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Es sollte hier nur verdeutlichen, wo das Problem im Schwimmsport steckt ! Wenn Du nicht in der Großstadt wohnst haste Pech. Inzwischen werden immer mehr Schwimmbäder geschlossen oder zu "Spaßbädern" umgebaut. Wo willste da noch trainieren? Kaderstützpunkte sind für viele unerreichbar. Förderung durch den Verein oder durch Sponsoren: Fehlanzeige. Schwimmen kostet den Verein nur Geld und bringt nix ein. :( |
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Gruß |
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A propos Infrastruktur: hier im Thurgau/CH hat fast jedes grössere Dorf ein Hallenbad und im Sommer ein 50m Becken und die Medaillen bei Olympia waren jetzt auch eher übersichtlich. Ich habe aber noch keine Diskussion im deutschen Stil erlebt. Da wird eher ein schweizer Rekord von Meichtry gefeiert, auch wenn es nicht mal fürs Semifinal reicht. |
habe selbst zwei Töchter , große bereits eine Lehre beendet geht nun weiter auf die Schule , bzw. versucht dies.
der Nachzügler hat am Dienstag die Grundschule verlassen. Sie war die vergangenen 2 Jahre in einer gebunden Ganztagsschule. Ich wüßte nicht wann da noch Zeit für einen Leistungorientierten Sport gewesen wäre. um 15:45 von der Schule geommen 1std Freizeit und dann lernen für die nächste Probe. Um 20uhr ab ins Bett. wüßte nicht warum ich als Vater meine Kinder zum Leistungsport animieren sollte, mit Sport Geld verdienen das zum Leben reicht ?? auch nach der Aktiven Zeit ?? In Deutschland wird der Profisport langsam zu ende gehen. Bis auf das komische Ballgeschubse wird noch bleiben. mein Schlußwort zu denen die Kinder in den Leistungssport bringen oder drillen. wollen es die Kinder oder die Eltern ??? |
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Große Vereine oder reine Schwimmvereine machen das. Ich kenne genug Gegenbeispiele... ;) Natürlich ist es etwas pauschal und vielleicht auch etwas überzogen. Aber ohne etwas schwarz/weiß kommt es doch oft gar nicht rüber, wo das Problem ist. Sicher kommen jetzt auch andere und sagen: Aber bei uns beim xxx-Sport ist es ganz genau so oder noch viiiiiel schlimmer. Klar, streite ich gar nicht ab. Hier ging es aber im die Leistung der Deutschen Schwimmer und warum da keine Motivation da ist. Ach ja, Thema Motivation: Prämie für Gold in Deutschland: 15.000€ Prämie für Gold in den USA: xxx.xxx€ (sechsstellig!) Prämie für Gold in Außenseiter-Staten: Bis zu 500.000€ !!! Geld ist nicht alles, aber für einen, wie soll ich es nennen, Vollzeit-Amateur sicher ein gewisser Anreiz... |
Ich habe auch die Schwimmwettbewerbe mit Begeisterung verfolgt und mit Fassungslosigkeit den Auftritt der deutschen Schwimmer. Bis auf wenige Ausnahmen (z.B. Helge Meeuw) hatte ich den Eindruck, die werden zur Teilnahme gezwungen. Kein Teamgeist (man muß ja nicht gerade so ein Video wie die Amis drehen, obwohl ich das schon klasse finde), kein Stück Begeisterung, nix. DAS finde ich bemerkenswert. Ich bin mir sicher, daß die deutsche Schwimmer von ihren physischen Werten sicher top sind, aber ihre psychische Form ist eine Katastrophe. Und dann kommt auch nix an Leistung raus.
Was mir an anderen Nationen immer wieder auffällt, die haben beinharte Trials, aber die Leute begreifen sich nicht als Konkurrenten, die man bekämpft, sondern das sie erst eine wirklich gute Leistung herausfordern. Das wird anerkannt und nicht als negativ verbucht und rumgeheult wie es bei den deutschen Sportlern häufiger vorkommt. Auffällig ist auch, daß die Sportler, die aus dem deutschen Sportsystem herausgehen (ob freiweillig oder nicht, ist egal) bringen bessere Leistungen und vor allem, die kommen ganz anders rüber. Siehe z.B. Pascal Behrenbruch |
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Die Nationen waren doch früher aller hinter uns. Selbst Südafrika oder Ungarn sind deutlich besser als wir! Gruß |
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Lies' mal das ganze Thema - die deutschen Schwimmer sind ja bei Olympia, also ist es ihnen nicht zu wenig. Aber sie bekommen von allen möglichen Leuten Haue, solchen, die selbst sich über Wasser halten können (FvA) und auch genügend anderen, darum geht es.... |
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Was zählt ist nun mal Geld. Die müssen doch so viel trainieren das sie in jungen Jahren kaum einen Vollzeitjob ausüben können. Genau das ist der springende Punkt um den es geht. Für einen Olympiasieg im Schwimmen 15000€ ist doch total lächerlich. Für diese jahrelange Schinderei?? Niemals werden sich vieleEltern sagen und ihre Kinder lieber was anderes machen lassen. Deshalb holen wir auch nichts weil kein Athlet auch nach der aktiven zeit davon leben kann, der Anreiz fehlt total. Unsere Fußballherren haben für das Halbfinale 150000 bekommen, nur mal zum Vergleich. Was verdient denn ein Roger Federer oder Schweinsteiger?? Frag doch mal die amerik. Schwimmer was die verdienen? Wenn ich so was höre olymp. Gedanke:Nee: :Nee: |
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Japan hat mehr Medaillen als Deutschland abgeräumt(ok, die DDR mal ausgeschlossen). Ungarn hat auch mehr Medaillen als die BRD abgeräumt. |
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Was soll diese ganze Schinderei für die paar Kröten wenn ich mir doch nach meiner aktiven Zeit noch eine neue Einkommensquelle suchen muss. Und in der Regel ist bei denen ja schon mit 30 Schluß, dann haste noch 37 Jahre bis zur Rente falls sie welche bekommen. Für einen Olympiasieg 15000€ ist für völlig mich unverständlich, dachte mich haut es vom Stuhl als ich das las. |
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Wie gesagt, das wussten Sie vorher, dass die Wahrscheinlichkeit, mit dem Sport reich zu werden, eher übersichtlich ist. Wenn man Ihnen 1 Mio als Siegprämie versprochen hätte: hätten Sie dann doppelt so viel trainiert? Deiner Logik nach sind unsere Olympioniken ganz schön dämlich. Sie plagen sich Jahre und Jahrzehnte und trainieren nur halbe Kraft, weil Ihnen der finanzielle Anreiz fehlt, wohlwissend, dass man in einem 0815 Job mehr finanzielle Sicherheit hat? Am Ende macht es Ihnen auch keinen Spass, gell. Super Logik. |
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Der Anreiz fehlt und das geht nur über den Sieg und den damit verbundenen Prämien. Es geht nur um das Geld nichts anderes! |
Als jugendlicher Sportler träumt man sicher primär von olympischem Gold. In den Gedanken kommt Geld verdienen doch noch gar nicht vor.
Aber irgendwann ist man 17,18, 20 Jahre alt und macht sich nach dem Abitur und/oder abgeschlossener Lehre Gedanken über die eigene finanzielle und berufliche Zukunft und dann kann das olympische Gold plötzlich ganz weit weg sein.... Ich denke da ziehen viele den Abschied vom Profisport vor, anstatt sich den A**** aufzureissen, um, wenn es dumm läuft, nach Verletzungspech niemals überhaupt nur in die Nähe einer Goldmedaille zu kommen. Einstatz für Ruhm, Ehre und Vaterland ist ja schön und gut, zahlt aber auch keinem Ex-Sportler die MIete oder das tägliche Brot. |
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Ich wute nicht wie ich es am besten ausdrücken sollte- du hast es auf den Punkt getroffen. Ruhm und Ehre sollte sich in Geld ausdrücken, und bei einem Olysieg sollte das nicht wenig sein.Das tut es aber bei uns nicht ! |
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Mit Ruhm und Ehre kann ich meine Rechnungen nicht bezahlen. |
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Diese "Studien" haben warscheinlich auch Leute gemacht die"ausreichend" verdienen. Denen geht so was leicht aufs Papier. |
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Ich muss ja nur ins Schwimmbad gehen um zu sehen welchen Stellenwert Schwimmen in Deutschland hat. In anderen Ländern, wo ich gelebt habe(unter anderem die USA), werden Bahnen für Schwimmer unterteilt, wogegen hier keinerlei Struktur herrscht und die Mehrheit der Schwimmbadbesucher mit diesem Horror-Bruststil unterwegs ist und es gibt keine Bahnen...wtf?? Es wird Sportschwimmern nicht gerade einfach gemacht den Sport auszuüben. In den USA, GB und sonst wo haben auch viele Fitness-Studios Schwimmbäder. Ich fand das so erfrischend in anderen Ländern endlich richtig trainieren zu können. Wenn Kinder in einem Land(Deutschland) aufwachsen, wo in Schwimmbädern auf Schwimmsport keinen Wert gelegt wird, suchen sie sich halt ne andere Sportart. Ok, ob DAS jetzt konkret der Grund ist, kann ich nicht sagen, aber es würde mich nicht wundern. Lieber SPASSbad statt SCHWIMMbad.:Weinen: |
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Es kommt noch schlimmer, was glaubst du wie viele in D gar nicht schwimmen können, vom Kind bis zum Kreis. |
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Mich würde interessieren, wie viele der Olympioniken tatsächlich vom Sport leben können. Ich schätze, keine 10% aktuell und im Hinblick auf das Alter keine 5%. Am Ende entscheidet eben das öffentlich Interesse über die Geldquellen und dass da Schwimmen weit weit hinten liegt, sollte keinen überraschen. Wen interessiert schwimmen schon ausserhalb von WM und Olympia als Zuschauer? Ach ja, und "Greis" schreibt man in dem Fall mit "G"...und die Studienersteller kenne ich teilweise persönlich, die sind eher auf der weniger wohlhabenden Seite. Wieso lesen sich Deine Beiträge eigentlich oft so frustriert - reicht Dir Deine Kohle nicht? Dann mecker nicht, sondern mach was! |
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In meinen Beiträgen rumzuschnüffeln ist das letzte! Noch viel armseeliger! |
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Wenn es abgetrennte Schwimmbahnen gäbe, würden insgesamt mehr Leute zum Schwimmen gehen und es gäbe mehr Nachwuchs. Das ist jetzt nur meine laienhafte Theorie basierend auf meine Beobachtung in Schwimmbädern in ca. 4-5 Ländern in denen ich trainert habe. In London, wo die Bahnen abgetrennt werden, sah ich beim Schwimmen immer wie auf einer Bahn Kinder Schwimmunterricht bekamen(außerhalb von Vereinstraining). |
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Ähnlich wie es in Afrika bei den Läufern sein soll (habe ich gerüchteweise gehört...). Gegenfrage: Du würdest 10 Jahre nix anderes als Sport machen nur für einen feuchten Händedruck und eine Goldmedallie und Dich von maximal(!) 1500,-€ Sportförderung (von denen Du so ziemlich alles was Du für den Sport extra brauchst auch bezahlen musst) über Wasser halten wollen und mit Mitte 30 dann ohne Ausbildung da stehen wollen ? Na dann viel Spaß... ;) Ich finde das eine für junge Menschen nicht gerade attraktive Perspektive. :Nee: Viele US-Sportler studieren mit Stipendien an Universitäten oder sind dort angestellt. Dadurch haben sie optimale Trainingsbedingungen, ähnlich unseren Wintersportlern die als Berufssoldaten engagiert sind. Sowas gibt es aber speziell für die Schwimmer nicht. Von Marco di Carli weiß ich, dass er bei der Polizei ist und neben seinem Training im letzten Jahr noch seine Ausbildung zum "Komissar" machen musste. Zwar bekommt er von seinem Arbeitgeber frei für Wettkämpfe und Trainingslager, aber er muß halt auch zur Arbeit gehen und nicht neben dem Sport noch ein wenig so tun als ob. Und wo hier die DDR aufgeführt wurde: Die haben gezielt nach Talenten gesucht. Aktiv, teilweise schon im Kindergarten. Und nur wer tauglich war hatte überhaupt eine Chance ins Kader zu kommen. In China wird es nicht anders sein. Dort hat man halt auch noch genug "Material" zum Sichten und kann schon vor Beginn der Förderung aussieben. In Deutschland haben eigentlich nur die Sportler eine Chance, wo die Eltern einen gewissen finanziellen Background haben. Nicht jeder kann es sich leisten, sein Kind 4-5x die Woche ins Kader zu kutschieren oder 40 Wochenenden zu Wettkämpfen zu fahren. Von den anderen "Nebenkosten" ganz zu schweigen. So, und aus diesem Pool an Kindern müssen die Kadertrainer dann sehen, wo man noch was draus machen kann. Mich würde es interessieren, wie es mit der Nachwuchsförderung in den USA aussieht. Da habe ich keinen Einblick. |
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Aber du scheinst zu viel davon zu haben, sonst würdest du nicht solche " träumerischen" Vorstellungen von Profisport haben. Für mich ist die Diskussion beendet. |
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http://zeitenspiegel.de/de/projekte/...-gold/article/ “Hunderttausend Euro und ein Auto.” (2008 in Peking) Laut Bild 41.000 €: Die irren Gold-Prämien |
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Moin,
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Eben! In den USA hat ein Spitzensportler in der Regel nach/durch seine Karriere ein Hochschuldiplom in der Tasche. Dieses wird im auch schon mal ganz schön in den Ar*** gesteckt. Es hat mal einen Footballspieler gegeben, der sein College anschließend verklagt hat, weil er nicht richtig lesen und schreiben konnte, was ihm seiner Ansicht nach das College doch hätte beibringen müssen. Ich sage nicht, dass wir das auch so tun müssten. Und ich sage auch nicht, dass man durch sportliche (Spitzen)Leistungen ein Anrecht auf die dicke Kohle hat. Aber wenn man die Spitzensporteller mit einem besseren Taschengeld und dem Hinweis auf den olympischen Gedanken abspeist, wenn sich die Sportler selber um ihre Ausbildung kümmern müssen, nebenher(!) studieren müssen, wenn wir als Gesellschaft unser Geld lieber in andere Dinge investieren - was ja durchaus sinnvoll ist - dann düfen wir uns eben auch nicht beschweren, wenn "unsere" Sportler international nicht mithalten können! Und ich schreibe ganz bewusst nicht "versagen". Denn ich finde z.B. einen sechsten Platz von Helge Meeuw über 100m Rücken absolut großartig, wenn man bedenkt, dass der Mann "nebenher" junger Familienvater ist, und dass er "nebenher" ein Medizinstudium fast beendet hat! Viele Grüße, Christian |
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Nu denn... ich find hier fast schlimmer, weil Papa Staat das Geld zahlt, die Stipendien drüben aber meist privat finanziert sind. p.s. Nicht vergessen: Was die "Hochschuldiplome" der US-Megakerls wert sind, weiss da drüben aber auch jeder. |
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Ja das wollte ich damit doch auch sagen.
Es sollte sich auch finanziell eben auch bemerkbar machen so ein Olympiasieg und nicht 15000€ das ist doch lächerlich. Ich weiss es ist Off Topic aber es werden Milliarden nach Griechenland geschoben aber ein Olympiasieger bekommt so ein lächerliches Geld dafür:Nee: :Nee: |
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