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Als geübter Küchenpsychologe vermute ich mal, dass der Konflikt hier auch mit einer völlig divergierenden Sicht auf die Sache zu tun hat.
Wenn man sich für die Person und die Leistung von Arne Gabius interessiert, hat die Unschuldsvermutung und der Schutz der Persönlichkeit einen besonderen Wert. Wenn man ihn aber nur als Teil eines Systems (Funktionäre, Politiker, Ärzte, Trainer, Verbände, ....) sieht, das seit Jahrzehnten korrupt ist und das Wesen des Sports für den internationalen Erfolg geopfert hat, kann man auch mal unbekümmert auf den einzelnen draufhauen. Im Gegensatz zu vielen anderen hier geht es Dude gar nicht um Arne Gabius. |
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Das ist ja die Essenz dieses threads. Niemand weiss was. Aber Alle haben eine Meinung. |
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Das Wort "Hexenjagd" hätte ich auch nicht benutzt - das ist seit Lance ziemlich verbrannt. ;) Übrigens: Dass Du hier beiläufig Gabius mit einem der größten Doper aller Zeiten auf eine Stufe stellst, ist noch mal eine Steigerung Deiner absurden Diskreditierungskampagne! :Nee: Zitat:
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"Dabei ist fuer die Art der Diskussion irrelevant, ob der Sportler als Doper ueberfuehrt wird oder sauber ist." Der ist mir allerdings unverständlich. Armstrong war schon praktisch überführt, als er und seine Fans absurderweise immer noch von "Hexenjagd" sprachen. Bei Gabius ist Ähnliches nicht in Sicht. Da wäre der Begriff durchaus angebracht, wenn er nicht wie gesagt verbrannt wäre. |
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Ohne jede Polemik. |
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Egal ob Gabius, Steffen oder sonst hier irgendein Thread über eine erfolgreiche Person: Es kommt immer das Thema Doping, besonders von ein paar Protagonisten. Und danach geht's ins Persönliche zwischen den Fronten. Und das nervt, und ich glaube, nicht nur mich... Wie sehen es die anderen hier? Wollen wir nicht lieber mal diskutieren, was er gesagt hat, was er erreicht hat? Und wie er es erreicht hat, ohne immer in Dopingbeschuldigungen zu gleiten? ZB. Trainingsmethoden, Trainer, usw. |
Laesst sich das heute noch so einfach trennen und ignorieren ohne dass man Doping freigibt?
Ich meine nein. |
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Zum Glück gibts die Mediathek. :Blumen: |
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Also zurück zum Thema Arne Gabius: Mich würde sehr die Meinung des Forums zu seiner Saltindiät interessieren. Selber schon mal gemacht? |
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Bei mir funktionieren Diäten vor (großen) Wettkämpfen nicht, da ich meinen Verdauungstrakt offenbar durch die Anspannung schon über Gebühr stresse. |
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Ich bin da zwiegespalten, habe es einmal vor dem Berlin-Marathon gemacht und es hat gut funktioniert. Aber ich fühlte mich die 3 KH-armen Tage äußerst schlecht. Vor meiner PB beim Hamburgmarathon hab ich nur 4 Tage die KH etwas runtergefahren und bin dann der Empfehlung von Caroline Rauscher gefolgt, also Fr 10g/Kg Körpergewicht, Samstag noch 5 g/Kg KG, So. WK. Hat auch gut funktioniert. Ich merke generell, dass wenig KH sich extrem auf meine Regeneration und auch auf das Immunsystem auswirken. Habe mir so auch schon mal nach einer harten Trainingswoche einen Herpes Zoster ( Gürtelrose) eingefangen. Ich würde es persönlich nur noch in der beschriebenen, stark abgeschwächten Form machen, weil ich Angst hätte vor einem Infekt und das die Nachteile überwiegen. Das liegt aber auch sicher daran, dass ich mich im Vergleich zu Gabius sonst eher High-Carb ernähre. Ich denke, gerade für Low-Carbler ist das eine Option, weil sich da der Körper schon dran gewöhnt hat und die eventuell auch einen stärkeren Reiz brauchen, um die Glykogenspeicher zu überfüllen. Gruß Sascha |
Saltin ist anstrengend. Aber es bringt erheblich was.
Was mich viel mehr umtreibt ist warum er diese "nur Wasser" Strategie im Rennen bis 35 so durchzieht. Da verstehe ich den Sinn nicht ganz. |
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In einem Triathlonforum prahlen die Leute dann eher, wie viele Gele sie sich in 42km reindrücken konnten, ohne zu kotzen. ;) Ernährung hat, nicht nur im Sport, aber sogar auch im Hochleistungssport, oft viel mehr mit Mentalität und Glauben als mit wissenschaftlichen Studien zu tun. Soviel zum "Thema" Sinn...und Wissenschaft mach ja oft genug nicht wirklich schneller. |
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ja, ist alles klar. Das Training im low carb Modus ist ja auch komplett nachvollziehbar. Eine harte Sache, aber es eröffnet Möglichkeiten.
KH "reichen" ist ja relativ. Die kann ich auch in 60 Minuten wegballern. Nur: wenn er doch KH sowieso nimmt (ab 35) warum verzichtet er dann auf die ca. 200 kcal die er vorher auch noch aufnehmen kann? Beim Halbmarathon würde ich da voll mitgehen. Die Ziet ist so kurz da ist es zweifelhaft. Beim Marathon verstehe ich den Verzicht nicht. Das ist einfach nicht logisch. |
Das Blut soll in den Beinen arbeiten und nicht im Magen.
Habe auch ein Interview dazu gesehen - vielleicht finde ich es noch gelegentlich ... Er meinte aber auch, wenn man wesentlich länger als 2h unterwegs ist, würde das nicht funktionieren. Muss uns also nicht kümmern. |
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Ich finde dieses Thema sehr interessant.
Wenn der Gabius schon Vegetarier und dann auch noch die Kohlenhydrahte stark einschränkt, was isst der überhaupt um seine gut 200 Wochenkilometer wegzustecken? Quark, Nüsse, Gemüse? Ich denke AG kennt seinen Körper sehr gut und kann (noch dazu als Mediziner) sehr gut beurteilen, was er braucht. Für Hobbysportler finde ich eine solche Extremform allerdings kritisch. Hat nicht auch Caroline Rauscher mal erklärt, dass extremes Fettstoffwechseltraining den Kohlenhydratstoffwechsel negativ beeinflusst? Man könne also nicht meinen, mit optimalem Fettstoffwechsel und dann ausnahmsweise vollen Kohlenhydratspeichern noch mal eine Schippe draufzulegen. Naja, AG hat ja wohl nie ganz auf Kohlenhydrate verzichtet. Er sagte mal, er wolle dem Körper beibringen, Khs seien etwas Wertvolles mit denen sparsam umzugehen ist. Ketogen wird er also nie unterwegs gewesen sein. Könnte ja auch sein, dass diese neue Ernährungsweise für seinen Körper einen weiteren neuen Reiz darstellt, was ja bei seinem Trainingsalter auch sehr wichtig ist. |
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Es gibt ja eine ganze Reihe von Studien, die eine signifikante Leistungssteigerung durch KH-Aufnahme bei Langzeitbelastungen > 90 Minuten zeigen.
Man muss sich aber halt klarmachen, dass die Datenlage dieser Studien, wenn man sie genauer anschaut, halt immer streuen. D.h. man kann damit rechnen, dass sich in der untersuchten Gruppe auch Probanden befinden, die von der KH-Zufuhr gar nicht profitiert haben, genauso wie einige überproportional profitieren. Das ist wie mit den Medikamentenstudien: Wenn da rauskommt, dass Medikament x gegen Krankheit y hilft, ist es ziemlich regelmäßig so, dass dennoch ein Teil der untersuchten Patienten nicht profitiert hat - so funzen halt statistische Untersuchungen. Ich erinnere mich auch an ein Video aus der Mediathek, wo es sehr interessant um Low-Carb/ Ketosestoffwechsel ging und ein Beispiel eines LD-Athleten gezeigt wurde, wo das wunderbar funktioniert hat. Dennoch basieren die allermeisten Weltermeistertitel und Olympiasiege in Ausdauerleistungen auf kohlenhydratreicher Kost. Wie gesagt: Erfolgskonzepte anderer zur Kenntnis nehmen und dann für sich überlegen, ob es klappen könnte oder ausprobieren. In Foren/ unter Amateursportlern gibt es interessanterweise oft die Tendenz, nicht das als erstes auszuprobieren, was den meisten Sportlern bisher was gebracht hat, sondern man stürzt sich interessiert immer auf irgendwelche Sonderkonzepte. Auch interessant, aber vermutlich menschlich. |
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Ich wollte damit nur sagen, dass eine Diskussion durchaus sinnvoll ist wenn man den Einfluss des Faktors Doping reduziert oder gar ausschließt. Meiner Meinung nach geht es in doch hauptsächlich um Trainingsmethoden, Ernährung und Regeneration im Rahmen einer Wettkampfvorbereitung. Der Anteil des Dopings von erzielten Leistungen sind doch nicht 100% sondern eher 10% (wenn überhaupt) daher muss ein thematisierter Sportler, hier AG, ja trainings- und/oder ernährungstechnisch (für sich) einiges richtig machen. Meiner Meinung nach ist für einen Großteil hier, dass „philosophieren“ darüber spannender als die beweisearme, wenn auch differenzierte, Diskussion ob diese Sportler sauber sind oder stoffen. Das für gibt es ein separaten Thread und da ist die Thematik meines Erachtens gut aufgehoben. Aber vielleicht sehe ich das als Neuling auch falsch. |
Zum Thema Saltindiät:
Das hatte ich als Läufer probiert und hatte mit meinem ersten sub 2:30 Marathon vermeintlichen Erfolg damit, bin meine pb aber ohne Saltindiät gerannt. Noch spannender finde ich aber Arnes Trainingskonzept, mit sehr wenig KH zu trainieren. |
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wenn er es tut, will er vll den anteil der fettverbrennung an der energiebereitstellung während des trainings erhöhen. und nach dem training insulinausschläge verhindern, sprich den insulinpegel konstant halten. |
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Kohlenhydrate sind meines Wissens nach bei Top-Marathonläufern das bei weitem dominierende Substrat der Energiebereitstellung. Entsprechend ergibt sich diese Reihenfolge in der Bedeutung der Substrate während eines Marathonrennens: 1. Muskelglykogen 2. Blutglucose aus Leber und Energiegetränken 3. Intramuskuläre Fettspeicher Möglicherweise wird ihm bei der Energieaufnahme im Rennen schlecht. Falls nicht, würde ich, ohne ihm freilich Tipps geben zu wollen, eher die Versorgung mit Energiegetränken üben, als den Fettstoffwechsel derart aufzutrainieren. Letzteres reduziert nämlich die Leistungsfähigkeit des Kohlenhydratsoffwechsels und damit seine wichtigste Energiequelle. Interessiert: Arne |
So ganz falsch kann's ja nicht gewesen sein, was er gemacht hat.
Andererseits: Was machen die noch schnelleren Marathonläufer ernährungstechnisch? |
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(2:04:26 in Berlin in 2007) Grüße, Arne |
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