Vollständige Version anzeigen : Donald Trump
warum sollten die USA 2 Hundeschlitten plus 13 Bundeswehrler angreifen??
USA verbraucht all ihre militärischen Ressourcen, um die zu aufzuspüren. Ohne Erfolg, weil das Land zu gross ist. Sie geben dann auf! :Lachen2:
Genussläufer
15.01.2026, 16:47
Die USA ist zwar eine Grossmacht, aber was machen sie ohne Containerschiffe (wo sind die größten Logistiker), ohne ihre Militär Stützpunkte in Europa? Und und und. Ist nicht so das Europa gar keinen Hebel hätte.
Bei den Containern müsste erstens Europa zusammenstehen. Das ist die erste große Hürde. Dann kommt es aber noch dicker. Europa müsste sich mit den Asiaten verbünden, um hier wirksam zu werden. Das wird schwierig. Aber es ist nicht 100% ausgeschlossen.
Bzgl. der Stützpunkte wäre die Frage, auf welcher Seite der Schaden größer wäre. Aber ja, auch das ist nicht zu 100% ausgeschlossen.
Ich halte dennoch beides für nahezu unrealisierbar.
....
Ich halte dennoch beides für nahezu unrealisierbar.
Trumps Lieblingswort lässt Europa bangen :Lachen2:
deralexxx
15.01.2026, 17:14
Bei den Containern müsste erstens Europa zusammenstehen. Das ist die erste große Hürde. Dann kommt es aber noch dicker. Europa müsste sich mit den Asiaten verbünden, um hier wirksam zu werden. Das wird schwierig. Aber es ist nicht 100% ausgeschlossen.
Bzgl. der Stützpunkte wäre die Frage, auf welcher Seite der Schaden größer wäre. Aber ja, auch das ist nicht zu 100% ausgeschlossen.
Ich halte dennoch beides für nahezu unrealisierbar.
Ich meinte vor allem: https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A6rsk_Line
Aber klar, das ist schwer realisierbar und unrealistisch, aber wer hätte vor zwei Jahren gedacht, dass wir eine solche Diskussion überhaupt haben würden. Will damit nur aufzeigen, dass es nicht so ist, dass Europa oder eben Länder in Europa komplett ohne Karten da stehen. Der Weltwirtschaft schadet das, so oder so.
Auch die Geschwindigkeit, mit der neue Themen auf den Titelseiten aufkommt ist atemberaubend (imho nicht im positiven Sinne)
Vermutlich wird Grönland von den USA übernommen werden, das mit Hilfe und Unterstützung aller NATO-Partner.
Ganz klar die Bedrohungslage für die Nato um Grönland, ja die komplette freiheitliche, westliche Welt wird sich, durch Chinesen, Russen, egal was, so stark zuspitzen, jedenfalls wird das behauptet werden, dass uns allen gar nix übrig bleibt, als zu handeln.
In der Folge: Einhelligkeit aller Bündnispartner, dass die Präsenz auf Grönland verstärkt werden muss und dass das wirkungsvoll nur durch den stärksten und größten Partner im Bündnis möglich und somit zwingend erforderlich ist (die nun entsandten 13 deutschen Soldaten schaffen das doch einfach nicht alleine...).
Als "Meinungsverstärker" wäre durchaus eine Position durch unseren großen Bruder denkbar vorzubringen, dass ansonsten der Schutzaufwand "unserer" Interessen so groß werden würde, dass es für andere Konflikte und für das ganze Bündnis nicht mehr reicht.
Tja, was dann ?
Dann wäre der Konflikt ja gar kein innerer mehr und alle könnten wieder lieb zueinander sein und sich auf Prioritäten zur Abwehr nach außen verständigen...:Lachanfall:
Danach: Friede, Freude, Eierkuchen und Teilhabe (kleinteilig) an dem, was dort, in G.,
ausgebuddelt werden wird, was ja auch wieder "uns allen" dient.
Das müssten eigentlich auch die Grönländerinnen und die Grönländer so sehen können, gelle.:Huhu:
IRONIE ENTE
Bissl Galgenhumor vom Postillon:
Die USA haben faktisch kein Interesse daran, in Grönland einzumarschieren", sagte Sahra Wagenknecht in der Talkshow Fairbrit Lanzberger. "Wir können heilfroh sein, dass der Trump nicht so ist, wie er dargestellt wird: ein durchgeknallter US-amerikanischer Nationalist, der sich daran berauscht, Grenzen zu verschieben."
Es sei absolut unlogisch, anzunehmen, der Präsident der USA würde ein NATO-Land überfallen und eine militärische Eskalation riskieren.
Die Russen "pföpfern" wegen der paar Bundeswehrler - es sei eine Provokation - wer wirklich Magendrücken hat ist der Haushalter im Verteidigungsministerium, weil er nicht weis unter welchem Kapitel und Titel er diesen Driss verbuchen kann, ohne dabei den Bundeshaushalt zu sprengen und der political correctness-Heini - er fragt sich, ob man darüber nicht im Parlament abstimmen muss.
Derweil gründen Wladi, Chi und donnie den Club of the biggest bad boys ever. :Lachen2:
warum sollten die USA 2 Hundeschlitten plus 13 Bundeswehrler angreifen??
Trump misstraut den Grönlandhunden, weil sie halt mit dem Laika eng verwandt sind, wie man auf X beim Weissen Haus sehen kann. :Lachen2:
https://x.com/WhiteHouse/status/2011476301060702329/photo/1
Genussläufer
15.01.2026, 21:55
Ich meinte vor allem: https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%A6rsk_Line
Ich hatte weiter oben kurz angedeutet wie die Amerikaner einen großen Teil des dänischen Steueraufkommens in Luft auflösen könnten. Das hatte ich zwar etwas flapsig formuliert. Dennoch ist das der deutlich einfachere Weg als eine militärische Intervention.
Übrigens habe ich genau deswegen keine große Sorge vor einer militärischen Intervention China in Taiwan. Die Abhängigkeit Taiwans ist einfach zu groß. Das würden die wirtschaftlich sehr schnell ans Limit bringen und leider auch darüber hinaus. Das würde zwar auch China schmerzen, aber nicht mehr als den Rest der Welt.
Dennoch hat Arne einen Punkt. Für beide Fälle ist die Wahrscheinlichkeit größer Null. Dennoch halte ich beides nicht für das Basisszenario.
Schwarzfahrer
15.01.2026, 22:52
Alle reden über Grönland, aber es geht immer nur um USA, Dänemark, EU (wobei Grönland nicht mal zur EU gehört); nur wenige stellen die Frage: wem gehört wirklich Grönland, was verbindet Grönland mit Dänemark (https://www.achgut.com/artikel/wem_gehoert_eigentlich_groenland)?
Antracis
15.01.2026, 22:52
Ich erwarte ja, das Trumps Verhalten mittelfristig den USA schaden wird.
Trump nutzt aktuell die Asymmetrie zwischen den USA und Europa für Verhandlungsmacht. Das haben auch seine Vorgänger nicht anders gehandhabt. Das Problem ist, wie er es macht.
Er behandelt internationale Politik wie einen kurzfristigen Immobilien-Deal. Staaten funktionieren aber nicht wie Geschäftspartner auf Zeit, Staaten arbeiten zwangsläufig jahrzehntelang und länger zusammen. Eine erfolgreiche Kooperation beruht auf Erwartung von Verlässlichkeit. Macht wirkt nur, wenn sie berechenbar ist.
In der Wirtschaft kannst Du Partner wechseln, Beziehungen sind ersetzbar. Gewinne müssen am Besten sofort sichtbar sein. In der Weltpolitik sind Partner oft alternativlos, Entscheidungen wirken über Jahrzehnte. Kurzfristige Vorteile können langfristige Verluste sein.
Kurzfristig kann das allerdings sicher extrem gut wirksam sein und mal zugespitzt formuliert: Was in 10 Jahren ist, kann Trump ziemlich egal sein, wahrscheinlich auch schon in fünf.
Vielleicht irre ich mich aber auch.
Alle reden über Grönland, aber es geht immer nur um USA, Dänemark, EU (wobei Grönland nicht mal zur EU gehört); nur wenige stellen die Frage: wem gehört wirklich Grönland, was verbindet Grönland mit Dänemark (https://www.achgut.com/artikel/wem_gehoert_eigentlich_groenland)?
Typischer rechter Fake-Artikel, warum klicke ich überhaupt noch auf deine Links. :confused:
Fängt schon mit rassistischen Narrativen und wird man wohl noch sagen dürfen und wie soll man die jetzt nennen an. Wie wäre es mit Grönländer?!?
Das Bild sind auch keine Proteste gegen Rassismuss, einfach mal den Text auf dem Plakat übersetzen lassen. Das Foto ist von einem Protest gegen die amerikanischen Übernahmeansprüche. Wie der Rest wenig Fakten gestütze Meinungsmache.
Genussläufer
16.01.2026, 00:03
Ich erwarte ja, das Trumps Verhalten mittelfristig den USA schaden wird.
Trump nutzt aktuell die Asymmetrie zwischen den USA und Europa für Verhandlungsmacht. Das haben auch seine Vorgänger nicht anders gehandhabt. Das Problem ist, wie er es macht.
...
Das liest sich aller nachvollziehbar und logisch. Diese Logik setzt allerdings voraus, dass das bestehende System überhaupt noch symmetrisch, kooperativ und fair ist. Das würde ich auf den Prüfstand stellen. Sollte diese These nicht oder nur in Teilen zutreffen, könnte Deine Argumentation brüchig werden :Blumen:
Das liest sich aller nachvollziehbar und logisch. Diese Logik setzt allerdings voraus, dass das bestehende System überhaupt noch symmetrisch, kooperativ und fair ist. Das würde ich auf den Prüfstand stellen. Sollte diese These nicht oder nur in Teilen zutreffen, könnte Deine Argumentation brüchig werden :Blumen:
Was meinst Du mit symmetrisch?
Als ich von den 13 deutschen Soldaten erstmals las, dachte ich, das sei ein Posting von meinem Parteivorsitzenden, einem Satiriker. Nun bekommt Trump auch noch die Friedensnobelpreis-Medaille überreicht. Ich weiß nicht, ob meinem Parteivorsitzenden, einem Satiriker, so etwas eingefallen wäre. Das ist in meinen Augen schon skurril.
Man darf gespannt sei, was unseren Regierenden noch so alles einfällt. Man muss gar nicht mehr ins Theater gehen ;-)
:Blumen:
Antracis
16.01.2026, 08:57
Das liest sich aller nachvollziehbar und logisch. Diese Logik setzt allerdings voraus, dass das bestehende System überhaupt noch symmetrisch, kooperativ und fair ist. Das würde ich auf den Prüfstand stellen. Sollte diese These nicht oder nur in Teilen zutreffen, könnte Deine Argumentation brüchig werden :Blumen:
Wirklich fair und symmetrisch war es ja nie. Aber nach meiner Wahrnehmung strebt das System schon immer nach einer gewissen Symmetrie und Beruhigung. Feindschaften scheinen langfristig weniger Stabil als Interessen, siehe nur mal Deutschland-Frankreich und Polen-Deutschland. Das dem oft Phasen von Neuordnung vorausgehen und das die treibenden Kräfte neben Interesse auch Sachen wie Physische und psychische Abnutzung zu sein scheinen, ist aber nicht gerade beruhigend. Und es kann lange dauern.
ChatGPt hat gestern meine These, ob ich mit 51 Jahren möglicherweise schon zu alt bin, um noch eine positive außenpolitische globale Entwicklung (Kriege, Spannungen, klimawandel) und auch innenpolitisch ( Reformstau, Investitionsstau, Demokratieabbau) zu erleben, immerhin so kommentiert:
Du bist zu jung, um nur im „Niedergang“ zu leben.
Du bist aber alt genug, um nicht mehr an das große Erlösungs-Narrativ zu glauben.
Das ist keine schlechte Position:
Sie ist skeptisch, aber nicht hoffnungslos.
:Cheese:
Feindschaften scheinen langfristig weniger Stabil
Leider zeigt aber die Geschichte dass das gemeine Volk einfache Feindbilder braucht. "Die Russen", "die Ausländer", "die Juden" - Feindbilder stärken die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Einfache tierische Urinstinkte, das eigene überschaubare Rudel, ...
Der kalte Krieg hat uns Jahrzehnte eigentlich eine recht stabile politische und am Ende auch friedliche Zeit beherrscht. Klare Fronten, zwei große Blöcke, einfach zu verstehen. Jetzt spielt jeder sein eigenes Spiel, die großen Bündnisse zerfallen oder sind zerfallen, das macht es nichts besser wenn jeder nur noch seine eigenen Interessen verfolgt.
Leider zeigt aber die Geschichte dass das gemeine Volk einfache Feindbilder braucht. "Die Russen", "die Ausländer", "die Juden" - Feindbilder stärken die Gemeinschaft und den Zusammenhalt. Einfache tierische Urinstinkte, das eigene überschaubare Rudel, ... ....
Dagegen ist auch nichts zu sagen, behält man Maß und Mitte. Verschiedene Gruppierungen wie Völker und Nationen können Bereicherung sein.
Zu der Wahrheit gehört es aber auch, dass es nicht selten um die völlig maßlose und hemmungslose Bereicherung einer Minderheit geht. Dies gilt es einzuschränken.
Genussläufer
16.01.2026, 12:40
Der kalte Krieg hat uns Jahrzehnte eigentlich eine recht stabile politische und am Ende auch friedliche Zeit beherrscht. Klare Fronten, zwei große Blöcke, einfach zu verstehen. Jetzt spielt jeder sein eigenes Spiel, die großen Bündnisse zerfallen oder sind zerfallen, das macht es nichts besser wenn jeder nur noch seine eigenen Interessen verfolgt.
Vielleicht ist aber auch viel einfacher. In einer Welt, wo jeder den anderen hinter die Fichte führen will, kannst Du Durch kooperatives Verhalten eher Vorteile erzielen. Wenn Du nun aber in einer Welt angekommen bist, wo jeder kooperativ agiert, kannst Du durch rüpelhaftes Verhalten deutlich leichter Erfolge erzielen. Das zieht sich immer wieder durch die Geschichte auf der Makro- und auf der Mikroebene. Trump war nun einer der ersten, der diese Wende in Richtung rüpelhaftes Verhalten eingeleitet hat.
Vielleicht ist aber auch viel einfacher. In einer Welt, wo jeder den anderen hinter die Fichte führen will, kannst Du Durch kooperatives Verhalten eher Vorteile erzielen. Wenn Du nun aber in einer Welt angekommen bist, wo jeder kooperativ agiert, kannst Du durch rüpelhaftes Verhalten deutlich leichter Erfolge erzielen. Das zieht sich immer wieder durch die Geschichte auf der Makro- und auf der Mikroebene. Trump war nun einer der ersten, der diese Wende in Richtung rüpelhaftes Verhalten eingeleitet hat.
Das passierte natürlich woanders auch in den vergangenen Jahrzehnten.
Die globalen Gewichte verschieben sich und die Rolle bzw. das Gewicht Deutschlands damit ebenso. Auch Obama hat davon schon gesprochen, nur hat man bei ihm nicht so zugehört, wenn er charmant mit Frau Merkel redete. Trump haut uns das jetzt auf seine Art halt um die Ohren.
:Blumen:
Vielleicht ist aber auch viel einfacher. In einer Welt, wo jeder den anderen hinter die Fichte führen will, kannst Du Durch kooperatives Verhalten eher Vorteile erzielen. Wenn Du nun aber in einer Welt angekommen bist, wo jeder kooperativ agiert, kannst Du durch rüpelhaftes Verhalten deutlich leichter Erfolge erzielen. Das zieht sich immer wieder durch die Geschichte auf der Makro- und auf der Mikroebene. Trump war nun einer der ersten, der diese Wende in Richtung rüpelhaftes Verhalten eingeleitet hat.
Ich finde ja, dass der Militärüberfall auf Venezuela, die Entführung Maduros, der Angriff auf den Iran 2025 und die aktuellen Drohungen gegenüber Venezuela, die Ermordung von Schiffsbesatzungen, die Piraterie von Öltankern in den internationalen Gewässern, die Drohungen gegenüber Dänemark, Grönland und allen Ländern, welche die USA Übernahme Grönlands verurteilen, deutlich mehr als ein rüpelhaftes Verhalten darstellt. Es handelt sich zweifelhaft um Verbrechen, Erpressungen und Drohungen sowie Verstösse des internationalen Völkerrechtes und der WTO.
Rüpelhaftes Verhalten ist die Beleidigung anderer Staatschefs und Politiker durch Trump.
Bush hat für die Rechtfertigung seines Irakkrieges der UNO noch gefälschte Fotos von Giftanlagen vorgelegt, um eine Legalisierung des Angriffskrieges vor der UNO zu erreichen. Auf solche Scheinlegalisierungen verzichtet Trump, zerreisst damit allerdings auf direkte Weise das Völkerrecht und ersetzt es durch das Faustrecht.
Antracis
16.01.2026, 20:12
Bush hat für die Rechtfertigung seines Irakkrieges der UNO noch gefälschte Fotos von Giftanlagen vorgelegt, um eine Legalisierung des Angriffskrieges vor der UNO zu erreichen. Auf solche Scheinlegalisierungen verzichtet Trump, zerreisst damit allerdings auf direkte Weise das Völkerrecht und ersetzt es durch das Faustrecht.
Ich finde ja auch, dass das ein wesentliches Problem ist. Ich sprach ja von Heuchelei als stabilisierendem Faktor zwischen Macht und Normen. Das war das Modell im ersten Irakkrieg, wo man den humanitären Faktor in den Vordergrund gerückt hat und das Öl dann unter dem Unoschirm anzapfte.
Bush Jr. hat diese Grenze dann sehr strapaziert oder sogar überschritten, indem selbst die Rechtfertigende Grundlage erlogen war.
Trump ignoriert das alles. Mit dem Resultat, dass er den anderen und auch sich selbst die politischen Handlungsoptionen immer mehr einengt. So führt man diplomatisch Kriege herbei.
Ich finde ja auch, dass das ein wesentliches Problem ist. Ich sprach ja von Heuchelei als stabilisierendem Faktor zwischen Macht und Normen.
Ein durchaus interessanter Aspekt, den du damit in die Diskussion einbrachtest !
(Wo findet sich nochmal dein original Beitrag dazu ?)
Grüße ... :Huhu:
Antracis
17.01.2026, 06:39
Ein durchaus interessanter Aspekt, den du damit in die Diskussion einbrachtest !
(Wo findet sich nochmal dein original Beitrag dazu ?)
Grüße ... :Huhu:
Hier (https://www.triathlon-szene.de/forum/showpost.php?p=1796869&postcount=8065)
Ich hatte dazu mal eine ältere politikwissenschaftliche Diskussion verfolgt, wo - provokativ formuliert - diskutiert wurde, ob/das politische Heucheln und sogar Lügen manchmal besser weil stabilisierender, als die offensichtliche Wahrheit der Motive sein kann.
Und das Ergebnis war klar ja, weil in einem Machtgefälle oft Normen und Regeln nicht eingehalten werden und so aber wichtige diplomatische Spielräume verbleiben.
Da kam dann auch das Beispiel vom Straßenverkehr. Das nahezu jeder mal in seinem Leben vollkommen bewusst eine roter Ampel überquert hat, liegt halt auch an der Macht über die Situation. Der Staat kann in den meisten Fällen nicht viel dagegen machen, vor allem als Fußgänger oder Radfahrer ist man kaum zu belangen und man hat oft, zum Beispiel bei sehr wenig Verkehr und gut einsehbarer auch ein sehr geringes Risiko, dass einem etwas passiert.
Trotzdem werden die meisten immer betonen, wie wichtig es ist, sich an rote Ampeln zu halten und das es ja lebensgefährlich sei, es nicht zu tun. Man erklärt das auch seinen Kindern, dass sie nicht über eine rote Ampel gehen dürfen, und geht trotzdem selbst rüber. Wenn es den eigenen Bedürfnissen gerade entspricht, bricht man diese Regel trotzdem.
Dennoch würden die allermeisten immer wieder sagen dass es total wichtig ist, rote Ampeln einzuhalten und würden in bestimmten Fällen sogar lügen, dass sie noch nie oder selten über eine rote Ampel gegangen sind.
Und das stützt letztendlich die Straßenverkehrsordnung, weil wenn alle offen den Konsens aufkündigen würden, würde der Verkehr zusammenbrechen. Und natürlich ist es auch wichtig, dass es in der Gesamtheit viele Leute gibt, die sich regelkonform verhalten und ihren Bedürfnissen nicht einfach frei nachgeben. Das muss man natürlich auch sagen.
Hier (https://www.triathlon-szene.de/forum/showpost.php?p=1796869&postcount=8065)
Ich hatte dazu mal eine ältere politikwissenschaftliche Diskussion verfolgt, wo - provokativ formuliert - diskutiert wurde, ob/das politische Heucheln und sogar Lügen manchmal besser weil stabilisierender, als die offensichtliche Wahrheit der Motive sein kann.
Und das Ergebnis war klar ja, weil in einem Machtgefälle oft Normen und Regeln nicht eingehalten werden und so aber wichtige diplomatische Spielräume verbleiben.
Da kam dann auch das Beispiel vom Straßenverkehr. (Rote Ampel) .....
Mir scheint das Beispiel etwas unpassend. Der Irakkrieg oder auch der Ukrainekrieg würde ich, wenn schon, eher mit vorsätzlichem Mord im STGB vergleichen als mit dem Überqueren einer roten Ampel durch Füssgänger (und einem Verwarnungsgeld). Ich frage mich, ob ein solcher Vergleich und eine solche politikwissenschaftliche Theorie nicht eine bestimmte Ausübung von Herrschaft rechtfertigen soll? Ohne sie jetzt zu kennen, belasse ich es lieber bei der Frage?
Neulich habe ich in einem Artikel gelesen, die EU und speziell Deutschland hätten eine sehr machtvolle Option, um die Annektierung Grönlands durch Trump zu verhindern. Die bestünde darin, die mehr als 37 USA-Militärstützpunkte in den EU Ländern mit 69000 Soldaten zu kündigen.
In Ramstein betreibt die US-Army ein zentrales weltweites Luftwaffen- und Logistiktransportzentrum (aktiv beteiligt am Irakkrieg, Jugoslawienkrieg, Libyen, Syrien, Ukrainekrieg). Desweiteren: Drohneneinsätze in Afrika, dem Nahen Osten, Südasien werden in Ramstein koordiniert und gesteuert als Relais- und Datendrehstelle.
Und in Wiesbaden befindet sich die USAG Wiesbaden, das Hauptquartier der United States Army in Europe and Africa. Das bedeutet: Planung, Command & Control (Führung und Kontrolle) des gesamten US-Heeres in Europa und Afrika laufen hier zusammen. Von dort steuert und überwacht man Einsätze, Truppenbewegungen, Trainings- und Einsatzplanung für den US-Landstreitkräfteeinsatzraum.
In Wiesbaden werden die Bodentruppen koordiniert, in Ramstein Luftwaffe und Drohnen.
Diese 37 europäischen USA-Stützpunkte zur Disposition gestellt, könnten für Trump schon als sehr hoher Preis für eine Besetzung Grönlands gelten und wären ein deutliches Zeichen von wirkungsvoller Gegenwehr. Die Besetzung verschwände aus den Schlagzeilen.
Koschier_Marco
17.01.2026, 10:45
Alle reden über Grönland, aber es geht immer nur um USA, Dänemark, EU (wobei Grönland nicht mal zur EU gehört); nur wenige stellen die Frage: wem gehört wirklich Grönland, was verbindet Grönland mit Dänemark (https://www.achgut.com/artikel/wem_gehoert_eigentlich_groenland)?
Die Frage ist falsch gestellt gehören ist ein Befriff des Zivilrechts Eigentümer Besitzer, die Frags muss richtig lauten zu welchem Staat gehört Grönlnd international anerkannt, wenn es kein eigener Staat ist
die Frags muss richtig lauten zu welchem Staat gehört Grönlnd international anerkannt, wenn es kein eigener Staat ist
Das ist aber keine Frage.
Grönland ist ein eigener Staat mit eigener Regierung, Flagge etc.. dass außenpolitisch in einer sog. Reichsgemeinschaft mit Dänemark und Färöer auftritt. Also per se nicht so viel anders wie beispielsweise NRW. Eigenes Land, eigene Verfassung, eigene Regierung, nach außen vertreten durch den Bund als Reichsgemeinschaft die sich Bundesrepublik nennt.
Genauso könnte man diskutieren ob Sachsen ein eigenes Land wäre, ob man die Menschen die da wohnen jetzt als Eingeborene, Ureinwohner oder ähnlich bezeichnen würde und ob der Frage ob die überhaupt ein Land sind und ob man die so nicht auch einfach an Russland abtreten könne. Sind ja nicht wirklich relevant und interessieren uns ja auch nicht.
Völlig Banane diese Diskussion, als wenn wir wieder in den Köpfen zurück in dunkle Kolonialzeiten wollen. :-((
deralexxx
17.01.2026, 13:21
Nimmt man die Argumente die von Trump angeführt werden erinnern sie stark an Ukraine Imho.
Koschier_Marco
17.01.2026, 13:34
Das ist aber keine Frage.
Grönland ist ein eigener Staat mit eigener Regierung, Flagge etc.. dass außenpolitisch in einer sog. Reichsgemeinschaft mit Dänemark und Färöer auftritt. Also per se nicht so viel anders wie beispielsweise NRW. Eigenes Land, eigene Verfassung, eigene Regierung, nach außen vertreten durch den Bund als Reichsgemeinschaft die sich Bundesrepublik nennt.
Genauso könnte man diskutieren ob Sachsen ein eigenes Land wäre, ob man die Menschen die da wohnen jetzt als Eingeborene, Ureinwohner oder ähnlich bezeichnen würde und ob der Frage ob die überhaupt ein Land sind und ob man die so nicht auch einfach an Russland abtreten könne. Sind ja nicht wirklich relevant und interessieren uns ja auch nicht.
Völlig Banane diese Diskussion, als wenn wir wieder in den Köpfen zurück in dunkle Kolonialzeiten wollen. :-((
Ich habe geglaubt die rechtliche Unabhängigkeit ist geringer, so ist sie Disskussion dann sowieso hinfällig
Koschier_Marco
17.01.2026, 14:05
warum sollten die USA 2 Hundeschlitten plus 13 Bundeswehrler angreifen??
das ist ein sogenanntes Vorauskommando, den Begriff mal bitte nachlesen, dann wird ein Schuh draus
Mir scheint das Beispiel etwas unpassend. Der Irakkrieg oder auch der Ukrainekrieg würde ich, wenn schon, eher mit vorsätzlichem Mord im STGB vergleichen als mit dem Überqueren einer roten Ampel durch Füssgänger (und einem Verwarnungsgeld). Ich frage mich, ob ein solcher Vergleich und eine solche politikwissenschaftliche Theorie nicht eine bestimmte Ausübung von Herrschaft rechtfertigen soll? Ohne sie jetzt zu kennen, belasse ich es lieber bei der Frage?
Das war doch keine politikwissenschaftliche Theorie. Es war der Versuch, an Hand eines Alltagsbeispiels einen Mechanismus zu verdeutlichen. Und wenn Du jetzt gleich die Suggestivfrage stellst, ob "ein solcher Vergleich und eine solche politikwissenschaftliche Theorie nicht eine bestimmte Ausübung von Herrschaft rechtfertigen soll?", dann frage ich (ebenfalls suggestiv ;) ) zurück, ob dieser Diskussionsbeitrag nicht ein kleines bisschen zu hoch gehängt und überinterpretiert wird?
Antracis
17.01.2026, 16:55
Mir scheint das Beispiel etwas unpassend. Der Irakkrieg oder auch der Ukrainekrieg würde ich, wenn schon, eher mit vorsätzlichem Mord im STGB vergleichen als mit dem Überqueren einer roten Ampel durch Füssgänger (und einem Verwarnungsgeld). Ich frage mich, ob ein solcher Vergleich und eine solche politikwissenschaftliche Theorie nicht eine bestimmte Ausübung von Herrschaft rechtfertigen soll? Ohne sie jetzt zu kennen, belasse ich es lieber bei der Frage?
Die Antwort ist: Nein, eine „solche“ politikwissenschaftliche Theorie soll nicht rechtfertigen, dass man so herrschen darf, sondern sie versucht ein Puzzleteil zu erklären, warum man so herrschen kann oder, noch präzisier, so herrschen gelassen wird. :Blumen:
Ich vermute, Du missverstehst das in dem Sinne von: Heuchelei ist gut für die Stabilität des Systems und somit profitieren am Ende alle. So wertend und auch positiv habe ich das überhaupt nicht verstanden.
Michael Skjoldborg
17.01.2026, 18:42
Noch keine Reaktionen auf die neuen Grönlandzölle? Das waren teure 15 Soldaten, aber trotzdem Danke für die Unterstützung so weit! :Blumen:
Bis denne, Michael
Noch keine Reaktionen auf die neuen Grönlandzölle? Das waren teure 15 Soldaten, aber trotzdem Danke für die Unterstützung so weit! :Blumen:
Bis denne, Michael
Ich wünschte mir, die betroffenen EU-Länder erheben im Gegenzug Zölle mind. im gleichen Umfang. Irgendwann reicht es....
StefanW.
17.01.2026, 20:12
Noch keine Reaktionen auf die neuen Grönlandzölle? Das waren teure 15 Soldaten, aber trotzdem Danke für die Unterstützung so weit! :Blumen:
Die 15 Soldaten sind jeden Euro wert.
Soll man Trump jeden Wunsch erfüllen, damit er dann eine Woche später mit der nächsten Forderung/Zolldrohung kommt?
Die 15 Soldaten sind jeden Euro wert.
Soll man Trump jeden Wunsch erfüllen, damit er dann eine Woche später mit der nächsten Forderung/Zolldrohung kommt?
Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, dass Europa sich dem geschlossen widersetzt und Trump die Stirn bietet. Von mir aus Boykott der WM oder Gegenzölle. Wenn man jetzt einknickt, wird man völlig unglaubwürdig.
:Blumen:
Noch keine Reaktionen auf die neuen Grönlandzölle? Das waren teure 15 Soldaten, aber trotzdem Danke für die Unterstützung so weit! :Blumen:
Bis denne, Michael
das wird auf der linken Gesäßbacke ausgehalten, bis er ins Gras beisst :)
P.S. die Zölle zahlt der amerikanische Importeur, vermutlich wird er die Ware nicht weiter veräußern können und er geht in Insolvenz - die Lieferkette reisst, der Absatzmarkt geht verloren.
P.P.S. der Munitionsnachschub für die Ukraine könnte unter die Räder kommen, die werden, vermutlich wenn es äußerst blöd läuft die Zeche zahlen müssen, wir hocken voll gefressen in der warmen Stube
Schwarzfahrer
17.01.2026, 21:03
Grönland ist ein eigener Staat mit eigener Regierung, Flagge etc.. dass außenpolitisch in einer sog. Reichsgemeinschaft mit Dänemark und Färöer auftritt. Also per se nicht so viel anders wie beispielsweise NRW. Eigenes Land, eigene Verfassung, eigene Regierung, nach außen vertreten durch den Bund als Reichsgemeinschaft die sich Bundesrepublik nennt. Juristisch korrekt, allerdings ist Grönland seit 1985 bereits kein Mitglied der EU im Gegensatz zu NRW.
Genauso könnte man diskutieren ob Sachsen ein eigenes Land wäre, ob man die Menschen die da wohnen jetzt als Eingeborene, Ureinwohner oder ähnlich bezeichnen würde ...
Der entscheidende Unterschied liegt darin, daß die Grönländer ein eigenes Volk mit einer ganz anderen Sprache und Kultur als Dänemark sind. Der Status "Kolonie" wurde erst 1953 in "Provinz" umgewandelt. Das Koloniale Erbe ist aber noch in vielen Punkten präsent (Spiralen-Skandal (https://de.wikipedia.org/wiki/Zwangsverh%C3%BCtung_in_Gr%C3%B6nland,)- ging bis in die 1990-er Jahre, "Kleine Dänen"-Experiment (https://www.humanium.org/de/daenemarks-experiment-an-inuit-kindern-ein-schmerzhaftes-erbe-der-zwangsassimilation/) (50-er Jahre) - und bis vor Kurzem noch Zwangsinobhutnahmen von Inuit-Kindern (https://polarjournal.net/de/die-menschen-in-groenland-protestieren-gegen-die-zwangsinobhutnahme-ihrer-kinder/)...das kann schon das Zugehörigkeitsgefühl eines Volkes zum "Mutterstaat" beeinträchtigen, finde ich.
... und ob der Frage ob die überhaupt ein Land sind und ob man die so nicht auch einfach an Russland abtreten könne. Sind ja nicht wirklich relevant und interessieren uns ja auch nicht. Angesichts der m.M.n. wesentlichen Eigenständigkeit der Grönländischen Menschen bzgl. Kultur und Sprache ist jede "auswärtige" Entscheidung, sie an jemanden abzutreten, in meinen Augen falsch. Es sollte allein die Entscheidung der Grönländer sein, ob sie unabhängig sein wollen, oder sich einem anderen Staat anschließen wollen. Weder in Kopenhagen noch in Washington hat jemand darüber zu befinden.
Leider sind sie nicht das einzige Volk auf dieser Erde, dem dieses Recht nicht zugestanden wird.
Antracis
17.01.2026, 23:43
Ich hab mich mal , mit KI-Unterstützung :o , damit beschäftigt, wie Trumps Handeln spieltheoretisch einzuordnen ist und wie man deshalb reagieren sollte. Fand ich ganz interessant.
Spieltheoretisch kann man die meisten Manöver in die folgenden Muster einordnen:
Chicken Game: Zwei Autos rasen aufeinander zu, wer zuerst ausweicht, verliert. Wenn keiner ausweicht, Katastrophe.
Ultimatum-Spiel: Alles oder nichts: „Nimm dieses Angebot oder du bekommst gar nichts.“
Brinkmanship: „Ich gehe so nah an die Katastrophe,
dass du zuerst Angst bekommst.“
Wirksam/ stark ist Trump aus spieltheoretischer Sicht wenn
der Gegner:
• risikoavers ist
• gesichtswahrend aussteigen kann
• institutionell langsam reagiert
• wirtschaftlich stark abhängig ist
Liest sich ein bisserl nach dem Steckbrief für Europa und insbesondere Deutschland :Cheese:
Er ist schwach, wenn der Gegner:
• stolz, ideologisch oder nationalistisch gebunden ist
• innenpolitisch nicht nachgeben darf
• selbst brinkmanship-tauglich ist
• auf lange Zeit spielen kann
Punkte für Russland und vor allem für China, oder ? :Blumen:
Alternative mögliche Sichtweise ( Nicht gerade beruhigend) :
Trump ist sehr gut im Spiel mit Vorsichtigen.
Er ist gefährlich – aber oft ineffektiv –
im Spiel mit Fanatikern, Nationalisten oder Führern,
die innenpolitisch nicht zurückkönnen.
Wie spielt man deshalb jetzt am besten gegen einen Trump aus Sicht der Spieltheorie, damit man die eigenen Ergebnisse verbessert:
- Das Spiel vom „Mutduell“ in ein Langzeitspiel verwandeln, das ihm weniger liegt
- Zeit gewinnen, weil sein Spiel von Tempo und Druck lebt
- ihm Siege anbieten, die keine sind. Also Kompromisse im Sinne für Ihn möglichst lukrativer Angebote unter bestmöglicher Wahrung der eigenen Kerninteressen.
- Kritik möglichst über dritte, und nicht direkt
- nicht vorschnell einknicken, sondern ruhig kalkulieren, was seine Kosten sind und einschätzen, ob reale Option oder nicht doch eher nur Verhandlungsmasse
Strategisch zugespitzt:
langsam gegen schnell
kühl gegen emotional
prozedural gegen personalisiert
gesichtswahrend gegen demütigend
langfristig gegen kurzfristig
Ich hab keine Ahnung von Spieltheorie, klingt für mich aber schon plausibel. Ob das wirklich 1:1 auf eine globale Politik anwendbar ist, weiß ich auch nicht, aber vieles geht ja in die Richtung bzw. negative Eskalationen wie die TV-Szene mit Selenski lassen sich damit ja ganz gut nachvollziehen und alternativ durchspielen.
Was definitiv nicht helfen wird ist sich zu beschweren, dass das ziemlich fies ist, was er macht. :Cheese:
Und gesichtswahrend gegen demütigend finde ich auch wichtig. Weil es ja viel Empörung geben wird, wenn man ihm eine gesichtswahrende Ausstiegsoption anbietet und Demütigung verlockend ist. Aber dann wird er diese Option nicht wählen, weil er dazu zu mächtig und/oder narzisstisch ist.
Jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, dass Europa sich dem geschlossen widersetzt und Trump die Stirn bietet. Von mir aus Boykott der WM oder Gegenzölle. Wenn man jetzt einknickt, wird man völlig unglaubwürdig.
:Blumen:
Sehr schwache Stellungnahme der EU:
Spon: "Die EU hat nach Trumps Ankündigung vor einer »gefährlichen Abwärtsspirale« gewarnt. »Zölle würden die transatlantischen Beziehungen untergraben und eine gefährliche Abwärtsspirale riskieren«, hieß es am Samstag in einer gemeinsamen Erklärung von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und EU-Ratspräsident António Costa. Beide betonten: »Europa wird geeint, koordiniert und entschlossen bleiben, seine Souveränität zu wahren.«
Der Rücktritt von der Leyens ist schon lange fällig. Sie hat im Sommer Trump die Schuhe geputzt, als sie das Zollabkommen unterzeichnete. (https://www.youtube.com/watch?v=V1TQc3y1kZk) Kein Wunder, dass Trump es jetzt schon nicht mehr einhalten will.
Antracis
18.01.2026, 12:04
Sehr schwache Stellungnahme der EU:
Was wäre Dein Vorschlag gewesen, nur grob umrissen ?Oder wie hätte eine starke Reaktion aussehen müssen ?
DE/EU nur noch ein Spielball der Weltpolitik. Früher war Europa eine Führungsspitze.
Jetzt weiss man wenigstens, wie sich die anderen, kleinen Länder gefühlt haben, als sie der Spielball waren. Macht- und hilflos.
Was wäre Dein Vorschlag gewesen, nur grob umrissen ?Oder wie hätte eine starke Reaktion aussehen müssen ?
Adaequate, aequivalente, gleichwertige Gegenmassnahme beschliessen und da das Sommerabkommen für Trump offensichtlich nicht mehr gilt, auch Verzicht auf die dort vereinbarten verpflichtenden Bezüge der amerikanischen Rohstoffe (LNG, Öl ) und vereinbarten Investitionen in den USA.
Antracis
18.01.2026, 12:24
Adaequate, gleichwertige Gegenmassnahme beschliessen.
Das wäre nach der Spieltheorie ja die ungünstige Eskalation und einsteigen in das Chicken Game und auf sein Tempo. Dann kommt Morgen die nächste Eskalation von ihm und man ist keinen Schritt weiter.
Letztlich kann man wie Adept bedauern oder belächeln, dass Deutschland /EU der schwächere Part in dem Spiel ist, aber das ist nicht gerade Lösungsorientiert.
Das wäre nach der Spieltheorie ja die ungünstige Eskalation und einsteigen in das Chicken Game und auf sein Tempo. Dann kommt Morgen die nächste Eskalation von ihm und man ist keinen Schritt weiter.
Letztlich kann man wie Adept bedauern oder belächeln, dass Deutschland /EU der schwächere Part in dem Spiel ist, aber das ist nicht gerade Lösungsorientiert.
Ich halte nichts von der Spieltheorie im politischen Bereich. China hat es mit Trump vorgemacht....
Das wäre nach der Spieltheorie ja die ungünstige Eskalation und einsteigen in das Chicken Game und auf sein Tempo. Dann kommt Morgen die nächste Eskalation von ihm und man ist keinen Schritt weiter.
Letztlich kann man wie Adept bedauern oder belächeln, dass Deutschland /EU der schwächere Part in dem Spiel ist, aber das ist nicht gerade Lösungsorientiert.
Ich belächele es nicht, ich bedauere es.
Irgendwie ist es der Lauf der Dinge, dass nicht immer nur die gleiche Nation/Region führend ist. Und wenn man fällt, an den härteren Bedingungen kann man auch wachsen und es kommt wieder eine Zeit der Stärke. Ich sehe das also auch als Chance.
Antracis
18.01.2026, 12:35
Ich halte nichts von der Spieltheorie im politischen Bereich. China hat es mit Trump vorgemacht....
China ist weder wirtschaftlich noch politisch in der aktuellen strategischen Position mit der EU vergleichbar.( andere wirtschaftliche Hebel. viel schnellere Reaktionszeiten, kulturell und militärisch klarer Gegner)
China ist weder wirtschaftlich noch politisch in der aktuellen strategischen Position mit der EU vergleichbar.( andere wirtschaftliche Hebel. viel schnellere Reaktionszeiten, kulturell und militärisch klarer Gegner)
Die EU verzwergt doch selbst .... . Kanada hat es vorgemacht mit dem Besuch in China vor ein paar Tagen. Die EU muss sich in einer multipolaren Welt behaupten, entsprechende Bündnispartner wählen und nicht den von Trump aufgekündigten alten Verhältnissen mit den USA nachhängen.
DE/EU nur noch ein Spielball der Weltpolitik. Früher war Europa eine Führungsspitze.
Wir machen uns aber selber dazu. Geschlossen wäre Europa wirtschaftlich wie militärisch eine ernstzunehmende Macht.
Statt v.d.L. würde uns ein Rücktritt von Orban oder anderen Spaltern weit mehr helfen. Eine EU-Präsidentin kann nach außen nur das Vertreten was die Länder im Hintergrund wollen oder hinter dem sie stehen. Leider lassen wir uns da kleinmachen und spalten. AfD, Fake-News, rechtsnationale Parteien in allen Ländern, Brexit, ...
das ist ein sogenanntes Vorauskommando, den Begriff mal bitte nachlesen, dann wird ein Schuh draus
die Bundeswehrler geben "gummi" - gehört sowas auch zum Vorauskommando??
(was wird aus den Hundeschlitten??? werden die auch evakuiert??? Fragen über Fragen)
Am Ende - eine lächerliche Aktion.
Wir machen uns aber selber dazu. Geschlossen wäre Europa wirtschaftlich wie militärisch eine ernstzunehmende Macht.
Statt v.d.L. würde uns ein Rücktritt von Orban oder anderen Spaltern weit mehr helfen. Eine EU-Präsidentin kann nach außen nur das Vertreten was die Länder im Hintergrund wollen oder hinter dem sie stehen. Leider lassen wir uns da kleinmachen und spalten. AfD, Fake-News, rechtsnationale Parteien in allen Ländern, Brexit, ...
Willst du denn alle europäischen Abweichler absägen? Ungarn, Polen, Italien, weitere folgen. Dann müsstest du der EU mehr Macht geben, so dass sie (mit-)entscheiden können, wer Präsident in jedem Land wird. Das wird schwierig, die meisten Länder fühlen sich eh schon zu viel von der EU bevormundet.
Der Individualismus ist in der europäischen Gesellschaft mittlerweile zu sehr verankert. Das war ja die kulturelle Entwicklung in den letzten Dekaden. Eine Kollektivität wird mit diesem Mindset sehr schwierig.
Für mich ist China ein gutes Beispiel für Kollektivität. Von außen scheint es, als ob sie an einem Strang ziehen.
Müssen wir Europa also doch zentralisieren? Was hieße das für DE, wenn es dafür auf ihre Führungsrolle verzichten müsste?
die Bundeswehrler geben "gummi" - gehört sowas auch zum Vorauskommando??
(was wird aus den Hundeschlitten??? werden die auch evakuiert??? Fragen über Fragen)
Am Ende - eine lächerliche Aktion.
Ja, scheint wirklich etwas lächerlich:
Bundeswehrsoldaten ziehen wieder aus Grönland ab (https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-01/groenland-treffen-donald-trump-daenemark-liveblog)
:o
Antracis
18.01.2026, 16:56
Ja, scheint wirklich etwas lächerlich:
Lächerlich ist vermutlich vor allem die Presseberichterstattung, die das ganze verfolgt, wie die Landung in der Normandie. Vermutlich kommt es im Jahr öfters vor, das kleine Trupps Bundeswehrsoldaten für wenige Tage irgendwohin fahren…
soderle - daher weht der Wind:
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“So you say during the war, you can’t have elections,” Trump said. “So let me just say, three and a half years from now – so you mean, if we happen to be in a war with somebody, no more elections? Oh, that’s good.”
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aus cnn https://edition.cnn.com/2026/01/17/politics/midterm-elections-trump-2026-analysis
Er fängt mit Grönland einen Krieg an, dann können keine Wahlen statt finden - das würde zur bösesten Bulldogge passen - der größte Knochen für ihn. :-((
Er fängt mit Grönland einen Krieg an, dann können keine Wahlen statt finden - das würde zur bösesten Bulldogge passen - der größte Knochen für ihn. :-((
Nein, so wird das nichts. Er behauptet immer wieder Grönland gehöre zu den USA und nur er würde sich anständig um die Eingeborenen kümmern bis er das selber glaubt. Irgendwann bietet er einen Kompromiss/Deal an dass die USA alle Gebiete bekommen die sie wollen und ein Reservat für die armen Grönländer einzurichten. So sind ja alle zufrieden und keiner kann meckern. Ist ja ein guter Kompromiss dass man den Grönländern ein Gebiet überlässt obwohl es ja zu den USA gehört.
Hier und da noch einen grönländischen Fischer versenken der mit dem Fisch ja nur Schnee in die USA schmuggeln will, dann den Cheffe da entführen weil der ja allen nur Böses will ...
Koschier_Marco
18.01.2026, 19:33
Ja, scheint wirklich etwas lächerlich:
Bundeswehrsoldaten ziehen wieder aus Grönland ab (https://www.zeit.de/politik/ausland/2026-01/groenland-treffen-donald-trump-daenemark-liveblog)
:o
Das stand schon bei der Entsendung fest
Das stand schon bei der Entsendung fest
Davon gehe ich aus. Aber in dieser Situation hätten sie das ab Anfang mit kommunizieren können. Sonst sieht das echt strange aus.
deralexxx
18.01.2026, 20:55
Davon gehe ich aus. Aber in dieser Situation hätten sie das ab Anfang mit kommunizieren können. Sonst sieht das echt strange aus.
Das war doch auch so erklärt worden: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/groenland-bundeswehr-erkundungsmission-100.html
Koschier_Marco
18.01.2026, 21:20
Davon gehe ich aus. Aber in dieser Situation hätten sie das ab Anfang mit kommunizieren können. Sonst sieht das echt strange aus.
Das stimmt allerdings, der Eindruck ist fürchterlich
eik van dijk
19.01.2026, 09:45
die Bundeswehrler geben "gummi" - gehört sowas auch zum Vorauskommando??
(was wird aus den Hundeschlitten??? werden die auch evakuiert??? Fragen über Fragen)
Am Ende - eine lächerliche Aktion.
Inwiefern waren die zu erledigenden Aufgaben und die Reise dorthin lächerlich?
Siebenschwein
19.01.2026, 09:53
Inwiefern waren die zu erledigenden Aufgaben und die Reise dorthin lächerlich?
Frag ich mich auch. Im Gegenteil: wenn es Trump so sehr triggert, dass er gleich 10% Extrazoll ankündigt, hat es wohl genau die Botschaft überbracht, die es sollte.
Wenn man sich dem Schulhofschläger in den Weg stellt, muss man mit verbalen Aufällen rechnen.
Das war doch auch so erklärt worden: https://www.tagesschau.de/ausland/europa/groenland-bundeswehr-erkundungsmission-100.html
Ja, da hast du recht.
Die deutschen Soldaten sollen bei ihrem Einsatz vor allem die Möglichkeiten einer Seeraum-Überwachung prüfen, vor allem rund um die grönländische Hauptstadt. Vorerst sollen sie bis Samstag auf der Insel bleiben, hieß es aus Berlin.
Es hatte sich ja so angehört, als ob die Entsendung ein Zeichen an die USA ist, dass DE zu Grönland steht und verteidigen würde. Aber vielleicht ist dieser Wunsch Vater des Gedanken. :Blumen:
Ja, da hast du recht.
Es hatte sich ja so angehört, als ob die Entsendung ein Zeichen an die USA ist, dass DE zu Grönland steht und verteidigen würde. Aber vielleicht ist dieser Wunsch Vater des Gedanken. :Blumen:
Man blickt kaum noch durch. Muss immer täglich am Ball bleiben, sonst bringt man die Krisen durcheinander.
Da las ich kürzlich, ob DE eine Atombombe braucht. In meiner Einfältigkeit dachte ich, dass sie wegen "Putin böse - Grrr!". Nein, irgendwie hing das jetzt mit Trump und Grönland zusammen. Wilde Hypothesen und Gegenhypothesen, die aufgestellt und öffentlich diskutiert werden.
:Lachen2:
Antracis
19.01.2026, 14:42
Letztlich ist halt Trump auch nicht der einzige Entscheider, sondern es gibt immerhin auch noch einen Kongress. Es scheint ja so, zumindest nachdem was man medial mitbekommt, dass sich da erster Widerstand auch auf republikanischer Seite zeigt, das Spielchen mitzumachen.
Insofern ist dagegenhalten und verzögern vielleicht wirklich eine gute Taktik, um Trump innenpolitisch unter Druck kommen zu lassen.
Letztlich ist halt Trump auch nicht der einzige Entscheider, sondern es gibt immerhin auch noch einen Kongress. Es scheint ja so, zumindest nachdem was man medial mitbekommt, dass sich da erster Widerstand auch auf republikanischer Seite zeigt, das Spielchen mitzumachen.
Insofern ist dagegenhalten und verzögern vielleicht wirklich eine gute Taktik, um Trump innenpolitisch unter Druck kommen zu lassen.
Ehrlich gesagt beruht meine Hoffnung eher auf die amerikanische Gewaltenteilung und das amerikanische Volk, als auf die EU. Aktuell sehe dich die EU nach außen hin nicht als geschlossen schlagkräftig genug. Aber vielleicht kommt man da ja noch gezwungenermaßen hin. Man meetet viel hier und dort, aber sonst?!
:Blumen:
Inwiefern waren die zu erledigenden Aufgaben und die Reise dorthin lächerlich?
https://www.youtube.com/watch?v=KhmTn6f4sl8
edit: er wird ab min 2 deutlicher in der Erklärung
er erklärts - als Steuerzahler frag ich mich, was das soll??? übers Wochenende nach Grönland jetten??? gibt es dafür nicht die Werktage??
Durch dieses Auftreten der Streitkräfte in der Öffentlichkeit (sie flogen Linie) machen sie sich als Arbeitgeber, aus meiner Sicht, komplett "uninteressant".
(ab Freitag um eins, ist alles meins)
Für ein geschlossenes Auftreten seitens EU fehlt die Basis und Effizienz. Bis sich alle Länder einig sind, ist die Chance vorbei. Ich denke, es bräuchte eine straffe Führung in der EU. Ansonsten muss bei so dringenden Themen einfach jeder für sich schauen.
Siebenschwein
19.01.2026, 16:12
.. Ich denke, es bräuchte eine straffe Führung in der EU. ...
Jawohl, onterm Fööhrer wäre das nächt passierrrt!
Für ein geschlossenes Auftreten seitens EU fehlt die Basis und Effizienz. Bis sich alle Länder einig sind, ist die Chance vorbei. Ich denke, es bräuchte eine straffe Führung in der EU. Ansonsten muss bei so dringenden Themen einfach jeder für sich schauen.
Meines Wissens macht Trump auch lieber mit den einzelnen Ländern Deals als mit der EU. Prinzipiell macht er aber sowieso, was er will. Hätte nicht gedacht, dass in den westlichen Demokratien nochmal so eine Führungsfigur auftaucht. Da kann man erahnen, wie sich früher Päpste und Könige aufführten. Da brauchte es Führungspersonal mit Eiern in der Hose, die ihm auf die Füße treten.
Jawohl, onterm Fööhrer wäre das nächt passierrrt!
Stromberg: STRAFFE FÜHRUNG!!! (https://youtu.be/MF94WIWkXWA?si=tQ_PJuVV7keqAr-2&t=458) :Huhu:
Auf t-online:
Demokratische Spielregeln missachtet Donald Trump, das Völkerrecht interessiert ihn nicht. Ist der US-Präsident ein Faschist, gar ein neuer Hitler? Nein, sagt Historiker Thomas Weber. Das mache Trump aber keineswegs weniger gefährlich.
https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_101068658/usa-venezuela-groenland-und-nato-trump-kann-noch-viel-zerstoeren-.html
Auf t-online:
Demokratische Spielregeln missachtet Donald Trump, das Völkerrecht interessiert ihn nicht. Ist der US-Präsident ein Faschist, gar ein neuer Hitler? Nein, sagt Historiker Thomas Weber. Das mache Trump aber keineswegs weniger gefährlich.
https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/krisen/id_101068658/usa-venezuela-groenland-und-nato-trump-kann-noch-viel-zerstoeren-.html
Andere Historiker verwenden "Faschismus" als Oberbegriff, während Weber den Begriff mehr oder weniger mit dem Hitler Nationalsozialismus gleichsetzt, was ich problematisch finde. Er vergleicht den NS-Staat mit der Trump Administration und kommt dann wegen der Abweichungen zum Schluss, dass es sich bei Trump nicht um ein faschistisches Herrschaftssystem handelt. Selbstverständlich haben die faschistischen Herrschaftsformen auch unterschiedliche Spezifika, die es herauszuarbeiten gilt, wie z.B. die lateinamerikanischen Militärdiktaturen im 20. Jahrhundert oder der europäische Faschismus oder der amerikanische.
Andere Historiker verwenden "Faschismus" als Oberbegriff, während Weber den Begriff mehr oder weniger mit dem Hitler Nationalsozialismus gleichsetzt, was ich problematisch finde. Er vergleicht den NS-Staat mit der Trump Administration und kommt dann wegen der Abweichungen zum Schluss, dass es sich bei Trump nicht um ein faschistisches Herrschaftssystem handelt. Selbstverständlich haben die faschistischen Herrschaftsformen auch unterschiedliche Spezifika, die es herauszuarbeiten gilt, wie z.B. die lateinamerikanischen Militärdiktaturen im 20. Jahrhundert oder der europäische Faschismus oder der amerikanische.
Faschismus bedingt in der Historikerwelt eigentlich immer eine Ideologie. Insofern hat man z.B. auch den Stalinismus als Form des Faschismus eingeordnet, Trump oder eine lateinamerikanische Militärdiktatur würden eher nicht darunter fallen (was sie nicht besser macht). Ich wäre mit der Gleichsetzung auch nicht glücklich.
Siebenschwein
20.01.2026, 10:40
Faschismus bedingt in der Historikerwelt eigentlich immer eine Ideologie. Insofern hat man z.B. auch den Stalinismus als Form des Faschismus eingeordnet, Trump oder eine lateinamerikanische Militärdiktatur würden eher nicht darunter fallen (was sie nicht besser macht). Ich wäre mit der Gleichsetzung auch nicht glücklich.
Eine geschlossene Ideologie gibt es sicher nicht, dazu ist der grosse orangene Führer intellektuell nicht in der Lage. - aber wenn man die MAGA Vertreter wie Bannon, Vance oder Miller anschaut, zeigen sich einige üble Abgründe, die man problemlos als faschistoid bezeichnen kann.
Dass man an der Aushebelung der demokratischen Institutionen arbeitet und damit einer Diktatur näher kommt, macht es nicht besser oder schlechter, bloss weil der Machtanspruch nicht hinter einer Ideologie verbrämt wird. Wenn es nötig ist, zaubern sie die auch noch aus dem Hut.
Faschismus bedingt in der Historikerwelt eigentlich immer eine Ideologie.
Das wird jetzt aber ein Streit um Worte. Natürlich folgt die Trump Regierung einer Agenda und sie verfolgt ein Ziel wie eine neue Gesellschaftsstruktur auszusehen hat.
Wenn man sich auf Wikipedie den ersten Absatz zu Ideologie ansieht, dann passt das in meine Augen weitgehend auf das, was die Maga Bewegung und Leute wie Peter Thiel anstreben.
Und wenn man sich dann den ersten Absatz über Project 2025 ansieht, hat man auch die niederschriebene Grundlage.
Aber wie gesagt WORTE. Wie man das nennt ist mehr eine wissenschaftliche Frage, der Einordnung. Und da gibt es natürlich Argumente zu beiden Seiten.
P.s.: Dafür wurde auch glaub ich das Wort faschistoid erfunden. „dem Faschismus ähnlich“, „faschistische Züge tragend“:Blumen:
Faschismus bedingt in der Historikerwelt eigentlich immer eine Ideologie. Insofern hat man z.B. auch den Stalinismus als Form des Faschismus eingeordnet, Trump oder eine lateinamerikanische Militärdiktatur würden eher nicht darunter fallen (was sie nicht besser macht). Ich wäre mit der Gleichsetzung auch nicht glücklich.
Ich verstehe nicht, wie Weber drauf kommt, Trump würde keine bestimmte Ideologie vertreten. Die Maga Bewegung vertritt eine ideologische Position sogar sehr stark und befindet sich in einem Kulturkampf mit anderen Positionen. Die Merkmale der Maga Ideologie weisen eindeutig faschistoide Anzeichen auf wie Rassismus, White Supremacy, Nationalismus, Verfolgung und Unterdrückung Andersdenkender u.a.
Letztlich habt ihr beide recht.
Trumps Ideologie heißt allerdings vor allem Trump, für den ganzen theoretischen Unterbau und Hintergrund hat das orangene Spatzenhirn doch gar keine intellektuelle Möglichkeit, das zu erfassen.
Letztlich habt ihr beide recht.
Trumps Ideologie heißt allerdings vor allem Trump, für den ganzen theoretischen Unterbau und Hintergrund hat das orangene Spatzenhirn doch gar keine intellektuelle Möglichkeit, das zu erfassen.
Auf alle Fälle hat er hoch ausgebildete Menschen im Hintergrund. Das war bei den Nazis nicht anders. Man muss nur in manche Gesichter schauen, die hinter ihm stehen, wenn er was verkündet. Auch das fast schon legendäre Essen mit der versammelten Tech-Elite fand ich höchst bemerkenswert. Er hat schwergewichtige Unterstützer. Auch das war bei den Nazis nicht anders. Das macht Trump natürlich nicht zu einem Hitler oder Nazi, aber er weicht aus meiner Sicht deutlich vom Demokratieverständnis ab. Über Europa witzelt er, äfft Macron u.a. nach. Meines Wissens macht er das nicht bei Putin oder Xi. Wundert mich nicht, wenn er mit strammen Strukturen liebäugelt: Zum Geld- u. Machtvermehren weniger ist das vermutlich die erfolgversprechendere Struktur. Demokratie dagegen hilft dem gemeinen Volk.
Joe Rogan ist mittlerweile recht kritisch mit Trump:
«Wenn Trump ihn verliert, hat er ein Problem»: Joe Rogan stellt sich gegen US-Präsidenten
https://www.watson.ch/international/usa/648554174-trump-anhaenger-joe-rogan-vergleicht-ice-mit-gestapo?utm_source=firefox-newtab-de-de
Es wird immer schlimmer/verrueckter/absurder/beaengstigender, jetzt sieht sich das orangene arschloch schon als (vermutlich kaiserlicher) feldherr und Eroberer nicht nur von Grönland, sondern auch gleich Kanada, und Venezuela sowieso.
https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_101091330/usa-trump-zeigt-manipulierte-karte-mit-groenland-und-kanada-.html
https://www.der-postillon.com/2026/01/vikings-first.html?fbclid=IwY2xjawPcbhhleHRuA2FlbQIxMABicm lkETBPSzR1bVJwdnFLZjQ4dzRpc3J0YwZhcHBfaWQQMjIyMDM5 MTc4ODIwMDg5MgABHmJbDzOPSmB2TKyY9fckaxn9ih3yKn72fy L5LVUoRojyawEOzb_CcTDvntWr_aem_-P679bWggiwVm2JaGXRDmQ
Unsere liebe Trauzeugin aus Virginia hat ihrem Senator geschrieben, ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump zu starten. Zwar sei er Republikaner, aber gegen Trump. Die meisten seien wohl gegen das, was Trump bzgl. Grönland macht. Es gäbe aber auch sehr viele glühende Anhänger. Endlich mal wieder ein echter US-Präsident, der sich für die USA starkmacht, jubeln sie. Immerhin ist es ja "God's Own Country".
Ihr lieber Ehemann, ein gebürtiger Schwede, hat mir gesagt, dass sein Neffe aus Schweden ein Besuch in die USA mit seiner Familie abgesagt hat. Er sehe nicht mehr ein, so viel Geld für Flug und Aufenthalt in den USA zu lassen.
sabine-g
21.01.2026, 09:14
Ich würde auch nicht mehr in die USA reisen. Auch nicht für einen Triathlon.
Helmut S
21.01.2026, 09:23
Ihr lieber Ehemann, ein gebürtiger Schwede, hat mir gesagt, dass sein Neffe aus Schweden ein Besuch in die USA mit seiner Familie abgesagt hat. Er sehe nicht mehr ein, so viel Geld für Flug und Aufenthalt in den USA zu lassen.
Ich gehe ich davon aus, dass er dann auch konsequenterweise auf Instagram, X, Facebook, Office, Windows, Chrome, Meta, Macs, iPhones, Android, ChatGpt, Gemini, Cloude, Amazon, Prime, Netflix, youtube, spotify ... you name it ... verzichtet. Denn jeder klick, jeder swipe, jeder like spült Geld in die USA. Steuern zahlen sie in Schweden (der EU) keine.
:Blumen:
Ich gehe ich davon aus, dass er dann auch konsequenterweise auf Instagram, X, Facebook, Office, Windows, Chrome, Meta, Macs, iPhones, Android, ChatGpt, Gemini, Cloude, Amazon, Prime, Netflix, youtube, spotify ... you name it ... verzichtet. Denn jeder klick, jeder swipe, jeder like spült Geld in die USA. Steuern zahlen sie in Schweden (der EU) keine.
:Blumen:
Das ist ein Totschlagargument, das weißt du :Blumen:
Meine Trauzeugin ist in den sozialen Medien sehr aktiv. Und zwar schon lange vor Grönland. Die Verwandten reisen nicht an. Wenn jeder ein bisschen was dazu tut, kann man auch was erreichen.
Helmut S
21.01.2026, 09:58
Das ist ein Totschlagargument, das weißt du :Blumen:
Ja. :Lachen2: Ob du wirklich damit einen Punkt hast, dass man auf der Individualebene was erreichen kannst? Ich weiß nicht. Noch vor nicht allzu langer Zeit hätte ich dir uneingeschränkt recht gegeben. Mittlerweile bin ich nicht mehr so sicher. :Gruebeln:
Ich bin etwas genervt von der (wie ich es empfinde) politischen Heuchelei einerseits was die vielen großen Themen und deren Priorisierung angeht und auch andererseits von der Selbstverzwergung und der weitgehenden Handlungsstarre der Europäer.
Mittlerweile sehe ich das Positive von D.T. darin, dass hoffentlich bald ein Ruck durch die Europäer geht. Nach Murphy ist jedoch das Epizentrum wahrscheinlich irgendwo und die Ausläufer erreichen D nicht. :Blumen:
sabine-g
21.01.2026, 10:04
Mittlerweile sehe ich das Positive von D.T. darin
Es gibt nichts positives an D.T., er ist ein narzisstischer Vollidiot, der nur von 12 - Mittag denkt.
Ob die Europäer etwas "selbstständiger" sein sollten ist doch gar keine Frage, das ist nicht erst seit Trump der Fall, sondern seit 40 Jahren.
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