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Man kann so viele Dinge bedenkenlos essen, dass Du kugelrund würdest, wenn Du das wollen würdest. Allerdings muss man dazu auch aufgrund der fragwürdigen Produktionsmethoden sehr wählerisch sein, Dich mental vor der Marketingmaschinerie der Agrar- und Nahrungsindustrie abschotten und Dich um Information bemühen, die unabhängig von wirtschaftlichen Interessen generiert wurde. Das ist leider alles ziemlich mühsam, aber spannend und lohnend, wenn man gesund alt werden will. |
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Aber als "Beiwerk" erfüllen sie für mich und andere (die das vertragen) einen wichtigen Zweck. Die KH holt man sich aus den bekannten Quellen, wie sie von der Sportindustrie ja in durchaus akzeptabler Qualität angeboten werden - wobei ich auch schon während des HM in einer MD nur Datteln gegessen habe, was ebenfalls klasse war. Gruß: Michel |
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@PP.
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Welches Proteinkonzentrat ist das denn? |
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Das ist ein Prozess über Monate, mit einer reinen Ernährungsumstellung mitten in der Saison ist das nicht möglich. |
In Mitteleuropa vertragen die meisten Menschen Milchprodukte ganz gut. In Nordeuropa ist Laktoseintoleranz noch viel seltener. Für mich ein guter Beweis dafür, dass sich die Menschheit den Gegebenheiten im Bezug auf Nahrung viel schneller anpasst als manche denken.
Ich vertrage Milch jedenfalls sehr gut. Wenn ich zuviel Süsses esse bekomme oft Sodbrennen, bei Kombination mit Milch nie. Wie kann man nur glauben das in x Generationen Milchwirtschaft keine Anpassung stattgefunden hat. Im Endeffekt verträgt ein Mensch fast alles. Es gibt Populationen die fast auschließlich Fleisch essen als auch solche die fast außschließlich vegetarisch essen. Die richtige Ernährung gibt es nicht. Es wäre soviel einfacher würden wir uns nur von Gras ernähren, dann wären wir uns schnell einig, z.B. das nichts über frisches Gras geht und Silomais nicht so der Burner ist, aber wir sind nun mal Allesfresser. |
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Und Anpassungsleistungen sind sehr wohl innerhalb relativ kurzer Zeit für einen bestimmten Teil der jeweiligen Menschengruppe möglich, soll heißen x% kommen gut mit Getreide zurecht, y% mit Milch, z% mit viel Fleisch und abc% mit reiner Pflanzennahrung. Aber es gibt eben auch einen nicht unerheblichen Anteil von Menschen, die unter einer bestimmten Ernährungsweise leiden, und die müssen halt in der heutigen Welt herausfinden, was zu ihnen paßt = was sie ohne Probleme vertragen. Wie ich schon sagte: Es gibt keine unumstößlichen, endgültigen Wahrheiten, die für JEDEN Menschen gültig sind - im Endeffekt ist doch jeder individuell. Gruß: Michel |
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Grüße, Arne |
Aber gerade im Bezug auf Ernährung sind wir doch sehr unterschiedlich, gerade wenn so fein ausdifferenziert wird wie in solchen Threads.
Ich kann ohne Probleme 2 Liter Milch trinken ein anderer verträgt das garnicht. Wenn ich etwas mehr Kalorien als nötig zu mir nehme macht sich das sofort beim Gewicht bemerkbar, andere stopfen in sich hinein als obs kein Morgen gäbe und sind trotzdem gertenschlank. Manche bekommen von Fett Sodbrennen, andere von Zucker, manche kennen das garnicht. Wie unterschiedlich sind dann erst Dinge wie Protein- oder Vitaminbedarf. Deshalb rate ich dazu nicht auf Ernährungsexperten sondern in erster Linie auf den eigenen Körper zu hören. |
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Daher war Deine apodiktische Aussage bzgl. Apfel entweder polemisch oder in ihrem Absolutheitsanspruch nicht korrekt...;) Zitat:
Frag' mal meine Frau (oder Millionen anderer Leute), ob sie meinen, besonders individuell zu sein, weil sie nach dem Essen einer bestimmten Sache knallrot anlaufen, Hitzewallungen bekommen, sich die Haut vom Leibe kratzen wollen oder unter Kreislaufbeschwerden leiden, um nur die "harmlosen" Beschwerden zu nennen. Gerade bei der Ernährung kann schon eine Minimalabweichung im menschlichen Körper dramatische Auswirkungen haben. Gruß: Michel |
Macht es doch nicht so kompliziert. Bei einer Ausdauerbelastung wie einem Triathlon ist der Verbrauch an Kohlenhydraten immer höher als die maximal nachführbare Menge. Folglich sind die Kohlenhydratvorräte des Körpers zwangsläufig nach einer Zeit erschöpft. Das ist bei allen Menschen gleich.
Milch und Äpfel werden langsam verdaut und die darin enthaltene Energie geht nur langsam ins Blut – unabhängig von der Frage, wer individuell Milch oder Äpfel im Alltag gut verträgt oder nicht. Die Energiezufuhr der genannten Lebensmittel geht nur langsam vonstatten, zumindest im Vergleich zu anderen Energieträgern. Dadurch wird das Defizit an Kohlenhydraten schneller kritisch als bei vielen anderen Energieträgern. Das ist auch bei allen Menschen gleich. Wer im Alltag von Süßigkeiten schnell zunimmt oder nicht, wer von fettem Essen Sodrennen bekommt oder nicht, wer Milch verträgt oder nicht: Das ist individuell unterschiedlich, aber eine ganz andere Baustelle. Grüße, Arne |
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...hast Du eine seriöse Bezugsquelle? |
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Außerdem gibt es keine Wahrheit als die auf dem Platz...;) ... und die lautet in seinem Fall anscheinend: ER als Individuum verträgt keine 1-2l Milch pro Tag PLUS Apfel PLUS intensives Training, sonst würde er nicht diese Probleme bekommen. Hilfestellungen für ihn können also nur Vorschläge und Hinweise anderer sein, die auf Basis ihrer individuellen Ernährung bestimmte Erfahrungen gemacht haben. Ob diese Vorschläge für ihn umsetzbar sind, kann hier niemand sagen, denn auch hier gilt der Satz mit der Wahrheit und dem Platz, sprich: Er muß es ausprobieren (wobei es natürlich ein paar Dinge gibt, die relativ klar und eindeutig sind, die man besser nicht ausprobieren sollte). Gruß: Michel |
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Wenn man mit der eigenen Sporternährung nicht klar kommt, kann ein erster Ansatz darin bestehen, es einfach mal so zu machen, die die Mehrheit der anderen Sportler. Vermisst man dort größere Mengen Milch oder Äpfel, lässt man es damit einfach mal sein. Problem gelöst. Grüße, Arne |
Wenn ich bedenke, dass ich mich "ungesund" ernähren sollte, nur weil ich Milch und Milchprodukte aus "Genuss" konsumiere, dann möchte ich nicht wissen, was man für Urteil über den Durchschnittsbürger/-Studenten fällen sollte. Im Supermarkt häufiger folgendes Szenario:
Mein Einkaufskorb gefüllt mit Milch, Magerquark, ein bisschen Tuhnfisch oder Eier, Äpfel oder neuerdings auch Erdbeeren, Salat und sonstiges Gemüse...und gerne mal ungesüßte Ananas, die ich vor dem Essen sogar durchsiebe und durchspüle, damit der Konservierungszucker rauskommt. Und andere meiner Generation hingegen stapeln locker 3-4 Packungen Tiefkühlpizza, Chips, Cola und Bier auf's Kassenfließband. Ich glaube mein Milchkonsum ist noch relativ harmlos. |
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Ananas kann man übrigens nicht nur in der Dose, sondern auch als frische Frucht kaufen. Sieht in etwa so aus und kostet i.d.R. zwischen EUR 1,49 und 1,99 pro Stück und ist frei von Industriezucker und enthält im Gegensatz zur Konserve, die nur noch Energie liefert, noch alle Vitamine und Enzyme (Bromelain!): ![]() ;) |
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Letztere sind keine Axiome, sondern Möglichkeiten, die für eine Person funktionieren KÖNNEN, während sie für andere nicht funktionieren. Um dieses Thema bzw. dieses Diskussion abzuschließen: DU kannst nicht einfach sagen, daß bestimmte Dinge so seien, nur weil es gerade ein Teil der Wissenschaft so behauptet. Es gibt keinen absoluten Stand der Wissenschaft, sondern nur einen von der Mehrheit der Wissenschaft akzeptierten Wissenshorizont. Dieser wird meist von einem anderen Teil der Wissenschaft nicht akzeptiert oder/und im Lauf der Zeit durch weitere Arbeiten/Studien etc. verändert und teilweise sogar komplett umgeworfen (siehe z.B. die Ergebnisse einer Studie bzgl. der angeblichen Gesundheitsschäden von Salz - oder die Studien, die gezeigt haben, daß es Menschen gibt, die mit einem hohen Cholesterinspiegel wunderbar gesund sind, obwohl sie es lt. Definition nicht sein dürften - oder oder oder...). Gruß: Michel PS: Ein Punkt fällt mir noch ein: Wenn der moderne Mensch sein Eßverhalten verändert, dauert es durchaus ein paar Jahre, bis sein Körper sich darauf eingestellt hat. Das führt dann dazu, daß wenn dieser Mensch anderen erzählt, ihm tue eine gewisse Ernährung gut, dies für diejenigen, die ihre Ernährung (noch) nicht entsprechend verändert haben, nicht der Fall sein muß. |
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Und wenn man den Kopf über die Einkäufe anderer schüttelt finde ich das schon sehr arrogant und überheblich. Man sollte viel eher sehen das Übergewicht als Folge schlechter Ernährung in unserer Gesaellschaft ein grundsätzliches Problem ist. Ich denke, dass die Politik da schläft. Zigarettenwerbung wurde verboten, aber wenn man sich die Spots so anschaut...Chips, Mc´s, Nutella... Ich rümpfe eher die Nase über Menschen, die die Gesundheit anderer verkaufen und sich über den so generierten Reichtum freuen - beispielsweise unsere tolle Fußballnationalmannschaft aber auch viele andere sportler, die für beschissene Lebensmittel werben. Da liegt der eigentliche Skandal, aber nicht beim leicht beeinflussbaren Ottonormalverkäufer, den darf man nämlich nicht überschätzen...und das ist jetzt arrogant und überheblich von mir, aber ich stehe dazu. Kreis geschlossen:Blumen: |
Ich denke, dass Ernährung ein eigenständiges Schulfach sein sollte, da soviele Kinder die Fettleibigkeit ihrer Eltern "erben" ohne eine Chance zu haben, dem zu entgehen. Wenn man dann mit 20 aufwacht und 120 Kilo drauf hat -> viel Spaß beim Loswerden...
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Mahlzeit. |
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Wenn man von einer Sache keine Ahnung hat, sollte man auch einfach mal die Klappe halten können... sorry :Cheese: Zur Sache: http://www.triathlon-szene.de/forum/...9&postcount=38 Kannst ja gerne zur Abwechslung mal sachlich entgegnen und begründen, warum man Deiner Meinung nach ohne Milchprodukte nicht leben kann. |
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Ich finde einfach nur, dass eine derartige Bemerkung wie sie von Dir hier geposted wurde völlig daneben ist. Du bist hiermit für den "such dir was aus" Diskussionsbeitrag des Tages nominiert. Schon wieder, mal wieder. |
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Ich behaupte aber, dass man mit Milchprodukten sehr gut leben kann. |
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"Es gibt überhaupt keinen vernünftigen Grund Milchprodukte irgendwelcher Art zu konsumieren, es sei denn man steht kurz vor dem Verhungern und kann so den Tod vermeiden." Was ist an dieser Bemerkung so derart daneben, dass man sie hier in diesem Forum so nicht posten dürfte? Dieses Statement stellt meine persönliche und wohlbegründete Meinung dar. Niemand verlangt, dass Du sie übernimmst, aber sie ohne jede sachliche Begründung (!) - vermutlich nur um des Stänkerns willen - als "Blödsinn" abzutun - das ist in meinen Augen unfair und so weit daneben, dass es vor allem peinlich für Dich ist in welchem Licht Du Dich hier präsentierst. |
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Dass es eine wissenschaftliche Kontroverse zum Verzehr von Äpfeln während intensiver Ausdauerbelastungen gäbe, habe ich jedoch nicht feststellen können. Da ich gerne dazulerne wäre ich Dir sehr dankbar, wenn Du Studien oder ähnliches dazu verlinken könntest, wo für die Äpfel plädiert wird. Für die Milch gilt das gleiche. Der gegenwärtige wissenschaftliche Stand zur recht verbreiteten "runners diarrhoe", dem vor allem beim Laufen vorkommende Durchfall ist meines Wissens nach: - Ein Zuviel an Ballaststoffen scheint die Hauptursache zu sein. Deshalb ist ein Verzehr von mehreren Äpfeln, die wenig Energie, aber sehr viel unverdauliche Ballaststoffe enthalten, bei Ausdauerbelastungen kritisch zu sehen, vor allem beim Laufen. - Lactoseintoleranz ist eine weitere häufige Ursache, häufig einhergehend mit einer Fructoseintoleranz. Wer von einer runners diarrhoe betroffen ist, sollte daher seinen Konsum von Milchprodukten und Obst in zeitlicher Nähe von Ausdauerbelastungen überdenken. Vor allem, wenn Obst gleichzeitig viel Fructose als auch Ballaststoffe enthält. Außerdem, da es bereits angesprochen wurde: - Mineralstoffe mit Ausnahme von Natrium, Vitamine und Spurenelemente sollte man während Ausdauerbelastungen möglichst wenig zu sich nehmen. Sie haben entgegen früherer Überzeugungen keinen Nutzen im Wettkampf und behindern die Aufnahme von Kohlenhydraten. Das Vorhandensein dieser Stoffe im Obst gehört zu seinen Nachteilen – während des Wettkampfs wohlgemerkt. Natrium wäre nützlich, ist im Apfel aber nur in winzigen Mengen enthalten. - Eine zu hohe Wasseraufnahme ist eine Gefahr, und zwar wegen des fehlenden Natriums. Das führt zu Ödemen und einer Anschwellung des Gehirns, weswegen die Hyponatriämie gefährlich ist. Sie führt aber nicht zu Problemen im Magen und Darm. Dortige Probleme haben fast immer mit Wassermangel zu tun. Über alle diese Punkte scheint mir im Rahmen aktueller wissenschaftlicher Arbeiten Einigkeit zu herrschen. Ich nehmen jedoch gerne wissenschaftliche Arbeiten zur Kenntnis, die eine andere Meinung vertreten. Für Quellen jeder Art bin ich dankbar. Dann wird die Diskussion in diese Richtung auch etwas konkreter. Viele Grüße, Arne |
@Arne.
Ich wollte diese unfruchtbare Diskussion mit Dir ja von meiner Seite aus beenden, aber einer geht noch - lies Dir einfach meine Posts in diesem Thread durch und dann erkläre mir Dein letztes Posting. Hier mein erstes Posting: "1. Als Medizinstudent solltest Du wissen, wie hoch die Verweildauer von frischer, also nicht gekochter Milch im menschlichen Magen ist. 2. Sofern Du keine Apfelallergie hast, sollten Äpfel kein Problem darstellen. Ich zumindest esse Äpfel WÄHREND des WKs (ab Mitteldistanz), vor und während des Trainings - und habe damit nicht nur keine Probleme, sondern im Gegenteil nur Vorteile. 3. Wie schon die Vorschreiber geschrieben: Entweder sind 2l Milch zu viel für Dich oder Du hast eine Laktoseintoleranz oder aber die Kombi aus Apfel und Milch stellt Deinen Magen vor ein Problem. Mein Tip: Laß einfach mal die Milch an dem Tag weg, an dem Du intensiver trainierst. Gruß: Michel" Da steht weder drin, daß ich Milch VOR Ausdauerbelastungen empfehle (im Gegenteil, siehe Punkt 1.), noch daß Äpfel eine wichtige ROlle als Energielieferant im WK spielen, sondern nur, daß ICH sogar während des Trainings und der WK Äpfel zu mir nehme und damit keine Probleme habe. Dein darauffolgendes Posting: "Äpfel im Wettkampf sind auch ohne Fructose- oder Pektinprobleme eine Katastrophe. Schwer verdaulich, wenig Energie und einen Haufen Probleme. Ich warte wirklich darauf, dass mal jemand mit Kokosnüssen, Maiskolben oder Matjesheringen daherkommt." Die ersten zwei Sätze mögen für Dich und ein paar (oder gerne auch: viele) andere Menschen gelten, aber eben nicht für alle, daher verbietet sich diese absolute Formulierung. Und Dein zweiter Satz war reine Polemik. Genauso wie Dein gesamtes letztes Posting. Diskussion auf diesem Niveau damit für mich beendet - gute Nacht: Michel |
Michel, das ist ein Diskussionforum, wir tauschen hier Argumente aus. Du hast gesagt, meine Position sei Gegenstand eine wissenschaftlichen Kontroverse, daher müsse ich vorsichtiger formulieren. Ich habe Dich gebeten, Links zu posten, die diese Kontroverse zeigen. Was ist daran polemisch? Wo ist denn diese wissenschaftliche Kontroverse, auf die Du Dich beziehst? Mir scheint, das ist in einer Diskussion eine zulässige und sachliche Frage.
Sollte ich Dich missverstanden haben, kannst Du dieses Missverständnis aufklären, ohne gleich eingeschnappt zu sein. Grüße, Arne |
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Ob tatsächlich die Ballaststoffe im Obst ursächlich für Durchfall beim Laufen/Sport sind, halte ich für eine ziemlich fadenscheinige Begründung, denn diese beschleunigen zwar die Darmpassage von Obst, aber auch wenn diese schnell läuft, so dauert es doch mindestens 3 Stunden, bevor diese durchlaufen ist. Das kann also m.E. nicht wirklich erklären, warum manche Betroffene berichten, dass sie nach 10-20 Minuten in die Büsche gezwungen werden. Leider habe ich zu diesem Thema beislang auch noch keine vernünftig klingende Alternativtheorien gefunden. Meine persönliche Theorie geht in die Richtung, dass es eher das Kalium im Obst (und reichlich in Äpfeln) ist, das dann zu solchen Problemen führt, wenn vor Konsum des Obstes ein relativ zum Natrium bestehendes Kaliumdefizit bestanden hat. Sollte also jemand im Alltag eher wenig Obst und Gemüse aber viel Natriumchlorid (Kochsalz) zu sich nehmen, dann gerät bei Zuführung von für diese Person ungewöhnlich reichlich Obst beim Sport zu einer raschen Angleichung des Elektrolythhaushaltes, verbunden mit Ausschwemmung von Natrium an das Wasser gebunden ist über den Darm. Gemäß dieser (meiner eigenen zurechgelegten Theorie) habe ich betroffene Sportler in meinem privaten Umfeld beraten und ihre einschlägigen Probleme haben sich durch die Bank drastsisch reduziert. Einfache Maßnahme: Weniger Kochsalz und deutlich mehr Obst und Gemüse im Alltag und schon bleibt die "Flucht in die Büsche" beim Sport aus, wenn man als Verpflegung zu Äpfeln oder anderem Obst greift (wer sich paleo ernährt ist nebenbei bemerkt diesbezüglich automatisch optimal versorgt). Das Geheimnis ist also eine optimierte Natrium-Kalium-Relation in der Ernährung, die dann auch den Flüssigkeitshaushalt im lauf der Zeit neu justiert. Mal sehen, ob das mal jemand in Form einer seriösen Studie zum Thema machen wird, oder obn weiterhin alles auf die Ballaststoffe geschoben wird... Was den Begriff "Ballaststoffe" und deren Gehalt in Lebensmitteln angeht, sollte man nicht vergessen, dass es enorm individuell ist, was überhaupt ein Ballaststoff ist. Generell sind dies nichtverdauliche Nahrungsbestandteile (meist KH), die dann entweder ausgeschieden werden oder von der Darmflora verstoffwechselt werden. Für jemanden, der zb laktose- und/oder fructoseintolerant ist, stellen also Laktose und Fructose Ballaststoffe dar (in der Nährwerttabelle werden diese aber nicht als solche erfasst!), aber für jemanden, der sowohl Laktose als auch Fructose verstoffwechseln kann aber nicht. Diese beiden "Zucker" sind jetzt aber nur zwei von einer Vielzahl von möglichen in der Nahrung enthaltenen Substanzen, die das betrachtete Individuum mal besser, mal schlechter, mal gar nicht verarbeitet. Auch von dieser Seite her muss man Kalorienangaben und die Orientierung daran als Farce betrachten, denn für einen 100% Fructoseintoleranten hat Fruchtzucker gar keine Kalorien, für einen "Normalen" aber 4,1 kcal pro Gramm. Ändert sich zb nach der Einnahme von Antibiotika die Darmflora hat also ein Lebensmittel individuell betrachtet einen anderen Nährwert, wenn Bakterienkulturen sterben, aus deren Stoffwechselprodukten der Mensch zuvor ggfls. Energie bezogen hat. Man kann also den Gehalt an nutzbarer Energie eines Nahrungsmittels nur dann bestimmen, wenn man die individuellen Stoffwechselparameter sowie die Zusammensetzung der Darmflora zum Zeitpunkt X kennt.... . Dass Natrium die kritische Variable beim Sport ist und während längerer Belastung, starkem Schwitzen, großer Hitze kurzfristig ersetzt werden kann und ggfls. muss, alle anderen Mikronährstoffe aber angeblich die Zellen kurzfristig gar nicht erreichen, ist zwar die landläufige herrschende Literaturmeinung, vernachlässigt aber m.E. die sehr sensiblen Regulationsmechanismen im Elektrolythhaushalt. Insbesondere die Relation Na zum Ka im Zusammenhang mit der Natrium-Kalium-Ionenpumpe (siehe auch oben zum Durchfall beim Sport). Im Gegensatz zu Mg und Ca zb kommt Ka und Na sehr rasch im Zellstoffwechsel an. Insofern kann ich mir einfach nicht vorstellen, dass die Kaliumzufuhr irrelevant sein soll, die von Na hingegen lebenswichtig. Aber dies nur meine bescheidene Vermutung... die Literatur gibt leider nicht viel dazu her, zumindest nicht die, die ich kenne. Momentan schreiben alle die Natriumgeschichte gegenseitig voneinander ab... warum auch immer. Der Tipp, man sollte Natriumchlorid (Kochsalz) zuführen, um den Natriumhaushalt zu unterstützen, ist m.E. reichlich suboptimal, denn die Frage, was mit dem Chlorid passiert, das vom Natrium ja abgespalten werden muss, um das Na nutzen zu können, wird dabei ausgeblendet. Dieses wird normalerweise zur Produktion von Salzsäure im Magen verwendet, das Natrium zur Stabilisierung des Blut-ph. Meine persönliche Sicht auf Basis von episodischen Erfahrungsberichten in meinem Umfeld geht dahin, dass es eine Korrelation zwischen Kochsalzzufuhr beim Sport (zb über Salztabletten), Magenbeschwerden und auch Durchfall gibt. Meine persönliche Meinung auf Basis dieser Überlegungen: Kochsalzzufuhr ist einer gezielten Zufuhr von organisch gebundenem Natrium deutlich unterlegen. Dieses findet man in Obst und Gemüse (in optimaler Relation zum Ka!), vor allem in Stangensellerie und Gurken. Ich bin gespannt, wie sich in meinem Umfeld die Strategie bewähren wird, vor dem Sport ein "Natriumloading" über reichlich frisch gepresstem Sellerie-Gurken-Saft durchzuführen und wie sich der Konsum eines Sportdrinks aus frisch gepresstem Apfel-Sellerie-Gurkensaft im Bidon auswirken wird (bei langen Ausfahrten in einer Flasche der pure Saft, in der anderen eine Schorle daraus, die man dann mit Hilfe der Flasche mit purem Saft immer wieder mit Wasser neu herstellen kann; statt Apfel- kann man es auch mit Melonen- oder Traubensaft versuchen) Wichtig: frisch gepresst!! Keine pasteurisierte Industrieplörre! Erste Rückmeldungen sowie meine persönlichen Erfahrungen sind diesbezüglich vielversprechend. Gruß Robert |
Hallo Robert,
danke für die Ergänzungen. Zum Natrium: Ich habe bewusst von Natrium gesprochen und nicht von Natriumchlorid (Kochsalz). Es gibt ja auch andere Natriumverbindungen, z.B. Natriumcitrat, -bicarbonat etc. Im Moment scheint es, als hätte man die Rolle des Kochsalzes während Ausdauerbelastungen in den letzten Jahren etwas überschätzt, die Meinungen darüber gehen jedoch auseinander. Grüße, Arne |
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Ich finde es wirklich toll, dass du hier so aus dem Nähkästchen plauderst. Wirklich höchst interessant. Bezüglich des "Natriumloadings" vor dem Sport: Wie viele Stunden vor der Aktivität sollte man den Saft trinken und wie viel? Auch am Morgen einer Langdistanz? Ich frage deswegen, da ein Vereinskollege auch ein Problem mit Durchfall auf der Langdistanz hat. Kaum auf der Laufstrecke, verschlägt es Ihn nach einigen km in die Büsche. Seine Leistung beeinflusst es zwar nicht wirklich (Laufzeit voriges Jahr 3:04h) aber er könnte ohne diese "Stopps" sicher noch schneller sein... mfg |
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Im übrigen betrügt man sich selbst, wenn man denkt, daß nur weil man viel Sport macht und schlank ist, kann man essen was man will ohne gesundheitliche Konsequenzen. Ständig viel Zucker essen bleibt auf langer Sicht ungesund. |
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Deinem Kollegen würde ich als Tipp geben, in seine Tasche in T2 eine Radflasche mit Sellerie-Gurken-Saft pur oder als Schorle zu packen. Ggfls auch die erwähnte Radbidon-Mischung. In jedem Fall aber auch das vorher im Training bei einer Kombieinheit R-L austesten, wie er es verträgt. Gruß Robert |
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