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dude 19.07.2008 09:16

Die Verbindung zu Telekom und Heinrich ist natürlich mehr als unglücklich, wenn man sich deren heute bekannte Verstrickungen vor Augen hält.

Zu Luc van Lierde: er wurde in den 90ern von Mapei gesponsert, erhielt aber angeblich (!) kein Geld, sondern durfte mit den Radprofis trainieren und wurde umfangreich von der medizinischen Abteilung des Radsportteams unterstützt. Bleibt zu hoffen, dass dabei keine unerlaubten Substanzen zur Anwendung kamen, denn das Team Mapei war in den 90ern eine Dopingmacht im Radsport.

Raimund 19.07.2008 09:25

vielleicht hat mapei von LvL profitiert.......;)

fritz007 21.07.2008 00:06

Was für ein Wetter in den USA. Spätestens danach hätte er flach gelegen. Da schifft es! :Nee:

LL scheint nicht gestartet zu sein.

docpower 21.07.2008 10:35

Zitat:

Zitat von carmen (Beitrag 112912)
Ähm...
Und andere reisen heutzutage ueberstuerzt schon gar nicht erst an, wenn ploetzlich bekannt wird, dass nun auch Mittel die als nicht nachweisbar galten nachweisbar sind. Es koennt ja glatt noch sein, dass in den naechsten Wochen zufaellig der eine oder andere mit Krankheit oder Verletzung ausfaellt.:Huhu:

Deine Unterstellungen sind - auch in dieser subversiv vorgetragenen Form - kaum ertragbar.
Wie üblich wirst Du sicher nicht antworten.

docpower 21.07.2008 10:40

Zitat:

Zitat von Wasserträger (Beitrag 112882)
Und ne weitere "Deadline" ist für mich halt Ende Mai 2007 - danach hat ein Athlet, der über das T-Mobile-Team in Kontakt mit Heinrich und Schmid von der Uniklinik Freiburg stand, auch kein großes Rennen mehr gewonnen...

Ich warte jetzt weiter auf den Weihnachtsmann...

Bist Du über die Art des "Kontaktes" informiert?
Deine persönliche Einschätzung sei Dir unbenommen, erlaubt sei mir nur die Frage, ob die öffentliche Zurschaustellung Deiner Meinung nicht einer unfairen Vorverurteilung und unsachlichen Unterstellung gleichkommt?

janosch 21.07.2008 10:58

OT:

Hat sich Matthias Hecht qualifiziert:confused:

Raimund 21.07.2008 11:16

Zitat:

Zitat von docpower (Beitrag 113389)
Bist Du über die Art des "Kontaktes" informiert?
Deine persönliche Einschätzung sei Dir unbenommen, erlaubt sei mir nur die Frage, ob die öffentliche Zurschaustellung Deiner Meinung nicht einer unfairen Vorverurteilung und unsachlichen Unterstellung gleichkommt?

Ich find es auch blöd, wie leicht hier mit solchen Äußerungen umgegangen wird. Ich werde mich selber in Zukunft, zumindest was persönliche Anschuldigungen angeht, raushalten.

WTs Statement hat mich schon zum Nachdenken gebracht (nicht auf Normann Stadler bezogen):

Die Triathleten haben sicher nicht ein derartiges Netzwerk des Dopings aufgebaut, wei die Radsportler. Wenn dort ein "Arzt" ausfällt sucht der Teamchef den nächsten bzw. der Nächste kommt von selbst auf einen zu.

In Triathlonkreisen war es sicher viel schwieriger an diese Leute zu kommen/geraten. Es sei denn, man hatte Kontakt zu der Radsportszene...

Der Kreis der Mitwisser beim Doping sollte entweder sehr klein sein oder diese sollten zumindest selber "Dreck am Stecken" haben.

Falls also (endlich;) ) jemand gefunden wurde und der dann (warum auch immer) auf einmal ausfällt, so wird's echt schwierig...

Von daher vertraue ich nun wieder unseren Deutschen Cracks:Cheese:

carmen 21.07.2008 11:43

Zitat:

Zitat von docpower (Beitrag 113387)
Deine Unterstellungen sind - auch in dieser subversiv vorgetragenen Form - kaum ertragbar.
Wie üblich wirst Du sicher nicht antworten.

Was soll ich denn da auch antworten? Ich hatte ja recht. Und so unertragbar das fuer dich auch sein mag, es gibt doch tatsaechlich Athleten, die nun ploetzlich ueberraschend Wettkaempfe auslassen. Und wenns dann noch jene sind mit demselben Bekanntenkreis, dann wird man ja wohl noch darueber nachdenken duerfen, ob das Zufall ist, oder? Selbst auf die Gefahr hin, dass du meinst der Verstand wirke da nicht mit und du habest noch selten wirreres Zeugs gelesen.

docpower 21.07.2008 11:47

Zitat:

Zitat von carmen (Beitrag 113422)
Was soll ich denn da auch antworten? Ich hatte ja recht. Und so unertragbar das fuer dich auch sein mag, es gibt doch tatsaechlich Athleten, die nun ploetzlich ueberraschend Wettkaempfe auslassen. Und wenns dann noch jene sind mit demselben Bekanntenkreis, dann wird man ja wohl noch darueber nachdenken duerfen, ob das Zufall ist, oder? Selbst auf die Gefahr hin, dass du meinst der Verstand wirke da nicht mit und du habest noch selten wirreres Zeugs gelesen.

Wo hattest Du recht?
Nachdenken kannst Du, was Du willst.
Ob Du Deine Gedanken dann unterstellend ins Netz stellst, ist nicht nur eine Frage des Stils.

Speedy Gonzales 21.07.2008 14:41

Zitat:

Zitat von fritz007 (Beitrag 113335)
Was für ein Wetter in den USA. Spätestens danach hätte er flach gelegen. Da schifft es! :Nee:

LL scheint nicht gestartet zu sein.


LL ist deshalb nicht gestartet, weil er auf seine Startanfrage wohl eine abschlägige Antwort erhalten hat, wie im übrigen auch beim IMCH.

Scheint so als ginge da eine Triathlonkarriere, zumindest was IM-Rennen betrifft, zu Ende.

FuXX 21.07.2008 16:37

Zitat:

Zitat von Wasserträger (Beitrag 112940)
Was heißt denn "reimen"?

Nur weil einen viele solcher Zufälle gerade in heutiger Zeit stutzig machen sollten?
Aber mit eiserner Transparenz und Konsorten kann man ja für jeden Triathleten die Hand ins Feuer legen - erst recht für die Deutschen!!!

Zumindest im Fall Kona gibt es keinerlei Zweifel, dass er wirklich krank war. Und wer sich mal die Aufzeichnung von FFM 07 anschaut, der wird auch wenig Zweifel an seinen Rückenschmerzen haben. Bliebe noch FFM 08 (erinnerst du dich an Dankstas posting aus dem race Hotel?) und die Geschichte mit T-Mobile und Heinrich.

Letztlich hast du gegen ihn nicht (oder nur unwesentlich) mehr in der Hand, als den Generalverdacht gegenüber allen Profis.

FuXX

silbermond 21.07.2008 16:48

Zitat:

Zitat von docpower (Beitrag 113424)
Ob Du Deine Gedanken dann unterstellend ins Netz stellst, ist nicht nur eine Frage des Stils.

Das tun hier ja einige.

Die eine halt etwas unglücklich in der Formulierung und der Argumentation, der andere halt schlüssig argumentiert und mit unbewiesenem Halbwissen angereichert und bis heute jeden Beweis schuldig geblieben.

Wo ist da der Unterschied?

Heinrich

docpower 21.07.2008 16:59

Zitat:

Zitat von silbermond (Beitrag 113554)
Das tun hier ja einige.

Die eine halt etwas unglücklich in der Formulierung und der Argumentation, der andere halt schlüssig argumentiert und mit unbewiesenem Halbwissen angereichert und bis heute jeden Beweis schuldig geblieben.

Wo ist da der Unterschied?

Heinrich

Werde doch gerne konkreter.

Wasserträger 21.07.2008 20:08

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 113544)
(erinnerst du dich an Dankstas posting aus dem race Hotel?)

Zitat:

Zitat von Danksta (Beitrag 108226)
*g* Normann popelt *g*

Ich bin verwirrt.... :Gruebeln:


Aber zum Thema: mich kotzt einfach nur diese absolute Scheinheiligkeit an, die hier an den Tag gelegt wird: frei nach dem Motto ein Triathlet kann gar nicht gedopt sein und die bösen Geister sind die bösen ehemaligen Radprofis, die - wenn man nicht Acht gibt - noch das KnowHow in den ach-so-sauberen Triathlon bringen werden...

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 113544)
Letztlich hast du gegen ihn nicht (oder nur unwesentlich) mehr in der Hand, als den Generalverdacht gegenüber allen Profis.

Was ich sage, ist ja auch nicht als Beweisführung gedacht. Nenn es ruhig einen Generalverdacht.

Um die Tour mitzufahren muss man schon vollgedröhnt sein wie ein Eichhörnchen auf Speed aber nen Ironman gewinnt man mit Wasser, Luft und Liebe? Na heureka...


Empathie kann einem schon den Blick vernebeln... :Nee:

meggele 21.07.2008 23:26

Zitat:

Zitat von Raimund (Beitrag 113403)
Die Triathleten haben sicher nicht ein derartiges Netzwerk des Dopings aufgebaut, wei die Radsportler. Wenn dort ein "Arzt" ausfällt sucht der Teamchef den nächsten bzw. der Nächste kommt von selbst auf einen zu.

In Triathlonkreisen war es sicher viel schwieriger an diese Leute zu kommen/geraten. Es sei denn, man hatte Kontakt zu der Radsportszene...

Der Kreis der Mitwisser beim Doping sollte entweder sehr klein sein oder diese sollten zumindest selber "Dreck am Stecken" haben.

Falls also (endlich;) ) jemand gefunden wurde und der dann (warum auch immer) auf einmal ausfällt, so wird's echt schwierig...

Von daher vertraue ich nun wieder unseren Deutschen Cracks:Cheese:

Wobei die Anforderungen an Doping im Triathlon und Radsport auch ziemlich unterschiedlich sind. Die Radfahrer sind mehr oder weniger das ganze Jahr unterwegs, haben ein zwar nicht funktionierendes, aber dennoch anscheinend allen anderen Sportarten überlegenes Dopingkontrollsystem und müssen eben auch in Phasen (möglicherweise) ständiger Kontrollen wie der TdF noch dopen können. Das alles ist im Triathlon völlig anders mit den monatelangen Trainings und den paar Eintageswettkämpfen, an denen man (wenn man keine Amphetamine einschmeißen möchte) aus überhaupt keinem Grund voll sein muss und dort quasi das ganze Jahr über gedopt haben kann. Von daher: Optimist ;)

RibaldCorello 21.07.2008 23:41

Zitat:

Zitat von meggele (Beitrag 113713)
Wobei die Anforderungen an Doping im Triathlon und Radsport auch ziemlich unterschiedlich sind. Die Radfahrer sind mehr oder weniger das ganze Jahr unterwegs, haben ein zwar nicht funktionierendes, aber dennoch anscheinend allen anderen Sportarten überlegenes Dopingkontrollsystem und müssen eben auch in Phasen (möglicherweise) ständiger Kontrollen wie der TdF noch dopen können. Das alles ist im Triathlon völlig anders mit den monatelangen Trainings und den paar Eintageswettkämpfen, an denen man (wenn man keine Amphetamine einschmeißen möchte) aus überhaupt keinem Grund voll sein muss und dort quasi das ganze Jahr über gedopt haben kann. Von daher: Optimist ;)

Oui das ist ein wenig naiv, das dopen braucht man auch im Training, um höher Umfänge zu verkraften, und genau da ist es sehr effektiv
und genau da liegt der Knackpunkt im Triathlon, da die meisten Tria Profis im Gegensatz zu den Rad Porfis shr wenige Wettkämpfe machen.

Osso 21.07.2008 23:47

Zitat:

Zitat von Wasserträger (Beitrag 113628)
Aber zum Thema: mich kotzt einfach nur diese absolute Scheinheiligkeit an, die hier an den Tag gelegt wird: frei nach dem Motto ein Triathlet kann gar nicht gedopt sein und die bösen Geister sind die bösen ehemaligen Radprofis, die - wenn man nicht Acht gibt - noch das KnowHow in den ach-so-sauberen Triathlon bringen werden...

Nun bin ich aber verwirrt. Hier hat doch noch nie jemand behauptet, das Triathleten auf keinen Fall dopen würden. Ich weiß nicht wo du solch eine Aussage herausgelesen haben willst. Im Endeffekt spekulieren hier nicht wenige die ganze Zeit darüber wie einige unglaubliche Leistungsschwankungen bei Männern und Frauen zustande kommen. Die Aussagen das Doping im Triathlon weniger verbreitet sei als im Radsport ist nicht einfach eine Erfindung von uns Triathleten. Ich weiß nicht wie gut dein Kontakt zu zur lokalen Radsportszene ist. Aber da kennt eigentlich jeder der ABC Rennen fährt schon die Pappenheimer die was einwerfen. Wirkliche Beweise hat da aber keiner. Aber sagen tut dort auch keiner was.

Um gleich mal das folgende Posting von meggele mit einzubeziehen:

Man kann Fahrer der ProTour und das Kontrollsystem dem diese sich unterwerfen sicherlich nicht mit den Triathlon Pros vergleichen. Von der Kontrolldichte liegt da der Tria Pro sicherlich etwas zurück. Allerdings sieht das, wenn man beim Radsport auf Continental-Professional Niveau und darunter nachschaut schon wieder ganz anders aus. Für uns Hobytriathleten ist es wesentlich wahrscheinlicher in Roth oder FFM eimal für eine Dopingprobe ausgelost zu werden, als es z.B. bei einem typischen Stadtmarathon oder einem der populären Jedermannrennen der Fall wäre.

meggele 21.07.2008 23:51

Zitat:

Zitat von RibaldCorello (Beitrag 113723)
Oui das ist ein wenig naiv, das dopen braucht man auch im Training, um höher Umfänge zu verkraften, und genau da ist es sehr effektiv
und genau da liegt der Knackpunkt im Triathlon, da die meisten Tria Profis im Gegensatz zu den Rad Porfis shr wenige Wettkämpfe machen.

Äh? Genau das hab ich doch geschrieben, Mannmannmann.

RibaldCorello 21.07.2008 23:59

Zitat:

Zitat von meggele (Beitrag 113713)
Das alles ist im Triathlon völlig anders mit den monatelangen Trainings und den paar Eintageswettkämpfen, an denen man (wenn man keine Amphetamine einschmeißen möchte) aus überhaupt keinem Grund voll sein muss und dort quasi das ganze Jahr über gedopt haben kann. Von daher: Optimist ;)


Ah das ist ein Missverständniss , ich bezog das "Überhaupt keinen Grund voll sein muss" auf das monatelange Training.

Stimmt du hast recht.

docpower 22.07.2008 10:21

Zitat:

Zitat von Wasserträger (Beitrag 113628)
Ich bin verwirrt.... :Gruebeln:


Aber zum Thema: mich kotzt einfach nur diese absolute Scheinheiligkeit an, die hier an den Tag gelegt wird: frei nach dem Motto ein Triathlet kann gar nicht gedopt sein und die bösen Geister sind die bösen ehemaligen Radprofis, die - wenn man nicht Acht gibt - noch das KnowHow in den ach-so-sauberen Triathlon bringen werden...


Was ich sage, ist ja auch nicht als Beweisführung gedacht. Nenn es ruhig einen Generalverdacht.

Um die Tour mitzufahren muss man schon vollgedröhnt sein wie ein Eichhörnchen auf Speed aber nen Ironman gewinnt man mit Wasser, Luft und Liebe? Na heureka...


Empathie kann einem schon den Blick vernebeln... :Nee:

Ich verstehe Deinen Beitrag ganz und gar nicht.
Wo habe ich je behauptet, dass im Triathlon nicht gedopt wird? Zitat?
Siehe obigen Beitrag von Osso.
Zur Empathie:
Ich kannte Normann persönlich schon, als Du wahrscheinlich noch den Kindergarten besucht hast.
Ich habe seine Leistungsentwicklung über viele Jahre beobachten dürfen.
Es gibt keinen, aber auch gar keinen nicht erklärbaren Leistungssprung in seiner Entwicklung. Betrachte dies als sachlichen Aspekt.
Den menschlich-persönlichen werde ich hier nicht ausbreiten.
Ich wehre mich daher gegen jede öffentliche Unterstellung und Diffamierung. Dieser leider weit verbreiteten sadistisch-nihilistischen Neigung zur Demontage von vermeintlichen Heroen zur Steigerung des eigenen Selbstwertgefühls werde ich weiter entschieden entgegen treten.

3-rad 22.07.2008 10:49

Zitat:

Zitat von docpower (Beitrag 113776)
...
Ich kannte Normann persönlich schon, als Du wahrscheinlich noch den Kindergarten besucht hast.
....

in gewisser Weise habe ich das Gefühl das wir da gerade alle
drin sind

Raimund 22.07.2008 11:27

ich verstehe doccis post nich....;)

FuXX 22.07.2008 12:57

Zitat:

Zitat von Wasserträger (Beitrag 113628)
Ich bin verwirrt.... :Gruebeln:

Er hat geschrieben, dass Normann krank aussah. Deine "Beweisfuehrung" der Art "nach Mai 2007..." wird damit vollends hinfaellig. Du betrachtest es ja zumindest als Indiz. (er hat in FFM uebrigens trotzdem an dem Test teilgenommen, wenn ich mich recht entsinne - und in Kona war er bombig drauf, obwohl das nach Mai 2007 war)


Zitat:

Aber zum Thema: mich kotzt einfach nur diese absolute Scheinheiligkeit an, die hier an den Tag gelegt wird: frei nach dem Motto ein Triathlet kann gar nicht gedopt sein und die bösen Geister sind die bösen ehemaligen Radprofis, die - wenn man nicht Acht gibt - noch das KnowHow in den ach-so-sauberen Triathlon bringen werden...
Keiner behauptet das Triathlon komplett sauber ist. Dass beim Radsport mehr System und zwang dahinter steckt, davon kann man aber vermutlich ausgehen.


Zitat:

Was ich sage, ist ja auch nicht als Beweisführung gedacht. Nenn es ruhig einen Generalverdacht.

Um die Tour mitzufahren muss man schon vollgedröhnt sein wie ein Eichhörnchen auf Speed aber nen Ironman gewinnt man mit Wasser, Luft und Liebe? Na heureka...


Empathie kann einem schon den Blick vernebeln... :Nee:
Ich glaube nicht, dass man vollgedroehnt sein muss um die Tour mitzufahren. Um sie zu gewinnen hingegen vermutlich schon. Die Tour ist aber auch was anderes als ein IM. Durch die extrem gesteigerte Regenerationsfaehigkeit hat ein Doper hier noch weit groessere Vorteile als bei einem Eintagesevent.

Ich hab das schon mehrfach geschrieben: Wenn man wissen will, ob die vorne alle dopen, oder vll doch auch saubere dabei sind, dann muss man die Frage stellen: Sind diese Leistungen sauber machbar? Ist die Antwort "ja" - dann gibt es auch saubere Athleten die vorne dabei sind. Ist die Antwort "nein" - dann muss man davon ausgehen, dass alle gedopt sind.

Ich glaube die Antwort ist "ja" und habe auch ganz konkret Topleute im Verdacht sauber zu sein ;) Bei den anderen halte ich es immer noch fuer moeglich und bei wieder anderen fuer sehr unwahrscheinlich.

Aufgrund dieser Betrachtung verbietet es sich fuer mich zu sagen: "Der dopt, und der und der." Es sei denn man hat Material, das einzelne Athleten konkret verdaechtig macht. Ausser der Tatsache, dass Normann mal mit T-Mobile Rad gefahren ist und den Heinrich kennt, gibt es aber bei ihm nicht mehr Anhaltspunkte als bei anderen auch. Du haeltst das anscheinend fuer ausreichend, andere eben nicht. Diese Leute deswegen als Traeumer abzutun ist unbegruendet.

FuXX

dickermichel 22.07.2008 13:39

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 113907)
Ich hab das schon mehrfach geschrieben: Wenn man wissen will, ob die vorne alle dopen, oder vll doch auch saubere dabei sind, dann muss man die Frage stellen: Sind diese Leistungen sauber machbar? Ist die Antwort "ja" - dann gibt es auch saubere Athleten die vorne dabei sind. Ist die Antwort "nein" - dann muss man davon ausgehen, dass alle gedopt sind.

Heute gebe ich Dir mal recht...;)
Wenn ich im hohen Alter von 34 Jahren ohne spezifische Trainingserfahrung und sportliche Betätigung innerhalb von ein paar Monaten eine 4.46 bei meinem ersten Triathlon bzw. IM und ein Jahr später eine 4.36 radeln konnte, dort dann auch eine knappe 0.56 geschwommen bin, dann steht es für mich vollkommen außer jeglichem Zweifel, daß ein entsprechend früh und richtig trainierter Körper PROBLEMLOS unter der 0.50 schwimmen und bei normalen Kursen um die 4.30-4.35 radeln kann.
Wenn ich dann davon ausgehe, daß es anscheinend "einige" (;) ) Menschen gibt, die auch noch laufen können, ohne daß ihnen sofort irgend was weh tut...:Weinen: ...dann ist auch eine sub3 im Marathon definitiv KEIN Hexenwerk - und damit wären wir bei "problemlosen" 8.10 - 8.20 für eine LD.

Und nimmt man nun noch den Faktor "herausragendes Talent" dazu, dann sind die sub 8 für einige wenige Athleten möglich - OHNE daß sie dopen müssen.
Entscheidend bei der Beurteilung ist die kontinuierliche Leistungsentwicklung bei diesen "herausragenden Talenten" - und da fällt mir bei den aktuellen Männerpros niemand ein, der da herausfällt.
Bei den Frauen aber schon...

Gruß: Michel, der immer noch die Hoffnung hat, daß er bald wieder laufen kann...:Weinen:

FuXX 22.07.2008 13:41

Zitat:

Zitat von dickermichel (Beitrag 113931)
Heute gebe ich Dir mal recht...;)

:Danke: :Blumen: :bussi:

drullse 22.07.2008 14:58

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 113907)
Ich hab das schon mehrfach geschrieben: Wenn man wissen will, ob die vorne alle dopen, oder vll doch auch saubere dabei sind, dann muss man die Frage stellen: Sind diese Leistungen sauber machbar? Ist die Antwort "ja" - dann gibt es auch saubere Athleten die vorne dabei sind. Ist die Antwort "nein" - dann muss man davon ausgehen, dass alle gedopt sind.

Falsche Schlußfolgerung: bloß weil die Leistungen machbar sind, heißt das ja nicht, dass alle sauber sind. ;)

flummi 22.07.2008 15:29

Zitat:

Zitat von docpower (Beitrag 113776)
Ich kannte Normann persönlich schon, als Du wahrscheinlich noch den Kindergarten besucht hast.
Ich habe seine Leistungsentwicklung über viele Jahre beobachten dürfen.

Jaja, und höheres Lebensalter befähigt ja bekanntlich automatisch zu besserem Urteilsvermögen. Is klar. :Holzhammer: Alle unter 50 jetzt mal klappe halten! :Lachanfall: :Lachanfall: :Lachanfall:
Zitat:

Zitat von docpower (Beitrag 113776)
Ich wehre mich daher gegen jede öffentliche Unterstellung und Diffamierung. Dieser leider weit verbreiteten sadistisch-nihilistischen Neigung zur Demontage von vermeintlichen Heroen zur Steigerung des eigenen Selbstwertgefühls werde ich weiter entschieden entgegen treten.

Wow, soviele tolle Wörter in einem Satz! :Schlafen: Scheint, als hätte da jemand an DEINEM Heros gekratzt :Lachanfall:

Danksta 22.07.2008 15:33

Ja nee, ist klar. Toller Einstand hier - herzlich willkommen.
Docci bezog die Dauer der "Beobachtung" ja direkt auf die langfristige Leistungsentwicklung. Und das macht Sinn.
Die meisten "kennen" Normann ja erst seit Oktober 2004, als er schon Captain Überbiker war.

pioto 22.07.2008 15:40

Zitat:

Zitat von flummi (Beitrag 114024)
Wow, soviele tolle Wörter in einem Satz! :Schlafen: Scheint, als hätte da jemand an DEINEM Heros gekratzt :Lachanfall:

Ich finde, der Satz ist sauber formuliert, inhaltlich korrekt und ohne Fremdwörter-Duden verständlich.

Zu dem Helden sag ich nix, das mag schon sein - na und ;)

Zitat:

Zitat von einem anderen Forumsmitglied (Beitrag 53639)
Jedoch finde ich die Beiträge eines bestimmten Mitgliedshier sehr, sehr diskussionswürdig.Er dekretiert hier seine Meinung als allgemeingültig und erfreut seine Mitrezipienten und Forumsteilnehmer durch quasi schon kanonisiertes Wissen.

Der Satz war und ist mein Favorit für tolle Wörter :Cheese:

dickermichel 22.07.2008 15:42

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 113996)
Falsche Schlußfolgerung: bloß weil die Leistungen machbar sind, heißt das ja nicht, dass alle sauber sind. ;)

Falsche Schlußfolgerung...;) :
Wenn die Leistungen prinzipiell machbar sind, KÖNNTE man zumindest den Generalverdacht, daß KEIN Mensch eine LD unter 8.15h finishen kann, ausräumen. Und das heißt, daß nicht ALLE dopen müssen.
Im Gegensatz zu einem Schnitt von 40km/h bei der TdF, an dessen sauberer Machbarkeit sehr wohl ein Generalverdacht notwendig erscheint.

Gruß: Michel

docpower 22.07.2008 16:05

Zitat:

Zitat von flummi (Beitrag 114024)
Jaja, und höheres Lebensalter befähigt ja bekanntlich automatisch zu besserem Urteilsvermögen. Is klar. :Holzhammer: Alle unter 50 jetzt mal klappe halten! :Lachanfall: :Lachanfall: :Lachanfall:


Wow, soviele tolle Wörter in einem Satz! :Schlafen: Scheint, als hätte da jemand an DEINEM Heros gekratzt :Lachanfall:

-Offtopic.
@flummilein
Dich habe ich gesucht:http://www.clipfish.de/player.php?vi...U3NjZ8NDEwNTE2
Lieben Gruß
Docpower

drullse 22.07.2008 16:08

Zitat:

Zitat von dickermichel (Beitrag 114032)
Wenn die Leistungen prinzipiell machbar sind, ....

Eben - Wenn oder besser: falls.

;)

bjhe 22.07.2008 16:09

Zitat:

Zitat von dickermichel (Beitrag 114032)
Falsche Schlußfolgerung...;) :
Wenn die Leistungen prinzipiell machbar sind, KÖNNTE man zumindest den Generalverdacht, daß KEIN Mensch eine LD unter 8.15h finishen kann, ausräumen. Und das heißt, daß nicht ALLE dopen müssen.
Im Gegensatz zu einem Schnitt von 40km/h bei der TdF, an dessen sauberer Machbarkeit sehr wohl ein Generalverdacht notwendig erscheint.

Gruß: Michel

So und nicht anders sehe ich das auch! Ich denke einige hier aus dem Forum erreichen Zeiten von 9 Stunden und drunter bei einer LD. Da erscheint mir eine Zeit von um oder gar knapp unter 8 Stunden für einen Profi alles andere unmöglich (sauber). Klar wird es auch hier das ein oder andere schwarze Schaaf geben.

Anders sehe ich das bei der TdF. Hier ist meiner Meinung nach der größte Teil voll bis unter die Dachkante. Und da gibt es nicht irgeneinen Wunderfahrer der sich dank Talent und Training in so einem Feld beahaupten kann. Schlecht Radfahren tut von denen trotz allem nämlich keiner! Der Generalverdacht scheint hier nach den ganzen Vorkommnissen wohl auch berechtigt.

*JO* 22.07.2008 16:11

Zitat:

Zitat von dickermichel (Beitrag 114032)
Im Gegensatz zu einem Schnitt von 40km/h bei der TdF, an dessen sauberer Machbarkeit sehr wohl ein Generalverdacht notwendig erscheint.

Gruß: Michel

find ich aber genau so blödsinnig

drullse 22.07.2008 16:22

Zitat:

Zitat von *JO* (Beitrag 114052)
find ich aber genau so blödsinnig

Si - entweder oder!

Unter dem Aspekt, dass sich im Triathlon drei Sportarten mit großen Dopingproblemen vereinen bin ich da halt weniger optimistisch als FuXX, Michel oder andere.

Ausdauerjunkie 22.07.2008 16:30

Das schöne an der Tour de Farce ist aber auch, daß man täglich mit "Experten" konfrontiert wird, die ihrerseits eine bewegte und auch bewiesene Dopingvergangenheit haben. Genauso arbeiten diese "Experten" auch in Teams, die rein gar nichts mit Doping zu tun haben wollen;)Aber darauf kommt niemand, daß das vll. auch ein schlechtes (schon immer stimmendes) Bild auf die Tour de Farce wirft...

*JO* 22.07.2008 16:37

hatte gerolsteiner schonmal einen Positiven Dopingfall ? doof das die jetzt keinen nachfolgesponsor finden :P

ich denke es wird überall gedopt, aber ich hoffe das es besser wird und mehr als "hoffen, denken, und glauben" kann man auch nicht weil man da selbst mit "insider" wissen zu wenig plan hat um ordentlich drüber zu reden.

dickermichel 22.07.2008 16:43

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 114062)
Si - entweder oder!

Unter dem Aspekt, dass sich im Triathlon drei Sportarten mit großen Dopingproblemen vereinen bin ich da halt weniger optimistisch als FuXX, Michel oder andere.

Nein, da hast Du mich falsch verstanden.
Ich habe ja hier oder wo anders (zur Zeit kann man hier ja nix mehr schreiben, ohne daß Doping im mind. jedem zweiten Satz steht...) geschrieben, daß im Triathlon GARANTIERT seit den Anfängen gedopt wird, GERADE WEIL Schwimmen, Radfahren und Leichtathletik die Dopingsportarten schlechthin sind.
Ich bin "nur" auf die Aussage von Fuxx eingegangen, daß man sich mal überlegen müßte, ob eine LD generell bzw. in einem best. Zeitfernster zu schaffen ist - und da sage ich definitiv: JA!

Beispiel: Die seit langem gültige 100m-Rekordzeit der Damen ist nicht sauber gelaufen worden, und wie man an den Zeiten seitdem sieht, auch nie annähernd erreicht worden (irgendeine 400m-Bestzeit aus den 80er bei den Damen gibt's doch auch noch, oder?) - das spricht dafür, daß diese Rekordzeit auch sauber nicht erreichbar ist (zumindest mit den aktuellen Trainingsmethoden und dem derzeitigen Stand der Genetik...:Peitsche: ).

Kurz: Es gibt IMO Leute, die auf der LD wahnsinnig schnell sein können, ohne was einzuwerfen - und ich hoffe, es sind gaaanz, gaaanz viele.
Und ohne Zweifel gibt es Leute (und ich hoffe, nur gaaaanz wenig), die das nur mit Hilfsmitteln schaffen.

Besser ausgedrückt?
Gruß: Michel

drullse 22.07.2008 17:15

Zitat:

Zitat von dickermichel (Beitrag 114083)
Besser ausgedrückt?
Gruß: Michel

Yes Sir!

:Lachen2:

Hafu 22.07.2008 17:39

Von den Eckpunkten her sehe ich's genauso wie Dickermichel. Im Triathlon gibt's , auch in der Spitze, ein Nebeneinander von sauberen und unsauberen Athleten, wobei die Prozentzahlen halt unklar sind.
Die Weltbestzeiten bei Herren und Männern sind sowas wie Griffith-Joyners 100m-Weltrekord. Mit ziemlicher Sicherheit nicht ohne "Cheaten" (da gehört auch Drafting dazu) zu erreichen. Aber etwas dahinter gibt's auch überragende saubere Leistungen. Und aus diesem Grund lohnt sich die Beschäftigung mit der Problematik grundsätzlich schon, einfach um die Sensibilität für das Thema zu erhalten.
Außerdem hängt es auch von der öffentlichen Meinung ab, ob irgendwann die chronische Unterfinanzierung der NADA behoben werden kann. Wenn die Bevölkerung (und die Sponsoren des Sports) in erster Linie viele Medaillen und Hawaii-Ironman-Siege sehen wollen, wandert das dem Sport zur Verfügung stehende Geld u.a. auch an fragwürdige Institutionen wie z.B. die Sportmedizin in Freiburg.
Wenn dagegen ein allgemeiner Konsens bestehen würde, dass sauberer Sport ein Wert an sich ist, selbst wenn dann vielleicht in manchen Sportarten nur 4. und 5. Plätze für deutsche Athleten übrig bleiben, dann wäre schon viel gewonnen.
Olympia dieses Jahr wird da auch so eine Art Nagelprobe für die öffentliche Meinung.


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