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felix__w 27.11.2013 08:54

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 984101)
Nein man fliegt nicht raus, man geht und lässt den Chef mit seinen miesen Arbeitsbedingungen sitzen.

Oder nimmt Stellen die nicht so ideal sind gar nicht erst an.

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 984183)
40h arbeiten und dann noch 15h Training die Woche, das ist halt letztlich eine Arbeitswoche von 55h, auch wenn man das Training als Hobby bezeichnet, ist es trotzdem entsprechend belastend. Dass das kein Mensch dauerhaft durchhalten kann ist irgendwo logisch.

Wenn du am Sport keinen Spass hat mag das sein. Ich brauche Sport als Ausgleich zum Bürojob und würde es ohne Sport eher weniger aushalten.
Sonst zähl doch auch das TV schauen zur Arbeit dazu.

[quote=Lui;984172]Ich kann meine Zeit so einteilen wie ich will also sind das die an sich perfekten Vorraussetzungen, ABER wenn ich oft und hart trainiere, lediet die Qualität meiner Arbeit und Konzentration bei meiner Arbeit deutlich. /QUOTE]
Zitat:

Zitat von coffeecup (Beitrag 984223)
das ist auch der Grund wieso kleine Kinder und intensives Training ein Problem darstellen...bin nach intensiven Einheiten auch immer matsch in der Birne und vorher müde :)

Im Kopf müde? Da bin ich nach dem Sport viel frischer als vorher. Nur der Körper ist etwas müde. Evntuell liegt das an unterschiedlichen Menschentypen. Ich bin der absolute Outdoor- und Bewegungstyp und das Beste ist draussen zu sein (liebe auch Gartenarbeit, Wandern und Skitouren).

Felix

MattF 27.11.2013 09:31

Es ging um Teilzeit.

Zitat:

Zitat von reiller (Beitrag 984221)
Wie viele Stunden und real?

Real hatte ich in Hochzeiten meines Trainings 20h Teilzeit. Ich muss aber auch noch meine Kinder betreuen, von daher ist das letztlich incl. Training auch keine 40h Woche :)


Das ist aber ja individuell. Kann jeder machen wie er will oder wie es angenehm ist.


MfG
Matthias

schoppenhauer 27.11.2013 09:31

Zitat:

Zitat von coffeecup (Beitrag 984057)
Meine Erfahrung ist wenn man gute Arbeit leistet von der auch die Vorgesetzten profitieren wird einem der Chef nicht wegen dem raus schmeissen. Da wäre er ein "blöder" Chef

EDIT: War auch schon in so einer lange sitzen bleiben Kultur, hab nicht mitgemacht und nix ist passiert...

Nix ist passiert - also auch keine Karriere gemacht?

Du wirst vermutlich deutlich mehr Potential haben, als es deine derzeitige Position vermuten lässt. So kannst du dir die Freiräume erkaufen, auch als Consulter gute Trainingsbedingungen zu haben.

In der glücklichen Lage sind nicht alle. Viele müssen alles geben, und das bei effizienter Tageseinteilung, um den Job überhaupt auf die Reihe zu bekommen oder aber um nach oben zu kommen.

harryhirsch77 27.11.2013 09:34

Interessiert zwar keine Sau aber muss trotzdem mal von der Seele.

Ich arbeite mindestens 50h die Woche, globales Unternehmen, mindestens 1x Business Trip(per) pro Woche.
Keine Frau und keine Alimente - und finde mich trotzdem recht competitiv mit 5-12h Training pro Woche und will dieses Jahr auf die Insel, nein, nicht Ruegen...

MattF 27.11.2013 09:37

Zitat:

Zitat von schoppenhauer (Beitrag 984246)

In der glücklichen Lage sind nicht alle. Viele müssen alles geben, und das bei effizienter Tageseinteilung, um den Job überhaupt auf die Reihe zu bekommen oder aber um nach oben zu kommen.


Sorry wenn ich meinen Job im Moment nur mit 100% oder mehr auf die Reihe bekomme, was will ich weiter oben?

harryhirsch77 27.11.2013 09:40

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 984250)
Sorry wenn ich meinen Job im Moment nur mit 100% oder mehr auf die Reihe bekomme, was will ich weiter oben?

Da ist die Aussicht besser

deralexxx 27.11.2013 09:52

Schichtler haben mMn auch ganz gute Vorraussetzungen zum gut trainieren.

Ob einen das ein Leben lang glücklich macht?

:confused:

Klappergestell 27.11.2013 10:14

Im Handel bzw. Systemgastronomie 40+.

Die Arbeitszeitsuveränität wird von manch "Oberen" so ausgelegt, das man doch gut 10 Stunden am Tag im Laden steht. Anwesend zu sein um sich nur zu zeigen finde ich einen Schmarrn. Ich bin der persönlichen Überzeugung das ich was falsch mache wenn ich meinen Job nicht in 8 Stunden erledige, außer es fallen unvorhergesehene Ereignisse an die nicht planbar sind. Deshalb sagt mir einer auch "Freizeit orientiertes Verhalten" nach. Mir egal, ich erfülle meinen Vertrag.
Trotzdem verdiene ich meine "Semmeln" anders als mit Sport und muss daher mich um den Job organisieren.
So wird das Training nach den Dienstzeiten geplant, wobei ich das Glück habe entweder am Vormittag oder am späten Nachmittag trainieren zu können. Das alles ist noch Sozial- und Familien-Kompatibel bei einem Trainingsaufkommen von 6 - 12 Std. in der Woche.

schoppenhauer 27.11.2013 10:32

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 984250)
Sorry wenn ich meinen Job im Moment nur mit 100% oder mehr auf die Reihe bekomme, was will ich weiter oben?

Da solltest du dann gar nix wollen, richtig.

Oder, da steht oder!

Mirko 27.11.2013 10:35

Zitat:

Zitat von deralexxx (Beitrag 984260)
Schichtler haben mMn auch ganz gute Vorraussetzungen zum gut trainieren.

Ob einen das ein Leben lang glücklich macht?

:confused:

Schau mer mal!

Ich arbeite Schicht und finde das superklasse! Ich hab sicher mehr Zeit für Training und für meine Familie als jeder mit normalen Arbeitszeit! Finanziell ist Schicht ja auch nicht ganz uninteressant.

Ich bin allerdings jugentliche 29 Jahre, meine älteren Kollegen klagen da schon etwas mehr über die Auswirkungen der Schicht. (Wir arbeiten alle 4 Tage 12 Stunden über Nacht, dass muss man schon mögen)

Thorsten 27.11.2013 10:47

Zitat:

Zitat von harryhirsch77 (Beitrag 984252)
Da ist die Aussicht besser

Und die Luft dünner ;).

coffeecup 27.11.2013 11:00

Zitat:

Zitat von schoppenhauer (Beitrag 984246)
Nix ist passiert - also auch keine Karriere gemacht?

Du wirst vermutlich deutlich mehr Potential haben, als es deine derzeitige Position vermuten lässt. So kannst du dir die Freiräume erkaufen, auch als Consulter gute Trainingsbedingungen zu haben.

In der glücklichen Lage sind nicht alle. Viele müssen alles geben, und das bei effizienter Tageseinteilung, um den Job überhaupt auf die Reihe zu bekommen oder aber um nach oben zu kommen.

Naja ist Ansichtssache :)

Die klassische Karriere die sich über MA definiert habe ich bis jetzt nicht gemacht, da ich zu ungeduldig bin und nach 2-3 Jahre neue Herausforderungen suche (z.B. größere Projekte, interessantere Projekte).

Und wenn ich mir die Bereichsleiter, GF,... in meinen Bekanntenkreis ansehe, muss ich ehrlich sagen das kann ich mir sparen...Körperlich am Sand, mit den Kindern Probleme und meist die 2te Ehe hinter sich...Es gibt aber Ausnahmen, die sind aber in der Minderzahl...
dann lieber ein paar Tausender weniger im Jahr und funktionierende Familie und Gesund (Die Alimente fressen eh den Mehrverdienst)

trialogo 27.11.2013 11:14

Selbständig im Gesundheitswesen und meine Arbeitszeit richtet sich nach dem Bedarf Anderer, derzeit von ca. 11 Uhr bis ca. 19 Uhr, Donnerstag frei, dafür Samstag Vollzeit. Ich mag es, morgens frei zu haben und nutze die Zeit für Training, ebenso Donnerstag und Sonntag für längere Einheiten. Ich könnte mehr arbeiten, will es aber nicht. Hatte auch schonmal 50 Stundenwochen plus Büroarbeit und Training, das machte mich aber nicht froh, dann weniger Geld und mehr Zeit für all die schönen Dinge im Leben, die es sonst noch gibt.
Auch wenn es als Selbständige nicht immer einfach ist, die Möglichkeit über meine Zeit und Arbeitskraft weitestgehend selbst bestimmen zu können, möchte ich nicht mehr gegen die Sicherheit als Angestellte (im Gesundheitswesen sind die Jobs ja relativ sicher) tauschen

reiller 27.11.2013 11:40

[quote=felix__w;984231]Oder nimmt Stellen die nicht so ideal sind gar nicht erst an.

Wenn du am Sport keinen Spass hat mag das sein. Ich brauche Sport als Ausgleich zum Bürojob und würde es ohne Sport eher weniger aushalten.
Sonst zähl doch auch das TV schauen zur Arbeit dazu.

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 984172)
Ich kann meine Zeit so einteilen wie ich will also sind das die an sich perfekten Vorraussetzungen, ABER wenn ich oft und hart trainiere, lediet die Qualität meiner Arbeit und Konzentration bei meiner Arbeit deutlich. /QUOTE]Im Kopf müde? Da bin ich nach dem Sport viel frischer als vorher. Nur der Körper ist etwas müde. Evntuell liegt das an unterschiedlichen Menschentypen. Ich bin der absolute Outdoor- und Bewegungstyp und das Beste ist draussen zu sein (liebe auch Gartenarbeit, Wandern und Skitouren).

Felix

Finde, das kann man so nicht nur auf Typ und Spaß reduzieren. Ich unterscheide für mich sehr danach, ob ich Sport mache oder trainiere. Sport machen bedeutet für mich sich zu bewegen, aber ohne hoch gestecktes Leistungsziel, ohne das Hauptziel trainingswirksame Reize zu setzen, ohne klare Zielsetzung der Einheiten. Natürlich kann man viel Umfang spaßorientiert verkraften und danach frischer in der Birne werden.

Trainieren hat für mich das Ziel am Tag X eine für mich anspruchsvolle Leistung zu erbringen. Dazu benutze ich zwar die selben Trainingsgeräte, vielleicht häufig auch mit selber Dauer wie beim Sport machen. Aber nach 5 Std. RAd im WK Tempo mit schnellem Koppellauf bin ich definitv für mindestens 24h nicht mehr genauso leistungsfähig im Job oder wo immer - auch bei geistiger Arbeit. Und das Ziel für maximale Leistung ist es ja möglichst viele Keysessions zu vertragen und zu machen. Von daher bin ich 3-4 Monate im Jahr nicht maximal leistungsfähig für Nebensportliche Tätigkeiten.

alpenfex 27.11.2013 12:41

Wäre Profitriathlet ein triathlonfreundlicher Job oder ist das zu intensiv? :cool:

alpenfex 27.11.2013 12:55

Zitat:

Zitat von coffeecup (Beitrag 984315)
Und wenn ich mir die Bereichsleiter, GF,... in meinen Bekanntenkreis ansehe, muss ich ehrlich sagen das kann ich mir sparen...Körperlich am Sand, mit den Kindern Probleme und meist die 2te Ehe hinter sich...Es gibt aber Ausnahmen, die sind aber in der Minderzahl...
dann lieber ein paar Tausender weniger im Jahr und funktionierende Familie und Gesund (Die Alimente fressen eh den Mehrverdienst)

So ist es, man kann nicht alles haben und muss die richtige Balance finden - klingt einfacher als es ist. Ich dachte früher auch mal, je weiter oben in der Hierarchie und je fetter das Gehalt, desto besser ist mein Leben - das ist definitiv nicht so. Fetter Job, fettes Gehalt brauchen tatsächlich ein Höchstmass an Einsatz, dass grossartige Hobbies, Family und restliches Sozialleben eher beschränkt oder gar nicht zulassen. Der gesunde Mix ist es und man sollte dabei auch flexibel sein und nicht zu starr.

loomster 27.11.2013 13:53

Hier kann man eigentlich ganz gut Familie, Sport und Beruf verbinden. Auch Abteilungsleiter haben haben hier um 5 Feierabend. Radfahren kann man in DK super und vor allem sicher wenn auch ohne Berge. Man arbeitet halt abends noch mal, wenn man mit Training durch ist und/oder die Kinder im Bett sind. Es schaut einen aber keiner boese an, wenn man um 3 den Hammer fallen laesst.
Zitat:

Zitat von TheRunningNerd (Beitrag 983829)
Ne, das ist in der schönsten Stadt der Welt. :Lachen2:

Wobei, eine Einschränkung gibt's, ich bin ab und zu mal auf Reisen, aber zumindest laufen geht ja dann auch. Und der Arbeitsweg ist mit 6km leider zu kurz für richtiges Radtraining.

Und das ist natuerlich die schoenste Stadt der Welt. Nicht, was TheRunningNerd unter schoenster Stadt versteht :Cheese:

coffeecup 27.11.2013 16:11

Zitat:

Zitat von loomster (Beitrag 984458)
Hier kann man eigentlich ganz gut Familie, Sport und Beruf verbinden. Auch Abteilungsleiter haben haben hier um 5 Feierabend. Radfahren kann man in DK super und vor allem sicher wenn auch ohne Berge. Man arbeitet halt abends noch mal, wenn man mit Training durch ist und/oder die Kinder im Bett sind. Es schaut einen aber keiner boese an, wenn man um 3 den Hammer fallen laesst.

Und das ist natuerlich die schoenste Stadt der Welt. Nicht, was TheRunningNerd unter schoenster Stadt versteht :Cheese:

Jup, Die Dänen haben da eine andere Kultur. War 2 Jahre mit einer Dänin zusammen. Family first bis rauf zum Vorstand...da würde dich der Chef wirklich vor die Tür setzen wenn dein Kind krank ist und du nicht heium fährst...
Aber dafür verplempern die Kollegen im Büro keine Zeit mit Kaffee und Co oder endlose sinnlose Diskussionen wie sie bei uns verbreitet sind, wo jeder mit Kopfweh und verwirrter als vorher raus geht :)

alpenfex 27.11.2013 17:28

Zitat:

Zitat von coffeecup (Beitrag 984542)
Aber dafür verplempern die Kollegen im Büro keine Zeit mit Kaffee und Co oder endlose sinnlose Diskussionen wie sie bei uns verbreitet sind, wo jeder mit Kopfweh und verwirrter als vorher raus geht :)

Das ist eine Frage der Meetingkultur und nicht der Nationalität.

Nils 27.11.2013 19:02

Werde Lehrer.:)

Ich habe eine Kernarbeitszeit (meinen Stundenplan) und der Rest ist frei einteilbar.
Ich arbeite 50-60h die Woche, aber bei 7 Tagen sind dies 7-9h am Tag. Ich habe ja keine Bürozeiten von Montag bis Freitag. Arbeite ich also mal 10-11h am Tag, habe ich schon einen ganzen nachmittag frei.
Dazu kommen noch die Ferien, wo ich nicht jeden Tag arbeiten muss (von 12 Wochen Ferien arbeite ich ca. 6-7 Wochen, aber dann nur 20-40h die Woche).
Ich kann bei spontan schönem Wetter Rad fahren und arbeite dann, wenn es dunkel ist.
Wenn ich also eine "Bewegungspause" brauche, dann kann ich sie mir nehmen und spontan 1h laufen gehen...kein Chef wundert sich darüber (außer, Du machst es in der Kernarbeitszeit:Lachen2: )

topre 27.11.2013 20:04

Es wurde schon vieles und auch richtiges gesagt. Das Verhältnis Arbeit vs. Freizeit ist eine sehr individuelle Geschichte.
Was mich aber extrem verwundert, ist die Aussage, dass man eher zurückhaltend mit seinem Hobby beim AG hausieren gehen soll. Das findet sich sogar in der Literatur wieder. Ich finde diesen Gedanken super befremdlich und irgendwie völlig aus der Zeit gefallen. Verschweigt man dann besser auch sein Sozialleben?

Ich mache genau das Gegenteil. Bei mir wissen alle Bescheid und es hat meiner Karriere nicht geschadet. Im Gegenteil - seit ich Triathlon mache, ging es auch karrieretechnisch bergauf. Bin nämlich nun viel ausgeglichener und habe gelernt, effektiver und zielgerichteter zu arbeiten. Stichwort: Zeit- und Selbstmanagement.

Branche: Anlagenbau und Job Projekt- und Teamleiter in der Automation. Arbeitszeit ca. 45 Stunden im Schnitt bei voller Flexibilität und knapp 45 km Fahrweg einfach. Reisen gibt es zum Glück 2-3mal pro Monat für jeweils 1-2 Tage. Training zwischen 6 und 12 Stunden auf mäßigen Niveau.

Übrigens habe ich eine Beförderung zum technischen Leiter von knapp 50 Leuten vor ein paar Monaten abgelehnt. Hatte Angst, die Balance zwischen Job, privat und Hobby zu verlieren. Bin nun dessen Stellvertreter und gratuliere mir täglich zu meiner Entscheidung...

coffeecup 27.11.2013 20:27

chaka...heute hats mich erwischt..um 3 erfahren das mein Chef am Freitag Vormittag einen Vortrag hat und noch keine Folien...
Sitze noch und werden noch ein Weilchen brauchen, aber ich war zu Mittag wenigstens 1,5h trainieren...

aber das kommt wirklich selten vor...

topre 27.11.2013 20:49

Und ich sitze nach 2 Tagen Konferenz in Mannheim noch im Zug nach München.
Mehr als ein kurzer 100/100 Morgenjogg war nicht drin. Find ich aber völlig ok.

thunderbee 27.11.2013 21:03

Zitat:

Zitat von topre (Beitrag 984652)
Es wurde schon vieles und auch richtiges gesagt. Das Verhältnis Arbeit vs. Freizeit ist eine sehr individuelle Geschichte.
Was mich aber extrem verwundert, ist die Aussage, dass man eher zurückhaltend mit seinem Hobby beim AG hausieren gehen soll. Das findet sich sogar in der Literatur wieder. Ich finde diesen Gedanken super befremdlich und irgendwie völlig aus der Zeit gefallen. Verschweigt man dann besser auch sein Sozialleben?

Ich mache genau das Gegenteil. Bei mir wissen alle Bescheid und es hat meiner Karriere nicht geschadet. Im Gegenteil - seit ich Triathlon mache, ging es auch karrieretechnisch bergauf. Bin nämlich nun viel ausgeglichener und habe gelernt, effektiver und zielgerichteter zu arbeiten. Stichwort: Zeit- und Selbstmanagement.

Branche: Anlagenbau und Job Projekt- und Teamleiter in der Automation. Arbeitszeit ca. 45 Stunden im Schnitt bei voller Flexibilität und knapp 45 km Fahrweg einfach. Reisen gibt es zum Glück 2-3mal pro Monat für jeweils 1-2 Tage. Training zwischen 6 und 12 Stunden auf mäßigen Niveau.

Übrigens habe ich eine Beförderung zum technischen Leiter von knapp 50 Leuten vor ein paar Monaten abgelehnt. Hatte Angst, die Balance zwischen Job, privat und Hobby zu verlieren. Bin nun dessen Stellvertreter und gratuliere mir täglich zu meiner Entscheidung...

...auch nicht so leicht so einen Job abzulehnen, Respekt.

Lui 27.11.2013 21:37

Zitat:

Zitat von felix__w (Beitrag 984231)
Finde, das kann man so nicht nur auf Typ und Spaß reduzieren. Ich unterscheide für mich sehr danach, ob ich Sport mache oder trainiere.


So sehe ich das auch. Ich sitze ja täglich auf dem Rad, aber mehr Freizeitmässig um ein wenig Bewegung zu bekommen. Sollte ich 2 Stunden intensives Schwimmtraining machen, wäre ich nicht geistig fit genug um meinen Job mit der Präzision und Konzentration zu machen, wie ich das will.
Mein Job ist definitiv nicht so stressig wie viele andere Jobs und an sich recht chillig, aber man muss schon sehr konzentriert sein.

Ich bewundere ja Leute, die mehr als 15 Stunden trainieren, einen Fulltime-Job machen und auch noch Familie haben. Keine Ahnung wie sie das machen.

maifelder 27.11.2013 22:02

Früherer Job (50Std) und Training (bis zu 20std)
Jetzt Job und Freundin, zum Worklife Balance fehlt derzeit der Sport, ganz klar.

coffeecup 27.11.2013 22:13

Zitat:

Zitat von maifelder (Beitrag 984700)
Früherer Job (50Std) und Training (bis zu 20std)
Jetzt Job und Freundin, zum Worklife Balance fehlt derzeit der Sport, ganz klar.

und noch kein Nachwuchs...da geht noch was bezüglich trainieren ;)

alpenfex 28.11.2013 10:20

Zitat:

Zitat von topre (Beitrag 984652)
Übrigens habe ich eine Beförderung zum technischen Leiter von knapp 50 Leuten vor ein paar Monaten abgelehnt. Hatte Angst, die Balance zwischen Job, privat und Hobby zu verlieren. Bin nun dessen Stellvertreter und gratuliere mir täglich zu meiner Entscheidung...

Und jetzt sollen wir dir gratulieren? Wenn ich das richtig lese, bist Du Single ohne Kinder. Da kann man wohl LOCKER 60h arbeiten und noch LOCKER 10h Sport unterbringen. Ich hätte es einfach mal probiert. Was verlierst Du dabei - wenn es nix ist, kannst Du was anderes machen. Wenn Du so gut bist, ist das doch kein Problem.

Ganz ehrlich, ich finde es schon interessant, was meine Mitarbeiter privat machen und wo sie sich engagieren, auch sportlich. Am Ende ist es mir aber am Wichtigsten, dass sie die vereinbarten Ziele erreichen. Ob sie das mit 30 oder 70h pro Woche machen, ob Mo-Fr oder Sa/So ist mir völlig wurscht. Ich bin ein strikter Gegner von "publikumswirksamer Anwesenheit" beim Arbeiten, kenne das aber sehr gut. Mir ist wichtig, dass meine Mitarbeiter im Schnitt ausgeglichen sind und zufrieden und glücklich. Das hat nur bedingt was mit Arbeitszeit zu tun habe ich gelernt. Da sind manche, die arbeiten wie der Teufel und man muss sie fast bremsen, die sind dann unzufrieden, wenn sie mal stillhalten müssen und dann gibts Leute, die arbeiten 40h und gehen dann nach Hause und die sind auch unzufrieden - vielleicht müssten die aber auch nur 30h arbeiten und wären dann glücklich. Wie DU richtig schreibst: DAS ALLES IST höchst INDIVDUELL.

felix__w 28.11.2013 10:31

Zitat:

Zitat von Nils (Beitrag 984621)
Werde Lehrer.:)

Ich habe eine Kernarbeitszeit (meinen Stundenplan) und der Rest ist frei einteilbar.

Da habe ich aber mehr Freiheiten. Wenn mal schönes Wetter ist sage ich dem Chef um 11 ich käme am Nachmittag nicht. Als Lehrer kannst du das sicher nicht.

Zitat:

Zitat von reiller (Beitrag 984346)
Trainieren hat für mich das Ziel am Tag X eine für mich anspruchsvolle Leistung zu erbringen. Dazu benutze ich zwar die selben Trainingsgeräte, vielleicht häufig auch mit selber Dauer wie beim Sport machen. Aber nach 5 Std. RAd im WK Tempo mit schnellem Koppellauf bin ich definitv für mindestens 24h nicht mehr genauso leistungsfähig im Job oder wo immer - auch bei geistiger Arbeit. Und das Ziel für maximale Leistung ist es ja möglichst viele Keysessions zu vertragen und zu machen. Von daher bin ich 3-4 Monate im Jahr nicht maximal leistungsfähig für Nebensportliche Tätigkeiten.

So trainiere ich zumindest im Frühling in der LD Vorbereitung auch. Wenn mir aber diese harten Einheiten keinen Spass machen würden dann würde ich diesen Sport mit meinen Zielen nicht machen.
Und ich habe noch nie gemerkt, dass ich 'geistig' danach nicht leistungsfähig bin (mache Triathlon schon 11 Jahre als Leistungssport).

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 984689)
Sollte ich 2 Stunden intensives Schwimmtraining machen, wäre ich nicht geistig fit genug um meinen Job mit der Präzision und Konzentration zu machen, wie ich das will.

Das begreife ich wirklich nicht. Ich brauche Pause dazwischen um auch mal etwas für den Körper und nicht nur den Kopf zu machen (aber zwei Stunden bin ich noch nie geschwommen). Ich bin überzeugt dass ich ohne Sport weniger leistungsfähig im Jon wäre.

Zitat:

Zitat von Lui (Beitrag 984689)
Ich bewundere ja Leute, die mehr als 15 Stunden trainieren, einen Fulltime-Job machen und auch noch Familie haben. Keine Ahnung wie sie das machen.

Einfach gut planen :Lachen2:

Felix

la_gune 28.11.2013 11:58

Ich kann nur sagen, was (bei mir) NICHT taugt:

Bin derzeit Vertriebs-Ingenieur und somit quasi jede Woche mind 2-4 Tage unterwegs.
Dazu noch Nachwuchs (8Monate).

Wenn man dann noch ein bisschen was von der Family und Freunden haben will, dann muß man schon echt ehrgeizig (in Sachen Sport) und super geplant sein, damit man noch zu einem ordentlichen Trainingspensum kommt. Da ich weder großen Ehrgeiz habe, noch ein Planungsgenie bin, kommt der Sport derzeit ziemlich kurz. :(

topre 28.11.2013 12:00

Zitat:

Zitat von alpenfex (Beitrag 984809)
Und jetzt sollen wir dir gratulieren? Wenn ich das richtig lese, bist Du Single ohne Kinder. Da kann man wohl LOCKER 60h arbeiten und noch LOCKER 10h Sport unterbringen. Ich hätte es einfach mal probiert. Was verlierst Du dabei - wenn es nix ist, kannst Du was anderes machen. Wenn Du so gut bist, ist das doch kein Problem.

Mir muss niemand gratulieren, es ist allein meine Entscheidung und die entsprechende Findung war ein höchst komplexer Prozess mit vielen Variablen, die man hier nicht wirklich diskutieren kann. Man kann es auch anders formulieren - der Unterschied zwischen meinem aktuellen und dem angebotenen Job ist, dass ich aktuell 80% meiner Aufgaben gerne und mit Hingabe tue und 20% notwendige Pflicht sind. Im anderen Job wäre es umgedreht. Also sind mir Titel und Geld scheißegal!

Achja und was das Arbeiten von 60h+x und 10h Training angeht. Man kann das vielleicht - ich nicht. Habe ich vor einigen Jahren zum Glück festgestellt. Auch als Single ohne Kinder hat man ein Sozialleben und neben Triathlon noch andere Hobbies und Interessen. Das Leben ist zu bunt, um es allein mit Arbeit zu verschwenden!

Edit meint: Was die Ausführungen bzgl. 30-70h angeht, so gehe ich dann mal besser nicht näher drauf ein. Stichwort Verantwortung des Chefs bzgl. Einhaltung gesetzlicher Regelungen etc. pp.

Decke Pitter 28.11.2013 12:08

Zitat:

Zitat von topre (Beitrag 984857)
Mir muss niemand gratulieren, es ist allein meine Entscheidung und die entsprechende Findung war ein höchst komplexer Prozess mit vielen Variablen, die man hier nicht wirklich diskutieren kann. Man kann es auch anders formulieren - der Unterschied zwischen meinem aktuellen und dem angebotenen Job ist, dass ich aktuell 80% meiner Aufgaben gerne und mit Hingabe tue und 20% notwendige Pflicht sind. Im anderen Job wäre es umgedreht. Also sind mir Titel und Geld scheißegal!

Achja und was das Arbeiten von 60h+x und 10h Training angeht. Man kann das vielleicht - ich nicht. Habe ich vor einigen Jahren zum Glück festgestellt. Auch als Single ohne Kinder hat man ein Sozialleben und neben Triathlon noch andere Hobbies und Interessen. Das Leben ist zu bunt, um es allein mit Arbeit zu verschwenden!

Edit meint: Was die Ausführungen bzgl. 30-70h angeht, so gehe ich dann mal besser nicht näher drauf ein. Stichwort Verantwortung des Chefs bzgl. Einhaltung gesetzlicher Regelungen etc. pp.

Ciao topre,

aus meiner Sicht hast du zu 100 % geschnallt, worauf es im Leben ankommt.

:)

Cheers
Tom

Duafüxin 28.11.2013 12:17

Zitat:

Zitat von topre (Beitrag 984857)

Achja und was das Arbeiten von 60h+x und 10h Training angeht. Man kann das vielleicht - ich nicht. Habe ich vor einigen Jahren zum Glück festgestellt. Auch als Single ohne Kinder hat man ein Sozialleben und neben Triathlon noch andere Hobbies und Interessen. Das Leben ist zu bunt, um es allein mit Arbeit zu verschwenden!

Achja, wie recht Du hast. :Blumen:

schoppenhauer 28.11.2013 14:22

Zitat:

Zitat von alpenfex (Beitrag 984809)
Ich hätte es einfach mal probiert. Was verlierst Du dabei - wenn es nix ist, kannst Du was anderes machen.

Warum gibt's denn so viele überforderte, schwache 'Vorgesetzte'? Weil der Weg nach unten nicht vorgesehen und kaum möglich ist. Dann geht meistens nur der Komplett-Ausstieg.

Er hat alles richtig gemacht und ist ja noch jung! Wobei ich mir bei Letzterem nicht ganz sicher bin.

topre 28.11.2013 15:02

Zitat:

Zitat von schoppenhauer (Beitrag 984915)
Warum gibt's denn so viele überforderte, schwache 'Vorgesetzte'? Weil der Weg nach unten nicht vorgesehen und kaum möglich ist. Dann geht meistens nur der Komplett-Ausstieg.

Er hat alles richtig gemacht und ist ja noch jung! Wobei ich mir bei Letzterem nicht ganz sicher bin.

Ich mir auch nicht.... :Lachanfall: :Lachanfall: :Lachanfall: Werde 2014 40...

schoppenhauer 28.11.2013 15:08

Zitat:

Zitat von topre (Beitrag 984927)
Ich mir auch nicht.... :Lachanfall: :Lachanfall: :Lachanfall: Werde 2014 40...

Meine Mutter würde dich sicherlich mit 'Junger Mann' ansprechen.

Ingo77 28.11.2013 15:09

Zitat:

Zitat von schoppenhauer (Beitrag 984915)
Warum gibt's denn so viele überforderte, schwache 'Vorgesetzte'? Weil der Weg nach unten nicht vorgesehen und kaum möglich ist. Dann geht meistens nur der Komplett-Ausstieg.

Ich sag nur Peter-Prinzip:

http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip

Mirko 28.11.2013 15:16

Zitat:

Zitat von Ingo77 (Beitrag 984930)

Mist! Die Idee meiner Karriereplanlung ist ja schon bekannt! :Cheese:

alpenfex 29.11.2013 10:52

Zitat:

Zitat von schoppenhauer (Beitrag 984915)
Warum gibt's denn so viele überforderte, schwache 'Vorgesetzte'? Weil der Weg nach unten nicht vorgesehen und kaum möglich ist. Dann geht meistens nur der Komplett-Ausstieg..

Ingo77 hat das richtige Stichwort genannt: "Peter-Prinzip". Das ist, meiner Meinung nach, aber gar nicht so einfach, da viele Führungskräfte eben aufgrund fachlichem Know-How in die Rolle kommen. Schwierig wird es dann, wenn die Führungskraft wirklich führen soll und nicht "nur" der Oberverwalter oder der Oberverkäufer (für die Key Accounts bspw.) sein muss. Dann treten ganz andere Anforderungen auf.

Und warum haben die Leute so grosse Angst vor dem Ausstieg? Ist ja klar, dass man die gleiche Treppe nicht wieder so leicht runter kann - da sind die Stufen ja dann auch wieder besetzt. Wenn man was werden will, muss man auch mal was risikieren, das ist ja bei jedem Jobwechsel so.

@topre: wenn Du sagst, dass nur 20% der neuen Aufgabe das spassige ist, dann war der Entscheid sicher richtig, wobei ich mich dann frage, wie man auf die Idee kommt, Dir das anzubieten. Würde man dich kennen, würde man nicht auf die Idee kommen bzw. wäre die Frage eh rhetorisch. Oft werden Leute auch "berufen", weil es vermeintlich einfacher ist und billiger als extern zu suchen und man denkt, es ist ein kleineres Risiko.

MattF 29.11.2013 11:03

Zitat:

Zitat von alpenfex (Beitrag 985319)

@topre: wenn Du sagst, dass nur 20% der neuen Aufgabe das spassige ist, dann war der Entscheid sicher richtig, wobei ich mich dann frage, wie man auf die Idee kommt, Dir das anzubieten. Würde man dich kennen, würde man nicht auf die Idee kommen bzw. wäre die Frage eh rhetorisch. Oft werden Leute auch "berufen", weil es vermeintlich einfacher ist und billiger als extern zu suchen und man denkt, es ist ein kleineres Risiko.

Neben der Aufgabe reizt viele aber auch einfach das Image und das Geld. Da kann man sich mit drüber hinweg trösten, dass die eigentliche Aufgabe als Führungsperson dann gar nicht so dolle ist.


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