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Bei den 13 Triathleten ist es dann umgekehrt: Sie seien persönlich für etwas verantwortlich. Stellt das nicht das Problem auf den Kopf? Nicht die 13 können etwas bewirken, sondern die Millionen von Konsumenten, Wählern und Steuerzahler. Die denken aber gar nicht daran, auf billige Kochtöpfe aus China und Hosen aus Bangladesh zu verzichten und zeigen lieber auf andere. Mir kommt diese Haltung etwas scheinheilig vor. Wo ist mein Denkfehler? Grüße, Arne |
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Versuch eines Vergleiches:
Oelbaron John Knuckleberry aus Nebraska bietet Dir $1,000,000 um Tri Szene in den USA aufzuziehen. Die Platform soll dann Knuckleberry Five heissen. (Knuckleberry hat fuenf Oelfelder, so seine Begruendung.) Du steigst darauf ein, weil Dich das ganze grob gerechnet nur $200,000 kostet. Ausserdem ist die Website Knuckleberry Fives wichtig fuer den Triathlonsport in den USA, damit die einseitige Berichterstattung dort zugunsten Ironman eingedaemmt wird. Spaeter stellst Du fest, dass Knuckleberry vorgeworfen wird, fuenf Frauen vergewaltigt zu haben. Und tatsaechlich, unter "Knuckleberry Five" findest Du ein paar Eintraege in google. Knuckleberry wurde vom Gericht vor zwei Jahren freigesprochen. Drei NGOs kaempfen weiter um die Rechte der Frauen, die den Vorwurf erhoben. |
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Scotland Yard Ermittlungen gegen den „Folter-Prinzen“ Ein britisches Gericht hat die Immunität von Nasser bin Hamad al-Khalifa aufgehoben. Der Sohn des Königs von Bahrain, der auch Chef des Nationalen Olympischen Komitees ist, soll 2011 politische Gefangene persönlich gequält haben. http://www.derwesten.de/politik/ermi...#plx1112114481 |
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Bezogen auf unsere Alltagsgüter sage ich: wir müssen langsam aber sicher mal anfangen, die Produktionsbedingungen unseres Alltags deutlich zu verbessern. Nur: momentan hat der einzelne da überhaupt keine realen Alternativen. Sicherlich kann/sollte/muss man verbrecherische und umweltverseuchende Arbeits- und Produktionsbedingungen boykottieren, sofern sie einem bekannt sind. Aber auch die fair hergestellten Güter werden mit Containerschiffen über die Meere gefahren, die pro Kilometer so viel Schadstoffe ausstoßen wie eine Million PKW. Was nützt mir ein Elektroauto, wenn Deutschlands Strommix asozial ist und die Gewinnung der Batterieteile pro PKW soundsovielen Südafrikanern das Leben kostet? Und auch wenn ich so viele Demeter-Nahrungsmittel aus meiner Umgebung kaufe (und damit viele schlechte Dinge nicht verursache), werden diese im Verlauf ihrer Erzeugung irgendwann mal mit Dieselfahrzeugen transportiert werden, so dass ich damit persönlich für wie viele Krebserkrankungen auch immer verantwortlich bin. Kurz gesagt: wenn ich persönlich auch nur irgendwas davon wirklich korrekt machen möchte, werde ich nichts anderes mehr tun können (falls ich nicht vorher schon verhungert oder verdurstet sein sollte). Die Profis von Bahrein oder die Challenge, WTC, FIFA, FINA, FIA, IAAF, IOC... machen aber etwas anderes: aus völlig freien Stücken und geben sie ihren Namen, ihre Bühne her für die Vertuschung von Verbrechen. |
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Arne, ich glaube keiner zweifelt hier an, dass jeder seinen Beitrag zu einer besseren Welt leisten kann. Ich war zB in China um mir die Gegend und Firmen anzuschauen, wo mein GFNY Material herkommt. Ein gewisses Mass an Skepsis ist natuerlich trotzdem immer angebracht.
Und wenn es dann konkrete Vorwuerfe gibt, dass es Menschenrechtsverletzungen in den Firmen gibt, bei denen ich bestelle, dann arbeite ich mit denen nicht mehr. "Aber dann sind die Arbeiter auf der Strasse!" Der Zweck heiligt die Mittel nicht. |
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Hier geht es ja um persönliche, justiziable Schuld und nicht nur um das grundätzliche, eher abstrakte Verhältnis zwischen Sportlern und einem totalitären Regime (was ja in gewisser Variation auch schon bei den olympischen Spielen in Peking und zuletzt den Winterspielen in Sootschi auf der Tagesordnung stand. Wenn die in dem Text (der ja von 2014 stammt) wiedergegebenen informationen stimmen, frage ich mich allerdings, warum Prinz Nasser ohne Probleme 2015 beim Ironman 70.3 in Mallorca starten konnte. Zwischen England und Spanien gibt es doch Auslieferungsabkommen. Sind die Ermittlungen mittlerweile eingestellt? ist die Immunität des Prinzen wieder hergestellt? |
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Arne: das wird seit Monaten in den internationalen Triathlonmedien diskutiert. Ab in die Sendung damit! Falls es dort schon war, sorry. |
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Aber anscheinend arbeite und trainiere ich immer noch zu viel. Dass Prinz Nasser Mitglied der Herscherfamilie und damit automatisch mitverantwortlich für die bekannt hochproblematische Menschenrechtssituation in seinem Land ist, war mir natürlich bewusst. Eine direkte Mitbeteiligung an Folter hat aber (zumindest für mich) eine andere Qualität als "nur" eine abstrakte Mitverantwortung, die ja auch wir selbst in gewisser Weise tragen. Auch in dem TRS-Artikel, der Ausgangspunkt dieses Threads war werden die (sehr konkreten und mit Zeugen belegten) Foltervorwürfe nicht erwähnt. Ich finde es auch schade, dass Kienle und Frodeno zu diesen Vorwürfen in ihrem Auftritt im aktuellen Sportstudiovor einigen Wochen nicht konkret von KMH befragt worden sind Allerdings finden sie sich im englischsprachigen Wikipedia-Eintrag des Prinzen, was dafür spricht, dass die Vorwürfe belegbar sind, denn der Reist des Wikipedia-Eintrages liest sich so, als ob er vom Prinzen selbst oder seiner Entourage geschrieben worden ist, so dass ich vermute, dass auch schon Versuche unternommen worden sind, die Wikipedia-Biographie zu "reinigen", insbesondere da saich der "Prinz" sogar die Mühe macht, auf Slowtwitch oder in anderen englischprachigen Online-Medien mit zu kommentieren. |
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Grundsätzlich finde ich Folter natürlich schlimm, schrecklich und verachtenswert. Menschenrechtsverletzungen müssen überall aufgedeckt und diskutiert werden.
Ich persönlich sehe jedoch in der Gründung eines Sport Teams auch eine Chance. Der Gründer selbst muss sich seines Schrittes bewusst gewesen sein. Er hat ein internationales Team gegründet, weil er sich davon wahrscheinlich ein entsprechendes Ansehen, etwas Marketing etc versprach. Er erhält also internationale Aufmerksamkeit. Er musste damit rechnen, dass seine Taten auffliegen, diskutiert und geächtet werden. Sehr schlechte Publicity also. Gäbe es die auch in dieser Form ohne ein internationales Sport-Team (in einer Randsportart)? Ich glaube deshalb, dass Sportler INDIREKT Einfluss nehmen. Auch durch die bloße Existenz dieses Teams werden die Verbrechen inzwischen in vielen Kreisen diskutiert. Der Gründer ist gezwungen, sich damit nicht nur auseinander zu setzen, sondern auch selbst Konsequenzen zu ziehen, sich anzupassen, um seinem Ansehen nicht zu schaden. Das sind ganz egoistische Motive, die aber im Ergebnis möglicherweise zu einer Verbesserung im Land selbst führen. Im Ergebnis kann das doch (hoffentlich) für die Zukunft positiv sein. Ich glaube, dass Ächtung und Ausgrenzung hier der falsche Weg wäre, denn dann bleibt die Aufklärung auf der Strecke. Meist ist es dann doch eher so: aus den Augen, aus dem Sinn. Das würde dem Fortschritt in Sachen Menschenrechte nur schaden. Lasst die Athleten wo sie sind, denn dann schauen auch wir genauer hin. Als Athlet ist es wohl schwierig. Die meisten werden Menschenrechtsverletzungen ganz bestimmt nicht gut heißen. Sie werden jedoch ihrem Brötchengeber nicht in den Rücken fallen. Vermutlich werden sie es aussitzen. Ich persönlich kann den Athleten keinen Vorwurf machen. Die meisten von ihnen wollen einfach nur racen. |
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Die Athleten dieses Teams sind nicht auf das Geld des Prinzen angewiesen, sie würden auch ohne dieses Team gut über die Runden kommen. Sie nehmen das Geld um noch besser und sorgenfreier zu leben. Ob es das wert bzw. vertretbar ist? Meiner Meinung nach nicht. |
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Deshalb finde ich es gut, dass es ein solches Team gibt. Die Abschaffung löst das eigentliche Problem der Menschenrechtsverletzungen nicht. Im Gegenteil! Es lässt es nur aus unserem Mikrokosmos wieder verschwinden. In diesem Fall finde ich es schade, dass der Gründer kein bekanntes Fußballteam gesponsert hat. |
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Es ist wie bei vielen Dingen ein kleiner Schritt. Ich denke aber, dass er in die richtige Richtung geht. Ich stelle mir die öffentliche Meinung vor, wenn es doch ein bekanntes Fußballteam gewesen wäre. Der Aufschrei in der Öffentlichkeit wäre um ein Vielfaches größer und lauter. Damit ist das generelle Problem von Menschenrechtsverletzungen (weltweit) nicht gelöst. Es wäre naiv das zu glauben. Auch hier kann es nur schrittweise Fortschritte geben. |
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https://twitter.com/TheRealStarky/st...97533810520064 Zitat:
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Man kann es nur in Zukunft anders/besser machen. ... Absatz zurück gezogen, weil zu gedankenlos hingerotzt... |
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Bekommst du Geld aus Bahrein, um solche Kommentare zu formulieren?:Huhu: (ist jetzt nicht komplett ernst gemeint, Sorry) Auf Slowtwitch und auf "The real starky" sind ja tatsächlich ghostwriter aus dem unmittelbaren Umfeld des Folterprinzen unterwegs (z.T. auch mit englischem Namen), die diesen bei jeder sich bietenden Gelegenheit kritiklos in Schutz nehmen und sich bemühen die öffentliche Meinung einseitig zu beeinflussen. Also das Argument, dass ein Drohbrief, der von Anwälten des Prinzen an einen der wenigen noch verbliebenen und noch nicht bestochenen kritischen Sportjournalisten gerichtet ist und ganz klar auf Einschüchterung ausgelegt ist, als positives Signal der moralischen Läuterung uminterpretiert wird, kann man schon nicht mal mehr naiv nennen; das ist eher ein Manipulationsversuch. Ich finde es übrigens auch ziemlich enttäuschend, dass die deutsche Triathlonfachpresse rund um tri-mag und tritime die in diesem Thread hier thematisierte Problematik rund um die Namensgebung des Bahrein 13-Teams und die Foltervorwürfe gegen den Prinzen, der in jedem Text immer nur ehrfurchtsvoll bis devot "his Highness" bzw. "seine Hoheit" genannt wird und der immer einseitig als leidenschaftlicher Sport- und Triathlonförderer dargestellt wird, bislang komplett ausgeklammert hat. Man könnte glauben, selbst in Deutschlands Sportpresse funktioniert Zensur ähnlich gut, wie in Bahrain und ohne dass dafür kritische Blogger verhaftet werden müssen. Da kann man sehen, was ein großzügiger Gastgeber mit ein paar bezahlten Hotelzimmern und großzügiger Bewirtung alles erreichen kann.:( |
Nein aber der Anwalts-Kommentar war in der Tat nur so halb überlegt. Den kann ich gern zurück ziehen. Mir fehlt da das Detailwissen, das Du hast. Danke, dass Du es geliefert hast. Ich habe es etwas mehr aus rein psychologischer Sicht gesehen, weniger aus anwaltlicher Sicht. Abstreiten, verdrängen... ist ein Klassiker.
Ich habe in der Tat in der Fachpresse dazu nichts gelesen. Das ist schade. |
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Ich hab' mir noch keine endgueltige Meinung zum Thema gemacht, zumal es mir an ueberpruefbaren Informationen fehlt. Es wird aber zusehends schwieriger an die rein guten Intentionen zu glauben. |
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M. |
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So lange HH nicht verurteilt wurde und unser Land, wie alle anderen, fleißig Geschäfte mit Bahrain macht ist es vollkommen legitim auch für Einzelpersonen mit Bahrain Geschäfte zu betreiben. Kritiker sollten dann mal da ansetzen, wo es wehtäte, aber das würde ja Arbeit bedeuten. Stattdessen ein Shitstürmchen, sehr süß. Erfahrungsgemäß endet bei den meisten die Moral, sobald es an den eigenen Geldbeutel geht (oder bei Deutschen ans Auto). Dude scheint hiervon tatsächlich eine Ausnahme zu sein. |
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(Das Formel-1-Rennen dort wird seit 2014(?) übrigens auch deshalb in der Dämmerung/Dunkelheit ausgetragen, damit man etwaigen Rauch brennender Barrikaden nicht im Fernsehen zu sehen bekommt.) |
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Sport verbindet - die Frage die ich mir stelle ist hier, in wie weit man Sport und Politik vereinbaren kann. Einerseits stehen manche hinter JU und erklären sein Fehlverhalten mit seiner harten Jugend. Ich denke, auch auf dem Königshof ist es nicht weniger hart - aber ich habe noch keinen Kommentar gelesen, der den Prinzen in Schutz nimmt, weil er es als Kind so hart hatte. Selektive Warnehmung? Über den Mutterkonzern von Powerbar wurden auch schon "arge Geschichten" erzählt, die direkt von der Konzernmutter "angeschafft" wurden. Verzichtet deshalb jemand auf die Produkte und verweigert sie im Wettkampf? |
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Aber: die Teammitglieder sitzen direkt am Hebel, waehrend Deine Massnahmen gegen Deine Regierung weitaus komplizierter sind. Und: ich habe bislang den Teammitgliedern keinen Vorwurf gemacht. Wie gesagt, fehlt es mir an Info, um mich da so richtig aus dem Fenster zu lehnen. Die Vorwuerfe gegen Scheichi sind aber ernst zu nehmen. |
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Am längeren Hebel sitzen die, die das Geld haben. Und das sind nunmal seine Handelspartner. M. |
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Wenn Sebsatian Kienle von New Balance-Schuhe gesponsert wird, erwartet jeder von uns zu Recht, dass er in diesen Schuhen auch läuft und von der Marke innerlich überzeugt ist. Anders macht ein Sponsoring egal wieviel Geld auch fließt keinen Sinn. Geschäftliche Kooperationen mit Arabern zu unterhalten (sofern es nicht gerade um Waffengeschäfte oder Sicherheitstefchnologie geht) ist etwas anderes, wie als Markenbotschafter für eine Diktatur aufzutreten. im Beispiel Bahrain 13 sind Konflikte vorprogrammiert. Und da erfolgreiche Sportler heutzutage nicht nur für Marken stehen, sonderen in der Regel versuchen , sich selbst als Marke zu positionieren, besteht hier auch die reelle Gefahr, dass der Sportler, der mit dem Namen Baharain 13 auf dem Trikot rumläuft, seine Glaubwürdigkeit und seinen eigenen Markenkern beschädigt, je nach dem wie sich die von UK aus betriebenen laufenden Ermittlungen wegen Folter gegen den Hauptsponsor weiter entwickeln und wie sich die Menschenrechtssituation in Bahrain weiter verändert. Der mögliche Schaden gälte insbesondere auch für potenzielle Sponsoren aus dem Sektor jemseits der Sportbranche, wo bei größeren Unternehmen jede PR-Maßnahme immer erst nach good governance Grundsätzen umfassend geprüft werden muss. |
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Im Grunde genommen waere es doch perfekt, wenn diese nun - nach Unterzeichnung - alle ihre Meinung aufgrund neuer Erkenntnisse aendern und den Vertrag brechen. Das wuerde den schon jucken und auch WTC und Challenge in Zugzwang bringen. Ich wuensche mir vor allem eines: Aufklaerung in die eine oder andere Richtung. Ein Ausflug des Scheichis nach England waere also zB ein guter Ansatz. :Lachen2: |
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M. |
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