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Meik 10.11.2024 19:36

Die Nische die wahrscheinlich nicht einmal 1% des Gebäudebestandes ausmacht ist sicherlich kein Argument auch bei den anderen 99% nichts zu tun. :-((

Komischerweise haben die Leute kein Problem wenn sie eine Klimaanlage haben wollen irgendwo ein Außengerät hinzubekommen. In engen Innenstädten sind z.B. selten die Dächer oder Hinterhäuser einsehbar wo man ohne Einschränkungen im historischen Erscheinungsbild sicher Lösungen finden kann wenn man will.

Und am Ende hat es für solche Nischen auch noch Öl, Pellets, Fernwärme, ..

MattF 11.11.2024 11:48

Zitat:

Zitat von Meik (Beitrag 1763482)
Die Nische die wahrscheinlich nicht einmal 1% des Gebäudebestandes ausmacht ist sicherlich kein Argument auch bei den anderen 99% nichts zu tun. :-((

....

Und am Ende hat es für solche Nischen auch noch Öl, Pellets, Fernwärme, ..

Genau so ist das.

:Huhu:

Schwarzfahrer 11.11.2024 11:59

Zitat:

Zitat von MattF (Beitrag 1763461)
Nur mal so an die "Ich bau mir jetzt 'ne Gasheizung Fraktion" ein.

Ich würde mir zumindest vom meinem Gaslieferanten eine 20 Jahre Liefergarantie geben lassen, wenn man die nicht bekommt.......

https://www.rontv.de/sendung-vom-08-11-2024/




Und wenn jetzt kommt: "Das kommt eh nicht".

Doch kommt es und wenn nicht, werden die Leitungskosten, die auf immer weniger Kunden umgelegt werden, immer höher.

Man kann auf das tot gerittene Pferd setzen oder es auch lassen. Das ist Freiheit!

Mannheim will alles auf die Fernwärme setzen, die jetzt schon sehr weite Teile der Region versorgt aus dem (Kohle)Großkraftwerk; das Großkraftwerk soll durch Geothermie ersetzt werden. Das steht hinter der Idee mit der Stilllegung der Gasnetze. Sind halt noch eine Menge "wenn"-s dahinter: Ausbau der Fernwärme in der Region (Invest) und Erfolg der Geothermie (Risiken, da wegen Schäden bei ähnlichen Versuchen vor 10 Jahren hohe Skepsis, Suche nach geeignetem Standort in dicht besiedelter Region schwierig, ...). Sollte es mit Geothermie nicht klappen, sind irgendwann die Fernwärmenetze hinfällig, und es muß ein leistungsstarkes Stromnetz für Wärmepumpen ausgebracht werden. Es bleibt spannend, was wirklich klappt.

dr_big 11.11.2024 12:11

Zitat:

Zitat von Meik (Beitrag 1763482)
Und am Ende hat es für solche Nischen auch noch Öl, Pellets, Fernwärme, ..

Ist dann Öl und Pellets klimaneutral?
Wie kommt die Fernwärme ins Haus?

MattF 11.11.2024 12:39

Zitat:

Zitat von dr_big (Beitrag 1763537)
Ist dann Öl und Pellets klimaneutral?
Wie kommt die Fernwärme ins Haus?

Pellets im Prinzip ja.

Wir werden weiter Kohlenwasserstoffe verarbeiten und auch verbrennen. Dafür muss es dann halt Ausgleichsmaßnahmen geben, z.b. CO2-Abscheidung & Nutzung, wenn in einem best. Bereich nur Öl geht oder Diesel, bei Einsatzfahrzeugen z.b..

Fernwärme kommt durch eine Leitung, die unterirdisch ins Haus kommt. Die Übergabestation ist ca. so groß wie eine Gasetagenheizung. Kommt üblicherweise in den Keller.


Das Ganze ist aber kein Problem der Individuen. Sondern muss vorgegeben werden durch den Staat und auch geregelt.

Also wenn der Staat z.b. will, dass denkmalgeschützte Gebäude kein Solar und keine WP bekommen, dann muss der Staat dafür sorgen, dass Ausgleichsmaßnahmen passieren.

Im Übrigen ist das aber auch ein Nischenproblem und es wäre sinnvoll mit den 90% Gebäudebestand nach und nach anzufangen, wo eine WP geht.

MattF 18.12.2024 10:54

Hallo anbei mal ein Tipp, wer das noch nicht mitbekommen hat, dass die Ampel auch gute Gesetze gemacht hat.

Es gibt bei Balkonkraftwerken schon seit Mai ein neues Gesetz, mit Vereinfachungen und dazu fallen die Preise gerade ins Bodenlose. :liebe053:

Ein BK darf mittlerweile:


---2000 Wp haben.
---800 W ins Hausnetz einspeisen
---Muss nur zum Bundesstammregister angemeldet werden, nicht mehr dem Grundversorger gemeldet
---Mit normaler Steckdose angesteckt.
---Man kann das BK an einen Rückwärtszähler anschließen, bzw. immer anschließen egal welcher Zäher! Eine Anlage pro separatem Zähler.



Mit diesen Regelungen und den aktuellen Preisen hat sich auch geändert, was sinnvoll ist anzuschaffen.

Wenn man sich die Daten oben anschaut, erkennt man eine Diskrepanz. Wenn ich bei guten Bedingungen 2000 W erzeuge aber nur 800 W ins Hausnetz bekommen, was mach ich mit dem Rest? Das wäre so weitgehend sinnfrei, der Strom muss dann schon vom Wechselrichter abgeregelt werden und würde gar nicht erzeugt.
Dazu sind selbst die 800 W über Tag bei den meisten Haushalten viel zu viel, der normale Dauerverbrauch dürfte bei den meisten bei 100-200 W liegen, wenn keiner daheim ist.

Einzige Ausnahme zum letzten Punkt, wenn man noch einen alten Rückwärtszähler hat, ist das erlaubt und man spart wirklich Geld, weil die realen Stromkosten verrechnet werden. Diese Zähler dürften aber spätestens im Laufe des nächsten Jahres komplett ausgetauscht werden.


Also was ist jetzt sinnvoll und günstig zu bekommen:

BK mit Speicher von 1-2 kWh, bei einem 2-3 Personenhaushalt


Als Beispiel und ich denke die Anlage ist mittlerweile Standard:

https://www.anker.com/eu-de/products...s_3 =B5500412

800 Wp und 1600 Wh Speicher. für 799.

Der Vorteil von Anker ist hier, alles ist in der Speicherkiste, incl des Wechselrichters.

Kann man dann auf bis zu 2000 Wp erweitern.
Mehr Speicher ist bei einem 2 Personenhaushalt, eher nicht sinnvoll.

Hat man keine Außensteckdose, gibt es flexible Kabel, die man durch die Balkon-Tür/Fenster ins Haus zur Steckdose führen kann.

Berechnen kann man sich Amortisation usw. hier:

https://solar.htw-berlin.de/rechner/...lar-simulator/

hanse987 18.12.2024 12:10

Was ist jetzt an dem neuen Gesetz so besonders.

Ja, der Wechselrichter darf jetzt 200W mehr einspeisen und normale Steckdose ist jetzt Standard. (Welche wahrscheinlich die meisten ja vorher auch schon genutzt haben)

Das BKW musste man nie beim Grundversorger anmelden, sondern beim Messstellenbetreiber. War ein A4 Blatt mit dem wichtigsten Daten.

Die max. Leistung der PV Module ist jetzt begrenzt. Sehe da keinen Vorteil, sondern eher einen Nachteil.

An einen rückwärts drehenden Zähler kann man schon anschließen, aber man wahrscheinlich gar nicht so schnell schauen wie der Messstellenbetreiber den Zähler wechselt. Es bekommt sowieso jeder eine Moderne Messeinrichtung. Wer ein BKW ins Register einträgt sogar schneller.

Insgesamt sehe ich da keinen großen Wurf, denn das meiste war auch vorher kein Problem. Der größte Bremser war auch nicht die Regierung, sondern der VDI.


Muss mal nachlesen ob die Produktnorm für BKWs schon fertig ist. Da werden diese sicher wieder teurer, denn es wird voraussichtlich nur noch geprüfte Sets (Module und WR) geben und die Befestigung der Module soll auch nur noch mit normgerechten Haltern gemacht werden dürfen. Es bleibt spannend.

MattF 18.12.2024 12:30

Zitat:

Zitat von hanse987 (Beitrag 1767121)
Was ist jetzt an dem neuen Gesetz so besonders.

Ok wenn du meinst.

Trotzdem glaube ich viele der Dinge sind nicht bekannt, was jetzt aktuell geht und insbesondere die aktuellen Preise. Wer sich kein BK hinstellt / hängt / legt, der es kann ...

Vielleicht sucht jemand noch ein Weihnachtsgeschenk, das Geld spart!
Oder ein Invest für sein Weihnachtsgeld.

Was noch neu ist, der Vermieter kann nur noch in sehr engen Grenzen ablehnen, z.b. wenn es statische Probleme gibt und an die Hauswand oder aufs Dach, darf ein Mieter eigenständig auch nichts anbringen.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 13:33 Uhr.

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