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schoppenhauer 27.10.2015 18:08

Als geübter Küchenpsychologe vermute ich mal, dass der Konflikt hier auch mit einer völlig divergierenden Sicht auf die Sache zu tun hat.

Wenn man sich für die Person und die Leistung von Arne Gabius interessiert, hat die Unschuldsvermutung und der Schutz der Persönlichkeit einen besonderen Wert. Wenn man ihn aber nur als Teil eines Systems (Funktionäre, Politiker, Ärzte, Trainer, Verbände, ....) sieht, das seit Jahrzehnten korrupt ist und das Wesen des Sports für den internationalen Erfolg geopfert hat, kann man auch mal unbekümmert auf den einzelnen draufhauen.

Im Gegensatz zu vielen anderen hier geht es Dude gar nicht um Arne Gabius.

schoppenhauer 27.10.2015 18:21

Zitat:

Zitat von Matthias75 (Beitrag 1177398)
Vielleicht konnte er sich ohne Prüfungsdruck komplett/besser auf den Sport konzentrieren und die Trennung von Baumann war's gar nicht der (alleinige) Grund?

Das ist in gleicher Weise Kaffeesatz-Leserei wie die Vermutung, dass ihm nach dem Abschluss seiner Ausbildung erst richtig klar wurde, dass sein Job Laufen ist und er damit Geld verdienen muss.....

flaix 27.10.2015 18:24

Zitat:

Zitat von schoppenhauer (Beitrag 1177407)
Das ist in gleicher Weise Kaffeesatz-Leserei wie die Vermutung, dass ihm nach dem Abschluss seiner Ausbildung erst richtig klar wurde, dass sein Job Laufen ist und er damit Geld verdienen muss.....

und genauso fundiert wie: der läuft jetzt schneller, der hat Stoff im Blut :Liebe:
Das ist ja die Essenz dieses threads. Niemand weiss was. Aber Alle haben eine Meinung.

LidlRacer 27.10.2015 19:41

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 1177333)
Eines ist dieser Thread sicher: ein Paradebeispiel fuer Chauvinismus.

Sobald die Kritik auf einen Landsmann faellt, werden die Geschosse ausgefahren: von ad hominem Angriffen selbsternannt Wohlerzogener, ueber primitive Retouren bis zum Vorwurf der Hexenjagd sind alle Klassiker dabei. Dieser Thread laesst sich problemlos in das Jahr 2005 in den USA verfrachten. Muss nur noch Gabius mit Armstrong ersetzt werden. Oder aktueller: Froome heute in England. Dabei ist fuer die Art der Diskussion irrelevant, ob der Sportler als Doper ueberfuehrt wird oder sauber ist.

Ich verteidige hier jeden gegen (aus meiner Sicht) ungerechtfertigte Vorwürfe (nicht nur von Dir) unabhängig von seiner Nationalität. So weit ich mich erinnere, ist Gabius dabei der zweite Deutsche. Zuvor hatten wir 2 Britinnen, eine Schweizerin und wahrscheinlich noch ein paar, die mir gerade nicht einfallen.

Das Wort "Hexenjagd" hätte ich auch nicht benutzt - das ist seit Lance ziemlich verbrannt. ;)

Übrigens:
Dass Du hier beiläufig Gabius mit einem der größten Doper aller Zeiten auf eine Stufe stellst, ist noch mal eine Steigerung Deiner absurden Diskreditierungskampagne!
:Nee:

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 1177333)
Ich habe hier einen einzigen Sportler fuer komplett unglaubwuerdig bezeichnet - und es war nicht Gabius. Niemand von Euch hat das kommentiert. War eben kein Deutscher.

In diesem Thread? Den hab ich nicht von Anfang an verfolgt - wer wars?

dude 27.10.2015 19:55

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1177420)
Dass Du hier beiläufig Gabius mit einem der größten Doper aller Zeiten auf eine Stufe stellst, ist noch mal eine Steigerung Deiner absurden Diskreditierungskampagne!
:Nee:

Auch hier zeigst du wieder dein wiederholt selektives Aufnahmevermoegen. Lies' es nochmals!

Zitat:

In diesem Thread? Den hab ich nicht von Anfang an verfolgt - wer wars?
Vor ein paar Tagen warst Du aber schon dabei. Alles ganz normal hier, es gibt nichts zu sehen, gehen sie weiter.

LidlRacer 27.10.2015 20:18

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 1177422)
Auch hier zeigst du wieder dein wiederholt selektives Aufnahmevermoegen. Lies' es nochmals!

Du meinst vermutlich den Satz:
"Dabei ist fuer die Art der Diskussion irrelevant, ob der Sportler als Doper ueberfuehrt wird oder sauber ist."

Der ist mir allerdings unverständlich. Armstrong war schon praktisch überführt, als er und seine Fans absurderweise immer noch von "Hexenjagd" sprachen.

Bei Gabius ist Ähnliches nicht in Sicht. Da wäre der Begriff durchaus angebracht, wenn er nicht wie gesagt verbrannt wäre.

docpower 27.10.2015 20:39

Zitat:

Zitat von schoppenhauer (Beitrag 1177399)
Im Gegensatz zu vielen anderen hier geht es Dude gar nicht um Arne Gabius.

Genau. Leider geht es ihm um sich selbst.
Ohne jede Polemik.

dude 27.10.2015 21:02

Zitat:

Zitat von docpower (Beitrag 1177427)
Genau. Leider geht es ihm um sich selbst.
Ohne jede Polemik.

Nee, aber dir geht es offensichtlich nur um mich. :Schlafen:

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1177424)
Du meinst vermutlich den Satz:
"Dabei ist fuer die Art der Diskussion irrelevant, ob der Sportler als Doper ueberfuehrt wird oder sauber ist."

Der ist mir allerdings unverständlich. Armstrong war schon praktisch überführt, als er und seine Fans absurderweise immer noch von "Hexenjagd" sprachen.

Das Ganze ging schon 1999 los. Extra fuer dich Wappler hab' ich den Satz geschrieben und jetzt drehst du ihn trotzdem wieder rum. Wer nicht will, hat schon.

triduma 27.10.2015 22:12

Zitat:

Zitat von carolinchen (Beitrag 1177389)
Ich bin nur ein Lichtlein, aber ich habe mir gerade die HR3 Übertragung in der Mediathek angeschaut und für den Moment(ohne Beweise)ist er für mich ein Held der gekämpft hat und bestimmt sehr viel investiert hat.
Da bekomme ich Gänsehaut und ich freu mich für ihn.
:Blumen:

Danke :Blumen: Ich freu mich mit dir. :)

Adept 27.10.2015 22:36

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 1177428)
Nee, aber dir geht es offensichtlich nur um mich. :Schlafen:



Das Ganze ging schon 1999 los. Extra fuer dich Wappler hab' ich den Satz geschrieben und jetzt drehst du ihn trotzdem wieder rum. Wer nicht will, hat schon.

Ich klinke mich mal ein, da ich gerne mitlese, aber diese ganze Dopingdiskussion nervt! Könnt ihr nicht einen Thread "Doping" aufmachen oder den "Der nächste Einzelfall" nutzen, wo ihr den ganzen Tag darüber diskutieren könnt?

Egal ob Gabius, Steffen oder sonst hier irgendein Thread über eine erfolgreiche Person: Es kommt immer das Thema Doping, besonders von ein paar Protagonisten. Und danach geht's ins Persönliche zwischen den Fronten. Und das nervt, und ich glaube, nicht nur mich...

Wie sehen es die anderen hier? Wollen wir nicht lieber mal diskutieren, was er gesagt hat, was er erreicht hat? Und wie er es erreicht hat, ohne immer in Dopingbeschuldigungen zu gleiten? ZB. Trainingsmethoden, Trainer, usw.

dude 27.10.2015 22:55

Laesst sich das heute noch so einfach trennen und ignorieren ohne dass man Doping freigibt?

Ich meine nein.

Antracis 27.10.2015 23:38

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1177447)

Wie sehen es die anderen hier? Wollen wir nicht lieber mal diskutieren, was er gesagt hat, was er erreicht hat? Und wie er es erreicht hat, ohne immer in Dopingbeschuldigungen zu gleiten? ZB. Trainingsmethoden, Trainer,.....

Ähnlich, hab ja auch versucht, die Diskussion wieder aufzunehmen. Interessiert nur niemanden. Personenthread führt zu Dopingdiskussion, Wettkampfthread zur Windschattendiskussion. Und Ernährungsthreads enden in der Ketose. :Cheese:

Zum Glück gibts die Mediathek. :Blumen:

dude 28.10.2015 00:14

Zitat:

Zitat von Antracis (Beitrag 1177467)
Interessiert nur niemanden.

Natuerlich interessiert es. Aber es heute nun mal schwer irgendwelche Trainingsplaene unbeschwert anzuschauen.

docpower 28.10.2015 09:13

Zitat:

Zitat von Adept (Beitrag 1177447)
Ich klinke mich mal ein, da ich gerne mitlese, aber diese ganze Dopingdiskussion nervt! Könnt ihr nicht einen Thread "Doping" aufmachen oder den "Der nächste Einzelfall" nutzen, wo ihr den ganzen Tag darüber diskutieren könnt?

Egal ob Gabius, Steffen oder sonst hier irgendein Thread über eine erfolgreiche Person: Es kommt immer das Thema Doping, besonders von ein paar Protagonisten. Und danach geht's ins Persönliche zwischen den Fronten. Und das nervt, und ich glaube, nicht nur mich...

Wie sehen es die anderen hier? Wollen wir nicht lieber mal diskutieren, was er gesagt hat, was er erreicht hat? Und wie er es erreicht hat, ohne immer in Dopingbeschuldigungen zu gleiten? ZB. Trainingsmethoden, Trainer, usw.

Du hast recht, das ist schon lange keine weiterführende Diskussion mehr.
Also zurück zum Thema Arne Gabius:
Mich würde sehr die Meinung des Forums zu seiner Saltindiät interessieren. Selber schon mal gemacht?

DasOe 28.10.2015 11:30

Zitat:

Zitat von docpower (Beitrag 1177497)
Also zurück zum Thema Arne Gabius:
Mich würde sehr die Meinung des Forums zu seiner Saltindiät interessieren. Selber schon mal gemacht?

Ja, war ja in den 80zigern schwer angesagt. Ging voll in die Hose (buchstäblich). :o
Bei mir funktionieren Diäten vor (großen) Wettkämpfen nicht, da ich meinen Verdauungstrakt offenbar durch die Anspannung schon über Gebühr stresse.

FlowJob 28.10.2015 11:32

Zitat:

Zitat von docpower (Beitrag 1177497)
Mich würde sehr die Meinung des Forums zu seiner Saltindiät interessieren. Selber schon mal gemacht?

Ist das noch Saltindiät? So wie ich das verstanden hatte, ernährt er sich grundsätzlich mit sehr wenigen Kohlenhydraten, oder? Also nicht temporär vor dem Wettkampf, sondern wirklich in der Basisernährung.

Antracis 28.10.2015 11:43

Zitat:

Zitat von FlowJob (Beitrag 1177559)
Ist das noch Saltindiät? So wie ich das verstanden hatte, ernährt er sich grundsätzlich mit sehr wenigen Kohlenhydraten, oder? Also nicht temporär vor dem Wettkampf, sondern wirklich in der Basisernährung.

Doch schon, er hat in der WK-Woche vor dem Lauf die ersten 3-4 Tage wohl wirklich noch weniger KH gegessen und dann 3 Tage KH-Mast.

Ich bin da zwiegespalten, habe es einmal vor dem Berlin-Marathon gemacht und es hat gut funktioniert. Aber ich fühlte mich die 3 KH-armen Tage äußerst schlecht.

Vor meiner PB beim Hamburgmarathon hab ich nur 4 Tage die KH etwas runtergefahren und bin dann der Empfehlung von Caroline Rauscher gefolgt, also Fr 10g/Kg Körpergewicht, Samstag noch 5 g/Kg KG, So. WK. Hat auch gut funktioniert.

Ich merke generell, dass wenig KH sich extrem auf meine Regeneration und auch auf das Immunsystem auswirken. Habe mir so auch schon mal nach einer harten Trainingswoche einen Herpes Zoster ( Gürtelrose) eingefangen.

Ich würde es persönlich nur noch in der beschriebenen, stark abgeschwächten Form machen, weil ich Angst hätte vor einem Infekt und das die Nachteile überwiegen. Das liegt aber auch sicher daran, dass ich mich im Vergleich zu Gabius sonst eher High-Carb ernähre. Ich denke, gerade für Low-Carbler ist das eine Option, weil sich da der Körper schon dran gewöhnt hat und die eventuell auch einen stärkeren Reiz brauchen, um die Glykogenspeicher zu überfüllen.

Gruß
Sascha

flaix 28.10.2015 11:59

Saltin ist anstrengend. Aber es bringt erheblich was.

Was mich viel mehr umtreibt ist warum er diese "nur Wasser" Strategie im Rennen bis 35 so durchzieht. Da verstehe ich den Sinn nicht ganz.

Antracis 28.10.2015 12:09

Zitat:

Zitat von flaix (Beitrag 1177573)
Saltin ist anstrengend. Aber es bringt erheblich was.

Was mich viel mehr umtreibt ist warum er diese "nur Wasser" Strategie im Rennen bis 35 so durchzieht. Da verstehe ich den Sinn nicht ganz.

Ich glaube, da muss man auch die Mentalität von "Nur-Läufern" mit einbeziehen. Schau mal in ein Laufforum rein oder eröffne da mal einen Thread über KH-Zufuhr beim Marathonlauf - und besorg Dir vorher einen Helm. :Cheese: Du wirst da reihenweise Leute in mottenzerfressenen Finishershirts treffen, die den gesamten Marathon ohne KH-Zufuhr laufen - und zwar teilweise auch mit wirklich schnellen Zeiten unter 2:50.

In einem Triathlonforum prahlen die Leute dann eher, wie viele Gele sie sich in 42km reindrücken konnten, ohne zu kotzen. ;)

Ernährung hat, nicht nur im Sport, aber sogar auch im Hochleistungssport, oft viel mehr mit Mentalität und Glauben als mit wissenschaftlichen Studien zu tun. Soviel zum "Thema" Sinn...und Wissenschaft mach ja oft genug nicht wirklich schneller.

aequitas 28.10.2015 12:27

Zitat:

Zitat von flaix (Beitrag 1177573)
Saltin ist anstrengend. Aber es bringt erheblich was.

Was mich viel mehr umtreibt ist warum er diese "nur Wasser" Strategie im Rennen bis 35 so durchzieht. Da verstehe ich den Sinn nicht ganz.

Gabius hat in einem Interview behauptet, dass er seinen Stoffwechsel soweit trainiert hat, dass die Kohlenhydratspeicher bei ihm 42km halten sollen. Begründet hat er das mit seiner LC-Ernährung und seinem Training. Kann mich gerade allerdings nicht genau daran erinnern, wo er das gesagt hat. War wahrscheinlich das Interview in der Sportschau.

flaix 28.10.2015 12:49

ja, ist alles klar. Das Training im low carb Modus ist ja auch komplett nachvollziehbar. Eine harte Sache, aber es eröffnet Möglichkeiten.

KH "reichen" ist ja relativ. Die kann ich auch in 60 Minuten wegballern.

Nur: wenn er doch KH sowieso nimmt (ab 35) warum verzichtet er dann auf die ca. 200 kcal die er vorher auch noch aufnehmen kann?

Beim Halbmarathon würde ich da voll mitgehen. Die Ziet ist so kurz da ist es zweifelhaft. Beim Marathon verstehe ich den Verzicht nicht. Das ist einfach nicht logisch.

LidlRacer 28.10.2015 13:21

Das Blut soll in den Beinen arbeiten und nicht im Magen.

Habe auch ein Interview dazu gesehen - vielleicht finde ich es noch gelegentlich ...

Er meinte aber auch, wenn man wesentlich länger als 2h unterwegs ist, würde das nicht funktionieren. Muss uns also nicht kümmern.

HollyX 28.10.2015 13:47

Hi,

hier erzählt er das über LC:

https://www.youtube.com/watch?v=F1_3y_-lCp8

Grüße
Holger

rundeer 28.10.2015 14:03

Ich finde dieses Thema sehr interessant.

Wenn der Gabius schon Vegetarier und dann auch noch die Kohlenhydrahte stark einschränkt, was isst der überhaupt um seine gut 200 Wochenkilometer wegzustecken? Quark, Nüsse, Gemüse?

Ich denke AG kennt seinen Körper sehr gut und kann (noch dazu als Mediziner) sehr gut beurteilen, was er braucht. Für Hobbysportler finde ich eine solche Extremform allerdings kritisch. Hat nicht auch Caroline Rauscher mal erklärt, dass extremes Fettstoffwechseltraining den Kohlenhydratstoffwechsel negativ beeinflusst? Man könne also nicht meinen, mit optimalem Fettstoffwechsel und dann ausnahmsweise vollen Kohlenhydratspeichern noch mal eine Schippe draufzulegen.

Naja, AG hat ja wohl nie ganz auf Kohlenhydrate verzichtet. Er sagte mal, er wolle dem Körper beibringen, Khs seien etwas Wertvolles mit denen sparsam umzugehen ist. Ketogen wird er also nie unterwegs gewesen sein.
Könnte ja auch sein, dass diese neue Ernährungsweise für seinen Körper einen weiteren neuen Reiz darstellt, was ja bei seinem Trainingsalter auch sehr wichtig ist.

ironlollo 28.10.2015 14:23

Zitat:

Zitat von rundeer (Beitrag 1177619)
Wenn der Gabius schon Vegetarier und dann auch noch die Kohlenhydrahte stark einschränkt, was isst der überhaupt um seine gut 200 Wochenkilometer wegzustecken? Quark, Nüsse, Gemüse?

Auch dort sind KHs drin.


Zitat:

Zitat von rundeer (Beitrag 1177619)
Naja, AG hat ja wohl nie ganz auf Kohlenhydrate verzichtet.

Wenn er sich - wie von Dir oben vermutet - ernährt, dann kann er auch nicht KOMPLETT auf KHs verzichten. Und sollte er wirklich NULL KHs zu sich nehmen, will ich mal wissen, was er so die Woche über futtert :Huhu:

Antracis 28.10.2015 14:35

Es gibt ja eine ganze Reihe von Studien, die eine signifikante Leistungssteigerung durch KH-Aufnahme bei Langzeitbelastungen > 90 Minuten zeigen.

Man muss sich aber halt klarmachen, dass die Datenlage dieser Studien, wenn man sie genauer anschaut, halt immer streuen. D.h. man kann damit rechnen, dass sich in der untersuchten Gruppe auch Probanden befinden, die von der KH-Zufuhr gar nicht profitiert haben, genauso wie einige überproportional profitieren. Das ist wie mit den Medikamentenstudien: Wenn da rauskommt, dass Medikament x gegen Krankheit y hilft, ist es ziemlich regelmäßig so, dass dennoch ein Teil der untersuchten Patienten nicht profitiert hat - so funzen halt statistische Untersuchungen.

Ich erinnere mich auch an ein Video aus der Mediathek, wo es sehr interessant um Low-Carb/ Ketosestoffwechsel ging und ein Beispiel eines LD-Athleten gezeigt wurde, wo das wunderbar funktioniert hat. Dennoch basieren die allermeisten Weltermeistertitel und Olympiasiege in Ausdauerleistungen auf kohlenhydratreicher Kost.

Wie gesagt: Erfolgskonzepte anderer zur Kenntnis nehmen und dann für sich überlegen, ob es klappen könnte oder ausprobieren.

In Foren/ unter Amateursportlern gibt es interessanterweise oft die Tendenz, nicht das als erstes auszuprobieren, was den meisten Sportlern bisher was gebracht hat, sondern man stürzt sich interessiert immer auf irgendwelche Sonderkonzepte. Auch interessant, aber vermutlich menschlich.

dude 28.10.2015 14:41

Zitat:

Zitat von rundeer (Beitrag 1177619)
Wenn der Gabius schon Vegetarier und dann auch noch die Kohlenhydrahte stark einschränkt, was isst der überhaupt um seine gut 200 Wochenkilometer wegzustecken? Quark, Nüsse, Gemüse?

Ich denke AG kennt seinen Körper sehr gut und kann (noch dazu als Mediziner) sehr gut beurteilen, was er braucht.

Solche Diskussionen sind heute doch wertlos. Wie koennt ihr sowas noch differenziert diskutieren? :confused:

Gozzy 28.10.2015 14:48

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 1177632)
Solche Diskussionen sind heute doch wertlos. Wie koennt ihr sowas noch differenziert diskutieren? :confused:

In dem man, dass Thema Doping nicht zum (eigenen) Lebensmittelpunkt macht...:)

Klugschnacker 28.10.2015 15:04

Zitat:

Zitat von Gozzy (Beitrag 1177635)
In dem man, dass Thema Doping nicht zum (eigenen) Lebensmittelpunkt macht...:)

Bitte bleibe sachlich. :Blumen:

flaix 28.10.2015 15:27

Zitat:

Zitat von dude (Beitrag 1177632)
Solche Diskussionen sind heute doch wertlos. Wie koennt ihr sowas noch differenziert diskutieren? :confused:

die Aussage und die Frage verstehe ich nicht. Was meinst Du?

flaix 28.10.2015 15:28

Zitat:

Zitat von HollyX (Beitrag 1177614)
Hi,

hier erzählt er das über LC:

https://www.youtube.com/watch?v=F1_3y_-lCp8

Grüße
Holger

meine Lieblingsszene: Am Morgen ist immer Obsttag :Lachanfall:

Gozzy 28.10.2015 16:12

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1177641)
Bitte bleibe sachlich. :Blumen:

Ich fand dies jetzt nicht unsachlich. Scheinbar habe ich mich unklar ausgedrückt, das war nicht meine Absicht.
Ich wollte damit nur sagen, dass eine Diskussion durchaus sinnvoll ist wenn man den Einfluss des Faktors Doping reduziert oder gar ausschließt. Meiner Meinung nach geht es in doch hauptsächlich um Trainingsmethoden, Ernährung und Regeneration im Rahmen einer Wettkampfvorbereitung. Der Anteil des Dopings von erzielten Leistungen sind doch nicht 100% sondern eher 10% (wenn überhaupt) daher muss ein thematisierter Sportler, hier AG, ja trainings- und/oder ernährungstechnisch (für sich) einiges richtig machen. Meiner Meinung nach ist für einen Großteil hier, dass „philosophieren“ darüber spannender als die beweisearme, wenn auch differenzierte, Diskussion ob diese Sportler sauber sind oder stoffen. Das für gibt es ein separaten Thread und da ist die Thematik meines Erachtens gut aufgehoben.
Aber vielleicht sehe ich das als Neuling auch falsch.

docpower 28.10.2015 18:00

Zum Thema Saltindiät:
Das hatte ich als Läufer probiert und hatte mit meinem ersten sub 2:30 Marathon vermeintlichen Erfolg damit, bin meine pb aber ohne Saltindiät gerannt.
Noch spannender finde ich aber Arnes Trainingskonzept, mit sehr wenig KH zu trainieren.

rundeer 28.10.2015 19:35

Zitat:

Zitat von ironlollo (Beitrag 1177626)
Auch dort sind KHs drin.




Wenn er sich - wie von Dir oben vermutet - ernährt, dann kann er auch nicht KOMPLETT auf KHs verzichten. Und sollte er wirklich NULL KHs zu sich nehmen, will ich mal wissen, was er so die Woche über futtert :Huhu:

Ich hätte schreiben sollen, er schränkt Nudeln, Reis und Co. ein. Dass auch Quark und Gemüse nicht Nocarb ist, ist mir schon klar.

flaix 28.10.2015 23:48

Zitat:

Zitat von docpower (Beitrag 1177721)
Noch spannender finde ich aber Arnes Trainingskonzept, mit sehr wenig KH zu trainieren.

Meinst er macht das, damit er sich eine gewisse Anzahl langer Läufe sparen kann?

NBer 29.10.2015 00:14

Zitat:

Zitat von flaix (Beitrag 1177831)
Meinst er macht das, damit er sich eine gewisse Anzahl langer Läufe sparen kann?

keine ernährung ersetzt training.
wenn er es tut, will er vll den anteil der fettverbrennung an der energiebereitstellung während des trainings erhöhen. und nach dem training insulinausschläge verhindern, sprich den insulinpegel konstant halten.

Klugschnacker 29.10.2015 00:26

Zitat:

Zitat von NBer (Beitrag 1177837)
wenn er es tut, will er vll den anteil der fettverbrennung an der energiebereitstellung während des trainings erhöhen.

Das wäre aus meiner unmaßgeblichen Sicht kontraproduktiv. Höhere Fettverbrennung bedeutet höherer Sauerstoffbedarf und damit eine verminderte Geschwindigkeit.

Kohlenhydrate sind meines Wissens nach bei Top-Marathonläufern das bei weitem dominierende Substrat der Energiebereitstellung. Entsprechend ergibt sich diese Reihenfolge in der Bedeutung der Substrate während eines Marathonrennens:

1. Muskelglykogen
2. Blutglucose aus Leber und Energiegetränken
3. Intramuskuläre Fettspeicher

Möglicherweise wird ihm bei der Energieaufnahme im Rennen schlecht. Falls nicht, würde ich, ohne ihm freilich Tipps geben zu wollen, eher die Versorgung mit Energiegetränken üben, als den Fettstoffwechsel derart aufzutrainieren. Letzteres reduziert nämlich die Leistungsfähigkeit des Kohlenhydratsoffwechsels und damit seine wichtigste Energiequelle.

Interessiert: Arne

LidlRacer 29.10.2015 00:30

So ganz falsch kann's ja nicht gewesen sein, was er gemacht hat.

Andererseits:
Was machen die noch schnelleren Marathonläufer ernährungstechnisch?

Klugschnacker 29.10.2015 00:39

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1177839)
Was machen die noch schnelleren Marathonläufer ernährungstechnisch?

Während des Rennens? Von Haile las ich mal, er nähme nur Wasser zu sich. Das erwies sich jedoch als Fehlinformation; er nimmt fast zwei Liter eines ziemlich dick angerührten Energiegetränks zu sich (80gr KH/L).

(2:04:26 in Berlin in 2007)

Grüße,
Arne

Ausdauerjunkie 29.10.2015 00:40

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1177839)
So ganz falsch kann's ja nicht gewesen sein, was er gemacht hat.

Andererseits:
Was machen die noch schnelleren Marathonläufer ernährungstechnisch?

Das sind Fragen.
Jeder ist (und ißt!) anders.


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