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NBer 23.08.2018 19:42

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1401118)
Glaube ich Dir gerne. Und – bist Du schneller damit? Und zwar schneller als du wärest, wenn Du anstelle des ABCs eine Extrarunde im Wald gedreht hättest? Hier setzt meine Skepsis an.
:Blumen:


naja, der trainingsinhalt ist halt ein völlig anderer. in deinem beispiel rechnest du ga1 laufkilometer (extrarunde) gegen alaktazides schnelligkeitstraining (ABC). es kommt halt darauf an, was du trainieren möchtest. und DARIN wirst du dann besser. ob es dich insgesamt schneller macht, entschiedest du nicht mit diesen beiden sachen, sondern mit dem gesamten training.
deiner argumentation nach müsste dann ja auch jedes andere lauftraining mit ner extrarunde ga1 zu kompensieren sein.

Klugschnacker 23.08.2018 19:49

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1401121)
naja, der trainingsinhalt ist halt ein völlig anderer. in deinem beispiel rechnest du ga1 laufkilometer (extrarunde) gegen alaktazides schnelligkeitstraining (ABC). es kommt halt darauf an, was du trainieren möchtest. und DARIN wirst du dann besser. ob es dich insgesamt schneller macht, entschiedest du nicht mit diesen beiden sachen, sondern mit dem gesamten training.
deiner argumentation nach müsste dann ja auch jedes andere lauftraining mit ner extrarunde ga1 zu kompensieren sein.

Dein Einwand ist völlig berechtigt. Jedoch fehlt für die Wirksamkeit des Lauf-ABCs auf die Laufökonomie nach wie vor der Nachweis.

Außerdem: Wir sprechen hier von mittelalten Sportlern mit 5-15 Kilo Übergewicht, welche die 10km in 40-50 Minuten laufen. Wochenumfang 15-30 Kilometer. Alaktazides Schnelligkeitstraining ist hier in den meisten Fällen kontraproduktiv, und zwar aufgrund der Verletzungsgefahr.

Für junge und sehr gut trainierte Kader-Nachwunchssportler ist das sicher etwas anderes.
:Blumen:

Triathlonator 23.08.2018 19:54

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1401119)
Ist das Dein Ernst? Vom Trampolinspringen lernst Du Trampolinspringen.

Ich habe noch nie gehört, dass jemand bei Kilometer 35 eines Ironman denkt: "Verdammte Axt, wäre ich bloß mehr auf dem Trampolin gesprungen!"



Woher weißt Du das?

Die Frage sollte viel mehr lauten, warum du denkst, dass bekleidendes Kraft-/Flex-/Lauf-/Plyo-/Whatever-Training, weniger Sinn macht, als ein 10km-Einheit, auf eine 10km-Einheit?

Und wissen tue ich das tuen, weil auch deine Downloadtrainingspläne das suggerieren...:Lachen2:

Chrispayne 23.08.2018 20:13

Zitat:

Zitat von Phil_ster (Beitrag 1400982)
Hallo zusammen,

ich brauch eure Hilfe als Anfänger.
Überall hört man ja vom LAUF-ABC etc. und es gibt zig Youtube Videos dazu und jedes ist anders aufgebaut.
Gibt es Übungen oder Dinge die eurer Meinung auf jeden Fall dazu gehören, könnt ihr da Empfehlungen aussprechen?

Danke

Wie immer bei so grundlegenden Themen reden alle über ihre eigenen Ansichten, die auch alle eine gewisse Gültigkeit haben, nur dich vergessen sie :-)

Meine persönliche Meinung: Anfersen und Kniehebelauf sind Basics und recht einfach auszuführen.

Ich würde ein ordentliches, regelmäßiges Dehnen nach deinem normalen Laufen bzw. auch abends vor der Glotze zunächst einem separaten Lauf-ABC vorziehen.

NBer 23.08.2018 20:16

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1401122)
Dein Einwand ist völlig berechtigt. Jedoch fehlt für die Wirksamkeit des Lauf-ABCs auf die Laufökonomie nach wie vor der Nachweis.......

ich persönlich habe noch nie was von laufökonomie im zusammenhang mit lauf abc erzählt. ich weiss auch nicht, wo der einwand bzw die aussage herkommt.
für mich besteht der benefit des lauf abc in einer gestärkten wadenmuskulatur, die das vorfußlaufen unterstützen kann (wenn man es denn macht, lauf abc macht einen nicht automatisch zum vorfußläufer), einem daraus resultierenden stärkerem abdruckverhalten, dem trainieren des kniehub- und anfersverhalten und - das für mich wichtigste - in der frequenzschulung.

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1401122)
......Außerdem: Wir sprechen hier von mittelalten Sportlern mit 5-15 Kilo Übergewicht, welche die 10km in 40-50 Minuten laufen. Wochenumfang 15-30 Kilometer. Alaktazides Schnelligkeitstraining ist hier in den meisten Fällen kontraproduktiv, und zwar aufgrund der Verletzungsgefahr.

Für junge und sehr gut trainierte Kader-Nachwunchssportler ist das sicher etwas anderes.
:Blumen:

naja, bis jetzt hatten deine aussagen allgemeinen charakter. reden wir von deiner genannten zielgruppe, halte ich es mit captainhook.....da ist ein abc ein "nice to have", aber nicht notwendig....

Klugschnacker 23.08.2018 20:25

Zitat:

Zitat von Triathlonator (Beitrag 1401124)
Die Frage sollte viel mehr lauten, warum du denkst, dass bekleidendes Kraft-/Flex-/Lauf-/Plyo-/Whatever-Training, weniger Sinn macht, als ein 10km-Einheit, auf eine 10km-Einheit?

Ich habe ja nicht kategorisch etwas gegen das ABC. Sicher kann man das ab und zu oder sogar regelmäßig machen. Abwechslung ist immer gut. Man darf sich nicht zu viel davon versprechen.

Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole:

Laufökonomie hat sehr viel mit Laufumfängen zu tun. Etwas platt gesagt, sind in Studien jene Athleten mit der besten Effizienz regelmäßig jene mit den höchsten Laufumfängen. Hingegen lässt sich der Effekt von Lauf-ABC meines Wissens nach kaum nachweisen. Falls jemand überzeugende anderslautende Studien kennt, würde ich mich über eine Nachricht freuen. Ich nehme das gerne in meine Sammlung auf.

Bommel91 23.08.2018 21:14

Ich hatte auch hier auch irgendwo was geschrieben und auch gesehen, dass mich jemand zitiert hatte, aber so schnell wie solche Threads explodieren komme ich mit dem lesen leider nicht mehr hinterher.

Ich glaube das Posting bezog sich auf meine Zeiten. Dazu: Sicherlich wäre ich schneller, wenn ich mich um die Technik kümmern würde. Es hat noch nie jemand meinen Laufstil beobachtet bzw. habe ich noch nie Lauf ABC gemacht. Wäre beides klasse, aber ich habe schlicht niemanden der sich das antut. Und bevor ich dann planlos 30 Minuten in der Gegen rumhoppse und keinerlei Ahnung habe ob das was ich tue richtig ist, laufe ich lieber ein paar Kilometer.

Mirko 23.08.2018 21:22

Zitat:

Zitat von Bommel91 (Beitrag 1401135)
Wäre beides klasse, aber ich habe schlicht niemanden der sich das antut. Und bevor ich dann planlos 30 Minuten in der Gegen rumhoppse und keinerlei Ahnung habe ob das was ich tue richtig ist, laufe ich lieber ein paar Kilometer.

Das kann man so dann auch gleich fürs Schwimmen übernehmen. Irgendwelches Technik-Zeug ohne Ahnung was es bringen und verbessern soll spart man sich lieber und nutzt die Zeit um zu ballern oder Kilometer zu schrubben.
Perfekt wären natürlich Übungen die bewusst an Defiziten arbeiten, aber da hab ich auch weder beim Schwimmen noch beim Laufen was auf Lager.

Bommel91 23.08.2018 21:34

So seh ich das auch. Aber wenn ich jetzt noch n Lauftrainer engagiere, dann geht beim Bafög Amt das rote Licht an ;)

Triathlonator 23.08.2018 22:02

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1401129)
Ich habe ja nicht kategorisch etwas gegen das ABC. Sicher kann man das ab und zu oder sogar regelmäßig machen. Abwechslung ist immer gut. Man darf sich nicht zu viel davon versprechen.

Auf die Gefahr, dass ich mich wiederhole:

Laufökonomie hat sehr viel mit Laufumfängen zu tun. Etwas platt gesagt, sind in Studien jene Athleten mit der besten Effizienz regelmäßig jene mit den höchsten Laufumfängen. Hingegen lässt sich der Effekt von Lauf-ABC meines Wissens nach kaum nachweisen. Falls jemand überzeugende anderslautende Studien kennt, würde ich mich über eine Nachricht freuen. Ich nehme das gerne in meine Sammlung auf.

Das man durch ABC Laufeffizienz erhöht, davon war meinerseits nie die Rede. Das war ein aus der Diskussion entstehender Selbstläufer. Ich bezog mich von Anfang an auf Laufstil und einen daraus resultierende Verbesserung meiner Lauftechnik und somit eine wünschenswertere Ökonomie des Bewegungsapparats. Meiner Ansicht nach wäre ich jetzt physisch und von den Umfängen so weit, ein gezieltes ABC ins Programm mit aufzunehmen. Dem TE würde ich eher raten, die Basics des ABCs in ein kontinuierliches Aufwärmprogramm zu integrieren.

Wenn ich dann von Ökonomie rede, meine ich damit auch den gesamten Umfang, wobei das ABC nur ein Teil ist. Sowas wie bereits erwähnte gerade Körperhaltung...musst ich z.B. erst mal einüben...Arme oben halten...erst mal üben...Becken nach vorne, Schultern nach hinten...üben...wobei mir bei letzterem ein paar Übungen von Roy Hinnen geholfen haben. Grundlegend würde ich so etwas auch als ABC bezeichnen, weil auch Grundlagen der Körperhaltung direkte Auswirkung auf die Leistungsökonomie haben. Also spielt das alles ineinander und hat, zumindest für mich, nicht nur mit Abwechslung zu tun. Befreit Laufen, Radeln, Schwimmen, kann man meiner Meinung nach erst, wenn Einheiten schmerz- und barrierefrei umzusetzen sind.

Zitat:

Zitat von Mirko (Beitrag 1401137)
Das kann man so dann auch gleich fürs Schwimmen übernehmen. Irgendwelches Technik-Zeug ohne Ahnung was es bringen und verbessern soll spart man sich lieber und nutzt die Zeit um zu ballern oder Kilometer zu schrubben.
Perfekt wären natürlich Übungen die bewusst an Defiziten arbeiten, aber da hab ich auch weder beim Schwimmen noch beim Laufen was auf Lager.

Technik-Zeugs das darauf abzielt Fehlentwicklungen zu korrigieren? Ja, muss ja von jemandem instruiert werden. Technik-Zeugs, das ohne nötige Anleitung und am besten automatisch aus der Bewegung raus einen Lerneffekt für Muskeln und Nerven erzielt? Warum nicht. Ein Sinn mit Flossen zu schwimmen ist, die Füße an den richtigen Schwung aus dem Sprunggelenk zu gewöhnen. Ein zweiter die Kraft in gezielten Muskelgruppen der Beine zu fördern. Ähnliches gilt für die Kombo Paddles/Pull-Buoy, die als zweiten positiven Effekt, eine Verbesserung der Zugphase mit sich bringt, ohne das man großartig Schemaübungen abrufen muss. Brett=Beinarbeit, für was brauch ich da großartig Instruktionen?

Zuhilfenahme von außen halte ich für wichtig, sobald die physischen Voraussetzungen passen und man auch konditionell fähig ist, solche Trainingseinheiten zu absolvieren und der Körper durch monatelanges "schrubben" die entsprechende Beweglichkeit aufweist. Dahingehend hat Klugschnacker wohl mehr als Recht. Wenn ich's nicht bringe, kann einer zeigen was er will. Und natürlich gilt das übertragbar auf Laufeinheiten und das ABC.

Außerdem? Wer hat gesagt viel hilft viel? Ich kann ja mit ABC anfangen, mach dann einen 10km auf 10km und geh dann ne halbe Stunde aufs Trampolin...hmmm...bringt mich auf Ideen fürs WE Koppelprogramm...:D

Su Bee 23.08.2018 22:11

Unsere Lauftrainerin beobachtet uns sehr gerne beim Lauf-ABC (welches maximal alle 3-4 Wochen auf dem Plan steht) um uns unsere Schwachstellen aufzuzeigen und um uns dann Übungen zu geben, mit denen wir daran arbeiten könnnen.
Soweit ich mich erinnere hat sie uns das nie empfohlen alleine zu tun.
Eher sollen wir an der Mobilisation der einzelnen Gelenke und der Kräftigung vernachlässigter Muskelgruppen arbeiten und einfach ÜBERHAUPT laufen.
(Groß geschrieben, weil sie das extrem betont).

gaehnforscher 24.08.2018 02:55

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1401075)
Wunschdenken trifft auf Wirklichkeit!

Sicher bringt Lauf-ABC "irgendwas". Genauso wie wechselseitiges einbeiniges Fahren mit starrer Nabe. Oder die Übung "Badewanne" beim Schwimmtraining.

Sehr gute Läufer machen das an Umfängen und Intensitäten, was sie eben vertragen. Das Lauf-ABC kommt dann on top. Wer hingegen nur drei- oder viermal pro Woche läuft, und dann einen dieser Läufe streicht oder reduziert, um ein paar Bocksprünge zu machen, wird sich verschlechtern, statt sich zu verbessern.

Ja das Argument kommt öfter. Aber wie schon erwähnt kommt es halt nicht on top bzw. wird auch keine andere Einheit dafür gestrichen, sondern es wird meist einfach vors Intervalltraining in die Aufwärmphase gesteckt. Ich laufe auch 3-4 mal pro Woche. Das macht 45-60 km in der Woche. Wenn ich 15min Laub abc mache, bewege ich mich ja auch ein paar Meter, sodass ich am Ende 1,5km verliere. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese 1,5km eine wesentliche Verbesserung bringen würden. 1,5km von etwas einzutauschen, was ich ohnehin schon viel betreibe, und dafür noch mal einen andersartigen Reiz zu setzen finde ich hingegen sogar sehr effektiv. Das man Lauf abc vllt doof findet und keine Lust drauf hat, steht auf einem anderen Blatt Papier.

Ich denke beim Thema Laufökonomie darf man nicht vergessen, dass es verschiedene Ebenen gibt, welche einen Einfluss haben. Ein Punkt ist die Ökonomie im Körper, so wie gut sich der Körper an einen bestimmten Bewegungsablauf angepasst hat. Da helfen sicher viele Kilometer (vornehmlich im Zieltempo).
Die andere Ebene für Ökonomie ist jedoch die Biomechanik, also wie effektiv werden von außen betrachtet Kräfte im Rahmen der physikalischen Gesetzmäßigkeiten eingesetzt.


Vllt ein Beispiel: es gibt ja direkt rückwärts Läufer. Die trainieren viel so und werden in dieser Bewegung auch durchaus ökonomisch. Trotzdem ist dieser Laufstil biomechanisch nicht besonders effektiv.

Am Ende liegt die Wahrheit in der Mitte bzw. in der Kombination beider Ebenen.

Eine biomechanische Umstellung muss nicht zwangsläufig sofort in höherer Geschwindigkeit resultieren, weil sich unter Umständen zunächst die innere Ökonomie verschlechtert (kennen sicher viele vom Schwimmen). Ich denke das ist auch das Problem, warum es kaum Studien gibt, die eine positive Wirkung des Lauf abc bestätigen. Würde halt zu lang dauern und man hat vermutlich über diesen Zeitraum dann auch zu viele andere Einflussfaktoren, als dass man eine Leistungsänderung belegbar am Lauf Abc festmachen könnte.

Wenn ich mir die Mittelstreckenkiddies hier am Stützpunkt anschaue, dann laufen die nicht viel Umfang, machen aber (nebst anderen Sachen) viel koordinatives Training aka Lauf Abc, um die motorischen Vorraussetzungen für einen effektiven Laufstil zu schaffen. Wenn sich im Jugendbereich mit zunehmendem Alter die Umfänge entwickeln, können die eigentlich alle schon vernünftig laufen.

Gerade als Triathlet macht man auch in den anderen Sportarten so viel Ausdauertraining, da kann man m.M.n. ruhig mal 1,5km die Woche zu gunsten der sportartspezifischen Motorikentwicklung opfern. Auch wenns zunehmend schwerer wird, kann man sich da auch im Alter noch weiterentwickeln. Ein guter Trainer, welcher eine von außen beäugt ist da aber wie bereits erwähnt sicher von Vorteil. Da Triathlon eine Freizeitbeschäftigung ist, kann aber natürlich jeder seine Freizeit so verbringen, wie es Freude bereitet. Darauf kommts am Ende an:Blumen:

Edith: ignoriert einfach alles, was weiter hinten doch noch diskutiert wurde ;)

Klugschnacker 24.08.2018 08:58

gaehnforscher, Du unterstellst einfach, dass das Lauf-ABC den Laufstil in Richtung eines biomechanisch effizienteren Stils verbessern würde, zumindest langfristig.

Ich könnte mit der gleichen Berechtigung behaupten, dass Lauf-ABC die biomechanische Ebene verschlechtert.

Triathlonator empfiehlt sogar Trampolinspringen. Auch er könnte recht haben. Oder unrecht.

Beim Radfahren schien lange Zeit völlig offensichtlich, dass der "runde Tritt" biomechanisch besser sei, als andere Trittmuster. Mittlerweile hat sich das als Irrtum herausgestellt, weil die tatsächlichen biomechanischen Verhältnisse viel komplexer sind, als man das lange Zeit annahm oder berücksichtigte. Eine möglichst tangentiale Krafteinleitung ist ineffizient. Deshalb fährt auch niemand so.

Beim Laufen herrscht ebenfalls die naive Grundüberzeugung, dass Merkmale wie kurze Bodenkontaktzeiten, ein gewisser Kniehub, eine gewisse Haltung und Armbewegung etc. biomechanisch effizienter sein müssten, als andere, frei erlernte Bewegungsmuster. Es gibt dafür aber keine Beweise. Bewiesen ist nur, dass Läufer, die viel laufen, dies im Durchschnitt effizienter tun, als Läufer, die weniger laufen.
:Blumen:

Kasrwatzmuff 24.08.2018 09:18

Durch das Lauf-ABC wird nicht direkt der Laufstil oder die Laufökonomie besser.

Für mich dient in meiner Trainingsgruppe das Lauf-ABC zur Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten und der neuromuskulären Ansteuerung.

Verbesserte koordinative Fähigkeiten und eine Verbesserung der neuromuskulären Ansteuerung können dann zu einer Verbesserung des Laufstils und der Laufökonomie führen.

Wichtig ist natürlich auch, dass Körper und Geist die Möglichkeit bekommen, dass "Erlernte" umzusetzen. Und das geht eben nur, wenn man läuft. Und zwar nicht nur einmal fünf km die Woche.

Was ich für ebenso wichtig halte bei der Verbesserung des Laufstils ist eine Analyse von außen. Da kann man mit Videoaufzeichnungen arbeiten und man sollte jemanden zu Rate ziehen, der sich beim Thema Laufstil und Biomechanik ein wenig auskennt.

Klugschnacker 24.08.2018 09:33

Zitat:

Zitat von Kasrwatzmuff (Beitrag 1401186)
Für mich dient in meiner Trainingsgruppe das Lauf-ABC zur Verbesserung der koordinativen Fähigkeiten und der neuromuskulären Ansteuerung.

Verbesserte koordinative Fähigkeiten und eine Verbesserung der neuromuskulären Ansteuerung können dann zu einer Verbesserung des Laufstils und der Laufökonomie führen.

Woher weißt Du das? Was bringt Dich zu der Überzeugung, dass Hopserlauf, Anfersen, Kniehebelauf und so weiter die neuromuskuläre Ansteuerung "verbessern" und die Laufökonomie steigern?

Ich könnte doch mit gleicher Berechtigung das Gegenteil behaupten: Lauf-ABC verschlechtere die neuromuskulären Ansteuerungen für die normale Laufbewegung und verringere die Laufökonomie. Wer hat nun recht?

Zitat:

Zitat von Kasrwatzmuff (Beitrag 1401186)
Was ich für ebenso wichtig halte bei der Verbesserung des Laufstils ist eine Analyse von außen. Da kann man mit Videoaufzeichnungen arbeiten und man sollte jemanden zu Rate ziehen, der sich beim Thema Laufstil und Biomechanik ein wenig auskennt.

Diesen Jemand würde ich dann gerne mal kennenlernen. Er kann von außen, mit Videokamera und Augenmaß, sagen, wie ein bestimmter Läufer sich zu bewegen habe, damit dieser künftig effizienter läuft? Ich halte das für ein kühnes Vorhaben.
:Blumen:

longtrousers 24.08.2018 09:40

Ich glaube, dass Lauf-ABC vor allem für Coaches erfunden wurden ist. Man hat so als Coach etwas zu tun mit den Schülern. Für einfach sagen "jetz gehst du mal 1 Stunde Laufen" bezahlt keiner was. Und in der Gruppe macht es noch Spass auch.

Phil_ster 24.08.2018 10:13

Da habe ich ja eine rege Diskussion angefacht.

Fazit für mich:

Es wird größer und wichtiger gemacht als es tatsächlich ist --> laufen, laufen, laufen

Kasrwatzmuff 24.08.2018 10:27

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1401189)
Woher weißt Du das? Was bringt Dich zu der Überzeugung, dass Hopserlauf, Anfersen, Kniehebelauf und so weiter die neuromuskuläre Ansteuerung "verbessern" und die Laufökonomie steigern?

Ich habe geschrieben, dass es meine Meinung ist! Und zweitens habe ich nicht geschrieben, dass Lauf-ABC die Laufökonomie steigert. Ich habe geschrieben, dass das passieren kann. Ich bin trotzdem immer noch der Meinung, dass eine neu oder richtig erlernte Übung (egal ob Schwimm-Drill oder Lauf-ABC) die koordinativen und neuromuskulären Fähigkeiten verbessert. Ob ich dies dann in einen besseren oder ökonomischeren Schwimm- oder Laufstil umsetzen kann, steht auf einem anderen Blatt.

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1401189)
Ich könnte doch mit gleicher Berechtigung das Gegenteil behaupten: Lauf-ABC verschlechtere die neuromuskulären Ansteuerungen für die normale Laufbewegung und verringere die Laufökonomie. Wer hat nun recht?

Wenn du schreibst, dass das Lauf-ABC Dinge wie Laufstil und Lauökonomie verschlechtert, dann gib doch mal den deiner Meinung nach dafür verantwortlichen Grund an. Wenn ich in der Woche viele Stunden Lauf-ABC mache und dann entsprechend weniger Zeit für´s Laufen habe, dann mag das zwar stimmen, ist aber mMn etwas weit hergeholt.



Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1401189)
Diesen Jemand würde ich dann gerne mal kennenlernen. Er kann von außen, mit Videokamera und Augenmaß, sagen, wie ein bestimmter Läufer sich zu bewegen habe, damit dieser künftig effizienter läuft? Ich halte das für ein kühnes Vorhaben.
:Blumen:

Das ist doch auch wieder sehr verallgemeinert. Erstmal ist für mich ein Video wichtig, damit ich mir eine Sequenz viele Male mit dem entsprechenden Sportler anschauen kann. Und meist sieht man bei Sportlern bereits auf den ersten Blick Probleme beim Laufen, de behoben werden können. Das können so Sachen wie Fersenlauf, Gesäßknick, Verdrehung der Schulter beim Armeinsatz o. Ä. sein. Und da hast du wohl recht, denn diese Probleme kann man eigentlich nicht durch das Lauf-ABC beheben. Dafür gilt es dann andere Lösungen zu finden.

Allerdings ist der Laufstil so individuell, dass man natürlich nie diese individuellen Dinge unberücksichtigt lassen darf. Ich kenne genügend Sportler, die aufgrund körperlicher Einschränkungen einen "seltsamen" Laufstil, der aber für sie ökonomischer ist als der als bester Laustil propagierte, haben.

Trillerpfeife 24.08.2018 10:38

und manche Laufschwächen sieht man doch auch als einigermassen erfahrener Läufer:

Starkes auf und ab hüpfen beim Laufen. Komische Armhaltung. Der grässliche Vorfusslauf. etc

Natürlich die Einschränkung, dass sich das der Läufer vielleicht für seine persönliche Laufökonomie so angewöhnt hat.

Hört sich hier ja teilweise so an als ob ein schluderiges Lauf ABC gleich für den Rest des Läuferlebens eine Katastrope ist.

gaehnforscher 24.08.2018 11:28

Keine Ahnung, ob das irgendwo anders rauskommt, relativ weit unten schrieb ich aber sehr bewusst man kann sich weiterentwickeln und nicht man "wird"; eben weil es nicht wissenschaftlich nachweisbar ist und auch, weil es natürlich wie bei jedem Training die Wirksamkeit auch stark von den persönlichen bereits vorhandenen Fähigkeiten abhängt.

Selbst wenn wir hier von mir aus mal nur hypothetisch annehmen, dass Lauf abc langfristig haben kann: Einen wirklich belastbaren Nachweis dafür wird es vermutlich nie geben, weil der Zeitraum sehr lang sein müsste und am Ende trotzdem noch viel zu viele andere Faktoren die Leistungsentwicklung beeinflussen, welche man nicht ausschalten kann, außer vllt über eine extrem große Stichprobe.

Grundsätzlich ist es sicher ein schwaches Argument zu behaupten, dass etwas ja trotzdem wirkungsvoll sein kann, auch wenn es nicht wissenschaftlich bewiesen ist. Gerade in der Sportwissenschaft muss man allerdings dazu sagen, dass sehr lange um den Wissenschaftstatus gekämpft werden musste, weil eigentlich kaum eigene neue Erkenntnisse gewonnen/ Methoden kreiert wurden, sondern hauptsächlich nur Erklärungen für Methoden gesucht wurden, von denen man aus der Praxis schon weiß, dass sie funktionieren, nur halt noch nicht warum.

Für mich geht's beim Lauf Abc auch gar nicht darum ein ganz bestimmtes Bewegungsmuster zu erzwingen, sondern erstmal darum ein gewisses Bewegungsrepertoire und ein Bewusstsein für die eigene Bewegung zu schaffen, aus den sich der Körper dann bedienen kann, um seinen ökonomischen Laufstil zu entwickeln. Dazu beinhaltet so ein Lauf Abc wie vom captain geschrieben neben Kniehebelauf und Anfersen ja noch ein paar weitere Dinge.

Ich stimme allerdings gerne zu, dass viele Dinge ziemlich fragwürdig sind, über die in Zeitschriften, vielen Laufbüchern oder online Artikeln so philosophiert wird und die isoliert als Merkmal für einen vermeintlich guten Laufstil herangezogen werden (mein Liebling: Vorfusslauf vs Abrollen).

Dass viel laufen auch hilft bestreitet ja keiner. Für mich ist es aber keine entweder-oder Diskussion. Wie wenig km Umfang man tatsächlich verliert hätte ich ja schon geschrieben. Für jmd der 3-4x Woche läuft ist das vernachlässigbar.

Um vllt auch noch mal auf das bsp Radfahren einzugehen: klar ist für einen Anfänger erstmal eine 90er TF unökonomisch und es bringt auch nichts einfach zu sagen, ab jetzt fährst du die gefälligst. Man wird aber in der Regel auch hier zumindest im Winter auf der Rolle nicht einfach nur km und Intervalle fahren, sondern auch mal sehr kurze Abschnitte mit sehr hoher Frequenz einbauen, um sich motorisch zu entwickeln und am Ende pendelt man sich irgendwo in der Mitte ein (sofern man nicht von Brett Sutton trainiert wird). Das hat ja erstmal auch noch gar nichts mit runder Tritt ja oder nein zu tun, verbessert aber die (motorische) Schnelligkeit.

Triathlonator 24.08.2018 12:37

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1401184)
gaehnforscher, Du unterstellst einfach, dass das Lauf-ABC den Laufstil in Richtung eines biomechanisch effizienteren Stils verbessern würde, zumindest langfristig.

Ich könnte mit der gleichen Berechtigung behaupten, dass Lauf-ABC die biomechanische Ebene verschlechtert.

Triathlonator empfiehlt sogar Trampolinspringen. Auch er könnte recht haben. Oder unrecht.

Beim Radfahren schien lange Zeit völlig offensichtlich, dass der "runde Tritt" biomechanisch besser sei, als andere Trittmuster. Mittlerweile hat sich das als Irrtum herausgestellt, weil die tatsächlichen biomechanischen Verhältnisse viel komplexer sind, als man das lange Zeit annahm oder berücksichtigte. Eine möglichst tangentiale Krafteinleitung ist ineffizient. Deshalb fährt auch niemand so.

Beim Laufen herrscht ebenfalls die naive Grundüberzeugung, dass Merkmale wie kurze Bodenkontaktzeiten, ein gewisser Kniehub, eine gewisse Haltung und Armbewegung etc. biomechanisch effizienter sein müssten, als andere, frei erlernte Bewegungsmuster. Es gibt dafür aber keine Beweise. Bewiesen ist nur, dass Läufer, die viel laufen, dies im Durchschnitt effizienter tun, als Läufer, die weniger laufen.
:Blumen:

Ich "empfahl" Trampolinspringen als nicht ganz so ernst gemeinte Bereicherung der sportlichen Abwechslung, mit sehr hohem Spaßfaktor. Unbestreibar ist aber der Nutzen, den generelle Gymnastik und somit auch Trampolinspringen erzielen. Natürlich bringt es langfristig was, Sprungkrafttraining zu machen. Durch Entwicklung der Muskelgruppen und insbesondere der Balance/Stabilität, sind 30 Minuten Trampolinspringen höchstwahrscheinlich noch effektiver, als der affige Hopserlauf??? Wenn mir allgemein springen mit der Zeit leichter fällt, dann profitiert auch die Fußarbeit beim Abstoßen im Laufen davon?

Außerdem halte ich es für fatal alles so statisch zu sehen. Das widerspricht dem generell dynamischen Geist der Bewegung und somit dem Sport. Die TF90 beim Radfahren ist ein Näherungswert...sowie 90km/h im Auto behauptet, das perfekte Maß für Motor- bzw. Spritökonomie zu sein. Den Radfahrer will ich sehen, der 4 Stunden lang exakt 90TF fährt. Und trotzdem liegt Wahrheit darin, wenn man sich dann Puls- und/oder Wattwerte anschaut und aus der theoretischen Kalkulation, annähernd das vorhergesagte praktische Beispiel bekommt.

Aus deiner Erfahrung raus ist z.B. 85TF die perfekte Radökonomie für mich, weil ich die fast ausnahmslos bei Radtrainings als durchschnittlichen Endwert erhalte. Ich fahre aber keine konstanten 85 auf profilreichen Strecken? Und mit runder Tritt war in den 90'ern eigtl. eher gemeint, dass das Kraftverhältnis links/rechts=50/50% liegt. Auch so'n Ding, das ich nicht verstehe, warum heute so viele den runden Tritt mit der TF assoziieren. Und ja, dein Einbeinpedal-Dingens ist dafür eingeführt worden^^

Effizienz zielt auf ein Leistungsmaximum ab. Ökonomie auf das beste Preis/Leistung-Verhältnis und inkludiert somit effiziente Leistung, im Maximalprinzip. Einer der effizient läuft, schafft damit nicht zwangsläufig einen Marathon, weil dafür dann eher das Minimalprinzip zur Geltung kommt? Er muss eventuell seinen perfekt effizienten Laufstil, aus ökonomischen Gründen(Schmerz) aufgeben, um überhaupt durch zu kommen? Wenn ich effizient laufe, ordne ich das Ergebnis der Leistungsfähigkeit unter, umgekehrt wenn ich ökonomisch laufe? Das ist ja was du beschreibst, wenn du sagst, dass ein jeder seine eigene Laufökonomie entwickelt, wenn er das Gefühl hat, dass es nicht "rund läuft".

Der ökonomische Läufer ist aber eventuell nicht unbedingt der effizienteste, da er vielleicht mehr Potential hat, aber auf Grund von Widerständen, noch kein guter, oder sogar perfekter Läufer ist? Über die Masse kommst du nur bis zu einem bestimmten Plateau und dann musst du zwangsläufig am Detail kratzen, um dich weiter zu entwickeln? Wenn ich jetzt 5 Jahre nur Umfänge steigere, hat mir eventuell mein steckensteifes Alter ein Strich durch deine Effizienzrechnung gemacht?...hätt ich mal lieber frühzeitig das ABC praktiziert, um der Steifheit entgegen zu wirken...:)

Zitat:

Diesen Jemand würde ich dann gerne mal kennenlernen. Er kann von außen, mit Videokamera und Augenmaß, sagen, wie ein bestimmter Läufer sich zu bewegen habe, damit dieser künftig effizienter läuft? Ich halte das für ein kühnes Vorhaben.
Sehe ich auch ein bisschen kritisch. Personal Trainer neigen oft zum Blenden, oder können unerfahren sein. Einen vermeintlich richtig guten findest du erst, wenn nach einem Jahr Training die Leistung stimmt? Vereins- oder Gruppentraining ist da meiner Meinung nach der bessere Weg, da mehrere Meinungen und Erfahrungen mit einfließen. Beim Schwimmen hat trainieren unter Anleitung aber definitiv Geltung, da der technische Anspruch und somit Festigung einer falschen Technik, durch jahrelanges, ungeleitetes Kilometerschrubben, viel höher ist? Auch hier wieder dieses "Plateau"-Ding. Wenn man sich aus eigener Kraft nicht weiterentwickelt, ist Zuhilfenahme von außen dann doch richtig und wichtig? Wenn das nicht so wäre, für was brauche ich dich dann noch als Trainer...:Cheese:

Im übrigen finde ich manche der Übungen extrem fragwürdig. Was mir genau das Silly Walking(Stechschritt), Käsekästchen, oder auf einem Bein durch die Gegend hüpfen bringen soll, verstehe ich überhaupt nicht! Wenn ich Kraftdefizite linksseitig habe, macht gezieltes Krafttraining da mehr Sinn, weil "effizienter"? Wenn ich Knieheben oder Skippings mache, für was muss ich dann noch ein jugendliches Schulspiel für Mädchen abspulen? Und Stechschritt lehne ich kategorisch ab. Mal abgesehen davon, dass das signifikanteste Argument ist, wie beknackt alle drei Übungen aussehen und ich keine Lust hab im Park von Jugendlichen verprügelt zu werden...:)

Tetze 24.08.2018 12:50

Zitat:

Zitat von Triathlonator (Beitrag 1401235)
...Und mit runder Tritt war in den 90'ern eigtl. eher gemeint, dass das Kraftverhältnis links/rechts=50/50% liegt. Auch so'n Ding, das ich nicht verstehe, warum heute so viele den runden Tritt mit der TF assoziieren. Und ja, dein Einbeinpedal-Dingens ist dafür eingeführt worden...

Ich glaube, da hast du etwas falsch verstanden. Der "Runde Tritt" bezieht sich nicht auf R-L-Verteilung und auch nicht auf die TF.
Es geht dabei um die Richtung der Krafteinleitung von Fuß auf Pedal/Kurbel!

tridinski 24.08.2018 12:55

Zitat:

Zitat von gaehnforscher (Beitrag 1401167)
... kommt es halt nicht on top bzw. wird auch keine andere Einheit dafür gestrichen, sondern es wird meist einfach vors Intervalltraining in die Aufwärmphase gesteckt. Ich laufe auch 3-4 mal pro Woche. Das macht 45-60 km in der Woche. Wenn ich 15min Laub abc mache, bewege ich mich ja auch ein paar Meter, sodass ich am Ende 1,5km verliere. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass diese 1,5km eine wesentliche Verbesserung bringen würden. 1,5km von etwas einzutauschen, was ich ohnehin schon viel betreibe, und dafür noch mal einen andersartigen Reiz zu setzen finde ich hingegen sogar sehr effektiv

Volle Zustimmmung :)

... und dafür dass ich mich gut fühle wenn ich ABC mache, brauche ich keine "Beweise"

langsamläufer 24.08.2018 13:08

Das ist doch mal ne Aussage !
 
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1400987)
Lass es sein. Gehe lieber laufen stattdessen, in möglichst abwechslungsreichem Gelände.

Das Lauf-ABC soll die Lauf-Ökonomie verbessern. Das bedeutet, weniger Sauerstoffverbrauch bei einem festgelegtem Tempo. Diese Lauf-Ökonomie hängt jedoch vor allem von den Wochenumfängen ab, also den Kilometern, die Du durchschnittlich pro Woche zurücklegst. Das Lauf-ABC hat nur sehr geringe Effekte, positive wie negative.

Wenn Du ein besserer Läufer werden willst, musst Du in erster Linie mehr laufen. Abkürzungen gibt es nicht.
:Blumen:

Hallo,
Das hört sich für mich schlüssig an. Danke, der Langsamläufer

Klugschnacker 24.08.2018 13:21

Zitat:

Zitat von gaehnforscher (Beitrag 1401224)

Ja, da kann ich mitgehen. :Blumen:

Trillerpfeife 24.08.2018 13:28

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1401248)
Ja, da kann ich mitgehen. :Blumen:

ja vorher aber Lauf ABC






alles Gute für dich! :)

NBer 24.08.2018 15:15

aber wenn lauf abc nichts bringt klugschnacker....wieso praktizieren das dann läufer seit jahrzehnten bis heute? und zwar läufer aller distanzen? sind jahrzehntelange erfahrungen nicht genau so viel wert, wie studien? sind das nicht quasi studien, nur nicht aufgeschrieben? alle wissen, dass 2+2=4 ist. aber wer kann den mathematischen beweis erbringen bzw kennt eine studie dazu? ist es deswegen dann nicht trotzdem richtig?
lass einen normalo gegen einen sprinter aus dem startblock springen beim startschuß.......der sprinter hat schon 2 schritte gemacht, während der normale noch sitzt. das sind tausendfach geübte neuromuskuläre ansteuerungen, das kann man doch nicht negieren, dass es da einen zusammenhang ziwschen dementsprechenden training und dem ergebnis gibt. die nervenleitgeschwindigkeit ist bei allen menschen gleich, aber die nervale muskuläre ansteuerung kann trainiert werden, die reaktion des muskels auf einen neuronalen reiz. da braucht es auch keine studie, um da ein ergebnis, einen unterschied zu sehen.

tridinski 24.08.2018 15:30

Klugschnacker argumentiert ja im Wesentlichen dass was anderes einfach mehr bringt, nämlich einfach Laufen. (abgesehen von der vermeintlichen Beweislage)

irgendwann wird der Grenznutzen von "einfach Laufen" natürlich immer kleiner, so dass dann neue Reize wichtiger werden um überhaupt noch voran zu kommen. Für den geneigten Amateurtriathleten gäbe es demnach aber so viele Baustellen in allen Disziplinen dass er nie dahin kommen wird wo LaufABC dann wirklich angezeigt wäre.

Vicky 24.08.2018 15:41

Oh ein spannendes Thema, das mich auch sehr interessiert. :Blumen:

Ich bin starker PRO Lauf-ABC Verfechter, weil ich damit nicht nur die Effizienzerhöhung oder Technikverbesserung verknüpfe. Die Erfolge sind eher gering, denke ich. Lauf-ABC ist für mich vor allem auch Lauf-KRAFT-Training.

Mir ist aufgefallen (übrigens das gleiche wie beim Schwimmen), dass die meisten irgendwelche Übungen machen, weil sie die Übung halt kennen. Die wenigstens machen wirklich gezielt die Übungen, die ganz individuell zu demjenigen passen und für mögliche Verbesserungen sorgen.

Dafür braucht man natürlich jemanden, der sich damit auskennt und mal drauf schaut, welche Übungen man denn gebrauchen könnte.

Man kann aus einem Walross keine Gazelle machen... (ich spreche von mir :Cheese: ). Aber man kann dem Walross zeigen, wie es vielleicht mehr Kraft bekommt und beweglicher wird, damit es sich so anfühlt, als wäre es eine Gazelle.

:Blumen:

PS.: Eine ganze Laufeinheit würde ich da nicht ansetzen, sondern wie es eigentlich fast alle so machen... Einlaufen, ABC, Programm was auch immer oder ein lockerer Lauf... Lauf ABC kann man gut einbauen in die Läufe.

Bommel91 24.08.2018 16:25

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1401267)
aber wenn lauf abc nichts bringt klugschnacker....wieso praktizieren das dann läufer seit jahrzehnten bis heute? und zwar läufer aller distanzen? sind jahrzehntelange erfahrungen nicht genau so viel wert, wie studien? sind das nicht quasi studien, nur nicht aufgeschrieben? alle wissen, dass 2+2=4 ist. aber wer kann den mathematischen beweis erbringen bzw kennt eine studie dazu? ist es deswegen dann nicht trotzdem richtig?
lass einen normalo gegen einen sprinter aus dem startblock springen beim startschuß.......der sprinter hat schon 2 schritte gemacht, während der normale noch sitzt. das sind tausendfach geübte neuromuskuläre ansteuerungen, das kann man doch nicht negieren, dass es da einen zusammenhang ziwschen dementsprechenden training und dem ergebnis gibt. die nervenleitgeschwindigkeit ist bei allen menschen gleich, aber die nervale muskuläre ansteuerung kann trainiert werden, die reaktion des muskels auf einen neuronalen reiz. da braucht es auch keine studie, um da ein ergebnis, einen unterschied zu sehen.

„Warum ist 2 + 2 = 4 und nicht etwa 5?

Der Beweis, den Leibniz anführt, ist kurz: Den vorherigen Definitionen zufolge, ist nämlich 2 + 2 dasselbe wie 2 + 1 + 1. Von hier aus können wir nun mühelos die Zahlenleiter hinaufsteigen, denn nach der uns schon bekannten Lesart gilt: 2 + 1 + 1 = 3 + 1 = 4.„ Quelle: https://m.tagesspiegel.de/wissen/aha...google .de%2F

Triathlonator 24.08.2018 17:00

Zitat:

Zitat von Tetze (Beitrag 1401238)
Ich glaube, da hast du etwas falsch verstanden. Der "Runde Tritt" bezieht sich nicht auf R-L-Verteilung und auch nicht auf die TF.
Es geht dabei um die Richtung der Krafteinleitung von Fuß auf Pedal/Kurbel!

Kann durchaus möglich sein. Mir wurde in den Spät 80'ern vom Trainer immer nur mit gegeben, ich würde beim Sprint zur rechten Seite abfallen. Er führte das auf einen nicht vorhandenen runden Tritt zurück, was auf Rückfrage mit ähnlichen wie deinen Worten wiedergegeben wurde. Summa Sumarum wollte er mir nur sagen, dass mein Tritt nicht unbedingt sehr "effizient" ist^^

Seit dem sind 25 Jahre vergangen und jeder beschreibt bei rundem Tritt was anderes. Im Endeffekt denke ich, der runde Tritt summiert vielerlei Detailaspekte auf, um die eigenen Radfähigkeiten zu verbessern. Welche zutreffen und welche nicht, kann mir eine Studie nicht sagen, sehr wohl aber ein Learning by Doing. Natürlich muss sowas dann immer ausreichend lang "probiert" werden, um zu sehen ob ein Nutzen davon abspringt.

Zitat:

Das Lauf-ABC soll die Lauf-Ökonomie verbessern. Das bedeutet, weniger Sauerstoffverbrauch bei einem festgelegtem Tempo.
Das ging natürlich verloren. Wenn Klugschnacker sich explizit darauf bezieht, dann nein...Lauf-ABC wird ganz sicher nicht das kardiovaskuläre System verbessern. Das schaffen tatsächlich nur unendlich langweilige Kilometer, in möglichst langsamen GA1 Tempo. Trotzdem werde ich davon nicht effizienter...nur ausdauernder. Und wo genau steht das Lauf-ABC nur die Lauf-Ökonomie(im Sinne des Kontexts) verbessert und im besonderen den Sauerstoffverbrauch vermindern soll? Oder bezieht man sich da auf eigene Erfahrung? Lauf-ABC wird ja eher als Lauftechnik gesehen? Es soll eigtl. die Koordination und Flexibilität verbessern?

Im übrigen, wenn ich mir jetzt ein besseres Rad, bessere Laufschuhe und nen Neo kaufe, bin ich dann effizienter, oder ökonomischer?

Zitat:

PS.: Eine ganze Laufeinheit würde ich da nicht ansetzen, sondern wie es eigentlich fast alle so machen... Einlaufen, ABC, Programm was auch immer oder ein lockerer Lauf... Lauf ABC kann man gut einbauen in die Läufe.
Eben.

Helios 24.08.2018 18:24

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1401267)
aber wenn lauf abc nichts bringt ....

yepp - das ist so bei ANFÄNGERN - da erzielt man bessere und raschere Ergebnisse z.B. auf dem Laufband - also 1 h lang versuchen die 8km/h zu halten - beim nächsten Mal jeweils steigern z.B. in 0,5km/h Schritte - die 10km/h ist dann z.B. "eine Mauer".

Ich hatte das Entchen Anfang 2015 zu einem runningcamp auf Fuerteventura "geschickt" - dort war der Großteil der Teilnehmer Weltmeister im Lauf-ABC - das Entchen hat gar nicht gewusst was das soll - als es ans eigentliche Laufen ging war die Welt vom Entchen wieder in Ordnung, das konnte sie dann soweit.
Mitgenommen hat sie von dem Camp: einfache Intervalle haben sie schneller gemacht, wobei die Wiederholungen/Pausen nicht ganz so klar waren/sind.

Ich für meinen Teil bin froh etwas Ski-Gymanstik den Winter gemacht zu haben, weil meine Konzentration nach ner öden Laufzeit doch nach lässt und ich etwas dabbich bin und schon mal über die Außenkante des Fußes wegschnaxel und dann sogar knapp über die eigenen Füße stolper. Das Innen- und Außenkanten war da eine verdammt gute Übung :)

Stefan 24.08.2018 21:09

Zitat:

Zitat von Helios (Beitrag 1401300)
yepp - das ist so bei ANFÄNGERN - da erzielt man bessere und raschere Ergebnisse z.B. auf dem Laufband - also 1 h lang versuchen die 8km/h zu halten - beim nächsten Mal jeweils steigern z.B. in 0,5km/h Schritte - die 10km/h ist dann z.B. "eine Mauer".

Wenn man ein Tempo 1h halten kann, dann dauert es eine ganze Weile, bis man das Tempo + 0.5km/h eine Stunde halten kann und dann nochmal......

IMHO ein total falscher Trainingsansatz, aber auch der Grund, warum viele Läufe relativ schnell das Gefühl haben, dass sie sich nicht weiter steigern können und ihr persönliches Limit (was dann vielleicht bei 50 Minuten beim 10er Stadtlauf liegt) erreicht haben.


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