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20.07.10
Challenge Roth 2010: "Wahnsinn...!"
Chrissie Wellington siegt in 8:19 Stunden
Chrissie Wellington siegt in 8:19 Stunden
Als der Streckensprecher eine prognostizierte Endzeit von 8:16 Stunden durch die Lautsprecher schickte, klappte den Zuschauern bei Laufkilometer 37 die Kinnlade runter. „Wahnsinn...“ war das Wort in aller Munde. Manche sagten es anerkennend-fasziniert, andere skeptisch und kopfschüttelnd.
Von Arne Dyck

Als Chrissie dann wenige Minuten später an uns vorbei stürmte, war das ein aufwühlendes Erlebnis. Knapp eine halbe Stunde zuvor war Rasmus Henning an uns vorüber gelaufen, konzentriert, voll vom Adrenalin des nahen Sieges, doch kaum noch zu einer Geste für die Zuschauer fähig. Er konnte noch laufen, aber sonst nichts mehr. Wenig dahinter Sebastian Kienle, mit jeder Faser seines Körpers am absoluten Limit. Eneko Llanos, ein Zombie ohne jede Mimik hinter einer Sonnenbrille. Größer hätte der Kontrast zu Chrissie Wellington kaum sein können. Leicht, flüssig und energiegeladen war ihr Laufstil fünf Kilometer vor dem Ziel, genauso wie zwei Stunden zuvor. Sie wirkte wach und agil, nahm die Zuschauer freudvoll war und gab ihnen fortwährend kleine Signale des Danks und der Begeisterung. Nichts zu spüren von einem harten Kampf, wie er die Männer gezeichnet hatte. Man will es kaum schreiben, aber am Limit ihrer Möglichkeiten schien sie mir nicht zu sein. Wo auch immer dieses sein mag.

Chrissie Wellington war in der Profi-Szene völlig unbekannt, als sie 2007 in der eher mäßigen Zeit von 9:54 Stunden den Ironman Korea gewann. Im gleichen Jahr kam dann der Paukenschlag: Hawaii-Sieg in der Weltklassezeit von 9:08 Stunden. Das war ihr zweites Triathlon-Jahr. Seither ist sie auf der Langdistanz ungeschlagen. Chrissie Wellington wirkt unglaublich austrainiert. Sie ist muskulös und gleichzeitig leicht gebaut. Wer sich für Ausdauersport interessiert, wird beeindruckt sein von der Kompromisslosigkeit ihres Körpers und der Harmonie und Effizienz ihrer Bewegungen. Beide sind ein Zeichen für hartes und umfangreiches Training, Bewegungstalent und eine äußerst disziplinierte Lebensweise. Allein das Ausmaß ihres Vorsprungs vor allen weiblichen Triathlonprofis aller Zeiten macht ratlos.

Die dreifache Hawaiisiegerin, die bis jetzt jedes Rennen über die Langdistanz, an dem sie teilnahm, gewann, verkörpert genau das, was man im Sport sehen möchte. Jan Ullrich hatte etwas davon, auch Michael Schumacher, Muhammad Ali oder John McEnroe: Das reine Genie, beschenkt mit einer außergewöhnlichen Gabe, die den Menschen heraushebt aus einer Welt, in der Fleiß und Mühe gewöhnlich das Entscheidende sind.

Die Begegnung mit Chrissie Wellingtons Genie fasziniert in tiefgreifender Weise, aber es liegt auch Bestürzung darin. Ist so etwas möglich: 50 Minuten Schwimmen, 4:38 Stunden für die 180 Radkilometer, 2:48 Stunden für den Marathon? Hier wirkt jeder Superlativ als verniedlichende Untertreibung. Diese Leistung ist mehrere Klassen besser als die aller anderen Damen, auch der besten, dieses Sports. Und noch mehr: Mir ist keine Ausdauersportart bekannt, in der eine Athletin eine vergleichbare Dominanz erzielt hätte.

Doping als einzig mögliche Erklärung?

Ist Chrissie Wellington gedopt? Ist sie die erste Triathletin einer neuen Ära, die durch einen pharmazeutischen Durchbruch gekennzeichnet sein wird? Die Internetforen, national wie international, sind voll von Spekulationen. 2010 sei ein auffallend schnelles Jahr mit Topzeiten wie Ende der Neunziger. Bei den Radprofis, die heute wieder so schnell fahren wie vor dem Fuentes-Skandälchen, sind die Fahrer heuer auffallend dünn, und von positiven Dopingtests hört man kaum noch etwas. Hinweise auf ein neues Mittelchen? Möglich wäre es. Bewiesen ist damit aber nichts.

Die Leistungen von Chrissie Wellington bei ihren Langdistanzen
Die Leistungen von Chrissie Wellington bei ihren Langdistanzen
Die durchgezogene Kurve bezieht sich auf die Langdistanzen außerhalb Hawaiis
Die durchgezogene Kurve bezieht sich auf die Langdistanzen außerhalb Hawaiis
Wellington hat – freilich auf erstaunlichem Niveau – eine kontinuierliche Leistungsentwicklung hingelegt, die ohne echte Brüche zu ihrer in Roth gezeigten Leistung führte. In allen ihrer großen Rennen – Roth, Hawaii, Frankfurt, Australien – hatte man kaum das Gefühl, dass sie am Limit ihrer Möglichkeiten angekommen sei. Insofern ist nicht ihre neue Weltbestzeit erstaunlich, sondern vor allem das Niveau ihres Einstiegs in den Jahren 2006 und 2007, dem Jahr ihres ersten Hawaii-Siegs in der Zeit von 9:08 Stunden. Das war die zweite Langdistanz ihrer Karriere und ihr zweiter Sieg.

Mögliche Gründe für Wellingtons Topleistungen

Welche Gründe könnte es für ihre überragenden Leistungen geben – außer Doping? Mir scheint, dass man zur Beantwortung dieser Frage nicht nach einem einzelnen Faktor, sondern einer Vielzahl von Gründen suchen muss, die alle zusammenspielen. Wellingtons großes Talent für Ausdauersport soll sich bereits vor ihrer Triathlonkarriere bei einer mehrtägigen Etappenfahrt mit Mountainbikes im Himalaya gezeigt haben: Im Gegensatz zu den mitradelnden Männern sei sie von Tag zu Tag stärker geworden. Außerdem ist sie offensichtlich sehr trainingsfest und vertrug selbst das verschleißende Programm ihres ersten Trainers Brett Sutton – dort blühte sie förmlich auf, beendete allerdings die Zusammenarbeit nach anderthalb Jahren und trainiert nun nach einem Intermezzo mit Simon Lessing ohne offiziellen Trainer.

Es ist schwer, in der Geschichte des Sports Beispiele von Frauen mit einer vergleichbaren genetischen Disposition zu finden. Denn es gibt nicht viele Sportarten, die sich mit dem Triathlon über die Langdistanz vergleichen lassen. Bei den meisten Wettbewerben, zum Beispiel dem Marathonlauf, wird ein höheres Tempo angeschlagen und sind daher andere körperliche Funktionen ausschlaggebend – zum Beispiel die aerobe Stundenkapazität. Beim Triathlon über die Ironmandistanz spielt jedoch vor allem die Leistungsfähigkeit des Fettstoffwechsels eine Rolle – in der Welt des Sports eine recht seltene Anforderung. Der Weltrekord im 10fach-Ironman wird von einer Frau gehalten. Möglicherweise verfügt Chrissie Wellington in diesem Bereich über ein herausragendes Talent und ist deshalb in der Lage, nahe an die Leistungen der Männer zu kommen.

Hartes Training gehört auf jeden Fall auch dazu, und man hat von der quirligen Engländerin nicht den Eindruck, als sei sie trainingsfaul. Eher im Gegenteil. Sie scheint stets nach neuen Herausforderungen zu suchen und sehr motiviert zu sein. Zuletzt konnte man den Eindruck gewinnen, dass sie diese Herausforderungen im Triathlon nicht mehr zur Genüge findet. Deshalb erwäge sie, wie man las, in das Lager der Profi-Zeitfahrerinnen zu wechseln, um auf diese Weise an dem Olympischen Spielen in ihrem Heimatland teilnehmen zu können.

Gegen Doping spricht die Kontinuität ihrer Leistungsentwicklung und paradoxerweise die schiere Größe ihres Leistungsvorsprungs: Wäre sie eine halbe Stunde langsamer, etwa nach dem Absetzen verbotener Substanzen, wäre sie immer noch die Beste. Mehr als Gewinnen kann sie aber nicht, Doping wäre sinnlos. Das ist jedoch alles spekulativ. Fest steht, dass es bei Chrissie Wellington außer ihrer sportlichen Leistung keinerlei Verdachtsmomente gibt.

Bleiben wir noch kurz bei den Frauen: Rebekah Keat wurde Zweite. Das ist einerseits eine großartige Leistung, holt sie andererseits wieder ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurück. Im Vorjahr nur wenige Minuten hinter Wellington, zeigte sich dieses Jahr, dass sich die Radzeiten der Damen wieder normalisiert haben. Das ist vor allem ein Verdienst der Kampfrichter.

Auf der nächsten Seite: Das Rennen der Männer



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