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sbechtel 21.10.2012 11:06

Echt schöner Schuh und sieht sehr schnell aus

loomster 21.10.2012 21:09

Zitat:

Zitat von niksfiadi (Beitrag 820570)
Jep und Jep! Exaktamente! Durch den geringeren Winkel in der Armbeuge hab ich auch weniger Rückenprobleme -verspannungen. Und das mit der Ferse ist ja auch der Grund, warum keiner der schnellen Läufer volle Ramme in die Ferse läuft. Vielleicht berührt die Schuhferse zuerst den Boden, aber der Impact kommt aufn Mittelfuss.



Bei mir als 86kg Läufer länger als die ganzen anderen Schuh' mit Funktionen. Weil die Funktionen werden immer als ersters hin. Beim Nike Air, dazumals, war nach 200km die Luftblase geplatzt. Nur so ein Beispiel. Meine inov-8 wechsle ich nach 2000km, weil ich mit der Zehe durchbohre. Sollte öfter schneiden :cool:

Hier meine neue Errungenschaft:
(und alle sind neidig, weil er nebenbei auch noch sooooo schön ist)

Danke, dann hält er bei mir ja 4 Jahre ;-) Das Material sieht nicht sonderlich robust aus, aber vielleicht trügt der Schein.

MeditationRunner 01.03.2013 13:51

Ich hol den Faden mal hoch.

Leide ja momentan an ITBS um mache daher nur sehr kurze Läufe, bis ca. 5km.
Diese nutze ich aber momentan, um verstärkt an meiner Lauftechnik zu feilen, d.h. ich mache viel Lauf ABC. Zusätzlich habe ich mir nun die Inov-8 Road-X 233 (sind die, die nik auf S.5 gepostet hat) gekauft. Heute das erste mal gelaufen, tolles Gefühl!

Jedoch habe ich etwas bedenken, dass ich mir so eventuell einen falschen Laufstil angewöhne. Ich achte bewusst auf eine richtige Ausführung bei den Lauf ABC Übungen (z.B. beim Knieheberlauf Rumpfstabilität halten, gerade, auf dem Vorfuß landen etc). Während dem normalen Joggen zwischen drin lass ich jedoch "einfach laufen" und achte nur darauf, möglichst gleichmäßig mit dem Fuß aufzukommen (also nicht im Fußgelenk abzuknicken o.Ä.).

Wrong?
Hat vielleicht jemand einen Link zu einem Artikel oder Video, in dem ausführlich erklärt wird, worauf es bei einem sauberen Mittelfußlaufstil ankommt?

Vielen Dank im Vorhinein!

arist17 01.03.2013 14:42

Zitat:

Zitat von MeditationRunner (Beitrag 877807)
I

Wrong?
Hat vielleicht jemand einen Link zu einem Artikel oder Video, in dem ausführlich erklärt wird, worauf es bei einem sauberen Mittelfußlaufstil ankommt?

Vielen Dank im Vorhinein!

http://www.triathlon-szene.de/forum/...atural+running

gibt schon einige Freds zum Thema, bestimmt auch ne Sendung.

HeinB 01.03.2013 15:07

Zitat:

Zitat von MeditationRunner (Beitrag 877807)
Jedoch habe ich etwas bedenken, dass ich mir so eventuell einen falschen Laufstil angewöhne. Ich achte bewusst auf eine richtige Ausführung bei den Lauf ABC Übungen (z.B. beim Knieheberlauf Rumpfstabilität halten, gerade, auf dem Vorfuß landen etc). Während dem normalen Joggen zwischen drin lass ich jedoch "einfach laufen" und achte nur darauf, möglichst gleichmäßig mit dem Fuß aufzukommen (also nicht im Fußgelenk abzuknicken o.Ä.).

Beim Lauf-ABC achtet man natürlich auf die richtige Bewegungsausführung. Beim normalen Laufen ist "einfach laufen" genau richtig, man soll am Besten überhaupt keinen Gedanken daran verschwenden, wie der Fuß aufsetzt - weil genau das zum falschen Aufsetzen führt! Das und viel mehr gibt es im Blog The Science Of Sport unter "Running Technique" nachzulesen.

MeditationRunner 01.03.2013 15:12

Cool, danke dir für den Linktip!

titansvente 02.03.2013 10:02

Ich bin gegenwärtig ebenfalls dabei meinen Laufstil umzustellen - umstellen zu müssen.
Als Indikation dienen mir orthopädische Verschleisserscheinungen :(
Bei der Umstellung vertraue ich auf Schuhe von Newton Running und ich kann konstatieren, dass die anfängliche Skepsis der Begeisterung gewichen ist :Blumen:
Ich blogge dazu auch immer mal wieder.

Die Sau der Umstellung des Laufstils wird ja immer wieder mal durch´s Dorf getrieben aber mittlerweile gelange auch ich zu dem Schluss, dass man durchaus in der Lage ist ne Menge aus sich herauszuholen, in dem man seine Lauftechnik optimiert :Huhu:

Wir Triathleten feilen so viel an unserer Technik.
Im Schwimmen absolvieren wir Technikprogramme, haben ein Arsenal an "Hilfs"mitteln am Beckenrand und unsere Räder lassen wir für viel Geld einstellen aber beim Laufen - meist Fehlanzeige :Nee:
Das Lauf-ABC wird in der Regel nur Halbherzig absolviert aber wer will das eigentlich nicht, effizienter laufen?

NBer 02.03.2013 10:09

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 878034)
.....Die Sau der Umstellung des Laufstils wird ja immer wieder mal durch´s Dorf getrieben aber mittlerweile gelange auch ich zu dem Schluss, dass man durchaus in der Lage ist ne Menge aus sich herauszuholen, in dem man seine Lauftechnik optimiert :Huhu:.....

könntest du das auch schon mal mit zahlen unterlegen?

titansvente 02.03.2013 10:17

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 878035)
könntest du das auch schon mal mit zahlen unterlegen?

Zahlen :confused:

3-rad 02.03.2013 11:55

Ich kenne so ein knappes Dutzend Leute die so was versucht haben.
2/3 haben nun Probleme mit der Achillessehne.

Imho läuft man automatisch mehr oder weniger Mittelfuß, wenn das Tempo passt.
Aber um jeden Preis bei jedem Tempo und immer ist glaube ich der falsche Weg.

NBer 02.03.2013 12:07

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 878038)
Zahlen :confused:

wenn du sagst, dass du durch die umstellung eine menge rausholen konntest, dachte ich, dass du das vielleicht mit zb verbesserten laufzeiten untermauern kannst.

NBer 02.03.2013 12:09

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 878055)
Ich kenne so ein knappes Dutzend Leute die so was versucht haben.
2/3 haben nun Probleme mit der Achillessehne....

das ist so. nur schreibt das natürlich keiner in ein forum. weswegen oft der eindruck ensteht die umstellung ist einfach und bringt nur vorteile, weil es nur die handvoll leute posten, bei denen es funktioniert. wobei man dann bei denen eben auch selten leute findet, wo eine substantielle laufzeitenverbesserung a) überhaupt festzustellen ist und b) deutlich auf die laufumstellung zurückzuführen ist, und nicht einfach nur durch das angehäufte training.

HeinB 02.03.2013 12:18

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 878055)
Imho läuft man automatisch mehr oder weniger Mittelfuß, wenn das Tempo passt.

Das ist auch die wissenschaftliche Sicht der Dinge, in dem von mir oben verlinkten Blog. Speziell dieser Artikel arbeitet das raus. Basis ist eine Studie aus 2007, durchgeführt in 2004 bei einem Halbmarathon in Japan. Dort wurden die Läufer bei km 15 mit einer high-speed Kamera gefilmt. Die ersten 50 kamen mit einer Durchschnittspace von 3:03 durch, die zweiten 50 mit 3:10. In der schnelleren Gruppe waren deutlich mehr über den Mittelfuß aufgekommen als in der langsameren Gruppe. (Die Mehrzahl der Läufer kam übrigens mit der Ferse zuerst auf!).

titansvente 02.03.2013 12:57

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 878056)
wenn du sagst, dass du durch die umstellung eine menge rausholen konntest(...)

Habe ich doch gar nicht nicht geschrieben :Nee:

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 878056)
(...) dachte ich, dass du das vielleicht mit zb verbesserten laufzeiten untermauern kannst.

kann ich nicht und das ist auch überhaupt nicht meine Intention. :Huhu:
Wenn ich mir den Triathlonsport noch ein paar Jahr erhalten will, dann bin ich quasi dazu gezwungen meinen Laufstil so zu verändern, dass ich gelenkschonender laufe.
Wenn aber dadurch auch noch schnellere Laufzeiten realisieren kann, dann nehme ich das natürlich gerne so mit :Cheese:

NBer 02.03.2013 16:03

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 878071)
Habe ich doch gar nicht nicht geschrieben :Nee:.......


du hast geschrieben ".....gelange auch ich zu dem Schluss, dass man durchaus in der Lage ist ne Menge aus sich herauszuholen, in dem man seine Lauftechnik optimiert....". und ich frage halt, worauf sich dieser schluss begründet. oder ob es nur so ein gefühl ist.

titansvente 02.03.2013 17:39

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 878101)
du hast geschrieben ".....gelange auch ich zu dem Schluss, dass man durchaus in der Lage ist ne Menge aus sich herauszuholen, in dem man seine Lauftechnik optimiert....". und ich frage halt, worauf sich dieser schluss begründet. oder ob es nur so ein gefühl ist.

Siehe oben.
Ich würde sagen, es ist eine Mischung aus einem positiven Gefühl und der Hoffnung, dass ich mir durch die sukzessive Veränderung den Sport erhalten kann.

Rückblickend auf meine Laufanfänge würde ich behaupten, dass ich meine Lauftechnik sogar schon ein Stück weit optimiert habe.
Früher wer ich richtiger Hackenklatscher.
Ich hoffe, dass mir die Newtons nun wieder ein Stück in Richtung Mittelfuss bringen...
Der Beginn war jedenfalls positiv.

MeditationRunner 12.03.2013 19:58

Ist es normal, dass man bei einem Vor- oder Mittelfußlauf von der Außenkannte des Fußes kommend aufsetzt?
Von oben sieht das immer (überspitzt formuliert) ein bisschen so aus, als ob ich meinen Fuß anhand der Langsachse nach innen rotiere.

... oder sollen Ballen und Außenkante gleichzeitig aufkommen?

Faser 12.03.2013 21:36

Mit der Umstellung habe ich auch bis jetzt große Erfolge erzielt. Meine über ein Jahr anhaltenden chronischen Probleme im rechten Fuß sind dadurch ausgeheilt, da ich die Belastung fast zu 100 % aus der Stelle bekommen habe. Mein Problem war die, durch eine Fehlstellung in der Hüfte, vor allem im rechten Fuß extrem starke und "schiefe" Pronation beim Abrollen.
Geholfen haben mir bzw. helfen mir regelmäßiges Lauf ABC, natürlich Konzentration auf den Fußaufsatz bzw. gesaten Laufstil beim Laufen und vor allem das Laufen über die Schrittfrequenz. Am Anfang bin ich oft mit Metronom gelaufen und hab den Takt auf 170 gestellt und jede Woche um einen Schlag gesteigert. Optimal soll ja eine Frequenz um 180 sein, auch bei langsamen Lauftempo. Dadurch kann man gar nicht mehr mit der Ferse aufkommen. Früher oder später kann man dann auf das Metronom verzichten, weil mans im Gefühl hat.

Aufpassen muss man halt, wie schon oft angesprochen, auf seine Waden. Am Anfang nur sehr geringe Umfänge machen und vllt. bei längeren Läufen nicht so extrem auf dem Mittel- bzw. Vorfuß laufen. Viel mir nicht so schwer, weil ich aufgrund der Verletzungen sowieso von niedrigeren Umfängen ausgegangen bin. Bei 50km oder mehr im Schnitt pro Woche könnte das am Anfang aber sicher ein Problem werden
Über die Schuhwahl ist ja schon alles gesagt.

phoenix84 12.03.2013 21:42

Zitat:

Zitat von MeditationRunner (Beitrag 881794)
Ist es normal, dass man bei einem Vor- oder Mittelfußlauf von der Außenkannte des Fußes kommend aufsetzt?
Von oben sieht das immer (überspitzt formuliert) ein bisschen so aus, als ob ich meinen Fuß anhand der Langsachse nach innen rotiere.

... oder sollen Ballen und Außenkante gleichzeitig aufkommen?


https://www.youtube.com/watch?v=MaOQpCZgSME

bei den beiden scheint es so zu sein ...

Goldie 13.03.2013 10:02

Zitat:

Zitat von phoenix84 (Beitrag 881828)
https://www.youtube.com/watch?v=MaOQpCZgSME

bei den beiden scheint es so zu sein ...

Ja, aber beim Weissen sieht man, dass er im Ansatz einen "Katzengang" hat. Er setzt die Füße fast auf einer Linie auf, und schlenkert sie umeinander. Das deutet auf einen zu schwach ausgebildeten Halteapparat hin und führt zum übertriebenen Aufsetzen auf dem Aussenrist.

@ Meditationrunner:
Ein wenig früher aussen aufsetzen ist normal, aber zu ausgeprägt ist nicht gesund und Indiz für falsche Hüfthaltung - gekippt statt aufgerichtet - und schwache Rumpfmuskulatur.
Wer die Hüfte richtig hält, setzt automatisch die Füße weiter auseinander auf, und überlastet dann auch nicht den Aussenrist.

MeditationRunner 13.03.2013 10:24

Danke für die Antworten!
"Wie weit auseinander" ist ja ne andere Baustelle als "mit welchem Teil des Fußes" ich aufsetze. Bzgl. letzterem habe ich (subjektiv) keine Probleme - auf jeden Fall ist es nicht so krass wie bei dem im Video.

HeinB 13.03.2013 10:29

Zitat:

Zitat von MeditationRunner (Beitrag 881794)
Ist es normal, dass man bei einem Vor- oder Mittelfußlauf von der Außenkannte des Fußes kommend aufsetzt?

Man soll beim Laufen nicht nach unten sehen, und sich allgemein keine Gedanken darüber machen wie der Fuß aufsetzt. Genau das macht den Fußeinsatz nämlich falsch.

Zitat:

Zitat von Goldie (Beitrag 881960)
Ja, aber beim Weissen sieht man, dass er im Ansatz einen "Katzengang" hat. Er setzt die Füße fast auf einer Linie auf, und schlenkert sie umeinander. Das deutet auf einen zu schwach ausgebildeten Halteapparat hin und führt zum übertriebenen Aufsetzen auf dem Aussenrist.

Der "Weisse" läuft 26:48 auf 10.000m. Bist du wirklich kompetent, seinen Laufstil zu kritisieren?

anneliese 13.03.2013 10:34

Außen aufsetzen und nach "innen knicken bzw aufsetzen" ist ein Teil der körpereigenen Dämpfung.

Mal sehen was ihr zu diesem Video sagt:
http://www.youtube.com/watch?v=tJWPwVF30yo

Goldie 13.03.2013 10:46

Zitat:

Zitat von HeinB (Beitrag 881979)
Der "Weisse" läuft 26:48 auf 10.000m. Bist du wirklich kompetent, seinen Laufstil zu kritisieren?

Will ich garnicht. Ohne ihn zu kennen sieht man sofort, dass er extrem gut trainiert ist. Und es ist eine Augenweide, ihm zuzusehen.

Dennoch stehe ich zu dem was ich geschrieben habe: Wenn ein vergleichsweise schlecht trainierter 96 Kilo schwerer "nasser Sack" wie ich so läuft wie er, hat das auf Dauer sehr wohl Auswirkungen.

Zitat:

Zitat von HeinB (Beitrag 881979)
Man soll beim Laufen nicht nach unten sehen, und sich allgemein keine Gedanken darüber machen wie der Fuß aufsetzt. Genau das macht den Fußeinsatz nämlich falsch.

So hat im Mittelalter die Kirche argumentiert :Lachen2:
Die Einschätzung ist ok, solange alles funktioniert. Wenn man aber z.B. Mittelfußlauf neu lernt und / oder Probleme hat, bleibt einem garnichts anderes übrig, als zu verstehen, wie und warum.

MattF 13.03.2013 11:13

Zitat:

Zitat von Goldie (Beitrag 881994)
Will ich garnicht. Ohne ihn zu kennen sieht man sofort, dass er extrem gut trainiert ist. Und es ist eine Augenweide, ihm zuzusehen.

Dennoch stehe ich zu dem was ich geschrieben habe: Wenn ein vergleichsweise schlecht trainierter 96 Kilo schwerer "nasser Sack" wie ich so läuft wie er, hat das auf Dauer sehr wohl Auswirkungen.


So hat im Mittelalter die Kirche argumentiert :Lachen2:
Die Einschätzung ist ok, solange alles funktioniert. Wenn man aber z.B. Mittelfußlauf neu lernt und / oder Probleme hat, bleibt einem garnichts anderes übrig, als zu verstehen, wie und warum.

Ich bin da auch äußerst skeptisch ob man sich eine Laufstil antrainieren kann.

Bzw. wenn ich 20kg Übergewicht habe und nicht gut trainiert bin, kann ich keinen guten Laufstil bringen.

Nach meiner Erfahrung die natürlich nicht wissenschaftlich ist, verändert sich der Laufstil allein durch das Tun (Trainieren).

Wenn man schneller, besser, leichter wird, stellt sich der Laufstil automatisch um. Das hat Arne im übrigen auch mal in einem Beitrag gesagt und es deckt sich mit meiner Erfahrung.

(Ich glaub in: "Warum schön laufen langsam macht.")

MfG
Matthias

Goldie 13.03.2013 11:22

:Lachanfall: Nur weil ich 96 Kilo wiege, habe ich noch lange keine 20 Kilo Übergewicht!

Ich glaube auch, dass schnelleres Laufen von alleine zu einem besseren Laufstil führt.
Ich glaube auch NICHT, dass man sich seinen Laufstil frei aussuchen kann.
Was ich aber glaube ist, dass man durch Beobachtung und Verstehen seines Laufstils Trainingsmängel und -defizite aufdecken kann :Huhu:

MattF 13.03.2013 11:37

Zitat:

Zitat von Goldie (Beitrag 882006)
Was ich aber glaube ist, dass man durch Beobachtung und Verstehen seines Laufstils Trainingsmängel und -defizite aufdecken kann :Huhu:

In dem Sinne, dass man dann z.b. spezielles Krafttraining macht ja, das mag stimmen.

Pippi 13.03.2013 18:30

Habe auch mehr Richtung Mittelfuss umgestellt.

Zwei einfache Tricks helfen dabei.

-Wenn man den Schuh auf dem Boden aufsetzt, soll man das Gefühl haben, dass das meiste Gewicht auf dem vorderen Teil ist.

-Arm anwickeln (ca 90° oder kleiner)
Das heisst testen:
-wenn der Winkel grösser ist, merkt man, dass man mehr auf der Ferse läuft.
Foto oder Video helfen dabei, so sieht man es auch selber.

phoenix84 13.03.2013 19:21

Zitat:

Zitat von Goldie (Beitrag 881994)
Will ich garnicht. Ohne ihn zu kennen sieht man sofort, dass er extrem gut trainiert ist. Und es ist eine Augenweide, ihm zuzusehen.

Du kennst Galen Rupp nicht???
Was ist denn da los???:Cheese:
Dann schiebe ich noch das hinterher :cool:
https://www.youtube.com/watch?v=9-gOCOu_KGU

Also, ich hab vor ca 6 Jahren umgestellt ... durch den Basketballsport und heel-striking hatte ich ein Patella- Spitzensyndrom ...
Nach schrittweiser Umstellung hatte ich damit nie wieder Probleme...
Einer der wenigen, wissenschaftlich nachgewiesenen Dinge am Mittelfußlauf ist, dass dadurch Druck von der Knievordersteite genommen wird ... mit steigendem Druck auf Wade und Achillessehne.

Aber wie bei allem ist, meiner Meinung nach, die Zeit, die man dieser Umstellung gewährt ein wichtiger Faktor.
Man kann nicht erwarten, dass man einen jahrelange Bewegungsrythmus umstellt und der Körper sich sofort anpasst. Sehen und Bänder benötigen bei so einer Anpassung mehrere Monate.

MeditationRunner 13.03.2013 20:43

Man liest ja oft, dass der Vorfußlauf eine gewisse Grundgeschwindigkeit voraussetzt. Ist das beim Mittelfußlaufen ähnlich? Oder - anders gefragt - lauft ihr auch Eure REKOM Einheiten Mittelfuß?

Ich finde es immernoch etwas schwer abzugrenzen, ob ich nun Vor- oder Mittelfuß laufe :-\ Auch beim Mittelfußlauf setze ich doch quasi beginnend mit dem Vorfuß auf und senke dann den gesamten Fuß ab, um wieder nur mit dem Vorfuß abzustoßen, oder? Beim reinen Vorfußlauf entfällt das Absenken des Fußes dann.

@HeinB - ich denke auch nicht, ich laufe. Trotzdem hilft es meiner Ansicht nach, eine gewisse Bewegungsvorstellung im Kopf zu haben.

~anna~ 13.03.2013 21:27

Zitat:

Zitat von MeditationRunner (Beitrag 882197)
Man liest ja oft, dass der Vorfußlauf eine gewisse Grundgeschwindigkeit voraussetzt. Ist das beim Mittelfußlaufen ähnlich? Oder - anders gefragt - lauft ihr auch Eure REKOM Einheiten Mittelfuß?


Mir kommt sogar vor, dass ich bei lockerem bis zügigem Tempo eher Mittelfuß laufe, und dann bei wirklich hartem Tempo zu "springen" beginne -- großer Schritt und Fersenlauf (zumindest ein paar Wettkampfbildern nach zu urteilen...). Liegt wohl u.a. daran, dass ich schnelles Tempo im Training fast nie laufe - zumindest bis jetzt - und daher gerade dort ineffizient werde...

Goldie 14.03.2013 09:50

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 882214)
Mir kommt sogar vor, dass ich bei lockerem bis zügigem Tempo eher Mittelfuß laufe, und dann bei wirklich hartem Tempo zu "springen" beginne -- großer Schritt und Fersenlauf (zumindest ein paar Wettkampfbildern nach zu urteilen...).

Im dem Film den Anneliese verlinkt hat sieht man ganz gut, dass bei hohem Tempo der Fuß nicht auf der Hacke aufsetzt, obwohl das vordere Bein bis in den rechten Winkel gehoben wird, weil der ganze Körper in Vorlage ist.

Aerml 14.03.2013 11:48

Zitat:

Zitat von MeditationRunner (Beitrag 882197)
Ich finde es immernoch etwas schwer abzugrenzen, ob ich nun Vor- oder Mittelfuß laufe :-\ Auch beim Mittelfußlauf setze ich doch quasi beginnend mit dem Vorfuß auf und senke dann den gesamten Fuß ab, um wieder nur mit dem Vorfuß abzustoßen, oder?

So in etwa liest sich dein Verständnis vom Mittelfußlauf in der Theorie doch ganz gut.
So jedenfalls hab ichs auch verstanden ;)

Hab dann erst den VF praktiziert (nach monatelangem Lauf-ABC & den Marquardt-Übungen), Achillessehnen- (bzw. Schleimbeutel-) Probleme waren einhergehend.

Deshalb dann die Umstellung auf Mittelfuss - null Probleme mehr mittlerweile beim Laufen *freu* Allerdings hab ich auch des Glück, ned sooo viel Körpermasse mitzubringen bei 64-68kg.

Das Ding mit der Geschwindigkeit: Kann nur aus persönlicher Erfahrung sprechen, aber das hat dann nix damit zu tun, ob du 5:30 oder 3:30 läufst, wenn du den Laufstil "sauber" intus hast, geht das auch im GA-Tempo ordentlich.

MeditationRunner 14.03.2013 13:13

Nö, schwer bin ich auch nicht. Ich tippe mal derzeit so um die 70kg auf 187cm...

Aerml 14.03.2013 13:53

Zitat:

Zitat von MeditationRunner (Beitrag 882408)
Nö, schwer bin ich auch nicht. Ich tippe mal derzeit so um die 70kg auf 187cm...

Dann hast ja schon mal sehr geile Voraussetzungen, ums mal so zu sagen :Blumen:

kawajaschi 14.03.2013 16:52

Ich befinde mich auch gerade in der Umstellungsphase zum Mittelfußlauf. Vor ca. 4 Wochen habe ich mit den ersten Fußkräftigungsübungen begonnen und bin mit den Nike-Free 3.0 erste vorsichtige Läufe begonnen. Nach nun ungefähr 8-10 Laufeinheiten klappt es jetzt ganz gut. Der anfangs recht fiese Muskelkater hat sich verabschiedet. Die kleine 5-Kilometer-Hausrunde klappt schon ganz gut, vielleicht schneller als erwartet.

Probleme habe ich bisher (mit Ausnahme des fast verschwundenen Muskelkaters in der unteren Wade) nicht, insbesondere spüre ich die Entlastung des Knies deutlich.

Ich versuche hinsichtlich der Achilllessehne gut in mich rein zu hören, damit ich einen Gang zurückschalten kann, wenn ich Beschwerden verspüre. Aber bisher bin ich noch begeistert, dass die Umstellung gut zu laufen scheint und hoffentlich verletzungsfrei klappt. Ich achte aber auch sehr darauf, dass ich
* genau mit dem Mittelfuß und nicht mit dem Vorfuß aufsetze,
* ich den Fuß möglichst nah unterm Körperschwerpunkt aufsetze und beim Abdrücken die Hüfte möglichst gut strecke.

Solange mir nichts weh tut, mache ich erst mal weiter. Auch wenn viele Probleme haben bzw. bekommen muss es bei uns ja nicht auch so sein. Probier es doch auch einfach mal aus.

VG

~anna~ 14.03.2013 23:00

Zitat:

Zitat von Goldie (Beitrag 881960)
Ja, aber beim Weissen sieht man, dass er im Ansatz einen "Katzengang" hat. Er setzt die Füße fast auf einer Linie auf, und schlenkert sie umeinander.

Das ist doch eigentlich der natürliche "gute" Stil: Füße kommen unter dem Körperschwerpunkt auf, welcher sich auf einer Linie vorwärts bewegt.

Goldie 15.03.2013 07:17

Zitat:

Zitat von ~anna~ (Beitrag 882631)
Das ist doch eigentlich der natürliche "gute" Stil: Füße kommen unter dem Körperschwerpunkt auf, welcher sich auf einer Linie vorwärts bewegt.

Die Kurve die das Bein beschreibt ist ein Zusatzweg der gegen die Vorwärtsbewegung verläuft, also kann das nicht "natürlich" sein. Auf dem Laufsteg mag das gut funktionieren und sieht auch noch gut aus.
Das Hüftkippen (vulgo Arschwackeln ;) ), das auf dem Laufsteg das Ziel ist, ist beim Laufen zudem Garant für Kreuz- und Knieprobleme, wenn man kein Federgewicht ist.
Allgemein ist Instabilität keine gute Voraussetzung fürs Laufen, und Katzengang ist zugleich Folge und Ursache von verschiedenen Instabilitäten.

~anna~ 15.03.2013 10:07

Zitat:

Zitat von Goldie (Beitrag 882660)
Die Kurve die das Bein beschreibt ist ein Zusatzweg der gegen die Vorwärtsbewegung verläuft, also kann das nicht "natürlich" sein. Auf dem Laufsteg mag das gut funktionieren und sieht auch noch gut aus.
Das Hüftkippen (vulgo Arschwackeln ;) ), das auf dem Laufsteg das Ziel ist, ist beim Laufen zudem Garant für Kreuz- und Knieprobleme, wenn man kein Federgewicht ist.
Allgemein ist Instabilität keine gute Voraussetzung fürs Laufen, und Katzengang ist zugleich Folge und Ursache von verschiedenen Instabilitäten.

Verstehe die Argumentation nicht recht - aber egal :Blumen: Instabilität käme mMn eher zustande, wenn das Bein neben dem Körperschwerpunkt seitlich versetzt landet...

Goldie 15.03.2013 12:12

Ja, so eine Instabilität kommt tatsächlich zustande - stehen kann man so nicht. In diesem Sinne ist Laufen aber Insgesamt ein instabiler Zustand, nämlich ein wiederkehrendes nach vorne Kippen, das vom anderen Bein aufgefangen wird, um das Umfallen zu verhindern. Wenn man laufen lernen wollte, indem man drüber nachdenkt, würd's nicht gehen :)

Und in der Tat ist das Verlagern des Schwerpunkts unter den Körper eine natürliche Hilfsreaktion des Körpers, wenn er zu schwach ist, die Dysbalance bis zum nächsten Schritt "auszuhalten".
Die Hilfreaktion geht zu Lasten der beteiligten Gelenke.

Beinstrecker und Beuger, Adduktoren und Abduktoren und die Bauchmuskulatur müssen stark genug sein. Wenn der Bauch schwach ist, kippt die Hüfte nach vorne unten. Wenn die Abduktoren zu schwach sind, kann das Gewicht des Oberkörpers nicht getragen werden, und sie kippt zur Seite. Das passiert zwar so oder so, aber es ist ein großer Unterschied, ob die Kippbewegungen von Muskeln kontrolliert und abgefedert werden, oder ob jeder Stoß voll durchschlägt.


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