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HendrikO 25.10.2009 14:04

Zitat:

Zitat von Thommy (Beitrag 296589)
Sicher hast du recht blusvente ,

aber ein ganz entscheidener Faktor ist durch keine Bildung zu ersetzen . Und das sind "Beziehungen" , das sogenannte Vitamin "B" , das Türen öffnen kann , oder aber schliessen . Und keine Bundesregierung kann diese Seilschaften auflösen , egalin welcher Farbkombination ,bzw mit welcher Besetzung

Naja, entscheidend? Vitamin B ist sicher hilfreich, wenn zwei einigermaßen qualifizierte Anwärter für eine Stelle in Frage kommen.

Was Blutsvente meint, ist eher das Problem wirklich ungebildeter Schichten, die sich der Bildung regelrecht verweigern. Das ist ein Problem, das man mit Geld nicht lösen kann.

Gruß
Hendrik

maifelder 10.05.2011 18:48

Ich hatte ja um meine politische Gesinnung und Sympathien nie einen Hehl, aber was da heute abgelaufen ist, verschlägt mir die Sprache.

Mir ist klar, dass es bei Ministern nur auf Außendarstellung und Mitarbeiterführung ankommt. Aber beim Dr. med Rösler ging ich davon aus, dass er vom Ressort Gesundheit was versteht und deshalb Bundesgesundheitsminister wurde.

Aber jetzt ist er Wirtschaftsminister und der Bahr (Bankkaufmann, na gut auch noch BoS in International Health Care and Hospital Management) ist neuer Gesundheitsminister.

Es geht abwärts.

Ob die mit der Aktion wieder an 18+-Zeiten anknüpfen wollen und vor allem werden, wohl kaum?

Wie gut, dass der Jürgen das nicht mehr miterleben muss. :Nee:

Pascal 10.05.2011 20:47

Da sieht man, wozu die Paarung "Facharbeitermangel" und "flexibler Arbeitsmarkt" letztlich führen...;)

JumpungJackFlash 10.05.2011 21:07

Breaking News Breaking News Breaking News Breaking News

in China fällt ein Sack Reis um

Breaking News Breaking News Breaking News Breaking News

noam 10.05.2011 21:45

wir warten auf ein neues buch von sarazin

die fdp schafft sich ab


:Huhu:

ich denke die fdp wird bundesweit stark mit der 5% hürde zu kämpfen haben

Meik 10.05.2011 22:24

Zitat:

Zitat von noam (Beitrag 573170)
ich denke die fdp wird bundesweit stark mit der 5% hürde zu kämpfen haben

Ist das ein Wunder wie die sich in der letzten Zeit präsentieren. Es gibt Leute die wachsen mit ihren Aufgaben und Verantwortung - und es gibt die FDP :Nee:

Rhing 10.05.2011 23:10

Zitat:

Zitat von maifelder (Beitrag 573103)
Es geht abwärts.

Politisch sind wir ja sicher nicht einer Meinung, aber diesmal schon. Übrigens auch mit anderen FDP-Mitgliedern


Zitat:

Zitat von Spiegel online (Beitrag 573103)
Der Vorsitzende der Jungen Liberalen, Lasse Becker, war dabei, als auf der Telefonkonferenz des Bundesvorstands am Dienstag beschlossen wurde, dass Rösler und Bahr Minister werden. Becker, der sich einst gegen Brüderle gestellt hatte, twitterte kurz darauf an seine Parteifreunde: "Das ist der Teil des abstrusen Theaters, den man auch in nüchternem Zustand verstehen und sogar gut finden kann ... aber der Rest ..."

Das ist jetzt gar nicht so bös gemeint, wie's sind anhört. Denn das schlimme ist, das hätte m.E. in jeder anderen Partei auch stattfinden können, wenn die Konstellation entsprechend wäre.

TriBlade 10.05.2011 23:15

Ich finde es total gut was die F.D.P. da macht. Insebesondere der Brüderle braucht viel mehr Einfluss. Selten hat ein Politiker so viel Gutes getan wie der. (Wo war hier noch mal der Ironiesmiley)

FuXX 11.05.2011 10:42

Zitat:

Zitat von maifelder (Beitrag 573103)
Ich hatte ja um meine politische Gesinnung und Sympathien nie einen Hehl, aber was da heute abgelaufen ist, verschlägt mir die Sprache.

Mir ist klar, dass es bei Ministern nur auf Außendarstellung und Mitarbeiterführung ankommt. Aber beim Dr. med Rösler ging ich davon aus, dass er vom Ressort Gesundheit was versteht und deshalb Bundesgesundheitsminister wurde.

Aber jetzt ist er Wirtschaftsminister und der Bahr (Bankkaufmann, na gut auch noch BoS in International Health Care and Hospital Management) ist neuer Gesundheitsminister.

Meine Freundin hat die Herren Bahr und Roesler mal live erlebt bei so einer Gesundheitsdebatte (sie ist ja hier am Klinikum). Sie sagte Bahr kenne sich mit dem Gesundheitssystem viel besser aus. Roesler sei halt Mediziner und denke das qualifiziere ihn fuer alles.

Wie der nun ins Wirtschaftsministerium passen soll ist mir vollkommen schleierhaft, davon hat der mal rein gar keine Ahnung. Da hilft es leider auch nicht zu sagen:"I told you so." Auch wenn genau dieses Chaos und dieser Bloedsinn bei der FDP zu erwarten war. Verwunderlich war nur mit welchem Elan Schwachsinn von Beginn an produziert wurde (ging direkt mit der MwSt los).

Naja, mal gucken wie lange der seinen Dr. Titel noch behalten darf und ob er dann abtritt.

FuXX

Nordexpress 11.05.2011 11:25

Zitat:

Zitat von maifelder (Beitrag 573103)
Es geht abwärts.

Das ist wohl das Grundprinzip des Konzepts ;)
http://www.der-postillon.com/2011/05...unftig-im.html

RolandG 11.05.2011 11:55

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 573390)
Roesler sei halt Mediziner und denke das qualifiziere ihn fuer alles.

Vergiss 'mal bitte nicht, dass er 2009 gar nicht Gesundheitsminister, sondern schon damals Wirtschaftsminister werden wollte.

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 573390)
Wie der nun ins Wirtschaftsministerium passen soll ist mir vollkommen schleierhaft, davon hat der mal rein gar keine Ahnung.

Wie willst Du das beurteilen können? Immerhin war er schon Wirtschaftsminister in Niedersachsen und wäre das wohl auch geblieben, wenn er nicht nach Berlin geholt worden wäre. Was sind Deine Qualifikationen?

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 573390)
Naja, mal gucken wie lange der seinen Dr. Titel noch behalten darf und ob er dann abtritt.

Dummes Zeug.

FuXX 11.05.2011 14:34

Zitat:

Zitat von RolandG (Beitrag 573445)
Wie willst Du das beurteilen können? Immerhin war er schon Wirtschaftsminister in Niedersachsen und wäre das wohl auch geblieben, wenn er nicht nach Berlin geholt worden wäre. Was sind Deine Qualifikationen?

Ja, 8 Monate lang - und deswegen hat er jetzt Ahnung davon? Der Kerl ist Arzt. Das Wirtschaftsministerium sollte in Haenden von Leuten sein die sich mit Volkswirtschaft auskennen.

Als Gesundheitsminister war er uebrigens auch ne Fehlbesetzung.
Zitat:

Dummes Zeug.
Abwarten.

http://www.klein-klein-verlag.de/Sonstiges-|-Erschienen-in-2011/03052011-hat-sich-bundesgesundheitsminister-philipp-roesler-seinen-doktortitel-illegal-erworben.html
(die Seite finde ich schon sehr schraeg - aber mal gucken wie Roesler sich aeussert)

EDIT: Nur so nebenbei: Ich finde das staendige wechseln der Ressorts aus Gruenden des Machtkalkuels generell daneben. So kann kein echtes know-how entstehen. Wenn jemand sich mit Volkswirtschaft auskennt, dann kann er vll noch irgendwie zwischen den Ministerien fuer Wirtschaft, Finanzen und Arbeit springen, aber ploetzlich Verteidigungs-, Aussen- oder Entwicklungspolitik zu machen ist fuer so einen Bloedsinn, genau wie umgekehrt. Wer wuerde denn jemanden mit 8 Monaten als Geschaeftsfuehrer bei nem mittelstaendischen Unternehmen und vorheriger Arbeit in anderen Bereichen zum Vorstandschef der Deutschen Bank machen, wenn er zudem auch noch die letzten 2 Jahre was ganz anderes gemacht hat? Der waere doch in der Industrie nichtmal in ner kleinen Klitsche in ne verantwortliche Position gekommen, weil alle gesagt haetten: Du bist Mediziner, was willst du in der Geschaeftsleitung? Wenn er sich in ner Klinik hochgearbeitet haette, dann haette das vll anders ausgesehen.

KalleMalle 11.05.2011 15:09

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 573576)
Das Wirtschaftsministerium sollte in Haenden von Leuten sein die sich mit Volkswirtschaft auskennen.

Das Argument ist nicht so ganz von der Hand zu weise - keine Frage. Aber woher weißt Du denn, daß er von VWL keine Ahnung hat. Wenn Du das über die Ausbildung definierst, dann war das Wirtschaftsministerium schon sehr lange nicht mehr adäquat besetzt.
Die Amtsvorgänger von Brüderle waren (guckst Du WIKI):
  • KT zu Guttenberg: Bekanntlich mit juristischem Hintergrund - jedenfalls war er dafür an der Uni mal eingeschrieben :)
  • Michael Glos - der war gelernter Müller (kein Scherz!)
  • Wolfgang Clement - Jurist
  • Werner Müller - der erste VWLer in der Liste
  • Günter Rexrod - immerhin BWLer
  • Jürgen Möllemann - hat mal Lehramt für Deutsch, Geschichte und Sport studiert
  • Helmut Haussmann - Der war von '88 bis '91 Minister. Kennst Du den überhaupt noch ?

Soll jetzt nicht heißen, daß ich meine, der Rösler wäre eine tolle Besetzung für den Posten.
Aber ich frage mich halt wie Du zu dem Urteil kommst, daß er es NICHT ist ???

FinP 11.05.2011 15:15

Zitat:

Zitat von KalleMalle (Beitrag 573596)
Brüderle - Stammgast in der Wirtschaft!
  • KT zu Guttenberg - hat als 18 jähriger ein mittelständisches Unternehmen mit 18.000 Euro Jahresumsatz an die Börse gebracht oder so :Cheese:

:Cheese:

Nordexpress 11.05.2011 15:17

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 573576)
EDIT: Nur so nebenbei: Ich finde das staendige wechseln der Ressorts aus Gruenden des Machtkalkuels generell daneben. So kann kein echtes know-how entstehen. Wenn jemand sich mit Volkswirtschaft auskennt, dann kann er vll noch irgendwie zwischen den Ministerien fuer Wirtschaft, Finanzen und Arbeit springen, aber ploetzlich Verteidigungs-, Aussen- oder Entwicklungspolitik zu machen ist fuer so einen Bloedsinn, genau wie umgekehrt. Wer wuerde denn jemanden mit 8 Monaten als Geschaeftsfuehrer bei nem mittelstaendischen Unternehmen und vorheriger Arbeit in anderen Bereichen zum Vorstandschef der Deutschen Bank machen, wenn er zudem auch noch die letzten 2 Jahre was ganz anderes gemacht hat? Der waere doch in der Industrie nichtmal in ner kleinen Klitsche in ne verantwortliche Position gekommen, weil alle gesagt haetten: Du bist Mediziner, was willst du in der Geschaeftsleitung? Wenn er sich in ner Klinik hochgearbeitet haette, dann haette das vll anders ausgesehen.

:Danke:

FuXX 11.05.2011 15:55

@Kalle: Das ist ja richtig, aber das muss ich ja nicht gut finden ;) Und wer von denen war denn geeignet? Am ehesten der parteilose Mueller, wuerd ich sagen.

Bei Roesler hatte ich schon im Gesundheitsministerium das Gefuehl, dass er keine Ahnung hat was er da soll - und das war zumindest entfernt sein Fachgebiet. Wie soll das erst werden, wenn es um ein Thema geht von dem er noch viel weiter weg ist?

KalleMalle 11.05.2011 18:03

Nimm's mir nicht übel FuXX, aber die postest hier mehr od. weniger ständig mit dem Grundtenor, daß Politiker eh alle nix taugen und auch nix können.
Und auf meine Frage wie Du bezüglich Rösler zu Deinem Urteil kommst antwortest Du sinngemäß, daß du das so im Gefühl hast.
Finde ich recht aufschlußreich.

Der Zustand der FDP und das gestrige Postengeschiebe sind ganz bestimmt keine Glanzlichter in der politischen Landschaft.
Aber dem Rösler einfach mal Inkompetenz für's Wirtschaftsministerium zu unterstellen, weil Du das so im Gefühl hast, führt zu einer Diskussionskultur die die Lage wohl kaum zum Besseren verändert, oder?

Warum wirste denn nicht selber Politiker und machst es besser ?

Pascal 11.05.2011 22:11

Bei der FDP wird wieder ein Posten frei:

Silvana tritt von allen Ämtern zurück und wird nun wieder Pausestullen für ihre kleien Racker schmieren und die Sunkist bereitlegen...:Lachen2:

FuXX 11.05.2011 23:50

Zitat:

Zitat von KalleMalle (Beitrag 573737)
Nimm's mir nicht übel FuXX, aber die postest hier mehr od. weniger ständig mit dem Grundtenor, daß Politiker eh alle nix taugen und auch nix können.
Und auf meine Frage wie Du bezüglich Rösler zu Deinem Urteil kommst antwortest Du sinngemäß, daß du das so im Gefühl hast.
Finde ich recht aufschlußreich.

Der Zustand der FDP und das gestrige Postengeschiebe sind ganz bestimmt keine Glanzlichter in der politischen Landschaft.
Aber dem Rösler einfach mal Inkompetenz für's Wirtschaftsministerium zu unterstellen, weil Du das so im Gefühl hast, führt zu einer Diskussionskultur die die Lage wohl kaum zum Besseren verändert, oder?

Was ich sage, ist nur, dass ich bei Rösler nichts erkennen kann, was ihn irgendwie geeignet erscheinen lässt. Was hat er denn bitte vorzuweisen? Sonst werden Stellen doch auch besetzt, indem geschaut wird, welcher Bewerber auf eine Stelle passt. Und wenn keiner passt, wird weiter gesucht. Und das ist in der Politik halt nicht so. Die Chefs haben doch da meist viel weniger an Qualifikation als ihre höchsten Angestellten. Ist ja auch kein Wunder, wenn man ständig den Job wechselt und alle 2 Jahre komplett neue Themen bearbeiten muss - und alles nur aus Machtkälkül. Ich find das schon merkwürdig. Wenn du das anders siehst, dann ist das dein Ding. Aber bitte: Sag mir doch, warum du den Rösler für geeignet hältst? Da bin ich echt gespannt.

Mit Gefuehl hat das übrigens nicht viel zu tun - das Wort war einfach eine vorsichtige Umschreibung meiner Beobachtungen. Ich hätte auch sagen können, dass im Gesundheitsministerium ein Kapitän auf Irrfahrt unterwegs war. Da ist er aber auch bei weitem nicht der erste gewesen. Schlimmer als die Ulla konnte er es auch nicht mehr machen...
Zitat:

Warum wirste denn nicht selber Politiker und machst es besser ?
Ich bin nach meinen eigenen Regeln ungeeignet. Was soll ich da als Ingenieur? Ein Raumschiff bauen, oder ein Auto? Ich glaub das ist in Berlin nicht gefragt.

Es gibt aber auch ein paar gute Jungs und Mädels in Berlin, daran besteht kein Zweifel.

powermanpapa 12.05.2011 00:03

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 573946)
.....
Es gibt aber auch ein paar gute Jungs und Mädels in Berlin, daran besteht kein Zweifel.

nun sach mal......wer? ernsthaft!

KalleMalle 12.05.2011 09:13

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 573946)
Sonst werden Stellen doch auch besetzt, indem geschaut wird, welcher Bewerber auf eine Stelle passt.

Sowas kann auch nur einem Ingenieur einfallen.
In der Politik kommt es doch auf ganz andere Fähigkeiten als auf fachspezifisches Wissen an.
Z.b. auf die Fähigkeit zu führen und zu überzeugen.
Ist bei Geschäftsführern, Abteilungsleitern usw. übrigens genauso.
Aber fachspezifisches Wissen kann nicht schaden, da hast wohl recht.

Zitat:

Sag mir doch, warum du den Rösler für geeignet hältst? Da bin ich echt gespannt.
Das hab ich nicht gesagt. Lies mal genau nach !
Ich finde ihn weder besonders sympathisch noch charismatisch.
Und großartige Leistungen als Gesundheitsminister kann ich ebenfalls nicht erkennen. Ich möchte mir aber auch nicht anmaßen, gerade dazu ein qualifiziertes Urteil abgeben zu können.
Aber immerhin hat er es geschafft, zumindest innerhalb seiner Partei eine Mehrheit für sich zu finden. Ich würde daher nicht ausschließen, daß er Führungsqualitäten besitzt.

Zitat:

Ich bin nach meinen eigenen Regeln ungeeignet. Was soll ich da als Ingenieur?
Das Ministerium heißt offiziell Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Dafür bist Du nach deinen eigenen Regeln sehr wohl geeignet.

Apropos: Welche Ausbildung soll denn nach deinen Regeln z.B. der Innenminister haben ? Gynäkologe vielleicht ? :Huhu:

Faul 12.05.2011 09:49

Ich bin eigentlich der Meinung, dass es für einen Minister zwar schön ist, wenn er einen fachlichen Hintergrund hat, aber eigentlich ist es unnötig. Wofür soll der fachliche Hintergrund denn gut sein? Die Arbeit und Entwicklung von Konzepten machen eh die Abteilungsleiter, da denkt doch kein Minister selber rum, der liest doch nur ab und hopst durch irgendwelche Talkshows oder schneidet ein paar blaue Bänder durch.

Ein Minister sollte eine gute Portion Intelligenz mitbringen und die ihm vorgelegten Entscheidungen glaubhaft vertreten können.

Jeder der mal Entscheidungen vorbereitet hat, weiss doch wie das Spiel läuft. Der der die Entscheidung vorbereitet, der trifft sie auch, in dem alles so vorbereitet wird, dass der Entscheidungsträger die gewünschte Entscheidung fällt.

NBer 12.05.2011 09:55

Zitat:

Zitat von KalleMalle (Beitrag 573737)
......Aber dem Rösler einfach mal Inkompetenz für's Wirtschaftsministerium zu unterstellen, weil Du das so im Gefühl hast, führt zu einer Diskussionskultur die die Lage wohl kaum zum Besseren verändert, oder?.....

naja, da er sogar in seinem eigentlichen fachgebiet bereits inkompetenz und vor allem mangelndes durchsetzungsvermögen bewiesen hat, fragt man sich natürlich schon, was ihn zum leiten des wirtschaftsministeriums befähigt............

maifelder 12.05.2011 09:57

Zitat:

Zitat von Faul (Beitrag 574037)
Ich bin eigentlich der Meinung, dass es für einen Minister zwar schön ist, wenn er einen fachlichen Hintergrund hat, aber eigentlich ist es unnötig. Wofür soll der fachliche Hintergrund denn gut sein? Die Arbeit und Entwicklung von Konzepten machen eh die Abteilungsleiter, da denkt doch kein Minister selber rum, der liest doch nur ab und hopst durch irgendwelche Talkshows oder schneidet ein paar blaue Bänder durch.

Ein Minister sollte eine gute Portion Intelligenz mitbringen und die ihm vorgelegten Entscheidungen glaubhaft vertreten können.

Jeder der mal Entscheidungen vorbereitet hat, weiss doch wie das Spiel läuft. Der der die Entscheidung vorbereitet, der trifft sie auch, in dem alles so vorbereitet wird, dass der Entscheidungsträger die gewünschte Entscheidung fällt.

Genau, aber die anderen müssen dem Entscheidungsträger dies auch abkaufen und das fällt bei einem Wirtschaftsminister Rösler schwerer als bei einem Gesundheitsminister Rösler.

Faul 12.05.2011 10:03

Das stimmt schon. Aber warten wir mal ab. Es gibt da so eine "100-Tage"-Regel.

Aber was das Postengeschacher angeht, dann wirf mal einen Blick nach Österreich. Was man hier erlebt, dagegen ist D quasi hochprofessionell organisiert :-)

Ich hätte allerdings auch den Brüderle gelassen. Warum mehr Unruhe reinbringen als notwendig. Aber gut eins ist schon mal klar: Mit 37 (oder wie halt der Rösler ist) am Ende der Karriere zu stehen ist halt auch doof. Kanzler wird er wohl nicht, wo soll es denn jetzt noch hingehen. Es kann ja nur bedeutungsloser werden. :-)

FuXX 12.05.2011 12:19

Zitat:

Zitat von powermanpapa (Beitrag 573951)
nun sach mal......wer? ernsthaft!

Das Verteidigungsministerium hat zum Beispiel deutlich gewonnen durch den Wechsel. Schaeuble ist auch ein guter, obwohl er auch schon Mist gebaut hat. Steinbrueck ist ebenfalls ein faehiger Kerl, genau wie Steinmeier und prinzipiell auch Merkel. Die sind nicht alle daemlich.

kullerich 12.05.2011 12:23

Zitat:

Zitat von FuXX (Beitrag 574162)
Das Verteidigungsministerium hat zum Beispiel deutlich gewonnen durch den Wechsel. Schaeuble ist auch ein guter, obwohl er auch schon Mist gebaut hat. Steinbrueck ist ebenfalls ein faehiger Kerl, genau wie Steinmeier und prinzipiell auch Merkel. Die sind nicht alle daemlich.

Nicht dämlich sein ist aber nicht das gleiche wie "das Richtige tun". :cool:

FuXX 12.05.2011 12:36

Zitat:

Zitat von KalleMalle (Beitrag 574005)
Sowas kann auch nur einem Ingenieur einfallen.
In der Politik kommt es doch auf ganz andere Fähigkeiten als auf fachspezifisches Wissen an.
Z.b. auf die Fähigkeit zu führen und zu überzeugen.
Ist bei Geschäftsführern, Abteilungsleitern usw. übrigens genauso.
Aber fachspezifisches Wissen kann nicht schaden, da hast wohl recht.

Das ist mir alle bewusst. Aber der letzte Satz ist der, der mich denken laesst, dass man in einem Land mit knapp 80 Mio. Einwohnern (genaueres wissen wir ja bald...) die 10 oder 20 wichtigsten Jobs an Leute vergeben sollte die rundum qualifiziert sind, also sowohl die soft-skills erfuellen als auch die notwendige Qualifikation im Fachbereich mitbringen.
Zitat:

Das hab ich nicht gesagt. Lies mal genau nach !
Ich finde ihn weder besonders sympathisch noch charismatisch.
Und großartige Leistungen als Gesundheitsminister kann ich ebenfalls nicht erkennen. Ich möchte mir aber auch nicht anmaßen, gerade dazu ein qualifiziertes Urteil abgeben zu können.
Aber immerhin hat er es geschafft, zumindest innerhalb seiner Partei eine Mehrheit für sich zu finden. Ich würde daher nicht ausschließen, daß er Führungsqualitäten besitzt.
Ich bin mir nicht sicher, ob es fuer oder gegen ihn spricht sich in einer Partei durchgesetzt zu haben. Inzwischen gewinnt der kleine Fatalist in mir da immer mehr die Oberhand, wenn es um Politik geht.

Der Punkt ist: Ich will nicht, dass Ministerposten danach vergeben werden, ob jemand bewiesen hat, dass er ungeeignet ist (also Streichverfahren), sondern danach ob jemand die noetige Qualifikation nachgewiesen hat. Und das hat Roesler IMHO nicht. Mit viel gutem Willen konnte ich ihm zumindest einen gewissen Bezug zum Gesundheitssystem andichten, beim Wirtschaftsministerium wuerde ich den Herrn Dr. aber nur als Praktikant anstellen.

Zitat:

Das Ministerium heißt offiziell Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie.
Dafür bist Du nach deinen eigenen Regeln sehr wohl geeignet.
Etikettenschwindel. Ok, ein bisschen was hat der Wirtschaftsminister auch mit DFG etc. am Hut - da wuerde ich dann aber eher Professoren mit jahrelanger Erfahrung bei Forschungsprojekten auf den Stuhl setzen als mich - am besten nen Volkswirt.
Zitat:

Apropos: Welche Ausbildung soll denn nach deinen Regeln z.B. der Innenminister haben ? Gynäkologe vielleicht ? :Huhu:
Hehe, Ministerium fuer Inneres - Gynaekologe muesste passen...

Im Ernst: Mir ist klar, dass es nicht fuer jedes Ministerium einen passenden Studiengang gibt. Aussenminister - wer soll sowas zum Beispiel machen? Es geht hauptsaechlich um Diplomatie, ein Politikwissenschaftler und Geschichtsfachmann waere da ganz gut aufgehoben. Innenminister jemand mit sozialem und juristischem Hintergrund. Gerade beim Wirtschafts- und Finanzministerium gibt es dieses Problem aber nicht, also koennte man doch wenigstens dort die richtigen Leute einsetzen.

Ich hab auch nicht behauptet, dass es einfach ist diese Posten passend zu besetzen, aber es handelt sich ja eben auch nicht um Posten die wie Sand am Meer vorhanden sind, sondern nur ein gutes Dutzend Mal. Und da sollten sich in diesem Land schon passende Leute finden lassen. Schroeder war mit Mueller auf dem richtigen Weg, Merkel mit Kirchhoff (obwohl ich den damals nicht so mochte - das sehe ich heute anders). Ich wuerde mich freuen, wenn diese Posten von unseren Volksvertretern bestmoeglich besetzt werden wuerden und nicht aus Machtkalkuel innerhalb der Parteien verteilt werden, so wie es bislang geschieht. Was man davon hat sieht man ja gerade im Innenministerium. Der Kerl musste den Job machen, weil niemand in der CSU wollte aber Seehofer natuerlich auch kein Ministerium abgeben wollte. Der ist wenige Wochen im Amt, hat schon viel Porzellan zerdeppert und fordert nebenbei auch noch die Wiedereinfuehrung von Grenzkontrollen, wie es gerade die Rechtspopulisten in Daenemark gemacht haben. Mal gucken wann er Schengen zum Wohle der inneren Sicherheit ganz aufkuendigen will...

Ich finde Politik einfach nur noch grenzenlos frustrierend.

FuXX

Joerg aus Hattingen 12.05.2011 12:55

Zitat:

Zitat von kullerich (Beitrag 574165)
Nicht dämlich sein ist aber nicht das gleiche wie "das Richtige tun". :cool:

Das Richtige ist aber eine Frage des Standpunktes, daß, was für Dich das Richtige ist, muss es für Andere noch lange nicht sein. :Lachen2:

Joerg


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