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meggele 14.12.2006 14:42

Zitat:

Zitat von Müder Joe (Beitrag 6463)
Die Top-Schwimmer haben meinem Eindruck nach auch über 50m einen nahezu perfekten Armzug

das kann man doch gar nicht sagen. Klar ist deren Armzug *gut genug* (und vor allem viel besser als bei den allermeisten anderen), aber da sie eben frequenzmäßig einen Kompromiss eingehen müssen, ist ihr Armzug infolge von Blasenbildung eben nicht maximal effizient. Wenn mal ein Schwimmer daherkommt, der doppelt so viel Schub aus den Beinen holt wie Thorpe, wird der die anderen auf 50F wie Kleinkinder aussehen lassen, weil er dann nämlich einen effizienteren Zug haben kann.

Letztlich ist das ja auch gar nicht der Punkt, da es nur darum geht, ob die Jungs und Mädels blöd auf's Wasser dreinprügeln und dass sie das nicht tun, war ja schon von vornherein klar ;)

Zitat:

Zitat von Müder Joe (Beitrag 6463)
Wegen des hohen Kraftaufwands kann man die hohe Frequenz auf längeren Strecken nicht halten. Oder?! :Gruebeln:

Das hat aber nichts mit der Frequenz zu tun, sondern nur mit der zu erbringenden Leistung über eine gegebene Distanz und der sich daraus ergebenen Energiebereitstellung für den Muskel. Deshalb kann man ja die 25m, wie Jimmi schon schrieb, auch ohne Atmung durchschwimmen, weil über diese Distanz eigentlich jeder genug Glycogen im Muskel hat, so dass atmen stoffwechselmäßig überhaupt nichts bringt.
Man kann genauso nen 100m-Sprint in der LA eben ohne zu atmen laufen, aber nicht 400m.

Müder Joe 14.12.2006 15:04

Zitat:

Zitat von meggele (Beitrag 6469)
Deshalb kann man ja die 25m, wie Jimmi schon schrieb, auch ohne Atmung durchschwimmen, weil über diese Distanz eigentlich jeder genug Glycogen im Muskel hat, so dass atmen stoffwechselmäßig überhaupt nichts bringt.
Man kann genauso nen 100m-Sprint in der LA eben ohne zu atmen laufen, aber nicht 400m.

Nicht nur die 25m sondern auch die 50m, wenn man schnell genug schwimmt. Das hat allerdings nichts mit dem Glykogen der Muskeln zu tun, sondern damit, dass die Energegewinnung während der ersten ca. 30 Sekunden vor allem anaerob-alaktazid erfolgt. Die energie-liefernden Substrate sind dabei zerfallendes vorhandenes ATP und Kreatinphosphat. Für diese Prozesse wird kein Sauerstoff beötigt. Glucose-Stofwechsel spielt erst danach eine Rolle.

Müder Joe 14.12.2006 15:17

Zitat:

Zitat von meggele (Beitrag 6469)
das kann man doch gar nicht sagen. Klar ist deren Armzug *gut genug* (und vor allem viel besser als bei den allermeisten anderen), aber da sie eben frequenzmäßig einen Kompromiss eingehen müssen, ist ihr Armzug infolge von Blasenbildung eben nicht maximal effizient.

Ok, er ist nicht maximal effizient in dem Sinne, eine möglichst hohe Geschwindigkeit (hohe Frequenz) mit möglichst wenig Energieaufwand (langes Gleiten) zu schwimmen, sondern der bestmögliche Kompromiss aus Gleiten und hoher Frequenz, um die maximal mögliche Geschwindigkeit zu realisieren. Aber darüber, dass bei Top-schwimmern (im Gegensatz zu "uns") die UW-Phase dabei nicht leidet, scheinen wir uns einig zu sein?! :Huhu:

meggele 14.12.2006 15:18

Zitat:

Zitat von Müder Joe (Beitrag 6470)
Nicht nur die 25m sondern auch die 50m, wenn man schnell genug schwimmt.

Ja, wenn man schnell genug schwimmt. Deshalb meinte ich ja, dass "wir" die 25m ohne Atmung schwimmen können. Wer 1500m in ein paar Sekunden schafft, braucht auch da nicht zu atmen :cool:

Zitat:

Zitat von Müder Joe (Beitrag 6470)
dass die Energegewinnung während der ersten ca. 30 Sekunden vor allem anaerob-alaktazid erfolgt.

ja, wobei 30s schon wirklich hochgegriffen ist. Die ersten 8-15s sind "bei jedem" rein anaerob-alaktazid, danach sieht's anders aus (und tut weh :Lachen2:).

meggele 14.12.2006 15:22

Zitat:

Zitat von Müder Joe (Beitrag 6471)
Ok, er ist nicht maximal effizient in dem Sinne, eine möglichst hohe Geschwindigkeit (hohe Frequenz) mit möglichst wenig Energieaufwand (langes Gleiten) zu schwimmen, sondern der bestmögliche Kompromiss aus Gleiten und hoher Frequenz, um die maximal mögliche Geschwindigkeit zu realisieren.

Ja, genau.
Zitat:

Zitat von Müder Joe (Beitrag 6471)
Aber darüber, dass bei Top-schwimmern (im Gegensatz zu "uns") die UW-Phase dabei nicht leidet, scheinen wir uns einig zu sein?! :Huhu:

Yo, die schwimmen nach wie vor einen sauberen Zug. Dass der natürlich nicht so effizient ist wie z. B. einer über 400m, sieht man ja auch leicht ein.

Timmi 14.12.2006 15:42

Zitat:

Zitat von BLUE (Beitrag 6458)
schmett braucht am meisten kraft, brust am meisten koordination. das nächste luftraubende ist rücken. kraul können alle.

Das würde ich so aber auch nicht unterschreiben. Nach 100m Brsut bist du aber sicherlich mehr im Arsch, als nach 100m Delle.

Luftraubend ist alles. Brauchst nach ner Wende nur zu lange unter Wasser bleiben. Wenn du damit Probleme hast, spürst du richtig, wie dir das Laktat in die Beine und Arme spritzt.

BLUE 14.12.2006 16:50

Zitat:

Zitat von Timmi (Beitrag 6474)
Das würde ich so aber auch nicht unterschreiben. Nach 100m Brsut bist du aber sicherlich mehr im Arsch, als nach 100m Delle.

wieso kannste dann eher 400m brust schwimmen als 400m delle? :Lachen2:

meggele 14.12.2006 17:21

Zitat:

Zitat von BLUE (Beitrag 6477)
wieso kannste dann eher 400m brust schwimmen als 400m delle? :Lachen2:

IMHO: weil man Brust auch noch mit bescheidener Technik "schwimmen" kann, Delle aber nicht.


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