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pointex 28.07.2015 11:29

Ich habe neben Frau, 2 Kindern, Hausbau und 54 h Woche auch eine paar LD und andere Sachen hinbekommen. Laufen in der Nacht, Schwimmen einmal die Woche im Verein, das zweite mal wenn mal kurz Zeit war, oft auch mit Neopren im Baggersee bei kühlen Temperaturen abends. Zum Radfahren jede Chance nützen, Arbeitsweg, Einkaufen mit Radanhänger, Kinderanhänger, Verwandtenbesuche mit Rad, Rolle im Keller, Daun Ergo im WZ. Irgendwann hat auch meine Frau die Liebe zum Triathlon bzw Radsport entdeckt, seit drei Jahren macht sie jedes Training mit. Im April wurde auch meine Jüngste erwachsen und nächstes Frühjahr geht's das erste mal nach Malle. ;)
Bei dem ganzen vergiss nie, die Zeit mit den Kindern ist wichtig und du würdest es bereuen diese nicht gehabt zu haben. :Huhu:

dirk7603 28.07.2015 11:32

Zitat:

Zitat von pointex (Beitrag 1151684)
Egal ob verboten, den Nachwuchs einfach über den Zaun und ab ins Ziel. :cool:

Seh ich komplett anders. Kinder haben beim Zieleinlauf und vorallem im Bereich nach dem Einlauf nix verloren - dafür gibt es Bambiniläufe.

Das man sich einfach über Verbote hinwegsetzt scheint aber heutzutage normal zu sein. Die Veranstalter sollten da rigoros durchgreifen und den Teilnehmer disqualifizieren. Wenn jeder Elternteil seinen Nachwuchs mit ins Ziel nimmt, dann herrscht dort irgendwann Chaos.

Vorallem was bringt einem das mit seinen Kindern durchs Ziel zu laufen? Ist für mich reine Selbstdarstellung....

pointex 28.07.2015 12:20

Zitat:

Zitat von dirk7603 (Beitrag 1151693)
Seh ich komplett anders. Kinder haben beim Zieleinlauf und vorallem im Bereich nach dem Einlauf nix verloren - dafür gibt es Bambiniläufe.

Das man sich einfach über Verbote hinwegsetzt scheint aber heutzutage normal zu sein. Die Veranstalter sollten da rigoros durchgreifen und den Teilnehmer disqualifizieren. Wenn jeder Elternteil seinen Nachwuchs mit ins Ziel nimmt, dann herrscht dort irgendwann Chaos.

Vorallem was bringt einem das mit seinen Kindern durchs Ziel zu laufen? Ist für mich reine Selbstdarstellung....

Ups, hast du auch mal Spass im Leben?
Was soll den passieren wenn Kinder mitlaufen? Ich denke da auch an gewisse Pro's die im Ziel ihr Kind übernehmen und damit einlaufen, die dürfens natürlich schon.
Was soll daran Selbstdarstellung sein? Ich sehe es als Motivation und Belohnung für Elternteil und Kind. Bei mir hängt ein Foto vom Zieleinlauf mit Tochter bei einer Langdistanz, das sehen wir heute nach 5 Jahren noch gerne an. Und ich kann Entwarnung geben, dort ist kein Chaos ausgebrochen. Naja manche mögen Kinder, andere wieder nicht.:(

Matthias75 28.07.2015 12:35

Zitat:

Zitat von dirk7603 (Beitrag 1151693)
Seh ich komplett anders. Kinder haben beim Zieleinlauf und vorallem im Bereich nach dem Einlauf nix verloren - dafür gibt es Bambiniläufe.

Zitat:

Zitat von pointex (Beitrag 1151714)
Ups, hast du auch mal Spass im Leben?
Was soll den passieren wenn Kinder mitlaufen? Ich denke da auch an gewisse Pro's die im Ziel ihr Kind übernehmen und damit einlaufen, die dürfens natürlich schon.

Bin da eher bei Dirk. Wenn ein Kind mitläuft und andere nicht behindert werden, dann sollen sie halt mitlaufen. Ich hab' aber auch schon Wettkämpfe erlebt, bei denen eine ganzer Kindergarten die letzten 500m mitgelaufen ist. Überholen für andere war da unmöglich. Da der Vater zudem mit seinen Kindern die gesamte Breite des Zielkanals in Anspruch genommen hat, gab's für die nachfolgenden Sportler auch keine brauchbaren Zielfotos. Sowas muss IMHO nicht sein und da sollte auch der Veranstalter einschreiten. Wenn einer mit seinem Sohn/seiner Tochter auf dem Arm einlaufen will, ok, aber das muss auch seine Grenzen haben.

M.

dirk7603 28.07.2015 12:55

Zitat:

Zitat von pointex (Beitrag 1151714)
Ups, hast du auch mal Spass im Leben? Naja manche mögen Kinder, andere wieder nicht.:(

Du kennst mich nicht, meinst aber über mich urteilen zu dürfen? Komm mal schnell von deinem hohen Ross runter. Ich habe selber einen Sohn der 3,5 ist und Ende August hat er mit mir seinen ersten Bambinilauf und freut sich tierisch darauf.

Nur weil Papa stolz auf sein LD Finish ist muss ich das Kind ja nicht gleich mit über die Ziellinie schleppen. Es ist ja auch nicht ohne Grund von vielen Veranstaltern verboten. Aber wie ich sagte - manche stellen sich halt gerne über die Regeln und meinen alles besser zu wissen.

lifty 28.07.2015 12:57

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 1150430)
Das glaube ich dir, wie ich es allen anderen hier auch glaube. Aber so eine Meinungsäusserung ist nicht repräsentativ. Denn im Grunde äussern sich hier nur diejenigen, die gerade mehr oder weniger enthusiastisch den Sport betreiben und nicht solche, die es nicht auf die Reihe bekommen haben. Die werden nicht mehr in einem Triathlonforum abhängen. Das ist das Gleiche wie in einer Facebookgruppe, wo sich irgendwelche Anhänger gegenseitig zustimmen und ermuntern und sich ihre rosa Welt zusammenbauen. Das Phänomen ist hinlänglich bekannt.

Dann will ich mal:

Ich habe von 2009 bis 2013 recht intensiv Triathlon betrieben, meine Exfrau auch (sogar erfolgreicher als ich). Wir haben dafür sehr viel organisieren müssen, haben unsere Kinder (aus meiner heutigen Sicht) vernachlässigt ("abgeschoben" zu Oma/Opa). Unser ganzes Leben drehte sich nur um Triathlon. Seit unserer Trennung vor 1,5 Jahren hält sich meine Lust auf Sport in Grenzen, auch weil ich in diesem schönen Sport viele Menschen kennengelernt habe, für die es nichts außer Sport gab...so wollte ich persönlich nicht mehr sein.
Ich bewundere Leute wie Flachy, die ihr Leben (scheinbar mühelos) organsiert kriegen....ich habe das nicht auf die Reihe bekommen. Was bei mir auf der Strecke geblieben ist...der Spaß am Sport, Bewegung um ihrer selbst willen. Irgendwann brennt man aus, diese ganze Reingequetsche von Trainingszeit ist m.M. nach auf Dauer nicht gut...man verliert den Spaß an der Sache. Soweit meine Erfahrungen....sorry, etwas länger geworden.

Oli68 28.07.2015 13:59

Mir geht es, bis auf das Haus, ebenso. Training um Beruf, Familie und zweites Hobby (trainiere die Fußballmannschaft von meinem Sohn) herum. Am frühen Morgen geht nicht, da ich auch noch pendeln muss und deshalb schon um 04:30 aufstehe. Also Training in der Mittagspause, am späten Abend, vom Fußballtraining oder Spiel nach Hause laufen oder radeln oder am Wochenende ebenfalls früh aufstehen und die Zeit nutzen in der die Familie ausschläft. Das ist schon extrem anstrengend und macht nicht mehr so richtig Spaß. Daher habe ich entschieden im nächsten Jahr, eine (LD) Pause einzulegen.

slo-down 28.07.2015 14:15

Meine Frau und ich diskutieren gerade wo ich in den nächsten 1 - 2 Jahren meine erste LD mache :D

Laut meiner besseren Hälfte irgendwo wo wir Urlaub machen können :D

pointex 28.07.2015 14:32

Zitat:

Zitat von dirk7603 (Beitrag 1151734)
Du kennst mich nicht, meinst aber über mich urteilen zu dürfen? Komm mal schnell von deinem hohen Ross runter. Ich habe selber einen Sohn der 3,5 ist und Ende August hat er mit mir seinen ersten Bambinilauf und freut sich tierisch darauf.

Nur weil Papa stolz auf sein LD Finish ist muss ich das Kind ja nicht gleich mit über die Ziellinie schleppen. Es ist ja auch nicht ohne Grund von vielen Veranstaltern verboten. Aber wie ich sagte - manche stellen sich halt gerne über die Regeln und meinen alles besser zu wissen.

Um nichts zu vertauschen würde ich sagen, das erste Urteil über mich kam von dir, also lass mal die Kirche im Dorf. Ich habe mir daher erlaubt dein Urteil über meine Person zu bewerten.
Weiters kannst du nichts zur konstruktives zur Sache äußern, außer auf die Veranstalter zu verweisen..bla bla bla.
Wenn hier Nachfolgende behindert werden ist es konstruktiv, das kam nicht von dir. Aber da ging es auch ums Zielfoto, was wiederum für den Stolz des Finishers gemacht wird.
Ich bleibe weiterhin dabei und vergönne es jeden Familienvater und Mutter, dafür kann ich auch mal ein paar Sekunden auf der Ziellinie warten. Schade dass dein Kind nie mit Papi ins Ziel laufen darf, hoffentlich fragt es nicht mal nach ob es doch darf.

Ironmanfranky63 28.07.2015 14:44

Zitat:

Zitat von lifty (Beitrag 1151737)
hält sich meine Lust auf Sport in Grenzen, auch weil ich in diesem schönen Sport viele Menschen kennengelernt habe, für die es nichts außer Sport gab...so wollte ich persönlich nicht mehr sein.
Ich bewundere Leute wie Flachy, die ihr Leben (scheinbar mühelos) organsiert kriegen....ich habe das nicht auf die Reihe bekommen. Was bei mir auf der Strecke geblieben ist...der Spaß am Sport, Bewegung um ihrer selbst willen. Irgendwann brennt man aus, diese ganze Reingequetsche von Trainingszeit ist m.M. nach auf Dauer nicht gut...man verliert den Spaß an der Sache. Soweit meine Erfahrungen....sorry, etwas länger geworden.

Ganz genau so war es auch bei mir. Ich weis nicht wie viele das hin bekommen mit Familie, Beruf dann noch das Training voll durchziehen. Respekt.
Bei mir ist auch vieles auf der Strecke geblieben. Immer das Training noch irgendwo reinquetschen macht irgendwann keinen Spaß mehr. Man brennt aus , die Beziehung leidet darunter. Das ganze Leben dreht sich nur noch um den Sport.
Einfach alle fünf gerade sein lassen, Kino, tanzen gehen, Grillpartys ohne immer auf die Uhr zu schauen usw. , waren bei so einer LD Vorbereitung nicht drin.
LL hat mal gesagt" LD - Triathleten sind asozial" , ist schon etwas her - aber Recht hat er.
Nach 16 Jahren ist nun Schluss bei mir, bereut habe ich diese Entscheidung nicht. Es war eine schöne Zeit aber nun beginnt eben was neues. Ich muss mich jetzt nicht mehr ärgern wenn es draußen gießt wie aus Eimern- es ist mir egal.

dirk7603 28.07.2015 14:51

Tja, dann wird es eben ein Nein geben - es kann halt nicht jeder Wunsch in Erfüllung gehen.

Bei vielen Volksläufen gibt es Bambini- oder Kinderläufe die in den Ablauf eingebettet sind. Hier stehen wirklich die Kleinen im Vordergrund und es macht Spass den Nachwuchs an den Sport heranzuführen.

Mein Kleiner ist gerade Stolz wie Oskar, dass er seine ersten Laufschuhe bekommen hat - Asics genau wie Papa - und er will unbedingt mit Papa trainieren und nach dem Lauf sein T-Shirt bekommen.

Ich hoffe einfach mal das mein Sohn weiterhin Spass am Sport hat und ich meine morgendlichen Trainings dann irgendwann gegen Abends eintauschen kann. ( wenn er nicht laufen möchte kann er ja immer noch sein Rad benutzen) Zumindest hat man so zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen - Zeit mit der Familie und Training.

mum 28.07.2015 15:06

vieles schon geschrieben...

bei mir: training viel ueber den mittag (muesli während arbeit....) resp. wenn immer möglich arbeitsweg als trainingsmöglichkeit nutzen - dies geht dank den logistischen möglichkeiten....

woe: so früh wie möglich...

selten ueber 3 stunden am stueck (auch am woe).

chris.fall 28.07.2015 15:18

Moin,

Zitat:

Zitat von Megalodon (Beitrag 1150317)
Bei dem Thema darf man sich nichts vormachen.
(...)

das sehe ich genau so. Mal angenommen, Du brauchst acht Stunden Schlaf,
bleiben Dir an jedem Wochentag 2 1/2 Stunden "Freizeit", nachdem Dein
Zwerg im Bett ist. Aber dann sind da ja noch eine Frau und ein Haus...

Die Idee mit dem gemeinsamen Badetag kannst Du meiner Erfahrung nach
auch vergessen, weil Du so Deine Frau für den Preis einer Eintrittskarte
als Babysitterin engagierst. Da kannst Du genauso gut mit Deiner Familie
zum Spielplatz gehen, die ganze Zeit um den Spielplatz herum laufen,
und anschließend versuchen, das Deiner Frau als gemeinsames Familienerlebnis
zu verkaufen!...

Ich sehe für Dich nur die Möglichkeit, den Weg zur Arbeit zum Radtraining zu
nutzen, und falls mal Am WE Zeit sein sollte, diese zu nutzen.

OT: Auch Du wirst natürlich wieder mindestens einen Grund haben, warum Dein
Haus unbedingt 60 Kilometer von Deiner Arbeit entfernt sein musste. Aber für Deinen Arbeitsweg
gehen mal grob geschätzt pro Tag zwei Stunden drauf, pro Woche ist das ein
ganzer Arbeitstag, bei 200 Arbeitstagen im Jahr sind das 400 Stunden, was
10 Arbeitswochen entspricht... Und wenn ich mal pro gefahrenen Kilometer
50 ct annehme, kostet Dein täglicher Arbeitsweg mit dem Auto 12.000 Eur/Jahr.


Viele Grüße,

Christian

dwed 28.07.2015 15:26

Da will ich doch mal etwas aus meiner Erfahrung schreiben. Sorry ist etwas lang geworden, fast aber auch ca. 20 Jahre zusammen.

Es ist meiner Meinung nach eine Frage der Prioritäten und Ansprüche. 50 Stunden Arbeitswoche (incl Arbeitsweg), Hausbau, Familie mit Kinder(n) und Langdistanz wird sich wohl kaum koordinieren lassen, ohne das es Probleme gibt. Aber muß es immer alles sein? Also sollte man Prioritäten setzen und auch über die Konsequenzen nachdenken. Das was permanent auf dem letzten Platz steht, gibt es irgendwann nicht mehr!

Bei mir hat es viele Jahre mit Arbeit, Haus und Familie zu einer OD gereicht. Mehr nicht, aber der Sport war und ist für mich der Ausgleich.
Meine Kinder sind inzwischen 18 & 20, ich bin immer noch verheiratet und das Haus ist mehr oder weniger fertig (Häuser werden nie zu 100% fertig). Und die Anmeldung zur OD war der Anreiz überhaupt zu trainieren. Wie kann so etwas funktionieren?

Zitat: Heike Funk gewinnt 2003 die OD in Erding. Die Antwort auf die Frage, wie sie das Training mit 3 Kindern organisiert: " Ich fahre jeden möglichen und nötigen Weg mit dem Radanhänger."

Ich habe einen ähnlichen Weg gewählt, Arbeitsweg mit dem Fahrrad. Entweder in die Firma oder zur S-Bahn. Das bringt ganz schnell 2000 km im Jahr, die schon mal eine gute Grundlage für die OD legen und das so nebenbei. Verhindert auch Gewichtsprobleme. Wer täglich 50 km (einfach) mit dem Auto fährt, darf gern einmal rechnen ob nicht eine andere Arbeit mit 10 km Radweg die günstigere Lösung ist. Da kann ich sogar eine Arbeit nehmen, die im Monat 1000€ netto weniger abwirft, weil ich auf das 2. Auto verzichten kann :-) Klar, es gibt Tage, da macht das Radeln nicht so Spaß. Aber auf dem Rad ist es meist nicht so schlimm, wie es beim Blick aus dem Fenster aussieht. Auto fahren ist auch nicht immer lustig und oft nervig. Bequem meistens.

Dann heißt es hier viel zu oft: Kinderbetreuung oder Training. Das läßt sich wunderbar kombinieren. Radanhänger oder Babyjogger gibt es heute in einer unglaubliche Auswahl. Viele Kinder schlafen wunderbar, wenn sie draussen bewegt werden. Die Tochter von Freunden hat ihren Mittagsschlaf jahrelang im Daunenschlafsack in einer Pulka (= flacher Schlitten) beim Langlauf gemacht. Lösungen suchen, keine Probleme!
Im Sommer kann man das Abendessen als Picknick am See machen. Mit Radanhänger hin, schwimmen für alle und auf dem Rückweg viel Spaß mit den Rufen "Schneller! Schneller"! aus dem Hänger. Oder es gibt auf dem Heimweg ein Familienwettrennen. Wer ist zuerst Zuhause? Mit Hänger auf dem kurzen Weg, ohne Hänger mit einem kleinen Umweg. Oder eine(r) radelt, eine(r) läuft.

Schon mal mit Kindern Stabitraining gemacht? Für die meisten Kinder ein toller Spaß, wenn man mit ihnen am Boden turnt.
- Rückenlage und Kind nach oben stemmen,
- Seitenlage und Kind klammert sich ans Bein und dann Bein heben
- Kind in stabilem (!) Wäschekorb schaukeln
- Rückenlage, Bauchmuskeln anspannen und Kind balanciert auf dem Bauch
- Kind balanciert auf dem Rücken, ersetzt jede black roll (war damals noch nicht erfunden)
Da findet sich für jedes Kinderalter was.

Später können die Kinder mit dem Rad oder Inlinern mitkommen, wenn man laufen geht. Dabei kann man auch Schul- oder Kindergartenprobleme bereden. Oft besser als Zuhause. Und der Weg zum Kindersport oder zur Musikschule oder Freunden oder... wird laufend oder per Rad erledigt. Die Zeit bis zum Abholen ist dann Trainingszeit, der Rückweg dann wieder Redezeit. Bewegung für Kinder ist wichtig, für Eltern auch. ( Ey Vater geh mal laufen, du bist heute wieder so nervig. )

Das ist zwar kein Trainingsplan, aber für eine Grundlage reicht es. Mit wenigen speziellen Einheiten läuft dann die OD schon recht gut. Ohne auch.
Für eine Mitteldistanz wird es wohl auch reichen, habe ich aber nie probiert.

Auch Trainigslager mit Kindern geht gut. Man suche sich eine befreundete Familie in ähnlicher Lage für gemeinsamen Urlaub. Einer wandert mit allen Kindern zum nächsten See und findet Tiere, Bäume, Wasserfälle...Spielt an Bächen, balanciert usw. Die anderen Eltern nehmen das Rad mit 1000 hm und einem Trail oder... und am See trifft man sich wieder. Am nächsten Tag wird gewechselt. --> jeder hat mal Ruhetag und die Kinder jeden Tag einen neuen interessanten Betreuer. Die werden so schnell groß, da hat man noch nicht mal alles gemacht, was man wollte ;-)
Bei einer Bergwanderung hängt der Trainingseefekt auch nur davon ab, wieviel Gepäck für die Kinder im Rucksack der Eltern ist.

Später kommen die Kinder ganz von allein mit, wenn man radeln oder laufen geht. Das größte Risiko ist, das man irgendwann abgehängt wird. Kommt meist früher als man glaubt.

Also Ideen und Möglichkeiten mit Spaß für alle suchen und es funktioniert.

Viele Grüße, Dirk

Schwarzfahrer 28.07.2015 16:12

Zitat:

Zitat von dwed (Beitrag 1151819)
...Es ist meiner Meinung nach eine Frage der Prioritäten und Ansprüche. ...

Was Dirk schreibt, kann ich voll aus eigener Erfahrung unterstützen. Wenn man nicht unbedingt aufs Treppchen will, geht mit diesem Ansatz sehr viel. Sport wird zum Alltag, wenn man kreativ Trainingseinheiten in jeder Lebenslage unterbringt. Nicht unbedingt nach Trainingsplan, sondern nach Gelegenheit, Lust und Laune. Ich kam damit gut über mehrere Mitteldistanzen (in der vorderen Hälfte meiner Altersklasse), jährlich bis zu 7 Triathlons und 5 - 8 Läufe bis zum Marathon. Habe mein sportliches Potential sicher nicht maximal ausgeschöpft, aber immer viel Freude am Sport gehabt und auch schöne Erfolgserlebnisse. Dabei haben wir neben dem Sport und der Arbeit einen behinderten Sohn großgezogen und ein Haus gekauft (ein Hauptkriterium: Arbeitsweg muß mit dem Rad möglich sein), abbezahlt, umgebaut und aktuell ausgebaut. Sport war eines neben vielen schönen Aspekten des Lebens, nicht mehr und nicht weniger.

Was ich zusätzlich habe, und uneingeschränkt empfehle: wir haben mit meiner Frau beide auf Teilzeit (24-Stunden-Woche) umgestellt, sobald das Kind zur Tagesmutter konnte (ab 10. Monat) - inzwischen seit 19 Jahren. Das gibt kaum weniger Einkommen, als ein Vollzeit-Gehalt plus eine Hausfrau und Mutter, aber viel Zufriedenheit bei allen Beteiligten und mehr gemeinsame Zeit wie auch zusätzliche Zeit für jeden allein. Zwar meinen die meisten, das dies für sie speziell nicht machbar sei (wegen Job, wegen Chef, wegen Einkommen...), aber ich glaube, wie bei so Vielem, ist es mehr eine Frage der Prioritäten und Ansprüche (s. Anfangszitat...).

keko 28.07.2015 16:21

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1151834)
Was ich zusätzlich habe, und uneingeschränkt empfehle: wir haben mit meiner Frau beide auf Teilzeit (24-Stunden-Woche) umgestellt,

Sorry, aber damit hast du einen erweiterten Halbtagsjob und gehörst nicht zu den Leuten, um die es hier geht :Cheese:

Carlos85 28.07.2015 16:26

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 1151837)
Sorry, aber damit hast du einen erweiterten Halbtagsjob und gehörst nicht zu den Leuten, um die es hier geht :Cheese:

Ich hab mich grad eher gefragt, ob das Kind mit 19 noch zur Tagesmutter geschickt wird :Cheese:

keko 28.07.2015 16:39

Zitat:

Zitat von dwed (Beitrag 1151819)
Auch Trainigslager mit Kindern geht gut. Man suche sich eine befreundete Familie in ähnlicher Lage für gemeinsamen Urlaub. Einer wandert mit allen Kindern zum nächsten See und findet Tiere, Bäume, Wasserfälle...Spielt an Bächen, balanciert usw. Die anderen Eltern nehmen das Rad mit 1000 hm und einem Trail oder... und am See trifft man sich wieder. Am nächsten Tag wird gewechselt. --> jeder hat mal Ruhetag und die Kinder jeden Tag einen neuen interessanten Betreuer. Die werden so schnell groß, da hat man noch nicht mal alles gemacht, was man wollte ;-)
Bei einer Bergwanderung hängt der Trainingseefekt auch nur davon ab, wieviel Gepäck für die Kinder im Rucksack der Eltern ist.

Na toll, Trainingslager als Urlaub getarnt. Mal nachgefragt, ob sie was anderes wollen oder wollten? Städtereise, Studienreise, Strandurlaub? Ist schlecht, kann Papa ja keine Kilometer sammeln. :Cheese: ;)

Ironmanfranky63 28.07.2015 16:45

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 1151846)
Na toll, Trainingslager als Urlaub getarnt. Mal nachgefragt, ob sie was anderes wollen oder wollten? Städtereise, Studienreise, Strandurlaub? Ist schlecht, kann Papa ja keine Kilometer sammeln. :Cheese: ;)

+1:Blumen:
sehe ich ganz genau so. Wenn ich so etwas immer lese Trainingslager mit der ganzen Familie und die Kids sind doch auch soooo begeistert davon.
Ich habe so etwas einmal gemacht , da hatte "nur" meine Frau dabei- nie wieder. Urlaub ist Urlaub und TL ist TL.

dwed 28.07.2015 17:08

Eigentlich wollte ich jetzt einen bösen Kommentar schreiben. :dresche

Jeder kann meine Worte auslegen, wie er es braucht. Es war immer Urlaub, in dem auch etwas Sport vorkam, niemals ein getarntes Trainingslager. Die Interessen der Kinder standen immer vorn dran. Ist vielleicht nicht Durchschnitt, aber schlafen im selbst gebauten Baumhaus oder Iglu und Abends Lagerfeuer kam in so einem Urlaub auch immer vor. Verschiedene Kinder haben verschiedene Träume.

Heute gehen wir übrigens zusammen Gleitschirm fliegen. Die Idee das zu probieren war von mir. Das wir noch dabei sind der Wunsch der inzwischen erwachsenen Kinder. :Cheese:

Ich wollte eigentlich nur ein paar Tipps geben, was man mit den Kindern gemeinsam machen kann. Das bedeutet nicht, das die von Keko genannten Dinge ausfallen müssen.
Entspannte Eltern, die auch ihre Interessen berücksichitigen können, sind für Kinder nämlich auch wertvoll.

Viele Grüße, Dirk

Schwarzfahrer 28.07.2015 17:17

Zitat:

Zitat von keko (Beitrag 1151837)
Sorry, aber damit hast du einen erweiterten Halbtagsjob und gehörst nicht zu den Leuten, um die es hier geht :Cheese:

Es geht darum, wie ich Arbeit, Familie und Hobby unter einen Hut bekomme. Da kann keines der Bereiche ein Tabu sein. Andere streichen einen Anteil Sport, oder einen Anteil Familienleben - genauso kann man einen Anteil Arbeit kürzen, damit man ein besseres Gleichgewicht erzielt. Die 40-Stundenwoche ist keine Naturkonstante.

Schwarzfahrer 28.07.2015 17:19

Zitat:

Zitat von Carlos85 (Beitrag 1151840)
Ich hab mich grad eher gefragt, ob das Kind mit 19 noch zur Tagesmutter geschickt wird :Cheese:

Nein, mit 19 nicht mehr. Aber als geistig und körperlich Behinderter braucht er immer noch eininges an Betreuung und Hilfe im Alltag; die meisten von Euch haben diesen Betreuungsaufwand natürlich deutlich kürzer als 19 Jahre.

Ironmanfranky63 28.07.2015 17:25

@ Dirk, wenn es bei dir funktioniert dann ist doch alles gut und freue dich das deine Familie so mit zieht.
Aber ich habe zig TL und Wettkämpfe gemacht und die Kinder die da an der Stecke standen sahen nicht immer so glücklich aus. Ich glaube die hätten gerne was anderes gemacht
Und ehrlich in einem TL wäre ich Abends nimmer in der Lage gewesen ein Baumhaus zu bauen:) ;)

Schwarzfahrer 28.07.2015 17:27

Zitat:

Zitat von dwed (Beitrag 1151859)
Eigentlich wollte ich jetzt einen bösen Kommentar schreiben. :dresche ...

Danke für die besonnene Antwort, ging mir zuerst ähnlich.

Ein Urlaub, in dem viel Sport gemacht wird, ist noch lange kein Trainingslager. Dafür muß man aber die Haltung haben, daß nicht immer das sportliche Optimum zu erreichen ist. Ich schaue einfach, was ich bei ausgewogener Verteilung an Lebensprioritäten auf jedem Feld erreichen kann, und freue mich auch über geringere Erfolge, als die, die bei optimalem Training oder der 50-Stunden-Woche erreichbar wären.

Und ja, Kinderwünsche werden auch berücksichtigt, aber die der Eltern auch - das muß ein Kind früh lernen, daß es nicht der Mittelpunkt der Welt sondern nur ein Teil der Familie ist, wo jeder auf seine Kosten kommt, und auch jeder mal zurücksteckt zu gleichen Anteilen.

Lucy89 29.07.2015 11:04

Leider gab es immer noch keinen wirklichen Erfahrungsbericht einer Frau bzw. Mutter...

Ich für mich persönlich finde vieles, was ich so im Alltag erlebe, einfach Schönrednerei. Die Männer sagen, sie nehmen sich genug Zeit für die Familie, aber letztendlich sitzen die dann stundenlang aufm Rad und es bleibt dann doch alles an der Frau hängen. Ist leider so. Natürlich ist das nicht bei allen, aber es kommt durchaus nicht so selten vor. Es gibt dann auch viele Frauen, die das völlig problemlos mitmachen. Schwer wirds dann, wenn Frau auch mal was anderes machen will als Kinder hüten und daher würde mich hier eine weibliche Meinung mal sehr interessieren.
Es kann auch kein Zufall sein, dass der überwiegende Teil der Triathletinnen, die ich kenne, kinderlos ist, während das für die Triathleten nicht zutrifft.

keko 29.07.2015 11:09

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1152019)
Ich für mich persönlich finde vieles, was ich so im Alltag erlebe, einfach Schönrednerei. Die Männer sagen, sie nehmen sich genug Zeit für die Familie, aber letztendlich sitzen die dann stundenlang aufm Rad und es bleibt dann doch alles an der Frau hängen. Ist leider so. Natürlich ist das nicht bei allen, aber es kommt durchaus nicht so selten vor.

Wäre mal interessant, wenn sich die Frauen und Kinder der Fraktion "wenn-man-will-klappt-das-auch-gut-mit-Familie-und-Fulltime-Job" hier zu Wort melden würden und ihre Sicht der Dinge darstellen. :Cheese:

TheRunningNerd 29.07.2015 11:21

Mein Sohn wird jetzt 1 und ich kann mir derzeit nicht wirklich vorstellen wie Leute LD Training, Familie und Beruf hinkriegen. Ich will ja auch mal mein Kind sehen.

Derzeit mache ich jeden Tag 40min Rad (Arbeitsweg), laufe ca. jeden zweiten Tag eine Stunde (i.d.R. in der Mittagspause), und gehe einmal die Woche abends wenn der kleine im Bett ist 2h klettern. Das reicht mir völlig um ausgelastet zu sein. Wenn ich Glück habe kriege ich 6-7h Schlaf, aber die brauche ich auch mindestens, sonst fange ich irgendwann an unausgeglichen zu werden.

Ich sehe mein Kind wochentags morgens eine Stunde und abends eine Stunde, das war's und ist mir an sich zu wenig. Daher hat Kind immer Prio. vor dem Sport, und die Zeit mit Kind ist absolut heilig. Am Wochenende mache ich nen langen Lauf mit schlechtem Gewissen, weil ich die 2-3 Stunden de facto darauf vertraue, das mein Frau die eh schon die ganze Woche das Kind an der Backe hat mir das gönnt. Ich versuche den Lauf immer so zu legen das ich mit dem Mittagsschlaf des Kindes loslaufe.

Wie sieht so ein Tagesablauf dann mit LD Training aus? Sagen wir um 0600 aufstehen, halbe Stunde mit dem Kind spielen, zur Arbeit, um 180h heim, Kind ins Bett bringen, dann von 2000h bis 2300h radfahren, schnell was essen, 6h Schlaf? Hätte ich keinen Spaß dran.

Dazu noch 'nen Hausbau? Ne, lass mal. So protestantisch fleißig bin ich nicht. ;)

su.pa 29.07.2015 11:29

Zitat:

Zitat von Ironmanfranky63 (Beitrag 1151847)
+1:Blumen:
sehe ich ganz genau so. Wenn ich so etwas immer lese Trainingslager mit der ganzen Familie und die Kids sind doch auch soooo begeistert davon.
Ich habe so etwas einmal gemacht , da hatte "nur" meine Frau dabei- nie wieder. Urlaub ist Urlaub und TL ist TL.

Ich würde dem trainierenden Elternteil aber schon sein Recht auf seinen Urlaubswunsch zustehen und nicht nur alles an den Kindern ausrichten.
Viele Bekannte machen mit den Kindern den typischen Jesolo-Strandurlaub, weil die Kinder gerne im Sand spielen. Selbst würden sie das nie machen. Ein bekanntes Pärchen hat dieses Jahr festgestellt, dass den Kindern der Sandstrand gar nicht abging.
Ich war im Alter von 10 - 12 mit meinen Eltern in Südtirol beim Wandern, da wurde ich auch nicht gefragt, ob ich das mag, es war halt so und ich hab´s auch überlebt.

lifty 29.07.2015 11:38

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1152019)
Leider gab es immer noch keinen wirklichen Erfahrungsbericht einer Frau bzw. Mutter...

Ich für mich persönlich finde vieles, was ich so im Alltag erlebe, einfach Schönrednerei. Die Männer sagen, sie nehmen sich genug Zeit für die Familie, aber letztendlich sitzen die dann stundenlang aufm Rad und es bleibt dann doch alles an der Frau hängen. Ist leider so. Natürlich ist das nicht bei allen, aber es kommt durchaus nicht so selten vor. Es gibt dann auch viele Frauen, die das völlig problemlos mitmachen. Schwer wirds dann, wenn Frau auch mal was anderes machen will als Kinder hüten und daher würde mich hier eine weibliche Meinung mal sehr interessieren.
Es kann auch kein Zufall sein, dass der überwiegende Teil der Triathletinnen, die ich kenne, kinderlos ist, während das für die Triathleten nicht zutrifft.


Ich hatte es in nem Halbsatz erwähnt, meine Exfrau und ich haben beide Triathlon gemacht. Und ich war dabei der Part, der freiwillig die beschissenen Trainingszeiten genommen hat (früh 05.00 Uhr, abends 21 Uhr etc.). Es hat nicht funktioniert...von beiden Seiten her nicht. Heute kriegt meine Ex das auch nicht mehr hin, es fehlt einfach der Partner an der Seite

keko 29.07.2015 11:41

Zitat:

Zitat von su.pa (Beitrag 1152030)
Ich würde dem trainierenden Elternteil aber schon sein Recht auf seinen Urlaubswunsch zustehen und nicht nur alles an den Kindern ausrichten.
Viele Bekannte machen mit den Kindern den typischen Jesolo-Strandurlaub, weil die Kinder gerne im Sand spielen. Selbst würden sie das nie machen. Ein bekanntes Pärchen hat dieses Jahr festgestellt, dass den Kindern der Sandstrand gar nicht abging.
Ich war im Alter von 10 - 12 mit meinen Eltern in Südtirol beim Wandern, da wurde ich auch nicht gefragt, ob ich das mag, es war halt so und ich hab´s auch überlebt.

Wenn sie klein sind, ist es ihnen fast egal, wo sie sind. Früher hatte ich auch mein Rad im Urlaub dabei. Wenn sie älter sind, haben sie eigene Vorstellungen vom Urlaub/Reisen und diese sollte man beachten. Irgendwann fahren sie gar nicht mehr mit, sondern machen einen eigenen Urlaub, dann nehme ich mein Rennrad auch wieder mit. Momentan ist mir der gemeinsame Urlaub zu kostbar, als dass ich dort trainiere.

PowerSchlumpf 29.07.2015 11:55

Zitat:

Zitat von lifty (Beitrag 1152033)
Ich hatte es in nem Halbsatz erwähnt, meine Exfrau und ich haben beide Triathlon gemacht. Und ich war dabei der Part, der freiwillig die beschissenen Trainingszeiten genommen hat (früh 05.00 Uhr, abends 21 Uhr etc.).

Das hab ich so direkt garnicht rausgehoert.. So ist es vermutlich leider oft, wenn nicht nur einer Triathlon mach/machen moechte, sondern beide.
Es wird immer min. einer wenn nicht gar alle 3(+x) zu kurz kommen. Vielleicht wuerde es ja in gewisser Weise funktionieren, dass in einem Jahr die Frau ordentlich trainieren darf und WK macht, wie sie es moechte und im naechsten Jahr dann der Mann... Ist natuerlich nicht optimal was die Trainingsplanung angeht, aber immerhin etwas. Und das laufen mit Babyjogger geht ja auch gut zu zweit :)
Schwimmtraining koennte man sich ja evlt auch zusammen hingehen. Es muss natuerlich nur vorher abgestimmt werden, wer denn jetzt primaer trainiert und wer dann doch eher den Kinderbespasser macht :)
Aber in Ermangelung an Kind und eigenem Haus sind das eh nur Gedankenspielereien, die sich in der Praxis dann vermutlich doch nicht so durchsetzen lassen wuerden :)

lifty 29.07.2015 12:06

Ich kann dir rückblickend sagen, dass es nicht so einfach war...purer Organisationsstreß. Unsere Kinder liegen auch 8 Jahre auseinander, macht die Sache in einigen Punkten einfacher, in anderen eben nicht. Und die Zeit mit dem Babyjogger war beim Kurzen in der Hochphase schon vorbei.
Soll jeder machen wie er möchte, für mich heute in der Form nicht mehr vorstellbar.

dirk7603 29.07.2015 12:32

Fakt ist doch, dass man sich mehrheitlich freiwillig dazu entschliesst ein Kind in die Welt zu setzen. Zwar kann man es während der Schwangerschaft noch nicht absehen, aber einhergehend mit dem neuen Erdenbürger wird sich das eigene Leben radikal umstellen.

Das was man sich in weiser Vorrausschau überlegt wird von dem Kind einfach mal über den Haufen geworfen. Es ist ja auch nicht nur das Kind sondern auch die Frau die gerade in den ersten Monaten/ Jahren ein wenig Entlastung vom Alltag benötigt.

Ich bin der Meinung mit einem Kind rücken die eigene Befindlichkeiten ersteinmal in den Hintergrund - manche können das akzeptieren und andere machen einfach so weiter wie bisher. Das führt aber über kurz oder lang zu Chaos und Stress in der Familie und kann sich mitunter dann auch auf den Job auswirken.

TheRunning Nerd hat es gut beschrieben. Ich sehe meinen Sohn in der Woche morgens vielleicht 30min und Abends 1h, maximal 1,5h bevor er ins Bett geht. Ich will mit meinem Sohn etwas erleben, ihn aufwachsen sehen, sehen wir er Fortschritte im Leben macht, neues dazu lernt. Dafür bleibt mir aber nur das Wochenende und wenn dann der Sport zurück stehen muss, dann ist das so. Das wird ja auch nicht für immer so bleiben, denn es wird auch wieder eine Zeit kommen, wenn der Kleine in einen Sportverein geht, Freund besucht etc... und man somit wieder mehr Zeit für sich hat. Ausserdem bin ich kein Profisportler - somit stehen die Prioritäten klar fest, erst die Familie, dann die Arbeit, denn ohne Arbeit kein Geld und dann der Rest wie Freunde, Hobbys etc....

Megalodon 29.07.2015 12:48

Zitat:

Zitat von dirk7603 (Beitrag 1152059)
Ausserdem bin ich kein Profisportler - somit stehen die Prioritäten klar fest, erst die Familie, dann die Arbeit, denn ohne Arbeit kein Geld und dann der Rest wie Freunde, Hobbys etc....

Auch wenn man das möchte: Man kann nicht auf drei Hochzeiten tanzen. Irgendwas fällt hinten runter. Und wenn das das Triathlontraining ist, dann kann man sich selbst auf die Schulter klopfen und sich dazu beglückwünschen, dass man noch klar im Kopf ist. ;)

BunteSocke 29.07.2015 12:55

Dann melde ich mich hier doch einmal als sporttreibende Mutter zu Wort :Blumen:
Unsere Zwerge sind gut 5 und gerade 1 :Cheese:

Ich muss der Fairness halber sagen, dass ich bis einschließlich diesen Monat noch in Elternzeit bin, ab August aber wieder teilzeit arbeiten werde.

Mein Lauftraining findet regelmäßig morgens statt, Start ca. 5.15 Uhr, meist 3 x in der Woche. Auch am Wochenende stehe ich idR. ein mal so früh auf, für eine längere TE (derzeit oft Koppeltraining). Dann bin ich spätestens um 9 wieder da, bringe gelegentlich Brötchen mit und alle sind zufrieden :liebe053: . Die Kinder schlafen zu der Zeit noch, mein Mann steht (unter der Woche) gegen 6 auf und kann sich in Ruhe zur Arbeit fertig machen, wenn ich geduscht und fertig bin (je nach Trainingslänge zwischen 6:30 und 7 Uhr) werden die Kids geweckt. Die Große geht dann in den Kiga.
Wenn das Wetter mies ist, fahre ich auch mal morgens auf der Rolle, das kostet mich aber doch einiges an Überwindung...
Ein bis zwei Mal fahre ich dann mit der Kleinen Rad (Crosser), sie im Hänger. Dort schläft sie gerne mal bis zu zwei Stunden. Das gibt unheimlich Kraft in den Beinen, meine Radzeiten waren nie besser als im Moment :cool: Einmal am WE (s. derzeit Koppeltraining oben) fahre ich ein paar km auf dem Rennrad. Das muss reichen ;)
Schwimmen gehe ich möglichst zwei mal in der Woche. Entweder abends zum Vereinstraining, vereinzelt auch morgens zum Frühschwimmen. Dann geht mein Mann erst um 8 Uhr aus dem Haus, vereinzelt geht das mal.
Vor einigen Tagen war ich mit unserer Großen im Schwimmbad. Mittlerweile schwimmt sie recht brauchbar, wir hatten eine ganze Weile eine Bahn für uns alleine. Sie ist dann 400 m geschwommen, war hinterher stolz wie Oskar so schön geschwommen zu sein, und ich habe in der Zeit immerhin 800m geschafft. Klar, ist das kein "vollwertiges" Training, aber alles geht halt nicht. Danach war natürlich "Tobezeit" ;-))
Kraft-, Stabi- oder sonstiges Athletiktraining ist mit den Kids kein Problem. Die Kleine hampelt halt nebenbei und die Große beschäftigt sich alleine oder macht einfach mit. Die meisten Sachen (Gym- oder Medizinball, Hanteln, Hantelbank...) haben wir auch in der Kinderausführung und dann macht sie halt wie Mama und ist begeistert.
Gelegentlich hat sie mich auch schon zu Läufen auf dem Rad begleitet, mittlerweile ist sie mir da aber zu schnell...
Ab nächstem Monat werde ich meinen Arbeitsweg wieder als Lauftraining nutzen, habe dort zum Glück die Möglichkeit zu duschen.
... also - ich würde sagen mit etwas gutem Willen geht da eine ganze Menge ohne das Familienleben komplett zu sprengen. Ich habe mit diesem Training in diesem Jahr 2 OD unter 2:30 geschafft, damit bin ich zufrieden, am WE steht eine MD an und im nächsten Jahr eine LD, mal schauen, was das gibt ...
Klar, das LD Training wird mehr Kompromisse fordern, es ist aber mein großer Wunsch, in absehbarer Zeit mal eine zu absolvieren und mein Mann unterstützt mich da (ich musste ihm versprechen, nicht jedes Jahr sowas zu machen, das ist natürlich klar!!!). Hier ist dann eben noch regelmäßigeres Frühaufstehen gefordert, aber zum Glück fällt mir das nicht so schwer.
Ach ja, ein Haus mit Garten haben wir auch... Wäsche, Putzen, ... die übliche Hausarbeit, hängt überwiegend an mir, das läuft :dresche und am We gibt es dann gelegentlich "Großkampftage", da wird dann eine Oma oder der Babysitter hergeordert und dann wird gewirbelt: Hecke schneiden, Rasen mähen, ... alles was "sonst noch so gemacht werden muss".......
Last but nut least bleibt also jede Menge Zeit mit der Family und bei WK kommen sie regelmäßig mit und feuern an! Die WK werden dann ein wenig nach Familientauglichkeit ausgewählt...

Carlos85 29.07.2015 13:08

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1152019)
Leider gab es immer noch keinen wirklichen Erfahrungsbericht einer Frau bzw. Mutter...

Meine Frau macht momentan so nen Mix aus Stabi/Freeletics wenn der kleine (7 Monate) schläft. Ab und zu (1-2x die Woche) geht sie laufen, Samstags vielleicht mal schwimmen.

Zu mehr ist sie momentan einfach noch zu platt, da der Kleine Nachts leider nicht zu den Durchschläfern gehört.

Schwarzfahrer 29.07.2015 13:29

Zitat:

Zitat von dirk7603 (Beitrag 1152059)
... Ich sehe meinen Sohn in der Woche morgens vielleicht 30min und Abends 1h, maximal 1,5h bevor er ins Bett geht. Ich will mit meinem Sohn etwas erleben, ihn aufwachsen sehen, sehen wir er Fortschritte im Leben macht, neues dazu lernt. Dafür bleibt mir aber nur das Wochenende ....

Genau das habe ich bei Kollegen gesehen, und das hat mich und meine Frau zum Entschluß getrieben, mit Kind dauerhaft auf Teilzeitjobs umzustellen. Kein zusätzliches Einkommen der Welt konnte mir diese Zeit ersetzen, die ich mir so für meinen Sohn nehmen konnte. Die Zeit, die durch die Teilzeit fürs gesamte Familienleben abfiel (auch fürs Triathlon, was ich aber erst später anfing), war quasi ein Nebeneffekt, kein geplantes Ziel - aber wir würden es jederzeit wieder genauso machen.

Nichtläuferin 29.07.2015 23:22

Zitat:

Zitat von Lucy89 (Beitrag 1152019)
Leider gab es immer noch keinen wirklichen Erfahrungsbericht einer Frau bzw. Mutter...

...

Na dann kommt jetzt der Bericht einer Mutter die zwar selber auch Sport macht, aber auf einen ganz niedrigen Niveau, da es leider gesundheitlich nicht anders geht.

Ich bin die Ehefrau von Schwarzfahrer.
Wir waren einmal als Familie über die Osterferien im Trainingslager. Von den verschiedenen Anbietern kamen nur 2 in Frage, beide im gleichen Hotel auf Mallorca. Denn dort gab es Kinderbetreuung und auch Animationsprogramm für Erwachsene.
Morgens war mein Mann Radfahren, das Kind in der Betreuung und ich habe am Pool gelegen und gelesen oder war Bogenschießen (Hotelangebot). Ich musste mich natürlich in der Radfahrzeit von Schwarzfahrer auch ums Kind kümmern, denn die Betreuung war natürlich kürzer. Wenn er vom Rad zurückkam und noch ein Koppellauf im Plan war, habe ich mir, wenn das Kind wieder in der Betreuung war sein Rad geschnappt und habe ihn begleitet.
Aber sobald mein Mann zurück war und geduscht hatte war er dran sich um unseren Sohn zu kümmern oder es war Familienzeit. Auch die Ruhetage waren komplett für die Familie da. An diesen Tagen haben wir Ausflüge gemacht.
So finde ich ein Trainingslager auch für die Familie gut. Immer möchte ich so nicht Urlaub machen, aber alle paar Jahre ist es ok. Normalerweise gehen wir Ostern Skifahren, da hat die ganze Familie mehr davon, aber in diesem Jahr war Ostern zu spät für einen Skiurlaub.

Anderes Beispiel, was hier schon angebracht wurde, daß es nicht geht: Gemeinsamer Schwimmbadbesuch. Wir gingen (Vergangenheit, da der 19 jährige nicht mehr mit uns zum schwimmen geht) zusammen ins Schwimmbad, zuerst schwimmt die ganze Familie zusammen. Dabei Wettrennen Papa gegen Sohn. Papa drei Bahnen gegen eine Bahn vom Sohn. Irgendwann war Papa froh, wenn er 2 Bahnen schafft. Das Kind wurde schneller.
Danach geht einer mit dem Kind spielen oder rutschen. Nach 30 bis 60 Minuten Wechsel und der andere darf schwimmen. Natürlich kann man da keinen kompletten Trainingsplan durchschwimmen, aber besser als nichts.

Weiteres Beispiel: Besuch bei meinen Eltern, ca 80 km entfernt. Es fahren alle gemeinsam im Auto hin. 2 Stunden bevor wir alle gehen, fährt mein Mann mit dem Rad schon mal los nach Hause los. Er war beim Besuch meiner Eltern dabei und kam trotzdem am Wochenende zu einer längeren Radstrecke. Und hat auch noch Zeit eingespart, denn von den 3 Stunden Radfahren hätte er sowieso fast eine Stunde im Auto gesessen. Andere Alternative er fuhr mit dem Rad hin und wir alle gemeinsam zurück.

Er durfte immer trainieren, aber nach dem Training war ich dann dran und er durfte/mußte sich ums Kind kümmern. Und durch die Behinderung unseres Sohnes ist das etwas aufwendiger wie bei anderen Kindern. So ist es ein geben und nehmen. So funktioniert es, ohne das der Partner immer zu kurz kommt.
Aber richtig einen Trainingsplan einzuhalten ist so sicher sehr schwer. Aber wenn ich sehe was mein Mann alles erreicht hat, dann geht mit dieser Methode sehr viel. Man muß eben etwas erfinderisch sein.

Und noch ein Wort zu unserer Teilzeit. Das klingt erst mal toll, eine 24 Stunden Woche. Aber man muß bedenken, es gibt dann keine Frau zu Hause, die nicht arbeitet und den ganzen Haushalt macht.
Zudem mußte einer immer so heimkommen, daß er da ist, wenn unser Sohn aus Kindergarten oder Schule heimkam. Und dann war erstmal gar keine Zeit für sich selbst. Essen machen, Kind zu Therapien bringen, Kind beschäftigen. Wie gesagt, behindertes Kind mit deutlich erhöhten Betreuungsaufwand.

Aber so hatte jeder genügend Zeit mit unserem Kind. Wir würden es jederzeit wieder so machen.
Und zu den Aussagen bei mir geht aber Teilzeit nicht, kann man nur sagen, habt ihr es ernsthaft probiert? Wir sind beide Ingenieur, wenn auch in verschiedenen Bereichen. Dort ist Teilzeit fast unbekannt. Wir haben es trotzdem erreicht, daß unsere beiden Arbeitgeber dem zugestimmt haben. Und ich habe jetzt schon 2 Stellenwechsel hinter mir. Das was mit dem Wunsch nach Teilzeit zwar deutlich schwerer, aber ich habe immer eine gute Stelle gefunden.

Lucy89 30.07.2015 11:29

Hallo Nichtläuferin,

danke für deinen Bericht. Ich finde es schön, dass ihr das so hinbekommen habt, dass ihr beide zufrieden seid. Das mit der Teilzeit ist natürlich eine super Sache.
Ich weiß nicht wie deine sportlichen Ambitionen vorher waren- hättest du auch Langdistanz, Marathon etc. machen wollen, hätte das aber sicher nicht funktioniert.

Und das ist irgendwie das was ich meine- wo sind denn die Frauen, die noch 15h Trainingswochen haben, trotz Kinder? Geht das überhaupt? Oder geht das nur, wenn der Mann komplett aufs Training verzichtet? Kann man so übehaupt noch eine gute Mutter sein :confused: :( ?

keko 30.07.2015 11:40

Zitat:

Zitat von BunteSocke (Beitrag 1152073)
Dann melde ich mich hier doch einmal als sporttreibende Mutter zu Wort :Blumen:
Unsere Zwerge sind gut 5 und gerade 1 :Cheese:

Ich muss der Fairness halber sagen, dass ich bis einschließlich diesen Monat noch in Elternzeit bin, ab August aber wieder teilzeit arbeiten werde.
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Hallo BunteSocke,
ich lese da: du arbeitest nicht, ein Kind ist noch halb Baby, das andere ist im Kiga. Das sind paradisische Zustände. Genieß die Zeit :Cheese:


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