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Loretta 03.05.2015 19:42

Zitat:

Zitat von chemical82 (Beitrag 1129355)
Habt ihr schon mal gesehen wes sich American Footballspieler alles reinpfeifen damit sie spielen können? Dagegen ist die Petkovic ein Witz.

Wahrscheinlich ist auch "50% aller Matches" beschönigt. Wer glaubt dass es im Profisport auch ohne Schmerzmittel funktioniert ist, sorry, naiv.

Klar, ebenso im Eishockey, etc. Ob die Petkovic dagegen ein Witz ist sei dahingestellt. Ob man das aber richtig und gut finden soll und seine Klappe dazu hält ist eine andere Sache. Es geht ganz klar um Vorbilder für Kinder im Sport und da sind solche Aussagen dummdreist und lassen auch Doping ganz nah erscheinen.
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Dass sie sich selber noch grinsend als "taffe Olle" bezeichnet" lässt mich an einem IQ von glatt unter 90 denken...

ThomasG 03.05.2015 20:01

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1129365)
Dass sie sich selber noch grinsend als "taffe Olle" bezeichnet" lässt mich an einem IQ von glatt unter 90 denken...

Laut Wikipedia hat sie die 11. Klasse übersprungen und einen Abi-Schnitt von 1,2. Der Vater (früher auch Tennisprofi) soll ihr als Alternativen vorgeschlagen haben innerhalb relativ kurzer Zeit unter die TOP 50 zu kommen oder sich vom Profitennis zu verabschieden, eben weil er davon ausgegangen ist, dass sie dann mit ihren intellektuellen Fähigkeiten in einem anderen Job es zu mehr bringen kann.
Ist schon komisch: Manchen Menschen sind nicht nur auf einem Gebiet ziemlich begabt, sondern gleich auf mehreren. Die meisten anderen Menschen haben keine einzige richtige Begabung :-(. Gut - Begabungen muss man pflegen, sonst baut man ab. Die Welt ist und bleibt ungerecht ;-)!

chemical82 03.05.2015 20:15

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1129365)
Klar, ebenso im Eishockey, etc. Ob die Petkovic dagegen ein Witz ist sei dahingestellt. Ob man das aber richtig und gut finden soll und seine Klappe dazu hält ist eine andere Sache. Es geht ganz klar um Vorbilder für Kinder im Sport und da sind solche Aussagen dummdreist und lassen auch Doping ganz nah erscheinen.
Nicht mehr, aber auch nicht weniger.
Dass sie sich selber noch grinsend als "taffe Olle" bezeichnet" lässt mich an einem IQ von glatt unter 90 denken...

Was ist schlimm daran, etwas auszusprechen was nun mal Realität ist?
Wenn alle bei jeder Aussage immer daran denken würden, was denn die Kinder darüber denken, dann würden wir in einer scheinheiligen Welt Leben.

Thomas Müller hat nachdem er den Weltmeistertitel gewonnen hat gesagt dass er sich jetzt hemmungslos besaufen wird. Und es haben bestimmt viele Kinder zugesehen. Glaub mir, kein Kind wird deswegen zum Alkoholiker.

flachy 03.05.2015 20:28

Zitat:

Zitat von chemical82 (Beitrag 1129370)
Was ist schlimm daran, etwas auszusprechen was nun mal Realität ist?

Ich finde die taffe Olle auf den Bildern heiß - wie anders soll eine Hochleistungssportlerin aussehen, die von einem Turnier zum anderen jettet und während der knappen Spielpausen wie eine besengte Sau trainiert?
Genau so!
Und schön finde ich, dass sie zusätzlich dazu auch noch so cool ist und sich einen Scheiß um die "Omerta" kümmert.
Bisher habe ich Damentennis wie Frauenfußball (wohl auch aufgrund eigener Unzulänglichkeiten im Umgang mit Schläger und Ball) gewertet - also noch nach den lokalen Pingpongmeisterschaften von Xuanqiao.
Durch diesen leicht mobbinggefärbten-Thread und die hier angebotene Literatur hat es sich in Bezug zum Tennis bei mir jetzt ein wenig geändert.

Und persönlich stellte ich mir die Frage - was würde ich (blutiger Amateur mit deutlich Übergewicht) tun, wenn ich vier Wochen vor dem Triathlon auf Hawaii mir eine schmerzhafte Sehnenentzündung einfangen würde - Hawaii absagen oder zum Doc und ...?
T.b.c...

ThomasG 03.05.2015 20:52

Zitat:

Zitat von flachy (Beitrag 1129374)
[...](blutiger Amateur mit deutlich Übergewicht) [...]

Puh - zuerst habe ich "blutiger Anfänger" "gelesen"! Innerlich habe ich schon angefangen zu kochen. ;-)

chemical82 03.05.2015 21:36

Zitat:

Zitat von flachy (Beitrag 1129374)
Bisher habe ich Damentennis wie Frauenfußball (wohl auch aufgrund eigener Unzulänglichkeiten im Umgang mit Schläger und Ball) gewertet - also noch nach den lokalen Pingpongmeisterschaften von Xuanqiao.

Wenn eine Frau ernsthaft Sport macht bei einem Wettkampf, dann sieht sie nunmal nicht aus wie ein liebes Püppchen...

Unzulänglichkeiten mit dem Ball? Da fällt mir doch was ein...

http://www.der-postillon.com/2011/05...l-korrekt.html

Loretta 03.05.2015 23:01

@chemical: natürlich kannst Du das aussprechen, oder habe ich das Gegenteil behauptet. Ebenso spreche ich meine Gedanken zu ihr aus und ich finde ihre Aussagen nicht harmlos oder cool. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Sachzwängen des Tennis- Profizirkus sieht anders aus als eine sich selbst glorifizierende Darstellung in Hinblick auf Medikamentenmißbrauch. Und übrigens nicht nur einmalig um ein Lebensziel wie etwa den Hawaiistart dann unter ärztlicher Aufsicht zu bestreiten.
Eine ausgelassene Feier zu einem WM- Titel ist nachvollziehbar und da finde ich auch nichts schlimm dran- da wird an jedem x-beliebigen WE in fast jeder Kreisklasse in Mannschaftssportarten mehr gesoffen. Wir spechen aber hier von fortgesetzten Medikamentenmissbrauch mit eventuellen Wechselwirkungen. Vielleicht erinnert sich ja noch jemand an den Fall Dressel...
Traurig, dass sie trotz ihrer Intelligenz so wenig soziale Verantwortung hat.
@Flachy: Über optischen Geschmack lässt sich nicht streiten. Eher schon darüber, dass sie sich nicht um die "Omerta" kümmert: da fühlt sich jemand unangreifbar und das ist von keinem Aspekt her als gut zu sehen.
"Früher" vor den Anabolika und Wachstumshormonen sahen auch Sportlerinnen, die viel trainiert haben nicht so aus. Diese Körper gibt es erst seit den 70er Jahren und dem Einzug von Anabolika in den Sport. Eine Florence Joyner Griffith hätte es mit diesem Körper damals nicht gegeben. Auch die Trainingsumfänge und Intensitäten sind ohne Sterioide nicht machbar- udn damit nicht diese Körper. Im Klartext: Du findest einen Doping- Körper heiß, einen Freak, ein Monster. Sorry, so sieht es aus....

chemical82 04.05.2015 17:38

Sie hat zugegeben dass sie Schmerzmittel regelmäßig einnimmt. Dieser Sachverhalt ist im Profisport völlig normal. Und es ist absolut regelkonform und legal. Alles andere ist von dir reine Vermutung und Spekulation.
Ich versteh echt nicht warum du hier so ne Hetzkampagne gegen sie veranstaltest.

captain hook 04.05.2015 17:54

Ich hab da so einen faden Beigeschmack... erst unterstellte man in irgendwelchen Marathonstudien Freizeitsportlern exzessiven Konsum von Schmerzmitteln zur Ausübung ihres Hobbys. Nun stellt man fest, dass es im Pro Sport auch nicht so unüblich ist. Und schlussendlich stelle ich persönlich fest, dass viele Leute im normalen Alltagsleben medikamentös unterwegs sind, dass es unter den hier angesprochenen Gesichtspunkten nicht mehr feierlich ist. Was will man nun davon halten? Die Nada hat dazu eine klare Meinung und ein klares Regelwerk. Den Rest wird sich mindestens ihr Körper vermutlich merken und irgendwann aufschreien. Ob es nun ein gutes Beispiel ist, sich dazu so zu äußern... Darüber kann man vermutlich geteilter Meinung sein.

Weil auf den einmaligen Fall abgezielte wurde und hier eine Daueranwendung betrachtet wird... Der eine machts zum Hobby, der andere geht "arbeiten". Wenn überhaupt könnte ich den der "arbeitet" dabei eher verstehen als den Hobbysportler. Dass der Pro Sportler einen gewissen Raubbau mit seinem Körper betreibt ist tragisch aber durchaus Fakt. Ob das ein Hobbysportler so machen muss, ist in meinen Augen was anderes.

Loretta 04.05.2015 18:10

Ich habe mich bezüglich ihres Aussehens geäußert weil hier von mehreren geäußert wurde wie gut sie aussehen würde und dass so ein muskulöser Körper wie der ihre eben zu einer "taffen Ollen" im Profisport gehören würde.
Ich widerspreche insofern, als dass ich anhand der Fotos vermute, dass der Körper von ihr nicht natürlich ist, auch nicht für eine Leistungssportlerin. Diese männlichen Züge in der Statur und Muskulatur sind mittlerweile bei vielen Spitzensportlerinnen anzutreffen und sind Produkte der Chemie. Dazu passt auch der angehängte Artikel von mir und Dutzende von überführten Doperinnen aus verschiedenen Sportarten mit ähnlichem Leistungsprofil und dementsprechenden Körperbau. Sicher gab es auch in früheren Jahrzehnten vor dem Aufkommen von Anabolika Sportlerinnen mit austrainierten Figuren, aber nicht mit diesen Merkmalen.
Dass ich eine Aussage zu ihrem Medikamentenmissbrauch, der leider legal ist, nicht gutheißen kann und in der vorgetragenen Art absolut nicht in Ordnung finde kritisiere würde ich nicht als Hetze titulieren, sondern als Kritik. Diese würden auch gut in den Thread "Der nächste Einzelfall" passen.
Wie groß der Aufschrei wäre, wenn diese Aussagen zu Medikamentenmissbrauch bei einem Sebastian Kienle, etc. gewesen wären würde ich gerne wissen...
Vielleicht liegt es an Deinem Nickname, dass Du den massiven Gebrauch an Medikamenten zur Leistungserhaltung und der Mehrung finanzieller Ressourcen gutheißt- ich tue das nicht und dazu stehe ich auch.
Dass die Spätfolgen solcher Exzesse dann zu späterer Invalidität, etc. führen sollte nicht unerwähnt bleiben, dazu dann diese Link:
https://vimeo.com/51345348
Gerne führe ich auch nochmal den Namen Birgit Dressel an. Und es gibt noch Dutzende andere ehemalige Leistungssportler, die nach Jahren des Leistungssportes und des "Fitspritzens" und Fitschluckens heute invalide und schwer geschädigt sind. Mal ganz abgesehen davon, dass viele Dopingkarrieren schon im Kindes- und Jugendalter mit der Akzeptanz von den ach so legalen und "harmlosen" Schmerzmitteln beginnen. Auch dazu gibt es Studien, die darfst Du Dir selber raussuchen wenn Dich das Thema interessiert.
Vielleicht verstehst Du dann meine "Hetze"...

Lutz 04.05.2015 18:17

Hallo Loretta,

Deine Argumentation ist nachvollziehbar und Deine Ablehnung auch gerade von Schmerzmittelmissbrauch kann ich sehr gut nachvollziehen. Damit hat sich mein Vater quasi umgebracht.

Was mich an Deinen Postings gestört hat, war die Wortwahl. Ich finde es nicht angebracht von einem Menschen als Freak oder Freakshow zu sprechen.

Gruß
Lutz

Loretta 04.05.2015 18:42

Das Word Freak steht für jemanden Unnormales und die körperlichen Auswüchse durch Anabolika und Wachstumshormone sind nicht normal. Diese Körper sind nicht normal durch hartes Training entstanden sondern auch künstlich durch Chemie.
Ebenso bezeichnet das Wort Monster etwas Widernatürliches.
Die Wortwahl ist somit nicht schmeichelhaft, aber zutreffend. Dass die negative Konnotation hierbei gewollt ist versteht sich.
Chemical will uns mit einer seiner Posts sagen, dass Frauen, die viel trainieren eben nicht wie ein "liebes Püppchen" aussehen. Mal ganz abgesehen von dieser abwertenden Wortwahl für normale Frauen trifft diese Aussage so nicht zu.
Mit dem Zusatz "und deutlich mehr männliche Hormone haben als normale Frauen" passt das aber...
Ach ja, natürlich ist die Petkovic nie positiv getestet worden und es gilt die Unschuldsvermutung. Ich gebe daher zu, dass meine Äußerungen zu ihrem vermeintlichen Doping nicht haltbar sind und meinen Vermutungen aufgrund ihrer Statur entspringen. Dass aber nicht nur mir diese Gedanken bei ihrem Anblick,ihren Aussagen und ihren Leistungsdaten kommen ist aber auch so.

PS: Vielleicht wird meine Wortwahl verständlicher, wenn man neben der muskulären Seite auch die im wahrsten Sinne anderen "Auswüchse" des Frauenkörpers durch Anabolika beachtet. Was das aus weiblichen Körpern macht ist sehr schön auch bei Berendonk nachzulesen, das ist wirklich gruselig und absolut nicht heiß...

captain hook 04.05.2015 18:45

Wobei es da schon fiese Bilder gibt, das muss man schon sagen...

http://www.tz.de/bilder/2013/08/04/3...1xy5Tcsaef.jpg

Matthias75 04.05.2015 19:02

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1129553)
Wobei es da schon fiese Bilder gibt, das muss man schon sagen...

http://www.tz.de/bilder/2013/08/04/3...1xy5Tcsaef.jpg

Womit wir wieder beim Standardproblem des Frauensports sind: sehen sie weiblich aus, sind sie zu faul ernsthaft zu tranieren und/oder fett, haben sie Muskeln/Waschbrett etc. sind zu maskulin, ist es eine Freakshow etc. oder sie sind magersüchtig. Für Frauen scheint es extrem schwer oder sogar unmöglich zu sein, ein für die Betrachter zufriedenstellendes Maß an Sportlichkeit zur Schau zu stellen.

Zum Thema selbst: ja, sie hat zugegeben, nicht gerade gesundheitsfördernde aber legale Mittel zu nehmen. Bestärkt mein Bild vom Leistungssport. Nicht mehr und nicht weniger. siehe z.B. Neureuther, der auch nach eigenen Angaben seit Jahren nur mit Schmerzen skifahren kann. Glaubt einer, dass der keine Schmerzmittel nimmt.

Ob man aus der Aussage und Fotos einer ausstrainierten Sportlerin, die vermutlich auch mehr Zeit im Kraftraum verbringt als unsere gute Steffi Graf damals, ableiten kann, dass sie auch ander Substanzen einwirft, wage ich zu bezweifeln. Ausschließen will ich es allerdings, wie bei allen Leistungssportlern, nicht, siehe oben, ist mein Bild vom Leistungssport. Mich stört nur diese "Diagnose" anhand von Bildern.

M.

aequitas 04.05.2015 19:18

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1129557)
Womit wir wieder beim Standardproblem des Frauensports sind: sehen sie weiblich aus, sind sie zu faul ernsthaft zu tranieren und/oder fett, haben sie Muskeln/Waschbrett etc. sind zu maskulin, ist es eine Freakshow etc. oder sie sind magersüchtig. Für Frauen scheint es extrem schwer oder sogar unmöglich zu sein, ein für die Betrachter zufriedenstellendes Maß an Sportlichkeit zur Schau zu stellen.

Zum Thema selbst: ja, sie hat zugegeben, nicht gerade gesundheitsfördernde aber legale Mittel zu nehmen. Bestärkt mein Bild vom Leistungssport. Nicht mehr und nicht weniger. siehe z.B. Neureuther, der auch nach eigenen Angaben seit Jahren nur mit Schmerzen skifahren kann. Glaubt einer, dass der keine Schmerzmittel nimmt.

Ob man aus der Aussage und Fotos einer ausstrainierten Sportlerin, die vermutlich auch mehr Zeit im Kraftraum verbringt als unsere gute Steffi Graf damals, ableiten kann, dass sie auch ander Substanzen einwirft, wage ich zu bezweifeln. Ausschließen will ich es allerdings, wie bei allen Leistungssportlern, nicht, siehe oben, ist mein Bild vom Leistungssport. Mich stört nur diese "Diagnose" anhand von Bildern.

M.

Oh, da muss ich dir doch einmal zustimmen. Dass ständig am Aussehen von Frauen rumgemotzt wird, als würden alle Frauen nur darauf warten, dass ihr Aussagen von Männern abgesegnet wird. Widerlich.
Was sie sich einschmeisst ist natürlich eine andere Sache, aber dieser heteronormative Sexismus ist zum kotzen.

Loretta 04.05.2015 19:38

Mir ist ihr Aussehen egal, solange sich dieses Aussehen in einem gewissen normativen Rahmen der biologischen Möglichkeiten bewegt. Dass ich eine Frau, die sich männliche Hormone mit dem Ziel der Leistungssteigerung einwirft und dadurch ihr Aussehen in Richtung Mann verändert nicht positiv bewerten kann bitte ich zu verstehen.
@Matthias75: diese Mehrzeit im Kraftraum wird vom Körper nur toleriert, bzw. führt zu einem Leistungsschub, wenn dieses mehr an Training auch regenerativ bewältigt werden kann. Und das geht meistens nur mit Dopingmitteln, die die Regeneration beschleunigen. Auch bei den Jungs in der Muckibude, die dort wirklich viel Zeit verbringen kommen solche Zuwächse erst mit den Dopingmitteln. Innerhalb von 2- 3 Jahren ist ansonsten erstmal Schluss mit den grßen Steigerungen.
Was gerade unter körperlichen Höchstleistungen für Nebenwirkungen beim Dauergebrauch von Schmerzmitteln möglich sind steht auf jedem Beipackzettel. Und wir sprechen da von begrenzten Zeiträumen unter ärztlicher Beobachtung und in empfohlenen Mengen. Es gibt also keinen Grund diese Mittel als "normal" zu bezeichnen und es mit einem Augenzwinkern und der Bemerkung "ist ja Hochleistungssport" zu akzeptieren und/oder auch zu verharmlosen.
Wer sich dann mal ein Tenniswrack anschauen möchte: Boris Becker ist mit seinen 46 Jahren in einem beklagenswerten Zustand, da würde ich nicht im Leben mit tauschen wollen, für kein Geld der Welt...

dominik_bsl 04.05.2015 19:43

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1129546)
Dass die Spätfolgen solcher Exzesse dann zu späterer Invalidität, etc. führen sollte nicht unerwähnt bleiben, dazu dann diese Link:
https://vimeo.com/51345348

Danke für den Link - eine sehr gute und aufschlussreiche Dokumentation zum Thema!

chemical82 04.05.2015 20:42

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1129566)
Mir ist ihr Aussehen egal, solange sich dieses Aussehen in einem gewissen normativen Rahmen der biologischen Möglichkeiten bewegt. Dass ich eine Frau, die sich männliche Hormone mit dem Ziel der Leistungssteigerung einwirft und dadurch ihr Aussehen in Richtung Mann verändert nicht positiv bewerten kann bitte ich zu verstehen.
...

Wie viel, wie oft und wie lange jemand ein legales Medikament einnimmt liegt im Verantwortungsbereich des Konsumenten. Sorry, aber das geht dich garnichts an.

Herzlichen Glückwunsch, du hast die Petkovic anhand von ein paar Wettkampffotos de facto des Dopings überführt. Bis zu welchem Armumfang geht denn bei einer Frau der "normative Rahmen".

Flow 04.05.2015 21:09

Zitat:

Zitat von chemical82 (Beitrag 1129581)
Wie viel, wie oft und wie lange jemand ein legales Medikament einnimmt liegt im Verantwortungsbereich des Konsumenten. Sorry, aber das geht dich garnichts an.

Das Gegenteil ist hier der Fall.
Profisportler leben buchstäblich davon, daß "wir" uns für sie interessieren !
Da wir das geboten bekommen, was wir sehen wollen, tragen wir hier sogar Verantwortung mit.

:Huhu:

Das Mädchen 04.05.2015 21:11

Ein Kollege von mir spielt seit Jahren Tennis (hätte mal Profi werden können, wenn er denn gewollt hätte) und war ganz überrascht, dass die Schmerzmittel nur bei 50% der Matches eingesetzt werden. Er hätte es bei 60-70% eingeschätzt. Er meinte noch, dass Tennis ein für die Gelenke unfassbar anstrengender Sport sei, weil bei allen Bewegungen Torsionen dabei sind. Da ist der Bewegungsapparat nicht für gemacht.
Mich würde überraschen, wenn ein R. Nadal morgens ohne Schmerzmittel aus dem Bett kommt. So viele Verletzungen wie der in letzter Zeit hatte...

LidlRacer 04.05.2015 21:51

Zitat:

Zitat von Lutz (Beitrag 1129548)
Ich finde es nicht angebracht von einem Menschen als Freak oder Freakshow zu sprechen.

"Freak" kann auch positiv gemeint sein (auch wenn es das bei Loretta eindeutig nicht war), sonst hätte TYR nicht seinen Top-Neo "Freak of Nature" genannt.
Und genau da liegt die Schwierigkeit dieser optischen Dopinganalysen, dass es eben auch Menschen gibt, die von Natur aus (und mit Unterstützung legaler Mittel) stark von der Norm abweichen. Und es ist wohl nicht ganz überraschend, dass unter Leistungssportlern solche "Freaks" häufiger anzutreffen sind als unter uns Würstchen.
Es ist zwar verständlich, dass extremes Aussehen Anlass zu Verdächtigungen gibt, aber für definitive Urteile wie das von Loretta über Petko habe ich wenig Verständnis.

Matthias75 04.05.2015 22:08

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1129566)
Mir ist ihr Aussehen egal, solange sich dieses Aussehen in einem gewissen normativen Rahmen der biologischen Möglichkeiten bewegt.

Und die Grenzen dieser Möglichkeiten bestimmst du anhand von ein paar Fotos? Vermutlich gibt's von jeder Tennisspielerin oder auch von andere Profisportlerinnen ähnliche Bilder. Ich kenne Schwimmerinnen im Amateurbereich, die sicher auch solche Arme haben, wenn man im richtigen Moment abdrückt. Gerade der Frauensport hat sich indem letzten Jahrzehnten sicher extrem weiterentwickelt, gerade was Athletik und Kraft angeht. Da die Mädels mehr Muskelmasse haben als früher, dürfte klar sein.

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1129566)
Dass ich eine Frau, die sich männliche Hormone mit dem Ziel der Leistungssteigerung einwirft und dadurch ihr Aussehen in Richtung Mann verändert nicht positiv bewerten kann bitte ich zu verstehen.

Deine Meinung ohne Beweise. Ich bin, wie schon geschrieben, was den Leistungssport im Allgemeinen angeht sehr kritisch. Aber einfach so deine persönliche Ferndiagnose als Tatsache hinzustellen, finde ich schon etwas seltsam.

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1129566)
@Matthias75: diese Mehrzeit im Kraftraum wird vom Körper nur toleriert, bzw. führt zu einem Leistungsschub, wenn dieses mehr an Training auch regenerativ bewältigt werden kann. Und das geht meistens nur mit Dopingmitteln, die die Regeneration beschleunigen. Auch bei den Jungs in der Muckibude, die dort wirklich viel Zeit verbringen kommen solche Zuwächse erst mit den Dopingmitteln. Innerhalb von 2- 3 Jahren ist ansonsten erstmal Schluss mit den grßen Steigerungen.

Und diese Grenzen kann man anhand von Fotos genau bestimmen?

Zitat:

Zitat von Loretta (Beitrag 1129566)
Was gerade unter körperlichen Höchstleistungen für Nebenwirkungen beim Dauergebrauch von Schmerzmitteln möglich sind steht auf jedem Beipackzettel. Und wir sprechen da von begrenzten Zeiträumen unter ärztlicher Beobachtung und in empfohlenen Mengen. Es gibt also keinen Grund diese Mittel als "normal" zu bezeichnen und es mit einem Augenzwinkern und der Bemerkung "ist ja Hochleistungssport" zu akzeptieren und/oder auch zu verharmlosen.

Hier hat keiner Schmerzmittel als "normal" bezeichnet oder in irgendeiner Weise akzeptiert. Ich habe mich lediglich, wie einige andere auch, wenig überrascht gezeigt. Ich gehe davon aus, dass in vielen Sportarten, Schmerzmittel eingenommen werden. Das heißt aber nicht, das ich deren Konsum normal finde oder gut heiße.

Ich verurteile Schmerzmittelmissbrauch ebenso wie vermutlich alle hier, egal ob im Sport, in der Freizeit oder im Berufsleben. Das heißt aber nicht, dass ich so blauäugig bin zu glauben ,dass Profisportler, die mehrmals die Woche und/oder über einen längende Zeitraum Leistung bringen müssen, nicht irgendwelche Mittel nehmen, um sich diese Tortur erträglicher zu machen. Ob das Schmerzmittel sind oder andere Substanzen, sei mal dahingestellt.

Ich finde es allerdings gut, dass es mal ausgesprochen wird. Ob die Art und Weise jetzt die richtige ist, sei auch mal dahin gestellt. Aber wenigstens ist sie diesbezüglich ehrlich. Nur wenn das Thema nicht verschweigt, kann man auch über Verbesserungen diskutieren.

Matthias

Loretta 04.05.2015 22:22

Zitat:

Zitat von chemical82 (Beitrag 1129581)
Wie viel, wie oft und wie lange jemand ein legales Medikament einnimmt liegt im Verantwortungsbereich des Konsumenten. Sorry, aber das geht dich garnichts an.

Herzlichen Glückwunsch, du hast die Petkovic anhand von ein paar Wettkampffotos de facto des Dopings überführt. Bis zu welchem Armumfang geht denn bei einer Frau der "normative Rahmen".

Doch, es geht uns alle etwas an: wer seine Augen und Mund vor Medikamentenmissbrauch, Doping, Drogenmissbrauch verschließt und immer schön die Klappe hält anstatt berechtigte Kritik zu üben verbessert solche Zustände nicht. Man kann sich natürlich immer schön nur um sich selber kümmern...
Letztendlich bezahlt man in diversen Formen diese Exzesse mit. Und dass durch diese Praktiken auch der Wettkampfdruck möglichst viele Turniere zu spielen ermöglicht wird treibt die Spirale immer weiter an und begünstigt solche Tendenzen.
Du musst mich auch nicht Beglückwünschen: ich habe keinerlei direkten Beweis für ihr Doping. Somit ist Deine Aussage überflüssig.
Interessant fände ich aber Deine Einstellung zu diesen drei Fragen:
1. Findest Du es akzeptabel, dass mittels des Einsatzes von Schmerzmittel Invalidität und schwere Schäden innerer Organe in Kauf genommen werden?
2. Ab wann sollten die Sportler über den Einsatz von Schmerzmitteln bestimmen können? Wenn sie Leistungsturnerinnen sind dann auch schon in dem Alter, wie es jetzt bei den internationalen Wettkämpfen üblich ist?
3. Wie stark hängt Deiner Meinung nach der Konsum von Schmerzmitteln als Einstieg mit späterem Doping zusammen?

Interessieren würde mich auch noch, ob Du in einem Bereich der Pharmaindustrie arbeitest, oder da gewisse berufliche Interessen hast. Ist jetzt nicht böse gemeint, aber dann würde ich aufgrund eines persönlichen Bezuges Deine Einstellung besser nachvollziehen können.

JENS-KLEVE 04.05.2015 22:46

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1129562)
Oh, da muss ich dir doch einmal zustimmen. Dass ständig am Aussehen von Frauen rumgemotzt wird, als würden alle Frauen nur darauf warten, dass ihr Aussagen von Männern abgesegnet wird. Widerlich.
Was sie sich einschmeisst ist natürlich eine andere Sache, aber dieser heteronormative Sexismus ist zum kotzen.

wieso ist das Sexismus, wenn ich als Mann sage was mir gefällt? Frauen sagen doch auch was ihnen gefällt. Meine Frau will keinen Typen mit Wampe, vielen Haaren oder Muckibuden-Figur. Ich will keine mollige, magersüchtige, maskuline oder muskulöse Frau. Alles Geschmacksache, und zum Glück sind die Geschmäcker verschieden.

Loretta 04.05.2015 22:59

Hallo Matthias,
nein, ich bestimme das nicht von ein paar Fotos, es gibt aber meiner Meinung nach gewisse Zusammenhänge, die auf sowas schließen lassen, wie etwa insgesamt im Tennis ein sehr hohes Aufschlagtempo im Frauenbereich, gepaart mit einem sehr männlich wirkendem Körper und einem anscheinend sehr freizügigem Umgang und Akzeptanz von Schmerzmitteln. Dass da solche Gedanken kommen, zumal wenn man noch sieht, dass sie den härtesten Aufschlag bei den Frauen hat.
In diesem Forum wird bei weit weniger offensichtlichen Zusammenhängen schon munter darüber gesprochen, dass in solchen Sportarten, wo es um so viel Geld geht und die Anforderungen so hoch sind dann Doping in der Spitze sehr wahrscheinlich ist.
Das ist keine Weisheit von mir, sondern wird ganz klar von Experten aus der Anti- Doping Szene so formuliert.
Somit bin ich nicht alleine von ihrem Aussehen auf dieses Urteil gekommen, sondern anhand von gewisssen "Rahmenbedingungen", die Doping sehr wahrscheinlich machen.
Wenn es eine Gewichtheberin gewesen wäre, die mit einem sehr männlichem Körper und Bestwerten bei den Kraftwerten gewesen wäre, wie wäre da wohl das Urteil von den meisten hier ausgefallen?
Grenzen kann man anhand von Fotos nicht bestimmen, Auffälligkeiten aber schon bemerken.
Die Frage, warum sich der Frauensport in Sachen Athletik und Kraft so entwickelt hat und warum das so überhaupt möglich ist- immerhin haben ja auch schon Generationen von Leistungssportlerinnen vorher seriös und häufig genug auch gedopt trainiert- habe ich schon erwähnt.
Doch, chemical akzeptiert diese Schmerzmittel als Teil des Hochleistungssports. Täte er das nicht, müsste er- und eigentlich auch alle anderen hier- das negativ bewerten. Und das habe ich in dieser Art nicht gelsen, da ging es dann eher darum, ob und wie heiß man den Körper von ihr findet, etc. Da fand ich das Desinteresse an ihrer Aussage schon bemerkenswert. Dass chemical der Meinung ist, dass uns das nichts angeht wer wie lange etc. Schmerzmittelmissbrauch betreibt ist auch bemerkenswert.

aequitas 04.05.2015 23:16

Zitat:

Zitat von JENS-KLEVE (Beitrag 1129621)
wieso ist das Sexismus, wenn ich als Mann sage was mir gefällt? Frauen sagen doch auch was ihnen gefällt. Meine Frau will keinen Typen mit Wampe, vielen Haaren oder Muckibuden-Figur. Ich will keine mollige, magersüchtige, maskuline oder muskulöse Frau. Alles Geschmacksache, und zum Glück sind die Geschmäcker verschieden.

Das ist dir auch alles selbst überlassen, ist ja auch alles schön und gut. Allerdings hat Loretta Petkovic den Status als "Frau" aberkannt, da sie zu "männlich" aussehe. Sexismus ist, wenn ich von Frau/Mann erwarte, sich typisch männlich/weiblich zu verhalten/auszusehen (so ganz grob).
In unserer Gesellschaft kann man auch regelmäßig beobachten, wie viele Männer der Meinung sind, Frauen zu sagen, was okay sei und was nicht, bzw. Frauen sich dementsprechend verhalten. Siehe z.B. die Kampagne vor kurzem, bei der Frauen sich ungeschminkt fotografiert hatten und die darauf folgenden Reaktionen.

Dass hier von dem Aussehen einer Profisportlerin (!!!) auf ihr Dopingverhalten geschlossen wird, ist mehr als Banane. Wer sich auf die Argumentation begibt, hat keine tatsächlichen Argumente vorzubringen.

Loretta 04.05.2015 23:43

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1129631)
Das ist dir auch alles selbst überlassen, ist ja auch alles schön und gut. Allerdings hat Loretta Petkovic den Status als "Frau" aberkannt, da sie zu "männlich" aussehe. Sexismus ist, wenn ich von Frau/Mann erwarte, sich typisch männlich/weiblich zu verhalten/auszusehen (so ganz grob).
In unserer Gesellschaft kann man auch regelmäßig beobachten, wie viele Männer der Meinung sind, Frauen zu sagen, was okay sei und was nicht, bzw. Frauen sich dementsprechend verhalten. Siehe z.B. die Kampagne vor kurzem, bei der Frauen sich ungeschminkt fotografiert hatten und die darauf folgenden Reaktionen.

Dass hier von dem Aussehen einer Profisportlerin (!!!) auf ihr Dopingverhalten geschlossen wird, ist mehr als Banane. Wer sich auf die Argumentation begibt, hat keine tatsächlichen Argumente vorzubringen.

Nochmals: ich habe ihr nicht alleine aufgrund ihres Aussehens den "Status als Frau" aberkannt. Es gibt da noch ein paar Punkte, die ich in Betracht gezogen habe und das hat absolut nichts mit Sexismus zu tun. Sie kann Hosen anhaben, muskulös sein, eine Glatze haben oder eine tiefe Stimme, ist mir alles egal und wenn sie damit als Frau glücklich und natürlich ist dann sage ich dazu nichts und verurteile sie schon gar nicht. ABER: es ging hier um eine Aussage zu Medikamentenmissbrauch und in Verbindung mit meinen hier schon mehrfach vorgebrachten dazu passenden Verbindungen gefällt mir das nicht was ich sehe und ich finde sie höchst verdächtig. Und das geht auch offensichtlich Leuten aus der Anti- Dopingszene so- und ich hoffe, denen nehmt ihr ab, dass sie nicht sexistisch sind.
Warum hast Du Profisportlerin denn mit drei Ausrufezeichen versehen? Meinst Du, die müssen anders aussehen, als normale Frauen? Ist diese Vorstellung nicht diskriminierend?
Letztlich geht das aber am Thema vorbei, ist ja auch viel wichtiger als die Tatsache, dass sie ihre Nieren durch die Schmerzmittel hinrichtet...
Ich bin dann mal weg:Huhu: .

trithos 04.05.2015 23:45

Zitat:

Zitat von aequitas (Beitrag 1129631)
Dass hier von dem Aussehen einer Profisportlerin (!!!) auf ihr Dopingverhalten geschlossen wird, ist mehr als Banane. Wer sich auf die Argumentation begibt, hat keine tatsächlichen Argumente vorzubringen.

Die konkrete Diskussion, ob die betreffende Sportlerin nun dopt oder nicht, möchte ich nicht führen. Ich nehme an, sie wird gelegentlich getestet und war offenbar bisher immer sauber.

Aber natürlich gibt es äußere Anzeichen für die Verwendung von Dopingmitteln, also typische Änderungen im Erscheinungsbild, die als Nebenwirkungen von Anabolika (z.B. Akne) oder Wachstumshormonen (z.B. Akromegalie) medizinisch bekannt sind.

Dass vom Aussehen einer Athletin auf ihr Dopingverhalten geschlossen wird, halte ich daher für naheliegend - zumindest wenn wir hier zwanglos diskutieren. Als Dopingnachweis kann "Männlichkeit" oder (ums sexistisch zu formulieren) "Hässlichkeit" bei Frauen aber natürlich nicht gelten.;)

Interessant finde ich aber schon, wie sich z.B. die Gesichtsformen manche Sportler im Laufe ihrer Karriere verändert haben. Da fallen mir jetzt sofort drei Ösis ein, die ich aufgrund von langjähriger Gesichtsform-Fernanalyse für sehr verdächtig halten würde. Ich werde hier aber sicher nicht schreiben, wen ich damit meine.

Loretta 04.05.2015 23:56

Der Begriff von Virilisierung durch Testosteron- Doping wird sehr wohl verwendet und hat nichts mit Hässlichkeit zu tun.
Sondern mit Anzeichen von Vermännlichung:
http://de.wikipedia.org/wiki/Virilisierung
Natürlich ist das kein Nachweis, kann aber sehr wohl ein Hinweis sein- wie eben auch die anderen erwähnten Punkte.

~anna~ 05.05.2015 09:31

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1129638)
Die konkrete Diskussion, ob die betreffende Sportlerin nun dopt oder nicht, möchte ich nicht führen. Ich nehme an, sie wird gelegentlich getestet und war offenbar bisher immer sauber.

Aber natürlich gibt es äußere Anzeichen für die Verwendung von Dopingmitteln, also typische Änderungen im Erscheinungsbild, die als Nebenwirkungen von Anabolika (z.B. Akne) oder Wachstumshormonen (z.B. Akromegalie) medizinisch bekannt sind.

Dass vom Aussehen einer Athletin auf ihr Dopingverhalten geschlossen wird, halte ich daher für naheliegend - zumindest wenn wir hier zwanglos diskutieren.

Manche "typischen Änderungen im Erscheinungsbild" sind aber bei vielen auch Nebenprodukt von hartem Training... Akne, Haarausfall (am Kopf), "männlicher" Haarwuchs an Armen/Beinen... Ich kenne mich mit dem Thema nicht wirklich aus, aber weiß ein bisschen, was selbst ein wenig Hobbysport mit den weiblichen Hormonen aufführen kann und bei Spitzensportlern ist das alles sicher noch viel extremer; deshalb wäre ich sehr vorsichtig mit irgendwelchen Rückschlüssen... (du ziehst eh keine Rückschlüsse, ich wollte es aber trotzdem sagen... ich selbst hatte die obigen Probleme nicht, aber Frauen, die ich gut kenne).

triaflo 05.05.2015 09:51

Von den Bildern und ein paar Muskeln und nem Sixpack dann mit Doping daher zu kommen, ist jetzt wirklich lächerlich.
So sehen Frauen die anständig trainieren (auch im Kraftraum) und definiert sind nun mal aus. Das ist jetzt wirklich in keinster Weise in einem verdächtigen Bereich... :Lachanfall:

Und ja, die ist wirklich sehr unweiblich...:


:Lachanfall: :Lachanfall: :Lachanfall:


Die Tatsache, dass Sie (genau wie wahrscheinlich 95% aller Hochleistungssportler) regelmässig Schmerzmittel nimmt, mag den einen oder anderen stören, ist aber normal. Auch das hat nichts mit Doping zu tun. Gerade in Ballsportarten ist die Belastung auf Rücken/Gelenke sehr hoch, da haben praktisch alle Leistungssportler irgendwelche Probleme. Auch schon auf tieferem Niveau als Frau Petkovic. Und ob man diesen Schmerz chemisch unterdrückt oder pausiert (oder die Karriere beendet) muss jeder für sich entscheiden.

ThomasG 05.05.2015 10:00

Zitat:

Zitat von triaflo (Beitrag 1129675)
Die Tatsache, dass Sie (genau wie wahrscheinlich 95% aller Hochleistungssportler) regelmässig Schmerzmittel nimmt, mag den einen oder anderen stören, ist aber normal. Auch das hat nichts mit Doping zu tun. Gerade in Ballsportarten ist die Belastung auf Rücken/Gelenke sehr hoch, da haben praktisch alle Leistungssportler irgendwelche Probleme. Auch schon auf tieferem Niveau als Frau Petkovic.

Wenn das so stimmt, ist es wohl überfällig sich darüber Gedanken zu machen die Dopingbestimmungen so zu ändern, dass eben nicht mehr Druck auf alle entsteht, die beispielsweise möglichst weit vorne in der Tennisweltrangliste positioniert sein möchten. Wer auftretende Schmerzen entweder länger oder mehr davon aushält, statt sich Pausen zu nehmen oder Schmerzmittel einzusetzen, der kann eben nicht von Januar bis November auf dem Platz stehen.

chemical82 05.05.2015 10:07

Liebe Loretta,

ich habe nie behauptet dass ich Medikamentenmissbrauch in irgendeiner Form gut finde. Ich habe gesagt, dass es in erster Linie im Verantwortungsbereich des Konsumenten liegt, den Beipackzettel einzuhalten.

Ich würde dich dennoch bitten, diese mittelalterliche Hetzkampagne und Vorverurteilungen auf Grund von Wettkampffotos zu lassen. Es hat wirklichg jeder hier begriffen, dass du die Petkovic für ein "Monster" oder "Freak" hältst.

Was sind den deine Lösungsansätze wenn es um das Problem "Medikamtenmissbrauch als gesamtgesellschaftliches Problem" geht. Wie kann man verhindern, dass ein Arbeitnehmer über Monate hinweg rezeptfreie Schmerzmittel einnimmt?

Ich freue mich über konstruktive Vorschläge zu diesem Thema

bellamartha 05.05.2015 10:11

Zitat:

Zitat von chemical82 (Beitrag 1129688)
Liebe Loretta,

Ich glaube, Loretta ist ein Mann. Vielleicht aber auch nicht und sie hat sich nur mit Herr/Frau/Freak Petkovic ausgetauscht über Trainingsmethoden und Schmerzmedikation...:Cheese:

captain hook 05.05.2015 10:12

Ich hab ja oben auch so ein Bild verlinkt... Allerdings nicht mit dem Hintergedanken, dass ich ihr Doping unterstellen wollte, sondern weil ich einige dieser Bilder wirklich ziemlich krass finde. Wenn das das normale Erscheinungsbild einer Tennisspielerin wäre - auch nur annähernt - dann müssten die ja alle so oder so ähnlich aussehen. Und ich meine nicht das Sixpack. Postiv ausgedrückt hat sie bestimmt eine gute Veranlagung. :Cheese:

Mal ne Frage an die die hier aufschreien, wie man überhaupt auf solche Gedanken kommen kann... Habt ihr mal einige der Bilder angeschaut? Mit ein bisschen Fantasie und entsprechender, kritischer Denkweise halte ich es nicht für soooo abwegig entsprechende Gedanken zu entwickeln. Ich denke mit entsprechender Veranlagung sieht man halt so aus. Bestimmt auch genau im richtigen Moment getroffen mit dem Auslöser, wo alles voll unter Spannung steht.

Und weil jetzt ja jemand ein Bild postete, wo Frau Petkovic total schick aussieht... Hier mal eins von Frau Joyner. Die war eigentlich auch ne ziemlich hübsche Frau. Oder kommt bei diesem Bild einer auf die Gedanken, die man fast automatisch mit der Nennung ihres Namens und ihres Schicksals hat?

https://s-media-cache-ak0.pinimg.com...bf2eb74dd4.jpg

http://alanskitchen.com/TRIVIA/Burie...nce_Joyner.jpg

Und was sagt und das? Bilder sagen quasi garnix. Außer dass Petkovic ziemlich athletisch ist. Das kann man hübsch finden oder nicht. Das liegt im Auge des Betrachters.

Rälph 05.05.2015 10:18

Zitat:

Zitat von trithos (Beitrag 1129638)
Da fallen mir jetzt sofort drei Ösis ein, die ich aufgrund von langjähriger Gesichtsform-Fernanalyse für sehr verdächtig halten würde.

Lol, der war gut!!!

Rälph 05.05.2015 10:21

Zitat:

Zitat von bellamartha (Beitrag 1129692)
Ich glaube, Loretta ist ein Mann. :

Tatsächlich?

triaflo 05.05.2015 10:39

Brot und Spiele.

Schmerzen sind nun mal Teil des (Hoch)leistungssports.
Sport ist gesund, (Hoch)leistungssport meistens nicht.

tandem65 05.05.2015 10:46

Zitat:

Zitat von triaflo (Beitrag 1129675)
Und ja, die ist wirklich sehr unweiblich...:

Ja finde ich auch.;)
Schade daß sie wohl nicht mehr bei dem Turnier meines Stammvereins auftaucht. Da ist sie knapp 150 Plätze zu weit vorne platziert ist in der Weltrangliste.

tandem65 05.05.2015 11:09

Zitat:

Zitat von Das Mädchen (Beitrag 1129595)
Ein Kollege von mir spielt seit Jahren Tennis (hätte mal Profi werden können, wenn er denn gewollt hätte) und war ganz überrascht, dass die Schmerzmittel nur bei 50% der Matches eingesetzt werden. Er hätte es bei 60-70% eingeschätzt. Er meinte noch, dass Tennis ein für die Gelenke unfassbar anstrengender Sport sei, weil bei allen Bewegungen Torsionen dabei sind. Da ist der Bewegungsapparat nicht für gemacht.

Ich habe fast 20 Jahre Tennis gespielt. Das ging los als ich stehen konnte und einen Schläger irgendwie halten konnte. Ich bin im Sommer entweder im Schwimmbad oder auf dem Tennisplatz gewesen. Wie auch Heute war ich damals nicht zielstrebig und habe einfach aus Spaß an der Freude auf dem Platz gestanden.
Verletzt an Bändern oder Gelenken war ich nie. Am Saisonbeginn gab es ein paar mal Muskelkater aber nicht ernsthaft erwähnenswertes.
Da haben wir durchaus Stundenlang auf dem Platzt gestanden während der Schulferien. Insofern kann ich für mich sagen, daß ich die Quote schon so oder so sehr hoch finde.
Andererseits gab es Leute die quasi immer über Verletzungen gejammert haben und dann wie die jungen Götter über den Platz gewieselt sind. Das kann an Schmerzmitteln gelegen haben ist aber auch ein furchtbar alter Trick um den Gegner einzulullen.
Der wird auch am jüngsten Tag noch funktionieren.;)
Das oist doch ein wenig das gleiche was in jedem Startbereich zu hören ist. Ich habe nicht trainiert, ich war nur Krank, bin Krank...


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