triathlon-szene.de |  Europas aktivstes Triathlon  Forum

triathlon-szene.de | Europas aktivstes Triathlon Forum (https://www.triathlon-szene.de/forum/index.php)
-   Radfahren (https://www.triathlon-szene.de/forum/forumdisplay.php?f=13)
-   -   Randonneure unterwegs (https://www.triathlon-szene.de/forum/showthread.php?t=23644)

Nordexpress 15.06.2012 12:54

Zitat:

Zitat von fitschigogeler (Beitrag 763456)
Ich weiß nur aus meiner nächsten Umgebung, daß 27h eine absolute Hammerzeit sind.

In den Ergebnislisten landet man damit aber konstant in der Mitte.
Die Topzeiten liegen erheblich tiefer. Aber klar, 27h muss man auch erstmal bringen.
witzigerweise kommen immer nur knapp 30 Teilnehmer an, der Rest hat DNF.

fitschigogeler 15.06.2012 13:07

http://www.raceacrossthealps.at/down...nisse-2009.pdf

If you know what I mean.


Schneller als der Armin muß man erst mal fahren.

Die Verhältnisse damals waren wohl etwas frisch. Aber der Peter hats ja schlußendlich auch geschafft!

Nordexpress 15.06.2012 13:25

Zitat:

Zitat von fitschigogeler (Beitrag 763473)
http://www.raceacrossthealps.at/down...nisse-2009.pdf

If you know what I mean.


Schneller als der Armin muß man erst mal fahren.

Die Verhältnisse damals waren wohl etwas frisch. Aber der Peter hats ja schlußendlich auch geschafft!


Keine Frage, der Armin ist schon der Hammer.
Und ich behaupte auch nicht, dass 27h einfach sind.
Auch Peter will ich da nicht kleinreden. Nicht das es so rüberkommt.
Für jemand der zum RAAM will, ist er das damals nur völlig planlos angegangen (Alfred war im Auto dabei und hat mal geplaudert...). Vielleicht hat er das ja mittlerweile besser im Griff.

fitschigogeler 15.06.2012 13:28

Zitat:

Zitat von Nordexpress (Beitrag 763480)
Keine Frage, der Armin ist schon der Hammer.
Und ich behaupte auch nicht, dass 27h einfach sind.
Auch Peter will ich da nicht kleinreden. Nicht das es so rüberkommt.
Für jemand der zum RAAM will, ist er das damals nur völlig planlos angegangen (Alfred war im Auto dabei und hat mal geplaudert...). Vielleicht hat er das ja mittlerweile besser im Griff.

Alles bis auf den letzten Satz 100% ACK.
Letzter Satz: :Cheese: :Cheese: :Cheese:

pioto 15.06.2012 13:43

Zitat:

Zitat von fitschigogeler (Beitrag 763456)
Wo habt Ihr die Pseudo-Info mit den 24h her? Hab ich nirgends gefunden.

Hier steht das im ersten Absatz. Erst wenn man weiter blättert, erfährt man, dass man 32h Zeit hat, was wie gesagt schwierig genug ist.

Alleine die Vorstellung, nach dem Stilfser Joch den Gavia-Pass zu fahren und kurz drauf den Mortirolo löst bei mir heftigstes Kopfschütteln aus. Sollte man eigentlich mal versuchen :)

DEJO 15.06.2012 14:03

Zitat:

Zitat von Nordexpress (Beitrag 763337)
Oh cool, erzähl dann mal hinterher wie's war.
Und wie Du Dich vorbereitet hast. Das fände ich sehr interessant.

Und wenn Du Dein Begleitfahrzeug abhängst, passt das schön hier rein :Cheese:

Vorbereitung steht im Blog --- muss man mal etwas runter scrollen --- fängt an mit den Eintrag 'RATA was ist denn das' !

Ich hoffe es gibt auch noch einen Eintrag über das erfolgte Finish -- in 31h59min ! --- wenn nich schreibe ich natürlich auch warum es denn nicht geklappt hat.

Das mit dem Begleitfahrzeug lassen wir mal -- bin kein Savoldelli oder meintest du im Aufstieg zum Mortirolo :Lachanfall:

Ich hatte im ersten Kontakt auch die 24h gelesen und danach die 32h, welche für mich als Rookie schon ambitioniert genug sind. Mit sub 24h biste ja meist Top 5.
Dieses Jahr scheint es ein Rekordstarterfeld zu werden. Vor zwei Wochen waren es noch 80 nun ist nochmal upgedatet worden auf 64. Ich denke von den 64 werden ziemlich alle am Start sein.

Nordexpress 15.06.2012 14:25

Zitat:

Zitat von fitschigogeler (Beitrag 763484)
Alles bis auf den letzten Satz 100% ACK.
Letzter Satz: :Cheese: :Cheese: :Cheese:

Nachdem ich ihn einmal dieses Jahr (300er in Freiburg?) mit seinem Riesenrucksack auf dem Aerolenker liegend "die Gruppe anführen" sah bin ich geneigt, mich dem :Cheese::Cheese::Cheese: anzuschließen, wenngleich mir ein abschließendes Urteil nicht zustehend erscheint.

Zitat:

Zitat von pioto (Beitrag 763489)
Sollte man eigentlich mal versuchen

Besagter P.F. hat letzten Oktober mal angefragt, ob man die Strecke nicht mal auf eigene Faust im Brevetstil runterreißen wöllte. Aber das ist glaub ich echt knüppelhart.

Nordexpress 15.06.2012 14:25

Zitat:

Zitat von DEJO (Beitrag 763500)
Ich hoffe es gibt auch noch einen Eintrag über das erfolgte Finish -- in 31h59min ! -

Viel Erfolg und nicht allzu mieses Wetter

fitschigogeler 25.06.2012 11:14

Zitat:

Zitat von DEJO (Beitrag 763500)
Ich hoffe es gibt auch noch einen Eintrag über das erfolgte Finish -- in 31h59min ! ---



28:30. Dicke Gratulation!

Und jetzt schreib mal was, alter Tiefstapler. :Blumen:

Nordexpress 25.06.2012 11:50

Schade, Peter ist wohl ausgestiegen nach 15h.

DEJO 25.06.2012 17:28

Erstmal ganz kurz -- es war die erwartet harte Prüfung :Lachen2:

Blog wird in kürze aktualisiert. http://rheinsteigerteam.wordpress.com/

Ciao
Jochen

Nordexpress 27.06.2012 00:55

„Die große Acht durch Bayern“
 
Während das traditionsreiche Paris-Brest-Paris nur alle vier Jahre abgehalten wird, bot sich mit der seit 12 Jahren in Folge veranstalteten „Großen Acht durch Bayern“ letzten Donnerstag die Möglichkeit, den Fahrspaß auch dieses Jahr über die magische 1.000-Kilometer-Grenze zu steigern. Zu bewältigen waren 1.024 km mit ca. 10.000 Hm in maximal 75 Stunden.

Der Streckenverlauf stellt eine Kombination der 600er- und 400er-Strecke dar, jedoch jeweils entgegen der normalen Fahrtrichtung gefahren. Von Pappenheim geht es zunächst an Augsburg vorbei gen Süden bis Bad Tölz, alsdann entlang der Alpen zum Chiemsee und über Wörth an der Isar und Kelheim zurück nach Osterdorf. Psychologisch tückisch lauern dort nach ca. 600 Kilometern warme Verpflegung, Duschen und eine Schlafmöglichkeit dem vorermatteten Pedaleur auf. Gelingt es ihm, den Fängen dieses langdistanziösen Äquivalents der Venusfliegenfalle zu entgehen, so findet er sich auf einer 400 Kilometer langen zweiten Runde um Nürnberg wieder, hinein in die Fränkische Schweiz und oberpfälzer Landschaften. Der Streckenverlauf im Ganzen: LINK

Die Teilnehmerzahlen sind wie eigentlich immer im Jahr nach PBP relativ gering. Bei 33 Startern darf eher vom harten Kern der Randonneurszene ausgegangen werden. Man kennt sich überwiegend. Ein Niederländer sorgt für internationales Flair. Nach entspannter Anreise am Vortag (gell, Pioto?) und ausgiebigem Frühstück fiel der Startschuss pünktlich um 10 Uhr morgens bei bereits blauem Himmel.

Direkt zu Beginn formiert sich eine Spitzengruppe von 5-8 Fahrern, die mal mehr, mal weniger zusammen fährt. Jeder sucht seinen Rhythmus. Nach meiner üblichen lockeren ersten Stunde, fühle ich mich prächtig genug, an die Spitze zu gehen und ein wenig am Gashahn zu spielen. Ich fahre ungern in der Gruppe, aber liebend gerne vorne. Wenn es gut läuft, entfaltet sich bei mir ein unbeschreiblich berauschendes Gefühl. Nach 20min eine kurze Schrecksekunde, als meine Satteltasche nach unten auf das Hinterrad fällt. Wir lernen: Conti GP4000S ist härter als Ortlieb wasserdicht. Ortlieb ist in der Folge nicht mehr ganz so wasserdicht. Die Gruppe nutzt die Gunst der Stunde, um mich am Straßenrand stehen zu lassen. Nur Urban hält mit an. Er ist halt noch ein Kumpan alter Schule. Wir sind 2010 zusammen das Schlussstück des 1000er gefahren, was irgendwie verbindet. Für ihn ist es bereits die achte (erfolgreiche) Teilnahme hier. (Der Rekord liegt übrigens bei 11x Finish.)

Nach Schadensbehebung bilden wir fortan ein Zweiergespann mit recht klarer Aufgabenteilung: einer führt, weil er angestinkert ist und die Gruppe stehen lassen will, der andere bleibt dran. Wertingen als erste Kontrolle ist schnell erreicht. Dank günstiger Beine fliegen wir förmlich weiter gen Landsberg. Landsberg finde ich schön, da gibt es immer tolle Brezen bei der Aral-Tankstelle. Salzgebäck ist aufgrund des massiv schwülen Wetters und bis zu 27°C zusammen mit entsprechender Flüssigkeitszufuhr auch dringend notwendig. Urban kündigt an, das bisherige Tempo nicht mehr ganz mitgehen zu können.

Den nächsten Abschnitt nach Bad Tölz gehen wir etwas ruhiger, wenngleich nicht weniger zielstrebig an. Immerhin stehen an der Stempelstelle nach ca. 235 km doch noch exakt 30,0 km/h auf dem Tacho. Über dem Voralpenland haben sich zwischenzeitlich die angekündigten Gewitter für die Abendstunden zusammengebraut. Wird uns das Glück noch bis zum Chiemsee hold bleiben? Es tut es. Mit nur ein bißchen Getröpfel und dem letzten Tageslicht erklimmen wir den Samerberg und nehmen die rasante Abfahrt zur Kontrolle nach Prien am Chiemsee. Der Wendepunkt der ersten Runde ist gegen 22:15 erreicht. Der Wendepunkt des Wetters eine halbe Stunde später allerdings auch.

Durch zunächst massiven Wolkenbruch gehen wir zusammen auf die nächtliche Etappe bis zur nächsten Kontrolle nach Wörth an der Isar, 110km entfernt. Das Wettergeschehen bietet eine einmalige Kulisse. Ein einziges Wetterleuchten im Westen von den Alpen bis weit nach Norden. Dazu bläst uns die erste Stunde noch ein kräftiger Rückenwind voran. Es wird jedoch zunehmend nässer, hügeliger und der Wind dreht. Urban geht die Energie aus. Während ich brav regelmäßig meine KH-Lösung trinke, ist er auf die Zufuhr fester Nahrung angewiesen, hatte jedoch schlicht keine Zeit dafür gefunden, um an mir dranzubleiben. Jetzt bekommt er kaum einen Bissen runter. Was also tun? Zu allem Unglück hat er seine Stirnlampe in Osterdorf am Start vergessen. Wir sind beide „klassisch“ nur mit Streckenplan und ohne GPS unterwegs. Kein Licht bedeutet praktisch Navigationsunfähigkeit. Da hilft nur eins: zusammenbleiben. Während er sich an den Hügeln zunehmend plagt, übernehme ich die Lotsenfunktion bei Rekomtempo. Es ist mir fast schon peinlich, wie ich da manchmal oben warte. Wörth erreichen wir nach über fünfeinhalb Stunden und halten uns fast eine Stunde im Rasthof auf. Ich lege mich für 15min hin. Drei weitere Fahrer haben zu uns aufgeschlossen und wir starten gemeinsam in den jetzt hellen Morgen.

Urban ist ein echter Freund. Er weiß, dass ich eine gute Zeit vor Augen hatte und spürt meinen Zwiespalt zwischen zusammenfahren oder alleine fahren. „Es ist jetzt wieder hell, ich kann den Streckenplan wieder lesen. Du hast so viel trainiert. Fahr.“, ist alles was er sagt. Ich zögere noch. Ganz frisch bin ich ja auch nicht mehr, 5h Rekom hin oder her. Ein paar Minuten später grinse ich ihn dann nur an, er sagt noch „Tschüß“ und los geht’s. Die ersten zehn Minuten tun weh, dann kommt der Rhythmus wieder. Die Gruppe bleibt zurück. Kontrolle in Kelheim Punkt 7 Uhr. Anschließend über die heute nicht ganz so schlimm windgeplagte Hochebene. Ein mittleres Lüftchen weht und es ist wieder richtig heiß. Aber es läuft. Nach 25h45min stehe ich vor der Venusfliegenfalle. Drei sind schon da, zwei davon hören auf wegen technischem Defekt und anstehendem Konfirmationstermin. Seit 10km überlege ich immer wieder, was nacheinander zu tun ist. 2 Teller Nudeln, Duschen, Wundversorgung (ausnahmsweise vorne statt hinten), Flaschen auffüllen, Reifen nachpumpen, weiter. Was schnell klingt, dauert 1h15. Es fehlt halt doch die Spritzigkeit. Schlafbedürfnis verspüre ich nicht. Überraschenderweise schmerzt auch nichts, die Muskulatur ist noch locker. Unser Goldschatz Heidi fragt noch, wann ich ungefähr wieder da bin, dann entlässt sie mich als Ersten auf die zweite Runde.

Es folgen 110km durch mittelfränkische Hügellandschaft (wer’s kennt: die Gegend um Spalt ist sehr reizwirksam), westlich vorbei an Nürnberg bis Heßdorf. Als ich dort wieder losfahre kommt Gerhard von hinten an und flucht gscheit niederbayerisch über die Hügel und den Wind. Er wirkt recht paniert, weshalb ich schonmal weiterfahre. Schon ein irres Gefühl, so vorneweg zu fahren. Für mich das erste Mal. Ich nähere mich Hirschaid, dem Tor zur Fränkischen Schweiz und langsam steigt der Respekt vor dem, was jetzt noch kommt. Jetzt wird sich zeigen, ob es bisher etwas zu forsch war. Die letzten 250km haben die meisten Höhenmeter. Vor zwei Jahren bin ich hier am 18-Prozenter nach Teuchatz jämmerlich eingegangen und hab mich die restlichen 200km nur noch gequält, was Urban sicher viel Geduld abverlangt hat.

Die Zeiten ändern sich und mit ihnen auch die Anstiege nach Teuchatz. Karl Weimann, der die Route zusammengestellt hat verzichtet auf die 18% zugunsten eines wüst betonierten „Weges“, der mehr oder weniger kurvenlos auf den Berg führt. Straßenschilder gibt’s hier nicht mehr, dafür Wandersymbole. Über ein paar hundert Meter hat das Ding >20%, angeblich in der Spitze sogar 25%. Ich krieg kaum die Kurbel noch rum. Karl wird hier hoffentlich schieben und es sei ihm von ganzem Herzen gegönnt. Der spinnt langsam echt. Jedes Jahr wird’s schlimmer. Kann ja wohl nicht wahr sein hier. Ein Auto kommt auch noch entgegen, also doch absteigen. Wie fährt man denn hier wieder an? Uff. Oben wartet ein Kaff namens Kälberhöhe, dass angeblich nur geradeaus durchfahren werden muss. Hat aber ne T-Kreuzung mit Auswahl links (bergab) oder rechts (bergauf). Mir entfährt ein hörbares „Sch….“. Als ich mich umsehe, sitzt keine zwei Meter neben mir ein alter Mann auf ner Bank und grinst sich einen. Höflich nach dem Weg nach Teuchatz fragen ist kein Problem. Die urfränkisch ausgesprochene Antwort verstehen dann irgendwie doch. Rechts lang und dann irgendwas von bergab. Na, sehen wir mal. Tatsächlich folgt das Sträßchen einer Rechtskurve und geht in eine wunderbare Abfahrt über. Kann aber nicht stimmen, Karl sagte was von „auf der Höhe bleiben“. Mittlerweile komplett orientierungslos beschließe ich bis zum nächsten Ort weiterzurollen. Der Blick auf die Landkarte offenbart eine Position deutlich unterhalb von Teuchatz. Also wieder den Berg raufkrabbeln. Die ganze Aktion kostet mich locker eine halbe Stunde. Wie sich später herausstellt, bin ich bei weitem nicht der Einzige, dem es so geht. Richtig wäre gewesen, an der Rechtskurve vor der Abfahrt geradeaus einen aus Rasenpflasterstein gezimmerten Feldweg zu nehmen. Den hatte ich zwar gesehen, aber logischerweise als Möglichkeit verworfen. Die einzige Stelle der Tour, wo die GPS-Fahrer klar im Vorteil waren.

Die weitere Fahrt verläuft relativ ereignislos. Der Anstieg zum Wichsenstein macht seinem Namen immer noch alle Ehre, hat seinen Schrecken nach der Kälberhöhe aber verloren. Wunderschön dann die nächtliche Fahrt entlang des Wiesenttals nach Waischenfeld. Es wird ziemlich frisch. Aus dem Gras neben der Straße schaut mich ein Fuchs neugierig an. Was man alles erlebt. Wenige Minuten später nochmal einer. Moment mal. Bin wohl deutlich müder als ich dachte. Es sind nur noch wenige Kilometer bis zur nächsten Kontrolle. Aber schlagartig kämpfe ich gegen den Schlaf. Neben einer Scheune lege ich mich nochmal hin, genieße den Anblick des sternklaren Himmels, schlafe für 20 Minuten ein, genieße nochmal den Sternenhimmel und raffe mich auf. An der Kontrolle Rasthof „Fränkische Schweiz West“ steht schon ein Fahrrad. Gerhard ist während meiner Bonusmeilen an mir vorbeigefahren und hat sich schlafen gelegt. Bei meinem Anblick erinnert sich das Personal seiner und schreitet zu rabiatem Aufwecken. Die Kontrolle ist nix für Nachtankömmlinge. Obwohl ein Rasthof an der Autobahn gibt es nichts außer ein paar Schokoriegeln zu erwerben. Der Rest ist dicht. Nichtmal Cola gibt es. Schöner Mist.

Weil wir schonmal so schön zusammenstehen, können wir auch gemeinsam weiter. Wir ergänzen uns ganz gut. Am Berg ist er nen Ticken besser, im Flachen bin ich der bessere Drücker. Er fährt nur nach GPS-Track ohne Karte und bestätigt auf Nachfrage, er habe keine Ahnung, wo er sich eigentlich befindet. Er arbeitet sich einfach die schwarze Linie auf dem Display entlang. Ich bin fasziniert. Für mich unvorstellbar, ich bin ein Landkartenmensch. Wir durchqueren die westliche Oberpfalz. Im Morgengrauen, nur wenige Minuten von der letzten Kontrolle kämpfe ich wieder dermaßen mit dem Sekundenschlaf, dass ich Gerhard vorausschicke und mich einfach neben die Straße lege. Keine fünf Minuten später hält ein Auto an, um nach dem Rechten zu sehen. Ich bedanke mich für’s Wecken und schließe wieder zu Gerhard beim Frühstück auf.

Letzte Etappe, 120 km, volle Kraft voraus. Ein paar kleine Hügel und relativ flache Stücke führen uns wieder Richtung Altmühltal. Aber die Kräfte drohen nachzulassen, der Hintern schmerzt jetzt auch ein wenig, die Müdigkeit nimmt zu. Gerhard sagt später, er habe hinter mir oft die halbe Spur gebraucht. Es wird wieder deutlich wärmer. Ein kurzer Stopp zum Umziehen. „Wie weit ist es noch?“ – „62 km“ – „Hey, dann schaffen wir ja die 50 Stunden gut.“ – „Was, willst jetzt nur noch 15er Schnitt fahren?“ – Recht hat er, ich will auch heim. Wir geben nochmal Gas. Auch die zwei letzten fiesen Anstiege sind keine echten Hindernisse mehr. Die Müdigkeit ist wie weggeblasen, wir riechen das Ziel. Der Wind versucht’s auch noch auf der Hochebene vor Osterdorf. Keine Chance. Nach genau 48h40min (40h15 netto) reichen wir uns im Ziel die Hände. Kurz darauf kommt Heidi und versorgt uns wie immer liebevoll mit allem, was das ausgehungerte Herz begehrt.

Im Lauf des Nachmittags kommen weitere Fahrer an. Sogar Urban kommt noch weit vor dem Abend an. Ich freue mich total, ihn so früh zu sehen. Er hatte sein eigenes Tempo wiedergefunden und sich dabei gut regeneriert. Kurz vor Schluss sogar noch zwei Schalen Erdbeeren auf einem Feld gepflückt. Den Inhalt seiner Lenkertasche musste er dafür unter Hose und Trikot stopfen. Verrückter Kerl!

Wer’s auch mal erleben will (gerne auch auf den kürzeren Strecken): www.randonneure.de oder www.audax-randonneure.de

Nordexpress 27.06.2012 00:56

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 5)
noch ein paar Impressionen...
Danke an Felix, der die tollen Bilder vom Liegerad aus gemacht hat.

Nordexpress 27.06.2012 00:57

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 5)
und noch mal welche...

fitschigogeler 27.06.2012 11:12

Ganz großartiger Bericht, Michl!

Jetzt finde ich es noch schader, daß ich nicht dabei sein konnte.


- Du wirst jedes Jahr besser, Du Viech
- Der Karl wird immer fieser, denn er schiebt das ja eh alles
- Bei dem Rasensteinweg hätte ich sofort an eine GPS-Falle gedacht, wie beim 400er, als er mein Mädel den grob gepflasterten 18% hochgejagt hat, den dann alle anderen Deppen grinsend umfahren haben. Aber am Ende sind GPSler immer im Vorteil. Zumindest, wenn sie mit dem Gerät umgehen können.
- Wegen der Schmerzen "vorne":Weißt Du noch, was wir nach PBP besprochen haben? "Bei der nächsten Langstrecke wird rasiert. Und zwar alles!" :Cheese:
- Der Urban ist wirklich ein spitzenmäßiger Begleiter und Freund. Und Erdbeer-Junkie vom Allerfeinsten


Nach diesem Bericht, kann ich nicht anders:
Wir sehen uns in Fronkreisch...

MatthiasR 27.06.2012 11:35

Toller Bericht und super Leistung!

Ich frage mich aber, was du uns mit diesem Satz sagen willst: :Cheese:

Zitat:

Zitat von Nordexpress (Beitrag 768355)
Der Anstieg zum Wichsenstein macht seinem Namen immer noch alle Ehre,

Also nach 700-800 Radkilometern würde ich daran bestimmt nicht mehr denken :Lachanfall:

Gruß Matthias

PS: Das mit den Links üben wir noch mal...

Nordexpress 27.06.2012 11:58

Zitat:

Zitat von MatthiasR (Beitrag 768527)
Toller Bericht und super Leistung!

Ich frage mich aber, was du uns mit diesem Satz sagen willst: :Cheese:



Also nach 700-800 Radkilometern würde ich daran bestimmt nicht mehr denken :Lachanfall:

Gruß Matthias

PS: Das mit den Links üben wir noch mal...


Das Ding ist halt ein Wichser nach 800km. :Cheese:

Links sind korrigiert, sorry.

Nordexpress 27.06.2012 12:03

Zitat:

Zitat von fitschigogeler (Beitrag 768501)
- Wegen der Schmerzen "vorne":Weißt Du noch, was wir nach PBP besprochen haben? "Bei der nächsten Langstrecke wird rasiert. Und zwar alles!" :Cheese:

Genau das möchte ich nach den jüngsten Erfahrungen nicht empfehlen. Schon kleinste nachwachsende Stoppeln sind der Tod. Ich werde (zumindest für Langstrecken) zum Gebüsch mit schön viel Sitzcreme zurückkehren.:Cheese:

Zitat:

Zitat von fitschigogeler (Beitrag 768501)
Nach diesem Bericht, kann ich nicht anders:
Wir sehen uns in Fronkreisch...

Super geil. Ich freu mich.

pioto 27.06.2012 14:38

Mille Alba – Ein verlängertes Wochenende in Schottland
 
Mille Alba – Ein verlängertes Wochenende in Schottland

Leider sind die deutschen Randonneure aus unerfindlichen Gründen forumstechnisch kaum vernetzt, weshalb ich auf der Suche nach Infos zu diversen Langstreckenfahrten im britischen YACF-Forum (yet another cycling forum) landete. Dort stieß ich auf einen Thread über ein 1000 km Brevet in Schottland, an dem ich unbedingt teilnehmen musste.

Vorneweg die Eckdaten:
Startgeld inkl. 4x Übernachtung und Vollpension: 120 Euro. Die dauernden Vergleiche zu Ironman und Challenge sind zwar müßig, aber ich deute sie natürlich trotzdem gerne an.

Anders als bei den meisten Brevets dieser Länge gab es eine Art Basislager in einem Pfadfinderheim, von dem aus die auf 4 Etappen aufgeteilte Gesamttour jeweils starteten. Wer zügig fährt, kann bereits am Abend gegen 22 Uhr zurück sein und bis zum nächsten Morgen „normal“ in einem der 8-Bett-Zimmer schlafen, um dann die nächste Etappe ausgeruht in Angriff zu nehmen.

Hier eine Übersicht der Teilstrecken:

http://ridewithgps.com/routes/821123 - 4300 hm, 360 km
http://ridewithgps.com/routes/821143 - 4000 hm, 325 km
http://ridewithgps.com/routes/821158 - 3600 hm, 265 km
http://ridewithgps.com/routes/821163 - 800 hm, 70 km

Macht gesamt runde 12700 Höhenmeter auf 1020 km.

Bereits im Vorfeld war der Kontakt mit dem Veranstalter hervorragend. Alle Fragen wurden entweder im Forum oder direkt per Mail beantwortet. Organisationschef Graeme bot sogar an, mich vom Flughafen abzuholen. Dies lehnte ich ab, da es einen Flughafenbus gab und anschließend nur noch 5 km per Taxi zu fahren waren. Alleine die Geste beeindruckte mich schon, denn wenn 80 Teilnehmer fast gleichzeitig in einem solchen Lager aufschlagen, gibt es jede Menge zu tun. Graeme berichtete mir, dass insgesamt 80 Helfer mitmachen, sodass auf jeden Teilnehmer ein Helfer kam, und das war jederzeit zu spüren. Man wurde königlich betreut, was mit einer tollen Pastaparty am Donnerstag Abend seinen Anfang nahm.

Weniger erfreulich präsentierte sich leider das Wetter und noch katastrophaler der Wetterbericht: es sollte an den drei Tagen komplett durchregnen! Seit Tagen hatte ich mir überlegt, eventuell zu kneifen, aber ich habe das dann u.a. wegen der tollen Vorarbeit des Veranstalters verworfen. Der Entschluss stand fest: egal ob es schifft oder scheißt, ich werde fahren.

Nach einem ausgiebigen Frühstück am Freitag Morgen dann pünktlich um 7 Uhr der Start zu ersten Teilstrecke. In strömendem Regen und bei 12 Grad. Örtliche Überflutungen waren angesagt und immer noch Dauerregen. Jetzt galt es erst einmal, sich auf den Linksverkehr einzustellen, was viel einfacher verlief als von mir erwartet. Dann schloss ich mich der ersten Gruppe an. Diese fuhr zwar bergauf einen Tick zu schnell für mich, aber in der Ebene konnte ich gut mitfahren und 360 km kann man mit dieser Konstellation gerade so schaffen.

Die Straßen in Schottland muss man leider als katastrophal bezeichnen. Nur äußerst selten gab es wirklich glatten Asphalt, die meisten Strecken waren extrem rau. Der Straßenrand komplett zerfranst, sodass man sich besser in der Straßenmitte einsortiert. Schon bald kamen die ersten überfluteten Stellen, und todesmutig bretterte der erste Kollege durch die letztendlich nur 10 cm tiefe, aber immerhin 50 m lange Stelle hindurch. Ich hätte mich das nicht getraut. Meine fetten WetWalker-Überschuhe wurden jetzt zum wichtigsten Accessoire; nicht gegen die Nässe, denn die dringt ohnehin überall ein, sondern gegen die frischen Temperaturen von ca. 13 Grad.

Unsere 4er-Gruppe näherte sich Dundee und kurz zuvor hörte der Regen auf. Ich war zunächst noch skeptisch, aber es war tatsächlich für die restlichen 300 km Ruhe. Nach 110 km dann die erste bemannte Kontrollstation mit Verpflegung vom feinsten. Es wurden diverse Suppen angeboten und Ofenkartoffeln. Zum Nachtisch Reispudding und als Wegzehrung Bananen und Energieriegel so viel man wollte. Ich staunte nicht schlecht, dass das Essen am Tisch serviert wurde. Solchen Luxus kannte ich aus Deutschland noch nicht, obwohl die Bewirtung in der hiesigen Hochburg Osterdorf wahrlich nicht schlecht ist.

Nach dieser halbstündigen Mittagsrast ging es weiter ins schottische Hochland zum größten Skizentrum des Landes. Zuerst erwarteten uns äußerst steile (20%) Rampen, die dort teilweise etwas kryptisch mit 1:5 oder 1:6 ausgeschildert sind, und die höchste Passstraße Großbritanniens mit 680 Meter über NN. Das hört sich für Alpen erfahrene Radler ziemlich lächerlich an, aber ich kann versichern, dass die Kombination aus Gegenwind, schlechtem Straßenbelag und dauerndem Auf und Ab auch solche vermeintlich einfachen Anstiege zu einer schwierigen Angelegenheit machten.

Bergauf musste ich die zwei schnellsten Fahrer ziehen lassen, aber freundlicherweise warteten sie im nächsten Dorf bei einem Supermarkt, sodass wir die Fahrt gemeinsam fortsetzen konnten. Auch beim zweiten längeren Anstieg das gleiche Bild. Dieses Mal warteten sie oben nicht, sondern fuhren weiter, aber da sich jetzt eine Hügellandschaft mit etlichen Buckeln von 20 Höhenmetern anschloss - mein Lieblingsterrain - konnte ich wieder aufschließen und wir setzten die Fahrt gemeinsam fort bis ins Ziel, wo wir um 21.40 Uhr ankamen. Das Essen war noch nicht fertig, also können wir nicht so langsam gewesen sein.

Im Basislager waren dann wieder 8-10 Helfer beschäftigt, für das leibliche Wohl der Randonneure zu sorgen. Es gab zwei Suppen, drei Hauptgerichte und diverse Desserts, sodass für jeden Geschmack etwas dabei war.

Leider konnte ich kaum etwas zu mir nehmen, und noch nicht einmal das leckere Bier des englischen Kollegen genießen, da ich mich ganz offensichtlich „etwas“ übernommen hatte mit diesem Tempo. Die beiden Briten teilten mir mit, dass sie am nächsten Morgen gegen 5.30 Uhr losfahren, und dass ich mich doch bitte anschließen sollte, aber erstens hatte ich keine Lust, so früh aufzustehen und zweitens hätte ich dieses Tempo an Tag 2 auf keinen Fall mehr mitfahren können, nicht zuletzt auch deshalb, weil für diesen Tag neben Dauerregen auch starker Wind mit orkanartigen Böen angesagt war.

Ich startete also am nächsten Tag, wieder nach einem sehr umfassenden Frühstück, mit einem ziemlich betulichen Zeitgenossen. Die ersten 40 km waren relativ nervtötend, denn es ging durch die Vororte von Edinburgh Richtung Süden. Und es regnete NICHT, den ganzen Tag nicht!

Nach 60 km hatte ich mich soweit erholt, dass ich das Tempo erhöhen konnte und mich einem anderen Fahrer anschloss, der – wie sich bald herausstellte – sowohl im Flachen wie auch bergauf ziemlich genau mein Tempo fuhr, was so gut wie nie vorkommt. Mit ihm fuhr ich dann auch bis zum Schluss.

Ich hatte keine Ahnung in welche Richtung die Tour führte, gerade führt oder führen wird (war auch besser so), aber bei einem Anstieg mit diversen Kehren wurde schon deutlich, dass einem heute das Fahren bei Gegenwind alles abverlangen würde. Der Schnitt stand nach 80 km bei ca. 19 km/h, was nicht unbedingt motivierend war. Dann aber folgte ein langes welliges Stück mit starkem Rückenwind, was den Schnitt in der Folge auf 23 km/h ansteigen ließ.

Bei der ersten größeren Rast erfuhr ich dann, dass jetzt ca. 150 km Gegenwind zu erwarten wären. Auch dies ein sehr motivierender Gedanke, nicht zuletzt auch deshalb, weil die Strecke wie üblich mit Dutzenden von Hügeln garniert war. Oftmals musste selbst in der Ebene das kleine Blatt verwendet werden und es wurde mit Ach und Krach eine Geschwindigkeit von 15 km/h erreicht. Selbst steilere Abfahrten konnte man nicht herunterrollen, sondern musste kräftig treten, um vorwärts zu kommen.

Auf etwa halber Strecke dieser Gegenwindpassage dann die Verpflegungsstation des Tages, die nochmals deutlich besser war als die wahrlich nicht schlechte des ersten Tages: diesmal gab es Suppe, Pizza, Reispudding, belegte Brote, Cola zum Mitnehmen, Kuchen, Trifle u.v.m. Ich verdrückte eine komplette Pizza, die allerdings einiges größer war als ein typisches Dr.Oetker-Exemplar und auch weit großzügiger belegt.

So gestärkt ging es in die letzten 150 km, die noch eine Prüfung der besonderen Art aufwies, nämlich den Anstieg zu einem Stausee irgendwo im schottischen Hochland. Der Weg war max. 2,5 m breit und zog sich über 15 km nach oben und wieder runter, wieder nach oben und wieder runter, und am Schluss nur noch steil bergauf. Nur eines blieb stets erhalten: der böige Wind von vorne, der mit mindestens 40 km/h blies. Da die Straße zwischen zwei recht eng aneinander liegenden Bergketten verlief, wurde der Wind genau auf unsere Straße kanalisiert. Das war das zweite Mal, dass ich mich ärgerte, keine Dreifachkurbel zu haben. Als ich schließlich den Scheitelpunkt der Straße sah, freute ich mich unbändig auf die lange Abfahrt, die ja nun zweifelsohne kommen musste. Aber Pustekuchen: am Wegesrand ein Schild mit der Aufschrift 1:4 oder 1:5, jede Menge Kies auf der Straße und lange Pfützen in den Senken, sodass die nach geschätzten 10 km Auffahrt nur 3 km lange Abfahrt ausschließlich als Test der beiden Felgenbremsen taugte. Für mich immer wieder ein ätzendes Erlebnis, wenn die mühsam aufgebaute Lageenergie komplett in den Bremsen versandet.

Langsam mutierte der Rückenwind nun erst zum Seiten- und schließlich zum Rückenwind, und somit waren erstmals seit langem wieder Geschwindigkeiten um die 30 km/h in der Ebene möglich. In welcher Ebene eigentlich? Nun ja, ein paar Abschnitte davon gab es auch. Eigentlich hatte ich damit gerechnet, etwa zur gleichen Zeit wie am Vortag im Basiscamp einzutrudeln, aber der heftige Wind hatte selbst die langsamste Marschtabelle komplett über den Haufen geworfen, auch wenn wir wieder unter den 15 ersten Teilnehmern ankamen.

Abendessen und Frühstück waren dann „same procedure as every day“. Abfahrt am Sonntag ebenfalls wieder 7 Uhr. Einige Teilnehmer kamen gerade von der zweiten Schleife zurück, als wir nach 6 Stunden Schlaf zur letzten großen Tour aufbrachen, und ich dachte mir, dass ich froh bin, nicht in deren Haut zu stecken, denn die Müdigkeit wird auf so langen Fahrten „schnell“ ein Problem.

Der dritte Tag verlief dann ähnlich dem zweiten, nur dass das Wetter wesentlich besser und weniger windig war. Nach 800 km konnte ich doch tatsächlich erstmals die Überschuhe ausziehen.

Ich wusste zwar wieder überhaupt nicht, wo ich eigentlich unterwegs war, aber ein landschaftliches Highlight jagte das nächste und die Anstiege waren teilweise wieder grausig schwer. Vom weltbekannten See Lochan na Lainge dann die vielleicht schönste Abfahrt, die ich je gefahren bin, jedenfalls fällt mir spontan keine schönere ein. Auf 5 km ging’s hinab ins Tal auf einer 2 m breiten Straßen, die zwar mit reichlich Kies und Schotter gespickt war, aber im Hellen dennoch gut befahrbar. Die Kehren waren aufgrund des Gegenverkehrs (waren zwar nur 3 Autos, aber die genau in den Kurven) lebensgefährlich, weshalb ich meinem Kollegen hinterher fuhr.

Nach einer Einkehr in einem idyllischen kleinen Restaurant an einem Fluss passierten wir die Ortschaft Dull, welche die Partnerschaft der US-amerikanischen Metropole Boring ist. Die erste Einschätzung lässt vermuten, dass Dull seinen Namen möglicherweise nicht ganz zu Unrecht trägt.

Um 23 Uhr hatten wir dann auch diese Etappe geschafft und beschlossen, nicht zu schlafen, sondern nach 1h Rast die letzten 70 km herunterzureißen. Inzwischen war unsere Gruppe auf vier Fahrer angewachsen, von denen einer zum Glück ein GPS hatte, was gerade nachts ein erheblicher Vorteil ist. Wir fuhren ansonsten die gesamte Tour nach dem ausgedruckten Streckenplan, was uns einige zusätzliche Kilometer bescherte.

Wer gedacht hatte, dass die letzten 70 km nur ein gemütliches Ausrollen würden, wurde böse enttäuscht, denn die Strecke hatte nicht nur reichlich Höhenmeter, sondern war vom „Asphalt“ her besonders schlecht. Ich hörte nur den Fahrer vorn mit dem GPS im Sekundentakt rufen: gravel, hole right, hole right, gravel, hole left…mindestens 20 Minuten ging das so und man musste den Lenker mit beiden Händen fest umklammern, um nicht zu stürzen. Trotzdem war ich mehrfach kurz vor einem unfreiwilligen Absteigen. Schließlich waren aber auch diese Klippen irgendwann umschifft und um 3 Uhr nachts war die Tour geschafft, was mit zwei Flaschen Bier, einem kleinen Glas Single Malt und jeder Menge Essen, vor allem wieder Trifle, entsprechend gefeiert wurde.

Mein Fazit: mir macht es deutlich mehr Spaß, solche Touren ohne massiven Schlafentzug zu fahren. Man freut sich auf den nächsten Tag und kämpft nicht ständig mit dem Sekundenschlaf, welcher die Fahrten ganz schön gefährlich machen kann. So kommt man trotz der langen Strecke zwar geschafft, aber nicht völlig übermüdet im Ziel an und braucht nicht 48h, um wieder einigermaßen beieinander zu sein.

Von den ursprünglich 69 Startern (von den 104 gemeldeten kamen letztendlich nicht mehr, die letzten ca. 10 blieben wohl spontan weg; diese Info nur für die, welche sich die 80 Starter aus der Einleitung gemerkt haben) erreichten 49 das Ziel, einige ganz knapp vor Torschluss. Von Stürzen habe ich nichts gehört, eigentlich ein Wunder. Technische Defekte gab es reichlich, Grippe- und Schwächeanfälle, aber keine ernsthaften Sachen. So mancher musste richtig beißen, um die Tour im Zeitlimit zu schaffen, und so saßen um 9 Uhr jede Menge erschöpfter Randonneure im Speisesaal am Start/Ziel.

Ich hatte es dann relativ eilig zum Flughafen zu kommen, denn mein Rückflug nach München startete um 13.10 Uhr. Chef Graeme bestand darauf, mich zum Flughafen zu fahren, und um 11.30 Uhr setzte er mich dort ab. Ich war dann etwas erstaunt, dass mein Flug nicht auf dem Monitor der „Departures“ zu sehen war. Ein Blick auf meinen Flugschein sorgte dann für Aufklärung: 13.10 Uhr stimmte schon, allerdings nicht Montag, sondern Dienstag. Sehr schön, mit einem riesigen Radkoffer am Flughafen zu stehen, und dann ein Hotel suchen zu müssen. Aber nach 1000 km auf dem Rad bekommt man das auch noch irgendwie gebacken und am nächsten Tag ging es dann wirklich heim von diesem verlängerten Wochenende der etwas anderen Art.

Bilder: selbst habe ich keine geschossen, aber dieses Fotoalbum vermittelt einen ziemlich guten Überblick:
https://picasaweb.google.com/zigzag5...68944765241298

Wenn man die ganzen Wolken sieht, muss man sich wirklich wundern, dass wir höchstens 70 km Regen hatten.

Abschließend noch eine herzliches Dankeschön an Cheforganisator Graeme und sein fleißiges Team, das praktisch vier Tage rund um die Uhr für die Teilnehmer da war. Viele Helfer waren wohl auch bis zu 20 Stunden täglich auf den Beinen!

Nordexpress 27.06.2012 14:51

Sehr cool, Schottland ist echt schön.

Zitat:

Zitat von pioto (Beitrag 768617)
13.10 Uhr stimmte schon, allerdings nicht Montag, sondern Dienstag.

Du bist echt unglaublich. :Lachanfall:

tacis 27.06.2012 14:56

pioto, irgendwann musst du mich mal auf solch eine Tour mitnehmen.

Irgendwann.... ;)

jannjazz 27.06.2012 15:19

Innerhalb von kürzester Zeit ist das hier einer der interessantesten Blogs geworden. Lesen macht so richtig Spaß und ich träume schon davon, auch Brevets zu fahren!

doubble 27.06.2012 15:36

Geiler Bericht & starke Bilder... da kommt Lust auf selber mitmachen auf!

fitschigogeler 27.06.2012 15:45

Grandios!

Eine Tour, deren Höhepunkt "Dull" mit seiner Partnerstadt "Boring" ist, kann ja nur spektakulär sein.

Mann, ist Triathlon ein langweiliger Ringelpietz gegenüber richtigem Sport ;)

Duafüxin 27.06.2012 16:03

Ihr beiden, NE und Pioto, seid wahnsinnig!

Vielen Dank für die genialen Berichte. Dafür gibbet eine goldene Erdbeere für den einen und goldene Trifle für den anderen :)

Straik 27.06.2012 18:06

Klasse.
Und erstaunlich, was ihr euch alles merken könnt. Spätestens am 2. Tag wüßte ich nicht mehr, wann ich an welchem Berg und welcher Pfütze vorbeigekommen wäre.

Echte Hochachtung,
Straik

DEJO 27.06.2012 18:29

Nordexpress: Echt irre, ich hatte schon bei der Hälfte der km genug -- Chapeau :Blumen:

pioto 27.06.2012 19:39

Zitat:

Zitat von Duafüxin (Beitrag 768666)
Ihr beiden, NE und Pioto, seid wahnsinnig!

Vielen Dank für die genialen Berichte. Dafür gibbet eine goldene Erdbeere für den einen und goldene Trifle für den anderen :)

Ist das das Äquivalent für die Goldene Himbeere im Filmgeschäft? Und wann ist die Übergabe?

Zitat:

Zitat von tacis (Beitrag 768629)
pioto, irgendwann musst du mich mal auf solch eine Tour mitnehmen.

Irgendwann.... ;)

Gerne. Wie wäre es zum Warmwerden aber erstmal mit einem MZF von HH nach Berlin? Wollte ich mit BigWilly machen. Jannjazz muss leider passen. Nordexpress habe ich m.W. noch nicht gefragt, aber der wäre optimal dafür. Die Strecke ist ziemlich arm an Höhenmetern, genau richtig für etwas schwerere Jungs.

Zitat:

Zitat von Straik (Beitrag 768732)
Klasse.
Und erstaunlich, was ihr euch alles merken könnt. Spätestens am 2. Tag wüßte ich nicht mehr, wann ich an welchem Berg und welcher Pfütze vorbeigekommen wäre.

Geht mir genauso, aber beim Aufschreiben fällt es einem dann doch wieder ein.

Hier noch ein Foto, das einer der Helfer unterwegs aufgenommen hat. Er fuhr dazu extra 150 km mit dem Auto vorneweg, was mindestens so bekloppt ist wie die Teilnahme an sich (natürlich nicht nur dieses eine Bild):



Der Typ in der Mitte bin ich. Und der hinter mir fährt ein normales Rennrad, kein 26er :Cheese:

Nordexpress 27.06.2012 21:41

Zitat:

Zitat von Straik (Beitrag 768732)
Klasse.
Und erstaunlich, was ihr euch alles merken könnt. Spätestens am 2. Tag wüßte ich nicht mehr, wann ich an welchem Berg und welcher Pfütze vorbeigekommen wäre.

Echte Hochachtung,
Straik

Du wärest erstaunt, wie intensiv einem sich die Eindrücke einbrennen. Liegt wohl an der absoluten Ausnahmesituation. Mir fällt die Erinnerung immer ziemlich leicht. Ich hatte mich in der zweiten Nacht z.B. an jeden Verfahrer zwei Jahre zuvor erinnert und bin immer richtig gefahren.

Zitat:

Zitat von DEJO (Beitrag 768744)
Nordexpress: Echt irre, ich hatte schon bei der Hälfte der km genug -- Chapeau :Blumen:

Chapeau zurück, Du hattest mehr Höhenmeter. (und die schlechtere Luft? :Cheese:)

Zitat:

Zitat von pioto (Beitrag 768786)
Gerne. Wie wäre es zum Warmwerden aber erstmal mit einem MZF von HH nach Berlin? Wollte ich mit BigWilly machen. Jannjazz muss leider passen. Nordexpress habe ich m.W. noch nicht gefragt, aber der wäre optimal dafür.

So, wäre er das? Wann / wo / wie hätte man denn das Vergnügen?

tacis 27.06.2012 22:40

Zitat:

Zitat von pioto (Beitrag 768786)
Gerne. Wie wäre es zum Warmwerden aber erstmal mit einem MZF von HH nach Berlin? Wollte ich mit BigWilly machen. Jannjazz muss leider passen. Nordexpress habe ich m.W. noch nicht gefragt, aber der wäre optimal dafür. Die Strecke ist ziemlich arm an Höhenmetern, genau richtig für etwas schwerere Jungs.

Falls mir am übernächsten Wochenende in Frankfurt nicht was dazwischen kommt, wäre ich dabei :)


Den letzten Satz habe ich jetzt mal überlesen :Holzhammer:

Duafüxin 28.06.2012 09:02

Zitat:

Zitat von pioto (Beitrag 768786)
Ist das das Äquivalent für die Goldene Himbeere im Filmgeschäft? Und wann ist die Übergabe?


Der Typ in der Mitte bin ich. Und der hinter mir fährt ein normales Rennrad, kein 26er :Cheese:

Die goldene Himbeere ist nen Fliegenschiss dagegen ;)
Die Übergabe müßte man dann mal planen, Fidschi würde bestimmt auch noch was Goldenes verdienen bei den herrlichen Berichten. Irgendwann passt das schon ...

Dass der in der Mitte Du bist, hättest Du, glaub ich, nicht extra erwähnen müssen :Lachen2:

pioto 30.06.2012 12:48

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 5)
Ich wollte hier nochmals ein paar Worte darüber verlieren, was für mich den Reiz des Langstreckenradelns ausmacht, im Vergleich beispielsweise zu einer LD. In Teil 1 gehe dabei aufs Kulinarische ein.

Während man beim Triathlon nur rumhetzt und sich ekliges Gelzeugs in den Rachen schiebt, von dem die Hälfte meist da wieder rauskommt, wo man sie kurz zuvor reingeschoben hat, ist das Essen auf den Brevets oft ein Genuss. Zuletzt so gewesen in Schottland, obwohl die dortige Küche ja nicht unbedingt den besten Ruf hat.

Die Kontrollstationen liegen in der Regel ca. 60-90 km auseinander, und zumindest mir geht es meist so, dass ich die nächste Station nach 20km kaum mehr erwarten kann und ich die Mitfahrer, ähnlich einem kleinen Kind auf dem Rücksitz im Auto - mit der Frage nerve: "Sind wir bald da?"

Wenn man es dann über schlechte Straßen, bei Gegenwind und über steile Anstiege zur Kontrollstation geschafft hat, ist die Freude auf das Essen unbändig. Hier einige Fotos, was uns in Schottland erwartete.

Bild 1: Typisches englisches Frühstück, inkl. schwarzem Pudding (zu deutsch Blutwurst. Habe ich nicht genommen ;) )

Bild 2: Hühnersuppe mit diversen Pasteten

Bild 3: Erbsensuppe, anschließend Obsttörtchen mit Sahne und Kaffee (der Kaffee in GB ist immer noch unter aller Sau)

Bild 4: Tomatensuppe mit Semmeln und diverse Pasteten plus Obst

Bild 5: Nach getaner Arbeit: zwei Flaschen belgisches :Holzhammer: Bier und ab in die Heia

Von der sauguten Pizza und den Omeletts habe ich leider keine Bilder gefunden :(

Bei einem Kalorienverbrauch von deutlich jenseits der 10.000 / Tag kommen einige Mahlzeiten zusammen. Und auch noch 3 Tage nach solchen Events ist der Hunger fast unstillbar.

triduma 30.06.2012 15:12

Also wenn ich das was da auf den Teller ist so ansehe da sind mir die Riegel und Gels bei einer Langdistanz lieber. Nur der Kuchen mit Sahne würd mir zusagen.:) Das man bei so einem Brevet nicht nur Riegel und Gels zu sich nehmen kann ist mir schon klar. Aber ich würde da Pizza, Pasta, Wurst und Käsebrote, Laugengebäck usw. vorziehen.
Wie trainiert man eigentlich für so lange Sachen. Ich fahre ja sehr viel Rad und lauf auch viel aber alles was über 300km geht ist für mich unvorstellbar. Absolut gigantisch.
Gruß
triduma;)

FMMT 30.06.2012 16:35

Klasse Bericht:Blumen:

Straik 30.06.2012 19:16

Zitat:

Zitat von pioto (Beitrag 769867)
...mir geht es meist so, dass ich die nächste Station nach 20km kaum mehr erwarten kann und ich die Mitfahrer, ähnlich einem kleinen Kind auf dem Rücksitz im Auto - mit der Frage nerve: "Sind wir bald da?"

Für den Effekt muss ich nicht Radfahren, da reicht es, im Auto zu sitzen.

Autobahnauffahrt = Hunger:Cheese:

Nordexpress 30.06.2012 20:08

Zitat:

Zitat von triduma (Beitrag 769904)
Wie trainiert man eigentlich für so lange Sachen. Ich fahre ja sehr viel Rad und lauf auch viel aber alles was über 300km geht ist für mich unvorstellbar. Absolut gigantisch.
Gruß
triduma;)

Im Grunde nicht anders als auf eine LD. Viel Grundlage, dazu halt intensivere Intervalle. Du könntest das bei Deinen Umfängen sicher locker aus der Hüfte schütteln.
Die meisten Randonneure trainieren aber nicht gezielt, sondern fahren einfach gern und viel Rad. Allerdings kommen die seltener vorne an. (Ausnahmen bestätigen natürlich wie immer die Regel).

Um es mal etwas zu konkretisieren, nehme ich mal meinen Trainingsaufbau von dieser Saison als Beispiel, das ist aber relativ viel im Vergleich zu vielen anderen:

Beginn November mit 4x3 Wochen (2/1-Rhythmus) viel oberes GA1 und 1x wöchentlich extensive KA-Intervalle z.B. 4x20-30min. Dazu 2x Krafttraining für die Beine über die üblichen Phasen bis zu Maxkrafttraining und 2x wöchentlich was für Rumpf/Oberkörper.

danach 2x4 Wochen mit Schwerpunkt auf Steigerung der Schwellenleistu8ng / FTP / IANS, wie man's halt nennen will.
Di+Do Intervalltraining, Sa lange Aufahrt 4-5h.

Daran hat sich für den 1000er eine 10-wöchige spezifische Vorbereitung angeschlossen, in der die Quali-Brevets über 200, 2x300, 400, 600 plus eine 800km-Tour über 3 Tage eingebaut wurden. Daneben Ausfahrten bis ca. 4h mit 4x30 KA und ab und an Intervalle an der FTP zum Erhalt.

3 Wochen Tapering nach dem 600er und dann der 1000er. Hat super geklappt.
Insgesamt sind so ca. 13.000 km zusammengekommen (Rollenzeiten umgerechnet).

pioto 30.06.2012 21:23

Zitat:

Zitat von triduma (Beitrag 769904)
Also wenn ich das was da auf den Teller ist so ansehe da sind mir die Riegel und Gels bei einer Langdistanz lieber. Nur der Kuchen mit Sahne würd mir zusagen.:) Das man bei so einem Brevet nicht nur Riegel und Gels zu sich nehmen kann ist mir schon klar. Aber ich würde da Pizza, Pasta, Wurst und Käsebrote, Laugengebäck usw. vorziehen.

In Deutschland wird auch meist das gegessen, was du aufzählst. Aber es ist auch nicht immer gesagt, dass man es herunter bekommt. Bei mir funktionieren z.B. super: Suppen, Eis, Kakao. Das geht eigentlich immer. Eine gute Zwischenmahlzeit sind auch zwei Cheeseburger und ein Milchshake von McDoof. Aber ich garantiere dir, dass dir die abgebildeten Sachen geschmeckt hätten, vor allem die Erbsensuppe. Auch wenn die nicht paleo ist ;)
Zitat:

Zitat von triduma (Beitrag 769904)
Wie trainiert man eigentlich für so lange Sachen. Ich fahre ja sehr viel Rad und lauf auch viel aber alles was über 300km geht ist für mich unvorstellbar. Absolut gigantisch.

Ich bin seit November etwa 6000 km gefahren und würde sagen, ca. 15-20 Min. langsamer als Nordexpress auf 100 km. Beim 300er war ich glaube ich sogar schneller, aber da hatte ich eine bessere Gruppe und Nordexpress kam zu spät zum Start. Aber je länger die Strecke, desto größer sein Vorteil. Bei Paris Brest waren es 13h oder so, auf 1200 km. Da habe ich als Erststarter allerdings auch etwas Lehrgeld gezahlt.

Ich trainiere total planlos und fahre mal schneller, mal langsamer. Intervalle bin ich heuer noch gar nicht gefahren, aber die bringen viel. Wollte jetzt damit anfangen. Die ersten 100 km vom 600er Brevet waren dann vielleicht doch ein Intervall.

Wir können ja nächstes Jahr mal zusammen ein Brevet fahren. 400er wäre für dich der passende Einstieg, aber wir nehmen dich auch auf die kürzeren Touren mit, musst halt bergauf auf uns warten. Echte Randonneure kommen natürlich mit dem Rad zum Start :)

triduma 30.06.2012 22:18

Danke für euere Infos.
Ich hab absoluten Respekt vor eueren langen Radeinheiten.
Ich bleib aber bei der Tri-Langdistanz und Radmarathons bis 250km.
Einzig das 312er Rennen auf Malle würd mich mal jucken.
Gruß
triduma:)

Nordexpress 30.06.2012 22:35

Zitat:

Zitat von pioto (Beitrag 770003)
Ich bin seit November etwa 6000 km gefahren und würde sagen, ca. 15-20 Min. langsamer als Nordexpress auf 100 km. Beim 300er war ich glaube ich sogar schneller, aber da hatte ich eine bessere Gruppe und Nordexpress kam zu spät zum Start. Aber je länger die Strecke, desto größer sein Vorteil. Bei Paris Brest waren es 13h oder so, auf 1200 km. Da habe ich als Erststarter allerdings auch etwas Lehrgeld gezahlt.

15-20 min halte ich für übertrieben. Aber stimmt, ich schaff's ganz gut, auf den langen Kanten die Konzentration zu halten.

Der letzte Satz stimmt allerdings. Erfahrung und Streckenkenntnis machen viel aus.

soloagua 30.06.2012 22:36

Zitat:

Zitat von jannjazz (Beitrag 768642)
Innerhalb von kürzester Zeit ist das hier einer der interessantesten Blogs geworden. Lesen macht so richtig Spaß und ich träume schon davon, auch Brevets zu fahren!

Da schliesse ich mich gerne an! Macht sehr viel Spass Eure Berichte zu lesen und ich bekunde gerne meine grössten Respekt an Euch!
Danke!

.... ich muss jetzt ein bischen Links lesen :) Dann habe ich heute Nacht was zum Träumen!


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 17:50 Uhr.

Powered by vBulletin Version 3.6.1 (Deutsch)
Copyright ©2000 - 2026, Jelsoft Enterprises Ltd.