfachsimpelstoff mehr.

Bei uns ist allerdings die Parkplatzsuche die Hölle und die Stadtbahnhaltestelle direkt vor dem Büroeingang, das mag ein wenig färben.

Lebemann 22.11.2019 09:05

Weniger moderne, sichere Fahrzeuge mit entsprechenden Assistenten, dafür mehr Fahrzeug gesamt. https://www.kba.de/DE/Statistik/Fahr...zeitreihe.html

mamoarmin 22.11.2019 09:07

Zitat:

Zitat von PabT (Beitrag 1494528)
Aus meiner persönlichen Erfahrung heraus lassen sich mehrere Punkte, sofern kein Notfall vorliegt, ohne Notruf einfacher regeln:
-Beschuldigten fotografieren (bei "Recht am eigenen Bild!-Blabla" müde lächeln), das spart den Stress bei der Personenbeschreibung, außerdem sind Geo-Daten und Datum/Uhrzeit auch gleich gespeichert
-Zeugen ansprechen, Telefonnummern/Mail-Adressen austauschen
-Das Ganze dann über die Onlinewache einreichen - steht kein Beamter am Tresen, der das dann "eigentlich nicht so schlimm" findet, sondern es wird automatisch eine Akte angelegt.

Alternativ: die 110 hat immer sofort jemanden geschickt, wenn ich erklärte, gerade eine vorläufige Festnahme gem. 127 (1) StPO vorgenommen zu haben. Da der Busfahrer sicher kein persönlicher Bekannter war, wäre das wohl durchaus angemessen gewesen. Und die Zeugen sind dann auch kein Thema.

merci

triduma 22.11.2019 16:48

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1494632)
Ich hab zwei Kinder mit 22 und 19, die in der Großstadt wohnen und beide kein Auto haben. Auch in deren Freundes- und Bekanntenkreis ist es eher unüblich, ein Auto zu haben.

Ich wohne auf dem Land in einer Kleinstadt mit ca. 8000 Einwohnern.
Ohne Auto bist du hier total aufgeschmissen. :(
Großer Wocheneinkauf ohne Auto geht gar nicht.
Wir haben ja nicht mal mehr einen Bahnanschluss.
Wenn ich zum nächsten Bahnhof will der ca. 20 km entfernt ist wird das schon zu einem großen Problem.:(
Ich müsste z.B. in zwei Wochen an einem Freitag früh um 5:30 Uhr beim Bahnhof sein damit ich mit der Bahn zum Flughafen nach München komme. Da fährt kein Taxi und kein öffentliches Verkehrsmittel.

Hafu 22.11.2019 17:51

Zitat:

Zitat von triduma (Beitrag 1494763)
Ich wohne auf dem Land in einer Kleinstadt mit ca. 8000 Einwohnern.
Ohne Auto bist du hier total aufgeschmissen. :(
Großer Wocheneinkauf ohne Auto geht gar nicht.
Wir haben ja nicht mal mehr einen Bahnanschluss.
Wenn ich zum nächsten Bahnhof will der ca. 20 km entfernt ist wird das schon zu einem großen Problem.:(
Ich müsste z.B. in zwei Wochen an einem Freitag früh um 5:30 Uhr beim Bahnhof sein damit ich mit der Bahn zum Flughafen nach München komme. Da fährt kein Taxi und kein öffentliches Verkehrsmittel.

Ich wohne ja auch auf dem Land (25km zum Schwimmbad, 15km zum Bahnhof), aber dass es ohne Auto hier gar nicht geht, würde ich nicht bestätigen. Manche Sachen sind mit Auto halt bequemer (und wir haben ja auch eines:Blumen: ). Wir benutzen das Auto, um einmal in der Woche größere Einkäufe zu erledigen, um ebenfalls einmal in der Woche ins Schwimmtraining zu fahren und am Wochenende für Fahrten zum Wettkämpfen.

Im Sommer haben wir aber auch den Wochenendeinkauf oft mit zwei Anhängern (unseren ehemaligen Kinderanhängern) erledigt. Geht genauso und passt auch alles dort rein. Könnte man auch im Winter machen, ist halt unbequemer.

Zum Bahnhof, in die Arbeit, zur Schule fährt bei uns jeder prinzipiell mit dem Rad.

Unter dem Strich ist halt Autofahren nach wie vor zu billig in der Summe von Steuer, Versicherung, Treibstoff und Wertverlust, so dass es kaum einen praktischen Grund gibt (von Umweltargumenten mal abgesehen) die Existenz eines eigenen PKWs zu hinterfragen.

Wenn man aber die eigenen Fahrten und denkbare Alternativen wie Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel mal analysiert, gibt es wenige Besorgungen, die ein gesunder Erwachsener nicht auch ohne Auto erledigen könnte.

Wir sind im Frühjahr, als unser Sohn mal mit dem Familienauto unterwegs war auch mit dem Bus in die 15km entfernte Loipe nach Reit-im-Winkl gefahren ( Busse fahren bei uns wie üblich auf dem Land natürlich, wie bei dir vermutlich auch nur etwa einmal pro Stunde, aber das ist dann ja letztlich nur eine Frage der Organisation). Beim bequemen und unkomplizierten Bus fahren (im abgesehen von ein paar Flüchtlingsdauergästen leeren Bus) hatten wir uns dann überlegt, warum wir das nicht öfter machen (normalerweise hätte wir diese Fahrt zur Loipe mit dem Auto erledigt, wenn es verfügbar gewesen wäre). Die (selbst gegegebene) Antwort war, dass die Busfahrt mit 12€ für zwei Personen rund dreimal so teuer wie der Sprit für die gleiche Strecke war.
Womit man wieder beim oben erwähnten Ausgangspunkt angelangt ist: Autofahren ist letztlich zu billig (und öffentliche Verkehrsmittel evt. auch zu teuer). Allerdings habe ich vorgestern einen Artikel über eine andere bayerische Provinz gelesen, in der Busse kostenlos sind und trotzdem kaum genutzt werden, weil die meisten lieber bequem bleiben und das Auto nutzen.

Harm 22.11.2019 19:16

was mich an der Diskussion hier persönlich freut ist, daß sie überaupt geführt wird. :Huhu:
Denkt mal alle 20 Jahre zurück. Da hätte niemand das Auto in Frage gestellt. Von einzelnen damals als grüne Spinner betitelten Ausnahmen mal abgesehen.
Wir sind auf dem richtigen Weg und es geht wirklich schnell voran. Trotz massiver Autolobby etc. :Blumen:

Meik 22.11.2019 22:03

Zitat:

Zitat von Harm (Beitrag 1494800)
Denkt mal alle 20 Jahre zurück. Da hätte niemand das Auto in Frage gestellt.

Hmm, vor 20 Jahren war die Zahl der Autos trotzdem deutlich niedriger, die durchschnittliche Fahrleistung geringer und die Autos deutlich kleiner. Es war völlig normal dass Kinder zu Fuß und per Rad zur Schule kamen und nicht nur per Elterntaxi (die waren vor 20 Jahren eine Seltenheit). 8km bei Regen mit dem Rad in die Schule - heute gilt das ja schon als Kindesmisshandlung. Vor 20 Jahren Normalität. :Maso:

Heute stellt man die Autos in Frage, wir haben 45Mio zugelassene in unserem kleinen Land und da wir so viel Platz haben sind große SUVs mit >150PS die beliebteste Fahrzeugklasse.

Wenn man böse wäre könnte man die Entwicklung mit so Begriffen wie "realitätsfern" assoziieren. :Lachen2:

be fast 22.11.2019 22:35

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1494632)
Glaubst du, ich hab 'mir den obigen von dir angezweifelten Beitrag ausgedacht , dass für junge Leute das Auto nicht mehr ansatzweise den Stellenwert hat, wie vor 30 oder 40 Jahren und dass die Neuwagenkäufer immer älter werden?:Huhu:

Hier ist z.B. eine Quelle dafür

Ich hab zwei Kinder mit 22 und 19, die in der Großstadt wohnen und beide kein Auto haben. Auch in deren Freundes- und Bekanntenkreis ist es eher unüblich, ein Auto zu haben.

Natürlich gibt es den einen oder anderen jungen Deutschtürken, der einen "AMG-Mercedes" fährt, aber das sind Ausnahmen. Googeln ersetzt keine Statistik.

vor 30 oder 40 Jahren...Es könnt aber nicht etwa auch an der Pille liegen, dass sich die Zahlen für deutsche Passinhaber nach unten entwickeln, jedoch das Auto als Statussymbol sogar wichtiger geworden ist.

(Vor 40 Jahren hat der Stussymbolproll einen C Commodore 2.8 GSE mit 140 PS gefahren. Mit 140 PS ist man heute die Lachnummer auf dem Sportplatz..)

Schwarzfahrer 23.11.2019 10:42

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1494777)
Beim bequemen und unkomplizierten Bus fahren ...hatten wir uns dann überlegt, warum wir das nicht öfter machen

Wenn man solche Alternativen zum Auto hat, ist es höchst erfreulich. Hier im dicht bewohnten Rhein-Neckar-Dreieck (Heidelberg-Mannheim-Ludwigshafen) ist Bus und Bahn eine gute Alternative zum Auto, solange man sich entlang der ÖPNV-Hauptachsen bewegen will. Aber sobald man davon abweicht (und das ist für sehr viele nötig), kann ÖPNV bis zu 5 - 6 mal länger dauern als das Auto, und sogar mein behinderter Sohn, der nur 10 - 12 kmh mit dem Rad fährt, ist mit dem Rad um 20 - 30 % schneller in der Arbeit, als mit Bus und Bahn (50 Minuten statt 1:00...1:20; mit dem Auto sind es 12 Minuten, ich brauche 18 Minuten mit dem Rad). Was meinst Du, wie würde eine allgemeine Umfrage bei diesen Alternativen ausfallen?

Auch ist zu bedenken, daß man häufig mehrere Sachen am Tag erledigen/anfahren will. Einmal die längere Zeit aufwenden tut man noch gerne, aber wenn ich noch zwei weitere Erledigungen unterbringen muß (Ergotherapie vom Sohn, Baumarkt, Theater, Einladung bei Freunden…) dann summiert sich die Zeit auf mehr als die Verfügbaren 24 Stunden, und man muß sich entscheiden, was man alles weglässt.

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1494777)
gibt es wenige Besorgungen, die ein gesunder Erwachsener nicht auch ohne Auto erledigen könnte.

Da stimme ich grundsätzlich zu, nur sollte man bedenken, daß wir Triathleten einen etwas andere Vorstellung von "gesundem Erwachsenen" haben, als die Mehrheit der Nicht-Sportler. Was für uns eine 15 - 20 Minuten Fahr ist, wird für die Mehrheit zur 3/4 Stunde oder mehr. 40 - 60 Minuten auf dem Rad, auch bei Regen und Kälte, ist nicht jedermanns Sache. Bei uns in der Firma stehen bei schönem Wetter 4-6 mal mehr Räder rum, als im Winter oder gar bei Regen.


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