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ich kann marathonweltrekordtempo laufen.....für genau 1 kilometer. warum nicht länger? weil bei mir bei diesem tempo kaum messbar fettstoffwechsel passiert. ich kann so ein tempo nur rein über glukoseverbrennung laufen. je länger ich das tempo halten will, desto größer muss der anteil des fettstoffwechsels werden. bei langen strecken wie zb einem marathon muss er sogar das dominierende glied in der energiebereitstellung sein. die KH dienen dann nur noch zum aktivieren der fettverbrennung. insofern sehe ich das vollkommen anders als du. |
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Das glaube ich eher nicht. Wenn ich Gabius richtig verstehe, läuft er den ganzen Marathon mit Glucoseverbrennung, allerdings hat er genug davon gespeichert, um (fast) keine unterwegs aufnehmen zu müssen. (Ja, ich weiß, real ist wohl immer irgendwie eine Mischung von Glucose und Fett.) (Ah, shit, eigentlich wollte ich mich nicht an Ernährungsdiskussionen beteiligen!) |
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Dazu kommt beim Spitzenläufer: Größere aktive Muskelmasse im Vergleich zum Körpergewicht und damit relativ größere Glykogenmenge in den Muskeln. Zitat:
Grüße, :Blumen: Arne |
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glukose stellt die energie schnell bereit, ist aber je nach belastung zeitlich irgendwann verbraucht. man sagt ja, das die KH speicher 60 - 90min halten, wenn ich die energie rein über KH bereitstelle. wenn ich die KH jedoch zu größeren teilen dazu benutze, den fettstoffwechsel anzukurbeln, halten sie dementsprechend länger und sind fast nur durch die gewählte belastung beschränkt. etwas über 2h wie bei gabius ist dabei sogar noch recht zügig möglich. wenn du zb nur gehen würdest, wäre der anteil der fettverbrennung riesig, die KH würden fast ausschließlich zum ankurbeln der fettvervrenung rangeogen werden...effekt: stundenlanges gehen ist möglich. |
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Der Grund, warum du das Tempo nur 1km halten kannst (wie oben erwähnt) ist nicht, dass dann deine Glykogenspeicher leer sind, sondern dass du übersäuerst, weil die Energiebereitstellung zu einem ausreichend großen (nicht dominierenden Teil) anaerob abläuft. Was glaubst du, warum man 5km schneller laufen kann als 10km? Hat nichts mit KH oder so zu tun (die sind nämlich bei beiden Läufen im Ziel noch nicht leer), sondern mit Sauerstoffaufnahme, bzw. Schwellenleistung. Laut Wikipedia können bei guten Ausdauersportlern bis zu 600g Glykogen eingelagert werden. Das sind also knapp 2400kcal. Bei einem Körpergewicht von 65kg von AG benötigt er für den Marathon nach der Faustformel "km mal kg" ca. 2742kcal. Wenn er sogar noch ein paar Gramm KH unterwegs aufnimmt, ist wohl klar, dass hier die KH den Stoffwechsel dominieren. Ich denke im übrigen auch, dass es wesentlich leichter ist, das Problem der Energiebereitstellung zu lösen, als das Problem der Kraftausdauer während des Marathons. Oder anders gesagt: Wenn man sich vernünftig vorbereitet, wirds an der Energie nicht scheitern. Gilt natürlich nur für einen Solo-Marathon. |
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jetzt aber erst mal bettchen. und morgen früh gibts bestimmt schon 30 andere beiträge dazu :-) |
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(Sorry für OT; wollte nur die Anzahl frühmorgendlicher Beiträge erhöhen:Blumen: ) |
mhm, wir tendieren schon wieder etwas dazu die Wettkampfleistung zu diskutieren.
Ich frage mal meine Frage von gestern noch etwas ausführlicher. Trainiert er LC um einige lange Läufe in der Vorbereitung zu sparen? Warum frage ich das? Hier meine Annahmen: a) der lange Lauf ist schwerpunktmässig dazu da um den Fettstoffwechsel zu trainieren b) für die eigentliche Leistungsentwicklung der Spitzenmarathonläufers ist der lange Lauf ansonsten zweitranging c) der lange Lauf kostet Regenerationszeit oder er okkupiert einen Platz im schedule für anderes (intensiveres) Training d)mir ist von 2 sehr guten Mrathonläufern ( einer sub 2:20h) her bekannt wie sehr sie den echten long jog hassen, weil es sich für sie komisch anfühlt wenn sie um die 15 /16 km/h rumjoggen und weil sie das Gefühl haben da orthopädich schlecht zu laufen, was tatsächlich in Schmerzen resultiert Ist das eventuell bei allen schnellen Jungs so? Und versuchen sie den Anteil der long jog Kilometer zu reduzieren um mehr schnell laufen zu können? Ist Arnes generelles LC Training seine Antwort daruf die Fettstoffwechsel-trainings-komponente in allen anderen Trainings soweit zu erhöhen damit er sich somit den Bedarf für den long jog vom Halse schafft? Oder: wenn ich immer LC unterwegs bin, dann bilde ich ja bei intensivere Belastung auch weniger Lactat. Will er im Training und auch im Wettkampf die Laktatakumulation reduzieren? Bringt ihm das kürzere Regeneration? |
Arne Gabius wendet schon seit langer Zeit die Ernährungsstrategie der F-AS-T Formel an und wird diesbezüglich erfolgreich von Wolfgang Feil betreut. Dies hat bei ihm dazu geführt, dass er seine Trainingsumfänge erheblich steigern konnte und eine schnellere Regeneration stattfand.
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Viele Grüße und einen schönen Tag. |
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Wenn die benötigte Energiemenge feststeht, steht für eine gegebene Endzeit auch die Energieflussrate fest (kcal pro Zeit). Die ist bei der Fettverbrennung aber nur halb so groß wie bei der aeroben Glucoseverbrennung. Daher meine Skepsis bezüglich der Vorteile einer gesteigerten Fettverbrennung gegenüber einer KH-Verbrennung bei Spitzen-Marathonläufern. Ich will Dir aber gar nicht allzusehr widersprechen, denn irgendwelche Gründe wird Arne Gabius schon haben. Offenbar sehr erfolgreiche. Grüße, Arne |
Ich kann ja verstehen, wenn es manchen zu viel wurde, wenn es vor zwei Tagen hier fast ausschließlich um Doping ging, aber jetzt ist der Thread in die andere fast noch extremere Richtung ausgeschlagen:
Plötzlich geht es nur noch um Ernährung!:( Fast in jedem Winter dominieren hier im Forum die LowCarb und Paleo-Threads, die aber immerhin meistens explizit im Threadtitel als solche gekennzeichnet sind. Dabei sind von den bekannten Weltklasse-Top-Sportlern im Ausdauerbereich nur ein verschwindend geringer Anteil mit extremen Ernährungsformen unterwegs. Die meisten wirlich schnellen Leute ernähren sich erfreulich normal und versuchen primär durch das richtige Training schneller zu werden. |
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Wäre ein Rechercheauftrag für Lidl, der findet doch alles im Internet was nicht bei 3 auf dem Baum ist :Cheese: OT: Lidl, wie machst das eigentlich , hast für jeden einen google alert, oder was? deine mailbox muss doch platzen davon.... |
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- schnellerer und umfänglicherer einstieg in den fettstoffwechsel - vermeiden von insulinspitzen, halten eines ausgeglichenen insulinpegels im trainingsbetrieb (der punkt betrifft vor allem die ernährung NACH der belastung). |
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Es ist natürlich ärgerlich, wenn Du hier eine Fortführung der Doping-Diskussion erwartest und die Leute diskutieren plötzlich über Ernährung. Oder hast Du ein anderes Thema, dass Du hier einbringen kannst? |
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Das kann man folgendermaßen einsehen: Die Muskeln können bekanntlich weder Fett noch Kohlehydrate verbrennen, sondern ausschließlich ATP. Dieses muss in den Mitochondrien aus Fett oder Kohlenhydraten erzeugt werden. Beide Substrate müssen in das Mitochondrium eingeschleust werden. Sie benutzen dafür den gleichen Eingang ("Carrier") und stehen dadurch in einem Konkurrenzverhältnis miteinander. Je mehr Kohlenhydrate in das Mitochondrium eingeschleust werden, desto weniger Fette können eingeschleust werden. Dabei haben die Kohlenhydrate stets Vorfahrt. Es liegt auf der Hand, dass vermehrt Fette in das Mitochondrium gelangen können, wenn wenig Kohlenhydrate vorhanden sind, die mit den Fetten konkurrieren. Dadurch steigt der Anteil der Fettverbrennung am Energiemix. Low-Carb steigert dadurch zwangsläufig die Fettverbrennung. Die Fettverbrennung liefert pro Zeit aber nur halb so viel Energie wie die Kohlenhydratverbrennung. Ein klassisches Eigentor für alle Situationen, in denen viel Energie pro Zeit benötigt wird. Grüße, Arne |
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Ich bin gestern Abend einen spontanen Feierabend Marathon gelaufen. OK, es waren am Ende nur knapp 40km in 2:51h aber die letzen 2,5km hätte ich auch noch geschafft. Die Idee an das Werk hatte mich angefixed und so habe ich bei 22km eine Flasche mit Iso deponiert (0,3L), welche auch die einzige Verpflegung war. Morgens gab es 3 Scheiben Brot und Mittags Milchreis mit ein bisschen Rote Grütze. Leider habe ich nicht trainiert (nur 2 Wochen 1x 60 und 1x 80km) Am Ende war ich ziemlich kaputt, muskulär, Energetisch ebenfalls am Ende. mein Resumee: Es spielt für mich keine Rolle wie die Ernähung ausschaut, denn sie war in der Tat zuvor beliebig und die Umsetzung wurde 1,5h vorher geplant. |
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jetzt ist halt die frage, wem man priorität einräumen will. bei langzeitbelastungen kommt es aus meiner sicht nicht so sehr auf die geschwindigkeit der energiebereitstellung an, da dort die belastungen einfach keinen hohen energiefluss erfordern. der körper will immer den einfachsten weg gehen, das ist der der KH verbrennung. effektiver ist aber die fettverbrennung, weil die energieausbeute einfach höher ist. und da setzt aus meiner sicht die idee des fettstoffwechseltrainings an, den körper zu überreden (zu trainieren) den anteil der fettverbrennung an der energiebereitstellung auch bei hohen belastungen zu erhöhen. interessieren würde mich zb ob oder wie die energieflussraten aus der fettverbrennung sich mit dem trainingsumfang verändern. habe dazu aber keine zahlen. ps: eine erfreulich sachliche diskussion. da das thema allerdings in der tat sehr abschweift, können wir die diskussion auch per PM oder in einem neuen thread fortsetzen. |
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In die Praxis übersetzt: Beim langsamen GA1-Training lohnt es sich mit Gels oder KH-Getränken zu sparen; bei GA2 ist es mehr oder weniger egal. |
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Ich fand bei dem guten Inhalt, den HaFu regelmäßig liefert Deine Frage frech... und dann muß man halt auch mal einstecken. |
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Ich schätze die Beiträge von Hafu auch. Nur die Diskussion fand ich gerade interessant. Aber ich muss sagen, dass ich die Erfahrung vom Sonntag ganz hilfreich fand. Wenn immer alles glatt geht wird man übermütig. So kam ich in eine körperliche Erfahrung, die ich so noch nicht gemacht hatte. Wenn ich die erst in Roth gemacht hätte, wäre das nicht so toll. |
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habe das gerade mal gegoogelt und bin direkt auf eine andere studie verwiesen worden: http://www.sgsm.ch/fileadmin/user_up...2_Knechtle.pdf . dort heisst es: " Entscheidend für den Einfluss der Kohlenhydrateinnahme auf die Fettoxidation ist die Höhe der Belastungsintensität. Das Insulin, das die Glukoseaufnahme in die Muskelzelle erhöht (Ahlborg & Felig, 1976), steigt bei tiefen Belastungsintensitäten auf eine Kohlenhydrateinnahme deutlich höher an als bei hohen Intensitäten, wo die Insulinreaktion auf die erhöhte Plasmaglukosekonzentration unterdrückt wird (Coyle et al., 1986; Hargreaves & Briggs, 1988). Werden Kohlenhydrate z.B. während einer Belastung von 25–45% VO 2max eingenommen, wird die Fettoxidation um etwa 40% gehemmt (Ahlborg & Felig, 1976; Ivy et al., 1983). Der Zeitpunkt der Einnahme, die Intensität und die Menge der eingenommenen Glukose sind von entscheidender Bedeutung. Bei Erhöhung der Intensität auf 65–75% VO 2max wird die Fettoxidation nach 2 h eingeschränkt (Coyle et al., 1983; Coyle et al., 1986)." das ist mir in der tat neu. wobei das ja eher die bedeutung der fettoxidation unterstreicht. je höher die belastung im aeroben bereich, desto uneingeschränkter die fettverbrennung. was letztendlich die bedeutung des trainings im oberen GA1 und aerob/anaeroben übergangsbereich unterstreicht, was ja schon immer als die effektivste trainingsform zur erhöhung der aeroben kapazität galt. allerdings kommt diese studie auch zu völlig anderen zahlen, als von dir weiter vorn angegeben: " Fett stellt bei langen Belastungen moderater Intensität von 50– 60% VO 2max den Hauptanteil an der Energielieferung (Krogh & Lindhard, 1920; Havel et al., 1963; Bergman & Brooks, 1999): Im Verlaufe der Belastung bei Abnahme der Glykogenreserven erreicht dieser Anteil rund 60% der Energiegewinnung (Ahlborg & Felig, 1976; Bosch et al., 1993). Die Kohlenhydratoxidation liefert bei diesen Intensitäten zu Beginn der Belastung über 40% und sinkt dann auf gegen 30% der Energielieferung (Ahlborg & Felig, 1976; Pirnay et al., 1995). Mit zunehmender Dauer einer Ausdauerbelastung sinkt die Belastungsintensität auf 50–60% VO 2max ab, der Energieverbrauch pro Zeiteinheit nimmt ab und die Energiebereitstellung erfolgt vorwiegend aerob im Bereich der Fettoxidation. Die Energielieferung wird zunehmend durch den Fettstoffwechsel geliefert, das sich auch in den Plasmakonzentrationen der entsprechenden Metaboliten zeigt. Bei einer Belastung mittlerer Intensität sinkt die Glukosekonzentration langsam ab und die Laktatkonzentration bleibt konstant." auch das unterstreicht die bedeutung des fettstoffwechsels im ausdauersport. |
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Arne hat in seinem Interview vorm Rennen auch gesagt, dass er sich in den Wochen vorm Frankfurt Marathon sogar öfter mit Mundschutz in der Öffentlichkeit bewegt hat, um Infektionen zu vermeiden?! Aber ob das an einer höheren Infektionsgefahr (wg. KH reduzierung) lag oder einfach die Sorge, vor dem wichtigsten Wettkampf des Jahres nochmal krank zu werden, weiss ich nicht. Dazu wurde nichts gesagt. |
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Wenn Du nur einen Schuss hast im Jahr auf den Alles ausgerichtet ist, dann kann man das ruhig generell machen. Die erhöhte Infektionsgefahr durch low carb hat er sicherlich nicht mehr, er ist ja dran gewöhnt. |
http://www.zeitschrift-sportmedizin....tint_01_03.pdf
Hier war der Test mit den unterschiedlichen KH Gaben unter fortlaufender Belastung. Wie aus dem Gedächnis beschrieben... Ja, Fettstoffwechsel ohne KH Gabe besser, aber auch mit KH durchaus vorhanden und nicht soviel schlechter wie man ggf erwarten würde und deutlich unter RQ=1 (was für einen reinen KH Stoffwechsel sprechen würde in dem keine Fette mehr verstoffwechselt würden). Fazit: auch unter KH Gabe findet FSW statt, wenn auch leicht reduziert im Vergleich zu KH Abstinenz. Und 6% KH Lösung war nochmals dichter an komplett ohne KH als die 12% Lösung. Muss man halt abwägen. Komplett nüchtern und ohne KH ist ja nicht so ganz risikolos und führt bei einigen Untersuchungen ja auch zu deutlichen Leistungsabfällen. |
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Bin jetzt auf der Autobahn... :Blumen: |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 18:28 Uhr. |
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