triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   Ernährung und Gesundheit (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=5)
-   -   Vegan geht nicht ohne Apotheke in Reichweite (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=43874)

Mauna Kea 02.04.2018 00:33

Zitat:

Zitat von JensR (Beitrag 1370177)
wie sagte Carolin Rauscher so schön in der Fragestunde bei Arne? "alle Ernährungsformen, die einen Namen haben, sind mir suspekt" [Anmerkung: kein wörtliches Zitat]

Mir würde jetzt keine Ernährung einfallen, die ohne Bezeichnung auskommt.
Ausserdem sind die ja erstmal wertfrei.

ThomasG 02.04.2018 08:18

Ich war vor allem in letzter Zeit wahrscheinlich ein bisschen arg unvorsichtig in Bezug auf Vitamin-Präparate.
Wie es der Zufall so manchmal will, fand ich gestern Abend fast zufällig einen Beitrag von Udo Pollmer zum Thema Folsäure bzw. Folat.
Pollmer hat sich mit Studien dazu beschäftigt, die ihn dazu veranlassten vor Folsäure zu warnen.
Das hat direkt jetzt noch nichts mit dem Thema des Fadens zu tun, aber den indirekten Bezug möchte ich jetzt herstellen.
Es ist relativ weit verbreitet, dass es bei veganer Ernährung zu Problemen kommen kann in Bezug auf die Zufuhr von Eisen und Vitamin B12.
Es könnte gut sein, dass die Substitution hier weniger kritisch zu beurteilen ist als die von Folsäure, aber möglicherweise ist die ja doch nicht ganz so ungefährlich, wie man erst einmal denken würde.
In Bezug auf Folsäure ist Pollmer der Ansicht, deren Aufnahme könne im Vergleich zu der von Folaten (die kommen in der normalen Nahrung vor und der Körper kann die Aufnahme sehr genau regulieren) schlecht oder kaum reguliert werden.
Ich habe mir gestern Abend vorgenommen, dass ich nicht mehr so unvorsichtig in Bezug auf Nahrungsergänzungsmittel sein möchte und mich um eine abwechslungsreicher Ernährung bemühen werde.
Udo Pollmer kommt häufig recht provokant herüber und er argumentiert oft ein bisschen umgangssprächlich und er ist ja auch kein Ernährungswissenschaftler, trotzdem glaube ich, dass er in Bezug auf Ernährung schon einiges Wissen hat und ein Lebensmitteltchemiker dürfte da auch durchaus recht viel Ahnung haben durch seine Ausbildung bzw. seine Tätigkeiten danach.
Hier der Beitrag von Pollmer:
https://www.youtube.com/watch?time_c...&v=lP6h4uRJsAo

rhoihesse 02.04.2018 09:50

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 1370194)
Ich denke schon, dass der Körper an sich weiß, was er braucht. Wenn einem das aber ab frühester Kindheit abtrainiert wird, fehlt das Gefühl irgendwann natürlich.

Was ja dann bei 90% der Konsumnationenkindern so passiert.

su.pa 02.04.2018 10:05

Der Felix von www.urgeschmack.de hat schon mal drüber nachgedacht, ob es nicht grundsätzlich gefährlich ist, wenn man auf das Verlangen des Körpers hört. Das sei nämlich noch wie vor x-1000 Jahren in der Steinzeit und da hat der Mensch halt nunmal gefuttert, was gegangen ist, weil er nie wusste, wann es wieder was zu essen gab. Ein paar Kilo zu viel waren im Winter eher von Vorteil, als heutzutage.

Davon abgesehen glaube ich, dass wir unbewusst viel zu sehr beeinflusst sind. Jeder hat doch irgendwo im Unterbewußtsein die alten Ernährungsdogmas abgespeichert. Milch ist gesund, ist z.B. eines davon. Den "guten" Fruchtjoghurt löffelt man aber eigentlich zwecks des Zuckers der drin ist und glaubt auch noch, sich wg. des Milchprodukts was Gutes zu tun.

Wir (sind eignetlich Pesce-Vegetarier) haben uns schon auch mal überlegt, ob wir nicht wenigstens tageweise ausschließlich vegan essen wollen. Es ist halt viel Gewohnheit dabei. Morgens kommt Milch in meinen Kaffee und abends beim Kochen nehme ich gerne Butter oder Ghee wegen des Geschmacks.
Ansonsten schränke ich Milchprodukte wg. meines stark entzündeten Zahnfleischs gerade ziemlich ein. Ich weiß noch nicht, ob es was bringt, das ist wohl eher eine längerfristige Sache bei mir und ich weiß auch nicht, ob ich dann was merke, da man Zahnfleischentzündungen ja eigentlich selber nicht bemerkt.

ThomasG 02.04.2018 10:32

Ich habe da mal von einem Experiment gehört mit Kindergartenkindern.
Die durften für eine Weile aus einem reichhaltigen Büffet selbst zusammenstellen, was sie für eine gewisse Zeit gegessen und getrunken haben.
Es hätte keinerlei Kontrolle o.ä. gegeben, aber man protokollierte alles genau, was die Kinder so ausgewählt bzw. gegessen und getrunken hätten.
Danach wertete man die Daten aus.
An einzelnen Tagen hätten die Kinder zwar viel mehr Energie zugeführt als es ihrem Bedarf entsprochen hätte und hätten sich auch relativ einseitig ernährt, aber über einen längeren Zeitraum betrachtet hätte sich das erstaunlich gut ausgeglichen.
Vielleicht steckt hinter der Geschichte mehr Wunschdenken als Wahrheit, aber wäre da was dran, fände ich das schon ziemlich erfreulich.
In Sportbüchern las ich auch öfter Sportler würden mit den Zeit eine somatische Intelligenz entwickeln und instinktiv solche Lebensmittel bevorzugen, die ihnen gut tun.
Tja - bei mir selber merke ich davon leider aber relativ wenig.

Stefan 02.04.2018 10:35

Zitat:

Zitat von su.pa (Beitrag 1370218)
Jeder hat doch irgendwo im Unterbewußtsein die alten Ernährungsdogmas abgespeichert. Milch ist gesund, ist z.B. eines davon.

Die Milchwirtschaft betreibt einen riesen Aufwand, damit "Milch ist gesund" sich in den Köpfen hält.

Kanada hat Milch aus der "Ernährungspyramide" gestrichen.

Selbst wenn man die ethischen Aspekte der Massentierhaltung bei der Diskussion hier im Thread unberücksichtig lässt: Wenn ich mir anschaue, wie Milch und Fleisch produziert werden, dann müsste einem der Hunger danach doch vergehen.

Godi68 02.04.2018 11:36

Das System Milch

PabT 02.04.2018 14:16

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1370225)
Selbst wenn man die ethischen Aspekte der Massentierhaltung bei der Diskussion hier im Thread unberücksichtig lässt: Wenn ich mir anschaue, wie Milch und Fleisch produziert werden, dann müsste einem der Hunger danach doch vergehen.

Alles anerzogen. Wir essen auch keine Heuschrecken, obwohl sie wunderbar proteinhaltig sind, und keine Menschen, obwohl wir davon fast noch mehr haben, die wir entbehren könnten, als Zuchtschweine und Hühner. Anderswo gilt fermentierte Fischsuppe als nahr- und schmackhaft ... reine Kopfsache.

JensR 02.04.2018 14:58

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1370225)
Die Milchwirtschaft betreibt einen riesen Aufwand, damit "Milch ist gesund" sich in den Köpfen hält.

Kanada hat Milch aus der "Ernährungspyramide" gestrichen.

Selbst wenn man die ethischen Aspekte der Massentierhaltung bei der Diskussion hier im Thread unberücksichtig lässt: Wenn ich mir anschaue, wie Milch und Fleisch produziert werden, dann müsste einem der Hunger danach doch vergehen.

so geht mir das mit Eiern. Ich kann keine gekochten Eier, Rühreier oder Spiegeleier mehr essen. Da wird mir richtig schlecht. Lediglich wenn die irgendwo drin sind, dann esse ich das noch..

Ich habe übrigens 1987 in den Sommerferien mal 3 Wochen daheim in einer Fleischfabrik gearbeitet, danach habe ich wirklich 3 Monate oder so keinen Bissen Fleisch oder Wurst runterbekommen.

Zitat:

Zitat von su.pa
Wir (sind eignetlich Pesce-Vegetarier) haben uns schon auch mal überlegt, ob wir nicht wenigstens tageweise ausschließlich vegan essen wollen.

Ich weiss gar nicht, warum das so ein Problem sein soll, mal einen Tag keine tierischen Produkte zu essen (meinetwegen nennen wir es "vegan essen" ;) )? Was ich allerdings nicht mache, das ist diese ganze Sojazeug zu konsumieren. Entweder ich schaffe das mit "richtigen"Lebenmitteln oder nicht. Das Buch von Brendan Fraser, auch von Arne mal empfohlen, fand ich da sehr anregend.

Körbel 02.04.2018 15:03

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1370225)
Wenn ich mir anschaue, wie Milch und Fleisch produziert werden, dann müsste einem der Hunger danach doch vergehen.

Wirkt bei mir schon lange.

Das einzigste was ich mir leider noch gönne ist ein Schuss Milch im Schwarztee, der schmeckt leider nur damit.:(
Gibt aber auch Biomilch zu kaufen, ob sie besser ist, nun ich glaube mal dran.

Fleisch kaufen wir schon seit Jahren nicht mehr.

ThomasG 02.04.2018 15:15

Ich habe sehr viel Respekt vor Menschen, die sich aus ethischen Gründen vegetarisch oder sogar vegan ernähren.
Da bin ich leider viel schwächer und vermutlich gelingt es mir besser zu verdrängen.
Vielleicht sollte man nicht ganz so streng zu sich sein und sich überlegen mit wie viel Fleisch man aus gesundheitlicher Sicht gut über die Runden kommen müsste.
Man kann sich dann besonders stark darum bemühen nur so viel wie wirklich nötig zu konsumieren und aus möglichst artgerechter Haltung.
Ich habe keine Ahnung woher das Vitamin B12 stammt bzw. wie es hergestellt wird, was in Nahrungseränzungsmitteln steckt.
Mich würde es nicht unbedingt wundern, wenn man da als Veganer durchaus auch in Konflikt mit seinen ethischen Werten kommen könnte.

Nachtrag: http://www.vitaminb12.de/praeparate/vegan/

Körbel 02.04.2018 15:27

Das ist schon mal ne gute Einstellung, versuchen mit weniger auskommen.
So fing es bei uns auch an.

Man muss ja nicht ganz drauf verzichten, aber wenn man dann schon mal die ein oder andere Fleischmahlzeit ausfallen lässt, ist das eine gute Sache.

Mir gehts ohne Fleisch verdauungstechnisch wesentlich besser.

Wer unschlüssig ist und trotzdem was tun will, der kann sich ja bei facebook mal die PETA-Seite abonieren.
Ich mache jede Wette das man nach 10 Horrorfilmen die man sich ganz angeschaut hat, nicht mehr soviel Hunger auf Fleisch aus Massentierhaltung hat.

Aber ich schweife ab.

Für mich kommt ganz vegan nicht in Frage, denn ich habe keine Lust, einen auftretenden Mangel mit Medikamenten auszugleichen.
Das passt nicht zu meiner Lebenseinstellung.

Vicky 02.04.2018 15:32

Ich esse in letzter Zeit wieder häufiger Eier. Ich habe aber länger gesucht, bis ich einen Hof gefunden hatte, wo die Eier vertretbar produziert werden. Das ist in der Regel ein Hof in der Nähe, wo die Tiere draußen sein dürfen und die nicht zu viele Tiere haben. Man muss dann eben auch damit rechnen, dass es Engpässe gibt und es mal keine Eier gibt. Das ist für mich sehr ok. Ich kaufe eher so alle 2 Monate mal 6 Eier.

Auf Milchprodukte habe ich längere Zeit ganz verzichtet - auch auf Käse. Inzwischen gibt es ab und zu auch wieder Käse bei mir, meist Feta bzw fetaähnlicher Käse oder Mozzarella. Bei Milch setze ich auf Kokosmilch (oder Extrakt zum selbst anrühren. Das fand ich aber nicht so dolle) oder Hafermilch.

Aktuell steht eine Sojamilch in meinem Kühlschrank. Milch brauche ich sonst gar keine.

Tja... ich überlege halt, ob ich ab und zu mal Fisch esse. Ich kann halt Fisch nicht so richtig zubereiten. Ofen, Zitrone drüber... fertig. Fleisch werde ich nicht essen. Ich mag diesen eingelegten Tofu. Da gibt es verschiedene Sorten. Wahrscheinlich ist das das vegetarische Junkfood...

Tja... sonst habe ich immer Couscous und diverse Pesto Sorten da. Ich bekomme eine Gemüsekiste mit frischem Gemüse aus der Region und habe zusätzlich meist noch TK-Obst und TK-Gemüse da. Nach einer langen Radeinheit esse ich gern eine Mango oder eine halbe Ananas (wenn es die fertig geschält zu kaufen gibt :Cheese: ).
Quinoa kaufe ich nur ab und zu. Ich esse rote Linsen als Muß mit Kokosmilch und scharf gewürzt... Sowas halt...

Das ist so ungefähr die Basis. Allerdings esse ich bei negativem Stress leider deutlich mehr Junkfood, Chips und trinke Alkohol. Bei Stress habe ich kein Sättigungsgefühl mehr. Das ist wie ausgeschaltet :-( .

ThomasG 02.04.2018 15:39

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1370262)
Das ist schon mal ne gute Einstellung, versuchen mit weniger auskommen.
So fing es bei uns auch an.

Man muss ja nicht ganz drauf verzichten, aber wenn man dann schon mal die ein oder andere Fleischmahlzeit ausfallen lässt, ist das eine gute Sache.

Mir gehts ohne Fleisch verdauungstechnisch wesentlich besser.

Wer unschlüssig ist und trotzdem was tun will, der kann sich ja bei facebook mal die PETA-Seite abonieren.
Ich mache jede Wette das man nach 10 Horrorfilmen die man sich ganz angeschaut hat, nicht mehr soviel Hunger auf Fleisch aus Massentierhaltung hat.

Aber ich schweife ab.

Für mich kommt ganz vegan nicht in Frage, denn ich habe keine Lust, einen auftretenden Mangel mit Medikamenten auszugleichen.
Das passt nicht zu meiner Lebenseinstellung.

Mehr so aus Bequemlichkeit und damit wenigstens etwas mehr Abwechslung in meine Ernährung kommt muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich schon regelmäßig Wurst esse.
Es würde mir wohl nicht so arg schwer fallen darauf zu verzichten.
Ein ganz guter Anfang wäre bestimmt mal zu recherchieren in welchen tierischen Produkten besonders viel Eisen und Vitamin B 12 steckt und dann halt wenigstens die zu konsumieren, aber halt nur relativ wenig.
Da ich ja kaum koche, kaufe ich mir praktisch nie (rotes) Fleisch und da drin steckt besonders viel Eisen und Vitamin B 12.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich da schon öfter ausgeprägtere Mängel hatte zumindest in Bezug auf Eisen.

Vicky 02.04.2018 15:46

Leber und Herzen haben viel davon. :Blumen:

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1370264)
Mehr so aus Bequemlichkeit und damit wenigstens etwas mehr Abwechslung in meine Ernährung kommt muss ich zu meiner Schande gestehen, dass ich schon regelmäßig Wurst esse.
Es würde mir wohl nicht so arg schwer fallen darauf zu verzichten.
Ein ganz guter Anfang wäre bestimmt mal zu recherchieren in welchen tierischen Produkten besonders viel Eisen und Vitamin B 12 steckt und dann halt wenigstens die zu konsumieren, aber halt nur relativ wenig.
Da ich ja kaum koche, kaufe ich mir praktisch nie (rotes) Fleisch und da drin steckt besonders viel Eisen und Vitamin B 12.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich da schon öfter ausgeprägtere Mängel hatte zumindest in Bezug auf Eisen.


Mauna Kea 02.04.2018 16:57

Falls es hier einige nicht wissen: wie kommt das b12 in die tiere?

Normalerweise freesen die ja gras auf der weide. Mit dem gras fressen sie auch erde mit den entsprechenden bakterien, die dann b12 enthalten. Das ist aber so ungefähr nur bei einem winzigen teil der tiere so. Die meisten, ich glaub weit über 90% stehen ja nur im stall rum und bekommen künstliches futter. Diese tiere bekommen dann b12 gespritzt.
Ein fleischesser substituiert also quasi auch, nur mit dem umweg über die tiere.
Dann doch lieber direkt.

In amiland gabs mal eine grosse studie, da war der anteil der menschen mit b12 mangel wesentlich höher , als der der veganer in der bevölkerung. Die sache ist also komplizierter als man so meint auf den ersten blick. Nich alles, was ich zu mir nehme kommt auch wirklich an. Deshalb sind multitabletten ja auch in verruf geraten. Zu viel wirkstoff mit zu vielen verschiedenen substanzen auf einmal. Damit kommt der stoffwechsel meist nicht zurecht und scheidet das aus. Die dosierungen in natürlichen lebensmitteln sind mest viel niedriger und daran sind wir über jahrhunderte gewöhnt.

Körbel 02.04.2018 17:19

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1370264)
Ein ganz guter Anfang wäre bestimmt mal zu recherchieren in welchen tierischen Produkten besonders viel Eisen und Vitamin B 12 steckt und dann halt wenigstens die zu konsumieren, aber halt nur relativ wenig.
Da ich ja kaum koche, kaufe ich mir praktisch nie (rotes) Fleisch und da drin steckt besonders viel Eisen und Vitamin B 12.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich da schon öfter ausgeprägtere Mängel hatte zumindest in Bezug auf Eisen.

Nun ganz einfach, Eier haben recht viel verwertbares Eisen.
Da kann man schon mal so 2-3 Spiegeleier oder Rührei essen, geht vor allem recht fix.

Wenns denn mal was fleischiges sein soll, dann kauf dir doch ein Rindersteak, gibt ja bestimmt auch Bio-Ware zu kaufen und auch das ist in der Pfanne recht schnell zubereitet.
2min von jeder Seite und dazu ne Riesenschüssel Salat und gut ist.

Denke mal das du damit vitamintechnisch schnell und gut versorgt bist.

Wurstwaren haben in aller Regel zuviel Fett, zuviel Salz und bestehen eher aus minderwertigem Fleisch.

Mauna Kea 02.04.2018 17:43

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1370271)
Nun ganz einfach, Eier haben recht viel verwertbares Eisen.
Da kann man schon mal so 2-3 Spiegeleier oder Rührei essen, geht vor allem recht fix.

Wenns denn mal was fleischiges sein soll, dann kauf dir doch ein Rindersteak, gibt ja bestimmt auch Bio-Ware zu kaufen und auch das ist in der Pfanne recht schnell zubereitet.
2min von jeder Seite und dazu ne Riesenschüssel Salat und gut ist.

Denke mal das du damit vitamintechnisch schnell und gut versorgt bist.

Wurstwaren haben in aller Regel zuviel Fett, zuviel Salz und bestehen eher aus minderwertigem Fleisch.

Öhm, bei rindersteak kommen 50% der kalorien aus fett. Und balaststoffe gibts auch nicht.

rundeer 02.04.2018 17:45

Das Geschmackempfinden passt sich an, wenn man dem Körper die Chance gibt, mal ausschliesslich frische und mehrheitlich unverarbeitete, gesunde Nahrungsmitteln zu konsumieren. Ich ass früher sehr viel Mist und habe heute praktisch null verlangen danach.

Das Problem: Viele Leute die auf gesunde Nahrungsmittel umstellen wollen, möchten gleichzeitig auch Gewicht verlieren und schränken sich in der Menge zu stark ein. So ist vorprogrammiert, dass man wieder Lust auf alles andere bekommt.
Also würde ich mich da nicht gross einschränken und bei Appetit halt immer was essen, einfach was Gesundes. Vielleicht nimmt man da anfänglich auch etwas zu, aber das Gewicht pendelt sich im für den Körper optimalen Rahmen ein.

Ich bin ein riesiger Süssigkeitentiger, esse aber praktisch nie Kuchen, herkömmliche Desserts und Gebäck. Meine Lust auf Süsses wird einfach mit guten Nahrungsmitteln gestillt. Jeden Abend gibt es bei mir ein "Dessert": Eine grosse Schüssel Hirse- oder Haferflocken mit Obst, Trockenobst, Nüssen, Samen und dunkler Schokolade. Darüber giesse ich heisses Wasser und Hafermilch. Ab und zu esse ich auswärts was herkömmliches zum Nachtisch. Das ist mir dann aber meist zu süss und zu wenig befriedigend. Nach meiner Schüssel fühle ich mich immer angenehm satt.

Füher habe ich mich mit der Energiemenge unnötigerweise eingeschränkt. Mit diesem Mist habe ich aber endgültig aufgehört. Langfristig büsst man massiv an Leistung ein, wenn man zu weit unter dem persönlichen Idealgewicht ist. Ich esse sehr gesund, aber so viel wie ich will. Wenn ich wie über Ostern 4-5h pro Tag trainiere, dann ist das manchmal eine absurde Menge. Aber es hilft am nächsten Tag wieder weitermachen zu können.

Ich schaue mal wie sich das verhält, wenn ich den Fleischkonsum nach und nach etwas reduziere.

su.pa 02.04.2018 18:31

Jimmi, Dein Postfach ist voll :Huhu: ;)

dherrman 02.04.2018 18:46

Was mir noch in den Sinn kommt, wenn ich die Kommentare hier lese bezüglich der Portionen an Gemüse und Selbstgekochtem, ich glaube es kommt auch auf dein Alter an, wie du was verträgst. Mit 18 ist sicher anders als mit 40 oder 50+

Wie schon geschrieben, Hut ab vor Vegan. Meine Ernährungsbilanz sieht als Vegetarier aus Solawi sehr gut aus. Milchprodukte bleiben, werde trotzdem irgendwann selbst gemachten Käsersatz versuchen ( scheitert aktuell am fehlenden Zerkleinerer..und als Öko mit chronischem Platzmangel sehe Ich die Anschaffung skeptisch).

Ich freu mich auf neues Gemüse. Die Kohlsaison geht zu Ende. Juhiu:Cheese:

Vg

ThomasG 02.04.2018 18:54

Zitat:

Zitat von dherrman (Beitrag 1370283)
Ich freu mich auf neues Gemüse. Die Kohlsaison geht zu Ende. Juhiu:Cheese:

Vg

Bellellellele! Bellellellele! Bellellellele! ... :-)
-> https://www.youtube.com/watch?v=ZgQPKzb-Xvc
-> https://www.youtube.com/watch?v=8UC_RMb6WVk

MattF 02.04.2018 18:56

Zitat:

Zitat von FlyLive (Beitrag 1370101)

Was die Ethik angeht, empfehle ich jedem,der sich drüber Gedanken machen möchte, sein Haustier in die Pfanne zu werfen. Wer das könnte, ist auch bereit bedenkenlos Fleisch zu verzehren. Alle anderen, verschließen die Augen und Ohren um ihr Gewissen zu retten.
Das habe ich jahrelang auch getan - nichts sehen wollen, nichts hören wollen. Irgendwann wurde mir bewusst, das ich meinen Hund niemals leiden sehen will - geschweige denn, das ihn jemand in die Pfanne haut. Dann war Schluss mit Fleisch und das Herz für Tiere und Lebewesen größer als die Lust es zu essen.


Ich hab keine Haustiere.

Tiere in meiner Wohnung in Gefangenschaft zu halten, halte ich nämlich für hochgradig unmoralisch.

MfG
Matthias

Körbel 02.04.2018 19:03

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1370272)
Öhm, bei rindersteak kommen 50% der kalorien aus fett. Und balaststoffe gibts auch nicht.

Die Balaststoffe kann er ja drumrum bauen, als Beilage.
Wo hast du bei einem mageren Steak Fett?
Es ging ja auch um die Eisenversorgung.

Und ehrlich gesagt, Fett ist Geschmacksträger und ein wenig Fett bringt niemanden um.:Huhu:

ThomasG 02.04.2018 19:31

Danke für die Anregungen und Vorschläge in Bezug auf eine gesündere und abwechslungsreichere Ernährung bzw. die Eisenzufuhr bzw. Zufuhr von Vitamin B 12.
Das ist noch ein weiter Weg für mich.
Die gröbsten Missstände zu beseitigen wird schwierig genug werden.
Leider muss man oft fast zu seinem Glück gezwungen werden.
Solange es eingermaßen geht, macht man halt oft einfach weiter.
Wenn man sehr viel trainiert, kann man sich sich so manches erlauben, was sonst dazu führen würde, dass jeder auf Anhieb sieht, wie es um die Ernährung bestellt ist.
In den letzten Monaten habe ich nicht ganz freiwillig wesentliche weniger trainiert als in den Vorjahren.
Das dizipliniert mich schon ein bisschen.
Ich bin glaube ich auf dem Weg zurück.
Es wird ja auch Zeit.
Mein Körper hat lange genug so einiges ertragen und ich kann mich eigentlich nicht beschweren in Bezug darauf, wie er das im Schnitt mitgemacht hat.
Über 30 Jahre habe ich ihn doch ziemlich geschunden.
Irgendwann sollte man halt einfach die Warnschüsse ernst nehmen und handeln.
Trainieren macht ja außerdem ungleich mehr Spaß, wenn die Leistungsfähigkeit einigermaßen zu dem passt, was man so macht.

ThomasG 02.04.2018 19:40

Zitat:

Zitat von dherrman (Beitrag 1370283)
Was mir noch in den Sinn kommt, wenn ich die Kommentare hier lese bezüglich der Portionen an Gemüse und Selbstgekochtem, ich glaube es kommt auch auf dein Alter an, wie du was verträgst. Mit 18 ist sicher anders als mit 40 oder 50+

Ich bin eigentlich ein Anhänger von traditionellen Ernährungskonzepten.
Einfach das, was im Prinzip schon vor 30 Jahren von Fachleuten vorgeschlagen wurde:
Eine abwechslungsreiche Ernährung mit vielen Lebensmitteln und einer gewissen Gewichtung in Bezug auf die Mengen.
In Bezug auf Obst und Gemüse, was eigentlich den Hauptteil ausmachen sollte, sieht es bei mir schon viele Jahre ganz düster aus.
Da muss sich unbedingt was tun.
https://www.dge.de/ernaehrungspraxis...egeln-der-dge/
https://www.dge.de/ernaehrungspraxis...aehrungskreis/

dherrman 02.04.2018 20:21

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1370293)
Ich bin eigentlich ein Anhänger von traditionellen Ernährungskonzepten.
Einfach das, was im Prinzip schon vor 30 Jahren von Fachleuten vorgeschlagen wurde:
Eine abwechslungsreiche Ernährung mit vielen Lebensmitteln und einer gewissen Gewichtung in Bezug auf die Mengen.
In Bezug auf Obst und Gemüse, was eigentlich den Hauptteil ausmachen sollte, sieht es bei mir schon viele Jahre ganz düster aus.
Da muss sich unbedingt was tun.
https://www.dge.de/ernaehrungspraxis...egeln-der-dge/
https://www.dge.de/ernaehrungspraxis...aehrungskreis/

Tja, die Empfehlung der DGE passt teilweise. Salz mit Zusatzstoffen? Jodiert? Fluor? Geht gar net ...
Zudem ihre Einschätzung zu Vegan. Kann ich nicht zustimmen...

ThomasG 02.04.2018 20:35

Zitat:

Zitat von dherrman (Beitrag 1370305)
Tja, die Empfehlung der DGE passt teilweise. Salz mit Zusatzstoffen? Jodiert? Fluor? Geht gar net ...
Zudem ihre Einschätzung zu Vegan. Kann ich nicht zustimmen...

Für mich wäre es wohl ein großer Fortschrittt, wenn ich den Empfehlungen deutlich näher käme.
Ich halte es aber nicht für ausgeschlossen, dass nicht immer ausschließlich die reine Wissenschaft die DGE dazu verleitet bestimmte Ratschläge zu erteilen.
In ihrem Umfeld könnten sich auch der ein oder andere aufhalten, der eher Lobbyarbeit betreiben möchte.
Was auf mich erst einmal ziemlich seriös wirkt, ist die Tatsache, dass sich eben die Empfehlungen in über 30 Jahren nicht so arg geändert haben.
Das bewirkt bei manchem vielleicht eher das Gegenteil, aber für mich ist das erst einmal ein Indiz dafür, dass man sich nicht schnell irgendwelchen Moden u.ä. anschließt und erst Empfehlungen abgibt, wenn man die gut mit Studienergebnissen u.ä. untermauern kann.

Acula 02.04.2018 21:11

Zitat:

Zitat von dherrman (Beitrag 1370305)
Tja, die Empfehlung der DGE passt teilweise. Salz mit Zusatzstoffen? Jodiert? Fluor? Geht gar net ...
Zudem ihre Einschätzung zu Vegan. Kann ich nicht zustimmen...

Deutschland ist Jodmangelgebiet und trotz Jodsalz erreichen Frauen im durchschnitt in keiner Altersgruppe die empfohlene Jodzufuhr. Ohne Jodsalz sähe es da noch viel schlechter aus. Auch Analysen von Kinderurin zeigen deutliche Joddefizite in Deutschland. Meiner Meinung nach ist Jodsalz deshalb ein muss. Für Flour sieht es ähnlich aus.

Bezüglich veganer Ernährung ist doe DGE tatsächlich etwas streng aber die geben ja auch an, dass in jeden Lebenslagen möglich ist.

BananeToWin 02.04.2018 21:25

Zitat:

Zitat von Acula (Beitrag 1370322)
Deutschland ist Jodmangelgebiet und trotz Jodsalz erreichen Frauen im durchschnitt in keiner Altersgruppe die empfohlene Jodzufuhr. Ohne Jodsalz sähe es da noch viel schlechter aus. Auch Analysen von Kinderurin zeigen deutliche Joddefizite in Deutschland. Meiner Meinung nach ist Jodsalz deshalb ein muss. Für Flour sieht es ähnlich aus.

Zum Jod kann ich nix sagen. Hatte selbst mal welche zusätzlich genommen, auch weil mein TSH leicht erhöht war. Aber ob das tatsächlich Jodmangel war, schätze eher nicht. Ich habe zu dem Thema keine Primärliteratur gelesen, weiß aber dass es durchaus kontrovers diskutiert wird, wenn man nicht gerade einen Schulmedizin-Hardliner fragt.

Zum Fluor: ich frage weil ich es jetzt nicht aus dem Stegreif weiß. Ist das ein essentielles Spurenelement? Ausgenommen die mögliche Kariesprophylaxe (für die Bildung von Zahnschmelz ist es aber meines Wissen primär nicht nötig, sondern kommt erst später, falls vorhanden, im Ausstausch für eine OH-Gruppe mit dazu). Wird es sonst für irgendeinen Syntheseweg benötigt? Ich habe jetzt keinen auf dem Schirm.

Nachtrag: laut Wiki ist es umstritten on Fluorid essentiell ist. In größreren Mengen ist es toxisch!

Mauna Kea 02.04.2018 21:34

Bezüglich dge hatte ich in der reha ein interessantes erlebnis.
Es gab dort eine ernährungsberaterin, mit der ich natürlich schon am ersten tag aneckte ;)
In einem persönlichen gespräch nach sechs wochen erzählte sie mir dann, dass sie auch etwas anderes erzählen würde, aber von oben dazu verdonnert ist die leitlinie der dge zu verkaufen.
Essenstechnisch war die reha übrigens der horror. Morgens und abends sagenhafte 14 sorten wurst und käse. Ansonsten nur abgepackter paprika. Soviel zur umsetzung der dge. Tischnachbarn, die auf 1000 kalorien waren, hatten dick butter und vier scheiben wurst auf dem brot.
Ich hab heute übrigens noch probleme paprika zu essen. :)

Dge ist auch so ein thema. Aber würden sich wenigstens an diesen mindeststandards die leute halten, wäre ja schon was erreicht.
Interessant ist auch, wie grenzwerte für die täglichen nährstoffe „entstehen“. Die sind übrigens weltweit durchaus sehr unterschiedlich, wahrscheinlich je nach lobbyarbeit.
Allein das sollte einen stutzig machen.

Beim jod hab ich noch keine meinung. Dafür das wir angeblich ein mangelgebiet sind, sehe ich hier verdammt wenig menschen mit kropf herumlaufen.

ThomasG 02.04.2018 22:17

Zitat:

Zitat von Mauna Kea (Beitrag 1370328)
Bezüglich dge hatte ich in der reha ein interessantes erlebnis.
Es gab dort eine ernährungsberaterin, mit der ich natürlich schon am ersten tag aneckte ;)
In einem persönlichen gespräch nach sechs wochen erzählte sie mir dann, dass sie auch etwas anderes erzählen würde, aber von oben dazu verdonnert ist die leitlinie der dge zu verkaufen.

Krass :-O, aber vielleicht ist sie auch nur ganz arg auf Dich abgefahren :-O ;-)!

Mauna Kea 02.04.2018 23:22

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1370341)
Krass :-O, aber vielleicht ist sie auch nur ganz arg auf Dich abgefahren :-O ;-)!

Hehe, ne mit sicherheit nicht. :Lachanfall:

Körbel 03.04.2018 01:19

Zitat:

Zitat von BananeToWin (Beitrag 1370324)
Zum Fluor: ich frage weil ich es jetzt nicht aus dem Stegreif weiß. Ist das ein essentielles Spurenelement? Ausgenommen die mögliche Kariesprophylaxe (für die Bildung von Zahnschmelz ist es aber meines Wissen primär nicht nötig, sondern kommt erst später, falls vorhanden, im Ausstausch für eine OH-Gruppe mit dazu). Wird es sonst für irgendeinen Syntheseweg benötigt? Ich habe jetzt keinen auf dem Schirm.

Warst du mal in Kenya gewesen?
Dann schau dir mal die Menschen rund um den Lake Turkana genauer an.
Da sieht man was Fluor anrichtet.
Dieses Gewässer hat soviel Fluor, das den Menschen dort die Zähne kaputt gehen.

glaurung 03.04.2018 07:58

Zitat:

Zitat von Körbel (Beitrag 1370370)
Warst du mal in Kenya gewesen?
Dann schau dir mal die Menschen rund um den Lake Turkana genauer an.
Da sieht man was Fluor anrichtet.
Dieses Gewässer hat soviel Fluor, das den Menschen dort die Zähne kaputt gehen.

Es gibt für alles ein richtiges Maß. Nur weil man nach drei Flaschen Rotwein auf Ex tot umfällt, ist ein Gläschen am Abend noch lange nicht ungesund.

Triathleten sind ein lustiges Volk und neigen in manchen Dingen sehr gern zu irrationalen Übertreibungen. Die schönsten Auswüchse gibt es regelmäßig in Ernährungsthreads zu bewundern. :)

ThomasG 03.04.2018 08:41

Bei aller gerechtfertigter Kritik des Lobbyismus sollte man sich aber doch eingestehen, dass sehr viele Menschen eine entsprechende Grundtendenz in sich tragen und es alles andere als leicht ist nicht selektiv zu urteilen, zu beurteilen und sich zu informieren.
Oftmals hat man sich ja irgendwann für ein bestimmtes Lager entschieden und sich mit Gleichgesinnten vernetzt.
Mit der Zeit wird es psychologisch immer schwieriger Distanz zu wahren und die Bereitschaft sich mit Kritik unvoreingenommen auseinanderzusetzen bzw. nicht von vornherein sozusagen als Verteidiger der Positionen des eigenen Lagers aufzutreten wird entsprechend gering.
Die Übergänge sind da ja ziemlich fließend:
Man stelle sich nur mal vor als Arbeitgeber hätte man einen Mitarbeiter angestellt und würde erfahren, dass der die eigene Firma bzw. den eigenen Arbeitgeber vor der Kundschaft direkt oder indirekt öfter kritisiert als stützt.
Man könnte zurecht sagen, dann sollten daraus Konsequenzen gezogen werden und der Arbeitgeber gewechselt werden.
Wer aber würde das wirklich immer zeitnah machen?
Dazu gehört ja auch Mut bzw. man darf nicht zu viel Ängste davor haben sich beruflich dadurch zumindest eine ganze Weile ins Aus zu katapultieren.

Wie zu erwarten bekommt man direkt recht viele Treffer angezeigt, wenn man nach dem Stichworten DGE und Lobbyismus googelt.
Vor Jahren habe ich mal ein Argument gehört, was mir eigentlich ziemlich fern liegt:
Die DGE würde auch deshalb zu einem ziemlich hohen Gemüse- und Obstanteil raten, weil die Bedeutung der Landwirtschaft bzw. der angebundenen Lebensmittelindustrie in Deutschland entsprechend hoch wäre.
Tja - ein Vegetarier oder Veganer wird wohl normalerweise von sich aus solchen Vorwürfen eher nicht nachgehen.

Acula 03.04.2018 08:49

Das Problem bei Fluor ist, dass auch hier die Zufuhr über Lebensmittel sehr schlecht schätzbar ist. Fluor wird hauptsächlich für die Mineralisation der Zähne und Knochen benötigt und ist in der tat i. Hohen Fosem toxisch, weshalb man es auch nicht ohne einfach supplementieren sollte.

Ein Unterversorgung für Jod führt nicht automatisch zu Kropf. Es gibt genügend andere Schilddrüsenerkrankungen wie Krebs. In Krankenhäusern sieht man aber durchaus Struma Patienten durch Jodmangel. Die Anzahl dieser Erkrankungen geht ja auch dank des Jodsalzes zurück, da dieses ja auch industriell eingesetzt wird. Einige wenige Lebensmittel wie Eier liefern auch höhere Jodmengen.
Übrigens wurde in der DDR früher Jod an jeden Bürger verteilt und supplementiert. Seit dem Mauerfall steigt im Osten die Anzahl der Schilddrüsenkrebserkrankungen, aufgrund der wegfallenden Supplementation. Das heißt nicht, das jetzt Jod einwerfen sollte (auch hier keine Supplementation ohne Beachtung der maximzufuhr und täglichen Zufuhr), zeigt aber auch warum es das angereicherte Salz gibt. Die Nährstoffewerte sind ja mit einem Puffer festgelegt, damit man eben deutlich über den Risiken für Erkrankungen wie Skorbut, Rachitis oder Struma bleibt. Aber je nach Nährstoff ist diese Lücke eben kleiner oder größer. Und je nach Nährstoff kann eine suboptimale Zufuhr eben auch andere Erkrankungen auslösen oder begünstigen ohne das man unter den Grenzwert des Mangels kommt.

FlyLive 03.04.2018 09:02

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1370287)
Ich hab keine Haustiere.

Tiere in meiner Wohnung in Gefangenschaft zu halten, halte ich nämlich für hochgradig unmoralisch.

MfG
Matthias

Hallo Matthias,
Ich habe einen Hund, um es gleich vorwegzunehmen. Ich teile aber deine Ansicht und würde das Haustier auch nicht gefangen halten, in einem Haus (wie hier) oder noch schlimmer, in einer Wohnung.
Mein Hund ist hier ungefähr so gefangen, wie anderer Leute minderjährige Kinder. Er genießt hier, ähnlich wie bei Kindern, eine Art rundum Betreuung.

Viele Grüße

su.pa 03.04.2018 10:49

Wg. Fluor, deshalb gibt es ja auch extra Kinderzahncreme ohne, weil die nicht verschluckt werden soll.

Bzgl. Jod hab ich mal gehört, dass man eher kein Jod-Salz nehmen sollte, weil das so oft verwendet wird (Restaurants, Fertigprodukte, etc.), dass man eigentlich gut damit versorgt ist.

Acula 03.04.2018 11:08

Zitat:

Zitat von su.pa (Beitrag 1370408)
Wg. Fluor, deshalb gibt es ja auch extra Kinderzahncreme ohne, weil die nicht verschluckt werden soll.

Bzgl. Jod hab ich mal gehört, dass man eher kein Jod-Salz nehmen sollte, weil das so oft verwendet wird (Restaurants, Fertigprodukte, etc.), dass man eigentlich gut damit versorgt ist.

Köche benutzen ja häufig ein spezielles Salz aus dem Himalya o.ä. Da ist dann kein Jod enthalten. Die Jodzufuhr wäre erreicht wenn man 10 g Salz pro Tag zu sich nimmt. Viele gesundheitsbewusste Personen dürften da drunter bleiben. Wer viele Fertigprodukte und ähnliches isst, dürfte in der tat gut versorgt werden. Andererseits isst man dann ja auch zuhause weniger Salz und gleicht es dadurch aus.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 02:39 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2025, Jelsoft Enterprises Ltd.