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@Loretta: cool :)
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Erstmals besten Dank für die zahlreichen Antworten.
Ich möchte mal ein paar Fakten zum schwimmen sagen und zu seinem Ziel Ironman. Das Ziel Triathlon kam von ihm erst dieses Jahr im März. Vorher war schwimmen für ihn nicht wichtig, er meinte er will sich auf's Laufen und Duathlon konzentrieren. Darum gab es vorher auch nicht mehr Schwimmtrainings. Vorher gab es rund 1x pro Woche ein Schwimmtraining im Triathlonkurs. Wenn er das Ziel Ironman schon früher gehabt hätte, wäre es sicher komisch gewesen, so wenig zu schwimmen. Ab März sind wir dann auch vermehrt geschwommen. Radtrainings mussten untergebracht werden und so fehlten auch etwas die KM für den Wings for Life Run. Das war sicher ein bisschen ein Fehler vor mir, das ich ihn dort starten lies. Habe erst kurz vor dem Rennen mich informiert, wieviel der Junge etwa Laufen kann. Zum Radfahren. Er hat vor gut einem Jahr richtig angefahren Rad zu fahren. Seit November 2017 hat er nun 1480 gemacht. Bergauf ist er ziemlich stark. Im April ist er bei einem Clubrennen nur 8sek hinter einem Fahrer gewesen, der schon 5300 Jahreskilometer hat. Das Rennen ging um die 16min. Nach der Saisonpause wo er vorher auf einen Halbmarathontrainiert hat, ohne eigentlich viel Rad zu fahren (war mehr als Ausgleich) hat er mal einen 5min Test auf der Rolle gemacht. Mitte November konnte er dort 280 Watt fahren. (SRM) Eigentlich geht es mir ja auch nicht darum, in diesem Thread ob er Sub 9 schaffen kann oder nicht. Ich möchte ihm einfach gute Ziele als Werte vermitteln, die ihn einfach weiterbringen. Als ich ihm dann mal die Splitzeiten gesagt habe und den dazugehörigen Speed, war er dann schon einmal kurz erschreckt. Wir haben gerade heute nochmal gesprochen und er ist immer noch voll überzeugt, das er dies schaffen kann. Wir haben vor beim Schwimmen deutlich mehr zu investieren. Beim Laufen arbeiten wir vorallem mal an der Grundschnelligkeit über 200 bis 1000m Jede 4. Woche ist ein Test beim Rad (etwa 17min bergauf, Lauf 1000m und schwimmen 400m angesagt. |
Zu den Zielen oder Zwischenzielen wurde ja schon einiges geschrieben.
Du kennst ihn am besten. Meine Zwischenziele waren sowas wie 10x100 in Abgangszeit xy (2min) Marathon in xyz, schneller als der Vereinskollege bei xyz, Ironman finishen, dann in der Ak unter die ersten 50, eine Minute im 2Grad kaltem Wasser schwimmen :Cheese: und so weiter. Damit will ich sagen, es müssen ja nicht immer Ziele sein die unbedingt was mit dem grossen Ziel zu tun haben die aber auch motivieren. Für ihn ist ein grosses Zwischenziel auf jeden Fall die Hawai Qualli. :) Viel Spass und Erfolg für euch beide. |
Ich bin voll bei Loretta. Der Unterschied zwischen Traum und realistischen Zielen ist hier entscheidend. Zudem spielt es eine grosse Rolle, dass der Kandidat "erst" 19 ist. Da ist ein 5 Jahres-Plan mehr als ein Viertel seines bisherigen Lebens. Zudem unterstütze ich die Sichtweise, sich über kurze und schnelle Distanzten auf längere vorzubereiten.
Frage an die Profis: wie aussagekräftig ist es für eine Raddistanz von 180km, wenn er 15 Minuten volle Presse geben kann und dabei gute Werte erzielt? A propos laufen: mein Nachbar ist 16, noch nie vereinsmässig gelaufen und letztes Wochenende einen 5000m Lauf in 17:46 gelaufen. Irgendwie sind die jungen per se "spritziger". (er geht bisher "nur" auf Bergtouren). Ich bin etwas überrascht, dass ein "Trainer" solche Fragen stellt wie der TE. |
Zitat:
Was ist wenn ihm der ganze Ironman gar kein Spass macht. Auch wenn er sagt, das er dies schaffen kann. Hat er mal gesagt, was ist wenn ich es nicht schaffe. Doch irgendwie gefällt mir auch seine Vision. Vielleicht könnten auch viele von ihm etwas lernen. Wie gesagt. Vor 2 Jahren noch kein Sport gemacht und dann startet er beim Laufen schnell durch. Auch seine Umfänge sind bisher nicht so gross. Beim letzten 10km Lauf (knapp über 36min) ist er in den letzten 6 Wochen davor durchschnittlich 30km pro Woche gerannt. Da brauchen viele viel mehr für diese Zeit. 15min zügig haben natürlich keinen Prognostischen Wert für etwas das in 5 Jahren ist. Der Junge kann in dieser Zeit auch noch trainieren. Ich bin der Meinung das ein Ziel, dass von einem Athleten kommt, immer besser ist, als ein Ziel, das vom Trainer kommt. Darum werde ich ihn auf dem Weg begleiten. #Sub9 Das Training mit ihm macht richtig Spass und ich denke, das ich noch viel von ihm lernen kann. |
Zitat:
Ich hab 2 Jungs in diesem Alter und die haben auch die eine oder andere irre Idee. In diesem Alter sich solche Ziele zu stecken, auch mal fallen, auch mal wieder mühsam aufrappeln, ein anderes irres Ziel setzen... Wenn nicht in diesem Alter - wann dann? Ich lerne auch immer wieder von meinen Jungs. Nur weil man nicht weiß wie sie mit einem eventuellen scheitern umgehen, den Sapß/Irrsinn/das große Ziel ausreden? Würde ich nicht machen. Dafür haben sie in 20 Jahren immer noch Zeit. Ich wünsche viel Spaß! |
Ich habe das jetzt alles mal grob überflogen, aber was ich dazu sagen kann:
Ich finde seine Motivation super. GAnz ehrlich! Es muss aber auch zum Typ passen und da liegt es meiner Meinung nach dran. Trainer, Verwandte, Freunde sind hier gefragt realistisch einschätzen zu können ob der Jung an einem scheitern zerbrechen würde. Ich persönlich bin selber auch so gestrickt, zumindest grob. Ich habe mir immer große Ziele gesetzt. Teils selbst für mich in dem Moment unrealistische und bin auch oft dran gescheitert, aber ich habe sie irgendwann dann doch bisher erreicht oder bin noch dran:Cheese: Am besten konnte mich früher mein Trainer motivieren, als ich rein zufällig mitbekommen habe, dass er einen Kasten Bier gegen mich gewettet hat, dass ich bei einem bestimmten WK die 1:20 knacke auf 100 m schwimmen. 3 Mal hat er das gemacht und jedes Mal kam eine deutliche Bestzeit raus. (Es lag viel an der Motivation, denn bei einem WK bestand die vorige Bestzeit noch aus der Vorwoche und wurde in dem Beispiel über 400 F um einige Sekunden unterboten) Was ich damit sagen will: Es gibt Leute die brauchen Ziele die weit weg sind. Ich könnte mit dem Ziel mich um 3 sek auf 10 km laufen zu verbessern nicht arbeiten. Aber ich habe im Hinterkopf trotzdem auch die Gewissheit, dass wenn ich alles gegeben habe zwar erst unzufrieden zu sein, aber mit nötigem Abstand stolz auf meine Leistung zu sein. Typsache! Edit schmeißt noch ein kleines vielleicht passendes Beispiel rein: Meine ersten richtigen Tria WKs wurde ich ins kalte Wasser der NRW-Liga geworfen. Ich wurde gnadenlos zum vorletzten Platz durchgereich, was vorher schon klar gewesen ist. Niemandem würde ich das so empfehlen, der Großteil würde nach dem Erlebnis richtig frustriert sein. Ich fand es geil. Ich wusste schon da: Daran werde ich wachsen. |
Man darf auch nicht vergessen, dass es schwierig ist jemandem von einem Ziel abzubringen. Pipi fungiert für den Jungen ja als Berater. Als ein guter Berater sollte er ihn begleiten und ihm nichts vorschreiben. Der Junge muss ka von selbst einsehen und erkennen, dass das Ziel vielleicht überzogen ist. Das kann er aber doch gar nicht können, da ihm dafür einfach die Erfahrung fehlt.
Aus eigener Erfahrung kann ich aber auch nur sagen, dass es sehr demotivierend sein kann wenn man bei Zielen (egal ob überzogen oder nicht) nicht 100% unterstützt wird. Das kann genauso an einem Nagen wie enttäuschende Ergebnisse. Mehr als ihn inhaltlich in Bezug auf Training und co zu unterstützen kann man nicht machen. Ich könnte mir auch vorstellen, dass er zwar aktuell nicht an Wettkämpfe denkt, aber er Lust bekommt sobald er selber merkt, dass er schneller wird. Jeder Jeck ist anders und der Umgang mit Zielen und Motivation nicht einfach und (leider) auch nicht pauschalisierbar. |
Hochgesteckte Ziele sind meiner Meinung nach nur problematisch, wenn keine adäquaten, d.h. auch erreichbare Zwischenziele formuliert werden.
Jeder braucht eine Motivation, einen Traum, Etwas, das ihm Antrieb gibt (zumindest aus meiner Sicht). Wenn du den Erfolg einzig und allein daran festmachst, dann wirst du früher oder später ein Problem bekommen, vor allem, wenn sich die ersten Rückschläge einstellen. Zwischenziele stärken das Selbstbewusstsein, dienen der Leistungsüberprüfung und machen auch das Coaching einfacher. Für mich ist der einzig kritische Punkt an diesem Fall, dass es keine Wettkämpfe (=Zwischenziele) geben soll und gefühlt alles auf einen Tag X in 5 Jahren ausgelegt wird. Ansonsten, wenn ein motivierter (vllcht noch etwas naiver) 19-Jähriger motiviert ist, ist doch cool. Und Pippi hat wohl genug eigene Erfahrung, da ihm mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. |
Zitat:
Das fängt beim Triathlon an beim Massenstart im Schwimmen, geht über das Pacing, die Ernährung bei einem Ironman, Wechselzone, etc. Soll er sich ruhig vornehmen, in 5 Jahren einen Ironman in sub9 zu finishen, aber er sollte vorher ein paar Wettkämpfe machen. Die 2, die er bisher gemacht hat - ich nehme an Volkstriathlon - werden nicht in Ansätzen widerspiegeln, was ihn erwartet. |
Pippi Eure Geschichte erinnert mich ein wenig an meine eigene.
Ich habe mit 16 Jahren mit dem Ausdauersport begonnen (zunächst Laufen, ab und zu bei Wehwehchen oder wenn ich nicht genug kriegen konnte vom Training auch Schwimmtraining, dann bald auch Rennradfahren allerdings "erst" ab Frühjahr bis in den Spätsommer) und erst einmal zwei Jahre so für mich trainiert (ohne einen einzigen Wettkampf und so gut wie immer alleine für mich). Dann lernte ich Triathleten kennen und hatte da einen zunächst etwas väterlichen Freund (er ist knapp 20 Jahre älter als ich). Der hat mich einfach zu Wettkämpfen mitgeschleppt ;-) und dafür bin ich ihm noch heute sehr dankbar. Erster Wettkampf überhaupt ... ein Marathon. Ich war danach sehr stolz, obwohl ich für den Rückweg (Wendestrecke) ziemlich genau eine Minute länger brauchte pro Kilometer. Markus hat relativ viel mit mir trainiert und er hat mich zwei, drei Jahre relativ oft zu Wettkämpfen mitgenommen. Der Kontakt brach etwas ab, als ich zum Bund musste und danach wurde es nie mehr so eng, wie in der guten, alten Zeit. Vom Alter her und so also ähnlich wie bei Dir und Deinem Freund. Markus hat mich nie wirklich in Trainingsfragen versucht großartig zu beeinflussen. Er merkte wohl, dass ich viel zu wenig beeinflussbar bin nach der mich sehr stark prägenden Zeit, in der ich wie gesagt alleine für mich trainierte. Für Dich dürfte es nicht ganz leicht sein die Trainerposition einzunehmen, da ihr halt auch eine Art Trainingsgemeinschaft darstellt (denke ich zumindest). Zwar kann es nicht schaden, wenn ein Trainier hin und wieder Einheiten ganz und teilweise mit einem seiner Athleten mitmacht, aber das ist dann ja irgendwie anders. Von daher glaube ich, wäre es irgendwie besser, wenn Ihr mehr zusammen trainiert und Du ab und zu Ratschläge gibst u.ä., aber vielleicht doch ein anderer den Trainierposten übernimmt. Mit knapp 20 bis so Mitte 20 kann man ungeheuer was wegstecken i.A.. Das sollte man nutzen finde ich besonders, wenn man echt Langstreckler werden will. Für einen lehrbuchhaften Aufbau ist es ja eh viel zu spät. Was ein Frederic Funk beispielsweise gemacht hat bzw. machen konnte, daran solltet Ihr Euch nicht übertrieben orientieren. Der hat hat als Kind angefangen und ist wohl genetisch gar nicht mal so übel veranlagt ;-). Wer aber wie Dein Freund 36er-Zeiten läuft mit sehr deutlich unter 100 Wochenkilometern, der dürfte auch ganz schön Talent haben zumindest zum Laufen und auf das Rad lässt es sich ja relativ oft ganz gut übertragen, wenn man nicht zu leicht ist (zu wenig Muskelmasse). Sag` ihm einen schönen Gruß von mir: Ich erwarte, dass da was kommt in den nächsten Jahren. Locker und lässig 30 km in der Woche abspulen und dann euphorisch sein bei gelungen Einheiten oder Wettkämpfen, das könnte ich auch. Das ist ja leicht ;-). Talent verpflichtet und wenn man eine Langdistanz echt so im Bereich von um die neun Stunden packen will, da sollte da was kommen. Was Schwimmen betrifft, sollte er zusehen, dass er Anschluß bekommt an einen guten Schwimmtrainer. Vom Alter her ist da sicher noch ganz gut was zu machen in Bezug auf den Erwerb einer guten Technik, auch wenn das optimale Alter längst überschritten ist. So viel Spaß! Haut rein :-)! |
ohh man,
voll schade. In dem Forum hier, geht es mittlerweile ( dieser Thread, "Langdistanz finishen" etc.)vor wie in Foren über Videospiele, in denen sich alle nur niedermachen, ich aber den Altersdurchnitt dort niedriger einschätze. Eine Konstruktive Auseinandersetzung mit den Inhalten ist wenig vorhanden. Und diskutieren hat nichts mit diesen forschen tönen von Manchen hier zu tun. Das geht denke ich auch anders. |
Ich hab es nach dem ersten Kommentar sein lassen, die weiteren zu lesen, deswegen kann es sein, dass jemand anderes schon eine ähnliche Antwort gegeben hat, trotzdem mal mein Senf dazu:
Ich halte nichts davon, so lange keinen Wettkampf zu machen um es dann auf ein Rennen anzulegen. Man lernt einfach mit jedem Rennen etwas dazu. Eine meiner wichtigsten Lehren über die ganzen Rennen hinweg war eigentlich jene, dass ich nicht auf andere schaue, sondern mein eigenes Rennen mache. Hört sich vielleicht banal an, ist es aber nicht. Für mich zumindest. Im Rückblick bin ich mir eigentlich immer viel zu sehr im Weg gestanden. Oft mit Top Form am Start, hab ich es schlichtweg vergeigt, weil ich mich auf Andere konzentriert habe. Sei es, dass ich mit vermeintlichen Konkurrenten am Rad mitgefahren bin, die schlichtweg stärker waren oder dass ich es Lutschern zeigen wollte und dadurch deutlich über meine Verhältnisse gefahren bin um wegzukommen. Was ich sagen möchte: Sein Ziel der Sub9 ist sicherlich möglich, wieso auch nicht. Sollt für jeden möglich sein, der hart genug arbeitet. Aber er soll Rennen machen um genau das zu lernen, weswegen er nicht starten möchte. :Huhu: |
Besten Dank Armin
Diesen Tipp hört sich gut an. |
Die Ziele von deinem Athleten in allen Ehren, aber realistisch ist das Vorhaben nicht wirklich... Sub9 ist schon ne dicke Hürde und ich kenne einige Athleten, die weitaus bessere PB haben.
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