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Thorsten 13.09.2016 20:42

Er hat ihm halt im ersten Beitrag gleich mal ein paar unrealistische Einschätzungen vor Augen geführt. Und ich fand die Einschätzungen auch unrealistisch. Zwischen 1:50 und 1:10 liegen ein paar mehr Welten. 1000 m Schwimmtraining ist kein besonders umfangreiches Training. Das mit den 14jährigen Mädchen bezog sich doch nur auf die Ausrede(?), dass er sich für zu klein hielt, um schnell zu schwimmen.

Die Dauergäste und Protagonisten hier haben alle ihren eigenen Stil und wer nicht ganz neu ist, weiß diesen auch zu deuten. Wer neu ist, soll sich halt erstmal eingewöhnen. Wobei der TE sich ja gar nicht beklagt hat, das waren nur andere (hoffe, es hat ihn nicht verschreckt).

Bisschen weniger mimimi und alles ist gut :Blumen:.

neo 13.09.2016 20:46

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1254665)
Vor Jahren war ein Freund (Läufer) von mir mal auf Mallorca zum Trainieren.
Wie jeden morgen trainierte es da fleißig und höchstwahrscheinlich gar nicht mal sooo lahm (schätze mal Fünferschnitt etwa).
Da überholte ihn ein Geher eines morgens in einem Nationaltrikot, der dort wohl ein Trainingslager absolvierte.
In entschuldigendem Ton meinte er noch im Vorbeigehen (naja, was die Sportgeher halt so Gehen nennen):
I`m finishing!

:Lachanfall:

Aber Gehen ist schon ein krasser Sport! Vor den Jungs&Mädels zieh´ich meinen Hut ...

Megalodon 13.09.2016 20:50

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1254594)
Nun frage ich mich, ob es unschick ist objektiv nicht so gute Leistungen als diese zu benennen oder soll man in der rosaroten Triathlonwelt alles beweihräuchern was nach Sport aussieht?

Es hilft doch niemanden weiter, wenn ich sage. Hey du trainierst seit einem Jahr 5 mal die Woche Laufen, hast keine körperlichen Einschrä?nkungen, da sind doch 6min/km beim 5km-Lauf eine super Leistung.

Wenn Du unter Heranziehen eines fragwürdigen Maßstabes (14-jährige Schwimmerin) eine Bewertung abgibst, ist das halt wenig hilfreich. Das Problem ist die Bewertung nicht der Maßstab. An der Stelle ist es auch egal, ob die Bewertung positiv (super Leistung) oder negativ (langsam) ist.

Um bei Deinem Beispiel zu bleiben, wenn jemand nach einem Jahr und 5x Lauftraining die Woche einen 6er Schnitt auf 5km läuft, hilft es absolut nicht, das in Relation zu irgendeinem Maßstab zu bewerten. An der Stelle müsste man den Protagonist ausgiebig zu seinen Umständen befragen, um die Ursache für diese ungewöhnliche Leistungsebtwicklung herauszuarbeiten, um dann genau da anzusetzen.

ThomasG 13.09.2016 21:04

Zitat:

Zitat von neo (Beitrag 1254672)
:Lachanfall:

Aber Gehen ist schon ein krasser Sport! Vor den Jungs&Mädels zieh´ich meinen Hut ...

Meine Wenigkeit wurde vor ein paar Jährchen mal bei einem legendären Trip hoch zum Hornisgrinde von einem Radfahrer auf einem Trekkingrad überholt.
Das Bürschlein dürfte so um die 60 Lenze auf dem Buckel gehabt haben und hätte somit mein Vater sein können.
Kurz zuvor hatte ich ihn überholt.
Er stand da in einer ziemlich flachen Kurve.
Ich rechnete ja mit vielem, aber nicht damit, dass ich ihn noch einmal sehe und schon gar nicht von hinten bergauf.
Als er mich überholte, deutete er eifrig auf sein Hinterrad und meinte ebenfalls in einem entschuldigenden Ton in etwa:
"Ich habe einen Motor!"
Was war ich erleichtert :-).
Dachte schon, so schlecht fährst du doch da gar nicht berghoch. :-)

neo 13.09.2016 21:15

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1254677)
Meine Wenigkeit wurde vor ein paar Jährchen mal bei einem legendären Trip hoch zum Hornisgrinde von einem Radfahrer auf einem Trekkingrad überholt.
Das Bürschlein dürfte so um die 60 Lenze auf dem Buckel gehabt haben und hätte somit mein Vater sein können.
Kurz zuvor hatte ich ihn überholt.
Er stand da in einer ziemlich flachen Kurve.
Ich rechnete ja mit vielem, aber nicht damit, dass ich ihn noch einmal sehe und schon gar nicht von hinten bergauf.
Als er mich überholte, deutete er eifrig auf sein Hinterrad und meinte ebenfalls in einem entschuldigenden Ton in etwa:
"Ich habe einen Motor!"
Was war ich erleichtert :-).
Dachte schon, so schlecht fährst du doch da gar nicht berghoch. :-)

:Lachanfall:

Ging mir ähnlich in Berlin ... War mit dem MTB unterwegs und im Großen und Ganzen ist es ja dort recht flach :Cheese: Ging da über ´ne weit gespannte Brücke, also schon bissel Steigung und 200 m vor mir eine Dame mit ca. 100 kg ... die wollt ich inhalieren ... xDDDD ... geb´ also vor der Brücke noch richtig Gummi und trete und trete und der Abstand verringert sich nur minimal, Steigung aufwärts nix zu machen ... also abwärts richtig Druck aufs Blatt und ihr so nahe gekommen um zu sehen, daß sie ein E-bike fuhr ... war ein harter Kilometer und ich enorm erleichtert ...

ThomasG 13.09.2016 21:24

Zitat:

Zitat von neo (Beitrag 1254679)
:Lachanfall:

Ging mir ähnlich in Berlin ... War mit dem MTB unterwegs und im Großen und Ganzen ist es ja dort recht flach :Cheese: Ging da über ´ne weit gespannte Brücke, also schon bissel Steigung und 200 m vor mir eine Dame mit ca. 100 kg ... die wollt ich inhalieren ... xDDDD ... geb´ also vor der Brücke noch richtig Gummi und trete und trete und der Abstand verringert sich nur minimal, Steigung aufwärts nix zu machen ... also abwärts richtig Druck aufs Blatt und ihr so nahe gekommen um zu sehen, daß sie ein E-bike fuhr ... war ein harter Kilometer und ich enorm erleichtert ...

:Lachanfall: Hihi - ja wir mögen es ja doch ganz gerne, wenn wir Bestätigung und Anerkennung ernten und mögen es ganz und gar nicht, wenn wir uns etwas vorgeführt vorkommen.

Vorgestern hat mich am Rheindamm auf Keinbaum (Rennrad mit breiten Reifen, dürfte eigentlich fast so gut laufen wie eins mit üblichen Reifen bzw. Rädern, aber wer weiß, vielleicht ja doch nicht ... ! ;-)) eine Dame geschätzt im Alter meiner Mama (rein äußerlich wirkte sie eher untrainiert) mit den Worten "Achtung ich komme!"* überholt.
Tja - sie hatte ein E-Bike.
In der nächsten sanften Kurve hörte sie früh auf zu treten, da sie dort in den Ort abbog.
Da kam ich schon wieder verdammt nah :-) ;-)!















* hätte eine 20 Jahre jüngere besser mal zu mir gesagt, an einem anderen Ort ;-).

neo 13.09.2016 21:45

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1254681)
:Lachanfall: Hihi - ja wir mögen es ja doch ganz gerne, wenn wir Bestätigung und Anerkennung ernten und mögen es ganz und gar nicht, wenn wir uns etwas vorgeführt vorkommen.

Heute beim 400 m-Intervalle Bolzen :Lachanfall: Am Damm der Donau, (alle 200 m ein Vermessungsschild ;) ) ... vor mir ein Ehepaar, gute 60jährige, mit Rädern unterwegs, nebeneinander. 1:30 min meine Vorgabe und die beiden recht langsam gefahren ... :Lachanfall: Ich in der Mitte zwischen beiden durchgezockt, sie stieß einen spitzen Schrei vom Feinsten aus ... :cool:

ThomasG 13.09.2016 21:54

Zitat:

Zitat von neo (Beitrag 1254685)
Heute beim 400 m-Intervalle Bolzen :Lachanfall: Am Damm der Donau, (alle 200 m ein Vermessungsschild ;) ) ... vor mir ein Ehepaar, gute 60jährige, mit Rädern unterwegs, nebeneinander. 1:30 min meine Vorgabe und die beiden recht langsam gefahren ... :Lachanfall: Ich in der Mitte zwischen beiden durchgezockt, sie stieß einen spitzen Schrei vom Feinsten aus ... :cool:

Pöser Pursche!
Wie hieß das noch gleich?
Was du nicht willst, das man dir tut, das füg` auch keinem andern zu!

neo 13.09.2016 21:57

Zitat:

Zitat von ThomasG (Beitrag 1254689)
Pöser Pursche!
Wie hieß das noch gleich?
Was du nicht willst, das man dir tut, das füg` auch keinem andern zu!

Ich würd´ ja nie so langsam fahren ;)

formliquide 13.09.2016 21:59

Guter Thread - witzige Anekdoten jedenfalls! Den E-Bike-Schock hatte doch jeder in den letzten Jahren schonmal, oder :Cheese: ?

Aber zum Thema: Ich gehör lustigerweise (triathlonspezifisch betrachtet) zu allen drei Fraktionen. Im Schwimmen bin ich vorne mit dabei, auf dem Rad so lala und im Laufen ganz klar hinteres Drittel. Ähm, Fünftel. Vielleicht auch Zehntel :Lachanfall: ...

Ich finde es total wichtig, den Leuten von Anfang an zu sagen, was realistisch ist und was nicht. Zu sehr in Watte gepackt zu werden ist vielleicht im Forum noch ganz nett, spätestens ein dreiviertel Jahr später im Wettkampf kommt aber die ganz grosse Ernüchterung, und dabei verliert man wohl viel eher die Lust als wegen einer kritischen Antwort. Ich bin selbst immer verlegen um ehrliche Antworten.

Trotzdem gilt was Vicky so toll geschrieben hat: Respekt rules!

Zu den genauen Umständen vieler Athleten kann man nämlich nur selten von Anfang an etwas sagen, das geht meist nur in einem Frage-Antwort-Spiel. Hier sollten sich beide Seiten, die erfahrenen Hasen wie auch die neuen Fragesteller, vielleicht manchmal etwas vorsichtiger bewegen. Nicht nur weil man selbst schnell ist kennt man ad hoc die Lösung für die Probleme Anderer. Und nicht nur weil man nicht auf Anhieb bestätigt bekommt, wovon man vielleicht träumt, sind alle erfahrenen Foris dämlich oder nur harte Hunde, die um sich selbst kreisen.

Beides schon gelesen, gottseidank in der absoluten Ausnahme. Die mit Abstand meisten Posts sind freundlich, hilfreich und lesenswert! Und auch dafür kann man mal Danke sagen.

Danke an Alle, die hier ihr Wissen zur Verfügung stellen - und an Arne sowieso :Blumen: !

triathlonnovice 13.09.2016 22:09

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1254594)
Servus,

es ist warm, ich sitz im Büro und kann wenig sinnvolles Arbeiten, weil die Geräet aufgrund der Temperaturen nur auf Sparflamme schuften dürfen.

So klicke ich durchs Forum und stoße unter anderem auf einen Beitrag von jemanden der um Tipps für sein Schwimmtraining bittet, weil er sich nicht mehr weiterentwickelt und auf einem Plateau bei einer für ihn offensichtlich nicht akzeptablen 1:50min / 100m feststeckt und nicht weiterweiß. Da ich ja nun aus dem Schwimmsport komme habe ich einen Betrag verfasst, in dem ich sein Leistungsniveau aus schwimmerischer Sicht als "zügiges Baden" betitelte und ihm riet das Techniktraining zu intensivieren anstatt sinnlos Umfänge zu schrubben.

Daraus resultierten folgende Beiträge:







Nun frage ich mich, ob es unschick ist objektiv nicht so gute Leistungen als diese zu benennen oder soll man in der rosaroten Triathlonwelt alles beweihräuchern was nach Sport aussieht?

Es hilft doch niemanden weiter, wenn ich sage. Hey du trainierst seit einem Jahr 5 mal die Woche Laufen, hast keine körperlichen Einschränkungen, da sind doch 6min/km beim 5km-Lauf eine super Leistung. Nein das sind sie nicht! Im Rahmen der individuellen Möglichkeiten vielleicht aber objektiv sicherlich nicht. Analog ist es doch im Radfahren und Schwimmen auch.

Und wenn ich mich in einem sportspezifischen Internetforum anmelde und Hilfe in erhoffe, dass ich besser werde, dann habe ich doch für mich schon erkannt, dass etwas nicht so richtig läuft.

Ist es tatsächlich so, dass die "schlechteren" Sportler sich hier nicht trauen zu schreiben oder sich einzubringen, weil ihre eigenen Leistungen nciht so gut sind, wie die von anderen hier? Jeder hat doch einen Bereich, wo er sich überdurchschnittlich gut auskennt oder zumidnest einen Erfahrungsschatz, wo man andere davor bewahren kann, die selben Fehler zu machen, die man selber gemacht hat. Dabei steht doch die eigene Leistung völlig im Hintergrund. Aber ist es nicht sinnvoll auch ab und zu mal einen Spiegel vorgehalten zu bekommen, um das eigene Selbstbild ein wenig zurechtrücken zu können, falls einem zuhause die Referenzgruppe fehlt? oder halt der gemeine triathlet es lieber rosig um den Hintern und möchte für schlechte Leistungen auch noch gepudert werden?

Ich versteh es grad nicht!

Noja, bei so ner Einschätzung/Meinungsäußerung sollte man einfach sehr präzise mit den Angaben bleiben . Am besten dazu eignen sich imho Zahlen. Wilde Wortkreationen
werden oft missverstanden , oder fehlinterpretiert.

Besagte 1:50 Min/km sind so ziemlich der Durchschnitt bei ner LD, also weit weg von langsam. Meist sogar noch mit Neo geschwommen. Das dies oft mit "relativ wenig Training einhergeht ist ein anderes Thema. Vergleiche mit Schwimmern sind genauso sinnfrei , wie die mit Untrainierten. Selbst auf kürzeren Distanzen ist man damit oft noch im Mittelfeld.

JENS-KLEVE 13.09.2016 22:23

Zur Ausgangsfrage:

Dieses Forum sollte alle Leistungsgruppen ansprechen und bisher funktionierte das doch ganz gut, im Gegensatz zum überall üblichen "haten", "abfucken", "Shitstorm" etc. haben wir hier wirklich eine Oase der guten Umgangsformen. Wer es nicht glaubt geht mal in eine örtliche Facebookgruppe seiner Heimatstadt und diskutiert ein beliebiges Thema.

Geschwindigkeitsbewertungen sind immer relativ. Verglichen mit dem normalen Deutschen oder sogar dem normalen Freizeitsportler sind wir hier alle schnell. Jeder, der einen Triathlon ohne Pausen durchzieht macht dies schnell. Damit geben die meisten von uns sich aber nicht zufrieden und wollen sich verbessern, darum bezeichnen sie ihre Tagesleistungen im Training als schnell oder langsam, was aber sehr individuell ist und für jeden Leser dann vielleicht lächerlich klingt, egal in welche Richtung.

Ich selber bin im Schwimmen eine Niete, das mache ich daran fest, dass ich oft zu den letzten 10% der Starter gehöre. Trotzdem schwimme ich schneller als meine Freunde, Nachbarn, Kollegen, alle Schüler meiner Schule usw. - wenn ich mich beeile und durchkraule bin ich aber trotzdem nur auf 1:50 Kurs und das ist trotzdem weder baden noch planschen. Ich finde mich schnell, weiß aber meine Leistung einzustufen. NOAM würde ich es nicht übel nehmen, weil ich ihn kenne, jedem anderen aber schon.

Beim Laufen würde ich mich schon eher als schnell bezeichnen, weil ich da oft bei den ersten 10% bin, aber hier im Forum halte ich mich damit zurück, weil hier eine 2 stellige Zahl an Leuten mitschreibt, die nicht nur ein bisschen, sondern deutlich schneller unterwegs ist. Diese Leute sollten aber auch vorsichtig sein mit dem Begriff "schnell", weil sämtliche Profis nochmal schneller sind und selbst die unterliegen ihren Konkurrenten.

Also alles relativ;)

noam 13.09.2016 22:35

Moment mal, der Thread geht mir ein wenig in die falsche Richtung. Es geht mir gar nicht mal konkret um den genannten Thread sondern eher um das grundsätzliche hier im Forum.

Ich habe das Gefühl, gerade in meinem privaten Umfeld, dass die Einschätzung von eignen sportlichen Leistungen ins deutlich zu optimistische abdriftet. Wenn dann wieder von den wochenendlichen Heldentaten erzählt wird, die für den Laien zwar als das scheinen aber unter objektiven Kriterien im Vergleich zum Aufwand eher unterdurchnittlich sind.

In meiner Gegenwart werden solche Heldentatengeschichten schon nicht mehr erzählt, weil ich immer der Spielverderber bin, der die Protagonisten wieder auf den Boden zurück holt bzw auch mal kritische Töne von mir gebe. (Konkretes Beispiel: Ich finde es nicht sonderlich rühnlich, wenn jemand der >15h die Woche Radfährt und dies ersthaft betreibt mit Leistungsdiagnostik und Leistungsmesser von 200km Touren mit 1000hm mit nem 30er Schnitt berichtet. Im konkreten Fall habe ich lediglich gefragt wie man denn hier nur 1000hm bei 200km zusammenbekommt und plötzlich waren die ganzen Kinnladen der Kollegen wieder oben und die Bewunderung für den einen ebbte deutlich sichtbar ab)

Soll bedeuten ist es unangemessen sportliche Leistungen zwar unter Berücksichtigung des Einzelfalls aber dennoch objektiv zu beurteilen, auch wenn man damit subjektiv die Leistung herabwürdigt? Ich habe zur Zeit das Gefühl, dass man immer der Arsch ist, wenn man nicht alles beweihräuchert und vor Ehrfurcht im Boden versinkt.

Und der Thread war für mich halt der Auslöser dies einmal hier zur Diskussion zu stellen. Hier frag jemand um Hilfe, der trotz ausreichender Trainingzeit bei einer bestimmten Zeit hängt. Als Frage stellt er seine Körpergröße und Kraft als Ursache in den Raum. Thorsten hats auf Anhieb verstanden wie ich das gemeint habe. Viele andere nicht. Das habe ich verstanden und habe dies auch noch einmal zumindest gefühlt nachvollziehbar erläutert. Das bei der Geschwindigkeit die körperlichen Voraussetzungen im konkreten Fall kein Limiter sein können.




Vielleicht bin ich da auch einfach nur anders gepolt. Als ich letztes Jahr zum Saisonabschluss zufälligerweise noch einmal richtig Zeit und vor allem auch Bock zum Trainieren hatte und mal schauen wollte was noch so geht, habe ich viel davon profitiert, dass erfahrene Leistungsstarke Athleten aus dem Forum (allen voran die nicht auf den Mund gefallene Sabine) meinen Anspruch so weit hochgetrieben haben, dass alles außer Sieg nicht akzeptabel ist. Das hat mich zu noch härterem Training und einer daraus resultierenden zumindest auf dem Rad und beim Lauf zu einer für mich super Leistung motiviert.

Ich glaube an den Text in meiner Signatur. Die wahren Champs sind eben nicht die, die immer gewinnen. Denn dies kann einfach auf ein unglaubliches Talent (oder schlaue Gegner(Wettkampf)wahl) zurückzuführen zu sein. Die wahren Champions sind die Sportler, die sich immer und immer wieder den Arsch aufreißen, um einfach die beste Version von sich selbst zu werden. Und das geht nach meinem Empfinden nur, wenn man ehrlich zu sich selber ist und seine Leistung entsprechend einordnet, seine Schwäche erkennt und an dieser hart arbeitet.

(Triathlonspezifisch gilt natürlich bei einer Summe von Schwächen besonders an der zu arbeiten, bei der im Endeffekt mit wenig Zeitaufwand die meiste Gesamtzeitersparnis herauszuholen ist. Und das ist, um wieder zum Ausgang zurückzukommen, in der Regel nicht das Schwimmen)

ThomasG 13.09.2016 22:43

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1254703)
Moment mal, der Thread geht mir ein wenig in die falsche Richtung. Es geht mir gar nicht mal konkret um den genannten Thread sondern eher um das grundsätzliche hier im Forum.

Ich habe das Gefühl, gerade in meinem privaten Umfeld, dass die Einschätzung von eignen sportlichen Leistungen ins deutlich zu optimistische abdriftet. Wenn dann wieder von den wochenendlichen Heldentaten erzählt wird, die für den Laien zwar als das scheinen aber unter objektiven Kriterien im Vergleich zum Aufwand eher unterdurchnittlich sind.

In meiner Gegenwart werden solche Heldentatengeschichten schon nicht mehr erzählt, weil ich immer der Spielverderber bin, der die Protagonisten wieder auf den Boden zurück holt bzw auch mal kritische Töne von mir gebe.

Soll bedeuten ist es unangemessen sportliche Leistungen zwar unter Berücksichtigung des Einzelfalls aber dennoch objektiv zu beurteilen, auch wenn man damit subjektiv die Leistung herabwürdigt? Ich habe zur Zeit das Gefühl, dass man immer der Arsch ist, wenn man nicht alles beweihräuchert und vor Ehrfurcht im Boden versinkt.

Und der Thread war für mich halt der Auslöser dies einmal hier zur Diskussion zu stellen.

Man kann halt schwerlich nachvollziehen wie schwer und aufwändig es sei kann bestimmte Leistungen zu erzielen, wenn man erheblich mehr oder erheblich weniger Talent hat als derjenige, der die Leistungen, die man beurteilt, erzielt hat.
Außerdem muss man sich häufig auf die Richtigkeit von bestimmten Angaben verlassen.
Peter Greif meinte mal, es würde nie so sehr gelogen wie auf dem Einlaufplatz als ein Schützling ihm tief deprimiert nach einem Wettkampf berichtete, er wäre von einem Läufer deklassiert worden, der gemeint hat, er würde sehr viel weniger trainieren.
Man kann also nicht so sicher beurteilen, welcher Trainingsaufwand bei gegebener Leistungsfähigkeit als unverhältnismäßig zu bezeichnen wäre, um es mal recht diplomatisch auszudrücken.

schoppenhauer 13.09.2016 22:56

Ich bin noch ein wenig unsicher mit meinem Beitrag und schwanke zwischen

A) hier tummeln sich eh nur die Narzissten, denen niemand Instragram oder Snapchat erklärt hat

B) Jeder, der regelmäßig den Arsch hochbekommt, ist schon ein Held!

C) Wer hier als Gurke lange genug mitliest, braucht nicht zu fragen sondern weiß was es zu tun gibt: Immer mehr, oft härter, manchmal gesünder.

zappa 13.09.2016 23:12

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1254703)

Ich habe das Gefühl, gerade in meinem privaten Umfeld, dass die Einschätzung von eignen sportlichen Leistungen ins deutlich zu optimistische abdriftet. Wenn dann wieder von den wochenendlichen Heldentaten erzählt wird, die für den Laien zwar als das scheinen aber unter objektiven Kriterien im Vergleich zum Aufwand eher unterdurchnittlich sind.

In meiner Gegenwart werden solche Heldentatengeschichten schon nicht mehr erzählt, weil ich immer der Spielverderber bin, der die Protagonisten wieder auf den Boden zurück holt bzw auch mal kritische Töne von mir gebe. (Konkretes Beispiel: Ich finde es nicht sonderlich rühnlich, wenn jemand der >15h die Woche Radfährt und dies ersthaft betreibt mit Leistungsdiagnostik und Leistungsmesser von 200km Touren mit 1000hm mit nem 30er Schnitt berichtet. Im konkreten Fall habe ich lediglich gefragt wie man denn hier nur 1000hm bei 200km zusammenbekommt und plötzlich waren die ganzen Kinnladen der Kollegen wieder oben und die Bewunderung für den einen ebbte deutlich sichtbar ab)

Ich glaube, ich hab Deinen Punkt verstanden und kann ihn auch nachvollziehen. Geht mir manchmal genauso.

Meine Frage wäre, warum Du diese Räuberpistolen, bei denen dazu gedichtet und weggelassen wird, unbedingt "objektivieren" willst? Was bringt Dir, dem Erzähler und dem Publikum das? Glaubst Du, dass der Erzähler dadurch ehrlicher wird und motivierter mehr zu trainieren? Was ist Dein Motiv dabei?

schnodo 13.09.2016 23:19

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1254703)
Soll bedeuten ist es unangemessen sportliche Leistungen zwar unter Berücksichtigung des Einzelfalls aber dennoch objektiv zu beurteilen, auch wenn man damit subjektiv die Leistung herabwürdigt? Ich habe zur Zeit das Gefühl, dass man immer der Arsch ist, wenn man nicht alles beweihräuchert und vor Ehrfurcht im Boden versinkt.

Ich gehe mal davon aus, dass die meisten, die ähnliche Bratwürste wie ich sind und in jeder Disziplin im hinteren Drittel landen, auch wissen, dass sie im Vergleich nicht viel reißen. Wir machen es aber auch nicht, um das Ding zu gewinnen, sondern weil wir Spaß an der Bewegung haben und es sich besser anfühlt als nur auf dem Sofa zu hocken. Klar kann man mir nun (mit einiger Berechtigung) sagen, dass meine Zeiten für die Tonne sind. Aber das ist doch für mich keine Neuigkeit; ich sehe, was andere bringen.

Familie und Freunde sind auch nicht komplett dämlich und freuen sich dementsprechend, wenn ich auf der Strecke nicht verende. Wem soll es also helfen, mir nochmal unter die Nase zu reiben, dass ich mit meiner Leistung nicht konkurrenzfähig bin?

Selbstverständlich kann man einen Aufschneider mal auflaufen lassen, aber ich habe den Eindruck, dass die meisten Langsamen bescheidene Gesellen sind, die sich einfach darüber freuen, auch dabei sein zu dürfen und hinterher keine Großtaten zusammenfantasieren.

noam 13.09.2016 23:19

Zitat:

Zitat von zappa (Beitrag 1254721)
Meine Frage wäre, warum Du diese Räuberpistolen, bei denen dazu gedichtet und weggelassen wird, unbedingt "objektivieren" willst? Was bringt Dir, dem Erzähler und dem Publikum das? Glaubst Du, dass der Erzähler dadurch ehrlicher wird und motivierter mehr zu trainieren? Was ist Dein Motiv dabei?

Berechtigte Frage. Mir bringt es gar nichts, außer dem Gefühl die Welt ein wenig ehrlicher gemacht zu haben. Vielleicht auch ein wenig die Hoffnung, dass derjenige ein wenig ehrlicher bzw realistischer bzw weniger heldenhaft weniger selbstbeweihräuchernd wird.

Im konkreten fall ist die sportliche Leistungsfähigkeit ja durchaus vorhanden und der kann auch Abliefern. Nur gerade dann ist es doch albern, sich mit "normalen" Leistungen im Anbetracht der Umstände zum Helden zu machen. Hätte er erzählt er hätte nen schönen Alpencross gefahren und hatte Spaß dabei, hätte es zumindest mich deutlich mehr beeindruckt

noam 13.09.2016 23:24

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1254723)
Ich gehe mal davon aus, dass die meisten, die ähnliche Bratwürste wie ich sind und in jeder Disziplin im hinteren Drittel landen, auch wissen, dass sie im Vergleich nicht viel reißen. Wir machen es aber auch nicht, um das Ding zu gewinnen, sondern weil wir Spaß an der Bewegung haben und es sich besser anfühlt als nur auf dem Sofa zu hocken. Klar kann man mir nun (mit einiger Berechtigung) sagen, dass meine Zeiten für die Tonne sind. Aber das ist doch für mich keine Neuigkeit; ich sehe, was andere bringen.

Ich gehe davon aus dass jeder von uns aus erstem Antrieb Sport treibt, weil es ihm / ihr Spaß macht. Platzierungen sind doch völlig relativ. Ich gewinne zB einen Dorftriathlon und würde in einem starken Starterfeld nicht mal unter die ersten 50 kommen. Dadurch wird meine erbrachte Leistung ja nicht schlechter. Jeder von uns ist Opfer seiner privaten Umstände.

Trillerpfeife 13.09.2016 23:27

Zitat:

Soll bedeuten ist es unangemessen sportliche Leistungen zwar unter Berücksichtigung des Einzelfalls aber dennoch objektiv zu beurteilen, auch wenn man damit subjektiv die Leistung herabwürdigt? Ich habe zur Zeit das Gefühl, dass man immer der Arsch ist, wenn man nicht alles beweihräuchert und vor Ehrfurcht im Boden versinkt.

Und der Thread war für mich halt der Auslöser dies einmal hier zur Diskussion zu stellen. Hier frag jemand um Hilfe, der trotz ausreichender Trainingzeit bei einer bestimmten Zeit hängt. Als Frage stellt er seine Körpergröße und Kraft als Ursache in den Raum. Thorsten hats auf Anhieb verstanden wie ich das gemeint habe. Viele andere nicht. Das habe ich verstanden und habe dies auch noch einmal zumindest gefühlt nachvollziehbar erläutert. Das bei der Geschwindigkeit die körperlichen Voraussetzungen im konkreten Fall kein Limiter sein können.
hallo nochmal,


keiner hier kann nach dem Post des TE (im Schwimmtread) dessen Schwimmleistugn objektiv beurteilen. Eigentlich kann man von niemanden hier im Forum die Leistungen objektiv beurteilen.

Und ich frage mich gerade warum du den 15 Stunden Radler wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholen möchtest.

Auch diese Angaben lassen es nicht zu seine Leistungen objektiv zu beurteilen. Und vielleicht lügt er ja auch. :) Ein Radprofi zumindest wird er nicht sein.

Bei all dieser Beurteilerei fehlt mir manchmal einfach der Respekt vor der persönlichen Leistung. Nicht vor der persönlichen Leistung im Vergleich mit anderen Sportlern.

Schön, wenn dich Sabine-G mit seinen flapsigen Komentaren motiviert hat. Das gilt leider nicht für alle.

Ich denke aber die meisten werden es überleben. Man sucht sich ja eh das raus womit man etwas anfangen kann.

gutes Nächtle

und ich möchte dir natürlich keine böse Absicht unterstellen. Ist warscheinlich so wie du schreibst. Du denkst dir nix böses bei.

Trillerpfeife 13.09.2016 23:30

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1254723)
Ich gehe mal davon aus, dass die meisten, die ähnliche Bratwürste wie ich sind und in jeder Disziplin im hinteren Drittel landen, auch wissen, dass sie im Vergleich nicht viel reißen. Wir machen es aber auch nicht, um das Ding zu gewinnen, sondern weil wir Spaß an der Bewegung haben und es sich besser anfühlt als nur auf dem Sofa zu hocken. Klar kann man mir nun (mit einiger Berechtigung) sagen, dass meine Zeiten für die Tonne sind. Aber das ist doch für mich keine Neuigkeit; ich sehe, was andere bringen.

Familie und Freunde sind auch nicht komplett dämlich und freuen sich dementsprechend, wenn ich auf der Strecke nicht verende. Wem soll es also helfen, mir nochmal unter die Nase zu reiben, dass ich mit meiner Leistung nicht konkurrenzfähig bin?

Selbstverständlich kann man einen Aufschneider mal auflaufen lassen, aber ich habe den Eindruck, dass die meisten Langsamen bescheidene Gesellen sind, die sich einfach darüber freuen, auch dabei sein zu dürfen und hinterher keine Großtaten zusammenfantasieren.

ein super Beitrag!



...

keane 14.09.2016 00:03

Jeder der bei einem Ironman antritt ist für mich schon ein Held, du hast eine monatelange Vorbereitung machen müssen, das alleine ist schon mit viel Disziplin, Ehrgeiz ud Wille verbunden.
Und dann gilt es an dem Tag in der vorgegebene Zeit es zu schaffen ins Ziel zu kommen, egal in welcher Zeit, jeder kriegt die gleiche Medaille und darf sich Ironman Finisher nennen, Ich habe zuhause 14 LD Medaillen an der Wand hängen, alle in Zeiten von 12 bis 15 Stunden, und auf jede einzelne bin ich stolz.
Wie heißt es so schön, dabei ist alles...

zappa 14.09.2016 00:04

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1254724)
Berechtigte Frage. Mir bringt es gar nichts, außer dem Gefühl die Welt ein wenig ehrlicher gemacht zu haben. Vielleicht auch ein wenig die Hoffnung, dass derjenige ein wenig ehrlicher bzw realistischer bzw weniger heldenhaft weniger selbstbeweihräuchernd wird.

Im konkreten fall ist die sportliche Leistungsfähigkeit ja durchaus vorhanden und der kann auch Abliefern. Nur gerade dann ist es doch albern, sich mit "normalen" Leistungen im Anbetracht der Umstände zum Helden zu machen. Hätte er erzählt er hätte nen schönen Alpencross gefahren und hatte Spaß dabei, hätte es zumindest mich deutlich mehr beeindruckt

Mir geht da folgendes durch den Kopf:

Wenn das ein guter Freund ist, dann bringt eine Ansage unter 4 Augen sicher mehr ... Er sucht ja nach Anerkennung und wird stattdessen (aus seinen Augen)"blamiert" ...

Wenn das ein beliebig Bekannter ist, würd ich die Energie dafür nicht aufbringen, ihm allerdings auf die Schulter klopfen und ihm augenzwinkernd und durchaus ein wenig übertrieben bestätigen, was für ein toller Hecht er ist ... Er weiß ja selbst, dass er das nur eingeschränkt ist :-)

Mit Blick auf Deinen Ursprungspost finde ich, dass Du Deine hilfsbereite und positive Motivation, einen produktiven Hinweis zu geben, selbst durch die abwertende Bemerkung des "Badens" kanibalisierst. Das weißt Du auch selbst. Das geht schon unter guten Freunden nicht immer gut, bei losen Kontakten ist es einfach ein Risiko, das gar nicht notwendig ist.

Klugschnacker 14.09.2016 00:51

Zitat:

Zitat von schnodo (Beitrag 1254723)
... ich habe den Eindruck, dass die meisten Langsamen bescheidene Gesellen sind...

Die meisten Schnellen aber auch. :Blumen:

In meiner sehr kleinen Trainingsruppe sagen wir uns gerade heraus, was wir denken. Ich bin sehr dankbar dafür. Wenn ich beispielsweise ein mir wichtiges Rennen verkorkst habe, dann würde es mir gerade noch fehlen, wenn meine Trainingskumpels sagten: "Hey Arne, suuuuuper Rennen, nein echt jetzt, cool gefinisht, war doch klasse!!". Falsches Lob ist irgendwie entwürdigend.

Mir ist es lieber, wenn es sich so anhört: "Boah Arne, was haste denn so verkackt beim Laufen?! Ich habe Dir ja gleich gesagt, mache lieber eine kürzere Wettkampfdistanz."

Auf ehrliche Kritik kann man direkt antworten. "Alter, ich bin total stolz, das Rennen nach Hause gebracht zu haben. Ich war schon nach der Hälfte total im Sack!" – "Haste überzockt?" – "Ja, vielleicht, ging aber von Anfang an schwer." – "Ja, Du hast schon an der Lände total beschissen ausgesehen!" – "Echt? Da ging’s mir eigentlich eher gut. Wie waren denn die anderen?" – "Waren alle schnell, an den Bedingungen hat’s nicht gelegen."

So würde man natürlich nicht mit jemandem reden, der gerade stolz seine erste SD/OD/MD/LD gefinisht hat. Manchmal ist es nicht leicht, immer den richtigen Ton zu erwischen, aber man will keinem absichtlich den Tag versauen.
:Blumen:

schnodo 14.09.2016 01:26

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1254747)
Die meisten Schnellen aber auch. :Blumen:

Keine Frage. Und oft auch sehr hilfsbereit und sich nicht für ein aufmunterndes Wort zu schade. :Blumen:

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1254747)
Mir ist es lieber, wenn es sich so anhört: "Boah Arne, was haste denn so verkackt beim Laufen?! Ich habe Dir ja gleich gesagt, mache lieber eine kürzere Wettkampfdistanz."

Ja, natürlich. Aber wenn sowas von Menschen kommt, die man kennt, wirkt das immer noch ganz anders als wenn man öffentlich von Fremden abgekanzelt wird und das Gefühl hat, man müsse sich dafür rechtfertigen, dass man langsam ist.

Ich bin da relativ dickfellig und habe zum Glück auch wenig Anlass mich damit auseinanderzusetzen, vermutlich weil die Leute Angst haben, dass ich mich auf sie fallen lasse wenn es mir zu bunt wird. :Cheese:
Ich kann mir aber vorstellen, dass es empfindlichere Gemüter gibt, die damit nicht sehr gut zurecht kommen.

Allzu hoch sollte man die ganze Sache nicht aufhängen. Ich finde es nur sehr unschön, wenn sich jemand vor Arroganz strotzt und meint er wäre der Tollste, aber offensichtlich beim überharten Training Anstand und Empathie mit rausgeschwitzt hat. Solche Charaktere gibt es hier zum Glück kaum und noam gehört sicher nicht dazu.

glaurung 14.09.2016 08:06

Rosa Brille ist in meinen Augen Müll.
Es ist völlig normal, dass Menschen unterschiedliche Leistungslevel haben und es gibt immer Schnellere. Solange der Langsamere vom Schnelleren nicht ausgelacht oder beleidigt wird, darf seine Einschätzung gern offen kundgetan werden.
Was ich gar nicht mag, was aber hier und da gern gemacht wird, ist, dass sich mit Treppchenplatzierungen geschmückt wird und dabei verschwiegen wird, dass nur 3 Leute in der eigenen AK am Start waren ;) Unfassbar albern und für mich nicht nachvollziehbar.

Homer Simpson 14.09.2016 08:28

Ich persönlich mache mir gar nix aus den Leistungen anderer! Die nackten Zahlen sagen gar nix aus, zumindest was die eigene Leistung betrifft. Dazu muss auch ein wenig über den Background bekannt sein. Alter, sportliche Vorgeschichte, berufliche Situation, Familie, Verletzungsprobleme usw.! Kennt kein anderer, kann demzufolge auch kein anderer bewerten. Ich bewerte meine Leistungen eher nach meinen Möglichkeiten oder PB's. Da entwickelt man mit der Zeit ein Gefühl dafür, was möglich ist und was nicht.
Ich trainiere im Rahmen meiner Möglichkeiten und bin am Maximum angekommen, was den Zeitrahmen betrifft. Älter werde ich auch langsam (verdammt- wieso das denn??? ;) ) Persönlich würde ich gerne nochmal eine 10:xx auf der LD schaffen, bin schon zweimal um ein paar Minuten dran vorbeigeschrabbelt. Andere hier im Forum werden sich jetzt kugeln vor Lachen, sowas machen die als Koppeleinheit.
Es gibt halt Leute, die haben mehr Talent, haben mehr Zeit zum trainieren, machen den Sport schon viiiel länger oder tragen hier im Forum einfach die Butter sehr dick auf's Brot auf. Oder, oder, oder! So what...
Genausowenig wie ich auf andere herabblicke, weil sie langsamer sind reibe ich mich an Leuten auf, die schneller sind. Das überlasse ich gerne denen, die um die Platzierungen ganz vorne kämpfen :liebe053:

Vicky hat es im Post #25 sehr schön ausgedrückt :Blumen:

MarcoZH 14.09.2016 08:43

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1254724)
Berechtigte Frage. Mir bringt es gar nichts, außer dem Gefühl die Welt ein wenig ehrlicher gemacht zu haben. Vielleicht auch ein wenig die Hoffnung, dass derjenige ein wenig ehrlicher bzw realistischer bzw weniger heldenhaft weniger selbstbeweihräuchernd wird.

Ich glaube eher du machst es um dich selber zu profilieren.

Mit deiner Art erreichst du genau das Gegenteil. DU stellst dich heldenhaft und selbstbeweihräuchernd hin, indem du eine andere Leistung als minderwertig kommentierst.
Für ihn sind ein 30er Schnitt über 200km ein Grund stolz zu sein. Was gibt dir das Recht zu urteilen, ob er selber über seine Leistung stolz sein darf oder nicht?

Ich gönne dir mal in einer solchen Diskussion einen Dritten der dich nach deinem Kommentar nach deiner Leistungsklasse fragt und dann diese als Pippifax hinstellt.

Hardy72 14.09.2016 08:59

Zitat:

Zitat von MarcoZH (Beitrag 1254767)
Ich glaube eher du machst es um dich selber zu profilieren.

Mit deiner Art erreichst du genau das Gegenteil. DU stellst dich heldenhaft und selbstbeweihräuchernd hin, indem du eine andere Leistung als minderwertig kommentierst.
Für ihn sind ein 30er Schnitt über 200km ein Grund stolz zu sein. Was gibt dir das Recht zu urteilen, ob er selber über seine Leistung stolz sein darf oder nicht?

Ich gönne dir mal in einer solchen Diskussion einen Dritten der dich nach deinem Kommentar nach deiner Leistungsklasse fragt und dann diese als Pippifax hinstellt.

Sehe ich genau so

glaurung 14.09.2016 09:00

Zitat:

Zitat von Homer Simpson (Beitrag 1254764)
Ich persönlich mache mir gar nix aus den Leistungen anderer! Die nackten Zahlen sagen gar nix aus, zumindest was die eigene Leistung betrifft. Dazu muss auch ein wenig über den Background bekannt sein. Alter, sportliche Vorgeschichte, berufliche Situation, Familie, Verletzungsprobleme usw.! Kennt kein anderer, kann demzufolge auch kein anderer bewerten. Ich bewerte meine Leistungen eher nach meinen Möglichkeiten oder PB's. Da entwickelt man mit der Zeit ein Gefühl dafür, was möglich ist und was nicht.
:

Absolute Zustimmung:)

Heiko1987 14.09.2016 09:09

Zitat:
Zitat von Homer Simpson Beitrag anzeigen
Ich persönlich mache mir gar nix aus den Leistungen anderer! Die nackten Zahlen sagen gar nix aus, zumindest was die eigene Leistung betrifft. Dazu muss auch ein wenig über den Background bekannt sein. Alter, sportliche Vorgeschichte, berufliche Situation, Familie, Verletzungsprobleme usw.! Kennt kein anderer, kann demzufolge auch kein anderer bewerten. Ich bewerte meine Leistungen eher nach meinen Möglichkeiten oder PB's. Da entwickelt man mit der Zeit ein Gefühl dafür, was möglich ist und was nicht.
:

kann dem auch nur zustimmen:) ich gehe das bei meinen Leistungen genauso an.

su.pa 14.09.2016 09:30

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 1254703)
Moment mal, der Thread geht mir ein wenig in die falsche Richtung. Es geht mir gar nicht mal konkret um den genannten Thread sondern eher um das grundsätzliche hier im Forum.

Ich habe das Gefühl, gerade in meinem privaten Umfeld, dass die Einschätzung von eignen sportlichen Leistungen ins deutlich zu optimistische abdriftet. Wenn dann wieder von den wochenendlichen Heldentaten erzählt wird, die für den Laien zwar als das scheinen aber unter objektiven Kriterien im Vergleich zum Aufwand eher unterdurchnittlich sind.

In meiner Gegenwart werden solche Heldentatengeschichten schon nicht mehr erzählt, weil ich immer der Spielverderber bin, der die Protagonisten wieder auf den Boden zurück holt bzw auch mal kritische Töne von mir gebe. (Konkretes Beispiel: Ich finde es nicht sonderlich rühnlich, wenn jemand der >15h die Woche Radfährt und dies ersthaft betreibt mit Leistungsdiagnostik und Leistungsmesser von 200km Touren mit 1000hm mit nem 30er Schnitt berichtet. Im konkreten Fall habe ich lediglich gefragt wie man denn hier nur 1000hm bei 200km zusammenbekommt und plötzlich waren die ganzen Kinnladen der Kollegen wieder oben und die Bewunderung für den einen ebbte deutlich sichtbar ab)

Soll bedeuten ist es unangemessen sportliche Leistungen zwar unter Berücksichtigung des Einzelfalls aber dennoch objektiv zu beurteilen, auch wenn man damit subjektiv die Leistung herabwürdigt? Ich habe zur Zeit das Gefühl, dass man immer der Arsch ist, wenn man nicht alles beweihräuchert und vor Ehrfurcht im Boden versinkt.

Und der Thread war für mich halt der Auslöser dies einmal hier zur Diskussion zu stellen. Hier frag jemand um Hilfe, der trotz ausreichender Trainingzeit bei einer bestimmten Zeit hängt. Als Frage stellt er seine Körpergröße und Kraft als Ursache in den Raum. Thorsten hats auf Anhieb verstanden wie ich das gemeint habe. Viele andere nicht. Das habe ich verstanden und habe dies auch noch einmal zumindest gefühlt nachvollziehbar erläutert. Das bei der Geschwindigkeit die körperlichen Voraussetzungen im konkreten Fall kein Limiter sein können.




Vielleicht bin ich da auch einfach nur anders gepolt. Als ich letztes Jahr zum Saisonabschluss zufälligerweise noch einmal richtig Zeit und vor allem auch Bock zum Trainieren hatte und mal schauen wollte was noch so geht, habe ich viel davon profitiert, dass erfahrene Leistungsstarke Athleten aus dem Forum (allen voran die nicht auf den Mund gefallene Sabine) meinen Anspruch so weit hochgetrieben haben, dass alles außer Sieg nicht akzeptabel ist. Das hat mich zu noch härterem Training und einer daraus resultierenden zumindest auf dem Rad und beim Lauf zu einer für mich super Leistung motiviert.

Ich glaube an den Text in meiner Signatur. Die wahren Champs sind eben nicht die, die immer gewinnen. Denn dies kann einfach auf ein unglaubliches Talent (oder schlaue Gegner(Wettkampf)wahl) zurückzuführen zu sein. Die wahren Champions sind die Sportler, die sich immer und immer wieder den Arsch aufreißen, um einfach die beste Version von sich selbst zu werden. Und das geht nach meinem Empfinden nur, wenn man ehrlich zu sich selber ist und seine Leistung entsprechend einordnet, seine Schwäche erkennt und an dieser hart arbeitet.

(Triathlonspezifisch gilt natürlich bei einer Summe von Schwächen besonders an der zu arbeiten, bei der im Endeffekt mit wenig Zeitaufwand die meiste Gesamtzeitersparnis herauszuholen ist. Und das ist, um wieder zum Ausgang zurückzukommen, in der Regel nicht das Schwimmen)

Aber wenn Du Deinem Kollegen seine Leistung madig redest, dann ist das doch auch wieder subjektiv beurteilt von Dir. Wer sagt denn, dass sie objektiv gesehen schlecht ist? Alle die Schneller sind? Dann drehen wir uns wieder im Kreis, weil für alle die langsamer sind ist es wieder eine tolle Leistung.

Natürlich verschiebt sich das Ganze je nach Leistungsniveau etwas. Mir ist es z.B. auch immer peinlich, wenn meine Leistungen als so toll dargestellt werden, dabei bin ich eine typische Laufgurke mit GA-Tempo > 6 min/km

noam 14.09.2016 09:36

Zitat:

Zitat von su.pa (Beitrag 1254782)
Aber wenn Du Deinem Kollegen seine Leistung madig redest, dann ist das doch auch wieder subjektiv beurteilt von Dir. Wer sagt denn, dass sie objektiv gesehen schlecht ist? Alle die Schneller sind? Dann drehen wir uns wieder im Kreis, weil für alle die langsamer sind ist es wieder eine tolle Leistung.

Er ist ja ein "schneller", der zB durchaus den Radsplit einer LD deutlich unter 5h fahren könnte oder die Feierabend 100km gehen auch schon mal deutlich schneller weg. Und darum finde ich es um so "blöder" wenn er eine für ihn absolut normale Leistung als Heldentat bewundern lässt.


Edit meint grad:
Anders betrachtet ist es ja gerade die Situation, die einen schnellen Sportler in eine komische Situation bringen kann. Mein Radfahrer macht für ihn eine normale Trainingsausfahrt völlig im grünen Bereich. Im Gespräch wird er dafür bewundert, weil andere diese Leistung nicht richtig einschätzen können. Geht er hin und revidiert die Meinung der anderen, in dem er die Glorifizierung ablehnt und darauf hinweist, dass es eine völlig normal Leistung für ihn ist, dann wird er in den Augen der "Nichtwisser" noch mehr zum Aufschneider. Lässt er sich für die "normale" Leistung feiern, sieht er in den Augen der Wissenden aus wie ein Aufschneider. Ein Dilemma.


Ich halte es da wie Arne, ich kenn meine Leistungsfähigkeit und versuche realistische Ziele zu definieren. Verfehle ich die bin ich unzufrieden und stehe auch dazu. Erreiche ist sie, bin ich zufrieden und stehe dazu, hau ich aber richtig einen raus und übertreffe die Ziele, dann freu ich mich wie Bolle

schoppenhauer 14.09.2016 09:46

Zitat:

Zitat von MarcoZH (Beitrag 1254767)
Ich glaube eher du machst es um dich selber zu profilieren.

Dem Verdacht, sich vor allem selbst profilieren zu wollen, ist doch jeder ausgesetzt, der mehr als 10 Beiträge in einem Sport-Forum macht.

Ich finde die Diskussion hier ziemlich überflüssig. Für mich ist gerade dieses Miteinander von richtig Schnellen und 'ichmachsport'-Typen im TS-Forum einer der Gründe, warum ich hier immer wieder gerne reinschaue.

Die einen genießen es still nach innen, die anderen gehen mit ihren Ergebnissen hausieren. Sich zu messen und zu vergleichen ist ein wesentlicher - wichtiger - Bestandteil des Sports. Und wie das dann rüberkommt hängt vor allem davon ab, wer es schreibt.

alpenfex 14.09.2016 10:08

Zitat:

Zitat von MarcoZH (Beitrag 1254767)
Ich glaube eher du machst es um dich selber zu profilieren.

Mit deiner Art erreichst du genau das Gegenteil. DU stellst dich heldenhaft und selbstbeweihräuchernd hin, indem du eine andere Leistung als minderwertig kommentierst.
Für ihn sind ein 30er Schnitt über 200km ein Grund stolz zu sein. Was gibt dir das Recht zu urteilen, ob er selber über seine Leistung stolz sein darf oder nicht?

Ich gönne dir mal in einer solchen Diskussion einen Dritten der dich nach deinem Kommentar nach deiner Leistungsklasse fragt und dann diese als Pippifax hinstellt.

+1
...die Frage bleibt, was wirklich wichtig ist.

sabine-g 14.09.2016 10:09

Die richtig schnellen schreiben (hier) sowieso nichts.
(Ausnahme: Captain...., tbc)

Am Beispiel Laufsport: Alles was langsamer als 2:40h ist, ist für einen echten Läufer doch eh was zum Schmunzeln.
Wenn dann hier darüber berichtet wird, braucht es niemanden zu stören.
Die, die 3:30 laufen sind im Bespiel genauso Fallobst wie der 2:50h Finisher.

Vicky 14.09.2016 10:19

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1254796)
Die richtig schnellen schreiben (hier) sowieso nichts.
(Ausnahme: Captain...., tbc)

Am Beispiel Laufsport: Alles was langsamer als 2:40h ist, ist für einen echten Läufer doch eh was zum Schmunzeln.
Wenn dann hier darüber berichtet wird, braucht es niemanden zu stören.
Die, die 3:30 laufen sind im Bespiel genauso Fallobst wie der 2:50h Finisher.

Ich kenne keinen einzigen "ECHTEN" Läufer, der über die Leistungen der "UNECHTEN" Läufer schmunzelt. Dafür haben die "ECHTEN" Läufer gar keine Zeit, denn sie müssen ja irgendwie von ihrem Sport leben. Meist ist das verdammt schwer und eigentlich werden sie dann ja vom "Fallobst" unterstützt.

Auch sonst haben "ECHTE" Läufer für so einen Quatsch keine Zeit. Sie sind nämlich wahrscheinlich gerade auf der Bahn, während wir hier im Büro arbeiten... und im Forum schreiben können... :Blumen:

su.pa 14.09.2016 10:21

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1254796)
Die richtig schnellen schreiben (hier) sowieso nichts.
(Ausnahme: Captain...., tbc)

Am Beispiel Laufsport: Alles was langsamer als 2:40h ist, ist für einen echten Läufer doch eh was zum Schmunzeln.
Wenn dann hier darüber berichtet wird, braucht es niemanden zu stören.
Die, die 3:30 laufen sind im Bespiel genauso Fallobst wie der 2:50h Finisher.

Wieder eine subjektive Einschätzung...
Aber man kennt dich ja.

Cruiser 14.09.2016 10:40

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1254747)
Die meisten Schnellen aber auch. :Blumen:

Yep.
Immer wieder eine Freude bei Siegerehrungen zu sehen, das meist die wirklich schnellen Jungs ganz, ganz bescheiden sind.

Hier im Forum ist imho der Spaß an der Sache und die Freude über z.B. einfach geile Naturerlebnisse im Vergleich zu "früher" mehr in den Hintergrund getreten.
Leistung und Leistungssteigerung stehen eher im Vordergrund.
Es ist ernster und auch zeitweilig verbissener geworden.
Das schränkt auch den Kreis der Schreiber ein, manche werden auch keine Motivation finden, auf dieser Ebene etwas beizutragen.

Ist jetzt nur meine subjektive Sicht :Blumen:

Allerdings ist das Forum auch eine hammergute Informationsquelle für Fragen und Probleme jeder Art! Wirklich top. Immer aktuell. Hat schon was von Alleinstellung auf Triathlon bezogen

schoppenhauer 14.09.2016 10:47

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1254796)
Die richtig schnellen schreiben (hier) sowieso nichts.
(Ausnahme: Captain...., tbc)

Warum 'richtig schnell' gleich wieder über Zeiten festmachen. Für mich sind die richtig Schnellen, bei denen alle 3 Faktoren erfüllt werden:

A) ausreichend talentiert
B) überdurchschnittlich ehrgeizig
C) vieles im Leben dem Sport unterordnen

Bei allen anderen treffen maximal 2 der Faktoren zu.


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