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qbz 19.02.2022 14:40

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1646799)
Klingt für mich stark nach einer Mischung aus Russia-Today-Analyse und Verschwörungstheorie.

Die USA beenden 2021 sehr radikal und mit erheblichem Imageschaden und unter Brüskierung fast aller Verbündeten einen jahrelangen teuren Krieg in Afghanistan nicht zuletzt auch wegen erheblicher Kriegsmüdigkeit der eigenen Bevölkerung um einige Monate später den nächsten potenziell noch teureren Krieg in der Ukraine zu beginnen...:Gruebeln:
So doof und irrational ist weder Biden, noch die hinter ihm stehenden Berater.

Das Motiv Raffgier würde ich mal sehr vehement in Frage stellen. Natürlich gibt es bei jeder Krise einzelne Profiteure, aber in der Gesamtheit führen hohe Energiepreise, eine hochgradig instabile politische Lage und eine massive Ströme des internationalen Zahlungsverkehrs im Falle eines Ausschluss von Russland aus dem Swift-System zu fast nur negativen Effekten für die USA und die US-amerikanische Wirtschaft.

Der große globale Konkurrent der USA ist China und längst nicht mehr Russland. China wäre am ehesten noch ein Player, der davon profitieren würde wenn Russland die USA in eine kriegerische Auseinandersetzung ziehen und deren politische Energie und Kräfte binden würde, obwohl sie auf komplett anderen, überwiegend nicht-militärischen Gebieten gebraucht werden würden.

Alle Bilanzen zeigen eigentlich deutlich auf, dass sich für die USA weder der Irakkrieg noch der Afghanistankrieg insgesamt materiell gelohnt haben mit Ausnahme eben einiger einflussreicher Industriezweige (der Rüstung im engeren und weiteren Sinn sowie der damit verbundenen zivilen Industrieen sowie privater Militärorganisationen, welche alle von den Kriegen sehr stark profitierten.) Offenbar spielten also neben der Rüstung noch andere Gründe wie weltmachtpolitische, hegemoniale Überlegungen z.B. eine Rolle, indem u.a. die USA keine starken, unabhängigen Mittelmächte und eine multipolare Welt zulassen wollen.

Die USA haben bis jetzt keine Absicht erklärt, auf eine russische Besetzung der Ukraine mit Krieg zu antworten, sondern mit wirtschaftlichen Sanktionen, die vor allem die EU und Russland träfen, deutlich weniger die USA.

Ich zähle ein paar Gründe auf, welche immer mal wieder von Analysten genannt werden, die evtl. auf Seiten der USA im jetzigen Machtkonflikt mit Russland eine Rolle spielen, weshalb man bis jetzt keine Lösung findet und weshalb der Westen Russland nicht erkennbar mit Kompromissen entgegenkommt, ohne eigene Wertung (!):
- Durchsetzung von weiteren NATO-Basen in russischen Grenzbereichen, Ausdehnung der NATO bis an russische Grenze
- Bindung russischer Truppen an / in (?) der Ukraine und ein möglicher Ukraine-Krieg schwächen die russische Wirtschaft, Destabilisierung Russlands, Zerfall der russischen Föderation, Regime Change.
- wirtschaftliche Schädigung der EU infolge der angekündigten Russland-Sanktionen, Konkurrenz USA-EU
- die NATO Länder einigen sich unter dem Hegemon USA auf eine Strategie gegenüber Russland, ein Wirtschaftsblock EU-Russland wird verhindert.

Auf der anderen Seite, da pflichte ich Dir bei, treibt die jetzige Haltung der USA Russland weiter in das eurasische Bündnis mit China. Die und noch eine Menge anderer Länder verwenden dann im Falle eines Swift-Ausschlusses weltweit ihr eigenes Bezahlungssystem. Sanktionen würden das Russland-China Bündnis deutlich enger werden lassen.

Im Interesse der Mehrheit der Menschen liegt allerdings kein Krieg, keine Hochrüstung und Kriege sind angesichts der Opfer immer letztlich irrational und unvernünftig.

DocTom 19.02.2022 14:44

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1646801)
...
Ich fürchte das einzige was helfen würde wäre eine langsame aber kontinuierliche, weltweite Abrüstung. Aber leider steigen die weltweiten Rüstungsausgaben jährlich auf neue Rekorde. Ein Teufelskreis.

Leider leider leider nur zu wahr!:Kotz:
Was man mit dem Geld gegen die Armut in der Welt tun könnte...

Nur, wer will das in der Politik der wohlhabenden Ländern schon wirklich?:Gruebeln:
T.

qbz 20.02.2022 00:27

Ich gebe mal eine Prognose ab:

1. Eine russische Besetzung der Ukraine wird es nicht geben.
2. Eine offene russische-militärische Unterstützung, d.h. auch darauf begrenzte Besetzung, für die Volksrepubliken könnte stattfinden, wenn sich die Frontlinien dort nicht befrieden.

Mo77 20.02.2022 08:51

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1646799)
Klingt für mich stark nach einer Mischung aus Russia-Today-Analyse und Verschwörungstheorie.

Die CIA oder das US-Verteidigungsministerium würden sowas natürlich nie machen, verdeckte Operationen
Nein, nieeeemals:Lachanfall:

Edit: Die russischen Dienste können das auch gut.

sabine-g 20.02.2022 09:12

Die Russen marschieren nach Olympia ein.

Stefan 20.02.2022 09:19

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1646867)
Die Russen marschieren nach Olympia ein.

Hoffentlich hast Du Unrecht. Das wäre eine riesen Katastrophe für ganz Europa. Bei Alltagsgesprächen bin ich teils überrascht, wie wenig den Leuten die Tragweite eines solchen Einmarsches bewusst ist.

-----------

FAZ: Kriegsgefahr : NATO sieht Zeichen für „vollständigen Angriff“ Russlands auf Ukraine

Mo77 20.02.2022 09:43

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1646867)
Die Russen marschieren nach Olympia ein.

Kann passieren, wenn der Komiker es nicht schafft Frieden in den Autonomiegebieten zu schaffen bekommt er Hilfe vom Judoka.

Gefallen tut mir das nicht.

keko# 20.02.2022 09:46

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1646857)
Ich gebe mal eine Prognose ab:

1. Eine russische Besetzung der Ukraine wird es nicht geben.
2. Eine offene russische-militärische Unterstützung, d.h. auch darauf begrenzte Besetzung, für die Volksrepubliken könnte stattfinden, wenn sich die Frontlinien dort nicht befrieden.

Für mich habe ich die Gefahr eines Kriegs oder eines Stellvertreterkrieges schon immer weitaus beunruhigender eingeschätzt, als z.b. die Gefahr durch Corona. Zwar ist die Ukraine kein Nato-Bündnisland, entsprechend würde der Bündnisfall zunächst nicht eintreten. Trotzdem kann es sich auf weiter nördliche Nato-Staaten ausdehnen und dann sind wir mit dabei.

Alles in allem wirkt das auf mich sehr beunruhigend und auch frustrierend.

Meine Privat-Prognose als Laie: wir werden Krieg im östlichen Europa haben und sind über die Nato mit dabei. Hoffentlich liege ich damit weit daneben.

Feanor 20.02.2022 11:18

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1646857)
Ich gebe mal eine Prognose ab:

1. Eine russische Besetzung der Ukraine wird es nicht geben.
2. Eine offene russische-militärische Unterstützung, d.h. auch darauf begrenzte Besetzung, für die Volksrepubliken könnte stattfinden, wenn sich die Frontlinien dort nicht befrieden.

Zu 2.
Wäre dies für Dich dann eine gegen das Völkerrecht verstoßende militärische Intervention eines Staates auf dem Hoheitsgebiet eines anderen Staates?
Bei Dir hört sich das fast nach einem friedensstiftenden Blauhelmeinsatz an.

sabine-g 20.02.2022 11:43

Zitat:

Zitat von Feanor (Beitrag 1646894)
Bei Dir hört sich das fast nach einem friedensstiftenden Blauhelmeinsatz an.

Als Nachfolgepartei der SED waren und sind die Linken schon immer pro russisch und damit pro Putin eingestellt, daher ist diese Haltung nicht weiter verwunderlich.

tuben 20.02.2022 11:57

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1646867)
Die Russen marschieren nach Olympia ein.

Was haben sie davon ?
Ich denke, vor so einer Entscheidung wird es eine "Kosten-:Nutzenanalyse" geben, oder ?

sabine-g 20.02.2022 12:03

Zitat:

Zitat von tuben (Beitrag 1646903)
Was haben sie davon ?
Ich denke, vor so einer Entscheidung wird es eine "Kosten-:Nutzenanalyse" geben, oder ?

Hier wird ein bisschen dazu geschrieben, es geht anscheinend insbesondere um das Minsker Abkommen.

qbz 20.02.2022 12:07

Zitat:

Zitat von Feanor (Beitrag 1646894)
Zu 2.
Wäre dies für Dich dann eine gegen das Völkerrecht verstoßende militärische Intervention eines Staates auf dem Hoheitsgebiet eines anderen Staates?

Ja. Russland würde gegen die Unverletzbarkeit der Grenzen und das Völkerrecht verstossen, wenn die russische Armee die Autonomiegebiete besetzt, genauso wie damals die NATO gegen das Völkerrecht beim Kosovokrieg verstossen hat.

Zitat:

Zitat von Feanor (Beitrag 1646894)
Bei Dir hört sich das fast nach einem friedensstiftenden Blauhelmeinsatz an.

Die ukrainische Armee (204000 Soldaten) ist mittlerweile so stark gerüstet im Unterschied zu 2014, dass sie die Autonomiegebiete jederzeit besetzen kann. Die Umsetzung des Minsker Abkommens ist bis jetzt teilweise auch an der Kiewer Regierung gescheitert, welche die Minsker Vereinbarungen rückgängig machen möchte.

Auf den neu aufgeflammten Krieg an der Front antwortet möglicherweise Russland mit der militärischen Unterstützung der klar unterlegenen Separatisten (die Duma forderte Putin auf, sie als eigenständige, souveräne Republiken anzuerkennen, d.h. sie bekämen auch aus der Sicht Russlands dann Souveränitätsrechte). Aus Sicht der Ukraine und des internationalen Rechts handelt es sich eindeutig um eine völkerrechtswidrige Besetzung und einen Aggressionskrieg. (alles spiegelverkehrt wie im Kosovokrieg, wo Russland protestierte und die NATO militärisch besetzte und intervenierte und dann den Staat Kosovo gründete. Analog behauptet Russland, die russischen Ukrainer in Donezk und Luhansk wären gefährdet, es würde ein Völkermord drohen.).

sabine-g 20.02.2022 12:27

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1646907)
Ja. Russland würde gegen die Unverletzbarkeit der Grenzen und das Völkerrecht verstossen, wenn die russische Armee die Autonomiegebiete besetzt, genauso wie damals die NATO gegen das Völkerrecht beim Kosovokrieg verstossen hat.

Du verbreitest unfassbaren Blödsinn ( es ist leider nicht anders auszudrücken )

„Wenn die NATO-Bombardierungen nicht stattgefunden hätten, ich wiederhole noch einmal, es würde kein Albaner mehr im Kosovo geben.“ – Halit Barani, ehemaliger Präsident des Regionalrats für den Schutz der Menschenrechte in Mitrovica, Kosovo.

qbz 20.02.2022 12:28

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1646899)
Als Nachfolgepartei der SED waren und sind die Linken schon immer pro russisch und damit pro Putin eingestellt, daher ist diese Haltung nicht weiter verwunderlich.

Meine persönliche Einstellung würde ich eher als "antikapitalistisch" und "pazifistisch" umschreiben, insofern würde ich mir auch für Russland eine andere Politik wünschen. Aber die Welt ist kein Wunschkonzert. :Lachen2:

qbz 20.02.2022 12:35

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1646911)
Du verbreitest unfassbaren Blödsinn ( es ist leider nicht anders auszudrücken )

„Wenn die NATO-Bombardierungen nicht stattgefunden hätten, ich wiederhole noch einmal, es würde kein Albaner mehr im Kosovo geben.“ – Halit Barani, ehemaliger Präsident des Regionalrats für den Schutz der Menschenrechte in Mitrovica, Kosovo.

Informiere Dich bitte. Der Kosovokrieg war völkerrechtswidrig nach der mehrheitlichen Auffassung aller Völkerrechtler, daran gibt es keinen Zweifel.

Zitat:

Die "Androhung und Anwendung" zwischenstaatlicher Gewalt ist nach Artikel 2 Absatz 4 der UN-Charta verboten. Die rot-grüne Bundesregierung verstieß mit der Bereitstellung deutscher Truppen für diesen Krieg nicht nur dagegen, sondern ebenso gegen das Grundgesetz sowie gegen den 4+2-Vertrag zur Herbeiführung der deutschen Einheit. Bis heute versuchen die Nato-Staaten, ihren Völkerrechtsbruch mit der Behauptung zu rechtfertigen, der Krieg sei "unvermeidbar" gewesen als "humanitäre Intervention" zur Unterbindung der - ohne Frage schwerwiegenden - serbischen der - ohne Frage schwerwiegenden - serbischen Menschenrechtsverletzungen gegen die Albaner im Kosovo."
https://taz.de/Zehn-Jahre-Kosovokrieg/!5165840/

TRIPI 20.02.2022 13:00

Mich nervt das Übertreiben auf beiden Seiten. Kann man denn nicht sachlich bleiben?
Was soll denn Krieg mitten in Europa bedeuten? Mehr am Rand als die Ukraine geht ja wohl nicht.
Und nein, die Russen sind keine heiligen und haben in der Ukraine nix zu suchen. Sicher haben beide Seiten Dreck am Stecken, und auch ich habe das bisher betont, aber der Entscheidende Punkt bleibt die freie Bündniswahl. Wenn immer mehr Länder sich für westliche Werte oder Bündnisse mit der Nato entscheiden, dann sollte der Russe vielleicht mal überlegen woran das liegt.

Edit: Mit "Die Russen" meine ich natürlich das Regime, nicht die Bevölkerung.

sabine-g 20.02.2022 13:12

Zitat:

Zitat von qbz (Beitrag 1646913)
Informiere Dich bitte. Der Kosovokrieg war völkerrechtswidrig nach der mehrheitlichen Auffassung aller Völkerrechtler, daran gibt es keinen Zweifel.

Die Serben haben damals die Kosovo Albaner ABGESCHLACHTET wie ein Stück Vieh.
Es war höchste Zeit dort einzugreifen.
Wenn du als angeblicher Pazifist auch das unterstützt - dann weiß ich auch nicht.
Ist mir aber auch egal.

TRIPI 20.02.2022 13:37

Putin beendet das Manöver doch nicht, wie befürchtet.

qbz 20.02.2022 14:10

Hier ein interessantes Interview mit dem Senior Klaus von Dohnanyi und der Politologin Sabine Fischer, die beide unterschiedliche Positionen vertreten, wie die NATO auf die Vorschläge Russlands reagieren soll.
https://www.freitag.de/autoren/der-f...re-zeit-nehmen

qbz 20.02.2022 14:27

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1646921)
Die Serben haben damals die Kosovo Albaner ABGESCHLACHTET wie ein Stück Vieh.
Es war höchste Zeit dort einzugreifen.
Wenn du als angeblicher Pazifist auch das unterstützt - dann weiß ich auch nicht.
Ist mir aber auch egal.

Ich habe eine Frage nach dem Völkerrecht sachgerecht beantwortet, mehr nicht, und Du wirfst mir daraufhin "unfassbaren Blödsinn vor" und jetzt sogar noch, ich würde Morde unterstützen. Wikipedia meint zum Völkerrecht im Kosovokrieg: (das, was ich ursprünglich geschrieben habe).

Zitat:

Die Bedingungen des Konflikts im Kosovo unterschieden sich jedoch in vielen Bereichen gravierend von denen in Bosnien und Herzegowina. Besonders schwer wog, dass die NATO im Kosovo ohne Mandat des UN-Sicherheitsrates als selbsternannte und eigenmächtige Interventionsmacht handelte. Da eine völkerrechtliche Legitimation fehlte, wurde eine neue Doktrin der „humanitären Intervention“ geschaffen. Demnach begründete die NATO ihren Krieg unter Bruch des Völkerrechts mit dem Verweis auf eine moralische Verpflichtung, eine drohende „humanitäre Katastrophe“ abzuwenden.
https://de.wikipedia.org/wiki/Kosovokrieg

DocTom 20.02.2022 14:50

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1646917)
Mich nervt das Übertreiben auf beiden Seiten...
Was soll denn Krieg mitten in Europa bedeuten? Mehr am Rand als die Ukraine geht ja wohl nicht.
...

Hmm, ich darf mal auf diese Karte Europas hinweisen und so habe ich es auch in der Schule noch gelernt: europe-landkarte-bilder.jpg

Offiziell geht Europa bis zum Ural, damit liegt die Ukraine schon nicht am Rande Europas, wohl aber am Rand der EU.:Huhu:

Deinen ersten Punkt unterstütze ich völlig, jeder hat da halt seine (Macht-) Interessen...:Maso:

JENS-KLEVE 20.02.2022 14:51

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Hab ich gerade von einem Bekannten bekommen: Überall in Europa dichter Flugverkehr, über der Ukraine tote Hose. Ein offizieller amerikanischer Aufklärer. Alles andere meidet den Luftraum.

ricofino 20.02.2022 15:00

Nach dem Abschuss eines Passagierflugzeuges vor ein paar Jahren wird der Luftraum von zivilen Flugzeugen gemieden.

JENS-KLEVE 20.02.2022 15:10

Zitat:

Zitat von ricofino (Beitrag 1646938)
Nach dem Abschuss eines Passagierflugzeuges vor ein paar Jahren wird der Luftraum von zivilen Flugzeugen gemieden.

Ja zurecht. Dennoch hätte ich Verkehr nach, und von der Ukraine erwartet.

LidlRacer 20.02.2022 15:21

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1646935)
Hmm, ich darf mal auf diese Karte Europas hinweisen und so habe ich es auch in der Schule noch gelernt: europe-landkarte-bilder.jpg

Offiziell geht Europa bis zum Ural, damit liegt die Ukraine schon nicht am Rande Europas, wohl aber am Rand der EU.:Huhu:

Jetzt komm hier doch nicht mit Fakten!

Die Ukraine ist unendliche gut 600 km von Deutschland entfernt.

TRIPI 20.02.2022 16:49

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1646944)
Jetzt komm hier doch nicht mit Fakten!

Die Ukraine ist unendliche gut 600 km von Deutschland entfernt.

Oha, das war mir so gar nicht bewusst. Zum Glück gibt's Lidl der es in seinem wie üblich überheblichen Tonfall korrigiert:Danke:

Schwarzfahrer 20.02.2022 16:55

Zitat:

Zitat von TRIPI (Beitrag 1646969)
Oha, das war mir so gar nicht bewusst. Zum Glück gibt's Lidl der es in seinem wie üblich überheblichen Tonfall korrigiert:Danke:

Dann lege ich auch noch etwas Klugscheißen drauf: zu den 600 km bis zur ukrainischen Grenze kommen noch weitere 1300 - 1500 km hinzu bis zur östlichen ukrainisch-russischen Grenze bzw. min. 1000 km ins problematische ostukrainische Gebiet, wo die K*** am Dampfen ist.

Koschier_Marco 20.02.2022 16:59

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1646921)
Die Serben haben damals die Kosovo Albaner ABGESCHLACHTET wie ein Stück Vieh.
Es war höchste Zeit dort einzugreifen.
Wenn du als angeblicher Pazifist auch das unterstützt - dann weiß ich auch nicht.
Ist mir aber auch egal.

Ja gibts so was wie int. Recht auch wenn das so stimmen würde, was geschichtlich falsch ist die KZ Lüge von Scharping.

Die Bombardierung von Yu war ein illegaler Angriffskrieg, Schröder selbst hat mal gesagt das wäre in der Tat ein Kriegsverbrechen gewesen.

Gerade der Kosovo als Abspaltung die anerkannt wurde im Gegensatz von der der Krim ist auch auch ein geschmeidige Rechtsauslegung

tuben 20.02.2022 17:05

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1646944)
Jetzt komm hier doch nicht mit Fakten!

Die Ukraine ist unendliche gut 600 km von Deutschland entfernt.

600 km, das ist keine große Entfernung für Mittelstreckenraketen.
Ich habe schon die Befürchtung, dass eine mögliche militärische Auseinandersetzung weder mit dem Krieg in Afghanistan noch mit dem im Kosevo/Serbien vergleichbar sein wird.
Das Zusammenwirken von USA und Europa würde eine andere Dimension erzeugen, einen Krieg, den wir nicht mehr am TV verfolgen könnten, das wäre ein Krieg, der uns vermutlich auch terretorial betreffen würde.
Es muss durchaus befürchtet werden, dass Russland versuchen würde, die in Europa stationierten und damals nicht aus Deutschland abgezogenen Mittelstreckenraketen präventiv zu zerstören. Wo die in Silos und Bunkern lagern, das könnte aus der Zeit der Proteste gegen ihre Stationierung noch bekannt sein.
Die Gefahr lautet also: Nicht dabei, sondern mitten drin. Eine schreckliche Vorstellung.
Wenn ich dabei an meine Kinder und an meine Enkel denke wird mir übel.

LidlRacer 20.02.2022 17:13

Zitat:

Zitat von tuben (Beitrag 1646975)
Es muss durchaus befürchtet werden, dass Russland versuchen würde, die in Europa stationierten und damals nicht aus Deutschland abgezogenen Mittelstreckenraketen präventiv zu zerstören.

Das klingt völlig absurd.
Sooo verrückt, einen 3. Weltkrieg zu starten, dürfte selbst Putin nicht sein

DocTom 20.02.2022 17:22

Zitat:

Zitat von tuben (Beitrag 1646975)
600 km...
Wenn ich dabei an meine Kinder und an meine Enkel denke wird mir übel.

Mir auch, verstehe dich voll und ganz. Und hier stand es ja auch schon zu lesen, es sind in Rammstein und andernorts in D auf US Basen wohl auch schon die US supersonic Raketen stationiert.

Da können die deutschen Politiker noch so viel "nie wieder Krieg auf deutschem Boden" skandieren, die Entscheidung liegt aktuell sicher in anderen Händen.

Ich hoffe darauf, dass es viele reine Drohgebärden von allen Seiten sind und die Verhandlungen und Gespräche möglichst bald wieder aufgenommen werden...

Wohnortverlegung wäre schon aufwändig.
NmpM
T.

Stefan 20.02.2022 17:22

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1646977)
Das klingt völlig absurd.
Sooo verrückt, einen 3. Weltkrieg zu starten, dürfte selbst Putin nicht sein

Die Vergangenheit lehrt uns, dass die Anzahl der beteiligten Länder sich im Laufe eines Krieges erhöhen kann.

tridinski 20.02.2022 17:25

Russland verfügt über deutlich mehr Atomsprengköpfe als GB,F,USA zusammen.
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Atommacht

Wenn man die Welt bereits mehrfach vernichten kann ... sind noch mehr Sprengköpfe irgendwie sinnfrei. Und auch eine moderate Reduzierung hätte eher symbolische Bedeutung.

Der Unterschied in der russischen Argumentation ist natürlich dass die eigenen Raketen auf dem eigenen Territorium stehen, einschliesslich Kaliningrad, während die amerikanischen in anderen Ländern stationiert sind. Ob das bei ebenfalls existierenden Interkontinentalraketen und U-Boot gestützten allerdings den grossen Unterschied macht ....

dr_big 20.02.2022 17:28

Zitat:

Zitat von Koschier_Marco (Beitrag 1646974)
Die Bombardierung von Yu war ein illegaler Angriffskrieg, Schröder selbst hat mal gesagt das wäre in der Tat ein Kriegsverbrechen gewesen.

Würdest du einen Einmarsch Russlands in der Ukraine dann auch als Angriffskrieg bezeichnen?

DocTom 20.02.2022 17:29

Zitat:

Zitat von Stefan (Beitrag 1646979)
Die Vergangenheit lehrt uns, dass die Anzahl der beteiligten Länder sich im Laufe eines Krieges erhöhen kann.

Völlig richtig, und wenn Herr Putin nun noch überzeugt ist, dass er mit Weißrussland zusammen die Ukraine aufnehmen möchte - große Bevölkerungsumsiedelungen hat es doch in RU auch schon gegeben - und er der Nato außer "Maulaffen feil halten" nichts zutraut, dann kann das schon zum hier in D allerletzt gewünschten Effekt eines Krieges in Teilen Europas führen. Wie positionieren sich eigentlich die Türkei zwischen den Mächten, und wie die Franzosen?
Polen, Letten, Esten und Litauer haben zwar sicher noch mehr zu befürchten, aber...
NmpM

tuben 20.02.2022 17:55

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1646977)
Das klingt völlig absurd.
Sooo verrückt, einen 3. Weltkrieg zu starten, dürfte selbst Putin nicht sein

Das hoffe ich auch, weil er nahe dabei wäre.
Er ist aber oft genug als verrückt bezeichnet worden, wenn das stimmt...
Bei anderen, die glauben weit genug weg zu sein,
ist mein Glauben kleiner.
Aber, am Ende werden die gleichen Erwägungen wie am Anfang sein:
Wessen Erdgas wird in Europa verheizt, um die Zeitbrücke zum Klimawandel zu haben ?
Und das wird die Zeche sein, die wir zu zahlen haben, hoffe ich.

Koschier_Marco 20.02.2022 18:16

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1646982)
Würdest du einen Einmarsch Russlands in der Ukraine dann auch als Angriffskrieg bezeichnen?


Ja klar das Problem ist, die einen kriegen den Friedensnobelpreis, die anderen Sanktionen

Trimichi 20.02.2022 18:17

Leute, schraubt mal runter. Wir sind zwar nicht in Russland, von daher kann ich keinen Vodka empfehlen, aber Wein wirkt wahre Wunder. Gegen die westliche Hysterie und die westliche Daueraggressionen. Muss man ja nicht mitmachen. ;)

Was wird passieren? Nichts. Paar Scharmützel. Sonst nichts. Ansonsten ist es wie mit Corona. Die Medien geilen sich in einem der Volksgesundheit schädlichem Maße an diesem Konflikt auf, womöglich können sie inzwischen nicht mehr ohne Hysterie? ;)

Aber wie sagt der Ami so gerne: "show must go on." Deswegen: man stelle sich vor Putin und Biden steigen in den Ring. Biden wackelt ein bisschen umher, okay, Putin lässt ihn tanzen, dann wird Biden von einer rechten Gerade von Putin kompromisslos niedergetreckt. Biden geht KO. Der Tatterkreis kommt nicht wieder hoch. Putin lässt sich die Ehre nicht nehmen, geht zum Ringrichter, der Putin, und nicht etwa Biden oder auch die Klitschkos und auch nicht diesen Politkclown, zum Sieger erklärt. :Lachen2:

Schönen Sonntagabend allen.:Blumen:

Koschier_Marco 20.02.2022 18:17

Zitat:

Zitat von DocTom (Beitrag 1646983)
Völlig richtig, und wenn Herr Putin nun noch überzeugt ist, dass er mit Weißrussland zusammen die Ukraine aufnehmen möchte - große Bevölkerungsumsiedelungen hat es doch in RU auch schon gegeben - und er der Nato außer "Maulaffen feil halten" nichts zutraut, dann kann das schon zum hier in D allerletzt gewünschten Effekt eines Krieges in Teilen Europas führen. Wie positionieren sich eigentlich die Türkei zwischen den Mächten, und wie die Franzosen?
Polen, Letten, Esten und Litauer haben zwar sicher noch mehr zu befürchten, aber...
NmpM

Die hat’s nur in der SU gegeben, nicht in der RU, die beiden nicht in einen Topf werfen


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