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KalleMalle 26.08.2011 13:06

Sodele - auch im Namen der besseren Hälfte, die hier gestern abend alles gelesen hat erstmal vielen vielen Dank an alle die was beigesteuert haben.
Es ist erstaunlich, daß sich auch bei den unterschiedlichen Meinungen und Tipps in der Gesamtheit ein recht rundes Bild ergibt und Eure Rückmeldungen somit super hilfreich sind.
:Blumen:

Es läuft wohl daraus hinaus, daß mehr Feedback von außen aufgenommen werden muß - in Form von in der Gruppe trainieren und/oder externer Trainer.
Außerdem hat eine Selbstanalyse begonnen, wie das mit dem Wohlfühltempo denn nun wirklich war und wie oft es auch mal darüber hinaus ging. Da geht scheinbar doch noch was....;)

Für mich selber war dieser Beitrag hoch interessant.
Zitat:

Zitat von topre (Beitrag 632487)

Entsprechende Verdächtigungen hat die betroffene Athletin aber geradezu empört zurückgewiesen. :Holzhammer:

Also - nochmal :Danke: an alle.
Weitere Beiträge durchaus willkommen.

P.S. Trainingspartnerin im östl. Rhein-Main-Gebiet gesucht.
Nur für den Fall daß Frau PMP keine Zeit hat, weil der Support des Gatten schon alle Kräfte bindet. ;)

Dieda 26.08.2011 13:42

Super-Tipps von Joerg aus Hattingen!!:Blumen:

Ich habe einen Verein-nutzt mir garnix

Mir hat letzendlich auf dem Rad die Pulsmessung geholfen. Nach einer Leistungsdiagnostik stelte ich fest, dass ich sehr viel Recom gefahren bin vor meiner ersten MD 2009,
also hab ich vor der ersten LD 2011 immer kontrolliert, dass ich auch im GA 1 war - ich fand das anstrengend!!!
Der Körper hat sich daran gewöhnt, ich konnte in 2011 die Umfänge erheblich steigern.
Wenn es meinZiel ist, mich zu verbessern, muss ich ja auch einen Weg finden, notfalls allein dahin zu kommen. Ich hab selten Radpartner.

Laufen: Es gibt da so fiese-Hügel-Runden, die schon mal in Begleitung gelaufen bin. Allein ist das sooo hart-da muss ich teilweise gehen-Kopfsache.
Ich sag mir dann: Du willst WK xy richtig einen raushauen :Peitsche:
Meistens gehts dann .... ;)

Statler 26.08.2011 14:33

Zitat:

Zitat von KalleMalle (Beitrag 633034)

P.S. Trainingspartnerin im östl. Rhein-Main-Gebiet gesucht.
Nur für den Fall daß Frau PMP keine Zeit hat, weil der Support des Gatten schon alle Kräfte bindet. ;)

Östl. Rhein-Main-Gebiet = verbotene Stadt.:Lachen2:

Lege Deiner Frau mal ans Herz Mitglied bei der Eintrach zu werden.
Die bieten unglabulich viele Trainingsmöglichkeiten und -gruppen
an.
Crema und DieAndy sind die richtigen Ansprechpersonen.

:Huhu:

Hoppel 26.08.2011 16:36

Zitat:

Zitat von Joerg aus Hattingen (Beitrag 632863)
Ich habe mir jetzt nicht jeden Beitrag durchgelesen, aber das ein oder ander, was ich auch anführe, ist schon geschrieben worden.
Meine Sicht: Wer immer nur im Wohlfühltempo trainiert, wird auf Dauer verlernen, sich zu quälen. Einem Sportkollegen von mir geht es ähnlich, der hat, bedingt durch langjährige LD-Vorbereitungen, immer nur lang und locker trainiert mit dem Ergebnis, dass er schnell gar nicht mehr kann. Hier muss man neuronale Schleifen durchbrechen, was körperlich anstrengend ist.
Ich würde Deiner Frau empfehlen, mit ihrem gewohnten Training sofort zu brechen und für ein paar Wochen (Ausdauer hat sie ja) ausschließlich kurze (ganz kurze) schnelle Sachen zu machen.

Laufen: 10x schnelle Streigerungsläufe, nach ca 30m Höchsttempo(!!), ca 15m Tempo halten, lang austrudeln. Pause
Laufen: sucht Euche eine leicht abfallende Strecke (1-2% Gefälle), diese dann schnell durchlaufen (ca 300-500m)
Rad: Rolle: Motoriktraining, ca 5sec höchstmögliche Umdrehung treten (so auf 120-130 Upm sollte sie über die kurze Distanz schon kommen), egal, ob sie auf dem Sattel hin und herhoppelt.
Rad: Kurze Strecken richtig schnell, evtl gegen eine leichte Steigung. Muss nicht lang sein, 1km reichen für den Anfang.
Und immer viel Pause (2-5min) zwischen den einzelnen Sachen.

Nur, das gewohnte Trainingstempo meiden! Auch nicht zwischen den Einheiten, dann lieber Gehen!! Die alten Bewegungsmuster müssen überschrieben werden und das werden sie nicht, solange sie benutzt werden!!

Dieses Training möglichst häufig, kein Rückfall in die 'alten' Trainingsmuster für 4-6 Wochen. Der Aufwand wird evtl nur 3-4 Std/Woche betragen, mehr ist und sollte aber auch nicht sein.

Super Antwort :Blumen: ich denke auch das trifft es auf den Punkt

Es muss ja auch nicht immer ne LD sein, lieber erstmal schneller werden auf kürzeren Sachen. Wie lange will sie denn unterwegs sein, wenn sie schon 2 h für eine Sprintdistanz braucht :confused:

Campeon 26.08.2011 18:31

Zitat:

Zitat von Statler (Beitrag 633103)
Lege Deiner Frau mal ans Herz Mitglied bei der Eintracht zu werden.

Adler auf der Brust,

leider schon wieder 2. Liga!
Ich könnt heulen!!!

Willi 26.08.2011 20:01

Zitat:

Zitat von Joerg aus Hattingen (Beitrag 632863)
Ich würde Deiner Frau empfehlen, mit ihrem gewohnten Training sofort zu brechen und für ein paar Wochen (Ausdauer hat sie ja) ausschließlich kurze (ganz kurze) schnelle Sachen zu machen.

Jörg's Tipps sind absolut richtig.

Z.B. beim Lauftraining: sofort aufhören mit dem Wohlfühljoggen, Trainingsumfang deutlich reduzieren - und stattdessen Qualität erhöhen.
  • Intervalltraining im Stil von X-mal-400m u.ä. hat nichts mit Schnelligkeitstraining zu tun.
    Was Deine Frau braucht sind Übungen wie von Jörg beschrieben. Wichtig ist immer eine vollständige Erholung zwischen den einzelnen Reizen - eher mehr als weniger.
    Weitere Beispiele (mit jeweils 10 Wiederholungen nach lockerem Einlaufen):
    • Fliegende Sprints über 20 bis 30 Meter, pro 10 Meter Sprint 1 bis 1,5 Minuten aktive Gehpausen
    • Bergsprints über max. 10-20 sec eine leichte Steigung herauf, anschließend mehrere Minuten Erholung
    • Antrittsläufe mit Partnerwiderstand (Theraband um die Hüften)
    • Treppenläufe mit erhöhter Schrittfrequenz
    • Bergablaufen (mit leichtem Gefälle) - um die Motorik für längere Schritte zu entwickeln
  • Rumpfmuskulatur stärken
    • Circuit-Training ersetzt zukünftig mindestens eine Laufeinheit pro Woche
    • Ausfallschritte mit Hanteln
    • Aufsteigen auf Kasten (Bierkasten an die Wand) - 60 sec Speed - 2 min Pause
    • Slack-Line kaufen
  • Koordination verbessern
    • Cross-Läufe
    • so viele Sprünge über Hindernisse wie möglich einbauen
    • Seilspringen statt Laufeinheit
    • Rückwärtslaufen
    • Lauf-ABC
Für ein gescheites Urteil helfen Aussagen wie "Sprintdistanz in zwei Stunden" oder "OD in 3:45" überhaupt nichts. Ihr braucht Benchmarks wie z.B. Zeiten für 1.000 m Laufen oder 400 m Schwimmen - und die werden ab sofort alle sechs bis acht Wochen neu genommen (natürlich im ausgeruhten Zustand).

Roque 26.08.2011 23:57

Zitat:

Zitat von Willi (Beitrag 633315)
Jörg's Tipps sind absolut richtig.

Z.B. beim Lauftraining: sofort aufhören mit dem Wohlfühljoggen, Trainingsumfang deutlich reduzieren - und stattdessen Qualität erhöhen.
  • Intervalltraining im Stil von X-mal-400m u.ä. hat nichts mit Schnelligkeitstraining zu tun.
    Was Deine Frau braucht sind Übungen wie von Jörg beschrieben. Wichtig ist immer eine vollständige Erholung zwischen den einzelnen Reizen - eher mehr als weniger.
    Weitere Beispiele (mit jeweils 10 Wiederholungen nach lockerem Einlaufen):
    • Fliegende Sprints über 20 bis 30 Meter, pro 10 Meter Sprint 1 bis 1,5 Minuten aktive Gehpausen
    • Bergsprints über max. 10-20 sec eine leichte Steigung herauf, anschließend mehrere Minuten Erholung
    • Antrittsläufe mit Partnerwiderstand (Theraband um die Hüften)
    • Treppenläufe mit erhöhter Schrittfrequenz
    • Bergablaufen (mit leichtem Gefälle) - um die Motorik für längere Schritte zu entwickeln
  • Rumpfmuskulatur stärken
    • Circuit-Training ersetzt zukünftig mindestens eine Laufeinheit pro Woche
    • Ausfallschritte mit Hanteln
    • Aufsteigen auf Kasten (Bierkasten an die Wand) - 60 sec Speed - 2 min Pause
    • Slack-Line kaufen
  • Koordination verbessern
    • Cross-Läufe
    • so viele Sprünge über Hindernisse wie möglich einbauen
    • Seilspringen statt Laufeinheit
    • Rückwärtslaufen
    • Lauf-ABC
Für ein gescheites Urteil helfen Aussagen wie "Sprintdistanz in zwei Stunden" oder "OD in 3:45" überhaupt nichts. Ihr braucht Benchmarks wie z.B. Zeiten für 1.000 m Laufen oder 400 m Schwimmen - und die werden ab sofort alle sechs bis acht Wochen neu genommen (natürlich im ausgeruhten Zustand).

+1 sehr gute Antwort meiner Meinung nach.

Mein Ratschlag wäre:
1. jetzt anfangen gezielt den Körper/v.a.Rumpf+Bauch zu stärken, vielleicht nen Pilateskurs machen
2. Lauf ABC min. 1x pro Woche am besten barfuß auf ner Wiese mit vielen Sprüngen, kurzen Sprints, ggf Liegestützen mit einbauen... im Herbst dann Hügelläufe einbauen wie oben beschrieben
3. Krafttrainingsblöcke z.B. in ner Muckibude einbauen; wie und was wurde schon x mal diskutiert
4. in vielen Studios gibt´s Spinningkurse, mit nem richtig fiesem Trainer kann man sich da ein bis zwei mal die Wo. eins in die Fresse hauen und mal wirklich an seine Grenzen gehen was gerade im Winter sicher nicht schaden kann
5. zum Schwimmen: viele Technikeinheiten, noch mehr kurze Sprinteinheiten und zusätzlich Krafttraining machen schnell
6. zur Planung wenn 2013 die LD ansteht: würd ich 2012 noch 3 OD´s machen(Mai bis Juli), dann im August vielleicht eine lange RTF und im Herbst einen SoloMarathon. und dann...

Gruß und alles Gute
Roque

Vicky 27.08.2011 08:35

Hmmmh... ich gehöre ja leider auch zu der "SEHR langsam" Fraktion. Allerdings ist meine GA noch sehr schlecht.

Womit ich schon beim Thema wäre. Ich habe natürlich auch Eure Ratschläge gelesen. Klar... ich will ja oooch mal schneller werden.

Es ist gerade quasi Saisonende. In Sachen Triathlon kommt da nicht mehr all zu viel. Wäre der Zeitpunkt für Hügelsprints, Schwimmsprints und Radsprints only nicht etwas ungünstig gewählt? Kann man das nicht ins Grundlagentraining einbauen? Beim Schwimmen geht das, Laufen auch... Warmlaufen, bisschen dehnen (kommt eh oft zu kurz), ABC dann Steigerungsläufe, ein paar Sprints. Am Ende GA Training? Wisst Ihr was ich meine?

Ich hatte gedacht, dass man im Herbst/Winter eher Kraft, Kraftausdauer und GA trainiert und ab Frühjahr dann diese vielen Temposachen machen kann... ?? Bin etwas verwirrt... :)

LG

endorphi 27.08.2011 09:36

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 633426)

Ich hatte gedacht, dass man im Herbst/Winter eher Kraft, Kraftausdauer und GA trainiert und ab Frühjahr dann diese vielen Temposachen machen kann... ?? Bin etwas verwirrt... :)

LG

Ist absolut richtig, in diesem Fall geht es ja aber auch darum den "Frustfaktor" zu eliminieren, deshalb würd ich trotz der Jahreszeit auf jeden Fall die vorher schon ausgebreiteten Tipps zum Tempotraining machen. Es geht ja drum dass sie möglichst schnell merkt dass es auch schneller geht.

soloagua 27.08.2011 10:20

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 633426)
Hmmmh... ich gehöre ja leider auch zu der "SEHR langsam" Fraktion. Allerdings ist meine GA noch sehr schlecht.

Womit ich schon beim Thema wäre. Ich habe natürlich auch Eure Ratschläge gelesen. Klar... ich will ja oooch mal schneller werden.

Es ist gerade quasi Saisonende. In Sachen Triathlon kommt da nicht mehr all zu viel. Wäre der Zeitpunkt für Hügelsprints, Schwimmsprints und Radsprints only nicht etwas ungünstig gewählt? Kann man das nicht ins Grundlagentraining einbauen? Beim Schwimmen geht das, Laufen auch... Warmlaufen, bisschen dehnen (kommt eh oft zu kurz), ABC dann Steigerungsläufe, ein paar Sprints. Am Ende GA Training? Wisst Ihr was ich meine?

Ich hatte gedacht, dass man im Herbst/Winter eher Kraft, Kraftausdauer und GA trainiert und ab Frühjahr dann diese vielen Temposachen machen kann... ?? Bin etwas verwirrt... :)

LG

Ich bin ja auch so lahm und werde nächste Woche den letzten WK machen, dann ein bischen erholen und sobald es sich wieder gut anfühlt, auf Rat meines Trainers hin, die Umfänge massiv reduzieren und dafür nun noch so kurze schnelle Sachen trainieren, wie Willi vorhin beschrieben hat. Plus Kraft etc... alles wie aufgeführt. Zumindest im Laufen geht die Schnelligkeit nun vor. GA gibt's nur auf dem Rad. Das mache ich ein paar Wochen und dann schauen wir, wie es sich entwickelt.

Aber, ich habe halt schon GA für richtig laaaange Zeiten...

jumaka 27.08.2011 14:11

Ich bin auch vor allem beim Laufen richtig langsam und leider zu wenig konsequent im Training.
Spinning, wie von Roque beschrieben hat mir viel gebracht. Ich geh da in eine Stunde mit einem sehr Radsport-orientierten Trainer :Liebe: , der NICHT bei 120 Trittfrequenz von locker kurbeln spricht und dann bei ner Umdrehungszahl von 140 noch aufstehen will (das haut mir binnen kürzester Zeit die Lichter aus und frustriert, weil ich nicht fahren kann, was der Trainer ansagt).
Bei ihm ist vielmehr schon mal Kadenztraining bis 120 dabei ansonsten schöne Wechsel mit Berg fahren und auch mal in der Ebene drücken. Da kann ich mich regelmäßig schön abschießen bis mir auf dem Rad schwindelig wird und der Puls (wenn ich denn mal die Uhr dabei hab) sich deutlich in Richtung 90% HFmax bewegt (wohl gemerkt auf dem Rad wo der Puls eigentlich nicht so hoch wird). Das schöne im geschützten Indoorraum find ich nämlich, dass man da wenns nicht mehr geht einfach doch rausdrehen kann... Das geht draußen am Berg nicht so easy.

Was mir beim Laufen viel Spaß macht, aber leider auch zu selten umgesetzt wird, ist eine Art Partner Intervalltraining. So was ähnliches hat Arne auch schon mal beschrieben.
Kurz Einlaufen und dann macht einer die Radbegleitung und der andere läuft zügige ca. 500m (machen wir auf unserer Laufrunde so, weil wir da gute Landmarks haben) nach 500m wird getauscht, der andere schwitzt beim Laufen und der erste Läufer kann sich auf dem Rad gut erholen...
Das macht echt Spaß.

Ich werd nach fleißigem Lesen dieses Threads auch einige der Vorschläge in mein Training aufnehmen, bzw. auch mal besser drauf achten vor allem beim Laufen auch mal die Wohlfühlzone zu verlassen :quaeldich:
Dafür vielen Dank an die Tippgeber:Huhu:

Vicky 27.08.2011 14:58

Hmmmh... für mich klingt das alles nach einem Schnellschuss, der auch verpuffen kann. Ich mache mir da eher Gedanken über:

- wenn man nun für mehrere Wochen NUR noch kurz und schnell trainiert, trainiert man genau das: KURZ SCHNELL können.

- Mit kurzen intensiven Einheiten kann die Grundschnelligkeit erhöht werden. Dafür muss man doch nicht plötzlich die GA - Einheiten ganz weg lassen? Also... GA kann man sicher sehr gut auf dem Rad machen. Im Winter mal schauen...

Ich glaube ich würde da einen guten Mix bevorzugen. Die längeren Läufe kann man doch auch durchaus als Fahrtspiel organisieren. So ein Fahrtspiel kann man sehr intensiv gestalten, oder bei schlechter Tagesform eben eher locker. Wichtig sind die Tempowechsel.

Die RICHTIGE Mischung machts... so jedenfalls glaube ich es. :)

Liebe Grüße!

Ulmerandy 27.08.2011 18:55

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 633521)
....
Ich glaube ich würde da einen guten Mix bevorzugen. Die längeren Läufe kann man doch auch durchaus als Fahrtspiel organisieren. So ein Fahrtspiel kann man sehr intensiv gestalten, oder bei schlechter Tagesform eben eher locker. Wichtig sind die Tempowechsel.

Die RICHTIGE Mischung machts... so jedenfalls glaube ich es. :)

Liebe Grüße!

Nachdem ich ja bei der Mitteldistanz in Malterdingen auf der Laufstrecke mehr mentale als körperliche Probleme hatte, wollte ich es heute (Ok bei ca. 20° weniger :cool: ) einfach mal wissen und hab einen längeren Lauf mal als Fahrtspiel gestaltet.

Zuerst 10 Km flott (5:07 min/Km) und dann einen Kilometer locker (5.30 min/Km) und gleich danach 2 richtig schnelle Kilometer (4.46 min/Km und 4:52 min/Km). Anschließend noch einen Kilometer locker getrabt und danach nochmal einen schnellen (4:52 min/Km) Kilometer angehängt.
Also wenn ich die Laufform noch 4 Wochen halten kann oder evtl. noch etwas verbessern kann wird das spannend beim Einstein-(Halb-)Marathon in Ulm (geht eine sub 1:50h wirklich?)

Viele Grüße

Andy

Willi 28.08.2011 00:40

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 633521)
Hmmmh... für mich klingt das alles nach einem Schnellschuss, der auch verpuffen kann. Ich mache mir da eher Gedanken über:

- wenn man nun für mehrere Wochen NUR noch kurz und schnell trainiert, trainiert man genau das: KURZ SCHNELL können.

- Mit kurzen intensiven Einheiten kann die Grundschnelligkeit erhöht werden. Dafür muss man doch nicht plötzlich die GA - Einheiten ganz weg lassen? Also... GA kann man sicher sehr gut auf dem Rad machen.

Wer hat geschrieben "GA-Einheiten ganz weglassen"? Meine Empfehlung lautet: Trainingsumfang gegenüber bisher deutlich reduzieren - und umbauen.

Um "Kurz schnell" zu können muss man/frau die entsprechende Motorik drauf haben - egal ob schwimmen, radln oder laufen.

Den schönsten Laufstil haben z.B. immer Mittelstreckenläufer (d.h. 800 m / 1.500 m) - wenn die dann auf längere Strecken gehen, kommen die mit deutlich weniger Trainingsaufwand als andere aus - weil sie kraftsparender Laufen.

Wenn KalleMalle's Frau mal die 1.000 m unter 4:30 min läuft oder die 400 m in deutlich unter 8 min schwimmt, geht's weiter - dann kann das ganz easy auf längere Strecken ausgebaut werden. Aber das sollte sie sich erstmal als Ziel setzen. Zeiten für alles was länger ist sind vorläufig irrelevant.

Vicky 28.08.2011 09:03

@Willi

naja... so hatte ich es nach einigen Antworten verstanden, nicht unbedingt nach Deiner. :Blumen:

Das hatte mich doch etwas irritiert. Ich mache seit einiger Zeit häufig Motorikläufe. Es gibt definitiv Verbesserungen auf kurzen Strecken. Leider nicht auf längeren. Aber die Voraussetzungen sind da auch andere. Bei KalleMalle's Frau ist ja doch schon eine gute Grundlage vorhanden. Da geht ja dann doch eigentlich viel mit Motorik und auch Tempotraining. Mir fehlen da noch die Grundlagen. :)

Also ganz konkret gesagt... heißt das, dass - angenommen es gibt 3 Laufeinheiten pro Woche) dass man z.B. 1x Motorik-Training (mit Aufwärmen, dehnen, Motorikläufe in allen Varianten machen kann, 1x evntl. Tempo-DL oder Intervall und einen langen lockeren Lauf??? So ungefähr?

Wäre das beim Radtraining ähnlich? Angenommen es gibt 2 Einheiten: 1 lange GA Einheit, eine etwas kürzere schnellere mit Kraft und Tempowechseln?

So ungefähr?

Willi 28.08.2011 20:48

Zitat:

Zitat von Vicky (Beitrag 633690)
Also ganz konkret gesagt... heißt das, dass - angenommen es gibt 3 Laufeinheiten pro Woche) dass man z.B. 1x Motorik-Training (mit Aufwärmen, dehnen, Motorikläufe in allen Varianten machen kann, 1x evntl. Tempo-DL oder Intervall und einen langen lockeren Lauf??? So ungefähr?

So ungefähr ja, und das unabhängig von der Disziplin. Wichtig ist immer, nicht den selben Stiefel zu trainieren und neue Reize zu setzen.. :bussi:
Daneben ist aber auch ein systematischer Trainingsaufbau nötig - und deshalb hängt's davon ab, in welcher Trainingsphase man sich befindet, wie die Ausgangssituation ist und welches Ziel man erreichen will.

Bei Leuten auf dem Leistungsniveau von Kallemalle's Frau hab' ich immer festgestellt, dass es ein Problem der Motorik / Koordination / Kraft ist. Das sind Themen, die normalerweise in der Kindheit / Jugend aufgebaut werden - und als Defizite typisch für Späteinsteiger. Deswegen dauert's auch ausgesprochen lange, bis das von Erwachsenen umgesetzt wird - weswegen der Selbstmotivation z.B. durch adäquate Zielsetzungen eine große Rolle zukommt.


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