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kullerich 17.12.2025 12:51

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1796030)
Eine Glühbirne ist halt etwas anderes als ein Auto. Dass das "Verbrenner-Aus" (name it!) gekippt wird, war eigentlich klar. Du musst dich nur umschauen, was in manchen europäischen Ländern herumfährt. Im Oktober in Rom, da sah ich Zapfsäulen, von denen ich gar nicht mehr wusste, dass es so was gibt. Das dauert halt etwas länger - who cares?! Meiner Meinung nach werden wir beide Technologien noch sehr lange nebeneinander haben.

Das ist mir hier ein wenig unsortiert, und das hilft nicht.
Sammeln wir doch mal ein wenig klare Sachverhalte
- es ist das Jahr 2025 (noch...)
- die Lebensdauer / Nutzungsdauer von Autos ist zwischen 10 und 20 Jahren, ggf. auch deutlich länger.
- der Split zwischen betriebenen E-Autos und Verbrenner-Autos in Europa ist noch sehr stark auf der Seite der Verbrenner-Autos.
- ebenso in den meisten Länder der Split bei den Neuzulassungen (Norwegen am einen Ende, aber nicht repräasentativ).
- der globale Markt für Autos am Gesamtvolumen bewegt sich deutlich in Richtung "mehr E-Autos"
- Diskussionspunkt ist, ob die ordnungspolitische Vorgabe der EU, dass ab 2035 ZUR DÄMPFUNG DER URSACHEN FÜR UND DAMIT DER AUSWIRKUNGEN DER KLIMAKATASTROPHE keine Neuzulassungen für Verbrenner-Autos mehr "erlaubt" sind, angepasst wird.
- Die Anpassung geht in den Rahmen "statt 100 % E-Autos mindestens 90 % E-Autos".

Wenn man das liest, was ist die Aufregung. Jedes Unternehmen, dass diese Trends sieht, wird sich Gedanken machen (müssen): wie unterstützen wir diesen E-Auto-dominierten globalen Markt so gut wie möglich? Denn mit EU-Vorgabe und ohne EU-Vorgabe ist es kein kluger Move, sehr viel Geld und Aufwand in eine weitere Designschleife eines Verbrenners zu stecken - no return of invest anywhere.

Und ja, so wie man heute noch gelegentlich Autos von vor dem zweiten Weltkrieg auf deutschen Straßen sieht, wird man auch im Jahr 2060, so erwarte ich, gelegentlich einen Porsche 911 sehen - der wird dann wahrscheinlich mit einem sehr dünnen Tankstellennetz umgehen müssen, aber geben wird es ihn....

Meik 17.12.2025 14:02

Zitat:

Zitat von craven (Beitrag 1796027)
Oder andersrum: es kommt doch keiner auf die Idee, jetzt plötzlich eine "hocheffiziente" (so hieß es doch vor kurzem bei den Verbrennern?) Glühbirne entwickeln zu wollen.. wird halt aufgrund des Wirkprinzips auch sehr schwer - warum klammern wir uns dann beim Verbrenner daran?

Doch, genau solche Ideen kamen als über das Glühlampenverbot diskutiert wurde. Nicht anders als die Dampfmaschine eingeführt wurde, nicht anders als die Dampfmaschinen überholt waren, nicht anders bei *fügebeliebigeüberholtetechnikein*.

Am Ende lässt sich die Weiterentwicklung nicht aufhalten. Entweder man geht mit oder man wird überholt und verschwindet vom Markt.

Wenn es danach ginge würden wir heute im Smog ersticken und mit Autos ohne Abgasreinigung durch die Gegend fahren, der böse Kat macht doch die Autos kaputt und bringt nichts.

Mal ganz abgesehen davon dass es das Verbrennerverbot nie gab ... das war einfach nur ein Begriff den man ganz populistisch Verbreitet hat um die Ziele der Fossillobby bei den Wählern besser zu verkaufen. Nicht anders beim "Wärmepumpenhammer" oder ähnlichem was real überhaupt keinen Hintergrund hatte. Man hat jetzt schlicht die CO2-Ziele reduziert damit die Ölscheichs mehr Geld von uns bekommen. Nichts anderes wurde real verändert.

Keine Ahnung was man dafür rauchen muss um massiv Geld an dubiose Ölförderländer zu verschwenden und Abhängigkeiten zu erhalten gut zu finden. Die Milliarden die wir für Energieimporte ausgeben könnten wir besser in unserem Land investieren um eine unabhängige Energieversorgung zu schaffen. Für importierte fossile Energien geben wir derzeit ca. 80Mrd. Euro jährlich aus.

Der Trend ist doch unverkennbar und wird sich auch in Zukunft immer mehr in den Verkaufszahlen abbilden. Wir sind doch langsam erst an dem Punkt wo E-Autos preislich vergleichbar mit Verbrennern sind, Ladeinfrastruktur ist auch erst so langsam in den meisten EU-Ländern flächendeckend, trotzdem sind wir in D mittlerweile bei über 20% an den Zulassungszahlen angekommen. Das dauert nicht mehr lange bis "ich hab immer Diesel gefahren" über die Kostenschiene immer mehr verschwinden wird, der großte Teil der Neuzulassungen sind eh Fuhrparks, Flotten und Firmen. Wenn man die Entwicklung noch ein paar Jahre weiter sieht, demnächst gibt's den E-Polo und mit sinkenden Akkupresien immer mehr auch kleine günstige E-Fahrzeuge ...

... und wir wollen weiter dicke SUV mit Verbrenner bauen. :-((

wutzel 17.12.2025 15:25

Zitat:

Zitat von Meik (Beitrag 1796046)
...
der großte Teil der Neuzulassungen sind eh Fuhrparks, Flotten und Firmen.

Ich komme jeden Tag auf meinem Arbeitsweg an der neuen in Bau befindlichen Thalia-Zentrale vorbei. Dort wird auch ein Mitarbeiter-Parkhaus gebaut. Jeder Stellplatz ist mit E-Ladesäule ausgerüstet. Wohl kaum weil die Zukunft Diesel heißt.

sabine-g 17.12.2025 15:35

Die ganz Diskussion ist doch total lächerlich.
Wie Kullerich bereits geschrieben hat, wurde das Verbrenneraus ja nicht vollständig gekippt sondern lediglich ein bisschen aufgeweicht.
Kein Mensch wird in 10 Jahren noch einen neuen Verbrenner kaufen.
In 10 Jahren ist das Elektroauto dem Verbrenner soweit enteilt, dass dieses ganz von alleine verschwindet.
Wir werden Reichweiten jenseits der 1000km haben und Ladezeiten <10min zu ganz "normalen" Preisen.
Wenn europäische Autobauer weiter auf Verbrenner setzen würden, würden sie in 10 Jahren nicht mehr existieren weil die elektrische Konkurrenz sie verdrängt hat.
Schon heute ist der Verbrenner dem Elektroauto unterlegen.
Ich habe den Wechsel im Juni vollzogen, ich wüsste wirklich nicht warum ich nochmal einen Verbrenner fahren sollte.

keko# 17.12.2025 15:47

Zitat:

Zitat von kullerich (Beitrag 1796043)
....
- Diskussionspunkt ist, ob die ordnungspolitische Vorgabe der EU, dass ab 2035 ZUR DÄMPFUNG DER URSACHEN FÜR UND DAMIT DER AUSWIRKUNGEN DER KLIMAKATASTROPHE keine Neuzulassungen für Verbrenner-Autos mehr "erlaubt" sind, angepasst wird.
- Die Anpassung geht in den Rahmen "statt 100 % E-Autos mindestens 90 % E-Autos".

Wenn man das liest, was ist die Aufregung. ...

Ich sehe das als eine Art Schonfrist, mehr nicht.
Aufregung ist das für mich persönlich nicht. In 10 Jahren bin ich längst ein hoffentlich halbwegs gesunder Rentner, vielleicht im Ausland. Ob ich dann überhaupt noch ein Auto besitze oder mir nochmal eins kaufe, weiß ich nicht.
Die gelegentlich gescholtenen deutschen Autobauer machen natürlich ihre Hausaufgaben. Der Umschwung ist längst im Gange. Das sieht man daran, wo gerade Stellen abgebaut werden und aufgebaut werden. Deutschland wird das auch hinbekommen, da bleibe ich optimistisch.

Siebenschwein 17.12.2025 15:51

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1796052)
Die ganz Diskussion ist doch total lächerlich....
In 10 Jahren ist das Elektroauto dem Verbrenner soweit enteilt, dass dieses ganz von alleine verschwindet.....

Ja, da stimmt wohl. Ich glaube, die ganze Änderung dient vor allem den Herstellern, dass sie weiter die Option haben sollen, mit Fahrzeugen, deren Entwicklungskosten und Produktionsanlagen seit Jahren abgeschrieben sind, Geld zu verdienen.
Es wird nämlich in absehbarer Zeit einen Kahlschlag in der Modellpalette der Verbrenner geben, Effizienzprogramme werden dann den Rest erledigen. Ford ist schon mal voirangegangen, wenn auch aus anderen Gründen.
Ich glaube ebenfalls, man lügt sich in die eigene Tasche, wenn man denkt, dass in Europa 2035 noch signifikante Zahlen an Verbrennern verkauft werden. Die dann erhältlichen Fahrzeuge werden ein veraltetes Design haben und technisch wird da spätestens 2030 das letzte Update erfolgen. Die Dinger schaffen sich also selber ab.

TriVet 17.12.2025 16:07

Als ich meinen Stromer vor fünf Jahren bestellt habe, war das gerade so auf der Kippe vom nischendasein („die grüne Spinnerei“ setzt sich nie durch war damals der Tenor von Autobauern, Politik und Stammtisch) zum etablierten Konzept.
Wenn ich denke, was allein in diesen fünf Jahren passiert ist (Reichweite, lademoeglichkeiten etc), sehe ich nicht, wer ausser ewiggestrigen noch einen Verbrenner NEU kaufen würde wollen.
Inzwischen ist das elektrische doch Mainstream.
Ob jetzt mein Friseur, mein Hausarzt, mein Zahnarzt…
Es werden täglich mehr.
Zurecht.
Und spätestens seit die dicken lkw eingestiegen sind, ist „der Drops gelutscht“, wie ihr hier schreibt.

Siebenschwein 17.12.2025 18:03

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1796055)
Als ich meinen Stromer vor fünf Jahren bestellt habe, war das gerade so auf der Kippe vom nischendasein („die grüne Spinnerei“ setzt sich nie durch war damals der Tenor von Autobauern, Politik und Stammtisch) zum etablierten Konzept.
Wenn ich denke, was allein in diesen fünf Jahren passiert ist (Reichweite, lademoeglichkeiten etc), sehe ich nicht, wer ausser ewiggestrigen noch einen Verbrenner NEU kaufen würde wollen.
Inzwischen ist das elektrische doch Mainstream.
Ob jetzt mein Friseur, mein Hausarzt, mein Zahnarzt…
Es werden täglich mehr.
Zurecht.
Und spätestens seit die dicken lkw eingestiegen sind, ist „der Drops gelutscht“, wie ihr hier schreibt.

Naja, hinsichtlich der Austos selber hast du sicher Recht - von "Drops gelutscht" würde ich aber noch nicht reden. Denn derzeit sind vermutlich 90% der E-Autobesitzer Leute, die entweder ein eigenes Haus oder einen Tiefgaragenplatz mit E-Anschluss haben. Wenn wir in diesem Segment Sättigung erreicht haben, muss man sich schon fragen, wie man die Laternenparker erreicht. Da ist dann noch einiges zu tun hinsichtlich Lademöglichkeiten am Strassenrand oder anderen öffentlichen Parkflächen.
Schauen wir mal, wann die ersten Strassenlaternen mit Ladeanschluss kommen.

TriVet 17.12.2025 18:14

Sehe ich nicht.
Die Laternenparker haben doch auch keine Tankstelle unter den Bäumen.
Entweder sie fahren nicht viel, dann reicht 1-2x/Woche laden (beim Einkaufen, Sport, Kaffee trinken) oder sie sind mehr unterwegs, dann kurz raus an den hpc, 20min onanieren und weiter. 😂😎

Meik 17.12.2025 18:51

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1796052)
Wenn europäische Autobauer weiter auf Verbrenner setzen würden, würden sie in 10 Jahren nicht mehr existieren weil die elektrische Konkurrenz sie verdrängt hat.

Das Problem ist dabei doch auch dass ich mit der ständigen Diskussion um das Thema, immer wieder erzählen wie gut der "hocheffiziente Verbrenner" doch ist, das Märchen wie toll umweltfreundlich der mit "Bio"-Krafstoffen ist nicht unerheblich auf die Kaufentscheidung einwirke indem man die als toll öko verpackt und steuerlich deutlich subventioniert.

Problematisch wird das vor allem für die nicht ganz so finanzstarke Klientel die in 5 oder 10 Jahren noch viel zu viele Verbrenner auf dem Gebrauchtmarkt finden wird und die dann massiv unter den Unterhaltskosten zu leiden hat. Das Problem ist heute mit den Suvs schon immer stärker vorhanden, der günstige Kleinwagen wird neu kaum gekauft, der der sich nur Kleinwagen leisten kann kauft nicht neu und findet nichts entsprechendes auf dem Gebrauchtmarkt. Bei einer Haltbarkeit von locker 20 Jahren bei den Autos wirken sich heutige Fehlentscheidungen ziemlich lange aus.

Mittlerweile hat es so viele Ladesäulen, immer mehr DC-Schnelllader, da ist auch langsam der Drops für den armen Laternenparker gelutscht. Die letzte Lücke die dringend geschlossen werden muss sind endlich DC-Lader an allen Autobahnrastplätzen, aber das haben unsere Verkehrsminister voll vor die Wand gefahren.

Schwarzfahrer 17.12.2025 19:11

Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1796052)
Die ganz Diskussion ist doch total lächerlich.

Stimme ich zu :Blumen: , wenn auch nicht in allen Punkten aus dem gleichen Grund.
Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1796052)
Wie Kullerich bereits geschrieben hat, wurde das Verbrenneraus ja nicht vollständig gekippt sondern lediglich ein bisschen aufgeweicht.

Eben. Kein Grund zum Jubeln für Verbrennerfans, kein Grund für Trübsal für E-Auto-Fans.
Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1796052)
Kein Mensch wird in 10 Jahren noch einen neuen Verbrenner kaufen.

Möglich, aber eher unwahrscheinlich, auch wenn bis dahin der Marktanteil der E-Autos sicher weiter ansteigen wird.
Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1796052)
In 10 Jahren ist das Elektroauto dem Verbrenner soweit enteilt, dass dieses ganz von alleine verschwindet.
Wir werden Reichweiten jenseits der 1000km haben und Ladezeiten <10min zu ganz "normalen" Preisen.

Sollte man hoffen, damit sie funktionell alle Anforderungen abdecken können. Wenn wir da so sicher sind, ist doch jede Regulierung unnötig, dann regelt es sich doch automatisch. Scheibenbremsen und breitere Reifen an Rennrädern hat auch keiner vorgeschrieben, und trotzdem haben sie sich durchgesetzt (auch wenn ein paar Ewiggestrige wie ich ihre alten Schmalreifen mit Felgenbremse weiterfahren). Aber gerade diese EU-Vorschriften erwecken den Eindruck, daß die Macher nicht daran glauben, daß E-Autos in absehbarer Zeit die Kunden technisch überzeugen.
Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1796052)
Wenn europäische Autobauer weiter auf Verbrenner setzen würden, würden sie in 10 Jahren nicht mehr existieren weil die elektrische Konkurrenz sie verdrängt hat.

Und wenn es so ist: dann ist das ihr unternehmerisches Risiko, das ihnen kein Staat abnehmen muß. Bei den aktuellen Marktverhältnissen, bei denen noch viele Verbrenner nachgefragt werden, sehe ich es aber so: wenn sie aktuell nicht genügend Verbrenner verkaufen können, fehlt ihnen die Marge, um in weitere Entwicklung bei E-Autos zu investieren, da diese bei vielen noch Verluste bringen.
Zitat:

Zitat von sabine-g (Beitrag 1796052)
Schon heute ist der Verbrenner dem Elektroauto unterlegen.

Das liegt im Auge des Betrachters, bzw. hängt von den persönlichen Nutzungs- und Anforderungsprofilen ab. Schön, wenn es für Dich gut aufgeht.

Genussläufer 18.12.2025 12:03

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man ein Verbrenneraus oder ähnliches überhaupt benötigt. Wenn der Verbrenner so schlecht ist, wie er hier beschrieben ist, wird ihn keiner mehr kaufen. Und damit wird ihn niemand mehr bauen. Warum lässt man das nicht Hersteller und Verbraucher untereinander lösen?

Siebenschwein 18.12.2025 12:21

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1796067)
Sehe ich nicht.
Die Laternenparker haben doch auch keine Tankstelle unter den Bäumen.
Entweder sie fahren nicht viel, dann reicht 1-2x/Woche laden (beim Einkaufen, Sport, Kaffee trinken) oder sie sind mehr unterwegs, dann kurz raus an den hpc, 20min onanieren und weiter. 😂😎

OK, mit dem Onanieren hast Du einen Punkt - das macht es natürlich deutlich attraktiver. Jetzt verstehe ich auch, warum die neuen Autos alle so riesige Displays und Internetzugang haben.
Aber im Ernst - ich sagte nicht, dass man das direkt vor dem Haus braucht, vielleicht wäre eine Lademöglichkeit auf dem Firmenparkplatz sogar besser, weil man ja meist tagsüber dort steht, wenn Solarstrom oft im Überfluss zur Verfügung steht. Wo der Lader sich befindet, ist ja schlussendlich egal - es sollte halt irgendwo sein, wo man sowieso hinfährt und Zeit verbringt. Naheliegend sind da nun mal Wohn- und Arbeitsplatz.

Klugschnacker 18.12.2025 12:42

Zitat:

Zitat von keko# (Beitrag 1796053)
Ich sehe das als eine Art Schonfrist [für die deutschen Autobauer], mehr nicht.

"Schonfrist" bedeutet, die deutschen Autobauer können etwas langsamer in die neue Technologie gehen. Heißt übersetzt: Es ist Zeit, die wir den Chinesen schenken. Die warten nämlich nicht auf uns.

Eine hörenswerte Einschätzung eines Experten zur Lage der deutschen Automobilindustrie gibt es aktuell in diesem Video-Podcast (Youtube, 33 Minuten).

Klugschnacker 18.12.2025 12:44

Zitat:

Zitat von Genussläufer (Beitrag 1796108)
Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, warum man ein Verbrenneraus oder ähnliches überhaupt benötigt. Wenn der Verbrenner so schlecht ist, wie er hier beschrieben ist, wird ihn keiner mehr kaufen. Und damit wird ihn niemand mehr bauen. Warum lässt man das nicht Hersteller und Verbraucher untereinander lösen?

Es nennt sich "Klimawandel". :Huhu:

Außerdem hilft es der Branche, wenn man etwas planen kann.

Meik 18.12.2025 12:46

Zitat:

Zitat von Genussläufer (Beitrag 1796108)
Warum lässt man das nicht Hersteller und Verbraucher untereinander lösen?

Hatten wir schon zigmal. Logisch Denken und Verbraucher passt nicht. "hab immer Diesel gefahren" ist in den Köpfen mit das wichtigste Argument, wenige setzten sich mit Anschaffungen wirklich nüchtern auseinander.

Einfach mal das treffende Beispiel mit dem Glühlampenverbot angucken. Redet heute kaum noch einer davon, LEDs halten viel länger, brauchen viel weniger Strom, trotzdem wollte sie kaum einer, die Glühlampe gibt es seit 100 Jahren, bewährt und gut ...

Und dann steckt man Milliarden Subvenitonen in Technik von gestern, erzählt ständig das Märchen vom hocheffizienten Verbrenner ... Subventionsbereinigt sähe vieles heute schon ganz anders aus. Über Endlager müssten wir uns keine Sorgen machen, wir würden nicht mehr Milliarden für Energieimporte ausgeben, hätten viel effizientere Technik und wären weit unabhängiger in der Energieversorgung ... Lobbyarbeit, Verschleierung von echten Kosten durch kaum durchschaubare Konstrukte an Steuern und Subventionen, ... alles nichts Neues.

Dass das so kein freier Markt ist sollte so langsam auch mal bei dir angekommen sein, oder? :Gruebeln:

Genussläufer 18.12.2025 12:54

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1796115)
Es nennt sich "Klimawandel". :Huhu:

Außerdem hilft es der Branche, wenn man etwas planen kann.

Der Punkt ist valide, doch aber über den europäischen Zertifikatehandel abgedeckt. Der macht zwar global keinen Sinn, wirkt aber auf europäischer Basis. Dann kann man sich diesen auch schenken.

Ausser Dir haben alle anderen stark auf Effizienz der Antriebe und ökonomische Sinnhaftigkeit des E-Motors fokussiert. Ich teile diese Argumentation größtenteils, wenn auch ein paar Nachteile unter den Tisch gefallen sind. Da machen für mich solche Eingriffe in den Markt einfach keinen Sinn.

Genussläufer 18.12.2025 12:56

Zitat:

Zitat von Meik (Beitrag 1796116)
Hatten wir schon zigmal. Logisch Denken und Verbraucher passt nicht. "hab immer Diesel gefahren" ist in den Köpfen mit das wichtigste Argument, wenige setzten sich mit Anschaffungen wirklich nüchtern auseinander.

Da haben wir unterschiedliche Menschenbilder. Freiheit bedeutet für mich auf jeden Fall nicht, dass mir jeder Happen vorgekaut wird. Eine kleine Portion mehr Intellekt darf man den Menschen durchaus unterstellen.

Schwarzfahrer 18.12.2025 13:20

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1796115)
Außerdem hilft es der Branche, wenn man etwas planen kann.

Jahrzehntelang haben die Firmen effektiv planen können um Gewinne zu erwirtschaften, z.B. wieviel Benziner und Diesel sie produzieren, einfach durch Beobachtung des Marktes, der Nachfrage und ggf. von Gesetzesänderungen. Fürs "richtige" Planen braucht man den Staat als Hilfe nicht, höchstens wenn der Staat eine Planung in seinem Sinne wünscht. In Ländern, wo der Staat Planung für die Wirtschaft übernommen hat, ging es allerdings meist nicht allzu lange gut.

Schwarzfahrer 18.12.2025 13:30

Zitat:

Zitat von Meik (Beitrag 1796116)
Einfach mal das treffende Beispiel mit dem Glühlampenverbot angucken. Redet heute kaum noch einer davon, LEDs halten viel länger, brauchen viel weniger Strom, trotzdem wollte sie kaum einer, die Glühlampe gibt es seit 100 Jahren, bewährt und gut ...

Bei dieser Darstellung wird immer ausgeblendet, daß zum Zeitpunkt des Verbots die LED-Technik noch nicht marktreif war, nur die für viele Anwendungen dysfunktionale Leuchtstofflampen gab es. Der Widerstand richtete sich gegen diese; sobald die LEDs soweit waren (und das wären sie auch ganz ohne Verbot der Glühlampen gewesen), gab es kaum noch Klagen. Auch wenn viele LEDs nicht annähernd so lange halten, wie versprochen, und ihr Preis deutlich höher ist als früher von Glühbirnen, überzeugen sie insgesamt in ihrer Funktionalität und Kostenbilanz. Hätten sie ein paar Jahre gewartet, hätte sich ein Verbot der Leuchtstoffröhren wie auch von Glühlampen weitgehend erübrigt, und wir hätten heute nicht weniger LED im Einsatz - nur hätten die Menschen etwas weniger das Gefühl, bevormundet zu werden.

Ich fand es übrigens damals faszinierend, daß seinerzeit die m.M.n. problematischeren, weil mit höherer Brandgefahr belasteten Halogenleuchten nicht gleich mit unter das Glühlampenverbot fielen - die hatten wohl eine gute Lobby.

Klugschnacker 18.12.2025 13:39

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796124)
Fürs "richtige" Planen braucht man den Staat als Hilfe nicht, höchstens wenn der Staat eine Planung in seinem Sinne wünscht. In Ländern, wo der Staat Planung für die Wirtschaft übernommen hat, ging es allerdings meist nicht allzu lange gut.

Du setzt "in der Wirtschaft einen Plan haben" rhetorisch gleich mit Planwirtschaft. Das sind aber unterschiedliche Dinge.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796124)
Jahrzehntelang haben die Firmen effektiv planen können um Gewinne zu erwirtschaften, z.B. wieviel Benziner und Diesel sie produzieren, einfach durch Beobachtung des Marktes, der Nachfrage und ggf. von Gesetzesänderungen.

Ja, und? So ist es heute noch. Markt, Nachfrage und Gesetzesänderungen steuern Entwicklung und Produktion. Dazu gehören auch Gesetze, die das Ausmaß an Umweltbelastung eines Fahrzeugs beschränken.

Schwarzfahrer 18.12.2025 14:04

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1796129)
Du setzt "in der Wirtschaft einen Plan haben" rhetorisch gleich mit Planwirtschaft. Das sind aber unterschiedliche Dinge.

Wenn der Staat gezielt bestimmte Produkte hergestellt sehen will und andere nicht, womöglich abweichend von der Marktnachfrage, und dies auch noch durch Subventionen oder andere Lenkungsmaßnahmen erzwingt, ist es für mich Planwirtschaft.

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1796129)
Ja, und? So ist es heute noch. Markt, Nachfrage und Gesetzesänderungen steuern Entwicklung und Produktion. Dazu gehören auch Gesetze, die das Ausmaß an Umweltbelastung eines Fahrzeugs beschränken.

Das ist prinzipiell ok und unproblematisch, wenn Gesetze nicht gezielt so formuliert werden, daß an sich nachgefragte Produkte gar nicht mehr produziert werden dürfen; ab da können Umweltgesetze als planwirtschaftliche Mittel mißbraucht werden. Auch sollte jede Verschärfung von Umweltanforderungen technisch-wirtschaftlich sinnvoll lösbar sein, und idealerweise ein klarer quantifizierbarer Nutzen nachweisbar sein (was z.B. bei der Steigerung von Euro 6 auf Euro 7 kaum noch möglich ist).

Klugschnacker 18.12.2025 14:17

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796132)
Wenn der Staat gezielt bestimmte Produkte hergestellt sehen will und andere nicht, womöglich abweichend von der Marktnachfrage, und dies auch noch durch Subventionen oder andere Lenkungsmaßnahmen erzwingt, ist es für mich Planwirtschaft.

Das mag für Dich subjektiv so sein.

Dennoch ist Planwirtschaft etwas anderes. Mir scheint, Du möchtest hier einen politischen Kampfbegriff einschleusen, anstatt Dich mit den Realitäten auseinanderzusetzen.

kullerich 18.12.2025 16:57

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796132)
Wenn der Staat gezielt bestimmte Produkte hergestellt sehen will und andere nicht, womöglich abweichend von der Marktnachfrage, und dies auch noch durch Subventionen oder andere Lenkungsmaßnahmen erzwingt, ist es für mich Planwirtschaft.

Das ist einfach nicht richtig, denn was du beschreibst ist einfach Ordnungspolitik. Der Staat steuert "die Nachfrage" in ähnlicher Weise beim Umgang mit Drogen von Alkohol über THC zu Kokain und Heroin. Und in meiner Meinung nach ist das genau "sein Job" in einer rechtsstaatlich organisierten Sozialen Marktwirtschaft - einen Ordnungsrahmen geben, in dem dann die einsortierten "Marktkräfte" sich ihren Bedürfnissen und Zielen nach optimieren können......

Schwarzfahrer 18.12.2025 18:16

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1796133)
Mir scheint, Du möchtest hier einen politischen Kampfbegriff einschleusen, anstatt Dich mit den Realitäten auseinanderzusetzen.

Dann lass den Begriff Planwirtschaft weg wenn es Dich stört. Ich finde einfach, daß der Staat sich viel weniger in Details des privaten und wirtschaftlichen Lebens einmischen sollte, als wie es in den letzten 10 - 20 Jahren sich zunehmend entwickelt. Es ist gegen mein Verständnis einer freiheitlichen Demokratie und von eigenverantwortlichen Menschen.

Zitat:

Zitat von kullerich (Beitrag 1796157)
Das ist einfach nicht richtig, denn was du beschreibst ist einfach Ordnungspolitik. Der Staat steuert "die Nachfrage" in ähnlicher Weise beim Umgang mit Drogen von Alkohol über THC zu Kokain und Heroin. Und in meiner Meinung nach ist das genau "sein Job" in einer rechtsstaatlich organisierten Sozialen Marktwirtschaft - einen Ordnungsrahmen geben, in dem dann die einsortierten "Marktkräfte" sich ihren Bedürfnissen und Zielen nach optimieren können......

Wenn Du Drogen, Autos und Heizungstechnik als gleiche Themen betrachtest, dann magst Du Recht haben. Für mich sind es halt extrem unterschiedliche Kategorien, und daher keine Analogie möglich. Wobei man sich natürlich trefflich über den widersprüchlichen Umgang des Staates mit verschiedenen Drogen und der Sinnhaftigkeit dieser Unterschiede streiten kann, oder über das Recht, sich selbst zu schädigen, über die Wirkungslosigkeit der amerikanischen Prohibition, u.v.a.m., aber das ist off-topic.

In beiden Fällen geht es einfach um die individuelle Wahrnehmung, was man von staatlicher Seite als berechtigt und was man als Übergriffig wahrnimmt. Da haben wir halt unterschiedliche Vorstellungen.

craven 18.12.2025 18:23

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796126)
Bei dieser Darstellung wird immer ausgeblendet, daß zum Zeitpunkt des Verbots die LED-Technik noch nicht marktreif war, nur die für viele Anwendungen dysfunktionale Leuchtstofflampen gab es. Der Widerstand richtete sich gegen diese; sobald die LEDs soweit waren (und das wären sie auch ganz ohne Verbot der Glühlampen gewesen), gab es kaum noch Klagen.

Meiner Meinung nach wirfst Du hier einige Dinge (zeitlich) durcheinander. Zum finalen Verbot waren LEDs schon grundsätzlich so weit, nur war bspw die Lichtfarbe noch nicht sehr gut. Die angesprochenen Leuchtstofflampen gab es schon bedeutend länger. Die hatten wir schon lange vorher als Ersatz für Glühbirnen, trotz ihrer Nachteile (die laut Wikipedia übrigens durch die Vorteile damals mehr als aufgewogen wurden). Der Schritt zu den _wirklich_ sinnvollen LEDs kam aber meiner Ansicht nach nur durch den Druck durch das Verbot - sonst hätte die Entwicklung nochmal 10 Jahre länger gedauert. Glühbirnen waren ausentwickelt, billig herzustellen, wohl akzeptiert und funktionierten damals. Da wollten nicht viele "mündige, selbstdenkende" Bürger was dran ändern.
Und genau das sehen wir aktuell auch am Verbrenner :Blumen:

TriVet 18.12.2025 18:53

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796163)
In beiden Fällen geht es einfach um die individuelle Wahrnehmung, was man von staatlicher Seite als berechtigt und was man als Übergriffig wahrnimmt. Da haben wir halt unterschiedliche Vorstellungen.

Deine Vorstellungen sind einfach:
Wenn es so geregelt wird, wie du das denkst, ist es gerechtfertigt.
Wenn es so geregelt wird, wie du das falsch findest, ist es uebergriffig und kurz vor sozialistischer Diktatur.

Klugschnacker 18.12.2025 19:43

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796163)
Dann lass den Begriff Planwirtschaft weg wenn es Dich stört. Ich finde einfach, daß der Staat sich viel weniger in Details des privaten und wirtschaftlichen Lebens einmischen sollte, als wie es in den letzten 10 - 20 Jahren sich zunehmend entwickelt.

Du siehst ja, wohin das wirtschaftliche Laissez-faire geführt hat.

Selbst große Weltkonzerne wie Exxon, die mit eigenen Forschern die herannahende Aufheizung der Atmosphäre früh und zutreffend erkannt haben, haben nichts unternommen. Im Gegenteil, sie haben zweistellige Millionenbeträge in die systematische Leugnung des Klimawandels gesteckt.

Heute sehen wir uns zunehmend mit der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen konfrontiert. Dagegen gemeinsam etwas zu unternehmen, ist keine "Einmischung" vonseiten der Staaten, sondern deren Aufgabe.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796163)
Es ist gegen mein Verständnis einer freiheitlichen Demokratie und von eigenverantwortlichen Menschen.

Eine Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen ist doch genau das, was Du für Dich selbst ausdrücklich ablehnst. Die kommenden Generationen sollen schauen, wie sie klar kommen.

Entwicklungshilfe: weg damit. Vegetarier: lasst mich bloß in Ruhe! Tempolimit: Reine Gängelei. Atommüll: Buddeln wir einfach der Nachwelt unter die Äcker.

Ich bin ebenfalls kein Engel und fliege locker-flockig für einen Triathlon einmal um die Erde. Ich kann aber einräumen, dass jene im Recht sind, die das kritisieren.

dr_big 18.12.2025 20:59

Die passende Karikatur aus dem Spiegel: technologieoffen

Schwarzfahrer 18.12.2025 21:32

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1796167)
Du siehst ja, wohin das wirtschaftliche Laissez-faire geführt hat.

Ja, zu einem weltweit einmaligen Wohlstand für Menschen.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1796167)
Heute sehen wir uns zunehmend mit der Zerstörung unserer Lebensgrundlagen konfrontiert. Dagegen gemeinsam etwas zu unternehmen, ist keine "Einmischung" vonseiten der Staaten, sondern deren Aufgabe.

Einerseits teile ich Deine katastrophale Sicht auf die "zunehmende Zerstörung der Lebensgrundlagen" nicht, sehe höchstens einzelne, teilweise auch große Probleme, die man angehen sollte. Andererseits ist "etwas zu unternehmen" ein weiter Begriff, und meine Vorstellung von sinnvollem und angemessenem Handeln deckt sich nicht ganz mit dem, was speziell in Deutschland betrieben wird.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1796167)
Eine Verantwortung für das eigene Handeln zu übernehmen ist doch genau das, was Du für Dich selbst ausdrücklich ablehnst. Die kommenden Generationen sollen schauen, wie sie klar kommen.

Das ist für mich kein Widerspruch. Ich verlange auch nichts von der vorherigen Generation, sondern schaue, wie ich meine Welt gestalte, für die - Menschen die jetzt leben. Das ist Eigenverantwortung für mich. Was Du meinst ist für mich Fürsorge für andere und für die Zukunft, ggf. auch auf Kosten der aktuellen Generation. Das ist mir zu spekulativ, da wir die Probleme der nächsten Generation zu wenig kennen und vorhersehen können.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1796167)
Entwicklungshilfe: weg damit. Vegetarier: lasst mich bloß in Ruhe! Tempolimit: Reine Gängelei. Atommüll: Buddeln wir einfach der Nachwelt unter die Äcker.

Entwicklungshilfe: begrenzen auf Hilfe zur Selbshilfe mit begrenzter Dauer, Daueralimentation und Abhängigkeit davon verhindern. Vegetarier: private Entscheidung, jedem das Seine, nicht das Meine. Tempolimit: wo sicherheitstechnisch relevant, richtig, sonst unnötig. Atommüll: Entwicklung von Technologien zur Weiterverwendung sind in Arbeit, Forschung am Problem sinnvoll, da Energiequelle wertvoll.
Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1796167)
Ich bin ebenfalls kein Engel und fliege locker-flockig für einen Triathlon einmal um die Erde. Ich kann aber einräumen, dass jene im Recht sind, die das kritisieren.

Ich fliege zwar nicht um die Welt, aber tue auch möglicherweise Sachen, die andere nicht gut finden. Sachliche Kritik ist immer o.k., moralische Verurteilung und persönliche Angriffe nicht. Ich kann mit jeder anderen Meinung leben, die keinem schadet und auch akzeptiert, daß ich und andere diese nicht teilen. Ich möchte keine Welt, in der alle einer Meinung sind, mir reicht, wenn alle zivilisiert miteinander umgehen. Wenn ich meine, der Kritiker hat Recht, dann ändere ich auch mein Verhalten, sonst bin ich nicht ehrlich. Wenn ich aber nicht der Ansicht bin, soll der Kritiker damit auch leben können.

Schwarzfahrer 18.12.2025 21:38

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1796169)
Die passende Karikatur aus dem Spiegel: technologieoffen

Ergänzend die Information, daß bis heute in Deutschland ca. 38 % der Bahnstrecken nicht elektrifiziert sind, in ganz Europa sogar über 40 % (sagt mir google). Ohne Technologieoffenheit und damit ohne Dieselloks wäre ein wesentlicher Teil des Bahnverkehrs aktuell nicht möglich, da Elektrifizierung zeitaufwändig und teuer ist - das wird noch dauern. Wie so oft liegt die Wahrheit zwischen den dargestellten Polen, und die Ideallösung in der Zukunft...

TriVet 18.12.2025 21:46

Deutschland steht zu seiner starken #Schreibmaschinenindustrie. Für uns gehören Klimaschutz und Wettbewerbsfähigkeit zusammen – deshalb setzen wir auf Technologieoffenheit statt Verbote. Hocheffiziente Schreibmaschinen sollen Teil unserer #Digitalisierung bleiben und tausende Arbeitsplätze sichern.

https://x.com/CoalDead/status/1994491245402706121

Klugschnacker 18.12.2025 21:49

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796174)
Das ist Eigenverantwortung für mich. Was Du meinst ist für mich Fürsorge für andere und für die Zukunft, ggf. auch auf Kosten der aktuellen Generation. Das ist mir zu spekulativ, da wir die Probleme der nächsten Generation zu wenig kennen und vorhersehen können.

"Eigenverantwortung für mich" ist eine Langfassung für Egoismus.

Was denn sonst, wenn diese Form der "Verantwortung" die Folgen des eigenen Handelns für andere nicht einschließt?

StefanW. 18.12.2025 21:49

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796176)
Ergänzend die Information, daß bis heute in Deutschland ca. 38 % der Bahnstrecken nicht elektrifiziert sind, in ganz Europa sogar über 40 % (sagt mir google). Ohne Technologieoffenheit und damit ohne Dieselloks wäre ein wesentlicher Teil des Bahnverkehrs aktuell nicht möglich, da Elektrifizierung zeitaufwändig und teuer ist - das wird noch dauern.

Ja, das wäre natürlich der finanzielle Untergang Europas.
Gut sieht man es daran, dass in der Schweiz 98% (Historische Privatbahnen bereits miteingerechnet) elektrifiziert sind und das Land deswegen knapp vor dem Staatsbankrott steht. ;)

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796174)
Das ist mir zu spekulativ, da wir die Probleme der nächsten Generation zu wenig kennen und vorhersehen können.

Meinem Empfinden nach kennen wir die Probleme der nächsten Generation ziemlich gut.
Falls Du sie nicht kennst, dann ziehe von Deinem Alter 25 bis 30 Jahre ab. Dann suchst Du Menschen, dessen Alter der Subtraktion entspricht und befragst sie zu ihren Problemen.

TriVet 18.12.2025 22:23

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796006)
Tja, und ein wesentlicher Anteil der Kunden wird noch eine Weile Verbrenner bestellen, nicht nur in Deutschland, sondern z.B. auch in Skandinavien (Mobilitätsbarometer von Meko) . Daraus:


Ich sehe noch für viele Jahre eine weltweite Koexistenz von Verbrennern und E-Autos, während der sich für jede Technologie die am besten passende, also von Kunden am ehesten honorierte Nische ausbildet. Autofirmen, die auf nur eine Seite setzen, werden noch lange schlechter da stehen, als die, die beides anbieten können, so wie z.B. BMW wohl die aktuelle Strategie ausrichtet.

https://cdn.sanity.io/files/lrxd4jqj...ACxWEKWIjqXUgw

Schwarzfahrer 18.12.2025 22:54

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1796179)
"Eigenverantwortung für mich" ist eine Langfassung für Egoismus.

Was denn sonst, wenn diese Form der "Verantwortung" die Folgen des eigenen Handelns für andere nicht einschließt?

Wer sagt, daß ich diese nicht einschließe? Nur priorisiere ich die Folgen für die aktuell lebenden Mitmenschen und für die, die von mir mehr oder weniger abhängen (und entsprechend ihre Interessen) sowie auf kürzere absehbare Zeit von wenigen Jahren weitaus höher, da all dies direkt absehbar ist, während die Folgen für "spätere Generationen" oder fernere Zukuft höchst spekulativ sind und m.M.n. schlechter als Entscheidungsbasis geeignet. Das darf natürlich jeder für sich auch anders gewichten. Eigenverantwortung ist u.a. auch, die Entscheidung über Prioritäten im Leben selbst zu treffen, und zu den Folgen zu stehen, auch für sein Leben nicht den Staat und nicht die Vorgängergeneration verantwortlich zu machen. Das mag mancher auch als Egoismus ansehen, ich nicht. Problematischen Egoismus sehe ich am ehesten, wenn die eigenen Interessen zum nachweisbaren direkten Schaden für aktuell lebenden Mitmenschen durchgesetzt werden.

Schwarzfahrer 18.12.2025 23:03

Zitat:

Zitat von StefanW. (Beitrag 1796180)
Ja, das wäre natürlich der finanzielle Untergang Europas.
Gut sieht man es daran, dass in der Schweiz 98% (Historische Privatbahnen bereits miteingerechnet) elektrifiziert sind und das Land deswegen knapp vor dem Staatsbankrott steht. ;)

Schwachsinn, und die Schweiz ist Europaweit die Ausnahme. Aber die Dichotomie Dampflok oder Elektro ist eben nicht die Realität, also der Witz für mich ziemlich daneben. Es gibt noch sehr viel dazwischen, die die ach so verpönte Technologieoffenheit rechtfertigt, mehr wollte ich nicht sagen.

Zitat:

Zitat von StefanW. (Beitrag 1796180)
Meinem Empfinden nach kennen wir die Probleme der nächsten Generation ziemlich gut.
Falls Du sie nicht kennst, dann ziehe von Deinem Alter 25 bis 30 Jahre ab. Dann suchst Du Menschen, dessen Alter der Subtraktion entspricht und befragst sie zu ihren Problemen.

Ja, die jetzigen Probleme kenne ich auch so - und die jetzigen Probleme der Mitmenschen sind für mich wichtig. Aber beim Klimaschutz wird doch mitr der Zukunft dieser Generation argumentiert, die angeblich nur von uns abhängt. Und genauso wenig, wie mein Vater vor 25 Jahren meine jetzigen Probleme kennen oder gar für mich lindern konnte (außer mich eigenständig genug zu erziehen, damit ich selbst mit dem Leben fertig werde), kann ich die der nächsten Generation in der Zukunft kennen oder beeinflussen.

StefanW. 19.12.2025 07:22

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796187)
Schwachsinn,...

Schwachsinn?
Ich wollte Dir aufzeigen, wohin Deine Technologieoffenheit führt. Es wäre doch super, wenn das europäische Netz heute zu 95% elektrifiziert wäre. Aber klar, wärest Du diesbezüglich der Entscheider gewesen, dann hätte man nicht elektrifiziert, weil ja vielleicht noch der Atomantrieb für Züge gekommen wäre und die "teure" Elektrifizierung obsolet gemacht hätte.

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796187)
.... Und genauso wenig, wie mein Vater vor 25 Jahren meine jetzigen Probleme kennen oder gar für mich lindern konnte (außer mich eigenständig genug zu erziehen, ......

Keine Ahnung, wie alt Du vor 25 Jahren warst. Bei mir war vor 25 Jahren die Zeit schon vorbei, in welcher ich zur Eigenständigkeit erzogen wurde.
Da meine Studienunterlagen von vor 25 Jahren aber nur den sprichwörtlichen Mausklick weit weg sind: Fast alle Probleme, welche die Generation treffen, die auf meine Generation folgt, sind in 25 Jahre alten PDFs, DOCs, PPTs und JPGs auf meiner externen HDD verewigt.

Klugschnacker 19.12.2025 08:14

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer (Beitrag 1796185)
Nur priorisiere ich die Folgen für die aktuell lebenden Mitmenschen und für die, die von mir mehr oder weniger abhängen (und entsprechend ihre Interessen) sowie auf kürzere absehbare Zeit von wenigen Jahren weitaus höher, da all dies direkt absehbar ist, während die Folgen für "spätere Generationen" oder fernere Zukuft höchst spekulativ sind und m.M.n. schlechter als Entscheidungsbasis geeignet.

Das Bundesverfassungsgericht setzt sich mit dem Argument auseinander, dass wir über die Zukunft nicht alles wissen können:

Besteht wissenschaftliche Ungewissheit über umweltrelevante Ursachenzusammenhänge, schließt die durch Art. 20a GG dem Gesetzgeber auch zugunsten künftiger Generationen aufgegebene besondere Sorgfaltspflicht ein, bereits belastbare Hinweise auf die Möglichkeit gravierender oder irreversibler Beeinträchtigungen zu berücksichtigen.
Heißt: Der Gesetzgeber braucht keine glasklare Gewissheit über die weitere Entwicklung der Umweltschäden. Er ist bereits durch belastbare Hinweise auf "die Möglichkeit gravierender oder irreversibler Beeinträchtigungen" gebunden. Es besteht eine "besondere Sorgfaltspflicht" gegenüber kommenden Generationen.

Das ist aus meiner Sicht das Gegenteil von "was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß".

sabine-g 19.12.2025 10:01

Zitat:

Zitat von Schwarzfahrer
.blabla Schwachsinn..


Zitat:

Zitat von wutzel (Beitrag 1796050)
...

Zitat:

Zitat von TriVet (Beitrag 1796055)
...

Zitat:

Zitat von Meik (Beitrag 1796071)
...

Zitat:

Zitat von Klugschnacker (Beitrag 1796114)
...

Zitat:

Zitat von kullerich (Beitrag 1796157)
...

Zitat:

Zitat von craven (Beitrag 1796164)
...

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1796169)
...

Zitat:

Zitat von StefanW. (Beitrag 1796180)
...

8 Leute arbeiten sich - und das nur heute - an einer Person ab.
Das ist schon relativ stark, vor allem da diese Person in quasi allen Politik - und Gesellschaftsthemen omnipräsent den größten Schwachsinn absondert.


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