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Ausserdem sind die ja erstmal wertfrei. |
Ich war vor allem in letzter Zeit wahrscheinlich ein bisschen arg unvorsichtig in Bezug auf Vitamin-Präparate.
Wie es der Zufall so manchmal will, fand ich gestern Abend fast zufällig einen Beitrag von Udo Pollmer zum Thema Folsäure bzw. Folat. Pollmer hat sich mit Studien dazu beschäftigt, die ihn dazu veranlassten vor Folsäure zu warnen. Das hat direkt jetzt noch nichts mit dem Thema des Fadens zu tun, aber den indirekten Bezug möchte ich jetzt herstellen. Es ist relativ weit verbreitet, dass es bei veganer Ernährung zu Problemen kommen kann in Bezug auf die Zufuhr von Eisen und Vitamin B12. Es könnte gut sein, dass die Substitution hier weniger kritisch zu beurteilen ist als die von Folsäure, aber möglicherweise ist die ja doch nicht ganz so ungefährlich, wie man erst einmal denken würde. In Bezug auf Folsäure ist Pollmer der Ansicht, deren Aufnahme könne im Vergleich zu der von Folaten (die kommen in der normalen Nahrung vor und der Körper kann die Aufnahme sehr genau regulieren) schlecht oder kaum reguliert werden. Ich habe mir gestern Abend vorgenommen, dass ich nicht mehr so unvorsichtig in Bezug auf Nahrungsergänzungsmittel sein möchte und mich um eine abwechslungsreicher Ernährung bemühen werde. Udo Pollmer kommt häufig recht provokant herüber und er argumentiert oft ein bisschen umgangssprächlich und er ist ja auch kein Ernährungswissenschaftler, trotzdem glaube ich, dass er in Bezug auf Ernährung schon einiges Wissen hat und ein Lebensmitteltchemiker dürfte da auch durchaus recht viel Ahnung haben durch seine Ausbildung bzw. seine Tätigkeiten danach. Hier der Beitrag von Pollmer: https://www.youtube.com/watch?time_c...&v=lP6h4uRJsAo |
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Der Felix von www.urgeschmack.de hat schon mal drüber nachgedacht, ob es nicht grundsätzlich gefährlich ist, wenn man auf das Verlangen des Körpers hört. Das sei nämlich noch wie vor x-1000 Jahren in der Steinzeit und da hat der Mensch halt nunmal gefuttert, was gegangen ist, weil er nie wusste, wann es wieder was zu essen gab. Ein paar Kilo zu viel waren im Winter eher von Vorteil, als heutzutage.
Davon abgesehen glaube ich, dass wir unbewusst viel zu sehr beeinflusst sind. Jeder hat doch irgendwo im Unterbewußtsein die alten Ernährungsdogmas abgespeichert. Milch ist gesund, ist z.B. eines davon. Den "guten" Fruchtjoghurt löffelt man aber eigentlich zwecks des Zuckers der drin ist und glaubt auch noch, sich wg. des Milchprodukts was Gutes zu tun. Wir (sind eignetlich Pesce-Vegetarier) haben uns schon auch mal überlegt, ob wir nicht wenigstens tageweise ausschließlich vegan essen wollen. Es ist halt viel Gewohnheit dabei. Morgens kommt Milch in meinen Kaffee und abends beim Kochen nehme ich gerne Butter oder Ghee wegen des Geschmacks. Ansonsten schränke ich Milchprodukte wg. meines stark entzündeten Zahnfleischs gerade ziemlich ein. Ich weiß noch nicht, ob es was bringt, das ist wohl eher eine längerfristige Sache bei mir und ich weiß auch nicht, ob ich dann was merke, da man Zahnfleischentzündungen ja eigentlich selber nicht bemerkt. |
Ich habe da mal von einem Experiment gehört mit Kindergartenkindern.
Die durften für eine Weile aus einem reichhaltigen Büffet selbst zusammenstellen, was sie für eine gewisse Zeit gegessen und getrunken haben. Es hätte keinerlei Kontrolle o.ä. gegeben, aber man protokollierte alles genau, was die Kinder so ausgewählt bzw. gegessen und getrunken hätten. Danach wertete man die Daten aus. An einzelnen Tagen hätten die Kinder zwar viel mehr Energie zugeführt als es ihrem Bedarf entsprochen hätte und hätten sich auch relativ einseitig ernährt, aber über einen längeren Zeitraum betrachtet hätte sich das erstaunlich gut ausgeglichen. Vielleicht steckt hinter der Geschichte mehr Wunschdenken als Wahrheit, aber wäre da was dran, fände ich das schon ziemlich erfreulich. In Sportbüchern las ich auch öfter Sportler würden mit den Zeit eine somatische Intelligenz entwickeln und instinktiv solche Lebensmittel bevorzugen, die ihnen gut tun. Tja - bei mir selber merke ich davon leider aber relativ wenig. |
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Kanada hat Milch aus der "Ernährungspyramide" gestrichen. Selbst wenn man die ethischen Aspekte der Massentierhaltung bei der Diskussion hier im Thread unberücksichtig lässt: Wenn ich mir anschaue, wie Milch und Fleisch produziert werden, dann müsste einem der Hunger danach doch vergehen. |
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Ich habe übrigens 1987 in den Sommerferien mal 3 Wochen daheim in einer Fleischfabrik gearbeitet, danach habe ich wirklich 3 Monate oder so keinen Bissen Fleisch oder Wurst runterbekommen. Zitat:
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Das einzigste was ich mir leider noch gönne ist ein Schuss Milch im Schwarztee, der schmeckt leider nur damit.:( Gibt aber auch Biomilch zu kaufen, ob sie besser ist, nun ich glaube mal dran. Fleisch kaufen wir schon seit Jahren nicht mehr. |
Ich habe sehr viel Respekt vor Menschen, die sich aus ethischen Gründen vegetarisch oder sogar vegan ernähren.
Da bin ich leider viel schwächer und vermutlich gelingt es mir besser zu verdrängen. Vielleicht sollte man nicht ganz so streng zu sich sein und sich überlegen mit wie viel Fleisch man aus gesundheitlicher Sicht gut über die Runden kommen müsste. Man kann sich dann besonders stark darum bemühen nur so viel wie wirklich nötig zu konsumieren und aus möglichst artgerechter Haltung. Ich habe keine Ahnung woher das Vitamin B12 stammt bzw. wie es hergestellt wird, was in Nahrungseränzungsmitteln steckt. Mich würde es nicht unbedingt wundern, wenn man da als Veganer durchaus auch in Konflikt mit seinen ethischen Werten kommen könnte. Nachtrag: http://www.vitaminb12.de/praeparate/vegan/ |
Das ist schon mal ne gute Einstellung, versuchen mit weniger auskommen.
So fing es bei uns auch an. Man muss ja nicht ganz drauf verzichten, aber wenn man dann schon mal die ein oder andere Fleischmahlzeit ausfallen lässt, ist das eine gute Sache. Mir gehts ohne Fleisch verdauungstechnisch wesentlich besser. Wer unschlüssig ist und trotzdem was tun will, der kann sich ja bei facebook mal die PETA-Seite abonieren. Ich mache jede Wette das man nach 10 Horrorfilmen die man sich ganz angeschaut hat, nicht mehr soviel Hunger auf Fleisch aus Massentierhaltung hat. Aber ich schweife ab. Für mich kommt ganz vegan nicht in Frage, denn ich habe keine Lust, einen auftretenden Mangel mit Medikamenten auszugleichen. Das passt nicht zu meiner Lebenseinstellung. |
Ich esse in letzter Zeit wieder häufiger Eier. Ich habe aber länger gesucht, bis ich einen Hof gefunden hatte, wo die Eier vertretbar produziert werden. Das ist in der Regel ein Hof in der Nähe, wo die Tiere draußen sein dürfen und die nicht zu viele Tiere haben. Man muss dann eben auch damit rechnen, dass es Engpässe gibt und es mal keine Eier gibt. Das ist für mich sehr ok. Ich kaufe eher so alle 2 Monate mal 6 Eier.
Auf Milchprodukte habe ich längere Zeit ganz verzichtet - auch auf Käse. Inzwischen gibt es ab und zu auch wieder Käse bei mir, meist Feta bzw fetaähnlicher Käse oder Mozzarella. Bei Milch setze ich auf Kokosmilch (oder Extrakt zum selbst anrühren. Das fand ich aber nicht so dolle) oder Hafermilch. Aktuell steht eine Sojamilch in meinem Kühlschrank. Milch brauche ich sonst gar keine. Tja... ich überlege halt, ob ich ab und zu mal Fisch esse. Ich kann halt Fisch nicht so richtig zubereiten. Ofen, Zitrone drüber... fertig. Fleisch werde ich nicht essen. Ich mag diesen eingelegten Tofu. Da gibt es verschiedene Sorten. Wahrscheinlich ist das das vegetarische Junkfood... Tja... sonst habe ich immer Couscous und diverse Pesto Sorten da. Ich bekomme eine Gemüsekiste mit frischem Gemüse aus der Region und habe zusätzlich meist noch TK-Obst und TK-Gemüse da. Nach einer langen Radeinheit esse ich gern eine Mango oder eine halbe Ananas (wenn es die fertig geschält zu kaufen gibt :Cheese: ). Quinoa kaufe ich nur ab und zu. Ich esse rote Linsen als Muß mit Kokosmilch und scharf gewürzt... Sowas halt... Das ist so ungefähr die Basis. Allerdings esse ich bei negativem Stress leider deutlich mehr Junkfood, Chips und trinke Alkohol. Bei Stress habe ich kein Sättigungsgefühl mehr. Das ist wie ausgeschaltet :-( . |
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Es würde mir wohl nicht so arg schwer fallen darauf zu verzichten. Ein ganz guter Anfang wäre bestimmt mal zu recherchieren in welchen tierischen Produkten besonders viel Eisen und Vitamin B 12 steckt und dann halt wenigstens die zu konsumieren, aber halt nur relativ wenig. Da ich ja kaum koche, kaufe ich mir praktisch nie (rotes) Fleisch und da drin steckt besonders viel Eisen und Vitamin B 12. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich da schon öfter ausgeprägtere Mängel hatte zumindest in Bezug auf Eisen. |
Leber und Herzen haben viel davon. :Blumen:
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Falls es hier einige nicht wissen: wie kommt das b12 in die tiere?
Normalerweise freesen die ja gras auf der weide. Mit dem gras fressen sie auch erde mit den entsprechenden bakterien, die dann b12 enthalten. Das ist aber so ungefähr nur bei einem winzigen teil der tiere so. Die meisten, ich glaub weit über 90% stehen ja nur im stall rum und bekommen künstliches futter. Diese tiere bekommen dann b12 gespritzt. Ein fleischesser substituiert also quasi auch, nur mit dem umweg über die tiere. Dann doch lieber direkt. In amiland gabs mal eine grosse studie, da war der anteil der menschen mit b12 mangel wesentlich höher , als der der veganer in der bevölkerung. Die sache ist also komplizierter als man so meint auf den ersten blick. Nich alles, was ich zu mir nehme kommt auch wirklich an. Deshalb sind multitabletten ja auch in verruf geraten. Zu viel wirkstoff mit zu vielen verschiedenen substanzen auf einmal. Damit kommt der stoffwechsel meist nicht zurecht und scheidet das aus. Die dosierungen in natürlichen lebensmitteln sind mest viel niedriger und daran sind wir über jahrhunderte gewöhnt. |
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Da kann man schon mal so 2-3 Spiegeleier oder Rührei essen, geht vor allem recht fix. Wenns denn mal was fleischiges sein soll, dann kauf dir doch ein Rindersteak, gibt ja bestimmt auch Bio-Ware zu kaufen und auch das ist in der Pfanne recht schnell zubereitet. 2min von jeder Seite und dazu ne Riesenschüssel Salat und gut ist. Denke mal das du damit vitamintechnisch schnell und gut versorgt bist. Wurstwaren haben in aller Regel zuviel Fett, zuviel Salz und bestehen eher aus minderwertigem Fleisch. |
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Das Geschmackempfinden passt sich an, wenn man dem Körper die Chance gibt, mal ausschliesslich frische und mehrheitlich unverarbeitete, gesunde Nahrungsmitteln zu konsumieren. Ich ass früher sehr viel Mist und habe heute praktisch null verlangen danach.
Das Problem: Viele Leute die auf gesunde Nahrungsmittel umstellen wollen, möchten gleichzeitig auch Gewicht verlieren und schränken sich in der Menge zu stark ein. So ist vorprogrammiert, dass man wieder Lust auf alles andere bekommt. Also würde ich mich da nicht gross einschränken und bei Appetit halt immer was essen, einfach was Gesundes. Vielleicht nimmt man da anfänglich auch etwas zu, aber das Gewicht pendelt sich im für den Körper optimalen Rahmen ein. Ich bin ein riesiger Süssigkeitentiger, esse aber praktisch nie Kuchen, herkömmliche Desserts und Gebäck. Meine Lust auf Süsses wird einfach mit guten Nahrungsmitteln gestillt. Jeden Abend gibt es bei mir ein "Dessert": Eine grosse Schüssel Hirse- oder Haferflocken mit Obst, Trockenobst, Nüssen, Samen und dunkler Schokolade. Darüber giesse ich heisses Wasser und Hafermilch. Ab und zu esse ich auswärts was herkömmliches zum Nachtisch. Das ist mir dann aber meist zu süss und zu wenig befriedigend. Nach meiner Schüssel fühle ich mich immer angenehm satt. Füher habe ich mich mit der Energiemenge unnötigerweise eingeschränkt. Mit diesem Mist habe ich aber endgültig aufgehört. Langfristig büsst man massiv an Leistung ein, wenn man zu weit unter dem persönlichen Idealgewicht ist. Ich esse sehr gesund, aber so viel wie ich will. Wenn ich wie über Ostern 4-5h pro Tag trainiere, dann ist das manchmal eine absurde Menge. Aber es hilft am nächsten Tag wieder weitermachen zu können. Ich schaue mal wie sich das verhält, wenn ich den Fleischkonsum nach und nach etwas reduziere. |
Jimmi, Dein Postfach ist voll :Huhu: ;)
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Was mir noch in den Sinn kommt, wenn ich die Kommentare hier lese bezüglich der Portionen an Gemüse und Selbstgekochtem, ich glaube es kommt auch auf dein Alter an, wie du was verträgst. Mit 18 ist sicher anders als mit 40 oder 50+
Wie schon geschrieben, Hut ab vor Vegan. Meine Ernährungsbilanz sieht als Vegetarier aus Solawi sehr gut aus. Milchprodukte bleiben, werde trotzdem irgendwann selbst gemachten Käsersatz versuchen ( scheitert aktuell am fehlenden Zerkleinerer..und als Öko mit chronischem Platzmangel sehe Ich die Anschaffung skeptisch). Ich freu mich auf neues Gemüse. Die Kohlsaison geht zu Ende. Juhiu:Cheese: Vg |
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-> https://www.youtube.com/watch?v=ZgQPKzb-Xvc -> https://www.youtube.com/watch?v=8UC_RMb6WVk |
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Ich hab keine Haustiere. Tiere in meiner Wohnung in Gefangenschaft zu halten, halte ich nämlich für hochgradig unmoralisch. MfG Matthias |
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Wo hast du bei einem mageren Steak Fett? Es ging ja auch um die Eisenversorgung. Und ehrlich gesagt, Fett ist Geschmacksträger und ein wenig Fett bringt niemanden um.:Huhu: |
Danke für die Anregungen und Vorschläge in Bezug auf eine gesündere und abwechslungsreichere Ernährung bzw. die Eisenzufuhr bzw. Zufuhr von Vitamin B 12.
Das ist noch ein weiter Weg für mich. Die gröbsten Missstände zu beseitigen wird schwierig genug werden. Leider muss man oft fast zu seinem Glück gezwungen werden. Solange es eingermaßen geht, macht man halt oft einfach weiter. Wenn man sehr viel trainiert, kann man sich sich so manches erlauben, was sonst dazu führen würde, dass jeder auf Anhieb sieht, wie es um die Ernährung bestellt ist. In den letzten Monaten habe ich nicht ganz freiwillig wesentliche weniger trainiert als in den Vorjahren. Das dizipliniert mich schon ein bisschen. Ich bin glaube ich auf dem Weg zurück. Es wird ja auch Zeit. Mein Körper hat lange genug so einiges ertragen und ich kann mich eigentlich nicht beschweren in Bezug darauf, wie er das im Schnitt mitgemacht hat. Über 30 Jahre habe ich ihn doch ziemlich geschunden. Irgendwann sollte man halt einfach die Warnschüsse ernst nehmen und handeln. Trainieren macht ja außerdem ungleich mehr Spaß, wenn die Leistungsfähigkeit einigermaßen zu dem passt, was man so macht. |
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Einfach das, was im Prinzip schon vor 30 Jahren von Fachleuten vorgeschlagen wurde: Eine abwechslungsreiche Ernährung mit vielen Lebensmitteln und einer gewissen Gewichtung in Bezug auf die Mengen. In Bezug auf Obst und Gemüse, was eigentlich den Hauptteil ausmachen sollte, sieht es bei mir schon viele Jahre ganz düster aus. Da muss sich unbedingt was tun. https://www.dge.de/ernaehrungspraxis...egeln-der-dge/ https://www.dge.de/ernaehrungspraxis...aehrungskreis/ |
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Zudem ihre Einschätzung zu Vegan. Kann ich nicht zustimmen... |
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Ich halte es aber nicht für ausgeschlossen, dass nicht immer ausschließlich die reine Wissenschaft die DGE dazu verleitet bestimmte Ratschläge zu erteilen. In ihrem Umfeld könnten sich auch der ein oder andere aufhalten, der eher Lobbyarbeit betreiben möchte. Was auf mich erst einmal ziemlich seriös wirkt, ist die Tatsache, dass sich eben die Empfehlungen in über 30 Jahren nicht so arg geändert haben. Das bewirkt bei manchem vielleicht eher das Gegenteil, aber für mich ist das erst einmal ein Indiz dafür, dass man sich nicht schnell irgendwelchen Moden u.ä. anschließt und erst Empfehlungen abgibt, wenn man die gut mit Studienergebnissen u.ä. untermauern kann. |
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Bezüglich veganer Ernährung ist doe DGE tatsächlich etwas streng aber die geben ja auch an, dass in jeden Lebenslagen möglich ist. |
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Zum Fluor: ich frage weil ich es jetzt nicht aus dem Stegreif weiß. Ist das ein essentielles Spurenelement? Ausgenommen die mögliche Kariesprophylaxe (für die Bildung von Zahnschmelz ist es aber meines Wissen primär nicht nötig, sondern kommt erst später, falls vorhanden, im Ausstausch für eine OH-Gruppe mit dazu). Wird es sonst für irgendeinen Syntheseweg benötigt? Ich habe jetzt keinen auf dem Schirm. Nachtrag: laut Wiki ist es umstritten on Fluorid essentiell ist. In größreren Mengen ist es toxisch! |
Bezüglich dge hatte ich in der reha ein interessantes erlebnis.
Es gab dort eine ernährungsberaterin, mit der ich natürlich schon am ersten tag aneckte ;) In einem persönlichen gespräch nach sechs wochen erzählte sie mir dann, dass sie auch etwas anderes erzählen würde, aber von oben dazu verdonnert ist die leitlinie der dge zu verkaufen. Essenstechnisch war die reha übrigens der horror. Morgens und abends sagenhafte 14 sorten wurst und käse. Ansonsten nur abgepackter paprika. Soviel zur umsetzung der dge. Tischnachbarn, die auf 1000 kalorien waren, hatten dick butter und vier scheiben wurst auf dem brot. Ich hab heute übrigens noch probleme paprika zu essen. :) Dge ist auch so ein thema. Aber würden sich wenigstens an diesen mindeststandards die leute halten, wäre ja schon was erreicht. Interessant ist auch, wie grenzwerte für die täglichen nährstoffe „entstehen“. Die sind übrigens weltweit durchaus sehr unterschiedlich, wahrscheinlich je nach lobbyarbeit. Allein das sollte einen stutzig machen. Beim jod hab ich noch keine meinung. Dafür das wir angeblich ein mangelgebiet sind, sehe ich hier verdammt wenig menschen mit kropf herumlaufen. |
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Dann schau dir mal die Menschen rund um den Lake Turkana genauer an. Da sieht man was Fluor anrichtet. Dieses Gewässer hat soviel Fluor, das den Menschen dort die Zähne kaputt gehen. |
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Triathleten sind ein lustiges Volk und neigen in manchen Dingen sehr gern zu irrationalen Übertreibungen. Die schönsten Auswüchse gibt es regelmäßig in Ernährungsthreads zu bewundern. :) |
Bei aller gerechtfertigter Kritik des Lobbyismus sollte man sich aber doch eingestehen, dass sehr viele Menschen eine entsprechende Grundtendenz in sich tragen und es alles andere als leicht ist nicht selektiv zu urteilen, zu beurteilen und sich zu informieren.
Oftmals hat man sich ja irgendwann für ein bestimmtes Lager entschieden und sich mit Gleichgesinnten vernetzt. Mit der Zeit wird es psychologisch immer schwieriger Distanz zu wahren und die Bereitschaft sich mit Kritik unvoreingenommen auseinanderzusetzen bzw. nicht von vornherein sozusagen als Verteidiger der Positionen des eigenen Lagers aufzutreten wird entsprechend gering. Die Übergänge sind da ja ziemlich fließend: Man stelle sich nur mal vor als Arbeitgeber hätte man einen Mitarbeiter angestellt und würde erfahren, dass der die eigene Firma bzw. den eigenen Arbeitgeber vor der Kundschaft direkt oder indirekt öfter kritisiert als stützt. Man könnte zurecht sagen, dann sollten daraus Konsequenzen gezogen werden und der Arbeitgeber gewechselt werden. Wer aber würde das wirklich immer zeitnah machen? Dazu gehört ja auch Mut bzw. man darf nicht zu viel Ängste davor haben sich beruflich dadurch zumindest eine ganze Weile ins Aus zu katapultieren. Wie zu erwarten bekommt man direkt recht viele Treffer angezeigt, wenn man nach dem Stichworten DGE und Lobbyismus googelt. Vor Jahren habe ich mal ein Argument gehört, was mir eigentlich ziemlich fern liegt: Die DGE würde auch deshalb zu einem ziemlich hohen Gemüse- und Obstanteil raten, weil die Bedeutung der Landwirtschaft bzw. der angebundenen Lebensmittelindustrie in Deutschland entsprechend hoch wäre. Tja - ein Vegetarier oder Veganer wird wohl normalerweise von sich aus solchen Vorwürfen eher nicht nachgehen. |
Das Problem bei Fluor ist, dass auch hier die Zufuhr über Lebensmittel sehr schlecht schätzbar ist. Fluor wird hauptsächlich für die Mineralisation der Zähne und Knochen benötigt und ist in der tat i. Hohen Fosem toxisch, weshalb man es auch nicht ohne einfach supplementieren sollte.
Ein Unterversorgung für Jod führt nicht automatisch zu Kropf. Es gibt genügend andere Schilddrüsenerkrankungen wie Krebs. In Krankenhäusern sieht man aber durchaus Struma Patienten durch Jodmangel. Die Anzahl dieser Erkrankungen geht ja auch dank des Jodsalzes zurück, da dieses ja auch industriell eingesetzt wird. Einige wenige Lebensmittel wie Eier liefern auch höhere Jodmengen. Übrigens wurde in der DDR früher Jod an jeden Bürger verteilt und supplementiert. Seit dem Mauerfall steigt im Osten die Anzahl der Schilddrüsenkrebserkrankungen, aufgrund der wegfallenden Supplementation. Das heißt nicht, das jetzt Jod einwerfen sollte (auch hier keine Supplementation ohne Beachtung der maximzufuhr und täglichen Zufuhr), zeigt aber auch warum es das angereicherte Salz gibt. Die Nährstoffewerte sind ja mit einem Puffer festgelegt, damit man eben deutlich über den Risiken für Erkrankungen wie Skorbut, Rachitis oder Struma bleibt. Aber je nach Nährstoff ist diese Lücke eben kleiner oder größer. Und je nach Nährstoff kann eine suboptimale Zufuhr eben auch andere Erkrankungen auslösen oder begünstigen ohne das man unter den Grenzwert des Mangels kommt. |
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Ich habe einen Hund, um es gleich vorwegzunehmen. Ich teile aber deine Ansicht und würde das Haustier auch nicht gefangen halten, in einem Haus (wie hier) oder noch schlimmer, in einer Wohnung. Mein Hund ist hier ungefähr so gefangen, wie anderer Leute minderjährige Kinder. Er genießt hier, ähnlich wie bei Kindern, eine Art rundum Betreuung. Viele Grüße |
Wg. Fluor, deshalb gibt es ja auch extra Kinderzahncreme ohne, weil die nicht verschluckt werden soll.
Bzgl. Jod hab ich mal gehört, dass man eher kein Jod-Salz nehmen sollte, weil das so oft verwendet wird (Restaurants, Fertigprodukte, etc.), dass man eigentlich gut damit versorgt ist. |
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