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loard 13.06.2011 09:35

Ja, ich bin mir einfach nur etwas unsicher, weil es meine erste LD ist. Und wie gesagt, wenn ich im Ziel das Gefühl habe, es wäre noch ein bißchen mehr gegangen, dann ist es mir lieber, als wenn ich auf der Ziellinie umkippe. Aber das "bißchen" sollte halt auch nicht zu viel sein ;)

Und man hört ja immer von den Leuten die auf den ersten km beim Laufen aus der Wechselzone stürmen und dann zum Schluss hin fürchterlich eingehen. Das möchte ich eigentlich vermeiden. Und auch Arne sagt: "beim Laufen verliert man nicht in den schlechten Phasen, sondern in den Guten, denn durch den Übermut schießt man sich bis km 15 häufig ab"

Naja, ein paar wettkampfspezifische Einheiten sind ja noch, vielleicht lässt sich da noch etwas über das richtige Tempo ableiten. Wir werden sehen :)

Klatu 13.06.2011 09:46

Zitat:

Zitat von loard (Beitrag 589725)
@Klatu: Solo Marathon im April 2:57, wobei das nicht am Limit war und ich denke 2:55 wäre sicherlich drin gewesen. Lange Läufe starte ich mit 4:50 und dann steigern. Während dem Marathontraining bis auf 4:05, jetzt auf 4:20. Länge 34 bis 38km.
Ich denke ich werde die erste Hälfte des Marathons mit 4:45 angehen. Ist dann schlussendlich vielleicht nicht die schnellstmögliche Zeit, aber ich möchte auch einen Wandertag am Schluss verhindern. Aber natürlich kommt es dann auch immer auf die Tagesverfassung an.

Kannst Du natürlich so machen, ich denke allerdings das Du schneller kannst. Du gehörst sicher zu den guten Läufern auf der Strecke...

Bei meiner 1. LD letzes Jahr stand solo eine 2:50, laufen wollte ich bei der LD ca. 3:15 - d.h. 4:30-4:35er pace. Rausgekommen ist eine 3:07 wobei ich mich am Anfang sehr start bremsen musste um überhaupt langsamer als 4:15 zu laufen.

Besonders beim Triathlon geht es mit immer so, dass ich die guten Laufzeiten dann raushaue wenn ich mit der Zielpace von oben nähere. Im Verlauf schneller zu werden fällt mir sehr schwer.

niksfiadi 13.06.2011 10:04

Zitat:

Zitat von loard (Beitrag 589738)
Ja, ich bin mir einfach nur etwas unsicher, weil es meine erste LD ist. Und wie gesagt, wenn ich im Ziel das Gefühl habe, es wäre noch ein bißchen mehr gegangen, dann ist es mir lieber, als wenn ich auf der Ziellinie umkippe. Aber das "bißchen" sollte halt auch nicht zu viel sein ;)

Und man hört ja immer von den Leuten die auf den ersten km beim Laufen aus der Wechselzone stürmen und dann zum Schluss hin fürchterlich eingehen. Das möchte ich eigentlich vermeiden. Und auch Arne sagt: "beim Laufen verliert man nicht in den schlechten Phasen, sondern in den Guten, denn durch den Übermut schießt man sich bis km 15 häufig ab"

Naja, ein paar wettkampfspezifische Einheiten sind ja noch, vielleicht lässt sich da noch etwas über das richtige Tempo ableiten. Wir werden sehen :)

Da geb ich Dir natürlich recht, aber, wie ich es auch schon Klatu geschrieben habe, kann man IMHO am Rad mit der falschen Einstellung sehr viel verdengeln. Weil ob du 5:15 am Rad sitzt oder 5:00, müde bist Du fürs laufen allemal. Natürlich, wenn der 36er Schnitt zu schnell ist, dann schießt Du dich ab. Aber wenn Du an den Hügeln vorsichtig machst, bergab ordentlich drinnen hängst und in der Ebene deine Pace fährst wird das wohl eher ein 36er Schnitt, als ein 34,5 (folgend Deiner oben beschriebenen Einheit). Wenn Du es natürlich im Gedanken "ich mach jetzt mal locker, weil ich muss ja noch den Mara rennen" besteht schon die Gefahr zu underpacen. So gings halt mir zB 2010 in Linz und im Jahr drauf (heuer) konnte ich 15Min schneller fahren, obwohl ich mich nicht abgeschossen habe. Habe einfach konsequent versucht "aggressiver" zu fahren ohne zu überpacen. Beim Lauf heuer war ich dann nur 3min langsamer! Was aber eher an der Laufform lag :Huhu:

Lg Nik

loard 13.06.2011 10:19

Hm.... ich glaube wir bleiben bei der Glaskugel ;)

@Katu: ja eine Annäherung von oben ist sicher leichter, weil natürlich ;)

@niksfiadi: ich denke auch, dass im Rennen am Rad sicher einiges drin ist. Ich werde hier versuchen einfach nach Puls zu fahren und nicht zu sehr auf die Geschwindigkeit zu achten um so eine bessere Kontrolle zu haben. Die Hügel sollten nicht so sehr das Problem werden. Die Beine sind tiroler Radstrecken gewöhnt ;)
Wobei ich schon auf die 1200HM in Roth gespannt bin.

So wie ich mich kenne, werde ich dann im Wettkampf eher riskieren, weil im Wettkampf zurückhalten ist halt schwierig :) Bei den Koppelläufen im Training musste ich mich auch immer sehr stark einbremsen und vom Gefühl her wars trotzdem relativ locker.

Wir werden am 10.7. sehen wies ausgeht. Ich freu mich schon sehr :)
Auf jeden Fall vielen Dank für eure Hinweise/Gedanken :)!!

Klatu 13.06.2011 10:21

Zitat:

Zitat von niksfiadi (Beitrag 589752)
...kann man IMHO am Rad mit der falschen Einstellung sehr viel verdengeln. Weil ob du 5:15 am Rad sitzt oder 5:00, müde bist Du fürs laufen allemal. Natürlich, wenn der 36er Schnitt zu schnell ist, dann schießt Du dich ab. Aber wenn Du an den Hügeln vorsichtig machst, bergab ordentlich drinnen hängst und in der Ebene deine Pace fährst wird das wohl eher ein 36er Schnitt, als ein 34,5 (folgend Deiner oben beschriebenen Einheit).

Sehr schöne zusammenfassende Beschreibung :Blumen: .

Ich denke genauso werde ich es jetzt machen. Gestern hatte ich meine letzte lange Radeinheit vor Roth - ca. 200 km flach in Aeroposition geballert. Am Ende war es zwar mühsam aber 36km/h konnte ich immer noch treten.
D.h. ich werde es jetzt so angehen dass ich im Flachen ca. 37km/h trete - berghoch locker und dann mal schauen i.Z. kann man in der zweiten Runde noch etwas korrigieren. Dann sollte noch genug für einen schnellen Marathon drin sein. Den werde ich versuchen in 4:15 durchzulaufen.


Wenn ich platze lass ich von mir hören :Cheese:

3-rad 13.06.2011 11:29

Zitat:

Zitat von Klatu (Beitrag 589759)
Wenn ich platze lass ich von mir hören :Cheese:

wenn wir deine Startnummer kennen, werden wir das für dich übernehmen

Klatu 13.06.2011 11:36

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 589791)
wenn wir deine Startnummer kennen, werden wir das für dich übernehmen

377, Ihr könnt ja schonmal Eimer und Wischmop einpacken.

3-rad 13.06.2011 11:44

Ist notiert.

drullse 13.06.2011 13:47

Zitat:

Zitat von loard (Beitrag 589725)
Und da ich einfach schlecht abschätzen kann, wie es sich dann auf der 2. Marathon Hälfte wirklich anfühlt, frage ich hier nach um vielleicht noch ein paar gute Ratschläge zu bekommen.

Also wenn überhaupt was Glaskugel ist, dann die zweite Marathonhälfte...

Vielleicht können sich ja mal diejenigen hier melden, die bei ihrer ersten LD ein optimales Ergebnis gebracht haben (reichen eigentlich auch schon die, die den ersten Marathon optimal gelaufen sind, also weder am Ende noch Reserven hatten, noch eingebrochen sind).

Will sagen: es gibt Erfahrungen, die musst Du selbst machen, da kann Dir keiner helfen.

3-rad 13.06.2011 13:59

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 589896)
Vielleicht können sich ja mal diejenigen hier melden, die bei ihrer ersten LD ein optimales Ergebnis gebracht haben (reichen eigentlich auch schon die, die den ersten Marathon optimal gelaufen sind, also weder am Ende noch Reserven hatten, noch eingebrochen sind).

Ich.
1997 in Almere, Ziel war sub10h.
Außentemperatur 36°C und nur leichter Wind.
1:05 (Ziel 1:05)
4:53 (Ziel sub5h)
3:36 (Ziel 3:30h)
-----
9:47

drullse 13.06.2011 14:32

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 589903)
Ich.
1997 in Almere, Ziel war sub10h.
Außentemperatur 36°C und nur leichter Wind.
1:05 (Ziel 1:05)
4:53 (Ziel sub5h)
3:36 (Ziel 3:30h)
-----
9:47

Ok. Und im Ziel bist Du zusammengeklappt, weil Du wirklich alles gegeben hast - jedoch keinen Einbruch erlitten? Dann bist Du einer der (IMHO) sehr Wenigen.

Klatu 13.06.2011 15:32

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 589927)
Ok. Und im Ziel bist Du zusammengeklappt, weil Du wirklich alles gegeben hast - jedoch keinen Einbruch erlitten? Dann bist Du einer der (IMHO) sehr Wenigen.

Irgendwie fällt mir da der Bostonmarathon ein.

Da kommst Du über die Ziellinie und da stehen gleich 10 Leute mit Rollstuhl und bitten dich Platz zu nehmen - die verrückten Amis.

loard 13.06.2011 22:07

@Drulse: ja auf die Erfahrung freue ich mich schon :) Und ich denke auch, dass man auf der ersten LD eher kein optimales Ergebnis erzielen wird.

Interessant auch ein Beitrag von Bischi zum Thema Lauftempo auf der LD. Er meint, dass es bei ihm ziemlich genau hinkommt, wenn er seine gesamte Lauf Trainingszeit durch die gelaufenen Kilometer dividiert. Bei mir wäre das im Moment ein 4:30er Durchschnitt. Dann kann ja nichts mehr schief gehen ;)

3-rad 13.06.2011 22:08

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 589927)
Ok. Und im Ziel bist Du zusammengeklappt, weil Du wirklich alles gegeben hast - jedoch keinen Einbruch erlitten? Dann bist Du einer der (IMHO) sehr Wenigen.

nein, zusammengeklappt bin ich nicht, insofern hab ich alles falsch gemacht.
:confused:

drullse 13.06.2011 22:15

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 590138)
nein, zusammengeklappt bin ich nicht, insofern hab ich alles falsch gemacht.
:confused:

Nicht alles falsch gemacht - aber optimal ist nunmal Ende der Reserven auf der Ziellinie.

3-rad 14.06.2011 07:23

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 590144)
Nicht alles falsch gemacht - aber optimal ist nunmal Ende der Reserven auf der Ziellinie.

ich behaupte mal, dass so ein Timing den allerwenigsten gelingt.

drullse 14.06.2011 10:28

Zitat:

Zitat von 3-rad (Beitrag 590308)
ich behaupte mal, dass so ein Timing den allerwenigsten gelingt.

Dann behauptest Du ja das Gleiche wie ich... ;)

3-rad 14.06.2011 10:38

Zitat:

Zitat von drullse (Beitrag 590362)
Dann behauptest Du ja das Gleiche wie ich... ;)

nicht ganz.
Ich meine, dass ich damals mein Ziel von sub10h bei der 1. LD deutlich erreicht hatte.
Ich bin nicht zusammengebrochen, meine Beine hätten aber auch nicht länger laufen wollen.

Duafüxin 14.06.2011 11:58

Zitat:

Zitat von Klatu (Beitrag 588958)
- Wenn ich aggressiver Rad fahren will, wieweit geht das? Bez. ab wieviel Prozent schneller oder Prozent vom Schwellenpuls platze ich sicher.
- Ist es generell sinnvoll auf dem Rad Gas zu geben oder kann man beim Lauf mit den gesparten Körnern deutlich mehr Zeit gutmachen?
- Das Streckenprofil sollte bei einer Rennstrategie sicher auch berücksichtigt werden...

Leider konnte ich diese Varianten bisher selbst noch nicht ausprobieren, ich lerne aber gerne von den Fehlern anderer :Huhu: ...

Viele Grüße,
Klatu

Schiess Dich doch einfach mal kontrolliert im Training bei einer Koppeleinheit ab. Mir hats bis jetzt geholfen, da kann ich im WK ziemlich genau sagen wie das Gefühl sein muss, damit ich hinterher noch vernünftig laufen kann.
Wie schon ein Vorredner schrub: Wenn Du das Gefühl hattest auf dem Rad wäre mehr gegangen und der Lauf war top, dann wars genau richtig.
Glücksburg hört sich doch schon nach ner guten Einteilung an. Just do it again ;)

Klatu 14.06.2011 13:47

Zitat:

Zitat von Duafüxin (Beitrag 590428)
Schiess Dich doch einfach mal kontrolliert im Training bei einer Koppeleinheit ab.

Bei der Challenge Kraichgau bin ich volle Lotte losgefahren. Nach ca. 50km gingen dann Berg hoch die Oberschenkel zu - ab da dann locker wenns richtig hoch ging. Dem Laufen hats nicht wirklich geschadet.
Dasselbe passiert im Training. Solange ich genug oben rein werfe ist bei mir auf dem Rad immer muskulär irgendwann Schluss (Oberschenkel oder Knie) - energetisch normal kein Problem. So richtig abschiessen kann man ich mich wohl nur beim Laufen.

Allerdings ist ein Marathon natürlich was gaaaanz anderes als ein Halbmarathon - d.h. hier könnten sich die vorgeschädigten Oberschenkel irgendwann schon auswirken?!

Zitat:

Zitat von Duafüxin (Beitrag 590428)
Glücksburg hört sich doch schon nach ner guten Einteilung an. Just do it again ;)

Beim Lauf wäre in Glücksburg sicher mehr gegangen. Ich habe mich am Anfang stark eingebremst (auf 4:15, was ok war) und habe später nach dem ersten Drittel das Anfangstempo nicht gehalten (runter auf etwa 4:25), da ich eh noch schneller war als geplant (4:30) und die ganze Zeit darauf gewartet habe dass ich platze.
Die letzen 8 km bin ich dann wieder deutlich schneller als ich gemerkt habe dass ich unter 9:30 bleiben kann (außerdem, 8km läuft man zur Not auch auf einem Bein).

Meine Überlegung und Grund für diesen Fred war jetzt, ob ich die übrigen Körner als starker Läufer lieber ins Laufen oder ins Radfahren investieren soll.

benjamin3011 14.06.2011 13:54

Hab zwar keine LD-Erfahrung,
aber was man so liest, würd ich die Körner ins Laufen investieren.
Wenn man sie schon beim Radfahren investiert, weiß man ja nicht, ob es nicht eventuell zu viel war, und geht dann beim Laufen ein.

Duafüxin 14.06.2011 16:04

Zitat:

Zitat von Klatu (Beitrag 590539)
Bei der Challenge Kraichgau bin ich volle Lotte losgefahren. Nach ca. 50km gingen dann Berg hoch die Oberschenkel zu - ab da dann locker wenns richtig hoch ging. Dem Laufen hats nicht wirklich geschadet.
Dasselbe passiert im Training. Solange ich genug oben rein werfe ist bei mir auf dem Rad immer muskulär irgendwann Schluss (Oberschenkel oder Knie) - energetisch normal kein Problem. So richtig abschiessen kann man ich mich wohl nur beim Laufen.

Allerdings ist ein Marathon natürlich was gaaaanz anderes als ein Halbmarathon - d.h. hier könnten sich die vorgeschädigten Oberschenkel irgendwann schon auswirken?!



Beim Lauf wäre in Glücksburg sicher mehr gegangen. Ich habe mich am Anfang stark eingebremst (auf 4:15, was ok war) und habe später nach dem ersten Drittel das Anfangstempo nicht gehalten (runter auf etwa 4:25), da ich eh noch schneller war als geplant (4:30) und die ganze Zeit darauf gewartet habe dass ich platze.
Die letzen 8 km bin ich dann wieder deutlich schneller als ich gemerkt habe dass ich unter 9:30 bleiben kann (außerdem, 8km läuft man zur Not auch auf einem Bein).

Meine Überlegung und Grund für diesen Fred war jetzt, ob ich die übrigen Körner als starker Läufer lieber ins Laufen oder ins Radfahren investieren soll.

Für mich liest sich das immer noch so als wenn Du alles richtig gemacht hast bei der ersten LD. Auch das Einbremsen am Anfang des Laufs war richtig. Ich würde ins Laufen investieren (kann ich auch besser als radeln).


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