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tuben 15.09.2010 14:48

Vieleicht gibt es das eine noch und die anderen bald wieder ?
Vieleicht wissen die in Usa schon mehr ? Und die FIFA auch !
So wie immer !? :Lachanfall:
Müssen wir jetzt Angst haben ?

FuXX 15.09.2010 15:01

Zitat:

Zitat von Flitzetina (Beitrag 454445)
Ich war lange in den USA und das Niveau der Allgemeinbildung ist wirklich erschreckend niedrig und zwar im Unterschied zu hier total unabhängig von Schulniveau, Einkommen oder was weiss ich was...

Der Witz an dem Wort Allgemeinbildung ist allerdings, dass die bei uns ganz anders definiert ist als anderswo auf der Welt. Mit allgemein ist es da nicht weit her.

FuXX

Flitzetina 15.09.2010 15:22

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 454513)
Der Witz an dem Wort Allgemeinbildung ist allerdings, dass die bei uns ganz anders definiert ist als anderswo auf der Welt. Mit allgemein ist es da nicht weit her.

FuXX

Da ist natürlich was dran...

Ich meine so Sachen wie

- Abschlussklasse High-School steht vor einer Weltkarte und sucht Deutschland irgendwo in Mittelchina

- Oder US-History Lehrerin behauptet, dass zur Zeit der Declaration of Independence praktisch 100% der US-Bevölkerung lesen konnte

Oder die Klassiker wie "Gibts bei euch Supermärkte?" "Habt ihr schon Mikrowellen?"

titansvente 15.09.2010 15:38

Zitat:

Zitat von Flitzetina (Beitrag 454529)
Da ist natürlich was dran...

Ich meine so Sachen wie

- Abschlussklasse High-School steht vor einer Weltkarte und sucht Deutschland irgendwo in Mittelchina

- Oder US-History Lehrerin behauptet, dass zur Zeit der Declaration of Independence praktisch 100% der US-Bevölkerung lesen konnte

Oder die Klassiker wie "Gibts bei euch Supermärkte?" "Habt ihr schon Mikrowellen?"

Exakt! Aber davon gibt es auch viele in Deutschland. Das ist die Bildungsunter- und leider wohl bald auch -mittelschicht.

Kennt ihr die Pisa Polizei?


Es gab in der Gichichte der Bundesrepublik auch mal einen Regierungschef der zum US-Amerikanischen Staatsoberhaupt gesagt hat:"You can say you to me" :Nee:

Flitzetina 15.09.2010 15:40

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454537)
Exakt! Aber davon gibt es auch viele in Deutschland. Das ist die Bildungsunter- und leider wohl bald auch Mittelschicht.

Kennt ihr die Pisa Polizei?

Leider war ich auf einer privaten Mädchenschule mit Aufnahmeprüfung und ordentlich teurer Tuition (für mich wars als Austauschpatient umsonst), also nix mit Unter- und Mittelschicht.
Das waren alles Mädels aus bestem Hause.
:Cheese:

dude 15.09.2010 15:50

Zitat:

Zitat von Jakob (Beitrag 454364)
"Bekennender Gegner ..." Interessant, wie man sich über die Arroganz der Amerikaner beschweren und im selben Moment selbst exakt dieselbe selbstgerechte Einstellung einnehmen kann. Ich bin gerade von einer USA Reise zurück und war positiv überrascht, wieviele gastfreundliche, im besten Sinne unkomplizierte und positiv denkende Menschen man dort trifft. Keine Rede von Arroganz, ganz im Gegenteil.

Zitat:

Zitat von topre (Beitrag 454373)
Ich war im Frühjahr das erste Mal in meinem Leben in den USA und dazu noch in den angeblich so schlimmen Südstaaten. Auch dort habe ich viele freundliche und aufgeschlossene Menschen kennen gelernt und viele meiner Vorurteile abbauen können.

Genau deshalb hab' ich kein Bock mehr auf Deutschland.

Zitat:

Ebenso war ich geschockt, wie rückständig dieses Hightech-Land in manchen Denken und Bereichen ist. Nur Internet und Klimaanlagen funktioniert immer und überall.
Absolut. Im Ausland lernt man endlich die Vorteile daheim zu schaetzen. Ist kein Gegensatz zu meiner obigen Aussage, ich brauch' keinen Perfektionismus.

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454362)
Für mich ist aber entscheidend aus welcher Geisteshaltung dieses Unwissen resultiert. Ein Grossteil der US-Amerikaner betrachtet sich als Nabel der Welt.

Quatsch. Die USA sind eine Insel, weit weg von Europa. Die haben genug Land, Leute und Probleme, um sich nicht um Dich zu kuemmern. Ich lach' auch immer, wenn ich gefragt werde, ob ich denn wieder nach Sweden ginge (statt Switzerland). Wo war gleich nochmal Kentucky und welcher Staat heisst "MD"?

Zitat:

Wie oft gab im Weltspiegel oder sonst wo tiefgründige Berichte über den glühenden Patriotismus und den Stolz der Eltern, die ihre Kinder zur Verteidigung der "Demokratischen Ordnung" der Staatengemeinschaft in den Irak oder nach Afghanistan schickten? Etliche!
Ach, Du gehoerst auch zu den Weltspiegelaufgeklaerten? Fein! Weiter so!

Zitat:

Zitat von Rhing (Beitrag 454337)
M.E. nicht ganz, die denken, sie sind die Welt. Ein Norweger hat mir glaubhaft folgenden Dialog in einem NY-Taxi geschildert:
"Where are you from"
"Norway"
"Norway, Norway, that's somewhere on the Westcoast, isn't it?"
"No, it's in Europe"
"What language do you speak in Europe? European?"

Und warum schiebst Du das Verhalten eines Pakistani einem Ami in die Schuhe? Ich hab' in zwei Jahren bei grob geschaetzten 100 Taxifahrten noch KEINEN Ami als Fahrer gehabt. Die gibt es nicht!

titansvente 15.09.2010 15:53

Zitat:

Zitat von Flitzetina (Beitrag 454539)
Leider war ich auf einer privaten Mädchenschule mit Aufnahmeprüfung und ordentlich teurer Tuition (für mich wars als Austauschpatient umsonst), also nix mit Unter- und Mittelschicht.
Das waren alles Mädels aus bestem Hause.
:Cheese:

... und da behaupte noch einer, der Zugang zur Bildung sei eine Frage der sozialen Schicht ;)

Vielleicht doch eine Frage der Gene Herr Sarrazin :Cheese:?


on topic:

was mich am "american way of live" stört ist der Habitus. Aber darüber habe ich mich ja bereits ausgelassen.
Aber auch die Verschwendungssucht und die Gleichgültigkeit gegenüber der Umwelt und der immer noch vorhandene latente Imperialismus.

titansvente 15.09.2010 15:58

endlich jemand mit dem man sich streiten kann :Huhu:

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454544)
Genau deshalb hab' ich kein Bock mehr auf Deutschland.

... und viele Amis keinen Bock mehr auf Ihre eigene kaputte Gesellschaft.

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454544)

Ach, Du gehoerst auch zu den Weltspiegelaufgeklaerten? Fein! Weiter so!

ich wünscht` es würden mehr Leute solche Sendungen schauen :cool:

chris.fall 15.09.2010 16:01

Moin,

Zitat:

Zitat von chris.fall (Beitrag 454408)
(...)Also: Ich finde so ein
Schildbürgerstreich ist nicht typisch amerikanisch. Beispiele für
amüsante Dämlichkeiten finden sich auch (...)

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454427)
Ich schon :Huhu:

Zitat:

Zitat von Flitzetina (Beitrag 454529)
Da ist natürlich was dran...

Ich meine so Sachen wie(...)


Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454537)
Exakt! Aber davon gibt es auch viele in Deutschland. Das ist die Bildungsunter- und leider wohl bald auch -mittelschicht.(...)

Hä, wie jetze?


Viele Grüße,

Christian

dude 15.09.2010 16:01

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454549)
... und viele Amis keinen Bock mehr auf Ihre eigene kaputte Gesellschaft.

Auf in's gelobte Land, ab nach Deutscheland!

Zitat:

ich wünscht` es würden mehr Leute solche Sendungen schauen :cool:
Ich wuenschte es wuerde mehr Leute die Glotze abschalten, losziehen und eigene Erfahrungen machen.

dude 15.09.2010 16:04

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454545)
was mich am "american way of live" stört ist der Habitus. Aber darüber habe ich mich ja bereits ausgelassen.
Aber auch die Verschwendungssucht und die Gleichgültigkeit gegenüber der Umwelt und der immer noch vorhandene latente Imperialismus.

All' das stoert mich auch, ob es ein fastfood fettgefressener Ami in seinem XXL SUV ist oder ein fettgesoffener Bayer in seinem dicken Daimler. Genauso nervig sind die stinkenden Oekos in Tuebingen oder die abgedrehten tree hugger in Brooklyn.

Der "immer noch vorhandene latente Imperialismus" ist aus unserem Munde beissender Sarkasmus.

topre 15.09.2010 16:27

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454555)
All' das stoert mich auch, ob es ein fastfood fettgefressener Ami in seinem XXL SUV ist oder ein fettgesoffener Bayer in seinem dicken Daimler. Genauso nervig sind die stinkenden Oekos in Tuebingen oder die abgedrehten tree hugger in Brooklyn.

Wobei gerade in Sachen Umweltschutz die USA leider um Lichtjahre gegenüber der "alten Welt" hinterhinkt. Dafür muss man in keinem Falle ein Öko sein! Und das das nicht zum Wohle unserer Erde ist, dürfte selbst der größten Umweltsau klar sein. Aber die Amis sind lernfähig, so hat meine Nicht als Au-Pair ihrer Gastfamilie die Grundzüge der Mülltrennung beigebracht und die sind davon begeistert! ;)

PS: Dir ist aber schon bewusst, dass du in New York und nicht in den USA lebst. :Cheese:

titansvente 15.09.2010 16:31

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454555)
All' das stoert mich auch, ob es ein fastfood fettgefressener Ami in seinem XXL SUV ist oder ein fettgesoffener Bayer in seinem dicken Daimler.

100% Zustimmung. Das alles sind die Fratzen der "westlichen" Hemisphäre oder die der führenden Industriestaaten. Im Osten wurde das als westliche Dekadenz bezeichnet - zu Recht!
Protagonisten sind und waren aber immer die Amis.

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454555)
Genauso nervig sind die stinkenden Oekos in Tuebingen oder die abgedrehten tree hugger in Brooklyn.

Die finde ich nicht sooo nervig. Angekotzt haben mich immer die "Pseudo-Ökos", die einen auf Öko gemacht haben aber immer mit den ältesten und spritfressendsten Rostlauben rumgegurkt, bevorzugt bei Aldi eingekauft haben und auf Feten immer mit Dosenbier angerückt sind :Nee:


Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454555)
Der "immer noch vorhandene latente Imperialismus" ist aus unserem Munde beissender Sarkasmus.

Och komm mir jetzt bitte nicht mit den Nazis :Nee: Selbst wenn, die einen wollten die Weltherrschaft, weil sie sich als Herrenrasse betrachteten, die anderen weil sie die uneingeschränke Wirtschaftsmacht und damit ihre Existenz sichern woll(t)en.

titansvente 15.09.2010 16:36

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454552)
Auf in's gelobte Land, ab nach Deutscheland!

Es gibt lebenswertere Gesellschaften...

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454552)
Ich wuenschte es wuerde mehr Leute die Glotze abschalten, losziehen und eigene Erfahrungen machen.

Ich auch! ...aber die meisten kommen nur bis zum nächsten Block, weil für mehr die Stütze nicht reicht...

Flitzetina 15.09.2010 16:38

Zitat:

Zitat von topre (Beitrag 454569)
Wobei gerade in Sachen Umweltschutz die USA leider um Lichtjahre gegenüber der "alten Welt" hinterhinkt. Dafür muss man in keinem Falle ein Öko sein! Und das das nicht zum Wohle unserer Erde ist, dürfte selbst der größten Umweltsau klar sein. Aber die Amis sind lernfähig, so hat meine Nicht als Au-Pair ihrer Gastfamilie die Grundzüge der Mülltrennung beigebracht und die sind davon begeistert! ;)

PS: Dir ist aber schon bewusst, dass du in New York und nicht in den USA lebst. :Cheese:

Die alte Welt arbeitet aber daran, dass wir die Amis im Umweltschutz bald wieder einholen...

http://www.youtube.com/watch?v=dZe1AeH0Qz8 <--- USA
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...711107,00.html

Aber wir sind auch bald dran :Nee:

Campeon 15.09.2010 16:47

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454331)
Es grüsst blutsvente - bekennender Gegner des "american way of live" :Huhu:

ich sehe wir tuten ins gleiche Horn!

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454368)
Was ist an meinen Thesen arrogant?

Nichts!

Zitat:

Zitat von maifelder (Beitrag 454370)

Allzu viele Möglichkeiten scheint der unterdurchschnittliche Ami nicht zu haben, um aus Ghettos, Slums und der Unterschicht zu entfliehen.

Wieso, heißt doch immer:
Vom Tellerwäscher zum Millionär!!!

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454440)
... eben war sie noch da :Cheese:

ich habs befürchtet!!!

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454552)
Auf in's gelobte Land, ab nach Deutscheland!

Ich wuenschte es wuerde mehr Leute die Glotze abschalten, losziehen und eigene Erfahrungen machen.

Na wenn du meinst???

Solange die Deppen nicht nach Spanien auswandern!

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454574)
Es gibt lebenswertere Gesellschaften...

Ich auch! ...aber die meisten kommen nur bis zum nächsten Block, weil für mehr die Stütze nicht reicht...

ja das stimmt!
Viva Espana!

Gibts immer noch soviele Parasiten in Deutschland die von Stütze leben können???

Achso, ich feiere den Tag der deutschen Einheit immer noch am 17. Juni!!!

titansvente 15.09.2010 16:51

Zitat:

Zitat von Campeon (Beitrag 454589)
ich sehe wir tuten ins gleiche Horn!

ach Putzelsche... :Blumen: Ein Kopp, ein Arsch :Liebe:

maifelder 15.09.2010 17:03

Zitat:

Zitat von Campeon (Beitrag 454589)
Gibts immer noch soviele Parasiten in Deutschland die von Stütze leben können???



Ja, viel zu viele und bei denen es nicht reicht, die gehen schwarz arbeiten oder werden kriminell.

Und die ganz armen Schweine, schaffen 15Std am Tag und es reicht immer noch nicht zum Leben. Sowas ist der Hohn schlechthin, da wird einem schlecht. Da will man nur noch weg.

Skandinavien vielleicht? :confused:

Matthias 15.09.2010 17:07

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454537)
Es gab in der Gichichte der Bundesrepublik auch mal einen Regierungschef der zum US-Amerikanischen Staatsoberhaupt gesagt hat:"You can say you to me" :Nee:

Nach meinem Wissen ist das nur ein Gerücht. Die verschiedenen "Quellen" sind sich ja nicht einmal darin einig, zu wem Kohl das gesagt haben soll: Reagan, Clinton, Bush, Thatcher?

titansvente 15.09.2010 17:15

Zitat:

Zitat von Matthias (Beitrag 454601)
Nach meinem Wissen ist das nur ein Gerücht. Die verschiedenen "Quellen" sind sich ja nicht einmal darin einig, zu wem Kohl das gesagt haben soll: Reagan, Clinton, Bush, Thatcher?

Bush Senior

dude 15.09.2010 17:25

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454574)
Es gibt lebenswertere Gesellschaften...

Sag' an.

Zitat:

Ich auch! ...aber die meisten kommen nur bis zum nächsten Block, weil für mehr die Stütze nicht reicht...
In welcher kaputten Welt lebst Du denn? :Nee:

dude 15.09.2010 17:27

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454603)
Bush Senior

Blanker Unfug. Du selbst kannst bestimmt kein vernuenftiges Englisch.

titansvente 15.09.2010 17:36

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454614)
Blanker Unfug. Du selbst kannst bestimmt kein vernuenftiges Englisch.

Habe ich das behauptet? Aber für den Job und den Urlaub reichts.

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454612)
Sag' an.

Ich finde vieles in Skandinavien gut.

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454612)
In welcher kaputten Welt lebst Du denn? :Nee:

In der selben wie Du. Wobei Du jemand bist mit dem ich sie gerne teile :Blumen:

Flitzetina 15.09.2010 17:38

Deutschland ist aber auch eben nicht gleich Deutschland wenn's um Lebensqualität und lebenswert sein geht.

In der Schweiz lässt es sich übrigens auch wunderbar leben, wenn die Schweizer uns Deutsche nur nicht so wenig leiden könnten :Lachanfall:

dude 15.09.2010 17:43

Zitat:

Zitat von Flitzetina (Beitrag 454621)
In der Schweiz lässt es sich übrigens auch wunderbar leben, wenn die Schweizer uns Deutsche nur nicht so wenig leiden könnten :Lachanfall:

Noch lachst Du. :(

Ich hab' mich im Ausland aber auch schon als Schweizer verkauft. Ist unbelasteter und erspart dumme Kommentare.

Gestern wieder einer meiner Laufkollegen, der wie ein Drittel aller juedisch ist, zu einem anderen sprechend auf mich zeigend:
"Ran with the Germand jerk on Sunday."
Ich "Don't get too excited."
Er zu ihm "He's alright, he's alright. Just killed our families."
Ich "I AM SORRY!!"
"It's ok. Just saying."

Das war alles im Spass, aber ganz ehrlich: ES NERVT GEWALTIG. Und deshalb bin ich manchmal Buenzlischweizer.
"Oh, Sweden, nice! Blond girls!":Lachanfall:

Skunkworks 15.09.2010 17:48

Wäre die korrete NYC Antwort "F_ck you" gewesen?

Flitzetina 15.09.2010 17:49

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454626)
Noch lachst Du. :(

Ich hab' mich im Ausland aber auch schon als Schweizer verkauft. Ist unbelasteter und erspart dumme Kommentare.

Gestern wieder einer meiner Laufkollegen, der wie ein Drittel aller juedisch ist, zu einem anderen sprechend auf mich zeigend:
"Ran with the Germand jerk on Sunday."
Ich "Don't get too excited."
Er zu ihm "He's alright, he's alright. Just killed our families."
Ich "I AM SORRY!!"
"It's ok. Just saying."

Das war alles im Spass, aber ganz ehrlich: ES NERVT GEWALTIG. Und deshalb bin ich manchmal Buenzlischweizer.
"Oh, Sweden, nice! Blond girls!":Lachanfall:

Ja, aber hier in der Schweiz bist du als Deutscher häufig auch nur sehr mässig gelitten.

Fahrt im ICE auf Schweizer Boden:
Werde von so einem Typen angerempelt, der sich an mir vorbei aus dem Waggon in den Vorraum drängt, weil der Zug gleich hält...
Ich sage"Jaja, ist ja gut... " und gehen zur Seite.
Er darauf:"Das ist hier in der Schweiz so!"
Tür geht auf und er steigt aus.

Leider bin ich in solchen Situationen immer völlig auf den Mund gefallen, sonst hätt ich ihn gefragt, ob er das Drängeln oder die Unfreundlichkeit gemeint hat.
Und was er eigentlich in einem Deutschen Zug wollte :Cheese:

dude 15.09.2010 18:02

Genau das meinte ich und genau deshalb wollte ich nicht mehr in Zuerich arbeiten. War einer der Gruende, warum ich gekuendigt habe. Da hilft auch nicht, dass Schweizer Freunde die treuesten und zuverlaessigsten sind, die man sich denken kann.

Ich halte es mit einem Konstanzer Bekannten, der seit 20 Jahren in der Schweiz arbeitet:

"Schweiz? Wunderschoen! Wenn nur nicht die ganzen Schweizer waeren." ;)

Oder mein Lieblingswitz (irh kennt ihn sicher schon):

Journalistenfrage an den deutschen Aussenminister: "Was machen wir, wenn die Schweiz angreift?"

"Die Schweiz? keine Ahnung. Da muessen sie den Feuerwehrhauptmann von Konstanz fragen."

Jetzt is' aber wieder gut. Da faellt mir grade ein, dass ich noch meinen Ex-chef Beat anrufen wollte. Als der mich einstellte - ich vermute nur, weil er auch Marathonlaeufer ist - fragte er mich nach meiner PB. Seine Reaktion: "Laeckckck!"
Und dann: "Eiegntlich stell' ich niemanden ein, der schneller ist als ich."

titansvente 15.09.2010 18:36

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454626)
Gestern wieder einer meiner Laufkollegen, der wie ein Drittel aller juedisch ist, zu einem anderen sprechend auf mich zeigend:
"Ran with the Germand jerk on Sunday."
Ich "Don't get too excited."
Er zu ihm "He's alright, he's alright. Just killed our families."
Ich "I AM SORRY!!"
"It's ok. Just saying."

Das war alles im Spass, aber ganz ehrlich: ES NERVT GEWALTIG.

Mit dieser Hypothek müssen wir Deutschen bis ans Ende aller Tage Leben :(
... und es war ein Österreicher der uns diese aufgeladen hat, kein Schweizer :Cheese:

ca. 1/3 unserer Kunden hier kommen aus Israel. Ich habe mich persönlich aber schon lange von der historischen Schuld freigemacht, was aber nicht heissen soll, dass mir der Verantwortung nicht bewusst wäre!
Noch nie ist uns jedoch ein Israeli jedoch auf dieser Juden-Nazi-Schiene "blöd" gekommen. Und wir fechten hier so manches Sträusschen mit denen aus :Duell:

edit: auf english :cool:

maifelder 15.09.2010 18:43

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454649)
Ich habe mich persönlich aber schon lange von der historischen Schuld freigemacht,



Wie, erzähl mal.

Ich wollte vorhin schon schreiben, ich bin 35 Jahre alt und habe keinen Juden vergast, meine Eltern auch nicht und meine Großeltern (Opa) waren bei der Wehrmacht und nicht bei der SS.

Immer die ewige Nazikeule schwingen und sich für was entschuldigen, nervt halt.

Ok, mit der Hypothek müssen wir leben, das stimmt.

Aber, auch wenn ich gar nichts relativieren möchte, die Deutschen und deren Schergen waren definitiv die schlimmsten, ohne Frage, jedes Land, jede Religion hatten ihren Völkermord.

Blutsvente, bitte der Versuch einer Diskussion und bitte mir nicht wieder eins mit der Nazikeule überbraten. :Blumen:

Nur, wie man es formuliert, man formuliert es falsch. Bitte nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen.

titansvente 15.09.2010 18:58

Zitat:

Zitat von maifelder (Beitrag 454650)
Wie, erzähl mal.

Ich wollte vorhin schon schreiben, ich bin 35 Jahre alt und habe keinen Juden vergast, meine Eltern auch nicht und meine Großeltern (Opa) waren bei der Wehrmacht und nicht bei der SS.

Kann jeder selber.

Die Schuld eingestehen, Sühne betreiben und ALLES was in der persönlichen Macht steht dafür tun, dass sich sowas nie wiederholen kann.

Wehret den Anfängen!

dude 15.09.2010 19:32

Zitat:

Zitat von blutsvente (Beitrag 454656)
Sühne betreiben

wie konkret?

Flitzetina 15.09.2010 19:35

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454639)

Jetzt is' aber wieder gut. Da faellt mir grade ein, dass ich noch meinen Ex-chef Beat anrufen wollte. Als der mich einstellte - ich vermute nur, weil er auch Marathonlaeufer ist - fragte er mich nach meiner PB. Seine Reaktion: "Laeckckck!"
Und dann: "Eiegntlich stell' ich niemanden ein, der schneller ist als ich."

Ich kenn nen Beat in Zürich (gut davon gibts sicher einige *g* ), der hat sich grad für Hawaii qualifiziert und ganz ohne coaching von DUDE :Cheese:

Muss die Schweizer ein bisschen in Schutz nehmen, so im Bereich wo ich arbeite, sind viele sehr nett und offen. Wir haben auch eine nette Nachbarsfamilie. Aber so im Alltag treffen einen einfach häufiger mal kleine fiese Spitzen.
Ich arbeite übrigens auch in Zürich :Lachen2:

dude 15.09.2010 19:57

Zitat:

Zitat von Flitzetina (Beitrag 454662)
Muss die Schweizer ein bisschen in Schutz nehmen, so im Bereich wo ich arbeite, sind viele sehr nett und offen. Wir haben auch eine nette Nachbarsfamilie. Aber so im Alltag treffen einen einfach häufiger mal kleine fiese Spitzen.

Natuerlich sind sie nett! Ich hab' einige Schweizer Freunde.
Einer von 10 hinterlaesst halt einen fiesen Nachgeschmack. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn man sich "auf der Strasse" als Deutscher den Secondos naeher fuehlt, die kulturell einen voellig anderen Hintergrund haben, dann ist das schon bezeichnend.

Flitzetina 15.09.2010 20:03

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454664)
Natuerlich sind sie nett! Ich hab' einige Schweizer Freunde.
Einer von 10 hinterlaesst halt einen fiesen Nachgeschmack. Nicht mehr, nicht weniger. Wenn man sich "auf der Strasse" als Deutscher den Secondos naeher fuehlt, die kulturell einen voellig anderen Hintergrund haben, dann ist das schon bezeichnend.

Ich merke vor allem an mir selbst, dass ich gehemmt bin, wenn ich mich in Deutschland bemerkbar machen würde.
Klassiker, dass sich jemand völlig dreist irgendwo vordrängelt oder so. Zu hause würde ich dem schon was dazu sagen, hier bin ich da gehemmter, weil ich keine negative Reaktion provozieren will.

ironing 15.09.2010 20:10

Zitat:

Zitat von maifelder (Beitrag 454650)

Aber, auch wenn ich gar nichts relativieren möchte, die Deutschen und deren Schergen waren definitiv die schlimmsten, ohne Frage, jedes Land, jede Religion hatten ihren Völkermord.

Das ist so eine typische Halbdistanzierung: im selben Satz heisst es "ja aber die anderen auch". Ja die Nazis waren schrecklich aber die Amis ... Ich sag nur Atombombe! Hamburg und Dresden! My Lai! Und Auschwitz haben sie auch nicht bombardiert ...

Sorry nimm das nicht persönlich aber ich bin aus Österreich und da begegnest du solchen Argumenten regelmäßig. Wer in der Lage ist, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und sich vorzustellen, wie schrecklich die Schicksale vieler Millionen in dieser Zeit gewesen sind, sollte meiner Meinung nach niemals ein Problem damit haben, sich von diesen Verbrechen (die letztendlich auch am eigenen Volk begangen wurden) zu distanzieren, ohne sofort aufrechnen zu müssen.

Die Nazizeit gehört einfach zum Kernbestand der deutschen (und österreichischen) Geschichte, das lässt sich nicht ernsthaft bestreiten. Und warum sollte man auch? Bei den positiven Dingen fragt man sich doch auch nicht wirklich, ob man etwas "persönlich dafür kann": man ist stolz auf die eigene Fußballnationalmannschaft, die wieder einmal bei einer WM groß aufgespielt hat (für Österreicher: ... die gegen Kasachstan zum ersten Mal seit 25 Spielen wieder einmal zu Null gespielt hat), auf Michael Schumacher bzw Hermann Maier, die deutsche Autoindustrie etc Auf der Kehrseite sollte es dann aber ebenso kein Problem sein, eine gewisse Verantwortung für den Umgang mit der Nazizeit zu übernehmen.

Dass es auch anderswo und in anderen Zeiten schreckliche Verbrechen gegeben hat, ist klar, ändert aber nichts daran, dass man gut daran tut, vor dem eigenen Haus zuerst zu kehren bevor man auf den Dreck bei den anderen zeigt.

dude 15.09.2010 20:14

Zitat:

Zitat von Jakob (Beitrag 454666)
Dass es auch anderswo und in anderen Zeiten schreckliche Verbrechen gegeben hat, ist klar, ändert aber nichts daran, dass man gut daran tut, vor dem eigenen Haus zuerst zu kehren bevor man auf den Dreck bei den anderen zeigt.

Weshalb ich es unpassend finde, anderen Nationen einen "immernoch latent vorhandenen Imperialsmus" vorzuwerfen (um wieder auf's Thema zurueckzukommen).

Kurt D. 15.09.2010 21:59

Zitat:

Zitat von Matthias (Beitrag 454601)
Nach meinem Wissen ist das nur ein Gerücht. Die verschiedenen "Quellen" sind sich ja nicht einmal darin einig, zu wem Kohl das gesagt haben soll: Reagan, Clinton, Bush, Thatcher?

...das war ein ähnlicher Klassiker wie der von Heinrich Lübke, bei seiner Rede anlässlich seines Staatsbesuches (in Afrika) vor dem versammelten Diplomatischen Korps:
"Sehr verehrte Damen und Herren, liebe Neger...." :Lachanfall:

@Dude: Imperialismus stellt sich nicht zwangsläufig in kriegerischen Aktivitäten dar. Zudem: Imperienmächte kommen und gehen - es ist nur jeweils eine Zeitfrage, meist zerfallen diese immer von innen (wir denken in zu kurzen Distanzen hierbei).

schoppenhauer 15.09.2010 22:12

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 454639)

"Schweiz? Wunderschoen! Wenn nur nicht die ganzen Schweizer waeren." ;)

Das gibt's in Wien über Kärnten auch: "Wünderschön - leider bewohnt!"

Ansonsten finde ich die Diskussion hier ziemlich müssig. Egal wo man ist, man trifft überall dieselben Arschlöcher, neben denen gibts einige, die einem ziemlich egal sind und dann gibts immer Menschen, bei denen vieles passt und die man zu schätzen weiß. Der Rest ist Heimat. Was immer das auch ist und was dich daran stört oder dir gefällt...

Skunkworks 15.09.2010 23:52

Zitat:

Zitat von Jakob (Beitrag 454666)
Das ist so eine typische Halbdistanzierung: im selben Satz heisst es "ja aber die anderen auch". Ja die Nazis waren schrecklich aber die Amis ... Ich sag nur Atombombe! Hamburg und Dresden! My Lai! Und Auschwitz haben sie auch nicht bombardiert ...

Sorry ...

Die Nazizeit gehört einfach zum Kernbestand der deutschen (und österreichischen) Geschichte, das lässt sich nicht ernsthaft bestreiten. Und warum sollte man auch? Bei den positiven Dingen fragt man sich doch auch nicht wirklich, ob man etwas "persönlich dafür kann": man ist stolz auf die eigene Fußballnationalmannschaft, die wieder einmal bei einer WM groß aufgespielt hat (für Österreicher: ... die gegen Kasachstan zum ersten Mal seit 25 Spielen wieder einmal zu Null gespielt hat), auf Michael Schumacher bzw Hermann Maier, die deutsche Autoindustrie etc Auf der Kehrseite sollte es dann aber ebenso kein Problem sein, eine gewisse Verantwortung für den Umgang mit der Nazizeit zu übernehmen. ...

Wenn du die Nazizeit als Kernbestand der Geschichte eines Landes ansiehst, bist du doch genau in die Verteidigungsposition erzogen worden, die zu so unsinnigen Vergleichen mit sanftem Sportpatriotismus führt.
Die deutsche Geschichte ist weitreichender als das diese Zeit die einzige ist mit dem man als Deutscher in Verbindung gebracht werden sollte.
Ich (Jg 70) fand es sehr schade, dass wir in der Schule in Geschichte fast nur Weimarer Republik bis NS und danach hatten. Das die Staatsform der jetzigen Bundesrepublik aber schon einmal existierte lernte ich viel später . Und wenn man auf irgendetwas stolz sein möchte (als Deutscher), dann auf den Teil der Geschichte, in dem die Menschen die heutige Demokratie schon damals lebten.
Das diese Zeit im Ausland gegen null bekannt sein dürfte und alles nun mal bei den Nazis hängen bleibt macht es natürlich einfach einen jeden in diese Verteidigungshaltung zu bringen, in der man sich ohne Grund entschuldigt.

/S.


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