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keko# 24.04.2022 21:58

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1656957)
Und als Stefan in der Schweiz würde ich mich zumindest mental auf die ganzen Durchdrehenden vorbereiten, die aus dem Großraum Stuttgart einfallen.

Also wenn ich an die Sache mit dem Klopapier und dem Sonnenblumenöl denke, möchte ich gar nicht daran denken, was passiert, wenn wirklich mal etwas Wichtiges knapp wird.

Koschier_Marco 25.04.2022 06:35

Fliege gerade über Istanbul nach Wien, schalte das Handy ein in Istanbul sehe ich erst was alles gesperrt ist bei uns.

Wenn der Taxler die Stimme des Volkes repräsentiert, wir kämpfen gegen die Faschisten in der Ukraine sowie wie im WK2 und im Irak hat sich auch niemand aufgeregt, das sind so die Standarderklärungen

Hafu 25.04.2022 07:54

Zitat:

Zitat von Koschier_Marco (Beitrag 1656975)
...
Wenn der Taxler die Stimme des Volkes repräsentiert, wir kämpfen gegen die Faschisten in der Ukraine sowie wie im WK2 und im Irak hat sich auch niemand aufgeregt, das sind so die Standarderklärungen

Der Krieg im Irak war auch berechtigterweise innerhalb fast aller Länder bis hin zum Angreifer USA hochumstritten und selbst die vereinten Nationen haben den Irakkrieg nicht ansatzweise so einmütig verurteilt wie den Angriff auf die Ukraine. Wenn selbst ein tendenziell in weiten Teilen USA-feindliches und russlandfreundliches Volk wie Deutschland sich in der breiten Öffentlichkeit klar für eine militärische Unterstützung der Ukraine ausspricht, scheint vieles anders zu laufen, als bei früheren militärischen Konflikten.
Diesen Unterschied müsste selbst ein russischer Taxifahrer trotz aller Zensurbemühungen zumindest ansatzweise mitbekommen.Vor 20 Jahren hatten die USA auch noch die weitgehende Macht über die Bilder, die aus dem Krieg nach außen gelangt sind und Fehlverhalten von US-Soldaten, wie z.B. in Abu Gharib ist erst mit erheblicher zeitlicher Verzögerung an die Öffentlichkeit gelangt. Mittlerweile, wo die Bildmacht von Social media extrem an Einfluss gewonnen hat, gelangen Bilder und Videos des Krieges nahezu in Echtzeit an die Öffentlichkeit und auch ohne den Umweg über die Propaganda beider Kriegsparteien.

Darüberhinaus haben die US-Soldaten auch keine Waschmaschinen, Handys, Klimaanlagen oder gar Kloschüsseln der angegriffenen Zivilbevölkerung gestohlen. Diesen Aspekt der flächendeckenden Plünderung ukrainischer Häuser durch die russische Armee, der von russischen Offizieren offensichtlich ausdrücklich gebilligt wird, denn sonst könnte das Plündergut ja nicht auf Militärfahrzeugen außer Landes gebracht werden, finde ich extrem abstoßend und er führt alle Rechtfertigungsversuche der russischen Elite komplett ins Absurde.

In einem "bellum justum", den es früher vermutlich genauso wenig gegeben hat wie heute, benehmen sich die Angreifer nicht wie eine undisziplinierte, marodierende Horde von Wikingern

merz 25.04.2022 08:34

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1656978)
…. Mittlerweile, wo die Bildmacht von Social media extrem an Einfluss gewonnen hat, gelangen Bilder und Videos des Krieges nahezu in Echtzeit an die Öffentlichkeit und auch ohne den Umweg über die Propaganda beider Kriegsparteien.
….

Das stimmt für den westlichen Blick auf die ukrainische Seite im Ukraine-Krieg, ich bin mir nicht so ganz sicher, ob auch für die russische Bevölkerung.
(Der Unterschied zu anderen aktuellen hochblutigen Konflikten wie im Jemen und etwa Tigray ist natürlich drastisch.)


m.

Trimichi 25.04.2022 08:59

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1656958)
Also wenn ich an die Sache mit dem Klopapier und dem Sonnenblumenöl denke, möchte ich gar nicht daran denken, was passiert, wenn wirklich mal etwas Wichtiges knapp wird.

Qualiaetsjournalismus in Printform wäre zumindest eine Alternative. ;) :Blumen: Zum Klopapier. Bezüglich Speiseöl müsste das biologisch sein, um als Abführmittel zu funktionieren?

Ne, im Ernst, heute in der Kolumne der Tageszeitung war ein köstlicher Bericht über, wie Helios sagte, unseren mit breiter Brust dastehenden John Wayne. Der Artikel geht so aus, insofern, wer gewinnt im Ring: Hofreiter (Biologe) oder Putin (Karate).

Auf der Dritten Seite kommt Herr Altbundeskanzler Gerhard Schröder sehr gut weg und man kann ihn nur loben, dass er dt. Interessen vertritt. Ob er in den Vorstand von Gasprom gewaehlt werden möchte lässt er, Schröder, offen.

Ansonsten sind wohl die Russen mit Katjuschas ("Stalinorgeln") in Stellung gegangen an der Grenze zur Nordukraine. Herr Putin will, so Herr Schröder, Frieden, aber, so der 78-jaehrige Altkanzler (SPD) weiter, "gäbe es noch einige Dinge zu klären" und dass dies "nicht so leicht sei".

Sind wir froh, dass Panzer-Toni (Achtung, es folgt fränkische Redensart) nicht doch noch als bis auf die Zähne bewaffneter Papiertiger auf die Idee kommt, dt. Kampfpanzerwagen mit der Post in die Ukraine zu schicken. Toni will wohl 50 oder 100 Panzer in der Ukraine sehen, der fränkische Autor dieses Artikels in der Kolumne schloss auch 200 nicht aus, und merkt an, dass Herr Anton Hofreiter eine mögliche atomare Reaktion des russischen Ministerpräsidenten nicht einkalkuliert.

Sollen Toni und Vladi in den Ring steigen? Vermutlich muss der Kampf vor Beginn der ersten Runde abgebrochen werden, weil Panzer-Toni streng nach Kuhmist riecht.

Guten Wochenstart wünsche ich. :)
Trimichi

qbz 25.04.2022 09:45

Zitat:

Zitat von merz (Beitrag 1656983)
Das stimmt für den westlichen Blick auf die ukrainische Seite im Ukraine-Krieg, ich bin mir nicht so ganz sicher, ob auch für die russische Bevölkerung.
(Der Unterschied zu anderen aktuellen hochblutigen Konflikten wie im Jemen und etwa Tigray ist natürlich drastisch.)


m.

Hier schildert eine junge russische Englisch-Studentin aus dem Fernen Osten (Chabarowsk in der Nähe Wladiwostok) auf Follower Fragen ihre ganz subjektiven Eindrücke zur aktuellen Situation in ihrer Heimatregion. Sie hat davor in zahlreichen Vlogs die Ortschaften ihrer Gegend eher ausländischen Followern vorgestellt.
https://www.youtube.com/watch?v=mFL8YXp_Reo

TriVet 25.04.2022 13:01

Interessante Sichtweisen auf die (vermeintlich!?!) hohe Kriegszustimmung bei Umfragen in Russland und die Parallelen insbesondere zur Weimarer Republik:

„Russland wird aufs Schrecklichste verlieren“


Daraus:
.....
ich sehe sehr viele Parallelen, aber nicht zur russischen Geschichte, sondern zu der deutschen.

Ach ja?

Ja. Wir befinden uns in einer Situation, die in vielerlei Hinsicht an die 1920er und 1930er Jahre in Deutschland erinnert. Es gibt im Wesentlichen zwei historische Folien: das Regime von Napoleon III. in Frankreich 1848 bis 1870 und das, was in Deutschland nach dem Ersten Weltkrieg geschah. In beiden Fällen sehen wir eine abrupte Einführung eines Wahlrechts, bei dem den Massen schließlich nur die Option bleibt, einen starken Anführer zu wählen, der faktisch die Befugnisse eines Monarchen besitzt. Sprich eine demokratisch gewählte Monarchie, eine Monarchie mit der Gunst der Massen.
...

Koschier_Marco 25.04.2022 13:24

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1656978)
Diesen Unterschied müsste selbst ein russischer Taxifahrer trotz aller Zensurbemühungen zumindest ansatzweise mitbekommen.

Leider nein und nicht nur der.

Beispiel

Gestern TV 1 Mariupol ein 11 Jähriger wieder vereint mit seiner Familie nach 4 Wochen durch die Mithilfe der Russen.

Wenn Du nur das siehst dann glaubst du wirklich die Ukrainer haben Mariupol angegriffen und sind die Bösen, so wird das dargestellt und zwar 24h am Tag.

Keiner hört oder sieht was von den Vergewaltigungen und oder den Plünderungen, wenn Kriegsverbrechen dann waren es die Ukrainer, kompletter Brainwash und das ist quasi die Endstufe einer mehrjährigen Entwicklung

Trimichi 25.04.2022 14:45

Vllt haben wir im Westen einfach zuviel Hollywood geguckt. Im Film RED HEAT mit Arnold Schwarzenegger sagt der böse Russengangster zum guten Militaerarnold: "Ein toter Mann ist ein toter Mann."

Letztlich fragte Arnie wie die Russen das mit den Frauen aushalten. Wodka war die Antwort. Herr Schwarzenegger sagt zum Ende das Films, der wohl noch vor der Wende zu Zeiten des "kalten Kriegs" gedreht wurde: Daswidanja. Und alles ist cool. Also im Hollywoodfilm.

Man darf nicht vergessen! Was Massenmedien anstellen können. Wissen wir alle. Und schlimm sind die Fake-News. Was soll man glauben.

Lieber ein Schlummertruenkchen als jeden Tag diese Schwerlast aus der Ukraine in den Nachrichten? In Afrika ist es ein militärisches Ziel Frauen zu vergewaltigen, die dadurch traumatisiert und stigmatisiert werden.

Wen dass interessiert, wie solchen Kriegsopfern geholfen werden kann, gibt neue valide Forschungsbefunde mit robusten Zahlen. So dass denen wirklich geholfen werden kann und es ihnen wesentlich effektiv besser geht. Diesen Frauen in und/oder aus Afrika.

Ziel dieser Taktik ist den Feind zu zermürben, und die zivile Moral zu brechen. Geschieht leider täglich in Afrika seit vielen Jahren! :Weinen: :Nee:

Koschier_Marco 25.04.2022 19:22

Wie so die Jahre vergehen war aus 2014

https://www.youtube.com/watch?v=urqb9O2jYcA

LidlRacer 25.04.2022 19:54

Zitat:

Zitat von Koschier_Marco (Beitrag 1657093)
Wie so die Jahre vergehen war aus 2014

https://www.youtube.com/watch?v=urqb9O2jYcA

2017.

Nehme an, Du willst damit nicht Zustimmung zu Precht signalisieren, oder?

Der scheint mir eh überschätzt.
Ich würde ihn zu ziemlich genau gar nichts um Rat fragen - außer vielleicht, wie man erfolgreich Pseudophilosophie vermarktet.

Koschier_Marco 25.04.2022 20:32

Zitat:

Zitat von LidlRacer (Beitrag 1657097)
2017.

Nehme an, Du willst damit nicht Zustimmung zu Precht signalisieren, oder?

Der scheint mir eh überschätzt.
Ich würde ihn zu ziemlich genau gar nichts um Rat fragen - außer vielleicht, wie man erfolgreich Pseudophilosophie vermarktet.

Ja sicher, ich bewerte auch nicht seine philosophischen Fähigkeiten, die ich gar nicht beurteilen kann, sondern seine Meinung und die die er zitiert. Ich glaube auch, das die NATO Osterweiterung den Nationalismus in Russland gefördert hat

Mitsuha 26.04.2022 09:52

Okay, entweder planen die Russen mit einem dritten Weltkrieg oder die glauben, dass sie mit ihren Drohungen echt noch was erreichen können. Auf jeden Fall ist das irre, was der Lawrow von sich gibt.

Können wir bitte alle Wirtschaftsbeziehungen mit diesen Wahnsinnigen kappen?

repoman 26.04.2022 10:28

Lawrow betonte zugleich: »Der gute Wille hat seine Grenzen.« Wenn er nicht auf »Gegenseitigkeit« beruhe, »hilft dies dem Verhandlungsprozess nicht«

Wenn so etwas aus dem Mund Lawrows kommt, ist das wohl an Zynismus kaum zu überbieten. Ekelhafter Typ:Kotz:

HerrMan 26.04.2022 11:01

Ausgangslage: Immer mehr Experten trauen der Ukraine einen Sieg zu, sofern sie schweres Gerät bekommen

Scholz: "Lieber kein schweres Gerät schicken, ich habe Angst vor einem Atomkrieg"

Lawrow: "Oh OH OH - wenn es mal keinen Atomkrieg gibt...."

Das Ding ist doch aufgelegt und die mordende russische Lügentruppe wäre blöd, wenn sie anders agieren würde.

keko# 26.04.2022 11:04

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1657143)
Ausgangslage: Immer mehr Experten trauen der Ukraine einen Sieg zu, sofern sie schweres Gerät bekommen

Scholz: "Lieber keine schweres Gerät schicken, ich habe Angst vor einem Atomkrieg"

Lawrow: "Oh OH OH - wenn es mal keinen Atomkrieg gibt...."

Das Ding ist doch aufgelegt und die mordende russische Lügentruppe wäre doch blöd, wenn sie anders agieren würde.

Früher oder später wird DE natürlich schweres Gerät liefern. Aus meiner Sicht: Der Krieg Russland-Nato ist ja bereits da - noch in Form eines Stellvertreterkrieges in der Ukraine. Frage ist, ob es ein Weltkrieg gibt und gar atomar.

HerrMan 26.04.2022 11:09

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1657145)
Frage ist, ob es ein Weltkrieg gibt und gar atomar.


Ja, damit müssen wir jetzt leben lernen. Für sehr sehr lange Zeit.

Holiday from History is over....

tandem65 26.04.2022 11:13

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1657145)
Früher oder später wird DE natürlich schweres Gerät liefern. Aus meiner Sicht: Der Krieg Russland-Nato ist ja bereits da - noch in Form eines Stellvertreterkrieges in der Ukraine. Frage ist, ob es ein Weltkrieg gibt und gar atomar.

Da ich immer noch nicht den Eindruck habe daß irgendjemand Russisches Territorium betreten/einnehmen möchte halte ich ich mich an HerrMann und habe nicht ernsthaft Angst vor der entsprechenden Atomaren Eskalation.

Wenn es tatsächlich soweit kommen sollte haben wir mbMn. sowieso nur sehr geringe Einflussmöglichkeiten.

qbz 26.04.2022 11:20

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1657145)
Früher oder später wird DE natürlich schweres Gerät liefern. Aus meiner Sicht: Der Krieg Russland-Nato ist ja bereits da - noch in Form eines Stellvertreterkrieges in der Ukraine. Frage ist, ob es ein Weltkrieg gibt und gar atomar.

Interview mit John Mearsheimer: "... im Grunde ein Krieg zwischen den USA und Russland"

keko# 26.04.2022 11:22

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1657146)
Ja, damit müssen wir jetzt leben lernen. Für sehr sehr lange Zeit.

Holiday from History is over....

Wenn es "gut" läuft, zieht der Westen/die USA/die Nato lediglich eine Mauer hoch in Form einer harten Ostflanke. Dann würden wir lediglich wirtschaftlich/rohstoffmäßig vom Osten abgetrennt und hätten diese Folgen zu tragen. Wenn es schlecht läuft, wird Europa mehr oder weniger in kriegerische Auseinandersetzungen hinein gezogen. Ich denke, das wird sich aber recht bald zeigen. Verlieren werden wir als Europäer so oder so, wenn der Krieg noch lange dauert. Die USA haben ja nicht das Energieproblem so wie Deutschland. Nicht nur im Interesse der Ukrainer, auch in unserem eigenen Interesse, sollten wir auf eine schnelle diplomatische Lösung drängen. Gegenseitige Schuldzuweisungen bringen nichts! Ich mache mir ernsthaft Sorgen...

(das ist nur meine laienhafte Meinung, die ich dankenswerterweise hier frei äussern darf :Blumen: )

Hafu 26.04.2022 11:32

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1657145)
Früher oder später wird DE natürlich schweres Gerät liefern. Aus meiner Sicht: Der Krieg Russland-Nato ist ja bereits da - noch in Form eines Stellvertreterkrieges in der Ukraine. Frage ist, ob es ein Weltkrieg gibt und gar atomar.

Ein Krieg Russland-NATO wäre etwas vollkommen anderes als ein Stellvertreterkrieg, von dem es seit dem Ende des zweiten Weltkriegs schon sehr viele gegeben hat.

Nur weil die Russen immer wieder behaupten, sie würden sich in einem direkten Konflikt mit der NATO befinden, weil sich so ihr militärischer Misserfolg leichter innerhalb ihrer Propagandablase verkaufen lässt, muss man sich diese Argumentation nicht zu eigen machen. Es ist nicht ansatzweise ein Krieg Russland-NATO, sondern ein Krieg Russland-Ukraine!

Die Russen haben die Ukraine völkerrechtswidrig angegriffen. Sehr viele Staaten (auch neutrale Staaten, die nichts mit der NATO zu tun haben) unterstützen die Ukraine in ihren Verteidigungsbemühungen, was völkerrechtlich abolut legitim ist und nichts mit einer direkten Kriegsbeteiligung zu tun hat. Das sind die Fakten.

Russland verfügt nur noch über eine einzige Trupfkarte im Spiel und das ist die Atomkarte. Natürlich versuchen sie damit zu drohen, denn andere Drohoptionen haben sie ja nicht. Sobald sie diese Trumpfkarte aber aktiv ausspielen würden, wäre das Spiel für sie verloren. Deshalb haben sie die Karte auch nicht nach ihrer Niederlage gegen die von den USA unterstützten afghanischen Mudschaheddin ausgespielt und werden sie auch nicht nach der Niederlage gegen die Ukraine ausspielen.

Putin hätte die Ukraine nicht angegriffen, wenn er nicht geglaubt hätte den Krieg zu gewinnen. Er (sowie auch Lawrow) haben vor dem 24.2. nie mit einem Angriff auf die Ukraine gedroht, weil dies der traditionellen russischen Maskirowka-Strategie widersprechen würde: man kündigt nicht das an, was man tatsächlich beabsichtig zu tun.

Alleine, dass Lawrow also jetzt von einem dritten Weltkrieg spricht, ist ein deutliches Zeichen, dass Russland eine Eskalation in dieser Richtung eben nicht von sich aus plant. Sonst würden sie es machen und nicht ankündigen.

Helios 26.04.2022 11:35

Zitat:

Zitat von tandem65 (Beitrag 1657147)
...........
Wenn es tatsächlich soweit kommen sollte haben wir mbMn. sowieso nur sehr geringe Einflussmöglichkeiten.

weil wir immer noch in der "Amerikanischen Zone" leben, wie man gerade im TV sehen kann - in Rammstein wird eine US-Flagge und eine Blau-Gelbe Flagge gezeigt und sonst nichts.
Kein Franzose, keine Brite und kein Russe hat sowas bisher gebracht.

Die Spitze der Arroganz ist - es ist ihnen wurscht, soll mal einer maulen.

Wann kapieren diese Stoffel, dass die Party vorbei ist und keiner Interesse auf eine Aufwärm-Party hat??

keko# 26.04.2022 11:42

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1657153)
Ein Krieg Russland-NATO wäre etwas vollkommen anderes als ein Stellvertreterkrieg, von dem es seit dem Ende des zweiten Weltkriegs schon sehr viele gegeben hat.

Nur weil die Russen immer wieder behaupten, sie würden sich in einem direkten Konflikt mit der NATO befinden, weil sich so ihr militärischer Misserfolg leichter innerhalb ihrer Propagandablase verkaufen lässt, muss man sich diese Argumentation nicht zu eigen machen. Es ist nicht ansatzweise ein Krieg Russland-NATO, sondern ein Krieg Russland-Ukraine!

Die Russen haben die Ukraine völkerrechtswidrig angegriffen. Sehr viele Staaten (auch neutrale Staaten, die nichts mit der NATO zu tun haben) unterstützen die Ukraine in ihren Verteidigungsbemühungen, was völkerrechtlich abolut legitim ist und nichts mit einer direkten Kriegsbeteiligung zu tun hat. Das sind die Fakten.

Russland verfügt nur noch über eine einzige Trupfkarte im Spiel und das ist die Atomkarte. Natürlich versuchen sie damit zu drohen, denn andere Drohoptionen haben sie ja nicht. Sobald sie diese Trumpfkarte aber aktiv ausspielen würden, wäre das Spiel für sie verloren. Deshalb haben sie die Karte auch nicht nach ihrer Niederlage gegen die von den USA unterstützten afghanischen Mudschaheddin ausgespielt und werden sie auch nicht nach der Niederlage gegen die Ukraine ausspielen.

Putin hätte die Ukraine nicht angegriffen, wenn er nicht geglaubt hätte den Krieg zu gewinnen. Er (sowie auch Lawrow) haben vor dem 24.2. nie mit einem Angriff auf die Ukraine gedroht, weil dies der traditionellen russischen Maskirowka-Strategie widersprechen würde: man kündigt nicht das an, was man tatsächlich beabsichtig zu tun.

Alleine, dass Lawrow also jetzt von einem dritten Weltkrieg spricht, ist ein deutliches Zeichen, dass Russland eine Eskalation in dieser Richtung eben nicht von sich aus plant. Sonst würden sie es machen und nicht ankündigen.

Mir ist diese Denkweise oder These natürlich bekannt, die du hier dankenswerterweise ausführst :Blumen: Ich kann es auch nicht beurteilen, weil ich keine Einblicke habe.

Ich halte das aber für ein sehr, sehr gefährliches "Spiel". Das kann voll in die Hose gehen.
Was ich grundsätzlich vermisse und mich skeptisch macht, ist das Fehlen von parallelen diplomtischen Versuchen, den Konflikt zu lösen.

qbz 26.04.2022 11:51

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1657153)
....
Es ist nicht ansatzweise ein Krieg Russland-NATO, sondern ein Krieg Russland-Ukraine!
.....

Selbstverständlich kann die Ukraine alleine den Krieg ohne die militärischen und finanziellen Ressourcen der NATO-Länder nur eine eng begrenzte Zeit gegen Russland führen und der Invasion standhalten. Alle politischen Analysen, welche über den Ausgang des Krieges reflektieren, beziehen die Ressourcen der NATO-Länder im Vergleich mit Russlands Ressourcen mit ein. Die werden umso wichtiger, je länger der Krieg dauert (Abnutzungskrieg). Insofern handelt es sich um einen klassischen asymmetrischen Stellvertreterkrieg, der entsprechende Eskalationsrisiken beinhaltet. Die NATO könnte z.B. aufgrund von irgendwelchen False Flag Zwischenfällen in den Grenzregionen in den Krieg eingreifen oder in Verbindung mit humanitären Zielen der ukrainischen Forderung nach Flugverbotszonen Folge leisten usf.

Interview mit John Mearsheimer: "... im Grunde ein Krieg zwischen den USA und Russland"

LidlRacer 26.04.2022 11:57

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1657157)
Was ich grundsätzlich vermisse und mich skeptisch macht, ist das Fehlen von parallelen diplomtischen Versuchen, den Konflikt zu lösen.

Dann hast Du vielleicht den UN-Generalsekretär Guterres übersehen, der es gerade versucht:
https://www.tagesschau.de/ausland/eu...raine-101.html

Klugschnacker 26.04.2022 12:15

Zitat:

Zitat von Hafu (Beitrag 1657153)
Russland verfügt nur noch über eine einzige Trupfkarte im Spiel und das ist die Atomkarte. Natürlich versuchen sie damit zu drohen, denn andere Drohoptionen haben sie ja nicht. Sobald sie diese Trumpfkarte aber aktiv ausspielen würden, wäre das Spiel für sie verloren. Deshalb haben sie die Karte auch nicht nach ihrer Niederlage gegen die von den USA unterstützten afghanischen Mudschaheddin ausgespielt und werden sie auch nicht nach der Niederlage gegen die Ukraine ausspielen.

Aus meiner Sicht ist das ein recht wackeliger Nagel, an dem ein sehr großes argumentatives Gewicht hängt.

Die militärische Unterstützung des Westens zugunsten der Ukraine ist begrenzt. Das Eskalationspotential der russischen Streitkräfte ist im Vergleich dazu höher, denn es schließt die atomare Option mit ein. Das treibt die Gewaltspirale unweigerlich an. Was uns heute noch undenkbar erscheint, kann in ein paar Monaten für das russische Militär eine Option werden.

Es kann natürlich sein, dass die russische Armee zuschaut, wie amerikanische Raketen deren Panzer und Flugzeuge abschießen, und irgendwann geschlagen nach Hause geht, um bei der Mai-Parade 2023 ungenutzte Atomwaffen durch Moskau zu fahren. Verlassen würde ich mich darauf jedoch nicht.

tridinski 26.04.2022 12:20

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1657165)
... und irgendwann geschlagen nach Hause gehen, um bei der Mai-Parade 2023 ungenutzte Atomwaffen durch Moskau zu fahren. Verlassen würde ich mich darauf jedoch nicht.

ich glaube der Krieg wird enden bevor die Russen geschlagen nach Hause gehen, falls sie merken sie geraten militärisch definitiv in die Enge werden sie irgendwelche Angebote machen.

Falls man es in Moskau doof findet ungenutzte Raketen über den roten Platz spazieren zu fahren ... sie wissen genauso gut wie wir, dass es nach Nutzung derartiger Raketen keine Paraden mehr geben wird, weder dort noch hier.

keko# 26.04.2022 12:24

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1657166)
ich glaube der Krieg wird enden bevor die Russen geschlagen nach Hause gehen, falls sie merken sie geraten militärisch definitiv in die Enge werden sie irgendwelche Angebote machen.....

Was mir eigentlich bei allen Diskussion, egal ob z.B. im Fernsehen oder auch hier, immer wieder auffällt: mal ist Putin das wirre Hirn, dem alles zuzutrauen ist. Dann wieder ist er der kühle Taktiker. Gerade so, dass es in die jeweilige Argumentation passt. Es wird zu viel über ihn geredet, statt mit ihm.

captain_hoppel 26.04.2022 12:27

Das gilt analog auch für den ehemaligen Präsidente der USA ...
einfach Spieltheorie: den Gegner möglichst im Unklaren über die weiteren Schritte lassen, indem man manchmal eben nicht vermeintlich "rational" handelt.

Klugschnacker 26.04.2022 12:30

Zitat:

Zitat von tridinski (Beitrag 1657166)
... sie wissen genauso gut wie wir, dass es nach Nutzung derartiger [Atom-] Raketen keine Paraden mehr geben wird, weder dort noch hier.

Warum? Wenn die russische Armee eine Atombombe in der Ukraine einsetzt: Wer würde dann Deiner Meinung nach im Gegenzug eine Atombombe auf Russland werfen?

Die USA wohl nicht, denn sie sind selber nicht angegriffen, und soo wichtig ist die Ukraine dann doch nicht. Frankreich, England, Israel, China, Pakistan, Indien?

Das meinte ich, also ich oben sagte, das Eskalationspotential Russlands sei weit größer als das der Ukraine und seiner Unterstützer.

HerrMan 26.04.2022 12:31

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1657168)
Gerade so, dass es in die jeweilige Argumentation passt. Es wird zu viel über ihn geredet, statt mit ihm.

Da muss ich jetzt mal ganz deutlich werden: Bullshit !!!:dresche

Er ist raus, da gibt es nix mehr zu reden.

keko# 26.04.2022 12:35

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1657172)
Da muss ich jetzt mal ganz deutlich werden: Bullshit !!!:dresche

Er ist raus, da gibt es nix mehr zu reden.

Russland ist das größte Land der Erde, hat 140 Millionen Einwohner. Putin kann die nördliche Halbkugel in kurzer Zeit unbewohnbar machen.
Ich frage mich ernsthaft, wie man an Putin vorbeikommt. Willst du Russland besiegen? Regime change? Wir reden hier nicht von einer Banenrepublik :-((

HerrMan 26.04.2022 12:38

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1657174)
Ich frage mich ernsthaft, wie man an Putin vorbeikommt. Willst du Russland besiegen? :-((

Keine Ahnung wie das laufen kann, laufen wird. Nur mit Putin als ernsthaften Verhandlungspartner, auf dessen Wort die Gegenseite etwas gibt, wird es mit Sicherheit nicht hinauslaufen. Das kann man mittlerweile ausschließen.

keko# 26.04.2022 12:41

Zitat:

Zitat von HerrMan (Beitrag 1657175)
Keine Ahnung wie das laufen kann, laufen wird. Nur mit Putin als ernsthaften Verhandlungspartner, auf dessen Wort die Gegenseite etwas gibt, wird es mit Sicherheit nicht hinauslaufen. Das kann man mittlerweile ausschließen.

Nicht, dass ich zum Putin-Versteher werde :Lachen2: Aber um was es ihm geht, habe selbst ich mittlerweile verstanden. Da wird man ihm wohl entgegenkommen müssen, befürchte ich. Auch wenn es noch so absurd ist, was er denkt. Russland ist zu groß und mächtig.

TriVet 26.04.2022 12:43

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1657174)
...Willst du Russland besiegen?...

Ich hoffe (blöde Wortwahl, aber mir fällt nix besseres ein), dass es reicht, wenn sich die Ukraine soweit verteidigt, dass Russland zurück nach Russland geht und danach jeder zuhause bleibt.
Wenn deine Eskaltionsängste so groß und real sind, wie das hier anklingt, müsstest Du JETZT mitsamt deinen Siebensachen nach Florida oder Dom.Rep. oder whatever.
Wenn es geknallt hat, ist es zu spät.

tridinski 26.04.2022 12:49

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1657177)
Russland ist zu groß und mächtig.

Viel Fläche, ja, auch viele Bodenschätze. Für ersteres kann sich dort niemand was kaufen. Letzteres ist in ein paar Jahren nicht mehr viel wert, weil die größten Abnehmer dann regenerativ unterwegs sein werden. Und da sehe ich auch China.

Was ist dann außer der Atombombe noch übrig von der Macht? Konventionell haben sie sich ziemlich entzaubert in der Ukraine, außer Gewalt gegen Zivilisten kommt da ja nicht viel.

"Russland besiegen" sehe ich auch nicht, eher ein Unentschieden was sie daheim als großen Sieg feiern. Ukraine bekommt dann einen Marschallplan und die Russen können ihr Gas/Kohle/Öl/Uran selber fressen.

Helmut S 26.04.2022 12:51

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1657170)
Wenn die russische Armee eine Atombombe in der Ukraine einsetzt

Da ich keinerlei Ahnung von sowas habe ... Wie muss ich mir das denn eigentlich vorstellen? Wären die "Strahlungsschäden" (sagt man das so?) vergleichbar mit dem was seinerzeit nach dem Unfall in Tschernobyl passiert ist? Oder wäre das schwächer/stärker? Wo würden denn solche Bomben eingesetzt werden und welche angrenzenden Länder wären denn betroffen?

Thanks :Blumen:

Hafu 26.04.2022 13:00

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1657157)
Mir ist diese Denkweise oder These natürlich bekannt, die du hier dankenswerterweise ausführst :Blumen: Ich kann es auch nicht beurteilen, weil ich keine Einblicke habe.

Ich halte das aber für ein sehr, sehr gefährliches "Spiel". Das kann voll in die Hose gehen.
...

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1657165)
Aus meiner Sicht ist das ein recht wackeliger Nagel, an dem ein sehr großes argumentatives Gewicht hängt.

Die militärische Unterstützung des Westens zugunsten der Ukraine ist begrenzt. ...

Das Ganze ist eben kein "Spiel", sondern blutiger Ernst. Für die Ukraine sowieso aber erst recht für den Westen.

Man hat jetzt aus für mich zu 100% nachvollziehbaren Gründen angefangen die Ukraine militärisch zu unterstützen und dementsprechend kann der Westen auch nicht (weder jetzt noch in Zukunft) mit dieser Unterstützung aufhören, solange es keinen ausgehandelten, stabilen Waffenstillstand gibt. Man würde damit ein verheerendes Zeichen für zukünftige Konflikte (sowohl in Richtung Russland als auch in Richtung anderer von Russland oder anderen Nationen bedrohter Nicht-NATO-Staaten setzen.

Und selbst für bedrohte NATO-Staaten wäre das Zeichen einer Begrenzung militärischer Unterstützung absolut verheerend.

Dementsprechend sehe ich diese Begrenzung (bei Unterstützung zur konventionellen Kriegsführung) auf Seite des Westens nicht. Ich sehe aber sehr wohl die begrenzte Fähigkeit Russlands neue HighTech-Waffen in relevanten Stückzahlen nachzuproduzieren. Aufgrund des Chipmangels, der ja der deutschen Autoindustrie schon ohne jedes Embargo massiv zu schaffen macht, und der fehlenden Fähigkeit der russischen Militärindustrie ihre Chips selbst zu produzieren, verschießt Putin gerade so nach und nach alle verfügbaren konventionellen militärischen Optionen, die ihm zur Verfügung stehen.

Mitsuha 26.04.2022 13:04

FALLS Russland die Atombombe einsetzen will, dann MUSS sie ähnlich wie im zweiten Weltkreig eingesetzt werden, um das ganze damit de facto sofort zu beenden.

Ergo würde als Ziel nur Kiew in Frage kommen, nur ist da Weißrussland zu nah dran.

FALLS sich Russland also dazu entschließen sollte, wäre es:

- entweder bedingungslose Kapitulation oder
- es gibt niemanden mehr, der sich um die Kapitulation kümmern braucht

So dumm, ne Atombombe weiter als bis in die Ukraine zu schicken, können die Russen nicht sein, es sei denn, man hofft darauf, dass die NATO / der Westen sich nicht traut, selbst im Fall dieser absoluten Eskalation nicht zu reagieren, um nicht weitere Atomangriffe zu riskieren.

Hafu 26.04.2022 13:13

Zitat:

Zitat von Mitsuha (Beitrag 1657185)
FALLS Russland die Atombombe einsetzen will, dann MUSS sie ähnlich wie im zweiten Weltkreig eingesetzt werden, um das ganze damit de facto sofort zu beenden.
...

Eine Atombombe würde überhaupt nichts beenden, sondern nur die letzten verbliebenen Verbündeten Russlands (mal abgesehen evt. von Syrien) veranlassen sich von Putin abzuwenden und die vom Westen verhängten Sanktionen mitzutragen.
Putin hätte damit China als enorm wichtigen alternativen Handlungspartner verloren, die Sanktionen gegen Russland wären zementiert auf ewig und die USA würden spätestens ab diesem Zeitpunkt aktiv (konventionell) mit ihrer extremen Übermacht in den Krieg einsteigen.
Die Ukraine würde sich dann natürlich erst recht nicht ergeben.

Nochmal: die Atombombe taugt nur, um damit entweder zu drohen oder um damit andere Länder davon abzuhalten das eigene Territorium anzugreifen. Mit einem echten Einsatz der Atombombe kann ein Land in der heutigen Zeit absolut nichts gewinnen.

Historisch ist es auch hoch umstritten, ob das im zweiten Weltkrieg wirklich anders war. Deutschland wurde auch ohne die Atombombe besiegt und hat bedingungslos kapituliert. Und Japan hätte mit Sicherheit auch ohne die US-amerikanischen Atombombenabwürfe kapituliert.


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