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Sciencetoday 21.10.2015 13:56

[quote=captain hook;1175848]
Zitat:

Zitat von ph1l (Beitrag 1175844)

Sweetspot, 3x8min, 2-3x20min, Tempowechsel...

Ist es denn wirklich möglich mit o.g. Training die FTP zu verschieben? In der letzten Saison bin ich das zum einen als Vorbereitung für Training an der FTP gefahren und zum Zeitpunkt des Trainings an der FTP bin ich z.B. 60 min SST am Folgetag gefahren. 60 min waren schon am Ende anstrengend. Wenn ich jedoch "nur" 3 x 8 min gefahren wäre oder auch 2 x 20 min, hätte ich nicht das Gefühl einen Reiz zu setzen. Kann aber auch sein, dass ich meine FTP zu niedrig angesetzt habe.

Du bist ja die 3 x 8 min öfter gefahren, war das an der FTP oder SST?

Bike-Felix 21.10.2015 14:07

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175856)
Die stehen nicht bei jedem Wettkampf mit der bestmöglichen Form am Start. Irgendwo muss man Abstriche hinnehmen.

Das ist mir schon klar, dass nicht 10x im Jahr 100% drin sind. Daher frage ich mich ja auch ob dann versucht wird 10x mit 90-95% am Start zu stehen oder ob (in einer normalen Saison, Olympia 2016 lass ich mal außen vor) dann trotzdem 2 Zeitpunkte im Jahr als Höhepunkte gewählt werden. Vorteil bei letzterem wäre wahrscheinlich dass man so jeweils 2 nah beieinander liegende Wettkämpfe abdecken kann, was dann schon 4 bei nahezu 100% wären... Außerdem kann man die Abstände zwischen den Hauptwettkämpfen nahezu perfekt abstimmen.

Was ich mich dann frage ist wie es Javier Gomez trotzdem schafft quasi immer aufs Podium zu laufen, wenn man annimmt, dass er nicht durchgehend in Top Form am Start steht. Sprich konstante Leistung trotz unkonstanter Form

captain hook 21.10.2015 14:12

[quote=Sciencetoday;1175860]
Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175848)

Ist es denn wirklich möglich mit o.g. Training die FTP zu verschieben? In der letzten Saison bin ich das zum einen als Vorbereitung für Training an der FTP gefahren und zum Zeitpunkt des Trainings an der FTP bin ich z.B. 60 min SST am Folgetag gefahren. 60 min waren schon am Ende anstrengend. Wenn ich jedoch "nur" 3 x 8 min gefahren wäre oder auch 2 x 20 min, hätte ich nicht das Gefühl einen Reiz zu setzen. Kann aber auch sein, dass ich meine FTP zu niedrig angesetzt habe.

Du bist ja die 3 x 8 min öfter gefahren, war das an der FTP oder SST?

3x8min bei rd. 108%. Also deutlich überschwellig. Im Tour Forum propagiert ein Mann mit umfassenden Kenntnissen über die ablaufenden Stoffwechselprozesse (und eigener Erfahrung) das Prinzip der Umspielung der Schwelle. Push und Pull heißt es bei ihm. Bedeutet, dass Du auf der einen Seite mit SST Training die Schwelle von unten bearbeitest und zB mit 3x8min von oben (in zwei getrennten Einheiten).

4x4 bin ich dieses Jahr gefahren für eine zweiteilige Geschichte, wo erst ein kurzes Prologzeitfahren und dann ein Straßenrennen anstand. Da hab ich dann zusätzlich lange GA Ausfahrten dazu kombiniert.

Zur Eindordnung: All das sind Einheiten und Kombinationen, die ich anhand der Standardwerke in der Specialphase sehen würde.

captain hook 21.10.2015 14:16

Zitat:

Zitat von Bike-Felix (Beitrag 1175862)
Das ist mir schon klar, dass nicht 10x im Jahr 100% drin sind. Daher frage ich mich ja auch ob dann versucht wird 10x mit 90-95% am Start zu stehen oder ob (in einer normalen Saison, Olympia 2016 lass ich mal außen vor) dann trotzdem 2 Zeitpunkte im Jahr als Höhepunkte gewählt werden. Vorteil bei letzterem wäre wahrscheinlich dass man so jeweils 2 nah beieinander liegende Wettkämpfe abdecken kann, was dann schon 4 bei nahezu 100% wären... Außerdem kann man die Abstände zwischen den Hauptwettkämpfen nahezu perfekt abstimmen.

Was ich mich dann frage ist wie es Javier Gomez trotzdem schafft quasi immer aufs Podium zu laufen, wenn man annimmt, dass er nicht durchgehend in Top Form am Start steht. Sprich konstante Leistung trotz unkonstanter Form

Zu Gomez: Der Rest kann das ja auch nicht. ;-)

zu1) Da gibt es unterschiedliche Konzepte. Zwei Wettkämpfe in rel. dichter Folge gehen wohl ganz gut. Wenn Pause dazwischen dann schon wieder etwa länger, weil es anssonsten auch psychisch unglaublich schwer ist, nach einem absolvierten Saisonhöhepunkt die Spannung über einen folgenden langen Zeitraum aufrecht zu erhalten. Das bedeutet natürlich auch, dass ein neuer (wenn auch kürzerer) spezifischer Aufbau erfolgen muss. Bei WK Serien macht man es dann häufig so, dass man die WK ins Training aufbaut und sich von WK zu WK steigert.

Bike-Felix 21.10.2015 14:24

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175867)
Bei WK Serien macht man es dann häufig so, dass man die WK ins Training aufbaut und sich von WK zu WK steigert.

Also keine Periodisierung mit 2 Höhepunkten? Diese Steigerung klingt aber auch sinnvoll da die WM in Chicago wahrscheinlich der letzte wichtigste Start der Saison war.

captain hook 21.10.2015 14:43

Zitat:

Zitat von Bike-Felix (Beitrag 1175871)
Also keine Periodisierung mit 2 Höhepunkten? Diese Steigerung klingt aber auch sinnvoll da die WM in Chicago wahrscheinlich der letzte wichtigste Start der Saison war.

Das dürfte auf den Einzelfall ankommen. Wenn die ersten Rennen Teil des Aufbaus sind, danach dann rausgenommen wird und dann mit weiteren WK wieder Richtung zweitem Höhepunkt aufgebaut wird, passt das doch auch zusammen?!

Antracis 21.10.2015 14:55

Captain,
sach mal, das steht ja hier unter Radfahren, bei einigen Beiträgen geht es dann doch gemischt zum Laufen. Willst Du das hier lieber koscher halten (womit ich kein Problem habe...), oder können die Beispieleinheiten auch fürs Laufen/Duathlon gepostet werden.

Wo Du doch gerade wieder läufst. :Blumen:

Gruß
Sascha

Bike-Felix 21.10.2015 14:55

Zitat:

Zitat von captain hook (Beitrag 1175875)
Das dürfte auf den Einzelfall ankommen. Wenn die ersten Rennen Teil des Aufbaus sind, danach dann rausgenommen wird und dann mit weiteren WK wieder Richtung zweitem Höhepunkt aufgebaut wird, passt das doch auch zusammen?!

Ich kenn mich da ja nicht so aus, daher die Frage ;) war nur verwundert wie man über eine Saison hinweg gut 10x Top Leistung bringen kann


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