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So, ich war jetzt einige Male schwimmen. Nicht besonders oft, aber immerhin...
Ich bin immer zwischen 3,5 und 5 km geschwommen. Fühlte sich auch ganz OK an. Es macht mir mittelmäßigen Spaß. Arbeiten klappt wieder ganz gut, mal abgesehen davon, dass ich ziemlich unkonzentriert bin und nicht gerade eine Top-Perfomerin, zur Zeit. :Cheese: Aber ich bin immerhin da, spreche mit Patient*innen, stelle mit ihnen Therapieanträge, habe sogar die Gesprächsgruppe gemacht und habe mich einigermaßen konstruktiv in der Supervision eingebracht... Privat ist's weiterhin äußerst fragil und ziemlich schwierig, aber ich halte es dieser Tage ganz gut aus. Über etwas arbeiten, etwas Sport machen und zu viel essen komme ich aber nicht wirklich hinaus. In den nächsten Tagen und Wochen liegt eine Menge an: Am Freitag fahre ich zu einem Fachtag nach Köln, von dort aus nach Speyer zu meinen Eltern, denn mein Vater wird 90 Jahre alt. Das wird er nicht wirklich schnallen, denn die Demenz schreitet heftig voran. Keine Ahnung, ob er mich auf der Straße noch erkennen würde, ich wage es zu bezweifeln. Am Montag ganz früh fahre ich dann für drei Tage nach Potsdam, wo ich mich mit zwei Kolleg*innen treffe und bei der DHS-Fachkonferenz Sucht sein werde. Darauf freue ich mich. Im November muss ich dann auch noch auf den allerletzten Drücker zwei Fortbildungen machen, um meine Schwimmtrainerlizenz nicht zu verlieren. Echt ätzend, dass ich immer alles aufschiebe, bis es nicht mehr geht! Anfang November fahre ich noch für zwei Tage mit H. zum wunderbaren Le Guess Who Festival nach Uetrecht. Direkt danach das jährliche MRT und dann sind es auch nur noch zwei Wochen bis zum Morocco Swim Trek. Ich freue mich schon jetzt auf die Menschen dort, auf das unfassbare, weiche Licht der Sahara, auf die schöne Bucht, das nette Hotel, das leckere Essen, die Wärme, die Lebensfreude der Marokkaner und vielleicht ein bisschen auch auf das Schwimmen, zumindest auf die beiden kürzeren Distanzen. Trainingsmäßig werde ich es jetzt wohl so machen, dass ich überwiegend Einheiten zwischen 3,5 und 5 km machen werde und versuche, zumindest 2-3 lange Kanten von 8-10 km zu machen. Mal sehen... Heute war ich übrigens noch mal bei einem anderen Orthopäden wegen meiner Knieprobleme. Was herauskam, war für mich einigermaßen überraschend: Den Befund des Radiologen befand er für schlichtweg falsch, nachdem er sich die Bilder selbst genau angeschaut hatte. Er sagte, dass ich keinen Meniskus Schaden habe und dass das Knie altersgemäß und völlig OK sei. Es gebe zwar eine Entzündung darin und eine daher mit Flüssigkeit gefüllte Baker-Zyste, aber die Ursache dafür sehe er in Überlastung. Meinen Fitnessgrad stufte er kurzerhand mit 4- ein. :Maso: Er sagte, dass ich so nicht mit dem Laufen beginnen sollte, sondern erst mal auf Geräten wie solchen Cross-Trainern und Radfahren soll. Wenn seine Einschätzungen stimmen, war es also erfreulich/unerfreulich: Soweit gesund, aber trainingsmäßig ein Wrack. So, jetzt schlafe ich und beende den Tag, solange meine Stimmung nicht im Keller ist (die Abende sind echt schwer). LG, gute Nacht! J. |
Jo, aber eigentlich klingt das doch mal nicht so schlecht. Perspektiven bis knapp zum Jahresende, ok, vielleicht wegem Laufen n bissl neu aufstellen. Blick nach vorne und juhuu!
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Wenn man problemlos 3-5 km schwimmt und überlegt 8-10 zu machen kann man trainingsmäßig gar kein Wrack sein. Lass dir da nichts einreden :Blumen: |
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Judith, ich freue mich mit Dir, das es etwas gibt, dass Du als goldenen Schimmer am Horizont siehst. Du musst einen ziemlich robusten Verdauungsapparat haben, wenn Du Dich auf das Essen in Nordafrika freuen kannst. Ich muss nur daran denken und schon rumpelt es im Bauch. :Lachen2: Ich hoffe, dass Du bald auch wieder ordentlich rennen kannst! :Blumen: |
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Meist kriegste in so Gegenden ja Weissbrot und Harissa dazu, da reicht schon ne Ecke in die Würze reingestippt. |
Hallo bellamartha,
ich verfolge seit einigen Wochen deinen Blog hier. Ich bin irgendwann eingestiegen ohne die Vorgeschichten zu kennen. Ein paar deiner Eventberichte habe ich mir ebenfalls durchgelesen. Und ich kann sagen: Ich bewundere dich für deine Offenheit hier im Forum was dein Gefühlsleben angeht. Zudem bist du schwimmerisch eine Inspiration. Ich habe mich sogar schon dabei erwischt wie ich im Schwimmkalender nach einem Event für mich geschaut habe. :Lachen2: Wie viele andere hier bin ich nicht in der Position die richtigen Tipps für deine Situation zu geben. Auch wenn es in meiner Familie gerade Menschen in ähnlicher Situation gibt. Daher bleibt mir nur zu sagen was bereits gesagt wurde: Tu Dinge, die dir Spaß machen und umgebe dich mit Menschen, die dir gut tun!:Blumen: Ich werde diesen Blog weiterhin verfolgen und drücke jetzt schon die Daumen für dein Afrika-Abenteuer! |
Schön, dass Du die Sache halbwegs ausbalanciert hast! Pass bitte weiterhin gut auf Dich auf! LG
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Wenn dieser Orthopäde also meinte, ich solle es ruhig angehen lassen und nicht sofort laufen, sondern erst mal radeln oder auf diesen Walking-Geräten im Fitnessstudio anfangen, dann ist er vermutlich auch der Meinung, dass ein 45-minütiges Zirkeltraining mit allerlei Sprung-Elementen nicht das Richtige ist oder?
Im Nachhinein denke ich das auch. Allerdings hatte mich eine Patientin der Tagesklinik gefragt, ob ich nicht für die Bewegungstherapeuten einspringen kann, damit ihr geliebtes Zirkeltraining nicht ausfallen muss. Denn ohne Aufsicht dürfen die Patient*innen nicht in die Sporthalle. OK, dachte ich, mache ich und mache einfach mit. Es waren nur drei Patient*innen da, aber die waren echt fit! Sie bauten flugs einen Zirkel aus 10 Stationen auf und los ging es, immer 30 s Belastung und 30 s Pause. Ich konnte einigermaßen mithalten, merkte aber nach 3 Durchgängen, dass es echt anstrengend wird. Die letzten Minuten wollten wir noch mit einem halben Durchgang füllen, jeder mit Stationen seiner Wahl. Ich wählte die für mich anstrengendsten aus, unter anderm Seilspringen. Das war meine vorletzte Station und ganz am Ende der 30 s sackte mir plötzlich das linke Knie weg und es gab einen heftigen Schmerz. Dann konnte ich das Bein kein bisschen mehr belasten, so unglaublich weh tat das. Wie gesagt, sehr schlau von mir, ich weiß. Aber ich habe irgendwie nur am Rande darüber nachgedacht. Ich arbeitete erst mal ein bisschen weiter, meine Arbeit findet ja überwiegend im Sitzen in meinem Büro statt. Aber immer, wenn ich mal zum Kopierer oder auf die Station musste, hatte ich abartige Schmerzen, konnte das Bein Null belasten. Ich organisierte mir erst mal Krücken und entschied mich dann, doch nach nebenan in die unfallchirurgische Ambulanuz der Uni-Klinik zu gehen, zum D-Arzt. Es ging für die Verhältnisse dieser Höllen-Ambulanz auch recht schnell, gute zwei Stunden später war ich schon wieder zurück in meinem Büro. Sie haben es geröngt, um eine Fraktur auszuschließen, was auch zum Glück der Fall war. Sie meinen, dass es wahrscheinlich nur eine fette Knieprellung ist und sagen, dass ich halt ins MRT müsse, wenn es nicht rasch deutlich besser wird. Therapie: Voltaren-Verbände, Ibuprofen, hochlegen, kühlen. Etwas schwierig, da ich ja ab morgen bis Mittwoch unterwegs bin, auf Fortbildungen, bei meinen Eltern und in Zügen zwischen Köln, Speyer, Potsdam und Essen. Naja, wird schon irgendwie gehen. Drückt mir bitte die Daumen, dass es bald besser wird! VG J., total panne. |
Hallochen,
uiui, was lese ich da von Dir... Du weisst selber, dass die Tagesstruktur und Bewegung oft ein Schlüssel ist, um aus dem Tief wieder rauszukommen. Daher, denke ich, gut gemacht!:Liebe: Ich drücke Dir die Daumen, dass es weiter bergauf geht. Auch, wenn Du nun wieder einen Tiefschlag erlebst. Das wird wieder besser. Und professionelle Hilfe wurde ja schon geraten. Ein neuer Therapeut kann helfen. Zum Thema Knie: ein Zirkeltraining ist damit nicht gemeint.:Lachanfall: Eine persönliche Empfehlung wäre, mit leichtem Krafttraining zu beginnen. Erst mit dem eigenen Körpergewicht und dann mit Gewichten. Es kann sein, dass Crosstrainer und Co, Dein Knie weiter überlasten, da es vielleicht nicht stabil genug ist. Das musst Du ausprobieren, was Dir besser hilft! Kann beides sein und immer nur solange trainieren, bis es leicht schmerzt. Nicht darüber hinaus, sonst befeuerst Du die Entzündung. Das kann lange dauern... ich habe mit 7 min Krafttraining angefangen.. also, übe die Dame sich in Geduld! Radfahren ist super und Radtouren mit Taschen oder Gravelbike hervorragend für's Knie. Ich halte es wie Carolinchen, mit Uebernachtung im Hotel. Meine Freundin ist gerade alleine mit einer Graveltruppe in Marocko. Da gibt es viele Veranstalter, die solche Touren anbieten und oft, sind die Teilnehmer unkompliziert und gruppenkompatibel. Zum Schwimmen, Du hast so eine Grundlage und Erfahrung, die Schlummert in Dir und wartet nur darauf abgerufen zu werden. Wegen dem Ellenbogen und weniger Motivation würde ich einfach kurze Trainingsmachen. Den Ellenbogen schonen und das Wasser geniessen! Ist doch DEIN Element. ;) Kurz reicht als Vorbereitung für die Strecken. Viel Spass! |
Uiuiui, ich drücke mal heftig die Daumen, dasses nix Arges ist!
Brauchte man ja so dringend wie n Pfeil durchn Kopp. |
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