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Home arrow Allgemein Triathlon arrow Leistungsdiagnostik spezial: Wo liegt das maximale Wettkampftempo?
16.06.10
Leistungsdiagnostik spezial: Wo liegt das maximale Wettkampftempo?
Dass meine Kondition unter normalen Umständen ausreicht, um eine Langdistanz zu finishen, steht für mich außer Frage. Interessanter für mich und viele andere Langstreckler ist die Frage: "Welches Tempo kann ich schaffen?"
Von Arne Dyck

Ein Langdistanzneuling unterscheidet sich vom erfahrenen Langstreckler durch die Tatsache, dass Letzterer seine Endzeit auf fünf bis zehn Minuten genau voraussagen kann. Gemessen an der Dauer des Wettkampfes ist das eine Prognose mit beeindruckender Genauigkeit.

Wie ist das möglich? Offensichtlich ist eine Langdistanz eine ziemlich vorhersagbare Sache. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Es gibt auf der Ironmandistanz eine Menge Dinge, die einem Wettkämpfer auch trotz guter Vorbereitung einen Strich durch die Rechnung machen können – man denke nur an die häufigen Magenprobleme oder Muskelkrämpfe. Lässt man diese Unwägbarkeiten beiseite, bleibt eine relativ scharfe Linie der maximal möglichen körperlichen Leistung. Was ist das für eine Grenzlinie, die die mögliche Bestzeit markiert, und wie kann man etwas über ihre genaue Lage herausfinden? Oder einfacher: Was kann ich über die Langdistanz leisten, und wovon hängt diese Leistung ab?

Abschätzen des Leistungspotentials

Das möglichst genaue Abschätzen des eigenen Leistungspotentials ist wichtig für die Tempogestaltung im Rennen. Denn niemand möchte das Rennen zu vorsichtig angehen, um im Ziel festzustellen, dass mehr drin gewesen wäre. Andererseits ist eine zu optimistische Renngestaltung (überzocken) tödlich für alle Bestzeitambitionen. Zwei Verfahren bieten sich an, das mögliche Wettkampftempo abzuschätzen:

  • wettkampfnahe Trainingsformen und Wettkämpfe
  • spezielle Leistungsdiagnostik vor dem Rennen

Wettkampfnahe Trainingsformen sind Koppeleinheiten mit viel Wettkampftempo, manchmal ergänzt um eine Schwimmeinheit. Wer zu den regelmäßigen Zuschauern unserer Sendungen gehört, kann eine ganze Reihe solcher Trainings aufzählen, je nach Leistungsstand und Trainingsphase (BUILD oder PEAK). In diesen Einheiten versucht man mittels "Try & Error" ein Gefühl für das maximal mögliche Wettkampftempo zu bekommen.

Interessant ist die zweite Methode. Jürgen Sessner, Inhaber des Sport- und Diagnostikzentrums "Corpus" und Trainer beim triathlon-szene Coaching, hat dieses Verfahren durch zahllose Messungen und Erfahrungen sehr fein entwickelt. Im Kern geht es darum, mittels eines diagnostischen Verfahrens die Leistungsfähigkeit des Fettstoffwechsels zu bestimmen. Kombiniert man diese Messungen mit empirisch, also durch Erfahrung gewonnenen Werten, lässt sich daraus das maximal mögliche Wettkampftempo ziemlich genau abschätzen.

Mein Termin ist bereits vereinbart. Am Mittwoch vor dem Ironman Frankfurt werde ich auf dem Laufband und Ergometer eine Leistungsdiagnostik dieser speziellen Art bei Jürgen Sessner machen lassen. Die Autofahrt von Freiburg bis fast nach Nürnberg stellt einen großen Aufwand dar, doch das neu gewonnene Wissen ist es mir wert. Kein Carbonrahmen, kein Aerohelm und kein Laufradsatz bringt nach meiner Überzeugung so viel wie eine gute Renneinteilung dicht an der Grenze des realistisch Möglichen.

Was sagen die Ergebnisse?

Ich bin sehr gespannt, welche Empfehlung zur Renngestaltung sich aus der Diagnostik ergibt. Im Hinblick auf das bevorstehende Rennen interessiert mich natürlich vor allem die Prognose für die Endzeit. Daneben ist aber auch die Information sehr wertvoll, ob ich die Balance zwischen Rad- und Laufsplit richtig mache. Wer weiß? Vielleicht bin ich in den letzten Jahren etwas zu schnell Rad gefahren und habe dadurch, ohne es zu wissen, eine bessere Gesamtzeit vermasselt? In dieser Frage bin ich sehr an der objektivierenden Sicht eines Fachmanns interessiert. Denn meine eigene Rennerfahrung, die ich nach rund einem Dutzend Rennen über die Langdistanz zweifellos habe, kann durchaus täuschen: Man kann eine Sache auch ein Leben lang falsch machen. Ich bin fasziniert von der Tatsache, dass ich an nur einem Nachmittag etwas über diese schwierigen Fragen herausfinden kann.

Nachfolgend findet Ihr ein kleines Interview mit Jürgen Sessner, der besser über diese Methode Auskunft geben kann als ich. Auf der nächsten Seite haben wir außerdem die wichtigsten Informationen für diejenigen von Euch zusammengestellt, die ebenfalls gerne eine solche Leistungsdiagnostik machen möchten. Die Zahl der möglichen Termine ist sehr begrenzt, weil das Verfahren etwas Zeit erfordert und nur die Tage Montag bis Mittwoch in der Rennwoche in Frage kommen. Mehr dazu, wie gesagt, auf der nächsten Seite.

Interview mit Jürgen Sessner

Wie genau ist das Verfahren?

Jürgen Sessner: Das Verfahren ist sehr genau, vor allem was die mögliche Radpace betrifft. Wer einen Leistungsmesser im Rennen benutzt, kann den optimalen Nutzen aus den Vorgaben ziehen. Aber auch eine Pulsvorgabe hat eine Trefferquote von 90%. Voraussetzung ist eine optimale Kalorienaufnahme vor und während des Wettkampfes.

Was wird dabei gemessen, und wie kann man daraus das mögliche Wettkampftempo über die Langdistanz abschätzen?

Spiroergometrie

Unter Spiroergometrie  versteht man die Messung von Atemgasen während körperlicher Belastung. Anwendungsgebiete sind die Beurteilung der Ausdauer-leistungsfähigkeit und die Messung des Energiestoffwechsels während körperlicher Belastung.
» Wikipedia
Jürgen Sessner: Die wichtigsten Parameter sind die Atemgaswerte, unterstützt durch Laktatmessung. Deren Veränderungen bei Belastungsanstieg geben wertvolle Hinweise auf die mögliche Rennintensität. Die Berechnung erfolgt über die sogenannte indirekte Kalorimetrie.  Wichtig ist in diesem Zusammenhang der Kalorienverbrauch bei Wettkampf-Pace und der Anteil der Fette und Kohlenhydrate zu diesem Zeitpunkt. Bei optimaler Vorhersage kommt der Hungerast auf dem Weg zum Massagezelt.

Worin liegt der Unterschied zu einer normalen Leistungsdiagnostik?

Jürgen Sessner: Der größte Unterschied liegt in der Tatsache, daß kein Ausbelastungstest gemacht wird, der Proband fährt und läuft gerade einmal 3 Minuten mit oder leicht über Wettkampfintensität.

Wie sieht der Ablauf aus und wie viel Zeit wird benötigt?

Jürgen Sessner: Zuerst wird ein Radtest auf dem Ergometer absolviert, danach erfolgt eine 30-minütige, genau definierte aktive Pause, dann erfolgt ein Laufbandtest. Die beiden Tests nehmen je nach Leistungsniveau etwa 20 Minuten in Anspruch. Die Gesamtzeit beträgt inkl. Auswertung etwa 2 Stunden.

Wann ist der ideale Zeitpunkt der Untersuchung?

Jürgen Sessner: In der Rennwoche von Montag bis Mittwoch ist die Aussagekraft am höchsten, vorher sind die trainingsinduzierten Schwankungen zu hoch.
Die Fragen stellte Arne Dyck

Auf der nächsten Seite: Mögliche Untersuchungstermine für einen Start in Frankfurt und Roth

Zur Person
Jürgen Sessner hat jahrelange Erfahrung in der Betreuung zahlreiche Amateur- und Spitzensportler im Ausdauersport, insbesondere im Bereich Triathlon, sowie Fußball-Erstligisten. In seinem Sport- und Gesundheitszentrum "Corpus" in Hilpoltstein führt er seit vielen Jahren Leistungsdiagnostiken und individuelle Trainingsplanung durch. Er ist Trainer bei triathlon-szene Coaching.



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